Für immer Musik

Drittes Lied, erste Seite

Drittes Lied, erste Seite

Was für eine Macht dieser Aneinanderreihung von Tönen.
Mit Musik verbinde ich ganze Blockbuster-Episoden des Lebens. Musik lief im Auto meines Papas, in der Stereoanlage im Wohnzimmer und im Radio meiner großen Schwester. Musik war tanzbares für die Schulfeten und der Soundtrack für den ersten richtig schlimmen Liebeskummer. Musik untermalte Kinofilme und ließ die Momente unsterblich werden, wenn ich sie später wieder hörte. Ich kann mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen. Heute kamen zwei Pakete von ebay, und die haben mich zu meinen allerersten musikalischen Momenten zurückgeworfen. Die lassen mich über ihre Bedeutung in meinen ganz frühen Jahren nachdenken, als Musik mehr war als ein überall vorhandener Dauerbeschaller. Sie war wertvoll.

Platten. Kassetten.
Ich sitze im Wohnzimmer meiner Eltern in Uelzen vor der schicken Telefunken Anlage aus Holz und Chrom und dem DUAL Plattenspieler. Mein Papa hat mir kapitulierend eine seiner LPs geschenkt, weil ich die immer und immer wieder hören wollte. David Dundas. Den kennt heute keine Sau mehr, aber sein One-Hit-Werbe-Wonder „Jeans On“ kennen zumindest die etwas Älteren noch. Das fand ich gar nicht so super. Vielleicht weil ich’s nicht richtig verstanden habe, ich dachte immer, er singt: „I put maggel Jeans on, I put my aggel Jeans on„. Hm. „Tsch Tsch„. Was maggel und aggel Jeans sind wollte sich mir damals nicht erschließen, also widmete ich mich lieber dem dritten Lied auf der ersten Seite. Ja, erste Seite, liebe Kinder. So eine Platte konnte (musste) man nach der Hälfte einigermaßen aufwändig umdrehen 🙂 Der gute Mann sang da über „Another funny Honeymoon„, was das war wusste ich auch nicht aber das alte Wurlitzer Klavier und der Synthi klangen irgendwie toll. Immer und immer wieder. Ich setzte die Nadel alle drei Minuten an den Anfang des Liedes zurück, während ich auf dem großen Wohnzimmertisch verträumt ein 500-Teile Puzzle vom Hamburger Hafen zusammenlegte.
Keine Ahnung wo diese Platte geblieben ist, aber im ersten ebay Paket ist so eine drin und die höre ich jetzt gerade. *schluck* Alles wieder da. Ohjeohje…

Manchmal muss ich die Zeit zurückdrehen

Manchmal muss ich die Zeit zurückdrehen

Meine erste richtige, eigene, selbstgewünschte Platte war Truck Stop – Nicht zu bremsen. Von den Jungs aus dem Raum Hamburg hört man heute vor allem, dass sie einer nach dem anderen sterben. Damals hörte man „Die Frau mit dem Gurt“ oder „Der Wilde Wilde Westen“ 🙂 Peinlich? Na ja, deutsche Country Musik ist schon sehr speziell, vor allem, wenn sie viele Jahrzehnte alt ist. Ich fand es damals super. Die Platte hab ich noch immer, vorn drauf ist ein fetter US Truck. Ich glaube ich wollte das Vinylstück damals haben, weil ich gerade den Film Convoy gesehen hatte. Amerikanische Trucks waren bei mir in den frühen 80ern ganz hoch im Kurs, und die Jungs haben das auf dem Kamm der Welle ihres Erfolgs werbewirksam umgesetzt. Truck Stop lösten Herrn Dundas auf dem DUAL Plattenspieler ab, und diese neue LP hörte ich sogar regelmäßig ganz durch, während ich verträumt Plastikmodellbausätze von Autos, Flugzeugen und Kriegsschiffen zusammenklebte.
Heute hab ich ein paar mp3s rausgelöscht, die ich schon damals doof fand und höre das Album manchmal im Audi. Und ich singe jedes einzelne Lied mit.

Wer kennt die Frau die nichts an hat als den Gurt?

Wer kennt die Frau die nichts an hat als den Gurt?

Tiffy war meine erste große Liebe. Sie hieß nicht wirklich Tiffy, aber ich hieß damals Samson (was man so in der Grundschule eben spielt) und da bot sich das an, rote Haare hatte sie jedenfalls. Auf ihren legendären Geburtstagsparties im vertäfelten Partykeller mit gedimmtem Licht und allerhand süßem Kram zum Essen und Trinken lief auf dem Plattenspieler das Album Rom von Dschinghis Khan. Immer und immer wieder 🙂 Ich war fasziniert von den historischen Geschichten, welche die bunten Damen und Herren, von Ralph Siegel produziert, in ihren Kostümen so dahinschlagerten. „Rom“ selbst ist noch immer ein musikalischer Epos, Madagaskar rührte mich damals zu Tränen und Die Fremden versprüht zeitlose esotherische Weisheit. Die Platte war mir zu teuer. Aber mein Freund Klaus hatte einen Kasettenrecorder mit einem Mikrofon, also lieh ich mir das Album von Tiffy aus, kaufte im Kaufhaus Klappenbach eine Kassette und nahm die Lieder mit dem Mikrofon von den Lautsprecherboxen im Wohnzimmer auf, während ich ganz leise, damit keine Störgeräusche kamen, ein paar farbige Liebesgedichte für Tiffy zusammenklebte.
Heute habe ich das Album im Schrank, ich fand es für einen Euro auf dem Flohmarkt. Tiffy ist inzwischen verheiratet und meine großen Töchter tanzen auf den Abtanzbällen noch immer ausgelassen im Kreis zu Moskau.

Rom. Wo die Liebe auf der Straße liegt.

Rom. Wo die Liebe auf der Straße liegt.

Und ich wollte unbedingt ein eigenes Radio mit Kassettenteil haben, so was wie Klaus. Vor allem weil ich aus dem Radio kostenlos meine Lieblingslieder aufnehmen wollte. Die Neue Deutsche Welle tobte gerade los, und der kleine Jens baute seine allgemeine Begeisterung für etwas seltsame Musik aus. Immerhin hatte ich schon zwei Platten (nein, drei, Micky Maus Starparade war auch noch dabei, aber da spreche ich nicht gern drüber 😉 ). Meine große Schwester Anita war gerade – warum auch immer – zu unerwartetem Reichtum gekommen und vertickte mir ihren alten Kassettenrecorder. So ein Stereoding, links ne Box, rechts ne Box, in der Mitte das Tape und oben die Skala für das Radio und ne Menge Knöpfe. Von ISP. Und dann ging’s los. Jedes Wochenende saß ich Abends vor NDR2 und dem Club Wunschkonzert, bei jeder Moderation von Günter Fink einen Finger auf REC und einen auf PLAY. Endlich hatte ich Major Tom eingefangen, nebenbei noch Perlen wie „Aloa He“ von der Neuen Heimat oder „John Wayne is big leggy“ von Haysi Fantayzee. Geil. Und alles mit Wortfetzen am Anfang und am Ende, zurückspulen und beschneiden war nicht, da konnte man ja das nächste Lied verpassen ♫ Es waren aufregende Abende, aber es war später unter der sicheren Bettdecke liegend ein super Gefühl, diese Musik konserviert zu haben, ohne jeweils 6 Mark für die Single ausgeben zu müssen.
Ich habe diese Kassetten noch. Und im zweiten ebay Paket steckte eben so ein Recorder der Firma ISP. Genau der gleiche, STR-793. Vor dem sitze ich jetzt…

Das Leben ist kein Wunschkonzert

Das Leben ist kein Wunschkonzert

David Dundas ist fertig, mein Plattenspieler hat sich mit einem leisen *schnarrklack* ausgeschaltet. Der lebt in Südfrankreich und ist zwischendurch mal ein Lord gewesen oder noch immer, ich weiß es nicht. Ob er noch singt? Die Überlebenden von Truck Stop sind so alt wie meine Eltern und machen weiter Musik. Was aus Dschinghis Khan geworden ist weiß ich nicht so richtig, einige sind ebenfalls verstorben und Ralph Siegel produziert ja noch immer dies und das.
Die Platten drehen sich nicht mehr. Macht aber nichts, ich habe jetzt Radio an. Als Kind verkroch ich mich bei dieser Musik gedankenverloren in einer Menge Basteleien, während sich gar nicht so heimlich, still und leise meine Mama und mein Papa auseinandergerissen haben. Diese Jahre brannten sich gemeinsam mit der Musik in meine Seele, und ich glaube inzwischen, dass ich das nicht mehr aufarbeiten kann. Obwohl ich meine old Bluejeans an habe. Das ist dann wohl so. Ich sitze mit einem Glas Wein in der Hand vor diesem ISP Kasettenrecorder, das rote „Stereo“ Lämpchen leuchtet und es ist dunkel draußen. Das Plastik von dem Ding RIECHT sogar so vertraut wie damals, können Sie sich das vorstellen? Auf dem Oldiesender läuft Maffays Es war Sommer. In den 90ern habe ich mit meiner Gitarre im Irish Pub in Kiel damit 150 besoffene Iren begeistert. Heute Abend macht es mich traurig. Sachen sind vorbei. Sachen sind kaputt. Aber die Musik wird immer da sein. Sie wird uns immer begleiten, und sie wird auch in Zukunft Momente in unserem Leben konservieren. Für später. Manchmal für die Ewigkeit. Ich ziehe den Stecker vom Recorder und trinke mein Glas aus. Und dann weine ich ein bisschen.

Sandmann


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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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59 Responses to Für immer Musik

  1. Sandmann says:

    Eine gestern Nacht etwas aus dem Ruder gelaufene Facebook-Konversation 🙂 bringt mich natürlich nun noch zur nachgereichten Frage: Was sind denn EURE allerersten Musikerinnerungen?

    Schönes Wochenende
    Sandmann

  2. Tach Jens,
    ganz einfache Antwort: „Bochum“ von Herbert Grönemeyer und „So“ von Peter Gabriel. Diese beiden Alben, auf MC von AMIGA erschienen, erstanden meine Eltern und ich durfte sie auf der heimischen RFT-Anlage im Wohnzimmer immer dann hören, wenn ich krank war und daheim bleiben musste.
    Und wenn das zu langweilig wurde, kam Klaus Schulze oder Tomita mit sehr experimentellen Klängen, die nicht von dieser Welt schienen.

