Hemmungslos ausgeliefert

Barfuuuß durch den Sommeeeer ♫

Barfuuuß durch den Sommeeeer ♫

Männer machen unsinnige Sachen.
Der Örg will seine DS verkaufen, und ein junges Unternehmen an der Mosel will sie haben. Nach ein paar Telefonaten und Bildern waren sich der Alex und der Örg handelseinig. Problem: Der Alex kann die DS nicht aus Kiel holen. Keine Zeit. Ob der Örg sie ihm bei Kostenübernahme bringen könnte? Na klar, sagt der Örg, wenn der Sandmann mitkommt. Alleine ist so ne lange Strecke ja total langweilig. Gesagt, getan. Na ja, fast. Das Zugfahrzeug hat irgendeine Elektronikmacke und springt mit normalen, voll geladenen Batterien nicht an. Der Rost-Rover braucht 14 Volt zum Starten. Oder ’ne LKW Batterie. Von Kiel bis an die Mosel sind es 700 Kilometer, und in der Nacht vor unserem geplanten, frühmorgendlichen Aufbruch schreibt mir der Örg „Alter ich hab kein‘ Bock mehr, die Karre springt mit keiner der Batterien an, wir müssen das abblasen!“ Äh…..
Nee nee 🙂 Tun wir nicht.Abblasen is nicht in Norddeutschland.
Wir wollten früh um 7:00 Uhr los, damit wir am frühen Abend in Traben-Trarbach beim Alex sind. Der hat uns da irgendwo ein Hotel gebucht. Örg kommt mit dem Auto aus Kiel und will mich in Hamburg Bahrenfeld bei der Esso-Tanke aufgabeln. Um 7:00 Uhr versucht er allerdings noch immer, das britische Zugfahrzeug anzureißen. Ich schlage einen Mietwagen vor. Nee, als Zugfahrzeug kosten die ein Vermögen. ADAC? Ist er kein Mitglied und will auch keins werden. Um 11:00 Uhr gelingt es mit der LKW Batterie aus einem benachbarten Betrieb – der Rover läuft. Um 11:00 Uhr!! In Kiel!!! Ich mache mich frustriert auf den Weg zur Tanke…

Warten. Is ja erst Mittach

Warten. Is ja erst Mittach

Viel habe ich nicht dabei. Meinen treuen Rechner (den habe ich so gut wie IMMER dabei), meine Kamera, die GRIP Ausgabe (wo der Nachfolge-Rostrover von unserem etwas maladen Zugfahrzeug drin ist) und einen selbst importierten 5-Liter-Kanister französischen Rotwein. Klingeling. Örg steht im Stau auf der Dauerbaustelle „A7-Deckel“ vorm Tunnel. Ich genieße die letzten Sonnenstrahlen des ausklingenden Sommers und lese ein bisschen in der Zeitschrift, die ich selbst mit befülle. Macht man viel zu selten. Wir schreiber schreiben immer selbst so viel, dass wir manchmal völlig vergessen, auch mal zu lesen, was die anderen so schreiben. Heute Abend lese ich weiter. Denn: Heute Abend wird nicht mehr viel möglich sein. Es geht inzwischen auf 13:00 Uhr zu, und mit einem Range Rover, einem riesigen Trailer und einer restaurierten DS hinten drauf sind die Höchstgeschwindigkeiten auf den kommenden 600 Kilometern ziemlich klar definiert. Ich denke mal, es wird dunkel sein, wenn wir im Moselland sind. Na und? Ich freu mich auf ein paar bekloppte Stunden mit meinem noch bekloppteren Freund, auf Männergespräche und auf eine Menge Auto in den nächsten 36 Stunden.
Ah. Ich höre es dieseln und scheppern. Da kommt das Britisch-Französisch-Deutsche Gespann angepoltert.

Was für ein Gespann

Was für ein Gespann

Der Range Rover aus dem ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends ist theoretisch der denkbar beste Schlepper für unsere Belange. Großer Sechszylinder Diesel, hervorragende Klimaanlage, kommoder Lederkomfort. Wer den Artikel aus der GRIP nicht kennt – Örg hat den Wagen seines Werkstattnachbarn über mehrere Monate „individualisiert“. Selbst gedengelte Bleche statt Plastik, Rostlack überall (auch innen) und wundervolle, matt graue Farbe. Natürlich gerollt. Das damalige 100.000 Euro Auto erregt mehr Aufsehen als jeder Lamborghini, und man kann mit ihm trotz allem vor der Oper anhalten, ohne verscheucht zu werden. Allerdings ……. dürfen wir ihn nicht ausmachen, wer weiß, ob wir ihn jemals wieder angerissen bekommen? Und ich will nicht irgendwo in der Mitte Deutschlands mit so einem Gespann havarieren, die Zeit ist auch so schon knapp genug. Wir laden meinen Kram ein, ich kaufe noch Wasser und Naschkrams, und fast 10 Jahre nach unserer unfassbaren Herbstlaub-Tour sind wir endlich mal wieder auf Langstrecke unterwegs. Älter, reifer (muuuhahaha na ja) und ein bisschen ruhiger. Aber nur ein bisschen. Darauf einen Zigarillo, in dem Rover darf geraucht werden.

Ersma ne Rille. Rauchen hilft.

Ersma ne Rille. Rauchen hilft.

Denn? Auch? Wer von euch kennt den Örg? Es ist nicht so leicht, ein wirklich ernstes Gespräch zu führen 😀 Zumindest am Anfang nicht. Wir nebeln den Rover mit Vanille-Rillen zu und bringen uns wortgewaltig und gestenreich auf den neuesten Stand unserer umtriebigen Lebensmodelle. Selbst, wenn wir uns nur mal zwei Wochen nicht gesehen haben, kann das abendfüllend sein, und in letzter Zeit haben wir uns immer nur kurz mal gedrückt. Also ist viel nachzuholen. Ranz und Rey auf der Straße, dicht verfolgt von einer französischen Stilikone mit einem mündlichen Kaufvertrag. Meine euphorische Freude über diese Tour wird ein wenig getrübt, als mir im Elbtunnel am linken Rand des Cockpits das kleine rote Lämpchen auffällt, was heimlich vor sich hinflackert. Es hat die Form einer Batterie. Die letzten drei Male, als ich dieses Lämpchen sah, war die Reise eine halbe Stunde später zu Ende. Wenn die Batterie nicht nachgeladen wird, ist so ein Luxusdampfer voller Elektronik schnell mal am leergesaugten Exit seines Vortriebs. Argh.

Kleiiiiiines rotes Lämpchen

Kleiiiiiines rotes Lämpchen

Ach was, die leuchtet schon seit Kiel. Die leuchtet sowieso immer, das ist kein Problem. Manchmal geht sie auch aus.“ Ah. Na gut. Den Optimismus kann ich irgendwie nicht teilen, ich würde gern heute irgendwann mal da unten angemoselt sein. Ich erwähnte das vorhin schon mal. Immerhin – Örg hat ne Ersatzbatterie eingepackt, mit der wir morgen früh den Rover überbrücken können, wenn das nötig sein sollte. Und wenn das dann auch funktioniert. Wenn wir ihn also nicht ausmachen und die Ladekontrolle nur deshalb leuchtet, weil sie grad nichts besseres vor hat – kann der Plan aufgehen. Meine Grundentspannung ist weg. Aber egal, was soll ich machen? Ich bin der Situation hier als Beifahrer hemmungslos ausgeliefert.
Läuft. Irgendwo vorm Ruhrgebiet treibt uns der Hunger auf eine Raste. Gesunde Burger vom amerikanischen Burgerbrater füllen die rausgelachten Elektrolyte wieder auf. Bloß nicht den Motor ausmachen. Wir halten abwechselnd Wache am Rover, der macht sich tatsächlich ganz gut und deutet noch nicht an, dass er keinen Strom mehr hat. Bis rund 100 Sachen rollen wir mit dem schweren Trailer, als würde da gar nix dranhängen. Diesel-Drehmoment ist wundervoll. Das Wetter auch.

