Der lange Weg zum Ziel

Es begab sich aber zu der Zeit…

… da eine Welle von Umbrüchen über das Land zog. Eine Zeit der Unsicherheit. Nach Jahren der Dürre und Entbehrung donnerte der Hammer der Veränderung brutal auf den Amboss des Lebens eines einfachen Mannes. Ein Mann, der seit er denken konnte nur in einer runden, übersichtlichen Welt seinen Frieden mit allen machen wollte. Dies ist eine kleine Geschichte über Jay T. Kieler, der in der Mitte seines Lebens noch einmal ganz von vorn anfing. Der noch nicht zu alt war, um zu merken, dass er in eine falsche Richtung lief. Der ein Jahrzehnt an Arbeit, Schweiß und truhenweise Gold aufgab für die Erfüllung eines Traums, weil er noch Träume hatte und noch nicht so ausgebrannt war, um diese nicht auch leben zu wollen. Und es ist die Geschichte von Tut-Vogel.

Die Taschen sind leer. Der Akku auch.

In der Tat kein guter Auftakt für einen Neuanfang, aber ein kraftvoller Motor für Veränderungen. Denn der Alltag geht unbarmherzig weiter, der Hofstaat verlangt von seinen Untertanen den Zoll, die Pferde vor der Kutsche schreien nach frischem Futter und die Kirche treibt den Ablass für die Sünden ein. Jay T. Kieler gab bereits sein letztes Hemd, er gab es hin und schrie: „Nehmt hin ihr Unwissenden und bildet euch doch endlich!„. Aber das Land will nicht weitergebildet werden. Wohlan, was bleibt in der Macht des Bildenden, wenn niemand mehr gebildet werden will? Er besinnt sich auf sein Bardentum, seine Gabe, Geschichten zu erzählen und den Eidgenossen von anderen Kutschen zu berichten, die tagein tagaus das weite Land bereisen. Kleine Kutschen und große Kutschen. Warum eigentlich nicht? In der Ferne, hoch oben in den Bäumen, tutet ein einsamer Vogel. Sein Singen klingt wie die fernwehweckende Pfeife einer alten Dampflock im Wilden Westen. Jay T. Kieler macht sich auf den langen Weg, eine Geschichte zu finden. Tandaradei.

So ganz ohne das letzte Hemd wandert es sich sehr unkomfortabel für den Reisenden. Nicht nur, dass man anhand der Speckrollen seinen Altersverfall beobachten könnte, nein, das macht ihm nichts aus. Bildungs-Mücken und monetäre Insekten jedoch saugen dem fast nackten Jay T. Kieler das Blut aus den Adern, während er läuft. Sie nehmen schmerzhaft und geben nichts zurück. Der tutende Vogel scheint dies zu spüren und unternimmt huschende Versuche, das Viehzeugs zu fangen. Dabei, oh Wunder, zeigt er aber niemals sein Antlitz. Und noch etwas zeigt sich Jay T. Kieler noch nicht: Ein Ziel. Aber er läuft und läuft und nimmt nur am Rande wahr, dass an anderer Stelle zu allem Überfluss auch noch sein Hut in den Ring geworfen wurde. Sein Haupt zeigt sich nun unbedeckt. Die Sonne brennt unbarmherzig, die Mücken stechen weiter, ihn plagt sagenhafter Durst. Doch von fern, von ganz fern spricht eine Stimme zu ihm: „Lauf noch ein bisschen weiter und gib nicht auf„… Wer war das?

Der Wanderer verweilt andächtig am Wegesrand und spricht mit der Stimme. Diese sagt, man habe hier seinen Hut gefunden und er solle das Hemd wieder anziehen. Das sei besser gegen die Bildungs-Mücken, und außerdem habe er tatsächlich nicht mehr den Körper, der unbedingt der Welt gezeigt werden müsse. Allerdings – sein Bardentum, seine Geschichten, die wolle man dem allgemeinen Volke nicht länger vorenthalten. Daher würde man für das Hemd auch aufkommen und ihm gegen die verbleibenden Mücken gutes Rauchwerk anbieten. Er solle einmal darüber nachdenken. Jay T. Kieler guckt ungläubig in den Himmel, aus dem die Stimme zu ihm sprach. Nun ist sie still. Nur dieser Vogel tutet in einiger Entfernung leise, aber unüberhörbar vor sich hin. Was ist hier eigentlich los? Hat er nicht genug Ablass an die Kirche überwiesen und wird nun auf eine Probe gestellt? Ist das Leben dieser Tage nicht schon verwirrend genug?

