Die Tiefgarage

Sehr sehr weit unten

Helsinki ist groß und besteht vor allem aus Häusern für Menschen. Deshalb sind, wie in jeder anderen Hauptstadt auch, die Übernachtungsmöglichkeiten für Kraftfahrzeuge aller Art nur begrenzt vorhanden. Unser etwas schräges Hotelli mit einem netten, aber zwielichtigem Mann an der Rezeption bietet über den Erwerb von Aktien und betonierten Eigentumsanteilen ein paar Quadratmeter in einer Tiefgarage an, wo das bedachboxte Reisemobil einigermaßen sicher und vor allem fern der Augen korrupter Abschleppunternehmer 24 Stunden verweilen darf. Soweit die Theorie. Dass es sich hier um einen magischen Ort in der Nähe des Erdmittelpunkts handelt, wurde mir vorher nicht mitgeteilt. Herum, herum, herum, herum…..

Das schwarze Loch des finnischen Parkraummanagements sieht von außen aus wie eine ganz normale Tiefgarage. Wenn auch eine hässliche.

Sympathischer Eingang

Mit der Nummer 391 auf einem Papierschild und einem unscheinbaren Sensor-Schlüsseldings in der Hand lasse ich das graue Außentor hochrattern und fahre den alten Daimler in die gruselig grau betonierte Dämmerung, die Kurven runter. Viel Diesel ist nicht mehr drin, morgen sollten wir bei Aufbruch dringend eine Tankstelle suchen. Und ich fahre runter. Und runter. Noch ein Tor. Piep. Ratterklapper. Runter. Und runter. Und noch ein Tor. Und runter. Die Xenon-Scheinwerfer durchschneiden scharf konturiert eine immer dichter werdende Dunkelheit, die letzten Lampen an den kahlen Decken haben vor ungefähr 10 Runden geleuchtet. Aber das stuttgarter T-Modell und ich, wir scheinen noch immer richtig zu sein. Nach vielen weiteren Runden mit klappernden Toren sind wir unten, also GANZ unten (ich muss mehrfach einen Druckausgleich in meinen Ohren vornehmen und trocken schlucken wie in den Bergen… oder beim Tauchen…) und es klickt flackernd wieder Licht an. *klick klick bzzzzzzzz flacker*. Bizarr.

Ich stelle das Auto in die Parklücke mit der gleichen Zahl wie auf dem Blatt Papier und lege dieses hinter die Windschutzscheibe. Noch zwei andere Fahrzeuge stehen hier, ansonsten herrscht gähnende Leere. Ein Trafo summt. Ich male ein Herz in den Staub auf dem Boden und fühle mich wie Hänsel, der zusammen mit Gretel im Wald ausgesetzt wird und mit Brotkrumen seinen Weg markiert. Auf der anderen Seite der großen Halle leuchtet eine gelbe Tür in der Wand. Mit einem kleinen, engen Fahrstuhl fahre ich lange, laaaaange aufwärts, wieder zurück ans Tageslicht. Soweit so seltsam, aber für 20 Euro ist man nicht wählerisch.

Am nächsten Mittag checken wir im Hotelli aus, und ich rufe meinem halbfinnischen Fräulein Altona noch zu: „Ich hol kurz das Auto vors Hotel, dann müssen wir nicht die Taschen da ganz runter schleppen…“ Ich soll sie für eine lange Zeit nicht wiedersehen.

Mit dem Sensor-Schlüsseldings lasse ich wieder das große Außentor zur Hauptstraße hochrattern und schlüpfe gazellengleich durch. Die Tür für die Fußgänger hat außen keinen Sensor. Nun. Ein paar Meter weiter will ich den Fahrstuhl von gestern Abend benutzen – aber da ist kein Fahrstuhl. Wo gestern noch eine massive Stahltür mit Klinke aus den Tiefen nach draußen führte, protzt jetzt eine glatte, jahrzehntealte Betonwand. Ich gucke mich etwas unsicher um. Für Streiche mit der versteckten Kamera bin ich nicht prominent genug. Bin ich also blöd? Ist das der falsche Eingang? Nein. Die knüllige, bläuliche Karhu Bierdose lag da gestern in der gleichen Ecke. WO ist der Fahrstuhl?? Weg. Ich könnte das jetzt hinterfragen, aber meine Damen warten und ich muss primär das Auto aus den Tiefen rausholen. Na gut, dann gehe ich eben den gleichen Weg, den ich gestern mit dem Benz gefahren bin, heute zu Fuß. Herum und herum und herum. Vielleicht finde ich dann ja auch Lichtschalter oder Bewegungsmelder, die sich mir gestern noch nicht gezeigt hatten. Ich mag keine Dunkelheit.