Irgendwie geht das dann ja doch immer

Irgendwie geht das dann ja doch immer

Den gemütlichen Abend an der Mosel haben wir inzwischen endgültig aus dem Plan gestrichen, wir kommen echt nicht wirklich schnell voran. Macht nix. Der Weg ist trotz der Verspätung von einem halben Tag ein schöner Teil des Ziels. Seid ihr schon mal sieben oder acht Stunden im Auto unterwegs gewesen und hattet nicht eine Minute lang das Bedürfnis, mal das Radio anzuschalten? Kein Problem, wenn Örg neben einem sitzt. Autos Autos Autos, Frauen, Damals, Autos, Autos, Frauen, Autos, irgendwie gibt es eine Menge zu erzählen. Nicht über Politik, nicht über Altersvorsorge, endlich mal über die Männerthemen dieser Welt. Mit fettigen Burgerfingern krümeln wie Pommessalz auf das gute Leder und dieseln weiter in Richtung Süden. Die DS, nein eigentlich die ID, ist uns dicht auf den Fersen. Auch um sie drehen sich unsere Gespräche (wobei nicht ganz klar ist, ob der Wagen mehr der Kategorie „Autos“ oder der Kategorie „Frauen“ zuzuordnen ist). Örg tut sich nicht leicht mit ihrem Verkauf, das Designwunder aus Paris begleitet sein Leben schon sehr lange. Sie gehört ihm nicht allein, da hat noch jemand ein Mitspracherecht. Irgendwie sind zu viele Autos auf dem Platz, und er kann sich nicht so um sie kümmern, wie sie es verdient hätte. Loslassen ist schwer. ♫ Davon kann ich mehr als ein Lied singen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wir werden verfolgt *gähn*

Wir werden verfolgt *gähn*

Verdammt, die Sonne geht schon unter, und wir sind noch lange nicht am Ziel. Wo sind wir eigentlich?? Das ist der Haken, wenn man mit 80 km/h einmal quer durch die Bundesrepublik dieselt und erst am Mittag losfahren kann. Von Kiel aus betrachtet ist fast jeder Ort weit weg im Süden 🙂 Immerhin hatten wir bisher keine Staus, und trotz roter flackernder Lampe rollt der Rover noch immer vorwärts. Aaaaaber der Roooooooover der ROLLT!! ♫ Kennt ihr das Lied? „Hoch auf dem grauen Rover“ heißt das. Ich traue dem Braten noch immer nicht. Das werde ich auch heute nicht mehr, aber mit jeder Meile weiter in Richtung Süden kommen wir unserem Ziel näher und machen den Weg, den der ADAC uns gegebenenfalls abschleppen muss, kürzer. Grundsätzlich bin ich ja Optimist. Bei mechanischen oder elektrischen Defekten werde ich leider zum Physiker, das ist das Los derer, die das mal studiert haben. Puh. Ich würde sehr gern einen Schluck Wein aus dem großen Kanister nehmen, quasi zur Beruhigung. Da ich aber nicht weiß, wie, wo und in welchen Abschleppwagen dieser Tag enden wird halte ich mich zurück. Vielleicht ist meine Fahrtauglichkeit noch vonnöten. Als die Sonne schon fast untergegangen ist, kreuzen wir einen großen Fluss. Ich glaube es ist der Rhein. Ich glaube weiterhin, wir sind irgendwo bei Köln. Beeindruckend, das klingt für mich immer soooooooo weit weg 😀

Ein großer Fluss, nicht die Mosel

Ein großer Fluss, nicht die Mosel

Weit weg, und noch lange nicht da. Mir graut schon jetzt ein bisschen vor den letzten 60 Kilometern runter zur Mosel. Die Beschreibung vom Alex klang ein bisschen… äh… kurvig. Berge kennen wir Nordlichter ja nicht so richtig. Immerhin liegt noch kein Schnee und es ist auch noch nicht mit Eis zu rechnen. Thematisch sind wir inzwischen vom Thema Auto zum Thema Frauen gewechselt und beschließen, dass man nicht alles in einem öffentlichen Blog schreiben muss, was auf so einer Tour bequatscht wird 😉 Was Örg und mir bei allen Geschichten aber wieder einmal klar wird – wir kennen uns jetzt seit über 25 Jahren! Und als wir uns kennenlernten, waren wir schon einigermaßen volljährig. Werden wir alt? Ach, neeee…. werden wir nicht.
Damals hat es geregnet. Mein Granada stand auf einem Parkplstz vor meiner Dachbodenwohnung, wärend meiner Ausbildung in Kiel. Örgs Taunus, über und über mit Bauschaum besprüht, stand genau daneben. Ich sah ihn aus meinem Fenster im 5. Stock da unten im Regen stehen, wie er gerade die gelben, französischen Scheinwerfer gegen weiße austauschte. Die Cops fanden das nicht so gut. Also ging ich zu ihm runter, um ihn zu fragen, ob er eigentlich noch alle Nudeln im Sieb hat, seinen Taunus so mit Bauschaum vollzukacken.
Als ich ihn das im strömenden Regen fragte, kam seine Ratte Knud aus seinem Ärmel gekrabbelt. Dann erkannte er, dass ich der Typ mit dem Granada bin. Ich glaube, seit dem sind wir Freunde. Darauf einen Zigarillo.

Nützt ja nix. Weiterrauchen.

Nützt ja nix. Weiterrauchen.

Örg hat tatsächlich nicht alle Nudeln im Sieb, aber das ist auch gut so.
Als es dunkel wird, verlassen wir für heute endgültig die Autobahn und fahren schräg rüber in Richtung Mosel. Man kann sie schon auf dem Horizont des Navis ahnen. Wir haben TomToms Lisa mal vorsichtshalber mitlaufen lassen, mit dem Schell-Atlas von 1974 (wie damals im K70) wäre die Strecke uns dieses Mal ein bisschen zu unsicher gewesen 😉 Leider liegen zwischen der Mosel und der Überlandstraße, auf der das Gespann jetzt leicht bergauf dieselt noch zwei ziemlich steile Bergkuppen. Vermutlich haben hier mal wieder irgendwelche Gletscher ihr Unwesen getrieben und die Erde gefaltet, damals, vor unserer Zeit. Immer wenn auf dem Navi eine Straße aussieht wie eine große Bauchwunde, aus der sich eine Menge Gedärme sterbend herauswinden, sollte man die ersten Reisetabletten einwerfen. Zumindest als Beifahrer. Ohjemineh.

