Kochen mit 12 Töpfen

SO schön kann Sportwagen sein!

Heute gibt’s entgegen meiner Einstellung doch mal Katzenfotos für euch 🙂 Jaguars E-Type ist einer der begehrtesten Sportwagen der Insel. Mit einer der längsten Serienmotorhauben der Automobilgeschichte, schönen geschwungenen Formen und kernigen „Triebwerken“ wurde die damals innerhalb des Genres relativ preiswerte Konstruktion zum ewigen Klassiker und zur Ikone. Es gibt nur noch wenige der Roadster mit dem gewaltigen Zwölfzylinder in Deutschland, und einer davon steht heute hier bereit. Ich erfülle mir einen ewigen Traum, mache gleichzeitig etwas [Werbung] für einen befreundeten Oldtimer Spezialversicherer und nehme euch mit auf eine höchst emotionale Reise.

Endlich Träume erfüllen

Kennt ihr das nicht auch? Der Tag neigt sich dem Ende entgegen, die Mühlen des Alltags stehen still und man findet Zeit, in den Autobörsen des Internets zu stöbern. Nur mal gucken, ohne feste Kaufabsicht und ohne konkreten Suchauftrag. Und da tauchen sie auf, die Autos, die man schon immer einmal haben oder mindestens einmal fahren wollte. Oft sind das die, die Mama und Papa fuhren, als man selbst noch ein Kind war. Oder es ist das erste eigene Auto, damals mit Rest-TÜV zum Schleuderpreis gekauft, später verschrottet und heute vermisst. Vermisst wegen der Geschichten und Erlebnisse von „damals“. Was wäre ein Klassiker für uns, wenn mit ihm keine persönlichen Gefühle verbunden wären? Ich selbst verbringe viele Stunden pro Woche mit solchen Reisen durch die Angebote der käuflichen Zeitkapseln, dieses Mal habe ich mich in einen Jaguar E-Type verliebt und kann meinen Blick gar nicht abwenden. In Bremen steht einer. Ich fahr‘ da einfach mal hin.

Er möchte die Straße aufsaugen.

Provokanter Fahrspaß aus einer anderen Zeit

Man will kaum glauben, dass dieses gelbe Auto ohne festes Dach schon fast ein halbes Jahrhundert alt ist. Und damit noch einer der jüngsten Vertreter seiner Spezies. Es steht da im norddeutschen Nieselregen, mitten in einem Jahrtausend, in dem für ihn kein Platz mehr zu sein scheint. Alles im neuen Zeitalter von „digital“, „zeitnah“ und „asap“ ist effizient, sparsam und kurzlebig. Das Ding hier nicht. Hinter der langen Haube ist kaum Platz für zwei, unter ihr ist sogar überhaupt kein Platz mehr, denn da lauert ein wahrhaft unvernünftiges Triebwerk. Das würden zumindest die sagen, die nur auf Effizienz gucken. Die haben aber weder Benzin im Blut noch Sinn für die Schönheit der Kraft, geschmiedet aus dem Vollen und verpackt in einen Flugzeugrumpf. Die werden den E-Type nie verstehen.

1961 blickte die ganze Welt auf Berlin, durch das mittendurch eine Mauer gebaut wurde. Auf der anderen Seite der Welt beendete US Präsident Kennedy offiziell die Rassentrennung, und noch viel weiter oben war Juri Gagarin der erste Mensch im Weltall. Wer sich von diesen dramatischen Ereignissen nicht gänzlich vereinnahmt fühlte konnte im März auf dem Genfer Autosalon den Abkömmling des höchst erfolgreichen Rennwagens Jaguar D-Type bewundern. Nach D kommt E.

Das V und die 12 sind eine schööööne Kombination…

Der E-Type der Katzenschmiede zog ebenfalls eine Mauer durch die Lager der Sportwagenpuristen. Er war anfangs halb so teuer wie ein Aston Martin DB4 und stellte alle anderen altgedienten Straßenrenner mit dem 3,8-Liter Reihensechszylinder, der mit 269 PS gut war für 240 Km/h, in den Schatten. Gleichzeitig schoss er damit höher als Gagarin es jemals geschafft hätte und symbolisierte mit seinen flachen, geschwungenen Formen Klasse, Temperament und Geschwindigkeit. Power für die Massen? Nein, natürlich nicht. Auch wenn bis 1974

  • über 15.000 „kleine“ Reihensechser,
  • über 41.000 „große“ Reihensechszylinder mit 4,2 Litern Hubraum und
  • über 15.000 V12 mit 5,3 Litern Hubraum

verkauft wurden – der damalige Neupreis der langhaubigen Katze setzte sich vor allem in der Zwölfzylinder-Ausbaustufe deutlich von den Alltagsautos ab. Waren ein 1300er Käfer Anfang der 70er für rund 6000 Mark, ein Opel Rekord für 9000 Mark und ein Flaggschiff wie der Opel Admiral für immerhin 18.000 Mark zu haben, kostete ein Jaguar E-Type V12 knapp über 34.000 Mark. Da bekam man auch schon Einfamilienhäuser für. Die hatten eine Menge Platz und einen Garten, machten allerdings nicht so viel Spaß.