Jede der 300 Etagen (ich glaube es sind ein paar weniger, aber je dunkler es wird, desto mehr spielt mein Verstand mir Streiche) lässt sich von außen nur durch die ratternden, breiten Tore für die Autos betreten. Die Türen für Fußgänger haben, genau wie die Außentür, nur innen einen Sensor. Von dieser Seite kommt man da also nicht durch. *Ratter klackklackklack klapper* Für ein paar Ebenen wird es wieder kälter, inzwischen habe ich die Taschenlampe vom iPhone angeschaltet. Lichtschalter gibt es hier nicht. Ich hätte das Ding mal lieber vergangene Nacht aufladen sollen, mist. Aber wird wohl noch reichen. Es ist dunkel. Plötzlich sehe ich ein warmes Licht hinter einer kleinen Tür. Das sieht irgendwie heimelig aus, also mache ich ein Foto.

Zivilisation? Ja, aber nicht hier.

Um die Ecke herum lungern zwei Bauarbeiter mit gelben Helmen auf dem Kopf. Hinter ihnen erheben sich große, deckenhohe Gerüste, die mit Folien abgeklebt sind. Ein dritter Mann mauert darin Steine aufeinander. Der weitere Weg nach unten ist also nicht nur verbaut, es gibt ihn schlicht nicht mehr. Wurde so über Nacht auch der Fahrstuhl entfernt? In der schwindenden Hoffnung, vielleicht doch in der komplett falschen Tiefgarage zu stehen oder in einen Trakt geraten zu sein, der gar nicht für die Öffentlichkeit gedacht war spreche ich die Jungs auf Englisch an und frage freundlich, wie es denn weiter runter ginge. Die beiden unterbrechen ihre Arbeit und gucken mich an, der dritte hinter dem Plastik mauert weiter. Sie gucken nur. Einfach so. Sie sagen nichts. „Eh… do you understand me? My car is down there. Where is the way down?“ Ich deute mit den Armen abwärts. „Car. Meep Meep. This is a parking garage. I’m searching my car and the way down…“ Sie stehen und gucken mich an, als ob ich ihnen gerade erzählt hätte, dass der Sniper in der Ecke ihnen in den Kopf schießen würde, wenn sie sich regen. Sind die beiden erschrocken, einen Menschen zu sehen? Verstehen sie kein Englisch? Sind es Zombies? Der dritte mauert. *klack klack klitsch. pock pock pock klitsch*.

Das bringt mich hier nicht weiter. Ich irre noch ein bisschen herum, finde aber nirgends, auch nicht hinter den Gerüsten oder um die Ecke herum, den gestern noch vorhandenen Weg nach unten. Netz gibt es in dieser Tiefe keins, maximal Devil’s Web, und der Akku meines Telefons ist fast am Ende. Ich habe noch 3% und hoffe, dass die zum Befeuern der Lampe bis ans Ziel genügen werden. Bis ich das Auto gefunden habe. *klack klack klitsch. pock pock pock klitsch*. Ich verlasse diese Ebene durch die offene Tür neben dem Rattertor von eben und gehe eine Etage zurück nach oben. Das fühlt sich nicht richtig an, aber da sind wenigstens keine unheimlichen Bauarbeiter ohne Zunge.

Tief in mir drin verspüre ich einen Hauch Angst, ich könnte bis ans Ende meines Lebens in diesen kalten Mauern aus Beton weit unter Finnlands Hauptstadt umher irren. Tatsächlich existiert unter der Stadt eine weitere Stadt, gebaut während des kalten Krieges und noch immer intakt. Von der bekomme ich hier aber nichts mit, weil ich viel tiefer unten bin. Wo beginnt das Magma? Irgendwie wird es wärmer. Ich schleiche entlang der toten Wände, taste mich suchend voran, und in meinem Kopf kreisen alte deutsche Weihnachtslieder. Es ist ein ganz kleines bisschen hell, ich kann aber nicht lokalisieren, wo das Licht herkommt. Engel? Glühwürmchen? HUCH? Eine Tür. Eine Stahltür! Und sie ist offen!

