Knallert forbudt – einfach nur DA sein.

Am Rand der Welt. Schön hier.

Am Rand der Welt. Schön hier.

Teil 3 – in den Tag hinein
Mit der Mofa nach Dänemark. Für U20 ein Riesenspaß, für Ü30 irrationaler Schwachsinn und für Ü40 wieder ein Riesenspaß. Da sind wir nun. Wie Herr S. und ich es hierher geschafft haben können Sie HIER (klick) nachlesen, wie alles begann HIER (nochmal klick). Hm. Und was machen zwei Freunde jetzt? Wahnsinn. Wann haben Sie sich das letzte mal gefragt, wie Sie wohl den Tag verbringen werden – so randvoll mit Minuten und Sekunden, dass einem fast schwindelig werden könnte vor Freude. 🙂 In dieser Geschichte kommen nur wenige Mofas oder Autos vor. Es geht um was anderes. Doch fangen wir vorn an, mit dem *schmerzhaften* Aufwachen in einem Zelt, auf einer… na ja…. urks…

… jedenfalls nicht auf etwas komfortablem.

das will sich niemand freiwillig antun

das will sich niemand freiwillig antun

Es ist lange her, dass ich ein Bild im Kleinformat am linken Rand des Textes eingefügt habe. Die großen breiten Bilder finde ich eigentlich besser, aber das will ich Ihnen nicht ungefragt zumuten. Aber bleiben wir bei groß und breit, das war ich beides gestern Abend auch, viele gute Gespräche unter zwei guten Freunden, und irgendwie war plötzlich der Wein alle. Hat jemand mitgezählt? Ja, aber in unserem Alter brüstet man sich nicht mehr mit der Anzahl der Flaschen. Viel schlimmer als die pure Menge ist eigentlich, dass es kein Wein, sondern der von Herrn S. importierte rosa Penny-Prosecco war. Viel schlimmer als rosa Penny-Prosecco wiederum ist eigentlich die langsam heraufkriechende Kälte, der ich Anfangs noch mit Jeans im Schlafsack (*schauder*) und Kapuzenpulli begegnen kann. Viel schlimmer als die langsam heraufkriechende Kälte ist die Tatsache, dass die teure, selbstaufblasende High-Tech-Trekkingmatte, die mir Herr S. freundlicherweise zur Verfügung stellt unter meinem Atlas-Körper den Weichheitsgrad einer Bildzeitung entwickelt und ich quasi direkt auf dem in vielen Jahrzehnten steinhart gezelteten dänischen Kiesboden schlafe. Hallo junger Morgen. So fühlt man sich also, wenn man alt wird. Endlich erfahre ich das auch mal. Notiz an mich selbst: Heute kaufe ich eine Luftmatratze. Doch vorher will ich erstmal lange und heiß duschen. Noch ne Notiz: für Warmwasser brauche ich die Campingkarte. Wenn ich morgen nicht wieder nass, frierend und fast nackt in der Morgensonne zurück zum Zelt hopsen will sollte ich die gleich mitnehmen.

Sonnenaufgang in Henne Strand

Sonnenaufgang in Henne Strand

Ein langer entspannter Tag liegt vor den beiden wackeren Norddeutschen, und die erste Mission tendiert in Richtung Nahrungsaufnahme. Das Jagdgebiet ist die kleine, noch menschenleere Einkaufsstraße von Henne Strand, und die avisierte Beute besteht aus fluffig-tuffigen Weißmehlbrötchen, Marmelade fra den gamle Fabrik, Butter (salted), Mjölk und selbstverständlich dänischer Leverpastej™, grovkacket. Sie kennen das nicht? Sie mögen grobe Leberwurst? Nun – Leverpastej™ ist ungefähr das gleiche, man bekommt sie frisch im Kühlregal bei Kobmand Hansen, der jetzt nicht mehr Kobmand Hansen heißt sondern SuperSPAR. Na Mensch. Fein in einer lieblosen Aluschale gegart sieht Leverpastej™ ein bisschen so aus, als hätte Dänemark mit diesem traditionellen Lebensmittel seine Sondermüll Entsorgungsprobleme ein für allemal gelöst. Ein Haltbarkeitsdatum bis 2017 macht diesen Eindruck nicht besser, aber glauben Sie mir, auf einem frischen Brötchen schmeckt die echt lecker 🙄

Zwischen tilbud und udsalg

Zwischen tilbud und udsalg

Ein weiteres Phänomen neben der Leverpastej™ ist in Dänemark der permanente Ausverkauf von allem. Irgendwo ist immer tilbud, udsalg, lav pris und frit valg, da aber niemand jemals die ursprünglichen Preise hinterfragt und ich so früh am Morgen schon des Umrechnens müde bin werfe ich alles überlebensnotwendige in den kleinen albernen Wagen, den Herr S. hinter sich her zieht. Oh. portugiesischer Roséwein im Drei-Flaschen-Gebinde, ebenfalls tilbud? Angesichts der staubigen Trockenheit in dem mitgeführten Prosecco-Vorratskeller erscheint mir das eine trinkbare Alternative, und wir legen drei Flaschen in die Kühltruhe zur Leverpastej™. Wenn die Runde durch den Kobmand abgeschlossen ist haben die eine feine Grundfrische in den Flaschen. Hui und jetzt freue ich mich auf ein gemeinsames Frühstück in der wärmenden Morgensonne, mit frischem Kaffee aus dem Kessel und einem ganzen langen Tag ohne einen einzigen Termin vor uns.

Homeward Bound

Homeward Bound

Nun ist’s doch mehr geworden als geplant 🙂 Ein für diese Jahreszeit erstaunlich blauer Morgenhimmel spannt sich über das kleine Städtchen wie ein weiches Laken. Verschlafene Krämer und Klamottenladeninhaber lassen träumend ihre Rollos hochrattern, eine Bäckerin, die von der Straße aus viel hübscher aussieht als aus der Nähe am Tresen verkauft uns noch luftige Mehlprodukte mit dem Nähwert von schon fünf mal recycelten Pappkartons und wir machen uns angenehm komplettiert auf den Rückweg zum Campingplatz. Was nur rund 300 Meter sind, aber in meinem Alter und vor allem nach SO einer Nacht fühlt sich das nun doch ein bisschen so an wie die Green Mile. Ich beschließe, irgendwann heute noch ein kleines Schläfchen zu halten, vielleicht auf einer Holzbank. Oder auf den Steinen vorm Badeland. Alles ist weicher als diese teure selbstaufblasende High-Tech-Trekkingmatte, wie kann irgend ein Mensch auf sowas denn bloß einen gesamten Urlaub verbringen? Ja bin ich denn ein Fakir? Aua. Arks. Nicht so schnell.