Rauchen hilft, nicht nur gegen die Bildungs-Mücken. Auch, um sich im Dschungel der Neuigkeiten ein wenig zu entspannen und auf wegweisende Eingaben zu warten. Das letzte Hemd fühlt sich gut an, es passt und ist weich, aber irgend etwas fehlt noch. Tut-Vogel kann es nicht sein, der ist unüberhörbar. Sicherheit? Ha. Wer kann einem die in diesen Zeiten schon bieten? Ein Turmzimmerchen mit Ausblick? Die Stimme sprach wohl davon. Jay T. Kieler denkt nach, während um ihn herum all die Kutschen, über die er schreiben wollte, in Richtung Sonne fahren. Die Dinge entlang des Weges scheinen irgendwie zu passen, er muss sie nur noch zusammensetzen. Der Hut, den jemand warf und den ein anderer fing. Das letzte Hemd, das gegen die Insekten schützt. Rauchwerk und der weisende Gesang eines parasitenfressenden Federviechs. Ganz nah. Er kann das Meer riechen, die Weite und einen Horizont, der die Kreativität nicht beschneidet. Weil er weit, nahezu unendlich ist. Die Motoren der Kutschen donnern wie damals der Hammer der Veränderung. Die Richtung scheint zu stimmen, oder wie haben das Caspar, Melchior und Balthasar damals geschafft?

Sie folgten dem Stern! Ihr Ziel war ein sehr heiliges, und ihr Weg wohl noch um einiges beschwerlicher als der von Jay T. Kieler. Aber Reisende waren sie auch, und eine Geschichte hatten sie auch zu erzählen. Die nahen Wellen des Meeres branden donnernd an das Ufer. Tut-Vogel sitzt grinsend auf dem Dach einer kleinen Kemenate, die hier Dinge an fahrendes Volk veräußert. Er hupt seinen monotonen, aber weisenden Pfeiffgesang in die milde Abendluft und beobachtet den Barden bei der Begutachtung eines Stoffes, der hier auf ihn gewartet zu haben scheint. Ein Stoff, genau so weich wie sein letztes Hemd. In der Farbe seines Hutes, den jemand in den Ring warf. Mit dem weisenden Stern, dem er folgen kann. Er möchte dieses Tuch haben, ja, das will er wirklich. Entscheidungen werden gefällt, eine nach der anderen, seriell, wie Männer das nun einmal machen. Am Ende der Reise scheint es erst richtig loszugehen. Das Ufer des Meeres, dort, wo es das Land berührt ist erst der Anfang vom Horizont.

Jay T. Kieler stopft andächtig die herausgezogenen Innentaschen wieder in seine Hose zurück und kleidet sich vorsichtig mit dem neuen Stoff. Er blickt hoffnungsvoll auf das offene Meer, spürt die Wärme auf seiner Haut und ahnt, was damals die drei Könige gespürt haben müssen, als sie beim Stall ankamen. Sie kamen an. Sie folgten dem Stern. Am Ende eines langen Weges wartet immer etwas Neues, wirklich zu Ende ist in diesem Leben nie etwas. Und wenn ein Ziel seit 125 Jahren da ist, kann er doch so schlecht nicht sein. Vielleicht geeignet, dem Hofstaat den Zoll zu begleichen, den Pferden vor der Kutsche Futter zu garantieren und den Ablass für die kommenden Sünden vorzuhalten. Auf jeden Fall geeignet, den eigenen Horizont nicht zu beschränken und einen kleinen Funken künstlerische Freiheit glimmen zu lassen, bis er in der Lage ist, ein wahres Feuerwerk an Ideen zu entzünden. Tut-Vogel singt dazu sein Lied. Willkommen im neuen Leben. Hallo Welt. Tandaradei 🙂

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

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30 Responses to Der lange Weg zum Ziel

  1. stefanh says:

    Ay Tut-Vogel,

    egal was Du Dir vorm Texten reingezogen hast, ich will es AUCH probieren!! 😉

    Beste Grüsse, Stefan H.