    Truck Stop – lass mich mal kurz nachsehen – ach nee, war ne Country Truck Kassette und irgend eine Compilation zusammengestellt von Jonny Hill, wo ein wenig Truck Stop drauf ist und auch so tolle Sachen wie „Teddybär 14“. Damals habe ich entweder mit Lego gespielt oder an der Modelleisenbahn gebastelt.

    Da ich noch immer gern meine alten MCs und Platten höre (kommen ständig welche dazu vom Flohmarkt/Gebrauchtwarenhaus), habe ich eben auch noch die passenden Abspielgeräte. Die RFT-Anlage der Serie 3900 steht noch immer im elterlichen Wohnzimmer und bei mir tut es ne alte Kenwood. So was neumodisches wie USB haben die natürlich nicht, aber man kann seinen mobilen Fernsprechapparat oder Mobilrechner daran anschließen und auch so MP3s hören, was nicht den gleichen Reiz hat.

    Am stärksten werde ich emotional, wenn ich Sachen aus Mitte der 90er höre, meiner Sturm- und Drang-Zeit auf dem Gymnasium. Damals schnitt ich immer fleißig die Charts mit und da liefen so Sachen wie die Fugees, BBE, Scooter (damals noch hörbar) oder Robert Miles.

    Dir auch nen schönes Wochenende,

    Peter

    • Sandmann says:

      Ay Peter,

      mit Grönemeyer und Gabriel bist du aber intellektuell schon ganz weit vorn mit dabei. Eine Handvoll Jahre früher, und du wärst vermutlich jemand aus der Ecke Toto und Supertramp gewesen – während ich Frl. Menke und Nena gehört hatte 🙂 Toto und Supertramp waren damals sehr extravagant in meiner Klasse. Grönemeyer und vor allem Peter Gabriel gehören meiner Meinung nach noch heute zu den ganz großen….

      Zu Hause bei mir höre ich tatsächlich relativ wenig Musik. Ich arbeite den ganzen Tag am Rechner, da bin ich Abends und am Wochenende mal ganz froh, wenn es einfach nur still ist oder ich meine Musik selbst mache. Hab grad die Klinkenbuchsen meiner Telecaster nachgelötet und das Kabel komplett neu besteckert, aber das ist eine andere Geschichte.
      Im Auto wiederum, auch wenn ich manchmal nostalgische Kassetten-Geschichten erzähle, höre ich meistens mp3 Konserven. Die kommen dann von einem ausrangierten iPhone 3 und werden über den Tapeadapter ins Kassettenfach geschoben. Ich höre so unglaublich viel Musik, wenn ich unterwegs bin, da brauche ich einfach die Menge an Futter 😉 Nostalgie hin oder her.

      Mitte der 90er war ziemlich gute Musik unterwegs. Da hab ich grad mein Studium angefangen, wurde das erste mal Vater und fuhr einen 1978er Ford LTD Sedan. *hach*

      Sandmann

  3. iErp says:

    HI,

    hmm, so coole Geschichten mit Schallplatten kann ich leider nicht vorweisen, ich bin ja viele Jahre später geboren.
    Meine ersten Musikerinnerungen, die nichts mit grässlicher Kindermusik im Kindergarten zu tun haben, sind wohl It’s so easy von Linda Ronstadt und Horse with no name von America. Track 5 und 10 in Schacht 3 des CD-Wechslers im Toyota MR2 meines Vaters. Komisch, dass diese Abfolge von Tasten eine der wenigen Erinnerungen ist, die ich aus meiner Kindergartenzeit behalten hab 😀
    Ach ja, und die Kassette mit dem aussagekräftigen Titel PARTY 2001. Da waren so schöne Sachen drauf wie Best of Both Worlds – Van Halen, nicht Hannah Montana, versteht sich 😉 (Furchtbar, wenn man nur Best Of Both Worlds bei Youtube eingibt, ist das erste tatsächlich diese Disneytusse). Irgendwo hab ich noch eine Kopie dieses Tapes auf Minidisc. Ich hab damals ganze Autofahrten damit verbracht, den Pfeilen zuzusehen, die auf dem LCD neben dem Wort PLAY von links nach rechts (und auf der anderen Seite zurück) wanderten.
    Meine Mutter hatte damals immer Meat Loaf im Auto, aber der Pfeil im Audi Chorus blieb leider immer an derselben Stelle 🙁 Ansonsten vielleicht noch Start Me Up von den Stones, aber das war es dann schon mit frühkindlich prägenden Liedern.

    Originale CDs hab ich eigentlich nie besessen. Die einzigen, die ich mir selber vor laanger Zeit mal gekauft hab, waren (schäm) 54,74,90,2006 und Despre Tine von O-Zone. Die erste steht hier immer noch rum.
    Ansonsten waren es immer geliehene CDs, die auf Kassette oder später CD kopiert wurden. Und natürlich aus dem Radio aufgenommenes (die Musik war vor 10 Jahren auch noch nicht gar so schlimm wie heute). Irgendwann hab ich sogar so eine Anlage bekommen, wo man einen USB Stick anstecken und darauf aufnehmen konnte. Das hab ich dann auch ausgiebig gemacht.

    Gerade läuft im Dual-Plattenspieler einer der heutigen Flohmarktfunde, ein Best of Golden Earring.

    LG
    iErp

    • Sandmann says:

      Ay iErp,

      dann holst du also heute mit Platten vom Flohmarkt die Musikgeschichte seit den 70ern nach? 🙂 Cool. Ich empfehle dir dann dringend die „Misplaced Childhood“ und die „Clutching at Straws“, die beiden letzten Alben von Marillion, auf denen Fish noch gesungen hat. Progressive Rock Konzeptalben feinster Güte, bedeutet, du kannst sie durchhören wie eine Geschichte. Zwischen den Liedern sind meistens nicht mal Pausen. Sehr sehr geil.

      Klasse finde ich deine Zeilen du den Tastenfolgen, um dem Wechsler in Papas Auto die Lieblingslieder zu entlocken. Ich finde es faszinierend, was im Kopf hängenbleibt. Da stürzen Space Shuttles ab und Vulkane brechen aus, aber man merkt sich die Tastenabfolge… Verrückt, oder?
      Mit Van Halen bist du nicht so verkehrt frühkindlich geprägt worden 😉 Ich hab vorhin erst wieder „Right Now“ gehört, kam im Radio, ich war verwundert…..

      Dann mal ab dafür mit Radar Love
      Sandmann

  4. Baur-eta says:

    Bei mir fing´s im Grundschulalter an. Einen Plattenspieler hatte ich im Zimmer für meine „Wickie“ und „5 Freunde“ Platten, was lag also näher als Muttis „Udo Jürgens“-Alben zu stibitzen bzw Papa´s „Elvis – 32 greatest Hits“ dünn und durchsichtig zu hören? Meine erste lebst bewusst gewünschte Platte (nach „die Schlümpfe mit Papa Abraham“, denn das zählt nicht ) war tatsächlich DIE „Dschinges Kahn – Rom“ Um 83 ging es mit einem „Globemaster“ von Opa Musiktechnisch bei mir steil Berg auf. Nun konnte ich Radioprogramme auf Tape mitschneiden und meine Platten auf Tape bannen. „Video killed the radio star“, „Sweet dreams“, „Send me an angle“ – die ersten 3 Titel meines ersten Tapes kann ich noch heute aufsagen. Es war die Erweckung Erstes selbst gekauftes Album: „Talk Talk – It´s my life „…………………….

    • Sandmann says:

      Ay Baur-eta,

      jaahaaaaaaa 🙂 Märchenplatten habe ich natürlich auch rauf und runter gehört. Die hatte ich schon ganz vergessen…..
      Dein erstes Album war Talk Talk? Dann gehörst du ja zu den Premium Charakteren, die ich weiter oben schon erwähnt habe 😉 Talk Talk oder Madness hören damals nur die, die anders sein wollten. Fand ich immer sehr cool – und hab mir dann Springsteen oder Simon & Garfunkel angemacht….

      Mir sind auch noch diverse Übergänge zwischen den aufgenommenen Liedern auf den ersten Kassetten im Ohr. Ich hatte sie so oft gehört, wenn heute mal eins dieser Lieder kommt und danach NICHT das von damals auf der Kassette dann ist das irgendwie komisch 🙂 Und Moderationsfetzen, festgehalten für die Ewigkeit. Oder zumindest für ein paar Jahrzehnte, analoge Datenträger sind ja bekanntlich vergänglich…

      Sandmann

  5. opatios says:

    also der Plattenschrank meiner Eltern bot allerlei, was sich kein Kind in meinem Alter sonst freiwillig angehört hätte, aber ich fand die Musik, die sich meine Klassenkameraden um 1980 angehört haben (und dazu Breakdance tanzten) einfach gräßlich. So hörte ich an der Musiktruhe meiner Eltern (an die neue Stereoanlage ließen sie mich erstmal nicht ran) oft „Glenn Miller“ und einige Musik-Höhepunkte von den damals regelmäßig erscheinenden „Der große Preis“-LPs. Meine Lieblings-Single war „Verde“ von Ricky King. Die B-Seite war auch klasse, „Go-Kart“- kennt heute keine Sau mehr.

    Die Platten meiner großen Schwestern waren interessanter, aber da kam ich selten ran. 🙂 In Erinnerung geblieben ist mir da „Ich liebte ein Mädchen“ von Ingo Insterburg und „Theo, wir fahr’n nach Lodz“ von Vicky Leandros.

    Irgendwann bekam ich einen Kassettenrecorder und von den Freunden meiner großen Schwestern auch selbst aufgenommene Kassetten. Diese Kassetten liefen teils recht oft, aber ich hatte meistens natürlich keine Ahnung, wie die Lieder hießen und wer sie spielt/singt. So prägten ELO (u.a. mit „I’m alive“) und Pink Floyd („One Of These Days“, „Another Brick In The Wall“ und mehr) sowie The Police („Walking On The Moon“) und Gary Numan („Cars“) meinen Musikgeschmack ohne dass ich sie damals hätte benennen können. Einige von den Titeln such ich heute noch, die Kassetten gingen verlustig bevor ich eine Chance gehabt hätte, sie „SoundHound“ und co vorzuspielen (btw eine der genialsten Apps überhaupt, wenn du mich fragst). Intensives Probehören in der CD-Abteilung von Sat*rn Jahre später führte so zu manchem Flashback. Ach, „Die Dinosaurier“ von Lonzo konnte ich damals glatt mitsingen. 🙂

    Original-MCs hatte ich -neben Hörspielen- auch ein paar, beim Einkauf im großen Supermarkt suchte ich mir z.B. „The Visitors“ von ABBA aus.