Frühstück, nicht bei Steffanie

Frühstück, nicht bei Steffanie

Ach wissen Sie was? Genug übers Alter gejammert. Die Sonne scheint, während 300 Kilometer weiter südlich in Deutschland ein kühler Landregen niedergeht. Petrus ist den Mofareisenden hold, ich stelle mir die Frage, ob er sich mit Frau Holle wieder versöhnt hat oder ob die beiden nun endgültig getrennte Wege gehen? Sie er-klick-innern sich? Ist aber auch egal, dieser Frage werden mein Töchterchen und ich im Dezember wieder nachgehen. Hier und heute kocht nach nur 2 Stunden auch endlich das Kaffeewasser auf dem Allesbrenner, und Herr S. und ich stopfen Dinge in uns rein, die vermutlich unter das Kriegswaffengesetz fallen oder zumindest gegen die Genfer Konventionen verstoßen. Herrlich. Das macht glücklich. Und wie sich das für einen echten Camper gehört wird im Anschluss ans Essen zünftig abgespült. Ich habe da hinten irgendwo so eine Spülküche entdeckt, dann mache ich mich mal auf. Herr S. hat Spüli und ein Handtuch dabei, der Mann denkt aber auch wirklich an alles!

Spülen wie die Profis

Spülen wie die Profis

Während an der Wanne neben mir die Ü-70-Fraktion munter babbelnd den grünen Aal zerlegt, der gestern in Hvidesande erworben wurde konzentriere ich mich auf meine lange nicht mehr auf diese einfache Art bewerkstelligte Aufgabe und versuche, nicht zuzuhören. Was mich in Dänemark immer ein bisschen deprimiert ist die Tatsache, dass alle, aber auch wirklich ALLE Deutsch sprechen. Da überkommt mich am Kieler Bahnhof fast noch ein größeres Urlaubsgefühl. Und während Ellie, Karla und Gustav Fischgeruch verbreitend den gekachelten Raum mit Kalauern füllen fällt mein Blick auf den großen, öffentlichen Kühlschrank. Oh. Fein für unseren Wein. Gleich daneben stehen drei dicke Elektroherde mit mehreren Ceranplatten, oben drüber hängen zwei Mikrowellen. Ah. Wir hätten uns nicht nur diese sagenumwobene Trekkingmatte, sondern auch den Kocher mit dem Wirkungsgrad eines ausgelaugten Glühwürmchens sparen können. Es ist alles hier. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag, wir lernen dazu 🙂 Und nun, wo alles sauber und abgetrocknet ist (ich weiß nicht, vor wie vielen Jahren ich als Spülmaschinenbesitzer das letzte mal mit der Hand abgewaschen habe, war es auf der Klassenfahrt ins Schullandheim Rantum auf Sylt???), geht es auch schon auf den Mittag zu. Plan: Wieder in die Stadt schlendern und MÄNNERSHOPPEN! Geil.

Na guck. Flauschig, skandinavisch - und meins

Na guck. Flauschig, skandinavisch – und meins

Und wie in der Spülküche sind wir jetzt auch hier inmitten von inzwischen erwachten und einkaufswütigen Menschen. Deutsche. Und die meisten gehen vor allem auch hier davon aus, dass jeder Däne des Deutschen mächtig ist. Mit urgermanischer Überheblichkeit werden die Boutiken und Geschäfte betreten, und es wird sogleich auf die armen Verkäuferinnen und Verkäufer eingequatscht, nein nein, nicht erst einmal fragen, ob man vielleicht Deutsch spreche. „Die tun das ja sowieso alle hier!„. Stimmt allerdings auch, trotzdem frage ich jedes mal nach. Auch hier, in diesem netten kleinen Trend-Lädchen, wo ich mich in eine Winterjacke und einen Stoffgürtel verliebe. Herr S. tendiert nebenan zu einer ziemlich geilen Jeans von BOSS Orange, die sie aber knapp nicht in seiner Größe da haben. Schade. Wir wären die coolsten Mofatouristen nördlich von Ribe gewesen. Obwohl – das sind wir auch so 😀 In einer Strandartikelbude bekomme ich auch für ganz kleines Geld meine ersehnte Luftmatratze, sie ist gelb und jetzt steht einer guten zweiten Nacht nichts mehr im Wege. Shoppen macht hungrig. Und was isst Mann so zum Mittag, wenn Frau nicht dabei ist und entrüstet mit dem Kopf schütteln kann? Richtig –> HotDog, Pommes und ein frisch gezapftes dänisches Bier.

Mittagessen. So wie ich es mag.

Mittagessen. So wie ich es mag.

Es ist dieses ganz besondere Gefühl von Freiheit, allein unter Jungs, unter Freunden zu sein. Frauen untereinander benehmen sich schließlich auch ganz anders als im Rudel gemeinsam mit den Herdenführern, und bei Männern ist das genau so. Sicherlich gibt es zwischen den Geschlechtern noch diverse Unterschiede, über die nicht nur Mario Barth schon ausgiebig referiert hat, aber Herr S. und ich sind uns angenehm einig, was über Tag so Spaß macht. Und ein Pils gehört dazu. Vielleicht sogar noch ein zweites aus dem Supermarkt, eins für den langen Heimweg zum Campingplatz, aber da wollen wir jetzt noch nicht hin. Der Strand ruft mit seinen rauschenden Wellen, die sinkende Nachmittagssonne lässt die Schatten schon länger werden (daran merkt man, dass langsam der Herbst kommt) und das diffuse Licht hier an der Nordseeküste gleicht dann immer ein bisschen dem an der Côte d’Azur. Irgendwie unwirklich, wie in einem Film, aber wunderschön. Noch schöner ist es ganz oben an der Nordspitze, in Skagen, vielleicht erinnern Sie sich ja an meine leicht pathetisch-melancholischen Zeilen aus dem vergangenen Herbst… KLICK

