Horror hinter der Gartenidylle!

Die Sonne scheint, die Vöglein singen.

Trügerische Idylle

Trügerische Idylle

Nach diesem sumpfig-verregneten Frost-Sommer kann ich es kaum glauben und blinzel verwundert ins Licht. Hallo schöner Tag, sei mein Freund, denn ich möchte gleich mal dieser wuchernden grünen Pest den benzinverbrennenden Kampf ansagen. Mensch und Maschine. Rasen mähen mit dem Verbrennungsmotor ist fast so asketisch wie Auto fahren, und nebenbei strenge ich mich auch noch ein bisschen an und werde vielleicht um den Bauch rum etwas dünner. Also raus aus dem Schuppen mit dem guten alten Stück, den letzten Schluck Benzin tanken, primen, anreißen und mit Kampfesgebrüll von bläulichen Abgaswolken umhüllt meinen Garten entern! *KRAAACK* Nein, es ist nicht der Sprung in der Scheibe vom lieben Carglas-Profi. Der dünne, schwarze Griff ist unten stumpf vom Metall abgebrochen. Und mein Schweißgerät ist kaputt. Und Örg ist nicht erreichbar. Und jetzt?

Erstmal Motor aus.

So. In meinem anderen, nicht minder vernachlässigten Schuppen habe ich noch ein paar Winkel und Schrauben. Mit dem Akkubohrer drille ich ein paar schmächtige HSS-Löcher in das marode Gehäuse der roten Grünzeugfräse, klemme mit der Wasserpumpenzange die Winkel drumrum und schraube sie mit Unterlegscheiben fest. Nicht bombenfest, aber leidlich schiebbar. Und ich denke über einen baldigen Neuerwerb nach. Anreißen, wieder blaue Wölkchen und angenehmes Geknatter – und ich mache ein paar Quadratmeter klar. Bis zu meiner kleiner Grilltreppe. Da muss ich den Mäher drübertragen auf die nächste Ebene. Irgendwie sind die meisten Vögel inzwischen verschwunden. Und dieser Stein war da gestern noch nicht. Noch während ich schreiend falle entschließe ich mich, das Wohl des eigenen havarierenden Körpers über das des schweren Gartengerätes zu stellen – und werfe ihn weit nach vorn von mir weg. Und falle ihm hinterher die Treppe runter.

Rad ab. Ich fasse es nicht. Mir die aufgeschlagenen Knie reibend begutachte ich den durch die nicht vorausberechnete Flugbahn und den unkontrollierten Aufschlag entstandenen Kollateralschaden. Irgend jemand möchte anscheinend heute verhindern, dass ich meinen Rasen akkurat kürze. Ist es mein Nachbar? Sticht er nebenan auf einen kleinen Voodoo-Rasenmäher ein? Ich glaube eher nicht. Wo sind die eigentlich alle, hier wohnen doch eigentlich noch mehr Menschen? Also, Bestandsaufnahme. Das Benzin im Kanister ist eh so gut wie alle, der Schiebegriff klappert unten unmotiviert in den Winkeln rum und das Rad ist unrettbar zerstört. Soll ich aufgeben? Aber das Wetter ist doch so schön!

Zwischengedächtnis. Aufgeben. Das Wort schmeckt mir nicht. In den vergangenen vier Wochen habe ich mehr als einmal an Kapitulation gedacht, zu viel zu regeln, zu viele existenzielle Hindernisse, zu viel wird plötzlich anders und zu viel war ungewiss. Alles zu viel. Ich habe gelernt, dass jeden Morgen die Sonne wieder aufgeht und dass mit Jammern niemandem geholfen ist. Nur Taten und Fakten bringen einen weiter, aber das ist eine andere Geschichte. Demnächst in diesem Kino. Kommen wir zurück in meinen Garten, wo eine Reaktivierung des störrischen Verbrenners unmöglich scheint. Aber halt. Da ist doch noch… Ah! Irgendwo hinter meinem Schuppen steht doch noch seit drei Jahren in Regen und Schnee der alte Elektromäher! Ob der es noch tut…?

