Die italienische Natter

Irgendwo in Umbrien?

Dieser Alfa ist wie zu viel Kaffee mit Kofferraum. Aufwühlend, hektisch und dabei gar nicht mal so unpraktisch. Die Welt um einen herum scheint langsamer zu werden, oder macht mich das Adrenalin schneller? Die italienische Giulia Super packt ihren Fahrer auf wenig subtile Art und Weise, und das macht sie zur ehrlichen Haut aus Blech und Gummi. „Cuore Sportivo“, nicht übertrieben aufdringlich, ohne breite Blechwülste, aber alle sind sich einig: Was für eine tolle Karre! Ich habe einen ambitionierten Händler bei Ahrensburg kennengelernt, der mir dieses Prachtstück für einen Ausritt zur Verfügung gestellt hat. Steigen wir ein und geben wir ihr die Sporen.

Distanzlosigkeit als Stilmittel?

Was für ein Gesicht.

Ein Doppelnocker wie Mokka

Kaffee? Gern. Diese Geschichte ist eine Ich-Erzählung. Ich-Erzählungen waren in meiner Grundschule damals in den 70ern nicht so gern gesehen. Uns wurde beigebracht, als objektiver Narrator das Erlebte mit Distanz zu betrachten und den eigenen Standpunkt außen vor zu lassen. Vergesst es. Dieses Auto, über das ich hier schreibe, ist ein Ich-Auto. Ich sehe, ich fühle, ich höre. Jegliche Objektivität können wir mal getrost beiseite legen. Distanz ist schier unmöglich, und der subjektive eigene Standpunkt ist das sportliche Gift, was der Marke Alfa Romeo überhaupt erst ihren Geist einhaucht. So gesehen ist alles, was die graue Limousine mit meiner Grundschule gemeinsam hat: „damals in den 70ern“.

Nocke hier, Nocke da.

Der unternehmungslustige Doppelnocker tickt leise in der späten Morgensonne, vom Warmfahren dreimal um den Block. Ich gönne ihm und mir eine kleine Pause, trinke noch ein paar Schluck Espresso und lasse den Wagen auf mich wirken. Lege meine Finger zärtlich auf das dreispeichige Lenkrad und lasse meine Augen auf den drei schön gezeichneten Rundinstrumenten ruhen. Drehzahlmesser, Uhr, Tacho. Sie konnten das, die Italiener. Vielleicht hielten die Schuhe von denen besser als die Autos. Das lag aber nur daran, dass in den Karossen so herrlich viel Feuer steckte, an dem man sich gern verbrannte.

Kantig, und doch irgendwie schön.

PS Kategorie: Supersportwagen

Die Ingenieure der Giulia Super waren Anfang der 60er voll auf Kaffee und konstruierten ein Auto, was ebenfalls voll auf Kaffee war. Die Vorgängerin „Giulietta“ war ihrer Kinderzeit entwachsen und wurde zur Giulia. Zeitgenössische Tester attestierten ihr eine „Überlegenheit, die man nur maßvoll ausnutzen darf, wenn man die anderen Verkehrsteilnehmer nicht verängstigen will“. Dabei war es fast egal, ob unter ihrer Haube der 1,3 Liter oder der 1,6 Liter Motor werkelte, der Wagen wurde zum Inbegriff der europäischen Sportlimousine. Und wenn dann auch noch diese Schlange auf der C-Säule klebte wusste man, dass Legenden geboren waren.

Die „Biscione“ griff auf 104 statt der üblichen 98 PS zurück. Die „große Natter“ wurde von der Sondereinheit „Pantera“ der italienischen Polizei als schneller Einsatzwagen genutzt. Normale Bürger mussten einen gewissen Wohlstand verzeichnen, um die sechs Mehr-PS unterhalten zu können. Die italienische Grenze zum Supersportwagen lag bei 100 PS, für die bissige Jule war also erheblich mehr Geld für Steuern und Versicherung fällig. Böse Zungen behaupten allerdings, dass fast alle Giulias aus den frühen 70ern die „Biscione“ auf der Seite kleben hatten. Na und? Die Geschichte ist trotzdem klasse. Darauf erstmal einen Kaffee.

