Monatsarchive: Dezember 2010

Neues vom Schneemann… Frost und Frust

Wenn ich Schnee seh… ach egal.

Es passiert nicht viel zwischen den Tagen hier in Kiel, das ist auch nach dem ganzen geflügelvertilgenden Weihnachtstrubel ganz okay. Leider passiert auch nicht viel bei Petrus und Frau Holle, ich weiß auch nicht, sind die vielleicht zusammen in einer einsamen Berghütte bei Jagertee und Saunaaufgüssen versackt und haben uns und das vorherrschende Wetter vergessen? Die Schlingel? Mich beuteln die Déja Vu’s, es schneit und schneit und friert und friert und es hört einfach nicht mehr auf damit. So wie im vergangenen Jahr. Lästig, wie ich finde, und auf vielen Ebenen langsam echt nervtötend. Ich habe Ihnen mal ein paar vorsilvesterliche Impressionen der hiesigen weißen Macht (und Pracht) zusammengestellt.

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Letztendlich alles Engel

Das war dann also 2010…

Um mich herum tobt das fünfundzwanzigste Schneetief, wie heißt das jetzt eigentlich? Quanna, Ronja, Scarlett… und es hört nicht auf. Non Stop Schnee bis 2014, der kälteste Dezember seit Beginn der Aufzeichnungen, egal, morgen ist es endlich so weit und ich werde langsam ein bisschen schmusig. Nicht, dass schon alles vorbereitet sei, hahahaaaaa, weit gefehlt! Zurücklehnen ist noch lange nicht. In meinem Wohnzimmer stapeln sich weggerückte Möbel, weil ich heute noch ein Sofa (heute???) geliefert bekomme, der Tannenbaum steht draußen, noch vernetzt, irgendwo unter einer geduldigen Schneewehe von Scarlett, ich muss noch einkaufen und volltanken und ich habe noch nicht ein einziges Geschenk verpackt. Und ich soll noch ein Auto angucken. Und ich kann keine Schokolade mehr sehen. Und bestimmt fällt mir noch viel viel mehr ein.

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Besinnliche Weihnacht’

Frohes Fest,

dass mich der stetig wiederkehrende Hype um die B-Day-Feier eines gewissen Iēsous Christos in seiner derzeitigen Form und Ausprägung nervt, bedeutet ja nicht gleichzeitig, dass ich mich gänzlich von den Gepflogenheiten dieser world-wide-Weihe abgewand habe. Im Gegenteil – vielleicht bin ich dichter am Kern der Sache, als der Weihnachtsmann selbst.

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Weihnachten IM Audi

Es ist für uns eine Zeit angekommen…

… die bri-hingt und eine-he goooße Freud. Weihnachten. Wenn Sie Kinder haben, wissen Sie, was ich meine. Wenn Sie selbst noch ein Kind sind auch. Und alle anderen? Aber nein, auch Sie, Sie oder gar Sie sind nicht die klischeehafte verhärmte Weihnachtshassergesellschaft, die zwei Monate lang nur von Konsumgeilheit, Hektik und Kommerzgedanken beherrscht wird, oder? Ist Weihnachten nicht viel mehr? Frostiges Regenwetter, jede Menge Lichterketten, prasselndes Ofenfeuer und fettes Essen. Und natürlich Glühwein! Prost. Ihr Garten ist heller beleuchtet als das Hamburger Bankenviertel und hat einen höheren Stromverbrauch als die Altstadt von Flensburg. Gut. Aber haben Sie ihr Schätzchen, ihr Auto, nicht irgendwie vernachlässigt??? Fühlt es auch den Geist der Weihnacht? Wenn nicht, habe ich ein paar Tipps.

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Die Zeitmaschine

Nur ein kleines Blitzlicht…

Haben Sie eine Uhr am Handgelenk? Ich mag Uhren. Meine Uhr begleitet mich durch meinen Tag, sie ist mehr als nur ein Zeiteisen – sie ist meine Zeitmaschine. Nicht so ein digitales Ding mit funkgesteuerten virtuellen Zeigern im Display, damit ich auch auf die Millisekunde genau weiß, dass ich zu spät komme und es doch nicht ändern kann. Ich habe eine mechanische Ingersoll aus Amerika, eine Automatik, die einigermaßen genau geht, schwer den Arm nach unten zerrt und sich unermüdlich Tag und Nacht im Kreis dreht. Sie war nicht seht teuer, aber ich habe sie lieb gewonnen. Ghandi hatte angeblich auch eine. Und Charles Lindbergh, der 1927 als erster im Alleinflug den Atlantik überquerte. Beide sind ein bisschen wichtiger als ich, aber beide scheinen meinen Geschmack für Uhren zu teilen. Lange war sie kaputt, und JIPPIIIE! heute habe ich sie wieder bekommen :-)

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Winterballaden. WENN es denn mal schneit!

Schneeheeflöckchen, Weißröckchen…

Na das haben wir ja gern. Schleswig-Holstein im November, normalerweise wachsen einem in dieser Jahreszeit höchstens Schwimmflossen oder Kiemen, während ein nasskalter grauer Sprühregen die gute Laune verhagelt. Perfekt für schwermütige Vorweihnachts-Depressionisten. Doch seit dem letzten Jahr ist plötzlich alles anders. Auf einmal gibt es wieder Schnee, und es ist kalt und hört auch irgendwie nicht mehr auf. Seltsam. Anno 2010 schüttelt Frau Holle ihre staubigen Betten sogar noch ein bisschen früher als sonst aus, und das diesmal sehr lokal begrenzt! Da breche ich gegen Mittag bei Retter Tom mit einem guten Gefühl auf, wie es mir nur eine wieder auferstandene Hydraulikpumpe geben kann – und dann überschlagen sich die Wettermeldungen. Rien ne va plus. Und ich sing’ mir ein paar alte Weisen.

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