Er tut’s noch! Und wie! Offensichtlich unbeeindruckt von den Jahreszeiten und auch nur mäßig eingewachsen schüttelt und rüttelt sich das rostige Kilowatt-Aggregat, was in der hintersten Ecke meines Gartens eigentlich nur überlebt hat, weil ich jahrelang zu faul war, ihn zu entsorgen. Na siehste. Ist doch gut, mal was aufzuheben. BROOOOOOOOOO er mäht und mäht. Elektrokabel sind für mich sowas wie Schaltgetriebe. Wenn Sie jahrelang Automatik gefahren sind, würgen Sie einen Schalter an der Ampel gern mal ab. Wenn Sie jahrelang mit Benzin gemäht haben, schreddern Sie gern mal über das Stromkabel. Ach, was rede ich, es geht doch und ich habe frische Hoffnung, heute noch einen gemähten Rasen zu haben 🙂

BROOOOOOO BRAAAAAAAA!!!!!! *ROMMS* –schmurgel– Britzelnd und ein bisschen nach aufziehendem Gewitter stinkend guckt mich der grün-weiße Stromfresser schweigend an. Unten im Haus höre ich ebenfalls eine Stille wie auf dem Friedhof. Ich führe das jetzt mal spontan auf einen regelrecht pulverisierten Sicherungskasten zurück. Eine Amsel flattert schimpfend aus dem Apfelbaum über uns heraus. Wie eine Leiche drehe ich den waidwunden Hausherrenhelfer auf den Rücken und lächel sprachlos in eine Kamera, die hier doch irgendwo vorhanden sein muss. Und Kurt Felix. Oder wer macht das jetzt? Der Elektromotor ist brutal aus dem Gehäuse herausgebrochen. Die Jahre im Schnee haben anscheinend doch ein paar Spuren hinterlassen. Er ist tot. Mausetot. Ich drücke im Haus alle Sicherungen wieder rein und will resignierend den Rasen Rasen sein lassen, als mir eine letzte Idee kommt…

Na klar. Aus zwei macht eins, jetzt habe ich ja ein paar (leider grüne) Räder übrig, die ich vom selbstzerstörten Elektromäher an den zerstolperten Benzinmäher schrauben kann! An den Gartenzäunen haben sich inzwischen nennenswerte Mengen an Zuschauern versammelt, die bei jeder neuen Aktion applaudieren und johlend große Mengen Popcorn und Bier verzehren. Stelle ich mir zumindest vor, tatsächlich bin ich heute wirklich der einzige Mensch hier in Kiel, der sich energisch um seinen Rasen sorgt. Selbst die Amsel ist nicht mehr zu hören. So. Das neue Rad ist dran, die Schrauben des griffhaltenden Provisoriums sind nachgezogen und endlich kann ich mein Werk vollenden. Nein. Kann ich nicht. Das Benzin ist ja alle.

Argh. Also fahre ich singend zur Tanke ins Gewerbegebiet, fülle mein kleines Kanisterchen mit gutem Super und fahre wieder zurück. Langsam sinkt auch schon die Sonne. Aber das schaffe ich noch, ein paar Quadratmeter sind ja schon gekürzt. Insgesamt sind es 1000. Aber wen juckt das, ich kam bis hier, nun bringe ich das auch zu Ende 😀 Griff drücken, primern, anreißen und BROOOOOOOO knattert der alte Herr wieder seine blauen Wölkchen in die Welt. Korb ab, die inzwischen kniehohe Wiese wird heute mal „on the fly“ gekürzt. Saftiges Gras umspült meine nackten Füße. Es riecht ein bisschen nach Benzin und sehr stark nach Sommer. Irgendwo weit entfernt grillt jemand. Die Amsel ist wieder zurück gekommen und schielt mich argwöhnisch an, während ich die nächste Ebene in Angriff nehme. *KRAAACK*

