Die göttliche Gleiterin

Röppeldipöppel brabbelt es aus dem Auspüffchen

Röppeldipöppel brabbelt es aus dem Auspüffchen

Ja – sie erhebt sich doch vom Boden in göttliche Höhe. Langsam und elegant. Das regelmäßige charakteristische Knacken der Ventile irgendwo an der Hydropneumatik buhlt mit dem brabbelnden, tief unter der Aluhaube versteckten Vier-Banger um Aufmerksamkeit, aus dem lustig dünnen Doppelauspüffchen spraddelt unkatalysiert verbranntes Superbenzin in die Luft. Ach, wie das duftet. Citroën DS, der göttliche Palast von 1972, dieses fast voll ausgestattete Relikt aus einer anderen Welt, erwacht zum Leben, öffnet die gelben Augen und streckt sich voller Würde. Kein Vergleich mit Zeitgenossen, wozu auch, dieses Auto war damals schon einzigartig. Ich will es einfach nur mal fahren.

Was für eine lange Nase…

Die DS sah schon bei ihrer Präsentation 1955 wie ein Ufo aus. Das änderte sich nicht während ihrer 20-jährigen Produktionszeit, und auch nicht, als sie später tausendfach entsorgt auf den Schrottplätzen Europas ihrem endgültigen Ende entgegenrostete. Und selbst heute noch… Wer sie nicht als Spielzeugauto durch den Sandkasten pilotierte, kann mindestens vom Nachbarn berichten (das war dann meist ein Kunstpädagoge oder Architekt), der diesen guten französischen Blechtropfen im Alltag bewegte.

Die Nase der Göttin

Die Nase der Göttin

Die DS? Durchaus. Dieses Auto ist ein Mädchen. In der nüchternen und trockenen BRD sprach man zwar immer von „dem“ DS, aber der Rest der Welt begriff schnell, dass das Kürzel „DS“ (wenn man es nicht ganz nüchtern daherlallt – der Franzose reicht gern schon zum Mittag einen kleinen Vin Rouge) wie „Déesse“ – die Göttin – klingt *hick*. Heute hat man auch in Deutschland kapituliert und gibt dem Klassiker einen weiblichen Artikel. Und bei all ihrer Weiblichkeit, ihrer breiten Brust, ihrem schlanken Hintern und ihren ausladend schönen Formen, sah sie immer anders aus als alle anderen. Dabei war es egal, ob sie neben einem Ferrari, einem Opel oder einem Jaguar stand. Anderssein polarisierte schon immer, und polarisieren ist gut.

Voiture à grande diffusion

Bei allem Polarisieren war sie doch als Auto mit großer Verbreitung geplant und stand als „VGD“, als Voiture à grande diffusion, in den Auftragsbüchern. Darf ein Vehikel für die Masse so anders sein? Anscheinend ja, wenn die Masse jene sehr eigenen Franzosen sind und der Konstrukteur ein Mann war, der sich mit diesem Voiture Grande Provokation vermutlich dafür rächen wollte, dass niemand seinen Nachnamen auf Anhieb richtig aussprechen konnte.

Ganz hoch hinaus.

Ganz hoch hinaus.

Bei der Präsentation der DS als Nachfolger der „Gangsterlimousine“ Traction Avant auf dem Pariser Salon am 5. Oktober 1955 sollen allein 12.000 Bestellungen eingegangen sein. Zückt man als kühler Norddeutscher einmal den Taschenrechner, findet man schnell heraus, dass in diesem Fall während der normalen Öffnungszeiten der Messe anscheinend pro Minute bei Citroën 25 Kaufverträge ausgefüllt wurden. Was anzuzweifeln wäre. Aber sie verkaufte sich trotzdem wie Papstbilder im Vatikan, die Göttin. Bis 1975 fast 1,5 Millionen Mal.

Was für ein Gesicht!

Was für ein Gesicht!