    Die erste Stereoanlage bestand aus Radioteil, Kassettenspieler, Plattenspieler und zwei vier-Watt-Boxen und ich bekam eine Platte mit Synthesizer-Hits dazu („Popcorn“, „Miami Vice Theme“, „Lucifer“, „Forbidden Colours“…) und meine nächsten eigenen Plattenkäufe sahen auch dementsprechend aus. Ich mochte das Zeug- und entdeckte irgendwann auch die „Originale“ der auf dieser Platte teils eher grottig nachgespielten Titel.

    Als ich anfing, durch Ferienjobs erstes Geld in nennenswerter Menge zu verdienen, kaufte ich mir einen CD-Player, und mein Musikgeschmack begann sich langsam zu „normalisieren“. Mein besonderer Dank gilt dabei Phil Collins, der mit „Another Day in Paradise“ mich wieder in den damaligen Mainstream geholt hat. Ich bekann mir selbst Kassetten aufzunehmen, teils mit aus der Videothek entliehenen CDs. Kaufte erstmal MaxiSingle-CDs (vor allem Dancefloor) und irgendwann später auch mal Alben.

    • Sandmann says:

      Ay opatios,

      anscheinend haben wir alle in einem gewissen Rahmen in der Zeit damals ähnlich getickt…
      Theo wir fahrn… von Vicky Leandros ist mir auch noch von einer Kassette meines Vaters im Ohr. Überhaupt hat er für damalige Verhältnisse einen ziemlich weltoffenen Musikgeschmack gehabt, Boney M., ABBA und was eben alles so im Radio kam.
      Die Tapes meiner großen Schwester (ja, ich habe auch eine) sind irgendwie nie ins Zentrum meines Interesses gerückt. Ihre BRAVOs schon mehr 😉 Trotzdem bekam ich mit was sie so hörte und erinnere mich an schmachtende Momente, wenn Robby Bauer von den TEENS mal wieder in der DISCO auftrat. Was macht der wohl heute? Gleich mal googeln…
      Dementsprechend hatte ich nur selbst aufgenommene Kassetten und wusste zumeist, welche Lieder das waren. Nur bei einem hat es ein bisschen länger gedauert, Aloha He. Nein, nicht von Achim Reichel, das wäre ja einfach gewesen 🙂 Das war von Purple Schulz und der Neuen Heimat, und da es die Platte nicht auf CD gibt hat es ein bisschen länger gedauert, vom Titel auf die Band zu kommen. Aber geduldig wir ich bin…… Kennt das noch jemand?

      https://youtu.be/lI1skfwia3I

      Anfang der 80er gab es eine Menge „nachgesungene“ Musik, vor allem auf Kassette. Ich hatte mir damals zwei Neue Deutsche Welle Tapes von „EUROPA“ gekauft, so gelbe Dinger, und hey was war ich sauer dass das gar nicht die originalen Interpreten waren. Wie billig. Vielleicht gehe ich deshalb heute nicht gern zu Lidl und Aldi? 😉

      Sandmann

  6. Snoopy says:

    Erst auch Platten von den Eltern gehört. Erinnern kann ich mich spontan an Alexandra (Mein Freund der Baum ist tot). Erste Single Bay City Rollers weil meine Schwester Fan war (ich nicht). Dann später erste LP Genesis (Auch weil die Schwester damit anfing. Danach viel Supertramp, Pink Floyd und so was und wegen dem Nachbarn auch mal Hardrock…
    Und natürlich der Kassettenrecorder (Grundig C8000). Mitschnitt der Top Ten war Pflicht 😉

    • Sandmann says:

      Ay Snoopy,

      meine Eltern haben sich irgendwann 1980 in zwei Haushalte aufgeteilt, ich frage mich gerade wer wohl die Platten mitgenommen haben mag…? Ich frag mal meinen Papa 🙂

      Ich befürchte mein eigener Musikgeschmack war anfangs eher simpel gestrickt. Pink Floyd oder Genesis habe ich erst als Teenager „entdeckt“, parallel zu Marillion. Mal abgesehen von den totgespielten drei Hits im Radio ist das ja eher etwas kantigere Musik, die nicht zu jedem Geschmack kompatibel ist… Dafür hat diese Liebe aber bis heute gehalten.
      Von Supertramp fand ich das „Paris“ Album legendär. Das habe ich mir in eben diesen Liebeskummerzeiten in die Ohren salben lassen, das war gut.

      Ich wollte an diesem Wochenende eigentlich ein Massekabel von meinem Sony PS-242 zum Pioneer Verstärker legen, weil der noch immer brummt… Ich hab aber keine Klemme am Plattenspieler gefunden, also habe ich erstmal die Anschlüsse meiner Telecaster Gitarre nachgelötet. Prioritäten setzen 🙂

      Sandmann

  7. LarsDithmarschen says:

    Auf Kassetten hatte ich Hörspiele. Benjamin Blümchen, etwas mit Dinos und noch ein paar. Ich glaube aber auch, dass ich Musik hatte. Meine Eltern auf jeden Fall, die haben in einem Schrank noch Haufenweise Kassetten, die meisten einmal angehört und weggelegt. Ich weiß noch, wie ich damals einen Schrecken bekam und vorm Radio wegrannte, weil ich den Knopf für den CD-Schlacht gedrückt habe und ein Deckel aufging. Ich dachte, ich hätte etwas kaputt gemacht.

    Vorher habe ich aber immer, wenn Volksmusik im Fernsehen lief (das hatten/haben meine Eltern immer an…), unser Mikrofon für Tonaufnahmen aus dem Schrank genommen und vor dem Fernseher mitgesungen :-D. Davon gibt es sogar noch Bilder. Auch von dem Konzert unserer Nachbarn, wo ich Richtung Bühne stapfe. Bin aber nicht raufgegangen, glaube ich.

    Mein erstes richtiges Album war eines von DJ Ötzi. Den fand ich im Kindergarten ganz klasse. Anton aus Tirol war da garantiert drauf. Hey Baby auch. Den fand ich bis in die Grundschule toll. Dann ging irgendwann mein Musikgeschmack andere Wege.

    Heute ist es unterschiedlich. Meistens Rock, Blues und Jazz, seltener Charts, kaum Klassik, kein Metal. Wenn ich Autofahre, zappe ich immer zwischen den Sendern. Mal n-joy und delta, mal NDR 1 und Nora. Kommt immer drauf an, was gerade läuft :-).

    Ganz besonders liegt mir „Barbara Ann“ am Herzen. Da bin ich mal auf einer Party mit einer sehr s“euten Deern“ 😉 zusammengekommen und haben das Lied ganz laut gesungen. Den ganzen Abend haben wir dann Lieder von Joe Cocker, Beach Boys und den Rolling Stones gesungen. Man, was war ich verknallt. Wurde aber nichts :-/.

    Was will man machen außer Musik hören und sich freuen 🙂

    • Sandmann says:

      Ay Lars,

      da sind sie wieder, die Momente, die durch Musik ewig in deinem Kopf bleiben werden 😉 *hach* Lustig, dass das bei dir gerade Kram aus den 60ern ist, das ist ja sogar mir altem Sack zu lange her. Wo die Liebe hinfällt…

      Ich seh dich gerade mit dem Mikro in der Hand vorm Fernseher singen 😀 Klasse! Hast du dich denn schon mal auf Karaoke-Parties rumgetrieben? Mit den richtigen Leuten ist das unglaublich lustig…

      Meine Eltern haben (zum Glück) niemals Volksmusik gehört, da lief schon eher Ilja Richters DISCO. Und in den 70ern waren deutsche Schlager ja quasi gesellschaftstauglich, das war nicht dieser Alpen-Dirndel-Schrott von heute, das war einfach normale Musik, die auch im Radio rauf und runter gelaufen ist.

      Ich habe mal drei Teile Captain Future aus dem Fernseher mit dem Mikrofon aufgenommen. „Mit Gefangenen im Weltall“, am Anfang hört man noch meine Freunde Tobi und Nils, die sich weglachen, weil ich böse guckend mit dem Mikro vorm Lautsprecher des Fernsehers klebe. Mit dem oben erwähnten ISP Recorder übrigens 🙂 Das Tape habe ich noch immer, mit einem selbst gezeichneten Cover. Na ja, und die Folgen des Weltraumhelden habe ich inzwischen auf DVD. Bei der betreffenden Episode kann ich jedes einzelne Wort mitsprechen…

      Nebenan an meinem „dicken“ Rechner im Büro ist gestern Abend ein neues Musikkapitel aufgemacht worden. Ich habe meine Recordingsoftware wieder installiert, den Roland Soundport verbunden und meine Mikrofone und den Korg X5 Midi Synthesizer aus dem Keller geholt. Und mein kleines Töchterchen hat schon fleißig mit den Beats losgesampelt, Kopfhörer auf und Mikro in der Hand 🙂 Heute will sie ihr erstes selbst geschriebenes Lied mit Gitarre und mehrstimmigem Gesang aufnehmen. Ich bekomme auch wieder so ein Kribbeln in den Fingern…..

      Aber heute Nachmittag fahren wir erstmal mit dem Audi 100 nach Husum, gucken ob noch Krokusse im Park sind. Und Nordseeluft schnuppern. Ist ja nicht weit weg von dir 🙂

      Sandmann

      • LarsDithmarschen says:

        Hahaha, in Husum war ich heute auch! 😀 Ich habe den Dottore allerdings nicht fahren sehen. Wäre auch echt Zufall gewesen, wenn du durch das Wohngebiet gefahren wärest.