Der eh schon am unteren Gehäuse zusammengeschraubte Griff ist mitten durchgebrochen. Abgeschert. Abgerostet, was weiß ich. Sandmanns Geduld ist groß, sein Fell ist dick und sein Durchhaltevermögen episch überliefert – aber nun ist gut. Aus. Ich habe keine Lust mehr. Ich trete schimpfend den abgerissenen Motor des Elektromähers quer durch den Garten, er zerstört kullernd zwei Blumentöpfe und bleibt im Erdbeerbeet liegen. Ich schiebe den endgültig verstorbenen Benzinmäher schnaubend in den Schuppen zurück. Heute soll es nicht sein. Ich geh jetzt duschen. In der nächsten Woche kaufe ich mir einen neuen Rasenmäher und zünde die beiden alten vielleicht einfach an. Mitten auf der Straße. Mal sehen, wie lange die brennen. Aber wie ich mich kenne stehen die jetzt sowieso die nächsten Jahre da, wo sie verendet sind.

Treibt IHR Garten Sie manchmal auch in den Wahnsinn?

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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36 Responses to Horror hinter der Gartenidylle!

  1. bronx.1965 sagt:

    Hallo Sandmann,

    ja der liebe Garten. In den Wahnsinn treibt er mich nicht, das machen zwei Birken, die NICHT in unserem Garten, sondern dicht daneben stehen. Die würde ich am liebsten plattmachen. Kein Schiebedach, kein Fenster kannst Du offenlassen ohne diese Birkenfusseln anschliessend im gesammten Auto, incl. Gebläsekasten, zu haben.
    Mein Rasenmäher hat es dagegen etwas besser als Deiner. Der bekommt jedes Frühjahr einen Ölwechsel, eine Messerschärfung und funktioniert so bereits seit knapp zwölf Jahren ohne Mucken. Kerzenwechsel ebenso.
    Vielleicht habe ich durch meine Kindheit, verbracht in Meck-Pomm, einfach ein anderes Verhältnis zu solchen Dingen. Wenn ich etwas machen will, kann ich es NICHT ausstehen, erst etwas machen ZU MÜSSEN, um etwas machen ZU WOLLEN. Das kostet Zeit, die ich lieber anders nutze. In meiner Heimat sind die meisten Fahrzeuge grün und tragen den Namen John Deere oder Claas. Und Pflege ist da ganz selbstverständlich, weil DIE Leute davon leben. Vieleicht prägt das einen. Aber ich schweife ab. Nee, der Garten ist immernoch Entspannung. Aber, lieber Sandmann, vielleicht hast Du einfach zu wenig Zeit dafür.
    Was mich bei Deinem Pensum nicht wundern würde.

    Grüße nach Kiel,
    Bronx.

    • Sandmann sagt:

      Bester Bronx,

      die Zeit, die ich nicht habe muss ich mir dann wohl einfach nehmen. Hm. Aber du hast recht, sehr viel Pflege bekommen meine Gerätschaften im Allgemeinen nicht. Meine Autos auch nicht. Von meinem Rasenmäher muss ich allerdings auch nicht leben 😉
      Leider ist es tatsächlich verlorene Lebenszeit, sich um sowas zu kümmern. Das hat tatsächlich mehrere Stunden gedauert, bis ich dann am Ende doch das Handtuch geworfen habe. Trotzdem ist mein Gärtchen ein Ort der Entspannung. Vielleicht muss ich NOCH mehr die Flächen vereinfachen. Oder so viel verdienen, dass ich mir einen Gärtner leisten kann 😉

      Sandmann

  2. bronx.1965 sagt:

    Hallo Totalverweigerer,

    Du meinst im Ernst, es kostet Lebenszeit, sich um sowas zu kümmern? ICH meine, es kostet mehr davon, DAS in Ordnung zu bringen. Das Du von Deinem Rasenmäher nicht leben musst, war mir auch schon vorher klar. Ich meinte nur, die Einstellung, welche man erfahren hat, sollte einen dazu animieren, die Dinge zu pflegen. Hat ja schliesslich mal Geld gekostet.