Gestrandet an der Nordsee

Gestrandet an der Nordsee

Es ist die unendliche Weite der Nordsee, die geradlinige Klarheit des Horizonts und die simple Einfarbigkeit und Wärme des Sandes, die mich immer wieder hier hin ziehen wird. Ich könnte stundenlang über das Meer gucken, es würde nicht eine einzige Sekunde langweilig werden. Die Luft ist noch recht lau, die kommende Nacht traut sich noch nicht ganz aus ihrem Versteck. Aber sie klopft schon leise an, gut dass ich die Jacke gekauft habe, ich glaube die kann ich gleich schon brauchen. Freundschaft. Haben Sie in den letzten Jahren einmal über Freundschaft nachgedacht? Wie viele „Freunde“ haben Sie auf Facebook, und wie viele davon blenden Sie nach und nach aus, weil Sie einfach keinen Bock mehr auf geteilte Sprüche, Katzenfotos, Jogging-Statistiken oder Bilder vom Abendessen haben? Weil die Zeit einfach viel zu wertvoll für einen derart belanglosen Scheiß ist? Ich glaube, es braucht einschneidende Erlebnisse im wirklichen Leben, um zu bemerken, mit wie viel Mist man seine Zeit vergeudet. Wie vielen Vollidioten man ein Ohr schenkt. Und wie wertvoll manche Momente sind.

Bilder für die Nachwelt machen

Bilder für die Nachwelt machen

Freunde sind real. Freunde besuchen sich und sprechen miteinander, sie lachen und weinen gemeinsam sie lassen sich in Ruhe, wenn sie merken, dass das angebracht ist. Ich gehöre zu den Menschen, mit denen man schwer Termine machen kann. Ich gestehe, dass das auch auf Facebook einige mir sehr ans Herz gewachsene Charaktere bisweilen in den Wahnsinn treibt, und irgendwann klappt das hier und da auch noch mal. Aber Herr S. ist eben NICHT die Spezies Facebook, der nimmt sich Urlaub, teilt den mit und vertraut darauf, dass ich meine Freizeit schon regeln werde. Er kennt auch meinen tatsächlichen Geburtstag und hat mir in diesem Jahr am 01. Februar NICHT zu meinem 101. gratuliert. Wie so viele … wie sagt man? … Follower 🙂 Den Segen meines halbfinnischen Fräulein Altonas habe ich auf unserer Mofatour allemal, die fragt sich sowieso warum ich mich so selten mit meinen tatsächlichen Homies treffe. Ich bin halt ein Eigenbrötler und Familiengenießer. Nun ja. Und na guck. In diesem Moment kommen liebe geschriebene Worte von der Frau, die mir trotz Spaß und Entspannung an der Seite von Herrn S. fehlt. Sehr fehlt. Ich lese ihre Worte still, genieße und bin glücklich. Das Leben ist schön.

Herz-Nachrichten in der Abendsonne

Herz-Nachrichten in der Abendsonne

Frisch wird’s an der Nordsee, also werfe ich mir das unlängst erlegte synthetische (und vermutlich in Indien gefertigte) aber in Dänemark designte Stück wärmenden Pelz über. Das können sie ja wirklich über die Produktion von Pornos hinaus, die Skandinavier: Klamotten und Möbel. Letzteres begutachten oder erwerben wir allerdings nicht in den zahlreichen einschlägigen Designgeschäften, das würde sowohl unsere Konten als auch die Zuladungskapazitäten unserer Mofas übersteigen! Lieber gucken Herr S. und ich noch ein wenig der verschwindenden Sonne nach, bis sie zischend ins Meer eintaucht und einen feuerroten, mit faserigen Wolken gewürzten Himmel hinterlässt. Was für sagenhafte, einzigartige Farben übrigbleiben, wenn das gesamte Spektrum des Lichts einen längeren Weg vom Horizont durch die Atmosphäre zu unseren Augen nehmen muss. Und anteilig weggebeugt, weggestreut und wegreflektiert wird. Kein Physikerwissen dieser Welt hat es geschafft, diesen Momenten durch reine Erkenntnis die Schönheit zu nehmen. Und gewittert das da nicht auch irgendwo? Oh. Nein. Das ist mein Bauch…. Der knurrt ungeduldig, und das Getränk ist auch so langsam wieder leer… Herr S., wie sieht’s aus, wollen wir langsam wieder zurück zum Zelt und den Abend einleiten?

Abendstimmung in Henne

Abendstimmung in Henne

Ja, das wollen wir. Henne Strand geht langsam nach Hause, vor den Geschäften werden die heute Morgen noch müde hochgezogenen Rolläden wieder heruntergelassen, Einheimische verschließen ihre Boutiken und Läden und gehen nach einem getanen Tag nach Hause. Touristen drücken sich noch ein letztes Softeis rein, pflücken ihre vor Müdigkeit quengelnden Kinder aus Trampolinen, Hüpfblasen oder Bällebädern und schlagen jetzt zwei Möglichkeiten ein. Die erste führt sie zurück ins Ferienhäuschen, wo Mama das Abendessen zubereiten wird, während Papa Fußball auf dem Flachbild-TV guckt und hofft, dass Kevin und Jaqueline bald mal schlafen werden. Die zweite treibt den ganzen Clan in die großartige Pizzaria „Il Mandolino“ am Ortseingang, wo es nachweislich die beste Pizza außerhalb von Florenz gibt. Danach ist das Konto ein wenig schlanker, aber Essengehen ist auch in Deutschland nur noch den Reichen und Schönen vorbehalten. Warum sollte es hier anders sein? Herr S. und ich sind weder reich noch schön, also haben wir uns den Italiener für morgen Abend auf die Agenda geschrieben. Heuten gibt es nochmal Nudeln vom Kocher 🙂

