Das ist Helmut

Ihr guter Stern auf allen Straßen

De temps en temps überschlagen sich die Ereignisse, und manches soll dann wohl auch einfach so sein. Mein bunt gepflasterter Hof hatte sich gerade etwas entvölkert, Scorpio weg, Mazda weg, Schwester S weg… da ploppt in meinem Messenger eine Nachricht von Torsten auf. Er habe in seiner Garage eine S-Klasse stehen, seit vielen vielen Jahren, von Vadder noch. Erbgut sozusagen. Ein 260 SE, damals funktionierend abgestellt, mit frisch geschweißten Wagenheberaufnahmen und neuen Kotflügeln. Unter seiner dicken Schicht aus Schmutz und Staub nun reif für jemanden, der ihm Liebe geben mag. Ich so: „Du, ich habe grad so einen nicht ganz grundlos verkauft…“. Torsten schreibt, dass die rauchsilberne S-Erbschaft in Kiel steht, Luftlinie zu mir 4 Kilometer, und dass sie Helmut heißt. Und ich so: „Wann hast du Zeit?“

Es gibt Dates, von denen erzählt man seiner Frau erstmal nix.

Standschäden und Staub en Masse

Das Date mit Torsten und Helmut ist eins davon. Bevor ich schlafende Hunde wecke, weil ich schon wieder so einen Dinosaurier auf den Hof ziehe (obwohl ich mich damit innerhalb unseres 2-Autos-deiner-Wahl Abkommens bewegen würde) will ich erst einmal schauen, ob der 1990er Nullausstatter nicht nach so langer Standzeit die nächste Baustelle ist, für die ich grad keine Zeit habe. Wären wir bei Tinder, wäre er so eine leicht abgehalfterte Milf mit Trinksucht. Da guckt man ja auch lieber erstmal ob man sich wirklich auf die einlassen will 🙂 Aber allein dass das Auto einen Namen hat finde ich sympathisch.

Nach Jahren an die Sonne

Auf einem Garagenhof mitten in Kiel öffnet der gut gelaunte Mann das Tor zu einer dunklen, staubigen Zeitkapsel, in der das letzte Auto seines Vaters ins erste Tageslicht seit Jahren blinzelt. „Rauchsilber“, eine elegante Farbe, zumindest theoretisch irgendwo unter der wirklich dicken Dreckschicht. Die Reifen sind schlapp, im Inneren riecht es nach einem Jahrzehnt Sommer und Winter und unter der riesigen Haube finden sich Spinnweben, matte Schlauchschellen und ein völlig durchoxidierter Kühler. Tief in mir drin beschließe ich, über dieses Auto wirklich nur bei einem unseriös günstigen Preisangebot nachzudenken und höre schon die „Sandmann Im- und Export“ Vorwürfe meines halbfinnischen Fräulein Altonas. Die Frau ist sehr geduldig und unterstützt meine automobilen Marotten durchaus, aber mit dem Mazda 121 und dem nicht gehen wollenden 300 SE hatte ich ihre Geduld ein bisschen zu sehr strapaziert.

„Läuft Helmut…?“ höre ich mich von fern fragen. Torsten gibt zu, sich selbst diese Frage schon seit ein paar Jahren nicht mehr gestellt zu haben und stiefelt in die Nachbargarage auf der Suche nach einer mit Energie gefüllten Starterbatterie.

Einfach, aber sehr gediegen

Während Torsten nach der Batterie sucht sitze ich in dem riesigen Wagen und fühle mich rein. Kein schlumpfblaues Velours. Das war in dem anderen Benz schon ganz großes, gut ausgestattetes Kino. Kein elektrisches Heckrollo, keine Klimaanlage, kein Tempomat, keine Sitzheizungen, nicht einmal elektrisch verstellbare Vordersitze. Schlichter schwarzer Stoff (inzwischen eher grau…) und die klassischen Zebrano-Holztafeln, teilweise etwas von der Sonne gegerbt. Alles wirkt auch nach den vielen Jahren noch wertig und fest, und genaugenommen mag ich ja Autos, in denen nicht ganz so viel Tüdelüt verbaut ist. Helmut fühlt sich ein bisschen wie ein großer 190 E an. Das gefällt mir. Ansonsten gilt der Reihensechszylinder in seiner kleinsten Ausbaustufe als nahezu unzerstörbar, und das Blech macht einen wirklich guten Eindruck. Hm.

Sprühnebel mit 95 Oktan

Torsten kommt wieder. Im Motorraum unter der gewaltigen Haube fegt er ein paar Spinnennetze und Reste von anderen Kleintieren weg und setzt die geladene Batterie rein. Jetzt wird es spannend. Zündung an, es klickert und klackert und das klassische SSSSSIIIIIIIII der Benzinpumpe ist zu hören, die das System mit Druck anreichert. Zehn Jahre altes Superbenzin, man kann es förmlich riechen! Oh. Oh ja. Ja tatsächlich, warum kann man es riechen? Hinten unter dem Auto kleckert ein leichter Sprühnebel hervor. Einer der Schläuche zwischen der Pumpe und dem Filter hat die Jahre nicht überdauert. Verdammt.

Offensichtliche Kollateralschäden

Aber Druck baut das System trotzdem auf, und wir beschließen, dass wir es zumindest mal versuchen könnten. Allein schon, um das Riesenschiff einmal ans Tageslicht zu bugsieren. Der Anlasser dreht sich geduldig, und die KE-Jetronic aus dem Hause Bosch (die es hasst, wenn sie lange rumsteht, sagt man) sammelt emsig die Daten, die von verschiedenen Sensoren und Fühlern nach jahrelangem Schlaf geliefert werden. Nach einiger Zeit beschließen die kleinen, elektronischen und mechanischen Helferchen, dass es plausibel wäre, das alte Benzin mit einem frische Zündfunken zu paaren und Helmut… springt an!