    Hm, grübel, Bronx.

    • Sandmann sagt:

      Bester Bronx,

      ich wollte mich mit meinen Worten nicht zur kompletten Wegwerfgesellschaft outen… Du hast ja recht, es ist gut, die Dinge zu hegen und zu pflegen, die einem lieb und heilig sind.
      In meinem konkreten Fall sind das meine große Liebe, meine Kinder, meine Gesundheit, meine Freunde und mein Zuhause. Vor diesen großen Gütern darf ein Rasenmäher doch sicher mal hinten runter fallen, ohne gleich eine Metapher zu werden, oder? 😉

      Pflegende Grüße
      Sandmann

  3. bronx.1965 sagt:

    Sandmann,

    macht er nicht. Bin halt bei einigen Dingen schrecklich altmodisch und das äussert sich dann schon mal.

    Schönen Sonntag,
    der Bronx.

    • Sandmann sagt:

      Bester Sonntags-Bronx,

      in Sachen Werterhaltung ist inmitten einer Einweg-Gesellschaft eine gewisse Rückkehr zu alten Werten auch sehr sehr löblich. Auch ich merke langsam, dass ich älter und ein bisschen werterhaltender werde 😉
      Also äußer dich gern weiter mit dem, was dir gerade in den Kopf kommt. Das ist schon sehr okay!

      Und jetzt backe ich Croissants und meine kleine Tochter macht Rührei. Gibt es etwas schöneres als den Sonntag Morgen? Äh… ja, gäbe es, nämlich wenn mein halbfinnisches Fräulein Altona AUCH noch hier wäre. Aber die sehe ich heute Abend *freu*

      Sandmann 🙂

  4. Markus1975 sagt:

    Wuhahahaha!!!!!!!!!!!!!

    Gninini 🙂
    Boah mein lieber. Wieder direkt aus dem Leben. Toll. Einfach nur toll!
    Die liebe Gartenarbeit. Wie sehr ICH sie doch schätze. Ich habe kein Unkraut, ich habe kein Rasen. Öööhh. Wie jetzt? Jaja. Ich HABE keinen Rasen. Dafür jede Menge schönes extra im Wald besorgtes Baummoos. Dieses ist komplett bei mir im Garten verteilt worden. Quasi wie Rollrasen. Das Zeug ist echt toll. Das einzigste was ich so einmal im Monat machen muß ist diesen schönen dunkelgrünen Waldrasen einzukürzen. Und wenn ich einmal etwas pflanzen möchte? Tja. Dann schneide ich ein wenig Moos weg, setze dieses an anderer Stelle wieder hin und pflanze Gladiolen, Dalien, Lilien…. So einfach ist das!
    Dies klappt allerdings nur mit sehr kleinen Rasenflächen wie bei mir. 😉
    Du mußt wohl oder übel weiter mähen. Oder…HEY! Laß den Kram wachsen, sense es nieder und verkaufe es als Heu. Hehe

    Leicht gehässige Wünsche (prust)

    Markus

    • Sandmann sagt:

      Ay Markus,

      😀 Moooooos??? Na ja, wenn ich so weitermache habe ich auch nur noch Löwenzahn und Moos und kein Gras mehr. Die Treppe, die wir gebaut haben benötigt in diesem Herbst dringend eine große Wartung. Sie ist ein bisschen abgesackt und leicht verwildkrautet 😉 Vielleicht können wir das ja mit dem schon lange offenen Portwein kombinieren?

      Nun ist mir auch noch die Fadenspule meiner Motorsense um die Ohren geflogen. Keine guten Tage für Gartenarbeiten. Ich geh heute erstmal auf den Großflohmarkt…

      Sandmann

  5. Markus1975 sagt:

    Hey Jens

    Deine Treppe muß saniert werden? Hm. Da müssen wir einmal schauen wie WIR das zeitlich timen können. Bock hätte ich schon. Platte hoch, unterfüttern und nen kleinen Schnack halten.
    Und nur einmal so…ich habe doch tatsächlich noch einen E-Rasenmäher bei mir stehen. Und wirklich wenig benutzt. Du müßtest halt nur einmal rumkommen. Knuddel, Käffchen, Unterhaltung, einladen und bei Dir zu Hause Rasen mähen.
    Oder sollte ich bekloppter Hund einfach rumfahren und MÄHEN?