  2. Markus1975 says:

    Hey Jens

    Jay T. scheint in stürmischen Zeiten eine rettende Insel erreicht zu haben. Eine Insel mit genug zu essen und zu trinken um lange Jahre „des schwebens“ vergessen zu machen. Ich kann nicht anders. Ich freue mich für ihn. 😉
    Der Stern der ihn führte…kann ich den auch sehen? Vielleicht ist dieser ja schon lange vorhanden, nur ich bin einfach zu blind für ihn.
    Ist eine Führung im Sternenhauptquatier möglich? Da wo alle erfolgreichen Sterne versammelt sind und nach der STRAßE schreien. Hm
    Ich muß diesen alten Bericht mit dem Soundcheck noch einmal raussuchen. Anlage an und diesen oberdreckigen Sound genießen. Hehe

    V8 mäßige Grüße

    Markus der sich über die Zusammenarbeit von Jay T. und dem Stern der Straße freut

  3. bronx.1965 says:

    Hey Sandmann,

    wunderbar wenn Du wieder in ruhigeres Fahrwasser kommst. Es sei Dir gegönnt, von Herzen.
    Wie man das so in einen solchen Text packen kann, Hut ab. Du hast echt Talent zum schreiben, ich sage es nochmal, wenn Du je ein Buch heraus gibst, ich kaufe es blind.

    Laß die Sterne leuchten,
    Bronx.

  4. Touranus says:

    N’Abend an Euch alle 😉

    Äh… ich bin ja reger Fan dieser Seite und den Geschichten des Sandmanns… freue mich auch, ihn persönlich kennen gelernt zu haben…. aber hier habt Ihr beiden Anderen mir eindeutig etwas voraus! Ich verstehe einige der Metaphern und Vergleiche leider üüüüüüüberhaupt nicht 🙁

    Okay, Jay arbeitet nun pressetechnisch für Mercedes… und fährt auch einen *räusper*… aber das mit dem Hut und dem Vogel….? Hilfe….??????

    Es grüßt
    ein ratlos aus der Wäsche blickender Touranus

    • Sandmann says:

      Viele Aussagen und offene Fragen 🙂
      Nein, ich arbeite nicht direkt für Mercedes, sondern für die Agentur elbkind in Hamburg. Aber das ist eine andere Geschichte 🙂
      Mein Hut? Der wurde in den Ring geworfen. Dank Probefahrer Alex. Kennst du die Metapher nicht?
      Und der Tut-Vogel? Nun – das ist so wie mit einem Gemälde von Picasso. DU ahnst die Gesamtaussage, verstehst aber nicht jedes einzelne Teil des Bildes. Erst, wenn du dich mit der Geschichte des Künstlers beschäftigt hast, geht dir ein Licht auf. Dann verstehst du auch, warum Joseph Beuys Butterecken platziert hat und Tischbeine mit Filz umwickelte. Dann findest du es nicht mehr bescheuert, sondern es fasziniert und berührt dich.
      Nu?

      Ein paar Geheimnisse würzen den Alltag.
      Sandmann

      • Touranus says:

        Bester Sandmann,
        der sogenannte Gegenspieler von Warhold ist mir schon ein Begriff… 😉 Auch die firma Elbkind kenne ich SEHR gut…

        Ich wollte Dich mal ein wenig aus dem Geheimniskrämerschneckenhaus holen… so aus reiner Unbedarftheit heraus.. Mal Kritik erlaubt? Deine Geschichten sind ja gerade so beliebt, weil Du mit Deinen Geschichten so vielen unterschiedlichen Menschen aus der Seele sprichst… ich finde, das geht mit dieser Geschichte etwas schief… also ähm… halt eeeeetwas übertieben tiefsinnig 😉

        Nachdem ich mich nun auch über den Tut Vogel informiert habe, finde ich Deinen neuen Weg trotzdem super spannend und schiele mit einem neidischen Auge nach Kiel. Das Gute daran, das auch ich nochmal etwas überdenken sollte 😉 Erstmal Altlasten abarbeiten und dann mal sehen.