Läuft bei Helmut.

Rein mit der Fahrstufe, und Bruno Saccos aus dem Vollen gefrästes Kanzlerfahrzeug rollt raus, während es weiterhin leichten Sprühnebel unter dem Heck herausvaporisiert. Schnell wieder ausmachen. Aussteigen, mit einem feuchten Lappen mal wischen und unter den Staub gucken und ganz allgemein einen Eindruck von diesem Fahrzeug gewinnen. Das ist jetzt in den kommenden Minuten mein Plan.

Da steht er nun in der Sonne

Helmut ist von den Jahren des Herumstehens in einem zwar trockenen, aber nicht wirklich hermetisch abgeschlossenen Raum vor allem schmutzig und muffig geworden. Staub, gepaart mit dickem Geimel, der sich mit der natürlich niedergeschlagenen Feuchtigkeit der Luft bei Temperaturwechseln zu einer harten Masse verbunden hat. Überall. Außenrum. Aber darunter kommt ein erstaunlich guter Lack zum Vorschein! Rost hat er an den Bremsstützen in den vorderen Trägern, in den Ecken des Kofferraums (weil da Wasser drin war) und klassisch am hinteren unteren Scheibenrahmen (von wo das Wasser kam). Sonst nix. Alles andere wäre nur Kosmetik und die Beseitigung von klassischen Standschäden, also Zündung neu, Bremsen neu, innen mal ordentlich durchwischen…

Mindestens, also MINDESTENS putzen…

Die dicke Limousine gefällt mir nun doch ganz gut. Er ist nicht so End-Cool wie die weiße S-Klasse, die mich gerade erst verlassen hat. Aber an ihm ist auch viel weniger poröses Blech zu bearbeiten, was meinem dünnen Zeitkonto sehr entgegenkommt. Und Torsten ist ein netter Kerl, der es ehrlich zu meinen scheint, wenn er sagt, der Wagen soll nun mal langsam weg und er möchte ihn vor allem in gute Hände geben. Warum er damit meine meint, wird mir für immer ein Rätsel bleiben 😉

Zahlenspiele

Ich frage ihn unverblümt, was er an harter Währung aufrufen würde. Die Zahl, die er nennt, ist eine für dieses Fahrzeug wahrhaft faire und kleine Zahl. Ich lege die anstehenden Arbeiten in die Waagschale, halbiere sein Angebot noch einmal und habe in dem Moment unerwarteterweise ein Auto gekauft. Argh. Wie sage ich es jetzt dem halbfinnischen Fräulein? Darüber denke ich später nach. Wann muss das Auto denn hier raus? Ach, in den kommenden 14 Tagen?? Oh jemineh. Jetzt ist schnelles Denken und Handeln gefragt. Doch Torsten macht es mir leicht – er bietet an, den Wagen auf einem Trailer zu mir nach Hause zu bringen. Ich sag ja, der meint das ernst…

Benz mit Lieferservice!

Dieses Auto wurde mir regelrecht aufgezwungen 😀 Inzwischen habe ich der Dame des Hauses gebeichtet, dass schon wieder ein großer Mercedes auf den Hof kommt. Als ich ihr Bilder vom Auto zeige, ist sie noch immer kein Fan (sie mag den Taunus, aber sie mag keine wuchtigen Schlitten, und das hier ist definitiv einer), findet aber die Farbe wesentlich eleganter als den weißen Vorgänger. Nun gut. Es ist immer hilfreich, den prinzipiellen Segen der Lebensgefährtin zu haben. Vor allem bei solchen Auto-Tinder Milf Aktionen.

Helmut kommt nach Hause

Und kurz danach rollt Torsten auch schon mit einem Kumpel und einem Trailer vor und lässt Helmut auf den Boden der Tatsachen vor der Casa Sandmann rollen. Der aus eigener Kraft zurück gelegte Weg über die Einfahrt in den Hof muss einigermaßen schnell gehen, damit der Sprühnebel rund um die Benzinpumpe nicht zu einem erwähnenswerten Umweltproblem wird. Wird er nicht. Keine Sorge.

Schon wieder ein Neuzugang

Als die ehrwürdige, 30 Jahre alte S-Klasse die Einfahrt hochgefahren kommt springen mich gleich mehrere Déjà Vus an. Den gleichen Weg kam das kleine Fördchen gefahren, und auch mein Granada Coupé rollte hier entlang. Wenn auch nicht aus eigener Kraft. Die weiße Schwester S sah schon diesen Weg, und auch mein kleines Mazda-Ei. Ähm. Eigentlich auch der Scorpio. Wenn wir mal ganz, also GANZ ehrlich zueinander sind auch mein Taunus Coupé. Ohgottogott. So viel hin und her, so viele Autos kamen und gingen, wirke ich ein wenig rastlos? Vielleicht. Ach ja der K70… Egal jetzt! Hier steht Helmut und will ein bisschen vom Zahn der Zeit befreit werden. Glaube ich. Mein viertelfinnisches Sandmädchen hilft gern und uneigennützig, schnappt sich warmes Seifenwasser und eine Bürste und macht sich dabei so dreckig, dass sie heute Abend selbst in die Badewanne muss 🙂

Gemeinsam putzen macht Spaß!