Die Schlange…

Jule hat ihrem italienischen Erstbesitzer 30 Jahre lang treu gedient, dann kam sie nach Deutschland. Hier wurden Motor, Getriebe, Antrieb und Bremsen komplett überholt. Alle Gummiteile kamen neu, der Unterboden wurde mit Trockeneis gestrahlt und das klotzige Auto in seiner Originalfarbe neu lackiert. Abschließend bekam die Natter neue Dämmmatten (tatsächlich mit drei M geschrieben, gruselig) und einen neuen Teppich. Ich habe das Gefühl, dass der Wagen alt und neu gleichzeitig riecht. So, der Kaffee ist alle. Und jetzt sind die Emotionen genug runtergekühlt, jetzt geht es wieder auf die Straße!

Straff, karg und trotzdem wohnlich.

Ein Feuerwerk an Leidenschaft

Ich drehe den Zündschlüssel. Der Drehzahlmesser schnellt zuckend hoch. Der Jahrhundertmotor von Alfas Chefkonstrukteur Orazio Satta Puglia will mit ein paar Gasstößen am Leben gehalten werden. Nach leichten Justierungen am sensiblen Choke saugen die beiden Weber-Doppelvergaser zufrieden vor sich hin und sorgen für einen überraschend runden Motorlauf. Der längs eingebaute Klotz aus Leichtmetall ist wie bei Alfa üblich wunderschön im Motorraum arrangiert. Der doppelläufige Zylinderkopf glänzt wie ein Kunstwerk, die Zündkerzen thronen fein in der Mitte. Wollen junge Menschen heute noch die Motoren ihrer Autos angucken? Nein. Damals, in den 70ern, waren die Triebwerke der Italiener bewundernswerte Augenweiden. Und Ohrenweiden. Die gut 104 Pantera-PS ziehen kilsternd und röhrend die Giulia nach vorn, und wenn man sich erst einmal dran gewöhnt hat, den Drehzahlbereich um ein paar 1000 zu überbieten geht ein Feuerwerk an Leidenschaft, Bewegung und Spaß ab.

Mehr Instrumente braucht genaugenommen niemand.

Was auch immer Riscald. und Generat. bedeuten (ich habe da so eine Ahnung), was auch immer luci und fari anzeigen – sie leuchten nicht, also ist alles okay. Benzina ist da, Acqua ist warm, die Biscione kann freigelassen werden. Zwischen Ahrensburg und Stapelfeld ziehe ich die hochbeinige Limousine mit dem überraschend guten CW-Wert mühelos an Passats, Vectras und Mondeos vorbei. Was für ein Antritt dank wenig Gewicht, was für eine helle, aufgeräumte und emotionale Pilotenkanzel. Der blaue Himmel über der Elbregion kontrastiert den silbernen Lack, und der unsterbliche Adriano Celentano raunzt aus den Lautsprechern seine Hymne über den blauen Himmel in die Welt, bevor er am Ende doch die Bahn nimmt. Wie konnte dieses Auto so viele Jahrzehnte an mir vorbeirutschen, ohne dass ich es bemerkte? Voll auf Kaffee. Die Giulia, ich jetzt auch und meine Gedanken sowieso. Grazie.

Die Schuhe sind nicht aus Italien. Egal.

Azzurro, il pomeriggio è troppo azzurro e lungo per me.
Mi accorgo di non avere più risorse, senza di te,
e allora io quasi quasi prendo il treno e vengo, vengo da te,
ma il treno dei desideri nei miei pensieri all’incontrario va.
Adriano Celentano

BROOOOOMM und vorbei.

Habt ihr auch einen Oldie, den ihr hegt und pflegt? Dann schaut euch doch mal die Spezialtarife von Hiscox an. Und wer wie ich schwärmend im Netz unterwegs ist überlegt, sich einen lang ersehnten Klassiker anzuschaffen, kann natürlich auch mal unverbindlich schauen, was der ihn denn kosten würde. Das sind oft Überraschungen dabei, keine Überraschung wiederum ist der Versicherungsbeitrag für eine Hiscox Oldtimerversicherung (denn den kann man vorher erfragen). Wir sehen uns auf der Landstraße!