        Freue mich auf die nächste Geschichte! 🙂

        Gruß
        Nicht-mehr-lange-Touranus

        • Sandmann says:

          Bester Touranus,

          Kritik ist mir immer sehr willkommen, und natürlich ist diese Geschichte ein bisschen von hinten durch die Blume. Alles andere, also eine direkte Ansprache über WAS und WANN und WO will ich in diesem Zusammenhang gar nicht. Ich lasse das Projekt erst einmal laufen und sich entwickeln, und ich bleib hier einfach der Sandmann mit einem neuen Job und noch VIEL mehr Kilometern, die er brav hin und her pendelt 🙂

          Du hast dich über Tut-Vogel informiert? Erzähl mal, vielleicht weißt du mehr als ich? 😉

          Und noch ein Tipp: Wenn Altlasten zu groß sind, sollte man erst ins Wasser springen und sie danach abarbeiten. Denn zu viel Abgearbeitet verbaut dir den Blick auf das Neue…
          Offensichtlich kann man ja auch bei dir gespannt sein, ich hoffe, wir werden es lesen…

          Sandmann

          • Touranus says:

            Guten Morgen und ein schönes Wochenende Mr. Kieler 😉

            Nun ja, es gibt da einen Vogel der Gattung Regenpfeifer, der auch als Tut-Vogel bezeichnet wird. Und sogar im alten Ägypten scheint so ein Sagen umwobenes Tier gelebt zu haben… Ein Vogle, der immer im Vorraus Nachrichten (ob gut oder schlecht) den „Hörenden“ verkündet hat. Da Du den Namen aber anscheinend „Frei Schnauze“ gewählt hast, hätten wir hier wieder den besten Beweis dafür, das Du einfach schreiben MUSST!!! 🙂

            Ja, bei mir stehen eine Menge Änderungen an. Aber ob ich darüber wirklich öffentlich schreiben sollte? Es passt eigentlich in keine Kategorie, die mit Autos zu tun hat (das wird allerdings noch dazu gehören), mit lustigen Abenteuern Geo Schnitzeljagd z.B.) oder Ähnlichem…

            1. Wird das hier kaum jemanden interessieren (Vielleicht El, da es in die Richtung SEINER Lebenserfahrung geht)
            2. Wird es nach „Abrechnung“ mit einer alten Liebe klingen… und DAS will hier nun wirklich niemand lesen 🙂

            Ich verabschiede mich gerade von einem Leben, in dem ich einiges erreicht habe und nun wieder verloren habe. Träume, die ausgeträumt sind und neue Träume beginnen zu wachsen…
            Im Gegensatz zu Dir fehlt mir allein der Mut an das Happy End zu glauben… der Mut meinen Hut auch mal in den Ring zu werfen… obwohl ich es müsste…

            Ohne jetzt schleimen zu wollen, Begegnungen mit Menschen wie Dir, lassen mich immer wieder nachdenken, bevor ich Dummheiten mache…

            Neuanfänge scheinen ja nicht immer die schlechteste Lösung zu sein…?

            Egal, am Dienstag um 16:30 Uhr wird sich der nächste automobile Schritt bei mir ergeben. Mal sehen, was passiert 😉

            Gruß
            Touranus

            • Sandmann says:

              Bester Touranus,

              eigentlich möchte ich episch antworten, bin aber ein bisschen bregenklöterig vom Wein gestern Abend 😉

              Natürlich ist es generell nicht gut, wenn man sein allertiefstes Innerstes im Internet preisgibt, von daher ist es ganz okay, dass du das hier nicht niederschreibst. Obwohl ich mir schon vorstellen könnte, dass es so einige interessieren würde. Geschichten, die das Leben schreibt halt.

              Altes zurücklassen und auch mal abzuschließen ist auch sehr gut. Ich musste das erst einmal lernen, aber nach kurzer Trauer fühlt man sich wesentlich besser. Glaube mir. Und Hüte werfen ist IMMER gut, selbst wenn sie gefangen werden muss derjenige sie ja nicht gleich aufsetzen…

              Das mit dem real existierenden Tut-Vogel finde ich sehr abgefahren. Da muss ich erstmal ein bisschen drüber nachdenken 😉

              Sandmann

  5. pewu says:

    Hallole Sandmann,

    Bob Marley hat noch auf seinem Sterbebett eine neue S-Klasse geordert. Und was der in seinem Leben so alles eingeworfen, geraucht…..