Das mag zum einen an dem nahezu göttlichen Fahrkomfort gelegen haben. Die Hydropneumatik mit ihren Druckkugeln statt Stoßdämpfern lässt den Citroën schwerelos dahin gleiten wie einen fliegenden Teppich. Klar neigt der Teppich sich in Kurven und nickt beim Bremsen und Beschleunigen vor und zurück – aber er schluckt auch nahezu jede Fahrbahnunebenheit und gibt nur wohlige Sanftheit an den Fahrgastraum weiter. In der Kombination mit der opulenten „Pallas“-Ausstattung mit Plüsch oder Leder, Fensterhebern und allerhand elektrischen Helferlein genügte dieses Fahrzeug sogar dem französischen Präsidenten Charles de Gaulle. Ein netter Nebeneffekt des Schwebens auf den „Kullern“ war die automatische Niveauregulierung. Egal, wie viele Kanister Rotwein man in den Kofferraum stellte, die DS pumpte sich immer wieder hoch. *knack* ssssssssss *knack* … Mercedes-Benz und Rolls-Royce kauften die Lizenzen für ihre eigenen Fahrzeuge. Wenn ihr also das nächste Mal eure E-Klasse T-Modell schwer beladet, schimpft lieber nicht über französische Technik.

Form follows function?

Form follows function?

Alles an diesem Wagen ist neben diesem speziellen Komfort denkbar einfach und wartungsfreundlich aufgebaut. Ein Reifenwechsel lässt sich ohne Wagenheber, nur mit einem Unterstellbock und dem mitgelieferten Bordwerkzeug, durchführen. Die Hydropneumatik zieht das malade Rad dann schon hoch. In den ersten Modellen war das sogar nur mit einer einzigen Mittelmutter befestigt, den 80 Zentimeter langen Schraubenschlüssel konnte man auch zum Ankurbeln des Motors bei leerer Batterie verwenden. Dazu ließ sich am Armaturenbrett der Zündzeitpunkt verstellen…

Macht hoch, die (Alu)tür

Macht hoch, die (Alu)tür

Die avantgardistische Karosserie wurde mit einem massiven Plattformrahmen verschweißt, ähnlich dem Trabant oder dem Rover P6. Ihre guten aerodynamischen Eigenschaften ermöglichten trotz der kleinen Motörchen rasante Höchstgeschwindigkeiten und gute Verbrauchswerte. Alle Anbauteile wie das Dach aus Kunststoff, die Motorhaube aus Aluminium, die Türen und Kotflügel und die Stoßstangen und Zierleisten aus rostfreiem Stahl ließen sich mit wenigen Handgriffen abschrauben. Hat man also nach dem Genuss von Wein und Galettes bei Jérôme auf dem Rückweg zu Joséphine ein Straßenschild oder den Traktor von Gérard touchiert, ließ sich ein verbeulter hinterer Kotflügel nach dem Lösen von nur einer einzigen Mutter nach hinten herausziehen und wieder einigermaßen gerade treten. Prost.

Tolle Technik Baujahr 1972

Tolle Technik Baujahr 1972

Ausnahmsweise mal völlig nüchtern und auch ohne vergorenen Traubensaft im Kofferraum geht die Reise heute durch Hamburgs Osten, durch Gewerbegebiete und über Bundesstraßen zwischen Stapelfeld und Ahrensburg. Der seltsame Schalthebel oben auf der Lenksäule ist dabei fast so intuitiv zu benutzen wie ein iPhone bei Erstkontakt. Einzige Information, die mitgegeben wurde: „Beim Schalten Gas wegnehmen.“

Der Motor klingt unaufdringlich kehlig

Das klappt auch ganz gut, die vier Gänge lassen sich einfach einlegen, Kuppeln entfällt. Lustig. Die Fernscheinwerfer lenken mit der Front in die Kurven und die Heizung vertreibt die norddeutsche Frühjahrskälte aus dem nach Leder duftenden Inneren des Pallas. Und schon nach wenigen Kilometern ist der Näherungsprozess an eine Ampel und das anschließende wieder Wegkommen einigermaßen stilvoll absolviert. Die ebenfalls hydraulische, lastabhängige Zweikreisbremse wird über einen kleinen gummibewehrten Knopf im Fußraum angesteuert – ein freudiges Fest für Nonkonformisten, an das man sich aber erst einmal ein wenig gewöhnen muss. Bis dahin ist man beeindruckt, wie tief der Wagen über die innenliegenden Scheibenbremsen überraschend nach vorn eintauchen kann, ohne sich unter die Grasnabe zu buddeln.