Der vorher-nachher Effekt ist allerdings sagenhaft. Der rauchsilberne Lack glänzt nahezu kratzerfrei, und das schon nach der groben Reinigung durch gerade einmal zwei Jahre alte Kinderhände. Was passiert, wenn ich den irgendwann einmal poliere? Nicht auszudenken! Die Hubwinkel vom Stahlschiebedach sind gebrochen und ich bekomme es nicht auf. Aber alles andere… scheint ganz okay zu sein. Die Zentralverriegelung schmatzt auf und zu, sogar über den Funktransmitter. Alle Instrumente melden gesunde Werte, der Motor springt trotz des alten Sprits und der alten Zündkomponenten sofort an und was an elektrischen Kleinigkeiten noch nicht geht, wird eine Reinigung des Sicherungskastens wohl richten. Da ist nicht mehr viel Kontakt, die Sicherungen sind alle quasi wegoxidiert. Und trotzdem läuft die Fuhre. Torsten sagt, er hat den Willen zum Überleben und legt sein Schicksal in meine Hände. Ach Helmut. Dann muss ich da wohl die kommenden Wochen mal bei.

Auf ein Neues, mit Helmut

Fassen wir zusammen: Der Lack ist gut, auch wenn man die nachlackierten Teile erkennt. Das stört mich ungefähr so doll wie ein Singvogel im Nachbargarten. Ich muss zu allererst den porösen Schlauch an der Benzinpumpe ersetzen, den gibt es direkt bei Mercedes. Dann werde ich neue Reifen bestellen, und danach alle Zündkomponenten und die Bremsen erneuern. Und einen neuen Kühler kaufen. Dann ein paar Schweißarbeiten… und Helmut müsste wieder gut sein für die linke Spur. So wie vor 30 Jahren. Seid ihr dabei? Ich fang mal an, bis bald in diesem Theater.

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

29 Antworten zu Das ist Helmut

  1. Andreas Eckerle sagt:

    Hi, du bist mir einer. Schön, Herausforderungen soll man nachgeben. Herzlichen Glückwunsch dazu. Gut das ich den Platz für 5 Autos hätte, aber zum Glück eine Frau die nur gerade 3 Fahrzeuge erlaubt- sonst würde es mir ähnlich ergehen wir Dir. Zum Glück bleibt mir als Alternativ Beschäftigung noch eine Mofa und ein Trecker welche auf Zuwendung warten, das macht mit dem Nachwuchs auch Spaß zu pflegen.

    Mögen dich nicht allzu schlimme Überraschungen noch mit Helmut erwarten und Du uns bei all deinen Entdeckungen weiter teilhaben lassen. Gruß aus Helmstedt, Andreas.

    • Sandmann sagt:

      Ay Andreas,
      huiiii Helmstedt. Da sind meine Eltern zur Schule gegangen 🙂
      Vielleicht habe ich es nicht richtig beschrieben, aber auch ich habe einen Deal mit meinem halbfinnischen Fräulein Altona (was juristisch nicht meine Frau, sondern meine Freundin ist, aber trotzdem die Mutter zweier meiner Kinder). Mein Granada im Keller ist mein Granada. Dann gibt es einen gemeinsamen Familienkombi neuerer Bauart, das ist ihr S210. Und ich selbst „darf“ (das ist eine gegenseitige Abmachung) zwei Autos meiner Wahl fahren, in die sie mir nicht reinquatscht. Einer ist gerade der Taunus, der andere wechselte hier und da. Jetzt ist es Helmut. Du siehst, ich bin auch durchaus reglementiert. Und das ist auch gut so, ich neige zu Maßlosigkeit 😀
      Sandmann

  2. Sönke sagt:

    Moin Sandmann, ich bin durch Zufall hier gelandet und mir gefallen die Geschichten! Ich mache nebenbei auch Musik und habe zwei alte Autos. Schönen Gruß aus Schuby!

    • Sandmann sagt:

      Ay Sönke,
      na dann herzlich willkommen hier. Wenn du „neu“ bist hast du noch ne Menge zu lesen, da hat sich einiges angestaut 😀
      Was für Musik machst du? Was hast du für Autos? Ich bin ein bisschen neugierig…
      Sandmann

  3. T.W. Ingo sagt:

    Hallo Sandmann! Ich war bislang auch immer ein stiller Mitleser, und aufgrund einer gewissen Abneigung gegen „Social Media“ habe ich noch nie irgendwo ein Feedback hinterlassen – was ich jetzt hiermit ändere. Aufgrund einer Affinität zu älteren Autos (besitze zur Hälfte einen Mazda 626 GD sowie einen W124, in dessen Karosserie ich irgendwann mal den daneben stehenden Motor samt Automatik einbauen möchte) finde ich Deine Geschichten super unterhaltsam und möchte diese nicht einfach nur so konsumieren, sondern hiermit ein Danke und ein Lob dafür loswerden.
    Grüße aus dem Ruhrpott

    • Sandmann sagt:

      Ay Ingo!
      Vielen Dank für deine Zeilen und dein Lob. Ich kann dich beruhigen – wenn du hier kommentierst, machst du das ohne cookies oder irgendwelchen anderen Schrott, der dir in Zukunft Werbung für Unterwäsche auf den Rechner schaufelt 😀 Also frisch auf!