        Ich mag ja nicht nur Musik aus den 60ern. Das fängt bei den 50ern an und hört heute auf. Depeche Mode, Genesis, Queen Pink Floyd – es kommt ganz auf das Lied an. Bei neuerer Musik bin ich so Richtung SEEED, Jan Delay, Anna F., Thees Uhlmann angesiedelt. Auf einer Party höre ich dann aber auch alles mit. Wobei ich gegen Atemlos und Lieder von Andrea Berg nicht gegenan komme.

        Das mit dem Mikro hat irgendwann aufgehört. Nun singe ich meistens nur noch, wenn ich alleine mit dem Auto unterwegs bin. Oder auf Feiern. Da dann aber so extrem (falsch), dass ich am nächsten Tag heiser bin und keinen Ton mehr rausbekomme.

        Mein Vater war früher ganz begeisterter Filmer. Noch zu VHS-Zeiten. Da haben wir noch Mischpulte und alles mögliche liegen. Wenn ich wüsste, ob man die auch digital nutzen kann, würde ich das ja mal ausprobieren. Er hat früher auch viel auf Tape aufgenommen. So auch den Geburtstagsgruß unserer Nachbarn für meine Oma oder die Nachrichten, als meine andere Oma sich einen Tag vor ihrem Geburtstag von einem Auto angefahren lassen hat. Das kam im Radio – es passiert sonst zu wenig in Dithmarschen. War nichts schlimmes.

        Wie wäre es denn mit einem Vater-Tochter-Duett? Die künstlerische Ader scheinst du ja fleißig weitervererbt zu haben ;-). Ich bin da mit dem Tanzen und ein paar Grundzügen mit dem Keyboard schon am Ende. Außer hören natürlich. Das mag ich :D.

        Morgen wird auch fleißig Musik gehört. 900 Kilometer habe ich dafür Zeit ;-).

        Schöne Grüße
        Lars

        • Sandmann says:

          Ay Lars,

          das Vater-Tochter Duett ist zumindest von den technischen Voraussetzungen gestern Nacht noch eingeläutet worden 🙂 Das komplette digitale Tonstudio nebst analogen Instrumenten steht. Wow. Nach 15 Jahren nehme ich mal wieder Musik auf, geil geil geil.

          Der ganze analoge Kram von deinem Vater ist sicherlich supercool – aber arbeiten solltest du damit bei den heutigen Möglichkeiten nicht mehr. Kauf die einen Videograbber und digitalisier die VHS Aufnahmen schnell und hochqualitativ, bevor das Magnetfeld der Erde sie unrettbar löscht. Und dann bearbeite sie am Rechner, die normalen Programme können unfassbar viel, da kannst du die Mischpulte in die Tonne treten.
          Das gleiche kannst du auch mit den Tonaufnahmen machen…

          Ich habe noch einen analogen TASCAM 8-Spur Recorder. Der hat Anfang der 90er 2000 Mark gekostet, ich habe die ganzen Sommerferien dafür gearbeitet. Wenn ich mir angucke, was das Programm für 50 Euro auf meinem Rechner alles kann – gebe ich das Ding lieber in den Elektroschrott 😉 Sagenhaft.

          Na gut, auf in die Woche. Genieß die 900 Kilometer!

          Sandmann

          • LarsDithmarschen says:

            Moinsen Sandmann,

            die 900 Kilometer habe ich mehr oder weniger genossen. Bei der Abfahrt von zu Hause ist mir mein Navi abgeraucht (R.I.P Norbert, vielleicht bekomme ich ihn wieder hingelötet), nach Dortmund habe ich es geschafft, in Dortmund habe ich nachgefragt. Auf der Rücktour bin ich dann falsch gefahren und mitten durch Hamburg… Horror :D.

            Ich hoffe doch, dass wir Kostproben vom Duett zu hören bekommen? ;-). Schöne Musik hört wohl jeder gerne. Das kann einem die Laune erheblich verbessern. Oder halt verschlechtern, was man gerade will.

            Ich müsste wirklich alle Filme mal digitalisieren. Allerdings habe ich keine Ahnung, wie man sowas macht. Brauch ich nur einen „Adapter“ oder auch noch ein Programm? Kann ich sowas? Kann ich vielleicht lernen.

            Wenn ich sehe, was Papa für sein erstes Kofferradio gekauft hat, ging da fast ein ganzer Monatslohn drauf! Aber da waren auch Taschenrechner noch teuer. Ist schon ein paar Stunden her. Ein altes Röhrenradio haben wir auch noch stehen. Finde ich unheimlich toll, irgendwie. Ich weiß gar nicht, ob das noch funktioniert.

            Bei Henkelmännchen will ich dieses Jahr mal ein Lautsprecher einbauen, damit das Radio auch mal spielen darf. Elsa hat kein Radio. Macht aber nichts.

            Auf einer Karaoke-Party war ich übrigens noch nie. Doch – in England auf einer Klassenfahrt, da hat man aber eh nichts mitbekommen vom Singen und so. Ansonsten noch nicht. Würde mit mir eh keiner hingehen :-D.

            Schöne Grüße
            Lars

            • Sandmann says:

              Ay Lars,

              zum Videos digitalisieren brauchst du einen „Grabber“, das ist im einfachsten Fall ein Kabel, was du auf der einen Seite an die (analoge) Kamera anschließt und auf der anderen Seite mit USB in den Rechner steckst. Zwischendrin ist ein kleiner Wandler, der aus dem analogen Signal ein digitales macht. Und je besser der ist, desto teurer der Grabber. Ich hab mir mal einen im Supermarkt gekauft, der hat keine 30 Euro gekostet 🙂
              Dabei ist dann Software, mit der du auch aufnehmen und schneiden kannst. Ist eigentlich kinderleicht, wenn du dir mal den Windows Movie Maker angeguckt hast (der ist beim Betriebssystem dabei) dann sollte das keine Hürde darstellen.
              Mit analoger Musik ginge das genau so 😉

              Röhrenradios finde ich auch super. Allein, dass die erstmal warm werden müssen, bevor der Ton kommt. Klasse 🙂

              Sandmann

  8. NX1701 says:

    Man glaubt gar nicht, wie sehr sich die Musik trotz Altersdifferenz (da ist wieder da böse Wort) gleichen kann.
    Einige Zeit meiner Kindheit verbrachte ich auf dem Rücksitz, während es über die A31 aus dem Münsterland Richtung Ruhrgebiet ging. Im Kassettenradio liefen eigentlich immer dieselben Alben von Truck Stop und diversen Musikern aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Zuhause gab es Grönemeyer und Chris de Burgh auf Schallplatte. Eigentlich bin ich erst ziemlich spät mit CDs in Kontakt gekommen.
    Der Sänger aus Göttingen hat dann später sogar zu meiner Verlobten geführt, aber das ist eine andere Geschichte.

    Heute hat man mit Spotify natürlich wesentlich mehr Auswahl, trotzdem laufen bei mir eigentlich immer die selben Bands aus dem Hamburger Grand Hotel van Cleef (Kettcar, Thees Uhlmann, Tomte, Marcus Wiebusch etc.). Aber während ich die Musik meiner Eltern – außer Grönemeyer – als Kind immer boykottiert habe, liegen die alten Platten nun hier im Schrank und werden ab und an gespielt. Als Kind weiß man manche Dinge einfach nicht zu schätzen. 😀 😉

    Erinnerungen, gerade wenn man auch viel auf Konzerten ist, haben da natürlich eine starke Bindung an die Musik, die ich nicht missen möchte.

    • Sandmann says:

      Ay NX1701,

      wohl wahr, wohl wahr.
      Mit Spotify habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt. Ich brauche auch nicht dermaßen viel Musik, ab und an mal ein neues Album von iTunes und gut. Kettcar, Tomte und Herrn Uhlmann solo habe ich auch ganz gern mal im Ohr, wird Zeit dass da mal wieder was neues kommt 🙂

      Vielleicht schaffe ich es, in diesem Sommer mal die Abschiedstour meines All-time-Greatest Fish zu sehen. Farewell to Childhood, 30 Jahre nach dem sagenhaften Konzeptalbum….. Das wäre sowas wie ein Herzenswunsch…..

      Sandmann

      • NX1701 says:

        Hallo Sandmann,

        man spart mit Spotify Geld, das man am anderen Ende dann wieder für Tickets von dort neu entdeckten Bands ausgibt. Ein wunderbarer Kreislauf. 🙂
        Ich weiß, als du mal einen Beitrag mit Kettcars „Nacht“ hattest, habe ich mich fast nicht mehr eingekriegt. Normalerweise kennt die niemand. Aber vielleicht ist das im Norden (nachvollziehbar) anders?

        Dann sollten wir alle die Daumen drücken, dass es dazu kommt.

        Grüße

        Sven

        • Sandmann says:

          Ay Sven,

          als Kieler mit Hamburger Highlights kennt man natürlich Kettcar und Tomte 🙂 Ich hatte irgendwann mal ein Meet & Greet mit Thees Uhlmann gewonnen, spätestens da war es um mich geschehen. Hat der nicht auch wieder ne neue CD? Ich muss mal gucken…

          Fish wird am Montag gebucht. Zwei alte Freunde tauchen in die Vergangenheit ein (ganz was neues). Ich freu mich 🙂 🙂 🙂

          Sandmann

          • NX1701 says:

            Hallo Sandmann,

            ein persönliches Treffen mit Thees steht bei uns noch aus, aber wir hatten letztes Jahr in Bremen das Vergnügen mit Marcus Wiebusch.
            Thees zweite Soloplatte dürfte jetzt auch schon wieder mindestens zwei Jahre her sein. Als nächstes geht er mit seinem ersten Buch auf Lesereise. Das Soloalbum von Marcus Wiebusch kann ich dir aber sehr ans Herz legen und daraus besonders das grandiose „Der Tag wird kommen“.

            Viel Spaß! Du wirst hier ja mit Sicherheit berichten. 😀

            Grüße

            Sven

  9. stefanh says:

    Ay Musikmann,

    die frühesten Musikerinnerungen verbinde ich mit zahllosen Schlagern, wie sie in den Spätsiebzigern oft am Radio liefen. Peter Alexander hat sich bspw. mit „Der Papa wird’s schon richten“ tief ins Gedächtnis gebrannt…
    Legendär sind auch die Lieder von Mani Matter, einem schweizer Troubadour der Extraklasse. Dessen Texte sind auch nach 50 Jahren noch brandaktuell – danach googeln lohnt sich!
    Später, in der Grundschule, durften wir während des Zeichenunterrichts Musik auf des Lehrers Stereoanlage hören, wobei ich mich dabei gut ans „Voulez-Vous“-Album von ABBA entsinne, was wohl etwas wie einen magischen Klick ausgelöst hat. Jedenfalls höre ich die Schweden heute noch sehr gerne, und das beste daran ist, dass man sich mittlerweile gar nicht mehr dafür schämen muss 😉
    Im Auto gibt’s allerdings nie Musik, da lausche ich lieber der Technik zu. Zuhause dafür aber gerne oft und in allerbester Qualität – Du kennst ja die Anlage.