Langsam wird es bergig

Langsam wird es bergig

Und noch ein Klischee kann ich bedienen. Es ist bekannt, dass Frauen immer gemeinsam auf die Toilette gehen. Warum eigentlich genau, das konnte mir noch niemand erklären. Aber geht es euch auch so, dass ihr nach einer langen Autotour auf den allerletzten Kilometern so dringend pipi machen müsst, dass ihr nochmal an den Straßenrand fahrt? Hihi. Einmal noch halten, irgendwo im stark bewaldeten und sehr dunklen Nirgendwo auf der L106. Hier ist kein Handynetz, hier fahren keine anderen Autos und hier wohnt kein Mensch. Wenn jetzt der gefährliche Pissenmüsser-Killer kommt sind wir aufgeschmissen. Also bleibt einer beim Auto, der andere flutet die Flora. Dann Wechsel. Und dann geht es weiter auf die letzten acht Kilometer. Ich kann den großen Fluss schon riechen. Die Einsamkeit hier auf diesen letzten Kurven ist schon befremdlich. Wenn es uns jetzt aus einer Serpentine raushebelt, können wir nicht mal Hilfe rufen. Immer noch kein Netz, und hey, ich bin nicht bei E+, ich bin bei der Telekom! Und merken würde es auch keiner. Örg fährt ein bisschen langsamer.

Der letzte Stop

Der letzte Stop

Zwischen Enkirch und Traben-Trarbach schlängelt sich die schmale, asphaltierte Straße direkt an den Ufern der Mosel entlang. Teilweise geht der Weg durch Ortschaften und Gassen, die mir sogar mit dem Fahrrad zu eng wären. Örg entpuppt sich wieder einmal mehr als Meister der trailernden Zunft und zirkelt den klassischen Franzosen tadellos auch durch den kleinsten Tunnel, über die schmalste Brücke und durch die holperigste Ortsdurchfahrt. Dunkel ist das hier, Leute! Das wird sich morgen ändern, wenn die Ausflugsdampfer mit den Moseltouristen anlegen und die Dörfer mit Ü-70 Touristen überfluten. Morgen. Wenn die Sonne wieder scheint. Wir treffen uns beim Alex zu Hause privat, und er bringt uns noch zu unserem Hotel. Morgen früh machen wir die Übergabe, er will auch einen Booster aus seinem Betrieb mitbringen. Einen, mit dem der Rover auf jeden Fall anspringen wird, verspricht er. Na gut, sein Wort in Edisons Ohr.

Am Ziel.

Am Ziel.

Wir stellen das Gespann zwischen dem Hotel und der Mosel ab, einigermaßen so, dass kein unbeteiligter Eingeborener zugeparkt wird. Motor aus. Kurzer Test für morgen früh, Örg dreht noch einmal am Schlüssel: *KLICK* Urks. Na gut, dass wir den Wagen seit Kiel nicht mehr ausgemacht haben….
Das klassische Moseldampferhotel ist hell, freundlich, sauber und genau so eingerichtet, dass mein halbfinnisches Fräulein Altona lieber im Auto schlafen würde, wenn sie dabei wäre. Egal, wir sind eingeladen. Alex entführt uns noch in die Weinstube, er kennt hier fast alle am Tresen. Nachdem uns ein wirklich wundervoller trockener Riesling gereicht wird und wir im Raucherzimmer erfahren, dass hier lieber keine Zigarillos geraucht werden sollen, machen die Anwesenden einfach die Fenster auf. Geht doch. Puh bin ich müde. Is‘ auch schon bald 23:00 Uhr, das war ein langer Ritt. Oben im Zimmerchen stellen wir enttäuscht fest, dass französischer Kanisterwein nicht ewig haltbar ist. Den hier habe ich 2014 von meiner Südfrankreich Tour mitgebracht. Sein Inhalt… äh… besteht inzwischen fast ausschließlich aus rotem Alkohol. Örg ist das egal. Er kippt sich einen Zahnputzbecher nach dem nächsten rein und liest die GRIP. Ich schlaf dann mal lieber. Schließlich haben wir morgen noch eine Menge vor, unter anderem (nach der Übergabe) den Rückweg. Und vielleicht kaufe ich auf halber Strecke noch schnell ein Auto. Aber das ist auch eine andere Geschichte.

Schlimme Jungs im schlimmen Zimmer

Schlimme Jungs im schlimmen Zimmer

Gute Nacht Moselland. Wir haben den Franzosen hemmungslos ausgeliefert. Der Fluss rauscht, man kann ihn durch das offene Fenster hören. Klasse. Ab und an bimmelt ein Kirchturm, und der Nachtwind rauscht leise in den Blättern. Also – ruhig ist es hier allemal. Und ich glaube, der Örg schnarcht genau so wenig wie ich. Mal schauen, wie sich der morgige Tag entwickelt. Das Wetter soll gut werden, ich werde viele Fotos machen. Und vielleicht passieren ja noch ein paar schräge Sachen, ihr kennt das ja…..
Wie ist das mit euch? Wann habt ihr eure letzte lange, laaaaaaange Tour mit einem Freund oder einer Freundin im Auto gemacht? Ist das nicht großartig? Wir lesen uns. Is‘ viel passiert…

Sandmann

HIER geht es weiter an der Mosel

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

29 Responses to Hemmungslos ausgeliefert

  1. Daemonarch says:

    Sehr schön! Meine erste (und einzige) Trailertour von Dortmund nach Würzburg, und mit einem schlacht-Audi V8 drauf endete leider mit einem totalschaden des Trailers und Schlachtfahrzeugs in Höhe Haiger-Burbach…

    Die „guten“ Tips von Kumpels a‘ la : wenn der sich aufschaukelt, musst du Gas geben, waren dann doch nicht der weisheit letzter Schluß.

    War zwar teuer, ist aber im Grunde noch gut ausgegangen…

    • Sandmann says:

      Ay Daemonarch,

      uiuiui…. Mehrere Fragen. Schlacht-V8? Du hattest mal einen V8??
      Und warum hat er sich aufgeschaukelt? Zu schnell? Zugfahrzeug zu schwach? Da gibt es ja mehrere Möglichkeiten….. Gut dass nur Blechschaden war 🙁

      Sandmann

      • Daemonarch says:

        Zugfahrzeug war ein Audi100 quattro Sport Avant mit 220ps, also zu schwach eher nicht.
        Ich denke es war eine Kombi aus nicht ganz optimal geladen, bergab zu schnell geworden, spurrillen und falsch reagiert beim aufschaukeln.

        Den V8 hatte ich gekauft, um den Avant zu einem optischen V8-Avant umzubauen…

        • Sandmann says:

          Ay Daemonarch.

          Ah. Ja, der sollte genug BUMMS gehabt haben.
          Dann war das wohl wirklich eine blöde Verkettung von blöden Sachen 🙁 Hat es euch denn sprichwörtlich von der Straße gehoben? Ich denke mal, von dem Adrenalin konntest du noch Tage später Parties feiern, oder?

          Was ist später aus dem Avant ohne V8-Optik geworden?

          Kalt in Kiel!
          Sandmann

          • Daemonarch says:

            Das ging so schnell, ich weiss gar nicht mehr genau was passierte, als ich merkte oh ooooh – da hingen wir schon in der Leitplanke.

            Dabei hatte ich wahnsinniges Glück, mein Auto war gegen die Fahrtrichtung so vor die Leitplanke gedreht, dass ich nichtmal die Tür aufgekriegt hätte, aber ohne berührung dieser, der Trailer war voll eingeknickt. Einzige beschädigung am Audi waren zwei kleine Löcher in der Plastikstoßstange, die von einem Trailerteil reingedrückt wurden.