      Mazda 626 mag ich gern, noch cooler finde ich den 929… aber das wäre für mich wieder ein GANZ neues Kapitel, da trau ich mich lieber nicht ran. Mit einem 124er hast du einen feinen, zeitlosen und robusten Wagen. Warum stehen Motor und Getriebe daneben? Ist die Karosserie geschweißt worden?
      Fragen über Fragen 🙂
      Viele Grüße aus dem Norden
      Sandmann

      • T.W. Ingo sagt:

        Hallo!
        Ja, ein 929 wäre sicherlich cooler gewesen, aber in Anbetracht der Ersatzteilversorgung von nicht mehr ganz taufrischen Japaner haben wir uns dann für ein häufiger hergestelltes Modell entschieden, in der Hoffnung damit im Fall der Fälle bessere Chancen zu haben. Aber eigentlich sollten Japaner aus der Zeit ja fahren….fahren….fahren….
        Die Sache mit dem W124 ist kompliziert und nicht ganz rational nachvollziehbar, aber wo wenn nicht in diesem Umfeld werde ich dafür nicht nur Kopfschütteln ernten. Hatte den Wagen nach 2 Jahren in meinem Besitz an jemanden verkauft, der nur ein Steuergerät benötigte. Nach kurzer Zeit war ich dann zu sentimental, und wollte den und zwar genau den W124 wieder haben. Der Vorbesitzer hatte die komplette Hinterachse inkl. Aufnahme bei Mercedes für einen vierstelligen Betrag machen lassen. Der Rest der Karosserie war auch in gutem Zustand, der Innenraum ebenfalls. Habe dann den neuen Besitzer kontaktiert, der mir den Wagen dann auch zurückverkauft hat – allerdings ohne Motor und Automatik, dafür für einen extrem kleinen Betrag. Die Automatilk habe ich dann mit dem Twingo aus der Nähe von Stuttgart geholt, einen M102 2,3 l ebenfalls aus der Region. Und wie schon oben geschrieben, Motor und Automatik stehen schon zusammengebaut in der Garage, die Karosserie davor. Hmmm, geschrieben hört sich die Aktion auch nicht viel sinnvoller an…🙄
        Viele Grüße
        Tobias

        • Sandmann sagt:

          Ay Tobias,
          😀 hey was ist bei diesem Hobby schon sinnvoll? Und was rechnet sich denn, wenn man auf der anderen Seite Emotionen in die Waagschale legen kann? Ich glaube, jeder von uns hier, mal was Schreibende und still Mitlesende, hat die eine oder andere Geschichte parate, bei der er oder sie nicht ausschließlich rational gehandelt hat. Ich bin da ganz vorne weg 😉
          Dass du dir den, und zwar GENAU den Benz wieder zurück gekauft hast ist doch verständlich. Zumal das, wenn die Hinterachse gemacht wurde, ja noch nicht mal so unsinnig war. Motoren und Automaten gibt’s ne Menge, also nimm dir ein paar Tage und wuchte das da wieder rein!
          Ich selbst wäre viel weiter mit meinen großen und kleinen Projekten, wenn ich nur an einem Ort sein würde und jeden Abend Langeweile hätte… Da ich aber wegen meiner viertelfinnischen Sandmädchen sehr oft in Hamburg bin, denn die besuchen da Schule und Kita, bleibt in Kiel wo das Auto steht nicht immer Zeit. Oder wenn ich mal zeit habe bin ich müde und lege mich lieber in die Badewanne. Immerhin habe ich schon neue Reifen aufziehen lassen (das wird die nächste Geschichte) und hier liegen vier große Kartons mit einem Haufen Kleinteilen. Neu. Hach ich freu mich drauf!
          Bleib dran. Ich freu mich, mehr von deinen Projekten zu lesen!
          Sandmann 🙂

          • Anonymous sagt:

            Ich werde deine Zeilen als Motivation nehmen den Motor zeitnah reinzuwuchten. Da das ganze aber open air stattfindet warte ich vielleicht doch auf schöneres Wetter🙄🤓 – erst dann macht ja auch mehr Spaß den Wagen zu bewegen.
            Ich werde dich wissen wenn die „Hochzeit“ stattgefunden hat.
            Bis dahin und viele Grüße
            Tobias

            • Sandmann sagt:

              Ay Tobias,
              okay dann wird das erfahrungsgemäß nichts vor kommenden Mai 🙂 Das Wetter bleibt schlecht, draußen ist es dunkel und kalt…
              Ich bin gespannt. Ein Mann braucht Projekte. Ich habe da ein paar zu viele, aber Langeweile gibt es einfach nicht 😀
              Sandmann

  4. Moin Jens,

    ja, ich weiß – ich sollte meine Meinung hier nicht unbedingt kundtun. Meine kritischen Gedanken sind Dir inzwischen natürlich auch hinlänglich bekannt.

    Ganz ehrlich: so einen ollen Sternenkreuzer erwartet man eigentlich nicht bei einem vernünftig denkenden Familienvater, der NICHT über das regelmäßige Einkommen eines ehemaligen Bundeskanzlers, eines ehemaligen Vorstandssprechers der Deutschen Bank oder des Präsidenten eines modernen Südafrika verfügt. Diese Baureihe mag ja inzwischen in der Tat ein zeitloser Oldtimer sein – vorrangig ist er jedoch ein sehr auffälliges Zeichen von Dekadenz (zum Ende der Produktionszeit im Oktober 1991 betrug der Einstiegspreis für einen 260 SE 66.200 DM)… mehr noch, als all die anderen Modelle dieser Marke.