Sandmann

Alfa Romeo Giulia Super 1.6 Biscione
Baujahr: 1970
Motor: Vierzylinder Reihe
Hubraum: 1.570 ccm (96 cui)
Leistung: 76 kW (103 PS) bei 5500/min
Max. Drehmoment: 140 Nm bei 4600/min
Getriebe: Fünfgang Handschaltung
Antrieb: Hinterräder
Länge/Breite/Höhe: 4160/1560/1430 mm
Leergewicht: 1020 kg
Beschleunigung 0-100 km/h: 10,4 Sek.
Top-Speed: 179 km/h
Wert: ca. 30.000 Euro

Danke an Michael Schade von Oettinger Sportwagen für das Koffeein!

Die silberne Julia

 

 

 

 

 

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

28 Responses to Die italienische Natter

  1. Jo says:

    Sind schon feine Autos, die Alfa Romeo….und da ist es fast egal welcher. Meine Cousine hatte mal einen Alfasud 1. Generation, war auch ein tolles Teil irgendwie…….wenn er nur nicht so heftig an Rost gelitten hätte wie fast alle Italiener. Wenn man da welche findet die sofort nach Auslieferung mit Fett versiegelt wurden hat man was ganz feines.
    Kenne da auch so einen: Alfa Giulua, Giulietta, Sud…..Fiat Uno turbo, Ritma Abarth 130 TC, Ritmo Targa Oro, Lancia Thema 8.32………sehr feiner und emotionaler Fuhrpark.

    • Sandmann says:

      Ay Jo.

      An einen Alfa, der mich emotional begeistert, werde ich in diesem Leben finanziell nicht mehr rankommen, fürchte ich. Außerdem wäre es ja auch wieder ein GANZ neues Auto, ich bleib da privat mal bei den Kölner Eisenschweinen.
      Aber ich möchte nicht ausschließen, irgendwann noch einmal einen FIAT zu besitzen. Entweder einen 131 Mirafiori oder einen 500. Ich kann mir nicht helfen – ich mag die…
      Sandmann

      • MainzMichel says:

        Fiat 500? Nett, aber viel zu sehr gehypt. Mir würde ein 600er da besser gefallen.

        Adios
        Michael

        • Sandmann says:

          Ay Bulli-Hoster,

          ich mag die einfach. Aber die Mondpreise, die da teils für verlangt werden, bin ich ebenfalls nicht bereit zu zahlen. Auch ein 127 würde mir schmecken, allerdings bin ich mit 1.90 doch ein bisschen lang…
          Wenn ich mal nicht mehr weiß was tun vor Langeweile hole ich mit einen 131. Also so um 2040 rum.

          Sandmann 🙂

  2. Jo says:

    Ja das ist das ganz große Problem: die Preise sind dermaßen in die Höhe geschnellt das ist unglaublich. Ich bin ja noch am überlegen ob ich den kleinen GTI nicht vielleicht doch abgebe und die mind. 20k die da zu bekommen wären in einen Oldtimer versenke, aber dann GARANTIERT NICHT in einen Alfa, das wäre er mir nicht wert. Eher was deutschstämmiges aus München oder Stuttgart schwebt mir da so vor.

    Vom Fiat 131 gab es ein Sondermodell „Edition Röhrl“ – sehe mich noch vor meinem geistigen Auge als Kind bei Fiat Niber im Schauraum vor dem Ding stehen. Heute seltener als eine blaue Mauritius und entsprechend teuer, aber seeehr geil 🤩

    • Sandmann says:

      AAAWWWWW den hatte ich als Plastikmodellbausatz. Also, das originale Rallyefahrzeug. War weiß/blau gehalten, oder?

      Der 131 war das allererste Auto überhaupt, das ich mit meinen eigenen Händen und Füßen bewegt habe. Auf dem Hof eines Autohändlers in Plön, während meines Praktikums. Ich war 15. Man kann also sagen dass das der Grundstein für alles war, was danach kam…

      Sandmann

  3. Oh, man, Jens, du machst mich natterkaffeefertig…

    Das Ding zählt zur allerersten Liga den Blutverdünner,
    bei denen ich al cento per cento um einen Termin beim Finanzberater nicht umhin käme. Verweigerung, Vernunft, emotionslose Sachlichkeit zugunsten meiner Liquidität…Fehlanzeige!!!
    Ganz prima Beitrag, toll, ich brauche meine Tropfen… 😉

    • Sandmann says:

      Ay Dirk,

      wenn du deine Medikamente genommen hast, kann ich dich beruhigen – die Worte „Unvernunft“ und „Finanzberater“ passen nicht in einen Satz 😉
      Da bin ich in der Mitte meines Lebens schon angekommen. Autos, die ich toll finde und Autos, die ich mir leisten kann. Denn ich spare ja nicht 10 Jahre lang auf etwas, das ich mir dann in den Schaukasten stelle. Ich will fahren. Jeden Tag. Deshalb ist der Taunus genau richtig für mich. So eine Giulia ist begehrenswert… aber wer ist das nicht? 😀
      Oktanreiche Grüße
      Sandmann

  4. Ja, genau so. Aber meine Begeisterung für genau dieses Stückchen Blech ist schon upperclass… 😉
    In der ersten Staffel „Ein Fall für 2“ fuhr der damals noch drahtige Matula auch so einen. Überwiegend deshalb habe ich die sonst eher flache Serie geschaut. Für mich bis heute der totale TV-Frevel, ihn dann in der letzten Folge zu schrotten.
    Also den ALFA meine ich…haha..
    Ne, lange sparen oder Schulden für´n Auto ist nix, stimmt. Deshalb kaufe ich früh, und behalte lang. Günstiger kommst an keinen Klassiker… 😉

    • Sandmann says:

      Haha 😀
      Ja, hätte (hätte hätte) man früh gekauft, so 911 und so, dann müsste man jetzt nicht arbeiten. Nun ist’s zu spät, einen Getz oder Multipla stelle ich mir nicht in den Garten. Auch wenn sie billig sind 😉

      Ständig läuft mir jetzt Matula über den Weg. Hab ihn neulich mal (also den Schauspieler) in einem aktuellen Kontext gesehen, der sieht immer noch aus wie in den 70ern 😀 Aber den Fall für 2 habe ich damals nicht geguckt. Fand ich irgendwie langweilig, vielleicht war ich auch noch 5 Jahre zu jung…

      Sandmann

  5. Wie gesagt, war auch langweilig. Gab nur 2 coole Sachen.
    Den Billardtisch im Wohnzimmer, und besagter Alfa.
    Ich stelle mir allerdings gerade einen Multipla im Garten vor,
    sowas geht eigentlich nur genau mit dem Gerät.
    LG, Dirk

    • Sandmann says:

      In mein Wohnzimmer würde ein Billardtisch gar nicht REINPASSEN 😀
      Und ein Multipla kann überall da stehen, wo ich ihn nicht sehen muss. Also schon mal nicht im Garten. Es gibt Autos, um die ist es einfach nicht schade, wenn sie aussterben. Beim Multipla bleibe ich dabei, der reift für mich auch im Alter nicht. Oder bekommt sowas wie einen Kultstatus. Nee, der nicht.
      Sandmann

  6. Jo says:

    Na, muss da doch mal wieder mitsenfen: richtig gut waren eh nur die ersten Staffeln von „Ein Fall für Zwei“, mit Günter Strack als Dr. Renz. Dem zumindest habe ich die Seriösität eines Rechtsanwaltes abgenommen und ob der opulenten Körperfülle auch die dringende Notwendigkeit einen sportlichen Privatschnüffler zu beschäftigen. Auch fuhr er mit dem Opel Senator ein einigermassen cooles Auto. Ebenso cool war auch – in allen Staffeln übergreifend – der leicht sarkastische Humor von Matula. Es ist also nicht nur alles Alfa und Billiardtisch was glänzt 😉

    Jens, definiere Multipla: der letzte mit den komischen Augen für den Schumi Werbung gemacht hat darf man getrost verteufeln, da ist nix dran an dem Ding. Der Ur-Multipla jedoch aus den 50er/60er Jahren hatte schon was cooles da optisch vom Cinquecento abgeleitet und sowas wie der Vorläufer des modernen MPV

    • Sandmann says:

      Ich werde in diesem Leben nicht mehr dazu kommen, den alten Matula Kram zu gucken…..