    Gruss, Stefan H.

    • Sandmann says:

      Ay Stefan,

      ich habe schon auf dein Statement gewartet 🙂
      Peter Alexander würde ich jetzt ohne zu googeln allerdings eher in die 60er einordnen, aber der lief bei uns auch hier und da. Auch ABBA war ganz hoch im Kurs. Meine Mama hat immer gern Simon & Garfunkel gehört, und noch heute wünscht sie sich auf jedem Treffen ein paar Lieder von mir. Nun übernimmt den vortragenden Teil nach und nach mein mittleres Töchterchen 🙂
      Im Auto höre ich übrigens ziemlich viel alten „peinlichen“ Kram. Ich zappe immer durch die drei lokalen Oldiesender, und wenn zum 142sten mal eins der drei Radio-Lieder von Queen kommt (als hätten die nicht mehr gemacht) schalte ich auch gern mal auf die „Maler“-Sender, wo dann mal so richtige Schnulzen kommen. Das entspannt mich sehr sehr sehr. Abgesehen von Andrea Berg und Freunden, da komme ich nicht gegen an.

      Mani Matter. Klingt irgendwie spontan nicht danach, dass er mir gefallen könnte, aber wenn du das schreibst werde ich mich mal drauf einlassen.

      Ab in den sonnigen Mittwoch!
      Sandmann

  10. Bastian says:

    Meine allererste Erinnerung an Musik ist ein Live-Konzert in der Düsseldorfer Philipshalle. Meine Eltern haben wohl keinen Babysitter gefunden und mich mit zu Shakin Stevens geschleppt. Sogar der Fanschal, den die damals gekauft haben, lebt noch inmitten meines Winterklamottenkoffers. Und das obwohl ich eigentlich nie wirklich einen Bezug zu seiner Musik entwickelt habe. Manche Dinge überleben einfach ein paar Jahrzehnte, machen alle Umzüge mit, ohne dass man wirklich erklären könnte wieso.

    Bei einem Tagesausflug in der Grundschule hatte ein Mitschüler dann einen kleinen tragbaren Kassettenrecorder mit im Bus. Es lief die ganze Zeit über ein einziges Tape: Dynasty von KISS. Keine Ahnung, wo er das her hatte, vermutlich vom großen Bruder. Mich hat das jedenfalls völlig angefixt. Diese Mischung aus Disco Beats und Gitarren war so komplett anders, als alles was ich je gehört habe. Meine Eltern hatten eher Platten von Peter Hoffmann und Angelika Milster, bei meinen Großeltern liefen die Oberkrainer und Heino, I kid you not. Die Platte musste her. Ich hätte nur zu gern das Gesicht meiner Mutter gesehen, als sie die Platte für mich gekauft hat 🙂 Ich habe ja an meinem Geburtstag selbst nicht schlecht über das Cover gestaunt. Das Tape im Bus war eine Kopie und ich hatte keinen Schimmer, was das für Typen waren.

    Ich habe die Anlage meiner Eltern (Auch die habe ich noch, eine wunderschöne Sony PS 515, komplett gebürsteter Edelstahl und Acrylglas. Nur den Plattenspieler musste ich im gesetzteren Alter auf ebay nachkaufen. Den haben sie irgendwann weggeworfen, weil sie dachten eine Reperatur lohne nicht. Und überhaupt waren CDs ja viel praktischer…tjä…) derart in Beschlag genommen, dass ich kurz darauf meine eigene bekam. Wild zusammengewürfelt und im Tower mit Rauchglasscheibe, aber hey: Ich hatte meine eigene Stereoanlage.

    Aufgrund meiner ersten Schallplatte waren meine Tanten ( wahrscheinlich aber doch eher die Cousins und Cousinen, die waren damal Teenager, bzw. Twens) der Meinung, ich stünde ausschließlich auf Hardrock. Und so sammelten sich nach und nach Platten von Joan Jett, Foreigner, AC/DC, Gary Moore und Whitesnake bei mir an, sehr zum Verdruss meiner Mutter 😉

    Ich könnte glatt noch ne Weile weiterschreiben, aber um 6:00 klingelt der Wecker. Gute Nacht.
    Bastian

    • Sandmann says:

      Ay Bastian,

      🙂 hihihi lustig gerade gestern Abend lief im Küchenradio ein Lied von KISS und meine 14jährige Tochter (die tapfer seit ihrer Geburt das Vorhandensein „alter“ Musik in Küche und Bad toleriert) schmetterte fröhlich beim Lasagne machen mit. Und dann habe ich ihr die Jungs mal beschrieben, das wollte sie gar nicht glauben 😀 Gerade aus heutiger Sicht ist diese Musik, die ja eigentlich inzwischen als relativ harmlos eingestuft werden kann und der Auftritt dieser geschminkten Typen irgendwie nicht übereinander zu bekommen…. gniiihihihi
      Überhaupt ist fast alles, was man damals als Hardrock hörte (sogar Bon Jovi gehörte ja mal dazu) inzwischen angenehm langsam und cool. ACDC machen seit 30 Jahren die gleiche Musik, aber im Gegensatz zu Modern Talking ist das irgendwie okay. Ich hab die neue CD von denen im Audi, okay, man muss sie nun nicht jeden Tag dreimal hören, aber sie macht immer noch einen Haufen Spaß 🙂

      Zu Shakin‘ Stevens habe ich tanzen gelernt, mit 13 oder so…..
      Und auf diese „klassischen“ Musiktürme mit Rauchglasscheibe war ich immer ziemlich neidisch. Ich hatte sowas NIE NIE NIE, und meine Freunde hatten die geilen Anlagen von Schneider oder Philips. Mein oben genannter Kassettenrecorder hat bis zu meiner Konfirmation durchgehalten, dann kam ein Philips Doppeltape, was ich auch mit auf alle meine Fahrradtouren und Urlaube nahm. Und erst mit 16 oder 17 kaufte ich mir gebraucht einen Verstärker, einen Plattenspieler und ein neues SHARP Doppeltapedeck. Aber alles Einzelkomponenten, der Verstärker (ich glaube der war sogar auch von Dual) und der Plattenspieler waren sogar in Holzgehäusen… Also ziemlich zusammengewürfelter Kram.
      Erst mit meinem ersten eigenen Zimmer in Kiel Anfang der 90er habe ich mir Qualität gekauft. Doppeltape und Verstärker von Pioneer, Plattenspieler von Sony. Die leben noch immer in meinem Wohnzimmer in schönen groben Shisham Holz Racks. Mein CD Player von JVC ist vor ein paar Jahren abgeraucht, aber irgendwie habe ich seit dem auch keine CDs mehr gehört. Und wenn das mal sein sollte – gibt’s ja noch den DVD Player 🙂

      Sandmann

      • opatios says:

        Hach, mein erster CD-Player (1991 oder so angeschafft) lebt noch. War damals was doch recht feines, ein Sony CDP-791. Mit Fernbedienung, 20er-Tastenfeld zum Direktanwählen von Titeln, Klinkenbuchse mit eigener Lautstärkeregelung und optischem Ausgang (TOSLINK), welchen ich jedoch bis heute nicht gebraucht habe…
        Der Rest meiner ersten Hifi-Komponenten war allerdings auch ziemlich zusammengewürfelt. Einen Sony-Receiver hab ich mir gekauft (Ausstellungsgerät) und erstmal die ollen vier-Watt-Boxen drangehängt, bis ich irgendwann „anständige“ 2-Wege-Boxen kaufte (Celestion III, leben auch heute noch). Außerdem kam ein altes TEAC-Tapedeck (Baujahr um 1980) und ein ähnlich alter Plattenspieler von ISP dazu. Das Tape hat’s hinter sich, der Plattenspieler hat leichte Gleichlaufprobleme aber tut generell noch.

        • Sandmann says:

          Ay opatios,

          ISP hat noch was anderes als diesen Kassettenrecorder gebaut? 🙂 Wusste ich nicht…..

          Ich habe noch den Tag im Kopf, als ich mein lange erspartes SHARP Doppeldeck vom Elektrofuzzi in Plön abholte. Und dann habe ich mir (in Kombination mit den hier irgendwo aufgezählten alten Holz-Komponenten) die Finger blutig kopiert von Tape zu Tape. Immer mit feinem Qualitätsverlust 🙂

          Im Keller habe ich sogar noch das Tonbandgerät meines Papas stehen. Mit den Tonbändern, auf denen meine Schwester und ich als Kleinkinder erste Worte sagen. Unter anderem. Aber das – ist WIRKLICH eine andere Geschichte.

          Sandmann

  11. Daemonarch says:

    Ach Gottchen, Musik — weiss gar nicht mehr wie das angefangen hat.
    Woran ich mich erinnere, das ich unter skeptischem Blick von Vater die ersten Kassetten aus dem Radio auf seiner schweineteuren Tisch-Designanlage mit Säulenständer aufgenommen habe (von SABA, kann das sein?). Mit ihren respektablen Blaupunkt-Boxen klang die damals schon ziemlich beeindruckend.

    Später Ende der 80er kamen dann die ersten Kompaktanlagen mit CD-Player raus, noch unerschwinglich für mich, aber ein Kumpel hatte schon eine, da wurden dann die Tapes immer zusammengeschustert.