    Es mag ja auch sein, dass es in Hamburg oder Kiel nicht so auf „das Image“ eines Mercedes-Fahrers ankommt. Hier und im Südoldenburgischen ist jeder „Stern“ synonym z.B mit einem Regenbogen für die Homosexuellen-Szene. Es soll unbedingt zeigen, dass man wer oder was ist! Meistens sind die Fahrzeugpapiere jedoch bei der Bank hinterlegt – der „Stern“ also nur eindrucksvoller Bluff. Aber das weiß ja keiner,

    Peinlich ist dann, dass diese Leute bei jeder Gelegenheit mit dem Mercer auf die Sahne hauen müssen. Immer einen auf dicke Hose machen! Einen fetten Daimler in der Garage, aber nix zum Fressen im Kühlschrank.

    „Der Mercedes als Statussymbol“… das ist es wohl, was ich hier meine.

    … und ist mir schon klar, dass ich für diese Sicht der Dinge jetzt hier wieder auf die Fresse kriege. Daran habe ich mich allerdings längst gewöhnt und kann damit wohl umgehen.

    Gruß

    • Sandmann sagt:

      Bester Andreas,
      ach komm. Auf die Fresse gebe ich nicht mehr, deine Sicht der Dinge ist deine Sicht der Dinge, die hast du nun mal und es ist völlig okay dass du sie kundtust. Wenn hier immer nur alle die Sandale hochhalten wär’s ja langweilig, und ich werde eingebildet 😀

      Trotzdem frage ich mich gerade, was mich mehr wundert. Die Art und Weise, wie man anscheinend im Raum Drebber auf alte Sterne reagiert und wofür sie stehen oder deine eigene Art, da mitzuschwimmen. Wo du doch selbst mit einem (plus X) rund 50 Jahre alten K70 und dem Red Star a) alles andere als Vernunft zeigst, und das ist auch gut so und b) nicht mehr und nicht weniger dekadent rüberkommst als jemand mit einem 30 Jahre alten Mercedes. War der Red Star nicht auch die absolute Ausbaustufe Oberkante des T3 Bullis? Vornehmlich von Pornoproduzenten genutzt? 😀 😀 😀 Ich habe keine Ahnung, es ist mir auch egal denn ich verbinde mit deinen Autos keine Klischees. Du magst sie, und ich verstehe warum.

      Deshalb bist du auch der erste in meinem Umfeld, der einen W 126 heute als dekadentes Statussymbol einer verschuldeten Schwulenszene sieht. Gniiihihi. Wie gesagt, das mag in Niedersachsen so sein, ich habe keine Ahnung. Hier oben im Norden sind das schöne, zeitlose und robuste Fahrzeuge mit Charakter und Komfort, die endlich in den Bereich der Bezahlbarkeit gekommen und dank eines umfangreichen Ersatzteilangebots günstig am Laufen zu halten sind. Das ist toll. Und es macht Spaß. „Statussymbole“, wie du sie beschreibst, sind meiner Meinung nach heute eher CLS AMG oder CL AMG. Breite Reifen, vier Flöten hinten raus, dunkle Scheiben. Mit einer S-Klasse von Bruno Sacco gewinnst du keine Rennen, beeindruckst auch nicht oberflächliche Poser oder parkst sie bei McDrive, um einen auf dicke Hose zu machen. Mit so einem Auto zeigst du Stil und Geschmack, es strahlt Ruhe aus und ist ein Fels in der Brandung aus Corona und Querdenkertum 🙂

      Gruß nach Drebber
      Sandmann

      • Ach Jens,

        es ist auch nicht dieses Weltbild, was Du da im hohen Norden von den flachen Niedersachsen malst.

        Es kann aber sein, dass den Unterschied genau DIE Jahre machen, die uns Beiden trennen. Ich kann mich z.B, daran erinnern, dass Landwirt damals grundsätzlich mit seinem Strich-Acht auf die Weide zum Melken gefahren ist und anschließend mit gefüllten Milchkannen im Kofferraum total überladen auf den Hof zurückkehrt. Genau diese Spezies schickte einem Fremden auch ebenso grundsätzlich bei einem Besuch den Hofhund (zumeist ein zähnefletschender Deutscher Schäferhund) entgegen… und der Besuch traute sich nicht aus dem Auto zu steigen – Pech, wenn er dann zufuß oder mit dem Fahrrad auf das Gehöft kam. Grundsätzlich schlug einem beim Kontakt mit dieser „Landbevölkerung“ schieres Misstrauen entgegen… besonders den Ortsfremden (wie ich: nicht dort geboren, Vater und Großmutter kamen als Vertriebene aus Schlesien, auch schlimm: wir sprechen kein Platt!) wurde es äußerst schwer gemacht. Kurz: man war eher abweisend und kalt.

        Heute gibt es diese Leute noch immer – natürlich in anderer Generation… aber das eigentümliche Gedankengut hat sich vererbt. Wenn man bedenkt, dass ich mein Auto als Vertreter vor inzwischen auch schon wieder 30 Jahren beim Besuch meiner Kunden in solchen Gegenden immer verstecken musste (damit die mein Kennzeichen nicht lesen können)… man mich ansonsten hätte unverrichteter Dinge abblitzen lassen – schon seltsam.

        Wie gesagt, heute hat sich an diesen Leuten lediglich geändert, dass in ihren Hofgaragen alles mit und vom Stern steht, was groß, mächtig, imposant, teuer, protzig… ist. AMG ist bei den Jüngeren schon fast Pflicht. Natürlich sind die Höfe schon von Weitem durch ihre gigantischen Nutzviehställe zu erkennen. Quadratkilometerweit bedeckt mit Photovoltaik. Gigantisch auch die riesigen Güllelagunen, die bombastischen Güllefässer und auch die Zugfahrzeuge, bei denen die Bezeichnung Trecker viel zu niedlich klingt. Man präsentiert eine riesige Koppel mit unzähligen Pferden… und inzwischen regelmäßig fährt man mit seinen sündhaft teuren Ackerschleppern zu Treckerdemos um für mehr Geld für Fleisch, Milch und Eier zu skandieren. Und darum, weiterhin mit der riesigen Feldspritze Herbizide versprühen zu können und das Erdreich mit Nitrat durch Gülleeintrag zu versauen.