    Ich hoffe Du erfreust Dich absolut bester Gesundheit und es ist einfach nur die Faszination des Sterns, der die Dir die Endorphine gleich literweise ins Blut gespült hat (was ja vor allem bei den Produkten von AMG durchaus zu verstehen ist 😉 ).

    Wohl an

    Pewu

    • Sandmann says:

      Ay Pewu,

      vielleicht sind es auch nicht ausschließlich Endorphine, die da in meinem Blut kreisen. Die wenigsten Dinge im Leben sind ausschließlich gut und schön, und MEIN Leben hat auch bei jeder positiven Wende immer einen Gegenpol, der zumindest Probleme, manchmal auch Sorgen mit sich bringt. Aber alles ist gut oder wird es irgendwann. So oder so. Auch ohne handgefertigtes AMG 6.3 V8-Triebwerk unter der Haube 😉

      Sandmann

  6. bronx.1965 says:

    Sandmann,

    Du erinnerst Dich an die „Anglizismen“- Debatte?
    Du schriebst, manchmal kämst Du Dir vor wie „Troubadix,der Barde“, Worte wie „Antlitz“ oder „Sanftmut“ wären aus der Sprache fast verschwunden.
    Nachdem ich den Text nun nochmal las, ich hab Dich verstanden.

    Mußt ich nochmal loswerden, Nachtschicht hat auch ruhige Momente,
    Bronx.

  7. micklip says:

    Lieber Sandmann,
    wenn ich auch – wie Touranus – nicht aus allen Andeutungen schlau geworden bin, so ist mir doch einiges klar geworden. Die letzten Monate müssen für dich richtig heftig gewesen sein. Und man hat es dir bei deinen Beiträgen trotz einiger Andeutungen nicht wirklich angemerkt. Es spricht für dich, dass deine Ideen auch unter Druck weiter sprudeln 😉
    Ich wünsche dir jedenfalls von ganzem Herzen, dass sich deine Wünsche erfüllen und du unter dem guten Stern deine Ideen verwirklichen kannst. Ich denke die Sternenträger wären gut beraten, deine Fähigkeiten zu nutzen 🙂

    • Sandmann says:

      Bester Mick,

      weitreichende Worte du sprichst. Vielleicht lässt der Druck selbst ja auch die Ideen sprudeln? Immer wenn ich Kummer habe schreibe ich Lieder, immer wenn das Leben mal wieder die Schraube anzieht werde ich kreativ. Zwangsläufig. Wenn ich jetzt noch die Zeit finde, das alles aufzuschreiben und mit Fotos zu bestücken – dann habe ich es geschafft 🙂

      Ein paar Wünsche sind schon erfüllt. Ein paar sind noch offen, einige werden es vielleicht immer bleiben. Aber ohne Wünsche verliert das Leben seinen Sinn, weil es nichts mehr gibt, wonach es sich zu streben lohnt…

      Sandmann

  8. SteffenG says:

    Hey Mr. Kieler!

    Ich sag mal „Hau rein!“. Eventuell lässt Dir Dein neuer Job doch mal Zeit für einen kleinen Besuch auf die eine oder andere Flasche Wein im fernen, sandigen Südhessen.
    Ich drücke die Daumen! Leben ist Bewegung, Stillstand der Tod.

    Steffen.

    • Sandmann says:

      Ay Steffen,

      vielleicht lässt mir der Job nicht nur Zeit dafür, vielleicht führt er mich ja sogar mal offiziell nach Südhessen? Die Sterne stehen gut… 😉

      So oder so müssten wir eigentlich mal ein offizielles Treffen aller interessierten virtuellen Freundschaften hier organisieren, oder? Ein paar von euch sind mir inzwischen echt ans Herz gewachsen, obwohl ich sie noch nie gesehen habe… schräg…

      Sandmann, nicht still stehend

      • SteffenG says:

        Das klingt gut….
        Brauche jetzt nur ein paar Daumendrücker, damit sich auch bei mir mal ne positive Veränderung ergibt – die Weichen sind gestellt.