            Den Trailer hatte es leider schlimmer erwischt, ein Rad komplett abgerissen, eine Achse krumm… Der V8 ist elegant einige Meter auf der Seite geschlittert, und dann auf eine Leitplanke gerutscht.

            Den 100er hatte ich später mal (gegen alle meine Prinzipien) einem Kumpel geliehen, weil er nen Kombi brauchte (braucht man den?), wiederbekommen habe ich ihn dann mit nem fetten Motorschaden.

  2. Oliver Frenz says:

    Meine letzte große Trailer-Tour war an einem Sonntag im Mai 2014, Audi Cabrio zum Schlachten aus Mündersbach, in der Nähe von Siegen, abholen.
    Start war um 8:30 Uhr im süd-westlichen Teil vom Kreis Steinburg, Zugfahrzeug war ein Audi 100 Typ44 2.3E.
    Zu Hause war ich dann um 23.30 Uhr.
    Ich liebe solche Touren allein zu bewältigen, keiner der einen zutextet, einfach mal die „Seele baumeln lassen“, laute Musik hören etc.

    • Sandmann says:

      Ay Oliver,

      oh je, es werden Audi Cabrios geschlachtet 🙁 Na ja, da gibt es ja eine Menge von…..

      Ich habe volle Sympathie für Touren ohne Beifahrer, nur mit sich allein auf der Straße, Musik hören, laut mitsingen und die Gedanken wandern lassen. Ich mache das mehrmals die Woche zwischen Hamburg und Kiel (allerdings ohne Trailer) und ca. ein Mal im Monat auf meinen Fototouren für die Magazine. Ich finde es wundervoll asketisch, allein im Auto zu fahren. Das sind immer wertvolle Auszeiten für mich.

      Hier war es nun das andere Extrem, aber das brauche ich auch ab und an mal 😀
      Hast du das Auto noch, für das der Audi sterben musste?

      Grüße in den Kreis Steinburg aus dem kalten Kiel
      Sandmann

  3. stefanh says:

    Ay Sandmann,

    das weckt Erinnerungen an die grosse „Rundtour“, die ich mit meinem besten Kumpel vor 21 (!) Jahren gemacht hatte. Mit Mutters Golf II gings zuerst quer durch die Schweiz an den Comersee, und dann in einem grossen Bogen im Gegenuhrzeigersinn nach Österreich, Deutschland, nach Frankreich und schliesslich wieder nach Italien und dann nach Hause. Der Weg war das Ziel, was haben wir Kilometer gefressen! Heute würde ich lieber auch mal was vor Ort anschauen…
    Die abenteuerlichste Trailer-Fahrt war im Februar 2010, als ich meinen ersteigerten Volvo 244 mit Hilfe eines Hyundai Santa Fe überführte. Die Distanz betrug zwar nur gut 100 km, aber bei 20 cm Neuschnee auf der Strasse! Das Experiment wäre beinahe schon beim Aufladen gescheitert, da wir den alten Schweden mit seinen noch älteren Sommerreifen kaum auf den rutschigen Hänger brachten… Ist letztlich zum Glück alles gut gegangen!

    Gruss, Stefan H.

    • Sandmann says:

      Ay Stefan,

      ja, je älter wir werden, desto seltener fahren wir einfach nur mal so in der Gegend rum. Warum eigentlich? Zeitmangel? „Was Besseres“ zu tun? Ich glaube, meine neue grüne Errungenschaft wird mich mal wieder, trotz seiner Versoffenheit, durch die Lande begleiten, wenn ich grad mal kein konkretes Ziel habe. Fahren, um des Fahrens Willen. Herrlich. So wie ihr auf euer Gegenuhrzeiger-Tour. Klasse.

      Mit einem Trailer bei Schnee??? Gewagt. Aber der Santa Fe zieht ja ordentlich was weg. Und nächstes Mal nimm einen Trailer mit Winde, dann sind die Sommerreifen egal 😀

      Viele Grüße in die Nordschweiz
      Sandmann

  4. Daniel says:

    der gefährliche Pissenmüsser-Killer …

    Was hab ich gelacht ich konnte nicht mehr ???
    Echt coole Berichte
    Liebe grüße auch aus dem Norden in den norden

    • Sandmann says:

      Ay Daniel,

      nimm den ernst, den Killer!! Der schlägt oft zu, wenn ahnungslose Männer bei Dunkelheit ihren Lump in Richtung eines Baumes halten.
      Aber nur, wenn Norddeutsche im Süden sind 😉

      Freut mich dass du dich freust.
      Grüße zurück, in Kiel auf einer Heizung sitzend und den Taunus da draußen bedauernd
      Sandmann

  5. MainzMichel says:

    Meine letzte Trailertour ist gerade mal ein paar Tage her, als ich FÜR mein Audi Cabrio einen B4 Schlachter (ganze 100€!) geholt habe. Das hatte mit Hin- & Rückfahrt gerade mal knapp zwei Stunden gedauert, die ich allein bewältigt habe.
    Vor ein paar Jahren habe ich einen 32er Passat Facelift für 200€ ungesehen in der Bucht gekauft. In Wuppertal, ungefähr 250km Strecke, als Zugfahrzeug mein 100er Avant mit sagenhaften 133PS. Für diese Tour habe ich einen ehemaligen Schulkamerad mitgenommen (das ist schon über 30 Jahre her), da konnte man auch gut erzählen. Früher waren wir oft zusammen unterwegs, seit Familie, Haus und Hund geht halt jeder mehr seine eigenen Wege. Schade, ist aber der Lauf der Zeit. Umso mehr hat man sich bei solchen Gelegenheiten zu erzählen…

    Adios
    Michael

    Adio
    Michael

    • Sandmann says:

      Bester Michael,

      ich habe das Gefühl, trotz der zweiten Runde mit dreijährigem, viertelfinnischen Neuanfang langsam wieder mehr Zeit für meine Freunde zu finden. Nach und nach. Familie geht trotzdem, Haus ist nur gemietet. Immerhin mit großer Werkstatt und Garage im Keller 🙂

      Ich glaube, mit nach und nach steigendem Alter kommen wir wieder zurück aus der Mühle zu unseren Freunden. Erst langsam, dann immer öfter. Ich freu mich drauf!

      Sandmann

  6. thorsten says:

    Die letzte Trailertour…

    Gabs so Einige, meist allein. Die letzte längere führte mich nach Düsseldorf zu wrecksforever von Bamako-Motors. Der hatte mir ein Talliban-Taxi vemittelt (VW Taro..). Das hat nach dem Verladen einen netten Grillabend nach sich gezogen, wir haben gemeinsame Interessen…
    Die Geschichte mit dem Gieren durfte ich bei dem beladenen Trailer in dem Fall auch erleben: Er fing bei 70 an rumzueiern, auch ein nach vorn verschieben der Ladung hat nix gebracht, die Nivos vom Volvo waren schon fast am Anschlag. Rätsels Lösung ergab sich auf der ersten Autobahntanke: Der Trailer hatte auf der hinteren Achse viel weniger Luft als auf der vorderen. Nach dem aufpumpen war das Geschichte…

    Link: http://www.fusselforum.de/viewtopic.php?f=16&t=2913&start=260

    Der vorletzte Beitrag auf der Seite. Ich könnte da noch mehr erzählen: Vorletzten Herbst ist mir mitten in der Heide mit nem E36 hinten drauf ein Reifen am Trailer geplatzt. Abends um 21:00 mitten in der Botanik ablade, um ans Ersatzrad zu kommen, um mit dem erstmal 20km zur nächsten Tanke zum aufpumpen zu kommen…
    Um 23:30m war ich heil zuhause.
    Übrigens: Richtige Beladung vorausgesetzt ist beim Aufschaukeln ein kurzes, beherztes Bremsen sinnvoller. Das zieht das ganze Gespann gerade. Wer falsch belädt und den Hänger hecklastig macht, sollte lieber beten…

    In diesem Sinne: Weitermachen!