        Vor ein paar Jahren (als ich noch als DiscJockey unterwegs war) habe ich mal einen Geburtstag „bei Solchen“ moderiert. Zum Tanzen war man eindeutig zu faul. Gefressen haben sie wie die Schweine… aufgefahren hatte man brutale Unmengen (ich habe ja in 25 Jahren dieser Tätigkeit viel gesehen… aber DAS war wirklich gigantisch!). Was mich verwunderte: viele männliche Besucher dieser Feier (um die 40) trugen zwar Anzüge aber unpassend dazu Sandaletten. Ein seltsames Bild: pausbäckige Fetties in Ferrucci aber Birkenstocks. Um mich ein wenig von dem Anblick zu erholen, ging ich zwischendurch nach draußen. Schlagartig stand ich in einem Meer von (offensichtlich) nigelnagelneuen, glänzenden, polierten, vollausgestatteten Luxusfahrzeugen… alle auffällig wie zu einem Pressefoto aufgestellt – eine Status-Party par excellence!

        Bilder, die meine Meinung prägten.

        Auch zu meinem REDSTAR (immerhin auch ein STAR!) kann ich noch etwas sagen. In der oben beschriebenen Welt war es damals absurd, einen Lieferwagen zu fahren. Ein Lieferwagen… mehr war es für die Bevölkerung nicht. Da konnte man Zement oder Eier oder Stiefmütterchen drin herum fahren. Zur Arbeit ins feine Büro…? Das ging gar nicht!

        Ganz am Anfang, als es den „Bulli-Hype“ nichtmal im Anflug gab, fuhr ich einen VW T2. Auch, um den Leuten einfach vor die Füsse zu kotzen. Die fuhren damals die alten Strich-Acht von Papa oder Opa, wenn’s hoch kam vielleicht mal ganz revolutionär einen GOLF oder Ford Taunus oder Opel Ascona. Ich fuhr mit dem Bulli zur Disco und erntete verständnislose Blicke.

        Dass sich die Welt für den VW Bulli innerhalb von wenigen Dekaden so sehr geändert hat, ist heute nicht mehr erklärbar. Aber dekadent würde ich das (zumindest im Fall eines T3) kaum nennen wollen. Beim T5 bzw. T6 und T6.1 sehe ich da natürlich schon andere Tendenzen. Aber da gräbt sich VW ja grad durch massive Qualitätsmängel selbst das Wasser ab.

        Vielleicht lässt diese Erklärung ja etwas durchklingen, warum mich wirklich kein Stern vom Sockel haut… und warum ich mich weit weg befinde von Sternen.

        Grüße aus Drebber

    • ReiseTraktorFreak sagt:

      Hihi

      Besser als 1 kack haesslicher… Ford. Is OK! Aej.. Scorpio.. Als 85er cooles Raumschiff! Nur. Deiner. Hatte. Falsches Bj.

      Lol

    • pico24 sagt:

      Wenn das allgemein an Mercedes-Fahrer oder eher an die neuen Modelle ist kann ich den Kommentar nachvollziehen.
      Aber unter einem Artikel zum W126 sehr unpassend. -Das ist ein absoluter Klassiker.
      Zu „Mercedes vor der Tür und kein Brot im Kühlschrank“ und „Brief liegt bei der Bank“ – Finde ich durchaus legitim 🙂 Jeder hat andere Prioritäten und das ist ok. Wenn jmd seinen Traum [vom neuem AMG mit U20] verwirklichen will dann soll er das machen. Am besten wenn man jung ist und ungebunden ist. -Dann hat man meistens auch am meisten Spass daran.

      • Sandmann sagt:

        Also ich weiß nicht…
        … was spricht gegen aktuelle Mercedes Modelle? Außer, dass man sie vielleicht nicht mag? Oder gegen Mercedes Fahrer? Wenn ich persönlich komische Erfahrungen mit einer Automarke und ihren Fahrern gemacht habe waren das eigentlich immer neuere SUV von Audi, mit riesigen Fresskühlergrills, meistens mit dem Nummernschild HH-SV …
        Die drängeln, rasen, parken scheiße und fahren aggressiv. Ganz subjektiv empfunden.
        Und ja… wenn junge Leute sich ein Auto nicht leisten können, damit aber trotzdem angeben und letztendlich sich verschulden mag das tragisch sein – tut mir aber nicht weh. Also rege ich mich da auch nicht drüber auf 🙂



        Am Ende mache ich eh was ich will. Und Andreas mag ich viel zu gern als dass ich ihn hier öffentlich beschimpfen würde :-*
        Sandmann

  5. dette ecker sagt:

    Um die gestellte Frage zu beantworten:
    Natürlich bin ich dabei.
    Endlich mal wieder eine Auto-Kauf-Geschichte, und dann so geschrieben wie ich es liebe. Danke! Mehr davon.

    Zum Thema der Verabredung maximal zulässiger Autos in einer Zweier-Beziehung:
    Meine Liebste hat mir mal ein T-Shirt geschenkt:
    „Nur noch ein Auto“ steht da drauf….
    Da habe ich mir erst mal ein (paar) Mofas gekauft.