Hier ein Hebelchen, da ein Knöpfchen

Hier ein Hebelchen, da ein Knöpfchen

In welcher Hebelstellung die DS anspringt und wo der Rückwärtsgang ist, sind relativ schnell gelöste Rätsel, danach wird einfach nur dahin geglitten. Das geschieht bei Bedarf durchaus kraftvoll und kernig mit der Unterstützung der Bosch D-Jetronic, aber zumindest bis in höhere Geschwindigkeiten immer staatsmännisch (oder staatsweiblich) zurückhaltend, wie es sich für eine Limousine gehört. Diese Göttin mit der lächerlich kleinen Laufleistung von gut 100.000 Kilometern kommt ursprünglich aus Südfrankreich, wo sie lückenlos und regelmäßig in einer Fachwerkstatt gewartet wurde. Der Vorbesitzer hat inzwischen ein noch biblischeres Alter als sein Auto erreicht, und die Enkel entschieden sich zum Verkauf in gute Hände. Der gute Mann wurde einfach zu alt, um weiterhin anders sein zu wollen.

Anders als alle anderen

Ihr ganzer Auftritt ist anders als bei den anderen. Das Lenkrad hat nur eine Speiche und kann den Fahrer bei einem Unfall nicht pfählen. Der Rückspiegel steckt auf dem Armaturenbrett statt oben an der Scheibe, und die vier Türen sind holmloser als bei den schönsten Coupés. Alle vier. Überall befinden sich großzügige Aschenbecher, man weiß gar nicht, wo man sein Kippchen zuerst ausdrücken möchte.

Komfort im Palast

Komfort im Palast

Leider fehlt es an Cupholdern für die Weingläser. Der dicke Bottich im Motorraum vor dem weit zurück liegenden Vierzylinder ist nicht wie zuerst vermutet ein Kanister mit Vin de Pays Rouge für den Fahrer, sondern der Pott für die Zentralhydraulik. Und erst weiter hinten liegt dann der eigentliche Weinkanister Motor.

Über die Bauzeit gab es die DS und die vereinfachte ID (zu deutsch „Idee“ – ein weiteres nicht ganz nüchternes Namensspielchen…) als DS 19, DS 20, DS 21, DS 21ie, *tief luftholen* DS 23, DS 23ie, ID 19, ID 20, DSpécial, DSuper und DSuper5, je nach Hubraum und Ausstattung. Und selbst die Hupe (ohne Hup-Raum) war mehr als eine: Die Göttin besitzt eine leise, zarte für die schreckhaften Passanten in den Innenstädten und eine brutale, kompressorbefeuerte für adäquates Kleinwagen-von-der-Straße-blasen bei Überlandfahrten. Heute wird Sie von Kennern heiß geliebt und nur noch von schlecht informierten Halbwahrheitenverbreitern als „anfällig“ bezeichnet. Sowohl Motor und Getriebe als auch das hydropneumatische System brauchen nicht mehr Pflege und Wartung als andere Kfz-Techniken aus der gleichen Zeit. Und wenn die Göttin diese regelmäßig bekam und bekommt, verrichtet sie zuverlässig und seltsam zeitgemäß ihren Dienst auch im Alltag.

Und... wieder abgelegt

Und… wieder abgelegt

Will ich wieder aussteigen? Nein, aber ich soll langsam mal. Michael von Öttigner Sportwagen will auch mal nach Hause. Den metallenen Hebel links unten im Fußraum auf „senken“ drücken, kurz warten, Motor aus und durchatmen. Das Ufo ist wieder in seinem Hafen angekommen, die Göttin gibt ihren Passagier wieder frei. Langsam legt sie sich schlafen, anmutig elegant, fast ganz auf dem Boden. Als wäre sie vom Himmel gefallen.

Sandmann

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Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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17 Responses to Die göttliche Gleiterin

  1. Lindexx says:

    Wunderbar! Einfach auf den Punkt gebracht. Ich fand immer, dass der etwas raubauzige Motor nicht zum eleganten Charakter der Karosse passt. Aber ich habe auch nie einen so perfekten i.e. gefahren. Wahrscheinlich eine DS 23, oder? Fabelhaft und immer noch begehrenswert.

    Danke Sandmann!

    • Sandmann says:

      Ay Lindexx,

      ich kann dir gar nicht sagen ob das passt oder nicht. Bei diesem Auto passte für mich persönlich (ich fahre Ford Taunus….) einfach ALLES. So wundervoll…
      Keine DS 23, eine 21 ie HA Pallas. Ich hab hier mal die kompletten technischen Daten von dem Gleiter:

      Citroen DS 21ie HA Pallas
      Baujahr: 1972
      Motor: Vierzylinder
      Hubraum: 2.175 cm3
      Leistung: 92 kW (125 PS)
      Max. Drehmoment: 176 Nm bei 3.000/min
      Getriebe: Viergang-Halbautomatik
      Antrieb: Vorderräder
      Länge/Breite/Höhe: 4.840/1.790/1.470 mm
      Gewicht: 1.290 kg
      Beschleunigung 0-100 km/h: 12 s
      Top-Tempo: 185 km/h