Das graue, dunkle Treppenhaus ist weder durch Schilder noch durch Hinweise gekennzeichnet. Aber über jeder Tür schimmert eine klitzekleine Lampe. Kam da das Licht her? Ich gehe Stock für Stock tiefer in die Erde. Noch eine Runde. Tür auf. Nein, immer noch nicht. Noch eine. Ich spüre, dass hinter den Mauern die Knochen von Dinosauriern liegen. Und noch viel gruseligere Dinge. Noch eine Runde.

Das unterste Deck, hier geht es nicht mehr weiter, fühlt sich richtig an. Ich betrete es in dem Moment, wo der Akku meines Handys noch 1% anzeigt. Als ich ungefähr in der Mitte der Ebene bin gehen klickend und klackend die Lichter an. Träge, alte Neonröhren. Ein Bewegungsmelder. Da ist mein in den Staub gemaltes Herz. Und da steht der Mercedes. Das Leben hat wieder einen Sinn!

Ich bin am Ziel.

Ich will hier raus. Wie, weiß ich noch nicht. Am liebsten mit dem Auto, die Tankanzeige leuchtet orange und leer, aber nur in schlechten Horrorfilmen bleiben Menschen mit einem leeren Tank an Orten liegen, an denen sie nicht liegen bleiben wollen. An Orten, wo schweigende Bauarbeiter ihnen den Weg nach draußen zumauern, um sie dann in kompletter Dunkelheit genüsslich zu filetieren. Keiner wird die Schreie hören. Der Diesel springt an, und ich lasse den Daimler in Richtung des ersten Tores nach oben rollen.

Der Sensor für die (nicht existenten) Fußgänger funktioniert zwar von innen, der für die Autos wiederum nur von außen. Hier hat man alles gut durchdacht, es wundert mich nicht, dass Suomi es nie geschafft hat, eine aufstrebende Industrienation zu werden. Ich steige also aus meinem Auto (nur sehr ungern) aus, gehe zu Fuß durch die Tür, lasse von außen das rostige Rattertor hochrattern, renne durch dieses selbst rein zum Auto, steige ein und versuche, rauszufahren, bevor es wieder runterrattert. Das klappt ein paarmal ganz gut, dann stehe ich etwas weiter oben draußen vor dem 17. Rattertor und der Sensor reagiert nicht. Die Tür für die Fußgänger ist inzwischen zugefallen. Wir erinnern uns – die hat von außen keinen Sensor. Hier stehe ich mit einem Aufmach-Dings und kann damit genau die Tür nicht öffnen, auf deren anderer Seite mein Auto mit laufendem Motor steht. Das einzig existierende Licht sind die Xenon Scheinwerfer des Daimlers, die durch die Ritzen des Tores leuchten. Ich möchte weinen. Und hier raus.

Mit der Magie des eisernen Willens halte ich den Sender noch einmal verzweifelt vor den Empfänger, denke an Menschen die mich lieben und bete den Text eines Weihnachtsliedes herunter (Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt und ei_nehe groooße Freud) – und das Tor bewegt sich DOCH! Hallelulja! Ich tauche unter den Lamellen durch, springe in den Mercedes und fahre etwas zu schnell eine weitere Ebene nach oben. Inzwischen hängen wieder funktionierende Lampen an den Decken. Da ist auch das Netz! *Bing bing bing bing*! 12 Nachrichten in Abwesenheit. Nachrichten 1-9 fragen, wo ich bleiben würde? Nachricht 10 ist wütend, die letzten beiden dann eher sorgenvoll.

Wo sind die Bauarbeiter? Wo sind die Gerüste? Nach weiteren einsamen Runden, der Tank dürfte noch einen Liter Diesel enthalten, erreiche ich die Ausfahrt. Tageslicht.

Tageslicht!!!

Draußen vor dem Tor zur Hauptstraße halte ich an, stecke das iPhone ans Ladekabel am Zigarettenanzünder und rauche einen Zigarillo. Das muss jetzt sein. Ich schreibe meinem halbfinnischen Fräulein Altona kurz, dass ich gleich da sein werde. So als wenn nichts wäre. Ob ich ihr das erklären kann, also so erklären, dass sie mich nicht einweisen lässt, sei mal dahingestellt. Ich atme frische, finnische Luft und bade im Tageslicht wie ein Lachs im kühlen Wasser. Die geknüllte Karhu Bierdose liegt noch immer da, wo sie gestern in der Ecke gelegen hat. Der Fahrstuhl bleibt verschwunden.