    Und weil es dann irgendwann das richtige Auto war, war sie sogar beim Kauf die (fast) treibende Kraft:
    https://www.youtube.com/watch?v=aYkW_66rgFM

    Das ist dann aber wirklich das letzte Auto. Versprochen! …

    • Sandmann sagt:

      WIRKLICH das letzte Auto 😀
      Ich glaube ich muss dich mal ein bisschen mehr stalken. Das sieht interessant aus………
      Ich würde mich sicherlich durchsetzen können, also auch mit mehr als zwei rollenden Autos, allein schon beruflich. Wenn ich damit argumentieren könnte, dass ich auch dran arbeite und sie nutze 🙂 Ich schaffe es aber im Moment grad mal, den Taunus am Laufen zu halten, ich komm ja kaum dazu mit Helmut weiter zu machen. Und da ist ja gar nicht so viel zu tun…
      Von daher wär es Quatsch, noch mehr Autos hinzustellen, die dann hier stehen. Ein Grund, warum ich den K70 abgegeben habe. Der hatte es einfach nicht verdient, noch mehr unbehandelt zu rosten 🙁

      Mofa. Da schreibst du was. Verdammt. Ich will ja wieder eine Vespa Boxer II haben. Und vielleicht noch eine Super Combinette. Und hier liegt so ein Zweitakter rum, der in ein Fahrrad gebaut werden kann. Ich brauche ein cooles altes Fahrrad. Ich bin mal weg. Einkaufen 🙂
      Sandmann

      • MainzMichel sagt:

        Nicht Vespa Boxer, sondern Piaggio Boxer.
        Und das Ding ist fast so hässlich wie mein erstes Mofa: Eine Piaggio Bravo. Damit bin ich erst gnadenlos auf die Fresse gefallen, als ich meinte, damit „Gelände“ fahren zu müssen, danach habe ich sie kaputtfrisiert. Die Verengung, die ich im Ansaugstutzen sah, stufte ich als Drossel ein. Ist aber für den Drehschiebermotor notwendig… Das war nicht mein letztes Mofa.

        Adios
        Michael

        • Sandmann sagt:

          Ay Michel,
          na der nächste Protagonist für dich steht ja trocken in Kiel und wird dir wohl noch in diesem Jahr zugestellt. Ich mach grad berufliche Termine in Köln, ich denke das verbinden wir dann mal mit einem Fläschchen Bier in Mainz oder? Ich melde mich 🙂
          Die Boxer ist hässlich, ja. Als Moped für zwei Personen aber unschlagbar zuverlässig und schnell. Hast du meine Knallert Forbudt Geschichten gelesen? Mit der Mofa nach Dänemark? Mach das mal 😀 dann bekommst du auch Bock auf so einen Stuhl…
          Ich will wieder sowas haben. Ich gucke gleich NICHT im Netz nach den Preisen…!
          Sandmann

  6. Michael1973 sagt:

    Moin Sandmann
    und willkommen Helmut 🙂
    Ich mag den W126, der ist mir optisch wie technisch 1000 mal lieber als der W140. Zudem bin ich seit meinem Golf 1 GTI eh ein Fan der K-Jetronic … und ohne Steuergerät oder mit defekter Sicherung, ist eine KE auch nicht mehr als eine K, läuft aber trotzdem 🙂 Klingt komisch, ist aber so.
    Aber unter Nullausstatter verstehe ich etwas Anderes, ich sehe ne Automatik, Alufelgen und lese etwas von SSHD 😉
    Wäre der Automarkt seit längerer Zeit nicht so völlig überteuert/bescheuert, wäre ein W126 heute so ein cooles Studentenauto wie früher ein Opel Diplomat. Ein Prollauto? So ganz ohne flächendeckende AMG-Aufkleber und tinitus-fördernder Auspuffanlage? Ohne XXL-Felgen mit kondomdicker Bereifung?
    Wusste bisher nicht, das in solcher Nähe zu DEL SOOO ein automobiler Kulturgraben liegt 😀

    Und was muss ich zudem über Kinderarbeit lesen? Wie überhaupt kann die ganz kleine, welche gefühlt gestern mit dem Glupschi nach Hause gefahren wurde, jetzt schon 2 Jahre alt sein? Das würde mich ja meinem 50. zwei Jahre näher bringen … ARGGH …

    Grüße vom lauten Mitleser
    Michael

    • Sandmann sagt:

      Ay Michael,

      Helmut winkt zurück!
      Den W 140 mag ich seit meiner Reise nach Italien (Sandmanns Welt berichtete) auch sehr gern, ich stand schon vor einigen und zuckte mit der Hand zum Portemonnaie…. Aber der W 126 ist viel eleganter, nicht so überheblich und auch technisch besser zu beherrschen.
      Ich kenne inzwischen einige, die von der KE-Jetronic viel Gutes berichten. Und ja, sogar die Steuergeräte kosten nur zweistellige Beträge. Ich kenne aber auch Geschichten, gerade aus dem W 126 Bereich, da hat ein Defekt an dem Kreis die Besitzer in den Wahnsinn getrieben. Na ich schau mal, ich bin ja ein bisschen firm in Elektrik und habe auch entsprechende Mess- und Lötgeräte. Wenn von Anfang an alles läuft und ich nicht auf epische Standschaden-Fehlersuche gehen muss werde ich dem Wagen schon Herr werden.