Es wird zubereitet, was zuvor erlegt wurde

Es wird zubereitet, was zuvor erlegt wurde

Um uns herum herrscht ein für diese Jahreszeit (finde ich) reges Treiben.  Mal abgesehen von dem Platz direkt neben uns, da steht seit gestern ein Motorroller mit einem klitzekleinen Zeltchen davor, zu dem es einen maximal nachtaktiven Inhaber geben muss. Wir sahen ihn bisher nicht. An anderer Stelle aber werden die heute Morgen vorbereiteten Aale aus Hvidesande in WMF Pfannen oder Weber Grills zubereitet, Menschen weit jenseits des Rentenalters gruppieren sich um fein gedeckte Tische, Andrea Berg singt aus einem Radio und leises Geschirr- und Gläsergeklapper füllt die Luft. Ich bin ja nicht so der Fischfreund, aber es riecht wahrhaft gar nicht schlecht. Uschi, Gisela und Reinhard stoßen noch verspätet dazu, sie waren im Badeland und sind irgendwie im Whirlpool hängen geblieben. Die Unterhaltungen werden nach und nach lauter und politischer, aber der Fisch scheint zu schmecken. Und unsere Nudeln?

Na dann Mahlzeiiiiiit

Na dann Mahlzeiiiiiit

Die beiden hier abgebildeten Männer haben weder einen Tisch noch ein Tischtuch, auch keine WMF Pfannen oder Weber Grills. Das passt alles vielleicht in ein 50-Quadratmeter-Wohnmobil, einen Audi V8 oder einen Kombi Ihrer Wahl, nicht aber auf eine Mofa. Definitiv nicht. Aber die Spaghetti auf den Plastiktellern mit des Sauce aus der Tüte schmecken nach einer würzigen Freiheit, die unsere Nachbarn vielleicht nie erfahren haben (und aufgrund ihres Alters auch nicht mehr erfahren werden). Wer noch selbst vor Stalingrad gelegen hat fühlt sich sicherlich in seinem Hymermobil mit Schränken in Eiche rustikal und einem stadiongroßen Vorzelt von Isabella geborgen und pudelwohl. Herr S. und ich lagen nicht vor Stalingrad. Unsere heutige Freiheit besteht aus einem weißen Terminkalender und einem minimalistischen Wohnraum, einem endlosen Horizont und einer Sonne im Herzen, die noch weiterleuchtet, obwohl das Licht langsam schwindet. Bevor es so richtig finster wird muss ich noch mein nagelneues Komfort-Nachtlager aufpusten.

Dabei sind wir gar nicht in Blavand!

Dabei sind wir gar nicht in Blavand!

Sicherlich haben die meisten unserer stammtischparolengröhlenden Nachbarn in ihren Wohnmobilen irgendwelche Vakuum-Hochleistungs-Luftpumpen. In diesen Rolling Homes, die größer sind als so manches Zweifamilienhaus schleppen Oma und Opa häufig fast ihren gesamten Hausrat mit sich rum, damit es vor Ort im Urlaub möglichst alles genau so ist wie daheim in Bottrop oder Castrop-Rauxel. Ich hör jetzt mal auf mit meinem Dauercamper-Gedisse, bestimt gibt’s da auch ganz viele liebenswerte Individuen unter den Wohnmobilisten. Zurück zum Nachtlager. Sandmann bläst noch selbst. Ganz oldschool mit Mund und Lunge, da zeigen sich wieder einmal die Vorzüge, wenn man kein richtiger Raucher ist. Allerdings wird das Luftmatratzenventil von heute an bis in alle Tage nach Hackfleisch und Leverpastej™ schmecken 😉

Männer gucken gern auf Feuer

Männer gucken gern auf Feuer

Gute Nacht Dänemark. Der Abend wird wieder ziemlich lang und die Nacht recht kurz, denn der portigiesische Rosé aus dem tilbud vom Kobmand schmeckt überraschend gut, das campingkompatible Lagerfeuer lodert und knistert und die Themen gehen nicht aus. Was haben wir allein hier in dieser Stadt schon alles erlebt, damals gemeinsam, dann auf getrennten Wegen mit diesen oder jenen Begleitern und heute wieder gemeinsam. Es tut so gut, mal rauszukommen. Keine dienstlichen Anrufe entgegen zu nehmen, nicht online sein, keine Mails checken. Einfach nur DA sein. Ich habe so eine Ahnung, dass ich auf der gelben Matratze VIEL besser schlafen werde als letzte Nacht. Und morgen ist ein neuer Tag.

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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54 Responses to Knallert forbudt – einfach nur DA sein.

  1. LarsDithmarschen sagt:

    Ein wunderschöner Beitrag. Da kommt in mir gleich das Reisefieber auf. Auf sowas hätte ich wirklich mal Lust. Dann aber wohl eher mit dem Auto, als mit der Mofa. Mein einziger mehrtägiger Urlaub ins Ausland war vor drei Jahren eine Woche bei einer Gastfamilie in Südengland. Seitdem mag ich England gerne ;-). Ich würde zu gerne mal so etwas mit ein paar Kumpel unternehmen. Nur würde das für die wohl kein Urlaub sein. Die meisten fliegen immer nach Mallorca und Fuerte Ventura. Das reizt mich persönlich null ;-). Mal schauen, ab Januar bin ich 18. Dann setz ich mich mal in den V40 und fahr‘ für ein paar Tage irgendwo hin. Natürlich nur, wenn genug Geld für Sprit da ist ;-).

    • Sandmann sagt:

      Ay Lars,

      England ist auch wunderschön, da war ich ja auch gerade erst 🙂

      Viel Geld brauchst du eigentlich nicht, auch nicht mit dem Auto. Nur ein paar gute Freunde, die NICHT immer nach Malle wollen. Ich bin mit 19 und meinem ersten Auto – und zwei FreundINNEN – an die Côte d’Azur gefahren. Zwei Wochen Südfrankreich im Zelt, das war eine unvergessliche Zeit. Und der Grund, warum ich heute wieder einen Taunus habe 😀

      Mach was aus deiner Zeit. Auch mit 17 oder 18 schon. Aber du bist ja auf einem guten Weg…

      Sandmann

      • LarsDithmarschen sagt:

        Hallo Sandmann :-),

        England ist ein wundervolles Land. Ich als Landei hatte aber einen kleinen Kulturschock als ich merkte, dass ich in Bournemouth, einer nicht gerade kleinen Stadt, wohnen soll ;-). War aber eine Erfahrung.