Die Oberfläche hat mich wieder.

Der grobschlächtige Mann an der Rezeption fragt mich auf Englisch mit russischem Akzent, ob alles klar sei. Ich entgegne, dass der Stellplatz doch recht weit unten war und nicht alle Tore so funktionieren, wie sie es sollten. Alles weitere fand ich irgendwie zu kompliziert. Er werde es an den Garagenbetreiber weitergeben, sagt er. Und dann lächelt er mit dem rechten seiner beiden Mundwinkel, noch weniger als es die geheimnisvolle Mona Lisa macht, aber er lächelt. Mein halbfinnisches Fräulein Altona, ungläubig wartend zwischen Koffern und Kindern, sieht das. Sie schaut ihn an, dann sieht sie die Verzweifelung in meinen Augen und beschließt, keine Fragen zu stellen. Das finnische Blut in ihren Adern lässt sie mehr von diesem Land verstehen, als ich vermute.

Gleich um die Ecke wartet eine Tankstelle. Ich tanke den Daimler voll, wir drehen einen lokalen 80er Jahre Sender ins Radio und fahren mit Laura Branigans Self Control in Richtung unseres gemütlichen Häuschens am See. Mit Sauna und Boot und Grillhütte. Eine Woche ganz weit draußen erwartet uns. Das wird toll. Ich hatte gerade eine Nahtoderfahrung jenseits von Zeit und Raum, in der Nähe des Erdmittelpunkts. Finnland. Das Land der Trolle und Geister.

Sandmann

Tagged , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

26 Responses to Die Tiefgarage

  1. Martin says:

    Wieder wundervoll geschrieben. Nahtoderfahrung in der Tiefgarage… 🙂

    • Sandmann says:

      Ay Martin,

      huch? Ich hab noch gar nicht auf Facebook die Trompete geblasen und der erste Kommentar kommt schon 🙂 Brav.
      Weißt du was das Verrückte an dieser Geschichte ist…? Vielleicht habe ich ein bisschen mit der Tiefe und den Stockwerken übertrieben… aber der Fahrstuhl was WIRKLICH weg. Und das mit den Bauarbeitern habe ich auch bis heute nicht klären können. Sehr bizarr das alles…
      Sandmann

  2. Martin says:

    Wenn der Sandmann schreibt, geht bei mir ne Sirene an, und ich lasse alles andere stehen und liegen 😀

    • Sandmann says:

      😀

      Das muss Liebe sein. Ich trage das mit einem warmen Gefühl in der Brust jetzt mal im Flieger nach München. Das ist weit oben. Nicht tief unten.
      Sandmann

  3. Nik says:

    Hast du mal daran gedacht deine Stories in Kurzfilme zu verwandeln? Toll geschrieben! Inspirierend, danke!
    Muss sicher daran denken wenn ich das nächste Mal in eine Tiefgarage fahre.
    Nach Bauarbeitern in Tiefgaragen werde ich jetzt auch Ausschau halten.
    Eventuell schreib ich mir einen finnischen Gruß auf und schau mal was die Bauarbeiter darauf antworten … 🙂
    Nik

    • Sandmann says:

      Ay Nik,

      tatsächlich wird irgendwann, wenn ich dazu komme, mal ein Buch erscheinen. Die Agentur steht mir schon auf den Füßen, genaugenommen seit zwei Jahren schon. Aber ich komme momentan zu nix. Das wird sich aber ändern. Irgendwann… 🙂 Eines Tages. Und so.

      Werde bei einer Tiefgarage einfach nur stutzig, wenn die Kurven runter und runter kein Ende nehmen und du auf dem Rückweg den Fahrstuhl dort, wo er gestern noch war, nicht wiederfindest. Ansonsten braucht man sich glaube ich keine Gedanken machen 😀

      Sandmann

  4. thorsten says:

    Das Land der Trolle ist in Trollhättan. Hab ich mal so beschlossen, nachdem ich einen Saab 96 instandsetzen durfte….

    Das muss da sein!

    Ich hab schon lange nicht mehr so gelacht, schön geschrieben. So bildhaft als wär ich selbst da herumgeirrt.

    Solche Stories sind der Grund, ungeduldig auf die nächste zu warten. Made my day!