    • Snoopy says:

      Ja, Käfer besser rückwärts auf den Trailer !

    • Sandmann says:

      Ich sehe mich noch mit meinem Taunus Coupé, einem viel zu schweren Trailer hinten dran und da drauf noch einen weiteren Taunus auf der Rendsburg Autobahn aufschaukeln….
      Das war 1991. Aber so langsam hab ich die Schnauze voll von Trailerfahrten 😉

      Die Devise heißt jetzt: Eigene Achse. Aber wem sage ich das…..

  7. Snoopy says:

    Ein Bekannter ist auf den Weg nach Paris mit seinem 240D bei Reims liegen geblieben. Vergessen Öl nachzufüllen. Fetter Lagerschaden. (Er war zu spät dran und hat die rote Lampe ignoriert.) Er hat einen Peugot 206 gemietet und der Mercedes wurde abgeschleppt. Die Werkstatt in Frankreich hat ein indiskutables Angebot gemacht. Also Mercedes holen und so einem Motorenbauer bei Stuttgart bringen. Erst wollten wir mit Trailer los aber unser Zugfahrzeug Subaru Legacy Kombi hätte für den Peugeot auf dem Trailer gereicht aber nicht für den Mercedes. Über 5 Ecken haben wir dann einen alten Mecedesabschleppwagen bekommen. Bei der Übergabe Minimalerklärung und ein 5 Liter Kanister Öl. Frage was braucht er von dem Öl da meinte der Besitzer: In Frankreich für den Rückweg alles einfüllen… die Fahrt dauert dann etwas länger und war spannend aber wir sind gut angekommen. Wenn auch mal der Rückwärtsgang beim Wenden nicht rein ging (mit beiden Händen und Gewalt) oder an Aufstiegen moderne LKWs überholt haben. Das war ein Erlebnis im 2. Gang mit 20 auf der Autobahn die Berge hoch. 🙂

    • Sandmann says:

      OH GOTT…..

      Gehört es eigentlich zum Leben eines Automenschen dazu, krasse Trailergeschichten zu erleben??? Ich sehe schon, ich bin nicht allein. Und bei uns ist zudem noch alles gut gegangen 😉

      Ich hatte schon lange kein Auto mehr, was viel Öl gefressen hat. Glück? Mal sehen wie der Taunus sich macht, aber der V6 ist auch komplett revidiert. Besorge ich mir noch ne Anhängerkupplung? Mein erstes Coupé hatte schließlich auch eine 😀

      Sandmann

      • Snoopy says:

        Wir sind halt alles etwas Autoverrückt. Auf eigener Achse ist mir auch schon mein Spider gleich bei der Abholung stehen geblieben. Kabelprobleme. Hat fast 2 Wochen und x Stunden gedauert bevor ich das gefunden hatte. Stand 15 Kilometer weg und ich pendelte immer mal wieder hin weil ich auf Abschleppen keine Lust hatte. Andere Autos habe ich auch schon geholt habe alle ohne Probleme. Das letzte 400km weg, wegen Bahnstreik mit Mietwagen.

  8. Escort-Service

    na denn, lieber Sandmann, auch Trailer-Geschichten hab ich schon ein paar üble erlebt und auch lustige, aber an dieser Stelle erstmal mein Bericht von unserer dieswöchigen Portugal-Tour zur Escort-Abholung.
    Am Anfang war wie immer die dumme Idee. Mein Freund Darren aus London erzählt mir beiläufig, er hätte bei unserem gemeinsamen portugiesischen Freund Angelo noch einen Ford Escort Mk3 1,1 in seiner Garage stehen. Vor einem Jahr für 150,- gekauft. Er wüsste nicht allzuviel über die Kiste, der Motor würde laufen und Angelo hätte den Eimer zehn km nach Hause gefahren. O-Ton: „sounds like an airplane from world war one“. Anscheinend also der Auspuff kaputt.

    Die Karre muß irgendwie nach Deutschland in unser gemeinsames Lager. Wir fangen an zu rechnen, die Karosse ist sehr interessant für die Engländer, weist die gleichen Merkmale auf wie begehrten, raren und üblicherweise sehr verrosteten Mk3 RS turbo s1. Transportunternehmen scheidet aus, zu teuer, es soll low budget bleiben. Trailer an den Transit hängen? hmmmm, wäre kalkulierbar zuverlässig, aber auch die doppelte Fahrtstrecke. Und meine Transe zieht zwar wie ein Stier und man sitzt prima, aber zieht auch genauso stark Diesel. Zu teuer.
    Hinfliegen, zurück fahren? Hat ja schon immer funktioniert. Überlegung: 1,1er Kent/Valencia Stoßstangenbüchse läuft immer. Selbst wenn der Rest rundherum auseinanderfällt, wird der kleine zähe Motor das Ding irgendwie nach Hause zerren. Daß es genauso kam, dazu später (also das mit dem auseinanderfallen 😀 )
    Noch ein kurzer Sicherheitsgedanke an die ADAC-plus-Mitgliedschaft und buchstäblich grenzenloser Optimismus lässt uns die Flüge buchen.
    Montagmorgen.
    Darren kommt mittags von London, ich bin schon früh morgens am Hahn (wirklich verdammt früh…) und schon um 8 in Porto. Was mach ich in der Wartezeit? Logisch, ich fahr mit dem Bus an den Strand. Ok, es war auch in Portugal saukalt, aber ich kann nicht in der Nähe des Atlantik sein, ohne wenigstens kurz einen Fuß rein zu setzen. Mein Name (Marius) bedeutet Mann der Meere und ist Programm, soviel Zeit muß sein.
    Um 12 kommt Darren, die gemeinsame Reise beginnt mit einer kleinen Bus-Odyssee, weil wir einen Langstreckenbus erwischen, der nicht im richtigen Ort hält. Macht nix, im Busbahnhof von Braga, der aussieht wie 1974 konserviert, essen wir im dortigen Nobelrestaurant (haha) ein seltsames Essen, weil der lustige Wirt uns offensichtlich für Franzosen hält und wir auch auf französisch bestellen, was er sprechen kann. Jedenfalls bestellen wir das falsche. Mit den Leuten am Nachbartisch spricht er später englisch. Wir schauen uns wortlos an.