        Vielleicht fahre ich auch mit ihm hier: http://imageshack.us/a/img20/8264/h2bs.jpg das ist unser 1980er Cabrio. Damit in den Urlaub wäre was, wenn Elsa noch nicht so weit ist. Nur weiß ich nicht, ob ich zwei Freunde oder Freundinnen zusammenbekomme :-D. Das werde ich mal austesten 😉

        • Sandmann sagt:

          Ay Lars,

          ich fand ja Anfang der 90er das Erdbeerkörbchen noch extrem snobby und schlimm. Dann bin ich im Ruhrgebiet mal in einem mitgenommen, kreuz und quer durch Mühlheim, und das hat erstaunlich viel Spaß gemacht.
          Heute finde ich den kantig und cool. Er verströmt zwar noch immer den Steffi-Graf-Wimbledon-Charme, ist aber fast ausgestorben. Und fährt sich ja echt klasse…
          Hast du meine Wales-Geschichten gelesen? Sind noch gar nicht lange her 🙂

          Was du so von deinen Malle-affinen Freunden schreibst, da empfehle ich doch eher das Mitführen zweier FreundINNEN 😀 Also ich habe ausnehmend gute Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht auf langen Reisen gemacht. Und bevor jetzt andere Gedanken kommen – NEIN, wir hatten nie nichts miteinander, auch wenn uns das vor Ort niemand abgenommen hat 😉

          Sandmann

          • LarsDithmarschen sagt:

            Hey Sandmann :-),

            zu Anfang wurden wir im Bekanntenkreis mit dem Cabrio noch verspottet („Was habt ihr denn für eine Körbchengröße? Höhöhö“), aber inzwischen hat das auch abgenommen. Ich habe auch mal mit einem 1er Diesel geliebäugelt.

            Mit dem anderen Geschlecht wäre ja eine gute Option ;-). Nur müsste ich dann wohl draußen schlafen, um der Begleitung das Auto zu überlassen :D. Außer, die will dann in Hotels schlafen, was das ganze Feeling dann ja wieder zerstören würde ;-). Obwohl, genug Platz wäre im V40 für drei Personen. Eine müsste dann nur im Sitzen schlafen 😀

            Grüße

            Lars 🙂

            • Sandmann sagt:

              Ay Lars,

              eine Lösung, um irgendwo zu schlafen gibt es ja IMMER 😀

              Den Golf 1 in seiner Urform, also mit kleinen Rücklichtern und den Chromstoßstangen finde ich inzwischen richtig minimalistisch und gut. Was habe ich den als Teenager GEHASST! Weil jeder einen hatte. Und er war mir viel zu kantig…
              Heute finde ich die Klarheit der Karosserie cool, der Tittentacho spiegelt die 70er wider und die Technik ist überschaubar. Leider bekommst du nur noch Grotten oder völlig überteuerte Teile. Doof. Denn es ist und bleibt ja ein Golf…

              Sandmann

              • LarsDithmarschen sagt:

                Ehrlich gesagt bin ich auch kein Golffan – meine Eltern hatten bis letztes Jahr einen Golf V Variant – ich möchte keinem zu nahe treten – aber das Auto habe ich fast so stark gehasst, wie Nissan Micras ;-).

                Übrigens habe ich mich mit einem Kumpel über Dänemark unterhalten – er war sofort Feuer und Flamme. Er kennt einen prima Campingplatz in Albaek – aber das wird noch geplant 😉

                • Sandmann sagt:

                  Ay Lars,

                  na ja – INZWISCHEN mag ich ja den Golf 1 🙂 Und mein halbfinnisches Fräulein Altona hatte mal einen irgendwiemetallic grünen Golf 2, ihr erstes Auto, dem weint sie noch immer regelmäßig nach. Wenn ich irgendwie diese Farbe mal rausbekomme kaufe ich ihr so einen 🙂

                  Albaek? Ist das nicht an der 11 irgendwo bei Ribe? Weit weg vom Wasser? Halt uns auf dem laufenden!

                  Sandmann

                  • LarsDithmarschen sagt:

                    War der Golf vielleicht resedagrün? Ist die einzige Farbe, die ich vom Golf II kenne :D.

                    Albaek ist gaaanz „oben“, nicht so weit weg von Skagen. ;-). Spaß hätte ich auf jeden Fall drauf 🙂

                  • Sandmann sagt:

                    Ay Lars,

                    nein nein resedagrün war doch weit VOR Golf II, oder? Mein erster Audi 100 von 1977 war resedagrün, END-geile Farbe, aber der Golf war mehr dunkel……..
                    Hm.

  2. Daemonarch sagt:

    Für das virtuelle Feuer gibts zwar winzige Abzüge in der B-Note, aber ansonsten – könnte von mir sein!

    Vermisse das campen mit den Kumpels in Holland…

    Wie „hoppten“ die fanta4? Das Problem jeder Generation…

    • Sandmann sagt:

      Ay Daemonarch,

      na – Holland ist doch von euch aus gar nicht weit. Und campen ist immer noch billig. Plan das doch für den kommenden Frühling mal ein, das erfrischt nachhaltig! 🙂

      Sandmann

    • El Gigante sagt:

      Quatsch – die haben das Laptop mit Grillanzünder angesteckt 😀

      Oder?

      • marc_connor sagt:

        So wird`s sein! 🙂

        Wird nicht mehr lang dauern, dann ernährt sich der Sandmann auch nur noch von virtuell gegrillten Würstchen *grins*

        • Sandmann sagt:

          El – das wäre mal ein feines Bild für eine kommende Tour 😀 Ich hätte sogar noch ein altes defektes Laptop, ob das wohl brennt……?