    In diesem Sinne, Trolle sind überall.

    • Sandmann says:

      Ay Thorsten,

      nach Trollhättan wollte und will ich schon immer mal, ich hatte auch die Einladung eines befreundeten Saabfahrers. Und nach Bästnas. Und überhaupt. Wann bloß das alles???
      Die nächste Geschichte wird so ruhig und entspannt, dass ich beim Schreiben ständig einratze. Kann also noch ein paar Tage dauern. Über er sich in Geduld, junger Padawan.
      Sandmann

  5. dieter says:

    Oh mann Jens, das war wieder mal eine phantastische Geschichte.
    Hatte schon befürchtet du triffst beim öffnen des letzten Tores auf Jack Nicholson in einer Szene aus Shinning. 😉

    Ganz großes Kino die Story, i love it !!!

    Viele Grüße aus dem Bayernland

    dieter

    • Sandmann says:

      Ay Dieter,

      Jack Nicholson wäre eine eine Zeit lang mein kleineres Problem gewesen… 😉 Ich betone noch einmal, auch wenn mir an anderer Stelle zu viel Tabak oder Canabis vorgeworfen wird, dass das Verschwinden des Fahrstuhls und die Baustelle nahe des Erdmittelpunkts keine Erfindungen waren… Vermutlich gibt es für beides eine Erklärung, eventuell sogar eine plausible, die steckt dann aber irgendwo unter Helsinki. Meine Rätsel sind nicht gelöst.
      Ich liebe das Sonnenlicht…

      Sandmann

  6. *welle says:

    Hallo Jens, mir ging das zuweilen auch schon so. Selbst in Tiefgaragen, welche ich schon mehrmals befahren habe. Man verliert irgendwann jegliche Orientierung, links, rechts, Kehre…toll geschrieben und beschrieben, wie immer!
    Gruesse aus Shanghai von Ford- zu Ford-Fahrer. Und W126 ja demnaechst auch, wenn ich das nicht getraeumt habe 😉

    • Sandmann says:

      Ay welle,

      wann immer es möglich ist meide ich Tiefgaragen. Ich mag die auch in ihrer normalen, norddeutschen Variante nicht. Vielleicht habe ich auch zu viele Filme gesehen, in denen es in Tiefgaragen nicht immer gut für alle Beteiligten ausging. Wer weiß?

      Was machst du in Shanghai?? Und ja, den 126er wird es wohl demnächst auf meinem Hof geben. Sandmanns Welt wird berichten 🙂
      Grüße aus dem Norden der Republik
      Sandmann

  7. welle says:

    Nabend von hier Sandmann. Ich lebe/arbeite seit 2003 in der Region. Nun bin ich aber im reiferen Alter doch noch Vater geworden und wir ziehen nach langer Bedenkzeit demnaechst mal nach D. zurueck – zumindest fuer eine Weile und vorausgesetzt es funktioniert privat. Immer schoen antizyklisch, damals wollte kaum einer nach China und heute kaum einer zurueck 😉
    Wenn dein 126er einkehrt und du Rat suchst, auch im Vorfeld vor dem Kauf, oder oder —> w126-forum.de. Geballtes Fachwissen gepaart mit in aller Regel sehr freundlichem Umgang. Habe meinen 300SE inzwischen seit zehn Jahren und erfreue mich immer noch an seiner Eleganz und Qualitaet. Beste Gruesse!

    • Sandmann says:

      Ay China-Welle,

      danke für den Tipp. Ich kaufe den jetzt erstmal. Ohne was zu wissen, nur mit den Informationen die ich bekommen habe. Allein für das Becker Mexico zahle ich den Preis.
      Dann melde ich ihn ab und schau in Ruhe, was gemacht werden muss. Viel ist es nicht, und ich bekomme einen Kofferraum voller Teile dazu. Die Gasanlage macht ein befreundeter Gasmann an der Westküste, da gibt’s dann ne eigene Geschichte. Wenn ich mit dem Kahn warm werde bleibt er. Wenn nicht, geht er wieder und es kommt nochmal ein Audi V8. Einmal noch…
      Sandmann