      Dass Helmut kein Nullausstatter ist habe ich inzwischen auch gelernt. Aber ab MoPf war vieles Serie, Fensterheber etc… Das Schiebedach ist mein nächster Patient. Ich glaube, von da aus kommt der Wassereinbruch….. 🙁

      Die Kinder wachsen schneller als ich Geld verdienen kann. Die beiden großen haben inzwischen ihre eigenen Buden, die eine ein eigenes Yoga Studio und die andere studiert. Die Kleinen gehen zur Schule und in die Kita. Das ist schon alles krass. Und eh du dich umsiehst, sind alle aus dem Haus und du bist Rentner…
      Na ja bis dahin ist noch Zeit 🙂 Und es kommen noch viele Autos!
      Horrido
      Sandmann

  7. pico24 sagt:

    Endlich erfahren wir mal was es mit dem Helmut auf sich hat 🙂
    Für mich ist Rauchsilber eine der schönsten Farben und ich finde auch dieses Lenkrad am schicksten im W126 und W124.

    Bin gespannt was du mit dem Auto noch erleben wirst! Generell klingt das ja nicht schlecht!

    • Sandmann sagt:

      Ay pico24,
      ich hoffe ich finde endlich mal Zeit, die paar Kleinigkeiten an dem Auto zu machen, DAMIT ich mit dem auch ein paar Geschichten erleben kann. Und nicht nur Schraubergeschichten (die gehen definitiv die Tage weiter…).
      Ich finde rauchsilber auch zeitlos klassisch, und vor allem das aufgeräumte und gemütliche Interieur spricht mich echt an. Nicht so prunkvoll überladen wie beim W 116, aber auch nicht so bieder und sachlich wie beim W 123. Genaugenommen ist Helmut GENAU MEIN Auto. Wir werden sehen. Demnächst in diesem Theater 🙂
      Sandmann

  8. Peter Schindler sagt:

    Seit etwa einem Jahr komme ich auf den Zick-Zack-Kurs von Jens nicht mehr klar. Ein völlig konfuser Fahrzeugwechsel alle paar Monate ohne erkennbarer Linie. Manchmal frage ich mich beim Lesen: „Ernsthaft, was dann da los in Kiel?“ Vor allem werden immer wieder mal Grundsätze aufgestellt und nur Wochen später nicht nur gebrochen, sondern ins Gegenteil verkehrt.

    Hoffen wir mal, dass die Midlife-Crisis langsam abebbt und der klare Verstand wieder einsetzt. 😀

    • Sandmann sagt:

      Ay Peter,
      hey – mit klarem Verstand WILLST du mich doch gar nicht, dann schreibe ich nur noch sachliche Pressemitteilungen 😀
      Ich kann dir meinen „Zick Zack Kurs“ einigermaßen plausibel erläutern, auch ohne den Corona-Faktor:
      Ford Scorpio als Erstauto: verkauft, zu viel Arbeit dran.
      Erste S-Klasse als künftiges Erstauto gekauft.
      Gesehen, dass da mehr Arbeit ist als erwartet.
      Schnell den Mazda 121 gekauft, um ein Erstauto zu haben.
      Erste S-Klasse wieder verkauft, zu wenig Zeit für den Kahn.
      Mazda wieder verkauft, während Corona braucht man keine zwei Autos.
      Zweite S-Klasse als künftiges Erstauto gekauft.
      Und da bin ich nun.
      Das geht schlimmer, glaube mir 🙂
      Sandmann

  9. Michael sagt:

    Moin

    Es ist schon schwer wenn man Autofieber hat, aktuell haben wir angemeldet, einen 99er Ford Galaxy 1,9TDI, einen VW Fox 1,4 TDI, einen Audi A2 1,4TDI und einen Passat Variant 3BG 2,5 TDI 4-Motion, der Nachfolger für den Galaxy steht schon bereit, braucht noch etwas Arbeit, wieder ein Galaxy 1,9TDI nur eben aus 2005, und der Nachfolger für den Fox wird ein Audi A3 8L 1,9 TDI mit 130PS, dazu mein Sommerauto, ein 2001er Audi A4 B5 Avant 2,5 TDI Quattro, dazu ein A4 B5 Avant 1,9TDI Quattro den ich vor 8 Jahren mal als Winterauto gekauft habe, der soll zum H-Kennzeichen geführt werden, für den noch ein fahrbereiter identischer Teileträger, und wenn ich nix vergessen habe noch ein Audi 80 B4 Avant 2,3 der drauf wartet bis ich mal Zeit übrig habe.

    Bei einem Kumpel steht noch mein ehemals zweites Auto (von 1988 – 1992 in meinem Besitz), ein 82er Audi 80 Typ 81 mit ursprünglich 1,9ltr WN 5-Zylindermotor welchen wir vor ~20 Jahren mal auf einen KZ Motor aus dem Audi 100 Typ 44 umgebaut haben, seit 1999 abgemeldet, wir kämpfen noch mit uns was damit passieren soll….

    Mit Mitte 50 geht es auch alles nicht mehr so easy wie früher, einziger Vorteil ist das ich seit 5,5 Jahren eine Hebebühne in der Scheune direkt am Wohnhaus habe und mit Reifenmontagegerät und Wuchtmaschine relativ autark bin, und schweißen an der Karrosserie mache ich seit 1986 regelmäßig mal wieder, auch wenn ich das inzwischen hasse wie die Pest.

    dazu einen gut sortierten Fundus an Neu – und Gebrauchtteilen für den Fuhrpark, meist billig per Ebay Auktion geschossen

    Und jetzt schreib mal jemand was dazu

    Gruss aus Osthessen

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