    Nach einer erneut abenteuerlichen Busfahrt (Pläne??? ) kommen wir im Zielort an. Angelo ist nicht erreichbar, korrekte Adresse haben wir nicht, Darren hat eine grobe Ahnung vom letzten Besuch. Ca 2,5 km Fußmarsch später stehen wir vor der Tankstelle, an der Angelo arbeitet. Sein eigener Escort steht vor der Tür, ein erstes Erfolgserlebnis.
    Großes Hallo, ich treffe ihn zum ersten Mal persönlich. Wir kannten uns vorher nur aus dem Internet, er hat mit seinem eigenen Escort schon einmal den weiten Weg nach England zum großen Treffen „Classic Ford show“ auf unseren „scorted“-Clubstand gemacht. Fürs Wochenende!! Auch ein krasser roadtrip, aber das ist eine andere Geschichte. Wir fahren zu seiner Garage, wo der kleine Silberfisch steht. Ziemlich traurig steht er da seit einem Jahr. Vorher sechs Jahre draußen gestanden. Die Reifen platt, total zugestaubt, Batterie mausetot, verdellt, rostig, ein riesiges Rostloch im Batteriekasten, das später noch eine große Rolle spielen sollte (unangenehm selbstverständlich).
    Erste Skepsis macht sich breit, die beiden unterhalten sich über den Plan, auf Achse nach Deutschland zu fahren, ich registriere aus dem Augenwinkel Angelos hochgezogene Augenbrauen… Egal, Batterie aus dem nächstbesten Auto ausgebaut, Start. Broooaaaaap brap brap brap rooaoaaaaarrrr…… Der, öhm, „Auspuff“ ist der Knaller. Oder der Brüller. Meine Güte. Nunja, vielleicht ist der nur in der Garage so laut. Noch finden wir das lustig, immerhin läuft er im Leerlauf gleichmäßig und sauber und nimmt lautstark, aber willig Gas an.
    Die Reifenfrage: Zur Wahl stehen die alten originalen Reifen oder die sehr sehr alten 14Zöller auf den hübsch-hässlichen Kleeblatt-Alus. Wir entscheiden uns für die Kleblätter, sieht relativ viel besser aus. Man muß Prioritäten setzen. Platt sind sie ja eh alle 😀 . Da wir tatsächlich etwas aus früheren Horrortrips gelernt haben, werden drei Ersatzräder, Radkreuz und Wagenheber eingepackt. Normalerweise braucht man es dann nicht, wenn man alles dabei hat. Aber …..

    Also auf zur Tankstelle. Das erste Problem schlägt schon auf der Garagenausfahrt zu. Zu steil. Selbst im ersten Gang. Liegt bestimmt am alten Sprit, also mit viel Schwung und Schieben hochgemurkst. Also dann jetzt auf zur Tankstelle. Meine Güte, das ist echt laut. Aber fährt aus eigener Kraft und, oh Wunder, bremst auch. Außer der Handbremse, den Hebel kann man bis zum Dach ziehen oder dem Hintermann in die Hand geben. Aber wir wollen ja nicht parken, sondern fahren.
    Beim Tanken dann der nächste aha-Effekt. Der Sprit, den man an der Seite reinschüttet, läuft unten wieder raus. Befüllrohr defekt.

    An dieser Stelle lag ich das erste Mal auf dem Boden unterm Auto, ich sollte mich dran gewöhnen. Einigermaßen geflickt und vollgetankt, alle sieben Reifen aufgepumpt (das original Ersatzrad lag auch noch drin, aber verrottet) und mit Getränken versorgt, nehmen wir Abschied von Angelo. Begleitet von aufmunternden Worten („ich hatte schon auf den zehn km Angst, ob die Kiste hält, und Ihr wollt 2000 fahren? Good luck“ ) bollern wir los.
    Oh
    mein
    Gott.
    das ist laut. wirklich laut. und nimmt nicht richtig Gas an. Nur ein bißchen oder voll durchgetreten. Verbunden mit irrwitziger Lautstärke. Nur nach und nach kann ich mich gedanklich mit den restlichen Mängeln beschäftigen, in der Lenkung klappert es ordentlich, die Reifen hollern, das unerheblichste ist eigentlich das kaputte Radio. Man würde es nicht hören.
    Wir schaffen es bis auf die Autobahn. Und bis auf 80 Sachen. Trotz aller Zweifel, wir sind unterwegs und glauben jetzt einfach mal fest dran, wir schaffen das. Ja, wirklich. Nein, nicht wirklich…..
    Das erste Polizeiauto überholt uns, ich hab sie nicht rechtzeitig gesehen und das Gas stehen lassen, sie haben also die volle Föhnung abbekommen. Sie fahren zwar verdächtig langsam vor uns her, trollen sich aber doch irgendwann. Wahrscheinlich Mitleid gehabt. Es geht bergauf. Das hört sich so positiv an, aber bergauf heißt 2.Gang, Vollgas, 60 km/h. Vollgas heißt unfassbarer Lärm. Wie kann so ein kleiner Motor so erbarmungslos brüllen…Aber wir fahren. Erstes Minimalziel:spanische Grenze. Etwas Hoffnung kommt auf, als wir das erste Mal bergab über 100 fahren, allerdings auch Angst bei dem Geschlacker, was dann auftritt. Vorderachse? Wer braucht sowas… Fühlt sich an, als würde man mit einem Einkaufswagen rasen, wo die Nachlaufrollen anfangen zu flattern. Es wird dunkel. Und kalt. Die Heizung geht nicht richtig, nur im Stand ein bisschen, bei Fahrt sehr sehr lau. Zusätzlich zieht es durch das Loch im Batteriefach wie Hechtsuppe in den Fußraum. Vom Lärm gar nicht zu reden. Hab ich schon den Lärm erwähnt? Ich halte an, um einen möglichen quick fix zu checken, aber ist nicht. Der Mittelschalldämpfer (der genau unter dem Fahrersitz hängt) ist an der Naht aufgeplatzt, wahrscheinlich von einer derben Fehlzündung. Die kaputte Stelle zielt genau auf den Tank, dementsprechend ist es sogar ETWAS leiser, wenn vollgetankt ist, hahaha. Öfter mal was neues, Schalldämpfung durch Volltanken. Egal, weiter. Das sollte unser Motto werden. Egal, weiter.

    Unseren Grenzübertritt ins nächtliche Spanien feiern wir wie einen Sieg und fühlen uns wie Superhelden. Ich freu mich über die schnurgerade ebene Autobahn, denn nach dem mühsamen Erreichen der Reisegeschwindigkeit von 85 kann man ab und zu mal mit Halbgas dahin segeln, was den Lärmpegel halbiert. Für zehn Sekunden. Sehr erholsam. Nordspanien ist des Nachts allerdings auch sehr sehr einsam und ein bißchen gruselig. Lange sehen wir keine Autos oder Zivilisation, nur an den Rastplätzen. Wir müssen leider an jedem einzelnen halten um drei Reifen aufzupumpen, die immer Luft verlieren. Mittlerweile ist es saukalt, geschätzt drei grad plus. Bei einem Stop stopfe ich Pappe unter die Batterie, um den Eissturm durch das riesige Loch etwas zu dämmen. Ich fahre mit Kopfhörern, die dämpfen den Lärm etwas. Es macht sich eine gewisse Monotonie und Gewöhnung breit und ein bisschen Hoffnung, daß, wenn es so weiter läuft, doch das Ziel erreichbar wäre.
    Eigentlich wollten wir uns abwechseln, daß immer einer fährt und einer schläft, aber eigentlich ist eigentlich ein Frauenwort und praktisch war es gar nicht möglich, während der Fahrt zu schlafen. Unglaublicherweise hat Darren es dann doch im verlauf der weiteren Reise mehrfach geschafft, einzupennen. Auf seine Fahrkünste wollte ich mich bei dem, sagen wir mal, etwas schwierigem Material nicht verlassen, also Pause. Mußte bei einem Rastplatz sein, damit wir beim re-start die Reifen aufpumpen konnten, durfte aber nicht auf dem Rastplatz sein, weil wir aufgrund der Eiseskälte (ja, es hat dann tatsächlich gefroren) den Motor tuckern lassen mussten, um wenigstens ein bißchen Heizung zu haben. An dieser Stelle sorry an die Umwelt, aber wir wären sonst auf dem nordspanischen Feld in einem silbernen Escort erfroren. Wäre vielleicht auch nicht gut für die Umwelt. Oder doch? Ich weiß es nicht.
    Irgendwann ging es weiter, nach drei Stunden „Schlaf“, nächstes Etappenziel wäre Frankreich. Das wär schonmal ne Nummer,es bis zur Grenze zu schaffen. Unser ADAC-plus-Gedanke hat sich auch mittlerweile als Illusion entpuppt, die gelben Engel würden uns zwar nach Hause bringen, aber den „Wagen“ definitiv als „vor-ort-verschrottungs-würdig“ deklarieren. Keine Option! Das geht schon.
    Dienstagmorgen.
    Die Pyrenäen nahen, die Aufstiege werden steiler und sehr langsam, die Abfahrten dafür umso schneller. Huiiiii, 120 Sachen!!!! Wahnsinn. Das Rappeln und Schütteln von vorne allerdings auch Wahnsinn. Und das damit verbundene Klappern der Lenkung. Ich fahr von der Autobahn runter, um die Räder zu checken. Fühlt sich an, als wäre eins los. Oder alle vier. Ein Blick aus dem Fenster bei einer Proberunde durch einen Kreisverkehr bestätigt, das linke Vorderrad schlackert wie blöd, also Radwechsel.