    V8 mäßige Grüße

    Markus

    • Sandmann sagt:

      Ach du immer hilfsbereiter GUTER!

      Ich habe von einem Kumpel für nen Zwanni einen weiteren Benzinmäher bekommen, der es noch ganz gut tut 🙂 Außerdem habe ich mir am Wochenende noch ein E-Schweißgerät gekauft und werde nun mal dem alten Kollegen zu Leibe rücken. UND dann auch gleich bei beiden Maschinen einen Ölwechsel machen und die Messer schärfen.
      Vielleicht sollte ich mich doch mal ein bisschen mehr um meine Gerätschaften kümmern, ich fühle mich geläutert…

      Und mit der Treppe da schauen wir mal. Ich pendel mich erstmal mit Hamburg ein…
      Sandmann

  6. micklip sagt:

    Mein lieber Sandmann,
    sollte dir das wirklich alles auf einmal am gestrigen Samstag passiert sein, dann hast du meine volle Hochachtung vor so viel Durchhaltevermögen. Ich hätte wohl spätestens nach dem zweiten Malheur das Handtuch geworfen und die Ereignisse als Signal von oben interpretiert, dass meine Arbeitskraft heute anderweitig sinnvoller eingesetzt werden kann.
    Du meine Güte, zwei wohl endgültig zerstörte Rasenmäher und der Rasen sieht sicher auch nicht schöner aus als vorher…
    Aber mir scheint, die Freude am Aufschreiben der Horrorgeschichte hat dir ganz gut über den Frust hinweg geholfen 🙂
    Mick

    • Sandmann sagt:

      Bester Mick,

      ich muss mit Schamesröte gestehen, dass mir das alles am VORLETZTEN Samstag passiert ist, allerdings dann tatsächlich innerhalb von drei Stunden. Nachdem ich mich mit dem Benzinmäher umfangreich auf die Fresse gelegt hatte hab ich dann auch die Kamera geholt, denn ich kenne solche Situationen inzwischen. Ich kann es förmlich RIECHEN, wenn was eskaliert 😉 Na ja, und der Rest ist Geschichte. Wie eben bei Markus beschrieben habe ich ein Happy End 🙂

      Sandmann

      • micklip sagt:

        Ah ja, ich erinnere mich. Das war der Samstag als ich aus Dänemark zurück gekommen bin. Da war’s ja auch sonnig und warm. Aber darum ging’s mir ja eigentlich nicht. Vielmehr fand ich es genau wie du so unfassbar, dass das alles tatsächlich hintereinander an einem Tag passiert.
        Deshalb auch: Kompliment für deinen Riecher für solche Situationen 🙂
        Mick

        • Sandmann sagt:

          Ay Mick,

          ich weiß nicht, ob ich einen Riecher für Chaos habe und wenn – weiß ich nicht, ob man mir dafür Komplimente machen sollte 😉

          IN der Tat stelle ich immer wieder fest, dass in meinem Leben seit jeher einfachste Alltagssituationen ab und an ein bisschen eskalieren. Vielleicht habe ich genau deshalb mal angefangen, sie aufzuschreiben. Auch, wenn es ziemlich absurd ist, immer und überall Fotos zu machen 😀

          Sandmann

  7. bronx.1965 sagt:

    Hey Sandmann,

    Ich hoffe, Dir nicht zu nahe getreten zu sein. Wenn man neben seiner eigentlichen Arbeit noch einen Hof zu laufen hat, dann sieht man die Dinge manchmal auch ein wenig zu engagiert. Meint jedenfalls meine Familie. 🙂
    Mir ist es halt nur lieber wenn alles so läuft, wie es soll.
    Übrigens, wenn es dann schon so hoch wie Prairiegrass steht, solltest Du über einen Mähbalken nachdenken, die sind sehr robust, brauchen wenig Pflege.