          Und Marc… du hast nicht den Hauch einer Vorstellung, wie UNvirtuell ich sein kann 🙂 Mein Tag hat 28 Stunden, deshalb bekommt ihr eine Menge Netz mit. Und da ich beruflich den ganzen Tag online bin treibe ich mich auch regelmäßig hier auf meiner privaten Spielwiese rum. Aber glaube mir, mein Leben ist auch sehr real. Und Würste sind Würste. Ob rot oder gebraten, die sind nicht virtuell. Wie die Geschichte ja belegen kann 😉

          Sandmann, im Freitagsmodus

          • marc_connor sagt:

            Guten Morgen du virtuoser Virtueller 😉

            So ein 28 Stunden Tag, hat durchaus auch seine Vorteile!
            Das Jahr hat dann nur 313 Tage und es ist schneller wieder Weihnachten *hoo hoo hoo* 🙂

            Eure Dänemark-Live Tournee find ich Schweinegeil. Das ist eine Sache, die zum Nachdenken und Augen öffnen inspiriert … definitiv!!

            Grüße, Marc

            PS: Bei Dänemark und Mofa, muß ich automatisch an den kleinen Börge von der Olsenbande denken! Aber ich glaube, die kennt ihr in den 11 neuen Ländern garnicht so wirklich, oder?

            • Sandmann sagt:

              Ay Marc,

              oh doch, die Olsenbande ist mir ein Begriff, nur den kleinen Börge kann ich gerade nicht einordnen. Und Montag früh bin ich zu müde zum googeln 🙂
              Deine Augen sind nun geöffnet? Du bist inspiriert? Dann los los, plan mal eine coole Tour, das Leben ist endlich…

              Sandmann

  3. Snoopy sagt:

    Eine schöne Geschichte. Blöd das Dänemark von hier so weit weg ist und der Urlaub dort schon wieder seit 4 Wochen vorbei ist 🙁

    • Sandmann sagt:

      Ay Snoopy,

      der bereits verbratene Urlaub dürfte ein größeres Problem als die Entfernung nach Dänemark sein, denke ich mal…
      Okay, von Kiel aus ist mal mit dem Auto in 45 Minuten an der Grenze, das ist recht charmant. Drei Stunden bis Henne Strand, fünf bis an die Nordspitze nach Skagen. Das ist alles machbar.

      Dafür seid IHR da unten dichter an Südfrankreich 😉

      Sandmann

  4. froupe sagt:

    Moin Sandmann,
    tolle Tour und schön dass Dich Deine Freunde noch kennen und mögen. Tucholsky nannte solche Aktionen „in Freundschaft baden“. Bin letzten Herbst mit einem Freund tagelang durch den Hundsrück gewandert und hatte die Tagesetappen brutalstmöglich unterschätzt, viel zu weit und hoch und runter ging es auch dauernd. Der Arme konnte nach dem Abendessen nicht mehr aufstehen, weil ihm so die Beine und Füße schmerzten und doch redet er noch mit mir und fragt sogar was wir dieses Jahr noch machen. Habe Deine Geschichte an alle mir wirklich lieben verteilt.
    Ein schönes Wochenende.
    Gruss froupe,
    P.S. gegen Facebook hilft es ein Smartfon mal wieder als Telephon zu benutzen

    • Sandmann sagt:

      Ay froupe,

      🙂 vielleicht sind es gerade DIESE Aktionen, die Freundschaft zu etwas Besonderem machen, gemeinsame Erlebnisse, die zusammenschweißen. Auch wenn sie vielleicht schmerzhaft waren 😉
      Frag mal nach meiner Tour in den Pfälzer Wald, die ich noch immer in der Sidebar meiner Seite hochhalte. Örg und ich haben uns fast die Leber aus dem Bauch gelacht – und jeden Abend, als es dunkel wurde sind mir die Tränen rausgekullert, weil mich die Vergangenheit eingeholt hat und alles ein bisschen zu viel für ein kleines Bloggerherzchen war. Aber darüber schreibt man ja nicht so episch….

      Sandmann
      P.S.: Facebook hat auf meinem Smartphone zwar einen Platz, aber keinen selbstmeldenden. Da ich es auch beruflich nutze muss ich von überall draufkommen. Ansonsten telefoniere ich damit vorwiegend 😀

  5. bronx sagt:

    Ay Knallertmann,
    ich zitiere Dich einmal:

    „Freundschaft. Haben Sie in den letzten Jahren einmal über Freundschaft nachgedacht? Wie viele “Freunde” haben Sie auf Facebook, und wie viele davon blenden Sie nach und nach aus, weil Sie einfach keinen Bock mehr auf geteilte Sprüche, Katzenfotos, Jogging-Statistiken oder Bilder vom Abendessen haben? Weil die Zeit einfach viel zu wertvoll für einen derart belanglosen Scheiß ist? Ich glaube, es braucht einschneidende Erlebnisse im wirklichen Leben, um zu bemerken, mit wie viel Mist man seine Zeit vergeudet. Wie vielen Vollidioten man ein Ohr schenkt. Und wie wertvoll manche Momente sind.“

    Das sind, neben dieser wunderbar geschriebenen Geschichte, die vielleicht besten Sätze in dieser!

    Treffend!

    Ob es erst einschneidender Erlebnisse für diesen Erkenntnisgewinn bedarf, wage ich zu bezweifeln. Es sei denn, der Automatismus ergreift derart Besitz von einem, dass man besagte Erlebnisse als Weckruf benötigt.
    Ab und an mal einen Strich machen hilft ebenfalls ungemein. Und aussortieren!

    Die Zeit ist einfach zu wertvoll für solchen Mist. Danke 😉

    Bronx

    • Sandmann sagt:

      Ay Bronx,

      ich glaube ich habe inzwischen einen guten Level gefunden, Facebook privat zu nutzen, ohne dass mir zu viel Zeit mit zu unsinnigem Mist abgezogen wird. Ich habe auch viele Bekanntschaften, wirklich wichtige Bekanntschaften über Facebook wieder aufleben lassen können. Ich nag das. Aber es darf einfach nicht zu viel werden.
      Einen zu derben Schnitt kann und will ich da auch nicht machen – schließlich bin ich da ja auch beruflich unterwegs, ich mach ja noch ein bisschen mehr als Sandmanns Welt, was meine rein private Spielwiese ist 🙂

      Ansonsten – bitte schön… 😉

      Sandmann

  6. Daemonarch sagt:

    Man kann auch in Fratzebuch spaß haben, man darf es wohl einfach nur nicht zu ernst nehmen…

    …ich arbeite daran!

