Archiv der Kategorie: Heimwärts Highways

Unterwegs, nicht nur im Audi V8. Was einem in Deutschland so passiert, welche Gedanken einem in den Kopf schießen…

Camper’s Burn-Out

Ach, steigen Sie doch bitte ein

Ach, steigen Sie doch bitte ein

Schatz, hast du auch den Herd ausgemacht? Kennen Sie es, dieses Gefühl, irgend etwas vergessen zu haben, vornehmlich wenn man gerade urlaubsreif am Flughafen steht und in den Süden will? Schicksalshaft und unerwartet passieren offensichtlich auch mal blöde Sachen, wenn man nicht aus Versehen etwas vergessen hat. Wir hören sie dann beispielsweise im Verkehrsfunk. Ich finde es erschreckend, wie oft da die Rede von einem brennenden Fahrzeug ist. Oder wir kommen direkt am Ort des Geschehens vorbei, bremsen, wenden und stehen sprachlos vor einem Urlaubstraum, der keiner mehr ist…

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Das Ende der Rast

Das Ende der Rast

Das Ende der Rast

Fast wäre ich gegen die Schranke gefahren. Das war doch mal ein Rastplatz? Ich bin unterwegs in meinem fast 20 Jahre alten Audi V8 auf der A7 von Kiel nach Hamburg, einem dringenden körperlichen Bedürfnis nachgeben müssend. Doch der Rastplatz ist weg. Oder zumindest gesperrt? Also umfahre ich die rot weiß gestreifte Absperrung (verbotenerweise) über den Grünstreifen und stehe auf dem, was von dem Parkplatz noch übrig geblieben ist. Gräser und Wildkräuter arbeiten sich mutig und respektlos durch rissigen Asphalt, Bänke und Tische existieren nicht mehr, das Astwerk der Bäume ragt weit in die Fahrbahnen herein. Eigentlich stehe ich nur auf einem wegrationalisierten, stillgelegten Fragment aus früheren Zeiten. Und denke über Veränderungen im Reiseverhalten nach. Von damals nach heute.

Den ganzen Artikel finden Sie auf der TRÄUME WAGEN Seite, wo ich mich wie immer an einer regen, kommentierenden Teilnahme erfreue :-)

Sandmann

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Des Daimlers letzte Fahrt

Ein mal noch unter dem Stern über den Highway…

Und dann ist Schluss. Schluss mit Super Bleifrei! Bei aller Landstraßen-Romantik, aber ich habe die Kosten selbst bei einem für dieses Modell moderaten Verbrauch von gut 10 Litern auf 100 Kilometern unterschätzt. Auch wenn ich sie ganz leicht hätte ausrechnen können, aber so sind wir Männer nun mal. Spielkinder, die ihr Spielzeug bis kurz vor Walhalla verteidigen. Mit der A7 ist im Jahr 2012 für mich auch Schluss. Aber das ist eine andere Geschichte, heute geht es zunächst ein weiteres mal auf die beliebte Achse zwischen Kiel und Hamburg…

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Das System streikt sich kaputt!

Langsam kann ich es nicht mehr hören!

Streik bei der Nord Ostsee Bahn. Oder dem Metronom. Oder wie sie alle heißen. *gähn* schon wieder!!!? Und dabei bin ich als Autofahrer noch nicht einmal ein regelmäßiger Bahnpendler, auch wenn das mit meinem aktuellen Kiel-Hamburg-Daimler wahrscheinlich ein bisschen wirtschaftlicher wäre. Doch was brächte mir jegliche Wirtschaftlichkeit, wenn ich in diesem Jahr gefühlt niemals pünktlich, wenn überhaupt mal irgendwann an meinem Arbeitsplatz erschienen wäre? 55 Streiktage allein bei der NOB, insgesamt im Norden schon über 70 Tage ohne oder mit stark eingeschränktem Bahnverkehr. Das muss einen durchschnittlichen, arbeitnehmenden Bürger doch maßlos ankotzen! Ich war schon immer der Schiene sehr zugetan, aber jetzt frage ich mich und Sie ernsthaft: Sind die Gewerkschaften eigentlich noch ganz dicht?

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Well well well my Michelle…

Es muss so um 1980 gewesen sein.

Ein Mann und sein Blumenauto

Ein Mann und sein Blumenauto

In der Grundschule haben wir in den großen Pausen immer Sesamstraße gespielt. Sybille war Lilo, Henning war Henning, ich war Samson (bitte an dieser Stelle keine Fragen über das warum) und die kleine rothaarige Michelle war Tiffy. Mir offenbarte sich eine derart klare Rollenverteilung, ich MUSSTE mich einfach in Tiffy verknallen. Samson und Tiffy. In einer Zeit, als die Sesamstraße noch zum all-abendlichen Pflichtprogramm eines jeden Kindes um 18:00 Uhr im Dritten zählte hört ein 10jähriger zum ersten mal bewusst das Klopfen seines Herzens. Heute, in einer Zeit, wo die Sesamstraße im frühmorgendlichen NDR Randprogramm um 6:55 Uhr nur noch halbherzig von unausgeschlafenen Vorschülern beachtet wird kann ich die Nachricht auf Facebook kaum fassen. Tiffy heiratet. Und Samson ist eingeladen…

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Warten

Ay liebe Blog-Gemeinde.

Warten. Warten bedeutet: Zeit verbringen, während ich hoffe, dass sich ein Zustand ändert. Das kann ein Zustand der Einsamkeit sein, ein Zustand der Angst, ein Zustand der Unsicherheit – aber immer mit dem Wissen, dass sich etwas ändern wird. Warum sonst sollte ich warten? Ich stehe inmitten einer fremden Stadt, inmitten einer herbstlichen Dunkelheit, unter einer mir fremden Laterne im Scheinwerferlicht eines mir vertrauten Autos. Der abkühlende Motor tickt leise. Ich warte. Heutzutage warten wir nicht mehr sehr oft. Warum eigentlich nicht? Hat die Welt sich in einen Perfektionismus hineingedreht, der Leerlauf überflüssig macht? Nutzen wir alle verbliebenen freien Minuten aus, um Dinge zu machen, die uns erst die neuen Kommunikationsmittel gegeben haben? Wohl kaum. Während eine nordische Kälte langsam meinen Rücken hinaufkriecht werden mir ein paar Dinge klar.

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