    Heute bin ich aber recht dankbar, das ich Musik jeglicher Qualität praktisch in Sekunden aus dem Internet bekommen kann, auch wenn dem ganzen Digitalkram vielleicht ein wenig die Seele fehlen mag, meine Stimmung kann ich daraus doch immer noch gleichermaßen ziehen…

    • Sandmann says:

      Ay Daemonarch,

      na ja, die Seele fehlt meiner bescheidenen Meinung nach der Musik ja nicht, weil sie digital ist. Als ehemaliger Physiker behaupte ich, dass man diese sagenhaften Unterschiede zwischen Vinyl und mp3 maximal auf Anlagen jenseits der vierstelligen Beträge hören kann, und das ist mir total egal. Ich finde einfach, dass insgesamt zu viel Musik überall unterwegs ist. Aber wenn du dir da deine besonderen Lieder rausziehst machst du es doch genau richtig…

      Es gibt vom Design her SOOO geile Stereoanlagen aus den 70ern und 80ern. Die kosten heute ein kleines Vermögen und taugen vom Klang her nicht viel, aber sie sehen so cool aus 🙂 Ich habe mir immerhin noch gute ITT Boxen mit Holzkorpus vom Flohmarkt gerettet (frag nicht wie ich die nach Hause bekommen habe, ich war mit dem Fahrrad da…..), und mit den Gitarre an der Wand mag ich mein Wohnzimmer langsam richtig gern…

      Sandmann

  12. Daemonarch says:

    Ach ja, war ja alles gut und schön – bewusst in den 80’ern aufzuwachsen, mit Pet Shop Boys. Michael Jackson, Depeche Mode & co, aber die erste Platte die mich wirklich ERNSTHAFT weggeflashed hat, was Iron Maiden’s „7th Son of a 7th son“…

    Klar hat man sich vorher schon Kiss, ZZ-Top, Accept & co reingeschraubt, aber Maiden waren sowas von eine andere Liga, das auch heute noch ganz oben in meinen Playlists die Scheiben auftauchen…

    Übrigens nutze ich jetzt seit fast 10 Jahren last-fm, und hier ist mein account :

    http://www.lastfm.de/user/Darkmenneken

    • Sandmann says:

      48.000 gespielte Titel :-O
      Respekt. Du hörst…. VIEL Musik.

      Mein Verständnis für Metal in der Form, wie es in den späteren 80ern aufkam hielt sich zumindest damals in Grenzen. Das lag aber auch vor allem an den ganzen langhaarigen „schweren“ Jungs, die sich diese großen Aufnäher hinten auf ihre Jeansjacken genäht haben, wo dann ganz böse Monster irgendwelchen Jungs die Köpfe abgebissen haben 😉 Die Zeit der Kutten.
      Das fand ich in meiner damaligen Teenage-Überheblichkeit dermaßen albern (schließlich war ich einer von den vermeintlich coolen Typen, die auf der Bühne Musik GEMACHT haben…), dass ich mich nie drauf eingelassen hatte. Vielleicht mache ich das im Jahr 2015 mal. Jetzt, wo es Gruppen wie Sepultua und ähnliche gibt, die unverständliches Zeug in die Mikrofone rülpsen und ihre Gitarre mit Lichtgeschwindigkeit rückwärts spielen könnte das ganz angenehme Musik sein. Hm… Und „Guitar Hero Rocks the 80s“ könnte ich auch zusammen mit der guten alten PS2 mal wieder ausgraben…

      Sandmann

  13. Dave says:

    Die erste bewusste musikalische Erinnerung…
    Das war dann wohl „Marc Bolans T.Rex“ mit „Hot Love“ 🙂
    Immer wenn ich den Song höre fühle ich mich wieder auf den Rücksitz des elterlichen Nissan Sunny zurückversetzt, der sich seinen Weg in den Jugoslawien-Urlaub bahnt. Ist doch schon etwas länger her…

    In der Grundschule führte mich mein Weg dann von den Prinzen über die Techno-Schlümpfe und Bravohits langsam ins Erwachsenenleben, wo ich 10 Jahre lang als Sänger einer Metalband unverständliche Texte ins Mikrofon schrie 🙂

    • Sandmann says:

      Gniiihahaha ay Dave,

      gerade eben schrieb ich noch weiter oben von den unverständlichen Texten, jetzt lese ich deinen Kommentar 😀 😀 😀 Also DUUU warst auch so einer. TzTzTz 😉

      Die Technoschlümpfe. Oooouuuuhhhhh 🙄 Na okay, Polonäse Blankenese, der Frühstückssong der Gebrüder Blattschuss und der Ententanz waren vermutlich nicht besser 😉
      An die BRAVO Hits bin ich nie geraten. Und auch bei den Kuschel-Rock Platten bin ich nach der 5. oder so ausgestiegen, weil die mir zu willkürlich wurden. Aber ich glaube ich bin auch ein ganz paar Jährchen älter, oder?

      T. Rex sind ja fast schon Klassiker und auf einer Ebene mit Led Zeppelin. Deine Eltern hatten Geschmack, andere haben Volksmusik gehört. Und wenn dich die erste Midlife-Crisis beutelt – fährst du mal wieder mit einem Sunny nach Jugoslawien 🙂 Aber mach Fotos!

      Sandmann

      • Dave says:

        🙂 So isses, mittlerweile bin ich aber eher mit ner Akustikgitarre in kleinen Kneipen unterwegs und spiel Neil Young, Magnolia Electric Co., und sowas.

        Jo, als 85er Jahrgang führte am Eurodance(trash) leider kaum ein Weg vorbei 🙂 Metal war von daher zumindest ein guter Anhaltspunkt um die Gitarre anständig zu lernen – Technisch sind die weiter oben stehenden Bands jedenfalls der Hammer – da muss man erstmal mithalten können 🙂

        Hmm, Midlife-Crisis… Nach Jugoslawien… in nem Sunny… ich weiß nicht…
        Eher mit unserem Ascona B nach Dänemark oder dem 850er Volvo sein Geburtsland zeigen…
        …Aber mit T.Rex im CD-Player, eine CD von denen ist immer im Handschuhfach 🙂

        • Sandmann says:

          Ay Dave,

          huch, du machst auch Musik? Ich habe damit in den 90ern gutes Geld verdient, inzwischen sind mir die Abende zu heilig…….
          Mit dem Ascona B nach Dänemark klingt doch amtlich. Ich mach das Ende Mai mit dem alten Audi…… 🙂

          Sandmann

  14. Uli says:

    Oh, die ersten Musikerinnerung, daß war dann so eine Philips Musiktruhe mit Plattenwechsler. Das Ding ließ mein Mutter gern laufen, die erste Erinnerung war dann „Sind Sie der Graf von Luxemburg?“, ich verstand immer „Opa Dong“, wer immer das gewesen sein sollte, erst viel später wußte ich dann, daß es „oh, pardon,… “ heißt. Die Single habe ich irgendwann einmal in einem Konvulit von Alt-Vinyl bekommen. Ja, und dann kam – ich bin Jahrgang ’63 – die große Zeit der ZDF Hitparade mit Dieter-Thomas Heck, der (man merke den eleganten Verweis auf den Umstand, daß dies hier ein Autoblog ist) im ersten Leben Autoverkäufer bei Bordward war. Und natürlich die „Disco“ mit Ilja Richter, seine Sketche mochten wir nicht, wir wollten Musik! Zu der Zeit gab es immer wieder neue Musiksendungen im Fernsehen, egal ob „Szene ’77“, die „ZDF-Starparade“, später dann „Bananas“, die „Plattenküche“ oder „Vorsicht Musik!“. Noch davor, auch nur noch dunkle Erinnerung, waren die „Schlager für Schlappohren“ mit Arno und dem Plüschhasen „Cäsar“.
    Internationale Musik war im UKW-Band rar gesäht, der NDR traktierte unsere Ohren damals mit dem NDR-Tanzorchester unter der Leitung von Franz Thon (wir sagten Mißton) oder der NDR Bigband. Die Zeile „Der NDR bringt Tanzmusik, ich krieg‘ nichts and’res ‚rein“ aus dem Truckstop-Klassiker „ich will so gern Dave Dudley hör’n“ hat also einen wahren Hintergrund.
    Die erste eigene Musikquelle war ein Mono-Radiorekorder von Neckermann für 109 DM, 50 DM hatte ich gespart, den Rest bei einer Sammelbestellerin abgestottert. Damit, wie sich die Erinnerungen gleichen, immer sonnabends um 18 Uhr gespannt auf Wolf-Dieter Stubel und die „Internationale Hitparade“ auf NDR 2 gewartet. wenn man die verpaßte, gab es am Sonntag Mittag eine Wiederholung, aber nicht an Totensonntag oder Volkstrauertag, da gab es keine fröhliche Musik, keine lustigen Fernsehsendungen. Und wehe Wolf-Dieter Stubel war in Urlaub, dann drohte Wolfgang Hahn, und der Sabbelkopp versaute mit seinem Gelaber so mache Aufnahme *GRR*. Die erste Zeit habe ich auch viel Schlager gehört, so „Schmidtchen Schleicher von Nico Haak“ und solche Sachen. Aber auf einer Klassenfahrt 1976 wurde ich bekehrt. Ich hörte das erste Mal „Girls, Girls, Girls“ von Sailor. Das waren fortan meine Favoriten. Klar, nun mußte ein Plattenspieler her, es wurde endlich eine Stereo Heimanlage von Quelle mit getrennten Höhen- und Baßreglern, Würfel-5-Kopfhörerbuchse und Tonarmlift, aber natürlich mit Kristallsystem, mehr ist bei 198 DM nicht zu erwarten. Ich kaufe nun natürlich alle Alben von Sailor, ein Live-Auftritt, das war mir damals nicht vergönnt, in Heide sind die damals nicht aufgetreten. Das habe ich vor ein paar Jahren aber mal geändert und ein Konzert zusammen mit dem ortsansässigen VAG-Händler organisiert. Da habe ich meine „Helden“ sogar persönlich vom Flieger abgeholt, ins Hotel gefahren und gemeinsam mit denen gegessen. Irgendwie verrückt,,,

    Die Musik blieb, die Anlage wurden immer größer von 2×3,5W, über die erste HiFi-Anlage mit 2x20W über weitere Anlagen mit 2x25W, 2x60W, 2x110W bin nun zu 2x220W, natürlich immer Sinus-Nennleistung. Die Ohren werden hat im Alter schlecher *gg*

    Bei der ersten HiFi-Anlage war nur der CS1225-1 von Dual, danach dann aber immer die kompletten Anlagen. Und auch heute noch tut bei mir ein selbstrestaurierter CS741Q, das letzte echte Dual-Flaggschiff seinen Dienst. Die Nadel allein kostet nun das vierfache wie der erste Radiorekorder… Aber Vinyl ist einfach klasse und die Leute im Dual-Board sind es auch, was hier in Sachen Auto abgeht, das gibt es da in Sachen Dual. Und jeder noch so paddelige Doppellinkshänder wird angeleitet, seinen aus „der Bucht“ gefischten“, restaurierungsbedüftigen Dual wieder zum Klingen zu bringen, geht nicht, gibt’s nicht. Zum Guten Ton gehört Dual, früher, heute und immer, auch wenn mittlerweile – bis auf die CSxxx Plattenspieler – unter dem bekannten Markennahmen nur noch umgelabeltes LowFi aus dem Land der Hunde- und Katzengourmets vertickt wird.
    Mit Vinyl und alten Kassetten, ich habe meine auch noch alle, da wird Musiker wieder zum Erlebnis, zu etwas, daß genossen werden will, das nicht nebenbei dudelt. Und an den alten Klängen hängen alle Erinnerungen des Lebens dran, frei nach dem Song „Music was my first love and it’ll be my last“ von John Miles.