  8. Anonymous says:

    Ni hao Jens,
    du wirst dich schon verlieben in die eleganteste S-Klasse aller Zeiten 😉
    Ich hab meinen echt rein zufaellig gesehen und nach 2km Probefahrt gekauft, obwohl nicht in meiner absoluten Traumfarbe (hellelfenbein!) und ohne dass ich in dem Moment wusste, wo ich ihn unterbringen sollte…War im Abwrackwpraemienwahnjahr und fuer genau den damaligen Verschrottungspreis konnte ich dieses Ersthandrentnerfahrzeug retten.
    Bis demnaechst, Wolfgang

    • Sandmann says:

      Ay Wolfgang,

      diese Aussicht macht mich einerseits fertig und andererseits neugierig. Wir werden sehen. Ich bin da ganz ehrlich mit mir selbst, nach meinem Audi V8 hatte ich einen fast perfekten A8 erste Serie, 4.2 Quattro. Tolles Auto, nicht viel Ausstattung, bis auf ein paar Macken lief der tadellos. Aber ich bin nicht warm geworden mit ihm. Also hab ich ihn wieder hergegeben und mir „meinen“ V8 zurück geholt 🙂
      Wenn ich mit dem 126er auch nicht warm werde, kommt wieder ein V8. Das ist dann ja nur konsequent. Aber ich gebe dem erst einmal eine echte Chance. Bis nächsten Sommer wird der gefahren, und dann ziehe ich eine ehrliche Bilanz.
      Und der Taunus braucht ja auch noch Liebe……

      Horrido
      Sandmann

      • bronx.1965 says:

        Heya,

        Loppu hyvin, kaikki hyvin. 😉
        Hyvin kirjoitettu!

        Terveisiä maissikakkujen maasta. 😀
        bronx!

        • Sandmann says:

          Was wäre ich ohne den Google Übersetzer? 😀 Aber du ja auch, würde mich wundern wenn du Finnisch könntest.
          Am Ende wird IMMER alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende. So!
          Sandmann

          • bronx.1965 says:

            Bester Maitre:
            Das ich eine Zeitlang in Finnland lebte, bedeutet noch lange nicht dass ich Finnisch kann. 😉
            Es sind nur ein paar Brocken geblieben.
            Was ich viel besser behalten habe sind finnische Kochrezepte. 😀

            Gegrüßt!

            • Sandmann says:

              Ayayay

              finnische Rezepte kenne ich ein paar. Allerdings beschränken sich die auf das, was mein halbfinnisches Fräulein Altona in ihrer Kindheit vorgesetzt bekam 🙂 Da ist viel mit Kartoffelkistchen und Hack dabei.
              Vielleicht können wir uns da mal austauschen, ich koche gern und bin offen für Neues!
              Sandmann

  9. Micha says:

    Finnisch? Warum hört sich das an wie „Finish“?

    Exit, light
    Enter, night
    Take my hand
    We’re off to never-never land

    Großartig geschrieben, Sandmann, und ich glaube, heute nacht lasse ich mal das Licht an beim Schlafen…

    • Sandmann says:

      Ay Micha,

      vielen Dank. Was glaube ich noch immer nicht so richtig rüberkommt – ich habe natürlich hier und da ein bisschen überzogen, aber die Bauarbeiter waren wirklich da, es gab wirklich keinen Weg nach unten an denen vorbei (obwohl es einen Weg nach oben gab), die Tore ließen sich tatsächlich nur so seltsam öffnen und – der Fahrstuhl war ernsthaft weg 😀
      Na egal. What happens in Helsinki stays in Helsinki.
      In diesem Sinne Gruß an deine Nachttischlampe
      Sandmann

    • Simon says:

      Höhö… Enter Sandmann. 😀

      @Jens: Sehr gut geschrieben! Das Foto mit dem Licht aus der Tür, genial! In einem Computerspiel würde man in dieser Szene vermutlich wirklich mit Bauarbeiterzombies konfrontiert werden. Dann aber hoffentlich mit mehr bewaffnet, als mit einem leeren Smartphone. 😀

      Auf die S-Klasse bin ich ja mal gespannt… 🙂

      Grüße

      • Sandmann says:

        Ay Simon,
        ich spiele mit meiner großen Tochter ab und an mal „The Evil within“… das kam dem schon sehr nahe 😉
        Bevor ich euch von Schwester S erzähle muss ich erstmal die Chronologie nachholen. Letzte Finnland Geschichte, dann KaSi weg, dann Glupschi weg, dann S-Klasse her. Viel zu tun. Ich lege mal los.
        Sandmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ein bisschen Mathematik: *