    Geniesse den Nachmittag,
    Bronx.

    • Sandmann sagt:

      Bester Bronx,

      was ist ein Mähbalken??? Also… ich habe mir vor zwei Wochen eine Motorsense gekauft, mit Verbrennungsmotor. Da ist mir aber wegen einer falsch zusammengesteckten Fadenspule das ganze Untergerät um die Ohren geflogen, aber das wollte ich euch nicht auch noch antun 😉
      Ist das ein Mähbalken?

      Ansonsten mähe ich eigentlich immer alle 14 Tage ohne Fangkorb, nur in diesem Sommer war das Wetter einfach so schlimm, dass ich das mehrfach verschleppt habe. Und dann wird’s einfach irgendwann schwierig 😀

      Du hast noch einen Hof „nebenbei“? OMG hat dein Tag etwas AUCH 28 Stunden, so wie meiner?

      Sandmann

  8. bronx.1965 sagt:

    Moin Sandmann,

    ja, einen Hof nebenher ist auch noch da. Alles Gewohnheit, machbar wenns LÄUFT. Sonst, weißt ja..
    Ein Mähbalken ist eine Art liegende, übergroße Heckenschere für Weideland. Viel effizienter als eine Motorsense.
    Da ich mit ausgerenkter Kniescheibe momentan einer gewissen Einschränkung meiner Beweglichkeit unterliege, habe ich momentan ein wenig mehr Zeit, als sonst.
    Meintest Du das mit dem Messerschärfen und dem Ölwechsel ernst? (GRINS!)

    Beste Grüße aus dem Land der Messer,
    Bronx.

    • Sandmann sagt:

      Bester Messer-Bronx,

      ja, ich glaube das mit den Pflegeeinheiten meine ich ernst. Soll ich mich melden, wenn ich die angekündigten Reparaturen durchgeführt habe? 😉
      Vorher habe ich aber noch ein paar andere Baustellen, heute Abend arbeite ich die mal textlich ab…

      Sandmann

      • bronx.1965 sagt:

        Du wenig Zeit habender Sandmann,

        unbedingt Vollzug melden. Stell Dir vor, es fliegt Dir noch mehr um die Ohren und ich les dann hier nix. Das kann`s ja auch nicht sein.
        Reichst Du die Story mit der Motorsense gelegentlich nach? Noch`n Tipp wenn Du mit der arbeitest: Brille auf! Damit Du auch danach noch siehst, was Du geschrieben hast. (Smile)

        Bronx

        • Sandmann sagt:

          Ay Bronx,

          guter Tipp 🙂 Aber ich mache da nicht auch noch eine Story draus, irgendwann muss ich ja auch mal arbeiten! Und schließlich ist das ja kein Gartenblog hier…

          Sandmann, heute mal in Hamburg mit dem Fahrrad unterwegs!

  9. SteffenG sagt:

    Hi Sandmann,

    Brons meint ein Umgangssprachlich auch Balkenmäher genanntes Gerät. Bei hohem Gras sehr feine Sache, macht auch Junge Bäume und Sträucher platt. Benötigt jedoch auch ein wenig Öl, Benzin und Pflege….
    Dronx kennt sicher auch den E931, ein Musterbeispiel für einen solchen Balkenmäher. Man kann damit zusätzlich auch noch ein kleineres Feld bewirtschaften, Schnee räumen…

    Steffen.

    • SteffenG sagt:

      Irgendwie bin ich zu doof Bronx zu schreiben….

      Sorry!