    Unsere Gewissheit, alles notwendige dabeizuhaben, bekommt leichte Risse, als ich den arg verrosteten originalen Wagenheber in der Hand hab. Sanfte Gewalt bewegt ihn doch noch zur Funktion, der erste 13Zöller findet seinen Platz. Proberunde, genau der selbe MIst. Es kommt von rechts. Der Pirelli 185 60 14 „Spocht“ hat dicke Blasen geworfen. So ein Schrott, nach 24Jahren schon kaputt. Außerdem schade drum, da war noch Profil drauf. Ich behalte mir einen Beschwerdebrief an Pirelli vor. Beweisführung könnte wohl schwierig werden, irgendwie ist das kaputte Rad an dem spanischen Kreisverkehr liegen geblieben, absichtlich oder nicht lässt sich nicht mehr abschließend klären. Dunkle Erinnerungen bleiben an einen kurzen Streit, wer den Mist einladen muß, das große Ziel zählte wohl mehr in diesem Augenblick. Bei der Gelegenheit hab ich mal die VA gecheckt, das übelste Klappern kommt vom linken Spustangenkopf. Nach Abgleich mit Erfahrungswerten (reichlich vorhanden) befand ich ihn für noch nicht ausfallgefährdet und beschloß die Weiterfahrt mit Bewußtsein für eventuelle Notbrems-oder Lenkmanöver.

    Dieser Vorderachs-Radwechsel war ein Quantensprung. Wir hatten gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen, den ständigen Luftverlust, das Geholler und Gepolter, was mit den schmalen Reifen doch wesentlich weniger war, und außerdem ein gewaltiges Performance-Plus 😀 Ging schon viiiel besser jetzt.

    Richtung Frankreich wurde das Wetter wirklich saumäßig, es hat so geregnet, daß die (natürlich uralten) Wischer echt Mühe hatten, überhaupt das Wasser von der Scheibe zu kriegen. Na wenigstens war es etwas wärmer. Dann die Euphorie: Gleich kommt die Grenze!! Dann der Dämpfer: da wimmelt es von Polizei!!! Meine Güte, da stehen sogar sechs Polizisten direkt bei dem Mauthäuschen. Ich roll mit Standgas da rein und zieh mein Ticket, während die Höllenmaschine das Mauthäuschen leicht zittern lässt. Brap brap brap… ich komm mir vor wie ein Dragster am Start zur Viertelmeile, nur daß ich nicht voll durchziehen darf, wenn die Ampel grün wird. Mit Leerlaufdrehzahl rolle ich los, Leerlauf ist das einzige, was dieser besch…eidene VV-Vergaser noch richtig gut kann. Die Flics verziehen keine Miene!!! Die zucken noch nicht mal. Die gucken uns noch nicht mal hinterher, als ich nach ein paar hundert Metern doch ein wenig ans Gas gehen muß, um nicht rückwärts wieder nach Spanien zu rollen. Die MÜSSEN das gehört haben. Aber sie hatten wohl wie alle Polizisten, die uns begegneten (auch der, der an der Ampel in Bayonne neben uns stand und ein bißchen schräg rüber geguckt hat) einfach nur Mitleid mit zwei Irren, die in so einer Schüssel durch die Gegend schippern. Wenn die gewusst hätten, wo wir her kamen und wo wir hin wollten 😀 )

