Sein Mini.

So sehen Neuwagenbesitzer aus
Fröhliche drei Jahre ist es jetzt her, dass mein Freund Andinho sich kurz vor Weihnachten einen alten Männertraum erfüllt hat. Zur Belohnung der Strapazen, die eine frische Selbständigkeit mit sich bringen, gönnt er sich den ersten Neuwagen seines jungen Lebens: Einen Mini Clubman. Diesen kleinen quirligen Lifestyle-Kombi, in der Farbgebung einem Schokotoffee nicht unähnlich. Abzuholen in Uelzen/Niedersachsen. Den neuen Besitzer taximäßig zur Fahrzeugübergabe zu bringen ist natürlich mein Job, handelt es sich hier schließlich um meine Heimatstadt. Und heute, obwohl ich mir den Bauch in Portugal bräune, hole ich die Geschichte noch einmal raus, denn nur drei Jahre später hat Andinho die Faxen dicke, tritt den Wagen und sein ursprüngliches Markenvertrauen in die Tonne und sattelt um. Aber fangen wir vorne an.
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Es ist endlich Samstag, der 5. Mai 2012 – und es ist gerademal 8.30 Uhr.
Ich fahre zu dieser für einen Samstagmorgen für mich ungewöhhnlich frühen Stunde mit Sohn Lukas im A2 zu einem besonderen Date, für das es auf jeden Fall lohnt, sich so früh aus dem Bett zu quälen (bitte jetzt nicht über mein Langschlafverhalten meckern – gestern, also Freitag, habe ich immerhin noch bis kurz vor 21.00 Uhr gearbeitet … und war anschließend ziemlich platt!). Eine gute halbe Stunde später kopiert ein Autoverkäufer meinen Ausweis und Führerschein – zum Dank erhalte ich den Autoschlüssel und die mündliche Einweisung in die Bedienung eines Fahrzeugs. Wenige Sekunden später probe ich meinen ersten Schritt in eine unbekannte, neue Zukunft.
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Veröffentlicht unter Selbstlose Schreiber
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… wird es wieder das erste Auto.

Der Typ und der Taunus
Der Weg bis hier her war uneben. Ich habe noch immer nicht den Abschied vom V8 im letzten Sommer gebloggt, habe dem treuen aber durstigen Pendel-Daimler nur mäßig Aufmerksamkeit gewidmet und der Passat TDI läuft einfach so vor sich hin. Nahezu unbemerkt. Zylinder: 8 – 6 – 4. Was Sie da draußen nicht mitschneiden sind meine Gedanken, meine Sehnsüchte und lange Nächte im Internet, die sich mit nur einem Thema beschäftigen: Ich will wieder ein unvernünftiges Auto! Mein ganzes berufliches Leben und meine halbe Freizeit dreht sich um altes und weniger altes Blech, da ist ein VW Kombi Diesel als ausschließliches Ford-Bewegungsmittel einfach nicht authentisch. Heute habe ich den Status geändert. Ich habe “ihn” gefunden.
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Eine Sidepipe für den Kombi

Das erfreut jeden TÜV Prüfer
Es ist einer dieser Tage! Erst schmiert mein Desktop-PC knisternd ab und bleibt dunkel. Das ist doof, also mache ich mich auf den Weg zum neonstressigen Elektrogroßmarkt, um adäquaten Ersatz zu beschaffen. Rudolf rollt los, mein Nachbar winkt am Straßenrand, ich drücke den Knopf für den rechten (im Passat unüblicherweise elektrischen) Fensterheber – und das zerbrechliche, durchsichtige Teil plumpst mit einem lauten Scheppern komplett in die Tür und bleibt da.
Noch mehr? Nachdem ich Beifahrer’s Durchblick-Chance unter Nachbar’s Geschmunzel mit Drähten wieder hervorgefischt und provisorisch fixiert habe, knackt es 400 Meter weiter laut und deutlich vor meiner Nase. Durch die Frontscheibe wandert langsam ein 15cm langen Riss mittig von unten, Tendenz größer werdend. Genug? Nein. Auf der B76 verabschiedet sich mit einem lauten, metallischen Rumpeln der Endschalldämpfer vom Rest des Kombis. Das alles innerhalb von 30 Minuten. Wo fang ich an? Beim Auspuff…
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Edelstahlaugen
Auch wenn die 16GB Speicherkarte in meinem Fotoapparat noch nicht ganz voll ist – man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Ich habe Material für rund 7 mehrseitige Berichte zusammen. Den Sonnenuntergang gestern Abend kann man romantisch kaum toppen, und der Weg in den Norden ist noch viele Meilen weit. Zumal… ich noch kurzfristig die Zusage eines renommierten Jeep-Restaurierers in Essen bekommen habe, das liegt ja… hm… FAST auf dem Heimweg, so ein kleiner West-Knick fällt dann auch fast gar nicht mehr auf! Ich muss München früh verlassen. Und werde im Laufe des Tages von so manch reisebremsender Mini-Katastrophe heimgesucht.
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Ein paar 1000 Kilometer auf Fotosafari

Der Sonnenuntergang der Liebenden
Langsam, ganz langsam neigt sich meine kleine 3000 Kilometer-Tour dem Ende entgegen. Aber wirklich nur ganz langsam, denn heute ist ein besonderer Tag für mich: Ich besuche die Katze, um ihren Alltags-Youngtimer Audi V8 Quattro als Leserauto für die Ausgabe 06/2012 zu fotografieren. Jawohl. Und das bedeutet: Raus aus dem Allgäu und rein in die Innenstadt des schönen Münchens, bavarische Metropole an der Isar, Zuhause der echten Schickeria und der Spider Murphy Gang. Ob Rosi noch immer unter 32-16-8 zu erreichen ist? München wird Kulisse für die Erfüllung eines fotografischen Traums sein. Folgen Sie mir zu einem verkannten Technologieträger aus den späten 80ern.
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