      • Sandmann sagt:

        Ay Steffen,

        Montags darfst du dich gern mal vertippen, das passt schon 🙂

        Also auf so richtig kombinierbares, schweres Gerät muss ich zum Glück nicht zurückgreifen. Ich habe zwar einen für kieler Verhältnisse einen relativ großen Garten, der besteht aber eigentlich hauptsächlich aus Rasen und Obstbäumen (und Brennesseln und Löwenzahn und Queke…). Mit einer schönen Rasenfrisur und einem abschließenden Kantentrimming sieht das alles dann schon recht ordentlich aus.
        Der Rest ist reiner Zeitaufwand, den ich gern betreibe – Gartenarbeit entspannt mich sehr 🙂

        Sandmann

      • bronx.1965 sagt:

        Bester SteffenG,

        mach Dir nix draus.
        Übrigens, genau ein solches Ding meinte ich. Sehr nützliche Sache.
        Aber ob Sandmann damit klarkommen würde, müsste ein „Feldversuch“ klären 😉

        Bronx

  10. bronx.1965 sagt:

    Ausleihen? Bestimmt doch bei BOELS oder so. Bin mir sicher, Du hättest hohe Haltungsnoten.
    Aber, mit dem Fahrrad in Hamburg unterwegs, da bist Du doch ziemlich exponiert, oder? Ich hab das mal in Berlin durch und wäre dabei an einem Tag fast dreimal überfahren worden.
    Dann wünsch ich mal „Hals und Beinbruch“.

    Bronx

    • Sandmann sagt:

      Ay Bronx,

      Hamburg kannst du mit Berlin nicht vergleichen. Wenn man ein bisschen die Scheuklappen links und rechts aufhat, ist Fahrradfahren hier kein Problem. Einzig die Höhenunterschiede zwischen der Stadt und dem Elbtal, man mag es als Außenstehender kaum glauben, sind doch recht heftig. Vor allem, wenn die Gangschaltung nicht mehr geht und im dritten hängengeblieben ist, seit man ein wenig angetrunken des Nachts vom 40. Geburtstag eines Kumpels auf dem Nachhauseweg… äh… aber das ist eine andere Geschichte.

      Sandmann 🙂

  11. bronx.1965 sagt:

    Bester Sandmann,

    ich habe heute mit meinen lieben beschlossen, mal nach HH zu fahren. Wollen uns mal etwas von dieser schönen Stadt gönnen. Ich war das letztemal 98 da. Ein Freund von uns spielte da am Thalia-Theater. Du hast mich neugierig gemacht. Dann soll es da auch noch eine Art LOXX geben, wie in Berlin. Darauf ist mein kleiner ganz scharf.

    Darauf freut sich, Bronx & Familly.

    • Sandmann sagt:

      Bester Bronx,

      LOXX? Was ist das denn?
      Hamburg ist tatsächlich eine wunderbare Stadt! Ich wüsste jetzt gar nicht recht, was ich euch da empfehlen kann… Zum Shoppen würde ich im Alsterhaus parken und dann über die Mönckebergstraße flanieren (wo es auch eine ganz hervorragende Currywurst gibt!). Da seid ihr ja auch zentral am Rathaus und an der Binnenalster. Dann gibt’s noch einen schönen Park, Planten und Blomen, da kann man fein spazieren gehen. Die Sankt Pauli Landungsbrücken sind immer wieder sehenswert, und ein bisschen weiter die Elbe rauf stehen dann die Docklands, da gucke ich aus meinem Büro drauf 🙂 Abgefahren ist bei gutem Wetter auch der Ohlsdorfer Friedhof. Der ist so groß, dass du da mit dem Auto rauffahren kannst.
      Na ihr macht das schon 😀

      Sandmann

  12. bronx.1965 sagt:

    Hello Sandmann,

    Danke für die Tipps. Da hab ich doch gleich ein paar Punkte für so einen Tag. Ja, wir werden das übernächstes WE tatsächlich machen, tut ganz gut, mal was anderes zu sehen.
    Zu Deiner Frage: ein LOXX ist eine Art übergroße Modellbahnausstellung mit allem drum und dran. Und da mein kurzer erst Elf ist, ist er da natürlich (noch) brennend interessiert.
    Es soll ja Leute geben, die solch ein Hobby das ganze Leben pflegen. Wenn wir so etwas machen, sollen ja alle ihren Spaß haben. Da aber allein DAS schon 3 Stunden dauert, werde ich ein Hotel suchen. Dann hat man auch noch den Sonntag.
    Übrigens, das Hamburger LOXX ist die größte Modellausstellung der Welt, les ich grad.