        Also Sandmann, mein Gästezimmer ist frei und die Heizung soll am Freitag auch fertig sein. Mannheim ist nicht weit, sollte es Dich zu den Sternen ziehen.

        Steffen.

  9. Daemonarch says:

    „The loneliness of the long distance runner“, oder was? Faszinierend! Und seit wann hast du ein derart cooles Pseudonym? Und von wem?
    Ich würde gern behaupten ich liebe veränderung, aber ich bin einfach zu alt für den Scheiß!

    Weitermachen!

    • Sandmann says:

      Hey Daemonarch,

      wieso Pseudonym? Wen meinst du? 😉
      Die Alternative wäre „Rodney Lovelong“ gewesen, ein Name wie eine Palme, noch immer unsterblich mit schwarzem Edding hinten auf meinen real existenten Ford Granada geschrieben. Damals, in den frühen 90ern…
      Sandmann erzählt die Gute Nacht Geschichten, und Jay T. Kieler lebt Veränderungen. Für die es im Übrigen NIE zu spät ist, mein lieber. Wenn das Leben es verlangen sollte, werde ich auch mit 50 noch Privatinsolvenz anmelden und eine Schafherde in den Französischen Alpen großziehen. Hauptsache es geht immer weiter und immer wieder voran 😀

      Sandmann

  10. Daemonarch says:

    Da es sicher schon so oft gefordert wurde, das der Mond platzt, werde ich jetzt nicht sagen, das ich auf eine Buchveröffentlichung deinerseits harre…

    • Sandmann says:

      😀
      Ich begann tatsächlich in Südfrankreich und habe sogar zwei komplette Kapitel fertig bekommen. Dann fraßen mich die Mücken… Und seit dem liegt das Ding auf meinem Laptop rum. Aber wenn ich irgendwann mal die Muße finde, werde ich weitermachen. Du weißt doch, ich platze genau wie der Mond, wenn ich nicht schreibe…

      Sandmann

  11. adissimo says:

    na, das hast du ja recht gut geschrieben, jedenfalls wenn man von den wiederholungen absieht.

    zu verstehen (zumindest vollständig) ist das aber wohl nur von den angesprochenen insekten.

    der endlich vollzogene schritt ist dabei mutmaßlich richtig – was (mit blick auf die beschriebenen blut- und zu-bildenden-sauger) vielleicht fehlt, ist die selbstbetrachtung bezüglich eigener verträglichkeiten. es scheint mir nicht ausgeschlossen, dass tatsächlich vorhandene allergien gar nicht oder fehl diagnostiziert wurden.

    es steht zu hoffen, dass es dazu künftig nicht wieder kommt – angesichts des o.b. ist solches aber wohl auch nicht (mehr) zu befürchten.

    • Sandmann says:

      Ah guck, jemand aus meinem früheren Leben ist auch noch online.

      Sicherlich fehlen noch so einige Blickrichtungen auf die Auslöser bestimmter Schritte, und nicht zuletzt ist die Verträglichkeit am eigenen Körper ja immer eine subjektiv wahrgenommene.

      Der Lehrer, sei es der eigentliche für pubertierendes Jungvolk oder der selbstgewählte für erwachsene Zuhörer ist mit Sicherheit nicht einer der schlechtesten Berufe, ich würde diese Alternative niemals von der Bettkante stoßen. Aber ich habe etwas getan, was in meinem Alter nicht mehr viele machen. Ich bin meinem Herzen gefolgt. Ich wünsche dir, liebster ehemaliger Wegbegleiter, dass du das auch tust oder – wenn nicht – es eines Tages tun wirst. In diesem Sinne wünsche ich dir aufrichtig und unironisch viel Erfolg.

      Sandmann

  12. adissimo says:

    dito.
    und, um es auch auf die gefahr hin, dass es fälschlich für billigen schlager gehalten wird, mit hrk zu bestärken: „ich geh meine eigenen wege, ein ende ist nicht abzuseh´n. eigene wege sind schwer zu beschreiben, sie entstehen ja erst beim geh´n“

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