    • Sandmann sagt:

      Morgens Daemonarch,

      da bin ich ganz bei dir. Besonders am späteren Abend, wenn die Proseccodrosseln einen gezwitschert haben kann das auch sehr unterhaltsam sein.
      Und ja – arbeite daran! 😉

      Sandmann

  7. bronx sagt:

    >„Man kann auch in Fratzebuch spaß haben, man darf es wohl einfach nur nicht zu ernst nehmen…< "

    Wenn ich merken würde, eine geführte Unterhaltung nicht ernst nehmen zu müssen, verlöre dieselbe augenblicklich ihren Sinn.
    Damit meine ich kein seichtes Geplänkel, welches man nicht immer vermeiden kann. Setzt sich das dann aber dauerhaft fort, vergiss es! Mir ist die Zeit zu Schade. 😉
    Inhaltslosigkeit und geistige Insolvenz sind schwer zu fassen . . .

    Bronx

    • Sandmann sagt:

      Ay Bronx,

      wie schon weiter oben geschrieben, ich habe auch wirklich gute Leute dort, mit denen ich ohne Facebook fast keinen Kontakt hätte.
      Aber ich dünne auch aus. Immer wieder mal. Die Zeit ist für vieles tatsächlich zu wertvoll, außer man hat unendlich viel davon, das kann ich momentan von mir nicht behaupten…..

      Sandmann

  8. El Gigante sagt:

    Manchmal ist es in der Tat ganz hilfreich, einfach einen Strich unter die Vergangenheit zu setzen. Jeder Mensch muss seinen ureigenen Weg auf dem Grat zwischen Ex- und Introvertiertheit finden. Speziell durch das Internet und seine teilweise hirnrissigen Auswüchse und Möglichkeiten haben jedoch viele Menschen den Überblick verloren und beschäftigen sich mehr mit ihrer Erscheinung als mit ihrem Sein. Alles sehr oberflächlich, das!

    Einfach zwischendurch mal tief durchatmen, auch mal in sich gehen und sich NICHT ständig gezwungen fühlen, allen Dummfug (oder natürlich auch ernstzunehmende Dinge) zu kommentieren. Das ging ja früher auch – und oftmals sogar besser.

    Mit solch einer Einstellung steht man heute jedoch im Abseits – ist nicht mainstreamig! Man muss ja auch nicht ständig im Strom schwimmen!

    Einen schönen Sonntag wünscht – freundlich von der Geburtstagskaffeetafel winkend –

    El

    • Sandmann sagt:

      Ay El,

      in der Tat. Es ist vor allem das Verhalten der Teenager, was mich stutzig macht. Wenn eine Nachricht kommt, muss SOFORT reagiert werden. Es könnte ja ein Leben davon abhängen, man könnte was verpassen oder abgehängt werden. Schrecklich.
      Deshalb habe ich auch alle Benachrichtigungen in dieser Richtung auf meinem Handy deaktiviert. Wer mich erreichen will, wenn es dringend ist der ruft mich an. Oder schreibt eine SMS, aber selbst die sehen ich manchmal erst Stunden später.

      Man muss dieser doch recht unterhaltsamen Plattform mal die Wichtigkeit nehmen. Für sich persönlich. Dann kapieren auch die anderen, dass man nicht 24/7 online ist und dann wird es automatisch ruhiger. Es sei denn – man WILL den Punk 🙂 Aber dafür bin ich in meinem privaten Profil zu alt…

      Sandmann

  9. bronx sagt:

    El,

    >Mit solch einer Einstellung steht man heute jedoch im Abseits – ist nicht mainstreamig! Man muss ja auch nicht ständig im Strom schwimmen!< Danke für diesen Satz! Ich finde, Oberflächlichkeit ist das schlimmste was es geben kann. Unlängst weilte ich (eher zufällig) auf einer Vernissage, alles schrecklich nette Leute, jeder mühte sich ab, einen mehr oder weniger geistreichen Kommentar über die ausgestellten Bilder zu hinterlassen. Als mir dann ein "Bild" auffiel, welches nur aus einem gerahmten weissen Blatt Papier bestand, lag die Frage natürlich nahe, zu wissen was das sein möge. Die Antwort des "Dolmetschers" (der "Künstler" hielt sich huldvoll im Hintergrund) lautete, der Erschaffer hatte seine "helle Phase" und würde dies' hier treffendst ausdrücken. :roll: Es war Zeit zu gehen! Ich fühlte mich an "der Wolf und das Lamm" erinnert. Vielleicht kennt noch jemand die Verarsche von Hape Kerkeling! Nie hätte ich für möglich gehalten, dass Realsatire so dermaßen zutrifft! Schönen Sonntag nach Drebber ;) Bronx

  10. marc_connor sagt:

    Bronx, du Kulturbanause 🙂

    Auf derartige Kunstwerke, muss man sich einlassen! Man muss sie WIRKEN und ZIEHEN lassen … wie ne gute Kartoffelsuppe *lol*

    Aus meinem Drucker kam heut Vormittag übrigens dasselbe Kunstwerk (Farbtank leer), nur ohne Rahmen. *narfff*

    Die Aussage dieses Werkes ist doch eindeutig und erschreckend nah an der Realität. Es verdeutlicht uns, die Inhaltsleere und bunte Farblosigkeit, einer globalen und gleichgeschalteten Gesellschaft.

    … und fragt jetzt bitte nicht, was „bunte Farblosigkeit“ ist! *hihihi*

  11. bronx sagt:

    marc,

    ich frage nicht, ich weiss!;)

    Ich kann mich auf sowas nicht einlassen, weil ich geplätscher hasse!

    Dieses . . . Kunstwerk war einfach Bullshit!

    Die Aussage dieses Werkes ist doch eindeutig und erschreckend nah an der Realität. Es verdeutlicht uns, die Inhaltsleere und bunte Farblosigkeit, einer globalen und gleichgeschalteten Gesellschaft. Treffend. Diese Definition hätte es beschrieben 😉

    Ob ER es allerdings verstanden hätte?