    • Sandmann says:

      Ay Uli,

      am allercoolsten in deinem langen Text finde ich, dass du deine Idole von damals vom Flughafen abgeholt hast 🙂 Klasse. Ja, der Marktwert sinkt ein wenig, wenn man nicht mehr superfamous ist, aber das macht die Musik ja nicht schlechter.

      Und lustig, die Sketche von Ilia Richter in der DISCO fand ich auch schon als kleiner Junge extrem flach und albern. Aber die Musik war super. Da durfte ich immer ein bisschen länger aufbleiben. Licht aus – WOM! Spot an – YEAH!!! 🙂
      Ich muss kurz ein bisschen klugscheißen, weil mich das bei ebay schon immer total nervt: Ein Konvolut ist eine Sammlung von Schriftstücken, nicht mehr und nicht weniger. Es ist keine Sammlug von irgend etwas anderem, weiß der Geier warum sich dieses Wort so durchgesetzt hat. Ist vermutlich zu vergleichen mit dem wegapostrophierten S bei allen Gelegenheiten, wo es falsch ist. LKW’s, viele verschiedene Taxi’s, unser beste’s Bier, ich könnte wahnsinnig werden 😉 Aber ich verstand was du meinst.

      Ich höre jetzt noch ein bisschen Radio……
      Sandmann

      • Uli says:

        Mit dem „Konvolut“, da gelobe ich Besserung, ich habe mich mal über die wahre Bedeutung informiert, der Wortstamm hat etwas mit zusammengerollten Schriftstücken zu tun, mit Schallplatten wäre das nicht so gut… Mit dem „Elfriede’s Imbiß“ ist das natürlich auch eine Seuche.

        Aber aufbleiben dürfen, das war dann bei mir eher sonnabends der ARD Musikladen, hey, da gab es auch für den erwachenden Mann öfters mal etwas für das Auge, ok, heute ist das alltäglich. Musiklade, das war richtig stark, Uschi Nerke und Manfred Sexauer (der auch nicht mehr unter den auf der Erde lebenden weil) waren das Moderatorenpaar. Da ging es musikmäßig Schlag auf Schlag, keine Sketche, kein überflüssiges Gesabbel. Und viele spielten und sangen richtig live, wie übrigens alle in der ZDF-Hitparade. Man nehme den heutigen Gänschen mit Mikro mal die Technik weg, oh, je.

        Gerade habe ich auch mal wieder Radio an, im Auto war ich aufmerksam darauf geworden, daß es bei NORA nun von 20 – 24 Uhr ausschließlich ’70er Musik gibt. Um wieder zum Autoblog zu kommen, gerade laufen Sniff’n The Tears mit „Driver’s Seat“.

        Das sind mal wieder Erinnerungen…

        • Sandmann says:

          Zu Hause läuft bei mir ausschließlich Nora, ich mach die nur aus, wenn mal wieder Queen kommt. Die können irgendwie nur drei Lieder von denen spielen 🙁
          Und Wolf-Dieter Stubel haben die ja auch recyclet…… 🙂

          Sandmann

  15. Daemonarch says:

    Ach ja… Autoblog…

    Ich geh‘ mal „Formel Eins“ gucken, mit Ingolf Lück. Trüdelüdelu

  16. Thorsten says:

    Damit sprichst du genau eins der Themen meines Lebens an…
    Ging irgendwann Mitte der 70er los, mit kindlich und nachbarschaftlich geprägtem Geschmack, die ersten Kassetten waren meist mit Beatles, Elvis und irgendwelchen anderen Spät-50 und 60er Klamotten bespielt, ein bisschen Country natürlich auch, vor allem Johnny Cash…
    Das dudelte alles so auf einem alten ITT-Monorecorder und einer Phillips-Kofferplattenspieler aus den 60ern, den ich mal geerbt hatte..
    In den End-70ern gabs mal Sonntagsnachmittags auf NDR2 eine Radiosendung zur Rockgeschichte mit Barry Graves, die hab ich oft (immer…) mitgeschnitten, das hat mich ziemlich geprägt. Eine Sendung mit den Doors, Animals und einigem an Soul hab ich heute noch im Ohr!
    Irgendwann um 80 rum hab ich erste Versuche mit dem Auflegen auf Partys gemacht, alsbald gabs etwas mehr an Anlage und die Plattensammlung ging los. Erste bewusst gekaufte LP von selbstverdientem Ferienjob-Geld war wohl „Wish you were here“, gefolgt von der beginnenden NDW mit Ideals Debut und Spliff, Foreigner 4,…
    Kurz davor gabs auch die berühmten „Greatest Hits“ von Simon & Garfunkel zum Geburtstag. Eine Woche später hab ich „Sound of Silence“ selbst runtergeklampft.
    Der zweite Mann meiner Mutter hat mich in der damaligen Teeniezeit musikalisch nachhaltiger geprägt als irgendwer anders.
    Kunststück, er war angehender Diplommusikpädagoge…
    Hendrix, Stones, Jethro Tull, Clapton….
    Er hat mir nebenbei auch die Grundzüge meines laienhaften Gitarrenspiels beigebracht, das war sein Hauptinstrument.
    Dazu kam natürlich der Weltschmerz in Beziehungsfragen, den die Mädels so mitgebracht haben: Alan Parsons, BJH, ELO, City…

    Hat sich alles bis heute durchgeschleppt, da gehts mir so wie dir. Weggeworfen hab ich nie was, allerdings hab ich irgendwann recht viele Vinylscheiben durch CDs ausgetauscht, weil die beim Auflegen auf Partys einfach verschleissärmer waren. Rund 150 Schallplatten besitze ich wohl noch, die werden mich auch bis ans Ende begleiten, da ich mir Anfang der 90er noch einen ordentlichen Plattenspieler fürs Leben gegönnt hab, einen Thorens.

    Und die Telecaster….
    …hab ich auch. Allerdings eine selbstgebaute mit Rockinger-Hals und selbstgefrästem Mahagoni-Body. Seit rund 30 Jahren!
    Die letzten Lautsprecher, die ich zum auflegen mal gekauft hab, beschallen heute meine Scheune, wenn ich am Basteln bin. Weil sie so klingen, wie es sein soll und ich sie genausowenig jemals hergeben werde, die EV-Eliminator. Toll!
    Einzig die Nachbarn haben manchmal was dagegen 😉

    Zum „Soundtrack meines Lebens“ (frei nach Liefers..) könnte ich auch einiges Spielen/Schreiben. Das würde so schnell wohl kein Ende nehmen!

    In diesem Sinne: Weiter so!

    • Sandmann says:

      Ach Thorsten,

      🙂

      ich sitze in einem B&B Zimmer in Rom und lese deinen langen Kommentar. Vielleicht sind diese Berichte der Grund, warum ich diese Seite überhaupt ohne Geld und Profit am Laufen halte. Weil ich lese, dass noch mehr von euch da draußen sind. Also nicht nur du, sondern auch all die anderen Nasen, die in Sachen Autos, Musik und Leben was beizutragen haben. Das macht mir Spaß und das liest sich einfach gut…. Vor allem, wenn man Parallelen findet.

      Du bist also auch so ein Aufleger. El Gigante ist das ja auch mal gewesen, ich empfehle an dieser Stelle mal seine Antwort auf diese Geschichte: http://el-gigante.blogspot.it/2015/04/music-is-my-first-love-and-it-will-be.html
      Ich hab immer lieber selbst Musik gemacht, das dann aber auch penetrant und nicht immer unter Berücksichtigung aller anwesenden Meinungen und Wünsche 😉 Und meine Telecaster ist auch nicht eine 100%ige „echte“ (aber was ist schon echt?). Sie ist eine Japan-made aus den frühen 90ern, ich hab irgendwann mal gelesen dass diese Lizenzbauten aber inzwischen höher gehandelt werden als die USA Bodies, weil die Verarbeitung wesentlich besser war. Na dann. Ich hatte damals den furchtbar gelben Corpus abgeschliffen und von einem Freund mit Parkettlack einjauchen lassen. Damit sie so aussieht wie die von Springsteen. Nun habe ich wohl sowas, was man ein Vintage Original nennt 🙂
      Parallel habe ich meine erste Hohner ST Special aufgehoben (da steht mit Edding auf der Innenseite des vorderen Single Coils noch der Name meiner damaligen großen Liebe…), dann steht da noch ein spielbarer E-Bass vom Flohmarkt und allerhand Akustik-Klampfen-Kram. Mit Gitarren ist das bei mir wie mit Uhren oder alten Autos, ich könnte ständig eine neue kaufen – mach das aber natürlich nicht 🙂 Mit meiner Ingersoll Ohio habe ich meine endgültige Uhr gefunden (okay, ne Junkers ist auch noch da), die Telecaster ist meine endgültige E-Gitarre… und na mal schauen, die GRETSCH Klampfe, die ich vergangenes Jahr kaufte ist cool, aber vielleicht kommt nochmal irgendwann eine Fender Dreadnought und ersetzt die Fenix, die langsam nicht mehr zu stimmen ist.