    Danke und Gruß,
    Bronx.

    • Sandmann sagt:

      Ay Bronx,

      okayyy wen der Kurze 11 ist reißt ihn vielleicht der Ohlsdorfer Friedhof nicht von den Puschen 🙂

      Modelleisenbahnen… irgendwo bei meiner großen Schwester müsste noch meine komplette Fleischmann H0 lagern, die ich glaube ich seit 30 Jahren nicht mehr aufgebaut habe… Anita? Frag mal meinen Lieblingsschwager, wo er die weggespeichert hat, nachdem er und Becker die kreuz und quer unter dem Tannenbaum verlegt hatten. Das ist nun auch schon 15 Jahre oder so her…

      Sag mal bescheid, vielleicht sehen wir uns ja auf einen Kaffee?

      Sandmann

      • bronx.1965 sagt:

        Sandmann,

        grins, nee, das wird ihn nicht vom Hocker reissen. Aber mir vielleicht gefallen. So hat jeder seins. Im Ernst, ein Friedhof der so groß ist, das man mit dem Auto rauffährt? Schon merkwürdig. Hängt das vielleicht mit dem Krieg zusammen? Hamburg wurde ja übel mitgespielt. Operation Gommorha, allseits bekannt.

        Eine Frage noch? was willst Du mit nem E-Schweissgerät?
        Elektrode? Blech? Klär mich auf.

        Gruß, der Bronx.

  13. Markus1975 sagt:

    Hey Jens

    Du kennst mich doch. Bei Menschen die ich mag, da bin ich anwesend wenn es brennt. Es sei denn die Firma funkt dazwischen. ALLES andere ist ansonsten nebensächlich. Und genau das Gegenteil findest Du dann bei denjenigen die ich nicht mag bzw. die bei mir extrem ver…… haben. 😉
    Du hast Dir ein Schweißgerät gegönnt? Das nenne ich doch einmal Fortschritt. Mein Mitteltopf vom V8 hat das Zeitliche gesegnet. Ideen? 🙂
    Ne laß mal. Ich hole mir beizeiten einen neuen. Edelstahl soll ja schwer zu schweißen sein. Habe ich jedenfalls mal so gehört.
    Und denke daran mein Gutster. Du schweißt da extrem dünnes Blech! Nicht das Dein Schweißgerät als „Plasmaschneider“ dient!
    Loch an Loch und es hält doch 😉

    V8 mäßige Grüße

    Markus aus der Frühschicht

    • Sandmann sagt:

      Bester Markus,

      danke für die Tipps 😉
      Ich hatte schon ein Schutzgas-Schweißgerät, noch aus Zeiten, wo ich meinen Granada Anfang der 90er über den TÜV gebracht habe. Das gehört jetzt meinem Nachbarn, der Drahtvorschub macht es nicht mehr so, da hab ich es gegen eine Kiste Bier und eine Pizza eingetauscht.
      Das was ich jetzt habe ist ein E-Schweißgerät. Damit kannst du sowieso keine Auspuffe schweißen 😉

      Puh. Morgen ist Freiiiiiitag!

      Sandmann

  14. calimero sagt:

    Woher nimmst du die Kraft, auch noch Fotos zu machen???
    Die meisten Menschen, die ich kenne hätten längst jemanden umgebracht oder wären Amok gelaufen. Du bist beeindruckend.

    Abel

    • Sandmann sagt:

      Ay Calimero,

      Gewohnheit vielleicht? 🙂 Und glaube mir, wenn du privat ausschließlich von weiblichen Wesen alles Altersklassen umgeben bist und beruflich mit mehr oder weniger schrägen Menschen zusammenarbeitest bekommst du ein dickes Fell.

      Sandmann

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