      Schweben wir weiter.
      Sandmann

  2. bronx says:

    Klasse geschrieben! Das ist aber auch ein ausgezeichnet erhaltenes Exemplar. Eine DS empfand ich als Kind stets wie vom anderen Planeten. Ein Jahrhundert-Design. 😉

    Kleine Anmerkung noch:
    „Die avantgardistische Karosserie wurde mit einem massiven Plattformrahmen verschweißt, ähnlich dem Trabant oder dem Rover P6.“

    Die Trabant-Karosserie war selbsttragender Bauweise, hatte also keinen Rahmen und war demzufolge auch mit keinem verschweißt.
    Es gab lediglich ein die Schweller verbindendes Element, welches Flansche enthielt die den Fahrschemel, der vordere Blattfeder, Motor und Getriebe trug, aufnahmen.

    Klugscheißmodus off. 😉

    Gegrüßt nach Norden! 🙂

    • Sandmann says:

      Ay Bronx,

      ups? Wo hatte ich denn dann diese Information her? Der Trabi war selbsttragend? Aus Plastik und selbsttragend? Bizarr.

      Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Auto man bei der DS für wie wenig (relativ gesehen) Geld bekommt. Wenn das nicht ein ganz anderer Planet wäre, hätte ich eine. Aber mein zweifacher Ausflug in die Schwebezone mit dem XM war genug. Große Liebe, aber zu viel Gedöns. Da bin ich mit dem Taunus besser aufgehoben, denke ich.

      Grüße ins Land der Maiskolben. Nächsten Mittwoch geht es nach Greifswald, Uni checken, mit und für’s Töchterchen.

      Sandmann

      • bronx says:

        Nein Bester,

        er war mit Duroplast beplankt. Also, Dach, Türen und beide Deckel. Beim 1,1er war dann die Motorhaube aus Stahlblech.
        Unter dem Duroplast verbarg sich ein ganz profanes Stahlgerippe. Weswegen die Annahme, Trabis rosten nicht, eine fatale Fehleinschätzung ist. Man sieht es nur später, oder zu spät.

        Das „Plastik“ bestand im Übrigen aus Baumwolle, getränkt mit Phenol-Harzen. Es wurde unter hohen Druck verpresst, dauerte aber wesentlich länger als die Herstellung von Stahlblechteilen.
        Erste Versuche dazu gab es bereits im deutschen Reich, bei DKW um 1940 herum. Hier wie dort war der treibende Faktor ein eklatanter Mangel an Tiefziehblechen. Im Reich der Rüstung wegen, in der DDR unterlag es dem Embargo.

        Der Wartburg hingegen nutzte die altbewährte Rahmenbauweise, wie seinerzeit die DKW-Modelle, dessen Nachfahre er ja auch in gewissem Sinne war.

        Das als kurzen Abriß. 😉

        UNI Greifswald? Was studiert sie, bzw, will sie studieren?

        bronx

        • Sandmann says:

          Ay Bronx,

          schau, da habe ich doch glatt wieder was gelernt. Der Trabi ist mir so fremd, wie mir nur irgend ein Auto fremd sein kann… Ich fuhr nach der Wende mal einen für ein paar Minuten, das hat es nicht besser gemacht 😉

          Die Dame will sich für Physik einschreiben. Hohe Ziele. Aber die scheinen eine sehr schöne und neue Uni zu haben, und die WB Zimmer kosten halb so viel wie in Hamburg. Man darf gespannt sein.

          Sandmann

          • Maik Mugato says:

            Bei uns in Dortmund soll man auch angemessen Füsick studieren können (kein Abwerbeversuch)

            • Sandmann says:

              🙂 Danke für den Hinweis.
              Aber ich glaube, wenn man schon die Wahl hat, dann geht man lieber nach Greifswald an die Ostsee als nach Dortmund an der… also… neben dem…. ich meine…
              Da ist halt nix. Kein Wasser, keine Berge, nur viel Verkehr…

              Sandmann

              • Daemonarch says:

                Du irrst! Wir haben hier genug Wasser und Berge! Und die meisten davon haben wir sogar selbst gebaut!

                • Sandmann says:

                  Nee lass mal 😉

                  Greifswald ist schon fein. Inzwischen bahnt sich das zweite Problem an – sie hat den Online Test für ein Maschinenbaustudium ab 2019 bei Mercedes-Benz in Bremen bestanden und ist zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden… Puh. Na auf nach Bremen.