    Grüsse nach WSF.
    Bronx

  12. Touranus sagt:

    Guten Abend Jungs,

    also ehrlich… nimmt heutzutage noch ein Erwachsener Facebook wirklich soooo ernst???
    Also ich gestehe, das ich auch zeitweise irgend einen alltäglichen Unsinn dort poste. Teilweise auch, um zu provozieren. (Vor allem Sandmann, mit Katzenbildern 🙂 )

    Ich wundere mich aber ehrlich gesagt auch, das Menschen, die bei Facebook selber ziemlich bedenkliche Statements zum Thema Wahlboykott abgeben (und das auch noch mit Argumenten, die …naja, lassen wir das) sich an anderer Stelle so über FB aufregen. Passt irgendwie nicht. aber das ist meine persönliche Meinung.

    Nachdem ich heute allerdings von einer, „mit mir bekannten“ FB Userin lesen musste, das sie sich darüber ärgerte, kein TippEx dabei gehabt zu haben (und das meinte sie ERNST!) weil sie ein falsches Kreuz gemacht hatte, habe ich auch kurzerhand meine „Freundesliste“ nochmals ausgedünnt 🙂 Oh weia…

    Ich glaube,
    was echte Freundschaft bedeutet, wissen doch die hier Anwesenden eigentlich, oder? 😉
    Bei manchen Menschen weiß ich, das ich auch ohne sie persönlich mal getroffen zu haben, auf Hilfe zählen könnte. Bei manchen aber auch, das ich dort halt gar nicht anzurufen/an der Tür zu klingeln bräuchte. Aber das bringt doch die Lebenserfahrung mit sich, oder?

    Für solche Erlebnisse, wie von Sandmann und z.B. Bronx beschrieben bedarf es schon gemeinsame Erlebnisse mit eben jenem Freund… Das man das nicht mit FB vergleichen kann, ist klar 😛

    Zum Thema Kunst:
    Also mir ist heute beim Auffüllen des selbstgemachten Auflaufs etwas Hack auf das Ceranfeld gekleckert. Überlege zur Zeit noch, ob ich es antrocknen lasse, ausbaue und dann für viiiiieeeel Geld als Kunst ausstelle… Totes, gebratenes Fleisch auf elektrisch erheizbarem Glas MUSS doch etwas bedeuten können….oder? 😛

    Mit nicht ganz so ernsthaften Grüßen

    Touranus 😉

  13. Daemonarch sagt:

    Ich wars nicht!

  14. marc_connor sagt:

    Was`n hier los? Eine erschreckende Ruhe …

    Seid ihr alle mit geklau … geborgten Mofas unterwegs nach Dänemark, oder was hier? Find ich nicht in Ordnung, das ihr mich da nicht mitnehmt!
    Ja ja, ich bin alleinerziehender Vater … aber, ich kann doch meine 3 Kinder in den Bollerwagen stopfen und das Ding hinten ans Mofa anrödeln *yeahhh* 🙂

    • bronx sagt:

      Jo, hier ist gerade totale Funkstille 🙄

      Ist aber öfter mal so und daher nichts beunruhigendes 😉

      Bollerwagen? Oh oh . . .

      😀

      • marc_connor sagt:

        Moinsen Bronx 😉

        Ja, Bollerwagen … ich kann doch nicht den Tabbert ans Mofa tackern! Gibt im Zubehörhandel leider keine passende AHK.
        Ist wie früher im Osten … nüscht gibts 🙂

        • Sandmann sagt:

          Na IHR sorgt ja dafür, dass kein Stillstand kommt 🙂

          Ich habe gerade in meinem realen Leben ein paar Äcker zu bestellen, aber bald geht’s weiter, seid unbesorgt. Und zur Überbrückung der Zeit bis dahin, wenn ihr nicht von Sandmanns Welt lassen wollt… schaut doch mal auf der Navigationsleiste rechts, da gibts per Zufall angezeigte Artikel. Und in der Zeitleiste kann man sogar bis 2007!!! zurück gehen. Man wundert sich, was man da alles noch findet 😀 Viel Spaß

          Sandmann

  15. Touranus sagt:

    Hallo Sandmann,

    gaaaaanz oben erwähnst Du eine grüne Golf-Farbe.
    Such mal nach „Inarisilber-metallic“.

    Das war ein sehr heller, silbrig-grüner Farbton. Beim 1er sehr häufig, beim 2er eher Rarität.
    Ich würde mal auf den tippen… 😉

    Gruß
    Touranus

    • Sandmann sagt:

      Ay Touranus,

      nee nee nicht inarisilber, das kenne ich vom Typ 43. Das ist viel zu hell und zu silber. Der Golf war viel gruner, Richtung flaschengrün, aber irgendwie metallic. Ich such mal ein Foto…..

      Sandmann

      • marc_connor sagt:

        allzuviele Grüntöne gabs ja beim JOLF ZWO nicht, oder?

        da wären zum Beispiel:
        Papyrus Green Metallic .. Mangrove Green .. Green Pearl .. Classic Green (das typische häßliche VW-Grün) .. Caprigrün Metallic und Oakgrün Metallic.

        Eins davon müßte es ja sein. Wobei ich fast auf Caprigrün tippppen würde. Das hat so einen „flaschigen“ Touch 🙂

        • bronx sagt:

          Beim Ier gab es doch noch Manilagrün. . .

          • Sandmann sagt:

            Oha.
            Ich glaube dieses Rätsel lösen wir erst, wenn ich mal ein Foto finde. Vielleicht war’s auch ein Sonderlack vom dörflichen Autohändler in der Nordheide? Nee, nicht bei einem Golf II….

            Ich frag sie mal. Und jetzt schreibe ich schnell die nächste Geschichte fertig, diesmal ein bisschen unspektakulärer, aber wir haben echt nicht viel gemacht in Dänemark 😀

            Sandmann

          • marc_connor sagt:

            Richtig, Herr Doctor Bronx 😉

            Manilagrün hab ich weggelassen, weil es ja ein sehr helles Grün ist … und auch kein Metallitschhhh …

            • bronx sagt:

              Ich kenn‘ das Grün auch nur, weil meine Eltern einen viertürigen 50 Ps Golf seinerzeit, 1978, in der „De De Err“ käuflich erwerben konnten 😀

              Wat’n Hobel damals 😉

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