      Multipla: Selbstverständlich ist der Ur-Multipla aus den 60ern klasse, praktisch und sieht wunderschön aus! Ich kenne den nur von Bildern, in der freien Natur habe ich noch nie einen gesehen…
      Ich spreche, wenn ich von ihm spreche, immer von dieser Grotte mit der Lampenwurst unter der Scheibe, den vielen Scheinwerfern und dem Sitzsack-Design, innen wie außen. Als sie den gestrafft hatten ging er ja noch, und praktisch mag er auch sein, aber ich finde ihn so umwerfend hässlich dass der Scorpio daneben wie die Erfüllung aller meiner Geschmacksphantasien wirkt. 🙂

      Sandmann

      • Wer unbedingt mal vorne in 3er Reihe sitzen will, muß ja nicht gerade nen Multipla kaufen ;-)) Das wäre tatsächlich die letzte aller Prothesen, die mir einfallen würde.
        Ja, vergiss Matula, ist halt mein Trauma..hihi..

        • Sandmann says:

          Ay Dirk,

          es soll Menschen geben, die dem was abgewinnen können. Sollen sie, alles fein. Für mich ist und bleibt der nix.
          Und vorn zu dritt sitzen – das geht auch in einem Opel Kapitän oder einem Plymouth Fury 😉

          Welche auch alte Serie seit meiner Kalabrien-Reise noch auf der Festplatte schimmelt ist „Allein gegen die Mafia“… Vermutlich ist die ebenfalls von der Zeit überholt worden, aber eines Tages komme ich ja eventuell mal wieder dazu, was im fernsehen zu gucken. Wir schauen mal.
          Sandmann

  7. bronx.1965 says:

    Zitat: „Ne, lange sparen oder Schulden für´n Auto ist nix, stimmt. Deshalb kaufe ich früh, und behalte lang. Günstiger kommst an keinen Klassiker… “

    Genau so! Vor 6 Jahren kaufte ich einen Monza A 1 in der schönen Schweiz. Für einen geradezu lächerlichen Betrag. Anschließend damit gen Heimat gefahren. HU und das „H“ gab es problemlos. Neue Reifen und eine Schweißarbeit am Längsträger, das wars. Manchmal muß man es einfach „machen“. 😉

    Damit Träume nicht solche bleiben.

    Gegrüßt!

    • Sandmann says:

      Ay Bronx,

      mit dem Monza hast du seinerzeit einen meiner absoluten Traumwagen gekauft. Ich bin ja nicht so Opel, vielleicht kommt mal ein Senator B mit Digi (weil er irgendwie knubbelig und hässlich ist), aber ein Reihe-Sechs-Coupé ist echt sexy. Einer meiner ersten Artikel für die TRÄUME WAGEN ging damals über den Kadett, den Diplo und den Monza von Marc. Was für geile Autos!
      Ich „mache“ es jetzt Ende des Monats und hake einen (preiswerten) Traum auf meiner Liste ab. Die S-Klasse aus der Baureihe 126. Wir werden sehen…
      Viele Grüße in den Osten
      Sandmann

  8. bronx.1965 says:

    Was die Giulia betrifft: italienische Filmklassiker wie ‚Napoli Spada‘ sind für mich ohne diese Karren undenkbar. Meist als ‚Carabineri‘ oder ‚Guardia di Finanza‘ „dekoriert“, gehörten sie zum absoluten Straßenbild jener Tage und Filmreihen.

    Alfa bot in jenen Zeiten alles das was süddeutsche Propeller erst lernten. Wenngleich auch ziemlich schnell!

    • Sandmann says:

      Ich sehe mich immer vor den Serien sitzen und nicht begreifen können, wie die Protagonisten diese Autos ernst meinen können. Sowas gab es schlicht in der Siedlung, wo ich aufwuchs, nicht. Südeuropäische Klasse hörte beim Simca unseres Nachbarn auf, alle anderen fuhren VW, Audi, Ford und Opel.
      Heute, wo sich dank Leasing und Finanzierung jeder Arbeitnehmer absolut jedes Auto leisten kann und auch die meisten Produkte der Hersteller weder untereinander noch von den anderen Marken zu unterscheiden sind sinkt die Leidenschaft am Automobil jährlich. Das Bild verändert sich. Das ist nicht schlimm, aber ich stelle fest, dass heute niemand mehr die Haube aufmacht und dem Nachbarn den Motor zeigt. Oder mal über das Cockpit diskutiert. Die sitzen alle nur noch im Auto, versuchen ihr Smartphone mit der Kiste sprechen zu lassen und ärgern sich über willkürliche Wegfahrsperren. Na gut.
      Das ist nicht meins. Aber deins glaube ich auch nicht 😉
      Sandmann

      • bronx.1965 says:

        Zitat: „Das ist nicht meins. Aber deins glaube ich auch nicht“

        Keinesfalls, sei dir sicher. 😉

        Leasing und Finanzierung übrigens auch nicht. Was ich fahre, besitze ich! Das galt hier schon immer.
        Zudem, wie du ja weißt, ich bin bekennender Konsumverweigerer. Meine aktuelle Karre ist 19 Jahre alt und ich habe unlängst erst ein neues (generalüberholtes) Getriebe eingebaut. So what!. . . 😀

        Grüße nach Nord-West.