                  Sandmann

  3. bronx says:

    Na guck einer an!

    So machen sie alle ihren Weg. 🙂 HGW ist ganz okay, nur Schönwalde ist jetzt nicht so der Hit. . .
    Das die WG Zimmer dort billiger als in HH sind, glaube ich gerne. In HH ist so ziemlich ALLES teurer als anderswo. . .

    bronx

    • Sandmann says:

      Ay Bronx,

      ja…. in Hamburg wäre der Vorteil, dass ihre ersten Schritte ins Leben ein väterliches Backup gehabt hätten. Und Papa hätte eine Babysitterin für das viertelfinnische Sandmädchen vor Ort gehabt 😉
      Aber neben einem Physik Bachelor noch arbeiten MÜSSEN, um überhaupt die Miete reinzubekommen, ist verrückt.
      Ich bin mal gespannt, was mich da am Mittwoch erwartet. Wir schraddeln mit dem Taunus hin.

      Sandmann

  4. qwertz says:

    Da kommen Kindheitserinnerungen 🙂
    Meine Mutter hatte eine Apotheke, nahe der deutsch-französischen Grenze – und viel französische Kundschaft. Samstags nach Feierabend gab es dann regelmäßig den Ausflug zu Cora, für den großen Einkauf. Im Karren sitzend mit frischem Baguette den Laden zukrümeln, frischer Käse, … die Weinabteilung hat mich damals noch nicht wirklich interessiert. Bezahlt wurde mit Francs, die man sonst bei deutschen Banken hätte einzahlen müssen gegen Gebühr. Auf dem Überland-Weg über die Rue Nationale 3 zu Cora kamen wir immer hier vorbei: https://cdn-s-www.republicain-lorrain.fr/images/49AD8CDA-BD80-469E-AE0B-05AC2194E675/LRL_v0_13b/le-quot-temple-de-la-ds-quot-garage-a-morsbach-en-2005-(photo-philippe-riedinger)-1444149852.jpg („Au Temple de la DS“) …
    (Hier hab ich noch viele tolle Fotos gefunden – Raureif ist n tolles Stilmittel: https://plus.google.com/photos/111270170064749033996/albums/5698340755008354497?banner=pwa)

    • Sandmann says:

      Ooooooh,

      knusprige Krümel und Käse sind schöne Erinnerungen. Bei mir war das profaner, da war es die Blechkanne für die gezapfte frische Milch beim kleinen Edeka und das duftende „Dreipfundbrot“. Auf dem Weg zurück (keine 500m) ist dann schon ein nennenswerter Teil der Milch und ein Drittel des dann nur noch Zweipfungbrotes in mich reingewandert. *hach*

      Der Tempel der Göttin ist ja sagenhaft. Es scheint ihn noch zu geben…?
      Sandmann

  5. Hi Sandmann,
    danke für den „göttlichen“ Bericht!
    Die alten Autos aus la france sind irgendwie alle anders als die anderen, und die DS die Premiumvariante vom Anderssein, das stimmt.
    Ich fand damals total abgefahren, wie die in den FANTOMAS-Filmen eingesetzt wurde, und in der letzten Folge Tragflächen ausfuhr und abhob. Und die Schwiegereltern meines Nachbarn fahren nach wie vor eine DS. Ist auch so´n fast schon goldener Farbton.
    Was mich insbesondere anspricht, abgesehen von der Form, ist diese lichtdurchflutete Größe und Helligkeit im Inneren. Einfach göttlich…

    LG,
    Dirk

  6. XG30_2000 says:

    Schöner Artikel!

    Ich habe leider keinen Bezug zur DS. Optisch schön, aber ehrlich gesagt gehört da ein Sechszylinder rein.

    Habe auch einen Artikel gebaut … zur Nachfolgerin der DS:
    https://www.motor-talk.de/blogs/smallblog/probefahrt-im-citroen-c6-v6-hdi-oder-wie-mercedes-mich-fuer-die-autowelt-versaut-hat-t6335204.html

  7. Andrea says:

    Ich liebe dieses Auto. Es ist wirklich göttlich, Gott sei Dank fahren in Lübeck noch mehrere und ich freue mich jedes Mal, wenn ich eine sehe.

    Und hier noch etwas morbides:
    http://die-verlassenen-orte.de/abandoned-goddesses/

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