      Machen wir einfach weiter Musik, jeder auf seine Weise. Oben auf dieser Seite gibt’s ja auch so einen Reiter, falls den noch nicht jeder gesehen haben sollte…. ist aber schon ziemlich lange her, späte 90er 😉

      Okay, meine Große ist fertig mit Haare waschen und schminken, wie werden uns dann mal nach einem viel zu süßen italienischen Frühstück quer über den Petersplatz zum Shuttle in Richtung Flugplatz begeben. Und vorher noch ein paar Papst-Kühlschrankmagneten kaufen. Aber das ist eine andere Geschichte, eine der nächsten!

      Grüße aus der ewigen Stadt
      Sandmann

      • Thorsten says:

        Das mit den Japan-Fenders kann ich nachvollziehen:
        In den späten 80ern ist bei uns eine Squier-Strat eingezogen, nachdem wir ausgiebig verglichen hatten. Sie klang einfach am besten. Hat meine Schwester irgendwann in Beschlag genommen und rückt sie nicht wieder raus, mit Recht…
        Gitarren hatte ich auch so Einige, vieles davon irgendwann wieder verkauft, unter anderem eine Yamaha SG1000, der ich immer noch nachtrauere, weil sie genial zu bespielen war.
        Heute gibts nur noch die selbstbau-Tele und ein paar Akkustische. Die Finger sind durch Handwerk, mangelnde Übung und ein paar unschöne Zwischenfälle mittlerweile ziemlich eingerostet, aber bis Mitte der 90er hab ich aktiv ziemlich viel gespielt. Den warmen Ton des alten Kitty-Hawk-Amps hab ich immer noch im Ohr…
        Musik ist was Geniales, dauerhaft ohne bekomme ich schlechte Laune. So wie gestern, als ich mich am Mauerwerk meiner Scheunenwand mal wieder vergriffen hab: Nach zwei Stunden ohne hab ich irgendwas Lautes angemacht, schon ging der Zementfrust nahtlos in ein hämisches Grinsen über und irgendwie lief auf einmal Alles von selbst…

        Mir ist nur noch nicht ganz klar ob die Depressionen davon weniger oder mehr werden…;-)

        ..beeinflussen kann man sie aber sicher!

        • Sandmann says:

          Gniiihihihi 🙂
          Ja, die Squires hatte ich auch in den Händen. Aber irgendwie…. sollte es DIESE sein. Und das ist mit der Tele wie mit meinem Audi. Ich habe versucht, das Teil zu verkaufen, aber irgendwie wollte niemand dafür Geld ausgeben. Also behalte ich sie eben. Und jetzt erst recht.
          Hab mir dann aus Frust noch einen VOX Valvetronix Verstärker dazu gekauft, so ein Röhren/Transistor Mix mit einem fetten, warmen Klang. Mehr braucht kein Mensch.
          Und seit meine Tochter nebenan an den Mischern sitzt glaube ich auch wieder an Aufnahmetage 🙂 *hach*

          Beim Kochen oder Schrauben läuft bei mir IMMER Musik!

          Sandmann

  17. Marc says:

    Spannendes Thema!
    Ich (Bj 82) wuchs mit LPs und einem riesengrossen frühen Technics-CD-Spieler auf. Für Urlaubsreisen bestückte mein Vater Maxell Gold Kassetten welche in unserem Audi 100 turbo von 1985 bis ans Urlaubsziel spielen durften. Gerne waren da auch Melodien des letzten Hanses drauf wie bei uns der James Last hiess. Wenn zwischendurch mal Märchenkassetten gewünscht waren, konnten die Kinder hinten ihre Kopfhörer in den „Audi duo Sound“ Verteiler einstecken und die Eltern hatten vorne ihre Ruhe vor schweizer Kinderhelden wie Kasperli oder Globi 🙂

    Musikmässig war ich mit internationalen Schlager der 60er- 80er Jahre aufgewachsen und nahm oft auch solche Musik wie von Sandmann beschrieben auf Kassette auf.

    Meine ersten CDs waren von ABBA (gold, more gold) Bee Gees etc.
    Von Truckstop hatte ich davor schon eine 3er MC-Sammlung.

    Mittlerweile bin ich bei ca. 1000 historischen LPs welche Musik von den 50ern bis zu den späten 80ern beinhalten. Viele internationale Schlager aus USA, GB, Fronkraisch, Jugoslavija, Deutschland und natürlich der Schweiz (kennt ihr leider wohl nicht). Aber auch Country, Klamauk von Emil bis zum Nippel der durch die Lasche muss…
    Alles sooo viel Kindheitserinnerungen.

    • Sandmann says:

      Ay Marc,

      ach ja der doppelte Kopfhörerstecker auf der Hutablage 🙂 Audi eben.

      DU hast 1000 (in Worten TAUSEND) Langspielplatten??? Krass. Was ist da denn passiert, dass die Sammlerleidenschaft so mit dir durchgegangen ist? 😉
      Es gibt übrigens durchaus eine schweizer Band, der ich sehr verbunden bin. Lunik. Und das nicht nur, weil ich (bevor ich die Musik schätzen lernte) auf einem Open Air Konzert in Hannover mit der Sängerin Jael bei einem Bier am Rand der Menge geplaudert habe, bis sie irgendwann sagte: Ich muss jetzt mal los was singen 😀 Sehr angenehm melancholische, depressive Lieder. Herrlich.

      Mal gucken was ich morgen im Audi höre, wenn ich von Kiel nach Hamburg fahre. Eigentlich muss ich mich jetzt intensiv auf mein Idol Fish vorbereiten…….

      Sandmann

      • Marc R. says:

        Hey Sandmann

        So ne Audi-Jugend hatte durchaus seine Vorteile. Besagter Doppelstecker, der Lüfternachlauf und die auffallend laut klickende Karosserie des Typ44 im Sommer wenn man daheim ankam, das sind so Geräusche die hast Du für ein Leben lang im Kopf. 🙂
        Ja, auf die Zahl ganz genau kann ichs nicht mal sagen im Moment, müsste mal wieder zählen… Du da kamen nach und nach Sachen zusammen… man kauft irgend sone Hitparadenplatte und entdeckt neue Künstler. Dann geht man ins Brockenhaus (fast eine Institution in der CH, second hand oder eben ein 70er Jahre Kaufhaus) und sucht deren Platten und so ergibt sich das eine oder andere… 🙂
        So werde ich zum Teil Fan von Gruppen die es 20 Jahre nicht mehr gibt 😀

        Lunik hat was! 🙂 oder auch „Krokus“, „Peter Sue und Marc“ bieten pures 70er Jahre Feeling, etwas Flowerpower, etwas Reise- und Freiheitsdrang und dazu wunderschöne von Hand gemachte Musik. Kann ich sehr empfehlen. -> Deinetube hilft hier genre weiter mit ersten Eindrücken 😉
        (meist auf englisch oder italienisch, auch für Nichtschweizer verständlich…)

        Heute aber gibts Grosseinkauf mim Pontiac, da kommen 70er Jahre Discohits zum Tragen 😀

        Marc

        • Sandmann says:

          Ay Marc,

          stimmt…. der Lüfternachlauf…. den hatte auch der 5E meines Papas. Mein LS hat zwar auch einen E-Lüfter, der läuft aber nicht nach.

          Danke für die Musiktipps. Ich muss mir das mal alles irgendwo zusammenschreiben und sammeln, damit das nicht alles wieder einfach hier irgendwo verdampft. Und dann setze ich mich mal mit Kopfhörern und einem Glas Wein hin und lass mich berieseln 🙂

          Und jetzt pack ich mal deinen Blog bei mir unten in die Blogroll, wollte ich schon lange machen. Zack.

          Guten Wochenstart
          Sandmann

          • Marc says:

            Hoi Sandmann

            Das ehrt mich sehr, dass Du mich aufnimmst, merci!
            🙂

            Ich bin gespannt was Du zu den Musiktipps meinst. Falls Du mal LPs suchst… einfach mal melden, bin immer mal wieder in Brockenhäusern am Stöbern. 🙂

            Schöne Firobig

            • Sandmann says:

              Ay Marc,

              ich muss mich ganz offen outen als jemand, der zwar viel schreibt, der aber wenig von anderen liest 🙂 Manchmal blätter ich mich auf den anderen Blogs fest und lese die halbe Nacht, aber normalerweise texte ich tagein tagaus soooo viel (ich habe ja auch noch den einen oder anderen textschwangeren Beruf, das hier ist ja nur die Spielwiese) dass ich abends echt genug von Wörtern und Buchstaben habe 🙂 Also – wenn du mal ne Meinung hören willst, musst du mich explizit drauf schubbsen. Dann mach ich das auch…..

              Und Platten brauchen … momentan nicht. Aber vielen Dank. Ich komme ja kaum dazu, mal die vorhandenen zu hören. Und im Auto hab ich ja keinen Plattenspieler 😀 und das ist gut so.

              Sandmann

  18. Daemonarch says:

    Ich muss unbedingt langsam mal im Winter anfangen Gitarrenstunden zu nehmen…

    • Sandmann says:

      Ay Daemonarch,

      warum erst im Winter? Leg los man! Quäl dich ein halbes Jahr, und du wirst dich wundern wie gelenkig die Finger werden und was das für einen Spaß macht. Hast doch noch ein paar Jährchen vor dir 🙂 Und warum nicht in der Mitte des Lebens noch mit profanen Mitteln Frauenherzen brechen? 😀

      Sandmann

      P.S.: Leg los, ich mein‘ das ernst!

      • Daemonarch says:

        Auch wenn das jetzt wie eine Ausrede klingt, das kriege ich zeitlich einfach nicht gebacken… Ich mach mittlerweile gerade abends die Handy-reviewvideos fertig, die ich vor fast nem halben Jahr gedreht hab. So lange hab ich mich „gedrückt“.
        Dann geht aktuell die Saison wieder los, wo ich wegen der Arbeit zeitlich so gar nicht planen kann.

        Und ich bin nicht der Typ der etwas halbherzig macht, im Winter kann ich mich dann voll reinknien, und hab sicher auch mehr spaß/weniger stress dabei.

        • Sandmann says:

          Ay Jung,

          das sollte auch nicht pushy klingen 🙂 Mach alles so wie du denkst und es schaffst. Im Winter ist das wunderbar, da kann man auch mal seinen Frust über die Dunkelheit auf die Saiten legen und in die Welt schreien….. Das tut gut.

          Sandmann

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