        • Sandmann says:

          Ay Bronx,
          gute Grundeinstellung. Im allgemeinen Leasing- und Finanzierungswahn vom Smartphone über den 0%-Fernseher bis zum Auto tappst du da definitiv nicht in die Fallen.
          Der Daimler meiner Sehnsucht hat auch trotz vieler Meilen auf dem Tacho ein komplett überholtes Automatikgetriebe drin. Die Teileliste umfasste sieben Seiten, gerichtet hat das ein Daimler Mitarbeiter, der das konnte. Ich bin sehr gespannt, was mich da am Dienstag nun konkret erwartet…..
          Bis bald
          Sandmann

        • bronx.1965 says:

          Im Übrigen: wenn ichs richtig hab: Satta Puglia war der Chefkonstrukteur, der das ganze Projekt bereits seit dem 1900er von 1950 verantwortete. Der (spätere) Motor nennt sich „Bialbero“. Die Idee mit dem Doppelnocker stammte bereits von Vittorio Jano. (Ging später zu Lancia und dann zu Ferrari) Puglia machte den Motor dann „reif“ für die Serie. Alfa Entwicklungschef war damals Rudolf Hruska. 😉

          Dessen Rolle widerum ist, lt. Aussage Erwin Landsbergs (dem ein oder anderen Alfisti sicher ein Begriff), umstritten. Zitat: “ I do not recall engineer H. being interested in the Giulietta’s initial design project. he certainly participated later, but I think more as a top management consultant. “

          Fiel mir nur gerade noch ein. 😉

          P.S: Gutes Gelingen denn am Dienstag! Schick mal Bilder von der Karre auf dem anderen Kanal.

          • Sandmann says:

            Ay Bronx,

            ah. Noch mehr Detailswissen, was ich in den Artikel einbinden kann 🙂 Bilder vom Benz kommen. Sei geduldig 😉
            Gruß aus dem Norden!
            Sandmann

            • bronx.1965 says:

              Tres Chic, der Karren. Danke dafür. Dann hab(t) Freude damit und ich freue mich hier auf eine neue Geschichte, die sicherlich kommen wird. 😉

              Grüße aus dem Land der Maiskolben!

              • Sandmann says:

                Bester Bronx,

                war sehr nett, mal wieder so lange mit dir zu quatschen. Ja, Geschichten werden kommen. Wenn ich nicht ab und an meine kleinen Belanglosigkeiten aufschreibe platze ich 😉
                Bis eines Tages, mein Lieber! Viele Grüße
                Sandmann

  9. Also mein Nachbar ist noch so einer. Hat vor der Rente jahrelang nen 80er Jahre Lexus L400 gefahren…guter Geschmack macht einsam.. 😉 Der interessiert sich immer für meine Autofummeleien, und fragt auch, ob ich den Bulli nochmal anmachen könnte. Auf sowas steht der noch.
    Auffällig ist jedenfalls, dass es mittlerweile keinen Serien-Cop mehr gibt, der nicht mindestens einen Youngtimer, wenn nicht sogar Oldtimer als Dienstwagen hat. Ohne den emotionalen Lockstoff kriegen die auch keine Einschaltquoten mehr hin, wie´s scheint…

    • Sandmann says:

      Ich seh das positiv.
      Da fahren plötzlich viele schöne alte Autos durch die Krimiserien. Passt doch. Dafür, dass ich so gut wie gar kein Fernsehen mehr gucke…
      Morgen Abend fahre ich mal wieder mit dem Taunus und dem ganz kleinen viertelfinnischen Sandmädchen (sie kommt bald in die Kita WAAAAAAHHHHHH) von Hamburg nach Kiel und betreibe aktiven Klimaschutz. Denn für mich musste kein neues Auto gebaut werden. Und ich bin glücklich 🙂
      Sandmann

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