    Bayonne! Fast die Hälfte der Strecke, in meiner Lieblingsgegend am Atlantik, nahe Biarritz, hier ist es schön, hier kenn ich mich aus, fast wie zuhause fühlt es sich an. Die Stimmung steigt. Für einen Abstecher nach Biarritz (der eigentlich Pflicht ist, wenn man schon mal hier ist) bleibt aber wiederum keine Zeit. On a mission, wir müssen nach Hause. Die Stimmung fällt wieder. „Meinen“ Supermarkt, wo ich eigentlich einiges wichtiges kaufen wollte wie Ohrenstöpsel, irgendwas, um den verdammten Auspuff wenigstens ein bißchen zu umwickeln,billig tanken und ein bißchen Werkzeug kaufen, finde ich nicht auf Anhieb, was mich ein bißchen ärgert. Im nächstbesten Supermarkt kaufen wir dann immerhin Vergaser-Reiniger (kleines bißchen Hoffnung hab ich darauf gesetzt, ich war überzeugt, die zweite Stufe wäre nur verstopft. Natürlich vergeblich) und (festhalten) Waschpulver.
    Ja, richtig. Das ist einer dieser roadtrip-Momente, die lange im Gedächtnis bleiben. Darren war felsenfest überzeugt, der Heizungskühler wäre verstopft, und genau dieses Phänomen hätte er bereits erfolgreich bei seinem Transit mit Waschpulver bekämpft. Ich war nach einem Tag Dauerdröhnung zu benebelt, um zu widersprechen, also das Zeug da reingekippt. Dann tatsächlich noch eine günstige Tankstelle gefunden und weiter ging´s. Noch gut verfahren, sodaß wir insgesamt schlappe drei Stunden verbampelt haben, um Vergaserreiniger und Waschpulver zu kaufen. Aber: Egal, weiter.
    Halbzeit!! Noch 1000km, das war schon was. Aber so langsam wurde es wirklich übel. Als es dunkel wurde, wurde es auch wieder kalt, selbstverständlich hatten unsere Maßnahmen nicht gefruchtet, der Auspuff war auch nicht geheilt und die Karre wurde immer langsamer. Gegen Abend guckte ich mir einen Intermarche mit Baumarkt aus, um Werkzeug und Material zu besorgen, um den Vergaser zu zerlegen und saubermachen, den Auspuff provisorisch zu flicken, und um Essen und Sprit zu kaufen. Ankunftszeit 19.30, Öffnungszeit bis 19.30. In diesem Moment herrschte doch kurz eine recht eisige Stimmung, die nur durch das übliche „Egal,weiter“ ein wenig aufgelockert werden konnte. Wirklich nur ein wenig. in diese Zeit fiel auch der „LKW-Krieg“. Spanische LKW-Fahrer nutzen offenbar zur Mautvermeidung die Nationalstraßen und einer hat uns und andere wirklich aufs übelste bedrängt und äußerst gefährlich überholt, da hätte es auch fast final gekracht, mußte über den Randstreifen brettern, um nicht plattgemacht zu werden. Generell fahren die meist spanischen LKW-Fahrer wirklich wie die Schweine auf der Route Nationale. Heftig. Der Stimmung war das auch nicht so zuträglich, aber: Egal, weiter. Hatte mir mittlerweile aus Klopapier Ohrenstöpsel gedreht und zusätzlich Kofhörer auf, damit ging der Lärm einigermaßen klar, die Dröhnfrequenzen konnte ich aber immer noch in vollen Zügen genießen. Darren verzichtete auf derlei Schnickschnack, er war der Meinung, er hätte Strafe verdient für die dämliche Idee und müßte das einfach aushalten. Na gut 😉
    Die Vollgas-Orgie nahm ihren weiteren Lauf. Wenn mir vorher einer gesagt hätte, Du wirst mit Vollgas durch Frankreich ballern, wäre mir wohl eher eine Hochgeschwindigkeitsfahrt a la „Gumball“ in den Sinn gekommen. Spaaaaaß!! Das hier hatte wohl wenig damit zu tun. Immerhin war die Lautstärke aber geeignet, mit einem Lambo mitzuhalten. Hatte ich schon den Lärm erwähnt?
    Irgendwann nachts kamen mir nochmal erhebliche Zweifel an allem, nach der Schlafpause (die trotzdem wenig gebracht hat, Hotel befanden wir für Luxus, daher einfach im Sitz geschlafen) fuhren wir über eine Stunde durch finsterste Wälder, ohne Häuser, Orte oder Autos, schon gruselig.
    Mittwochmorgen.
    Der Morgen brachte die Erkenntnis, daß selbst der pessimischste Zeitplan noch locker total torpediert werden kann, und die Menschen im Supermarkt haben uns mal wieder schräg angeschaut, als wir, doch leicht zerrupft mittlerweile, unter der Heizung gestanden und uns über die schön warme Luft gefreut haben.
    Der Rest ist eigentlich kurz erzählt, 350km waren noch zu fahren, irgendwie war mir schon klar, daß es uns trotzdem noch den ganzen Tag kosten würde. Darren war mittlerweile total im Eimer und hing nur noch wie ein Sack im Sitz. Die Lehne war auf einer Seite gebrochen (beim Umziehen passiert, hihi), daher rutschte er immer, wenn ihm die Augen zufielen, zu mir rüber… Habe aber auf ankuscheln zum wärmen verzichtet, irgendwo hört der Spaß auf 😉
    Ich war halbwegs fit, die Mission hielt mich wach, die letzten Kilometer liefen dann gefühlt doch noch ganz gut (de facto weiß ich eigentlich gar nicht mehr viel davon), obwohl der Haufen nur noch 65 packte. Zuhause sind wir dann aus der Büchse rausgefallen und haben sie erstmal nicht mehr angeschaut.

    Donnerstagmorgen.
    Der Kopf dröhnt immer noch. Wir sind leicht erkältet. Unsere Knochen tun weh. Der Eimer steht vor der Tür und sieht immer noch traurig aus mit seinen 13ern vorne und den „Sport“felgen hinten. Und den Rostlöchern und Dellen. Trotzdem stellt sich langsam ein positives „Wir haben es trotzdem geschafft“-Gefühl ein. Natürlich stellt man sich die Frage, wozu der ganze Scheiß, aber man muß das einfach erlebt haben. In Gedanken war es einfach, in Realität natürlich nicht, aber wenn man dann mal drin sitzt in der Misere, dann ist es wie ein Sog, der einen nicht aufgeben lässt. Ich wollte dann einfach nur nach Hause, egal wie. Und der kleine Wagen hat uns nach Hause gebracht, egal wie,so gab es doch ein gutes Ende.

    Freitagmorgen.
    Ich fahr Darren nach Köln zum Flieger nach London, wir lassen die Woche Revue passieren, natürlich bedankt er sich herzlich bei mir, und ich verfluche ihn natürlich ebenso (obwohl er schon drei mal für mich nach North Walsham in Norfolk fahren mußte und er mich dafür genauso verflucht hat-aber das ist eine andere Geschichte 😉 ) und wir beschließen heldenhaft, nie wieder irgendwo im Ausland ein Auto zu kaufen und auf Achse heimzufahren. Nie wieder! Es sei denn, es ist wirklich super verlockend oder das Welt-Schnäppchen oder oder oder. Heizung, Auspuff, Achsen und Reifen sollten aber wenigstens in Ordnung sein. Und wenn nicht?

    Egal, weiter.

    • Daemonarch says:

      Sehr geile Story! Daumen hoch!

    • Sandmann says:

      Ay Billy Bob,

      ich ahnte ja schon aus Facebook, was da kommt 😀
      Krass. Ich glaube, wenn man weder Tod noch Teufel fürchtet und Vertrauen in die Technik hat bekommt man alles irgendwie geregelt. Cool, was ihr da gerockt habt, meinen tiefen Respekt. Vor allem die Kälte und die Lautstärke hätten mich angekotzt, ich werde ja schon pampig, wenn wie bei meinem Auto das Mittellager der Kardanwelle dröhnt….. Und dann auf dieser Strecke. Mannmann.
      Cool.
      Danke für den Bericht!

      Sandmann

      • Ay Sandmann, ja, die Dröhnung war derb, aber irgendwie haben wir es durch mentale Stärke geschafft, es durchzuhalten 😀 Bei Vertrauen in die Technik fällt mir auch noch was zum Thema landcruiser ein. Die Berührung des Zündschlüssels sagte mir, es wird nach Hause fahren. Aber das ist eine andere Geschichte 😉

        • Sandmann says:

          😀
          Magie. Wir werden sicherlich davon lesen.
          Wenn du noch mehr „loswerden“ willst lege ich auch gern mal einen Gastbeitrag für dich an 🙂

          Schönen Sonntag Abend!
          Sandmann

  9. thorsten says:

    Selten so gelacht!

    Genau aus den Gründen hab ich vor etwas über drei Jahren mal auf einen brauchbaren 1,8er 32b syncro verzichtet, den ich aus der Familie hätte geschenkt haben können. Er stand im südlichen Ungarn und ich hatte zu der Zeit nur einen Blazer LT als Zugfahrzeug, der mit Hänger immer 17l genommen hat. Überführung auf eigener Achse hat meine Lebenserfahrung einfach nicht mehr zugelasssen…..

    Geile Story und Daumen hoch für euren Mut!

    • Sandmann says:

      Ay Thorsten,

      okay, bei 17 Litern wäre ein Transport durch einen Sattelschlepper ja fast noch billiger geworden 🙂
      Seit man keine Kurzzeitkennzeichen mehr ohne TÜV bekommt werden meine Fahrten auf eigener Achse auch weniger. Zuletzt der Knudsen. Aber das war schon okay. Na ja, fast. Also….
      Ach, das erzähle ich ein andermal.

      Sandmann

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