Einsteigen ist gar nicht leicht

Bis der Spaß zu wirken beginnt und vom Fahrer Besitz ergreift, muss der da aber erstmal irgendwie rein in das gelbe Ding. Gut, dass es hier in Bremen grad nicht so doll regnet und niemand zuguckt. Während die Tür sich noch wie jede andere Tür eines beliebigen Autos öffnen lässt, hat man gleich danach das Gefühl, in eine Kellerluke zu gucken. Tief auf der Erde liegt die zwölfschwänzige Katze, hoch und breit verbarrikadiert der Schweller vor dem schmalen Portal den Einstieg. Erst das rechte Bein rein und hinter das Lenkrad, dann den Körper in den Sitz fallen lassen und das linke Bein nachziehen.

Cockpit wie ein Flugzeug. Und auch sonst…

Sitze ich drin? Ich sitze drin. Ein Cockpit wie in einem Flugzeug. Allein sieben Rundinstrumente und 10 Kippschalter sind in direkter Nähe, daneben kauern in scheinbar willkürlichen Anordnungen diverse kleine und große Hebel. Aus der Mittelkonsole erhebt sich ein Schaltknüppel wie ein Atari-Joystick, aus der lederbespannten Armlehne ragt eine Handbremse wie ein Drehmomentschlüssel.

Eine Konstruktion wie ein Flugzeug

Dabei ist die Assoziation mit dem Flugzeug gar nicht so weit hergeholt, denn genau wie dieser Jaguar wurden damals Flugzeuge gebaut. Der Motor und die Vorderachse sitzen in einem eigenständigen Gitterrohrrahmen, der über das Brandschott, eine Art Spritzwand, mit der restlichen selbsttragenden Karosserie verbunden ist. Die hinteren Einzelradaufhängungen, bei denen die Antriebswellen als obere Querlenker arbeiten, stützen sich wieder auf einen Hilfsrahmen. Ein Mix aus sehr speziellen Ideen und High Tech der 60er, zum Glück nicht nur mit Pergament bespannt.

Seltsame Motorhauben gibt es…

Die Flugzeugassoziation geht beim Triebwerk weiter, anders kann man die wunderschöne Schlangengrube unter der asymmetrisch öffnenden Haube nicht nennen. Der von Harry Mundy und Walter Hassen konstruierte Leichtmetallblock ist an 12 Kolben untervermietet, in deren Böden Heron-Brennräume eingelassen sind. Was für eine kühne Idee, die Brennräume der Zylinder halbkugelförmig in die Kolben zu verlegen und damit einen fast planen Zylinderkopf konstruieren zu können. Der Vorteil ist eine bessere Gemischverwirbelung und Verbrennung. Heron ist quasi das Gegenteil vom HEMI, bei dem die Kolben nach außen gewölbt sind und in das ebenfalls gewölbte Pendant im Zylinderkopf stoßen. In der Jaguar Kompanieküche wird das Kolben-Duzend von vier Zenith Zweistufen-Fallstromvergasern versorgt und von einer Transistorzündung angeheizt. Heiß.

Der Block ist mächtig….

Jaguar befeuerte mit dem V12 schon im XJ die erste viertürige Zwölfzylinder Serienlimousine der Nachkriegszeit, und mit der ab 1971 gebauten Serie III des Jaguar E-Type konnte man vor allem auf dem amerikanischen Markt punkten. Die geschmeidigen Katzen wurden den Händlern nach der Präsentation regelrecht aus den Händen gerissen. Zeitgenössische Tester lobten die Ikone in den Himmel und waren sich einig, dass nur drei andere Supersportwagen dem E-Type überhaupt das Wasser reichen konnten: Der Ferrari Daytona, der Lamborghini Miura und die 7,4 Liter Corvette. Also: Ritterschlag. Mal schauen, ob das heute noch immer wirkt.

Einmal durch Bremen fliegen

Ist die Kupplung auch wirklich getreten? Ja. Wie macht man die Scheibenwischer an? Ach, da drüben. Schlüssel drehen – BROOOAAAAAAAAMMMM – und die Katze läuft. Sie schnurrt nicht, sie brüllt. Gas treten. Der Leichtmetallblock dreht turbinenartig hoch, als wären die bewegten Massen der zwölf Heronkolben ein unerheblicher Nebeneffekt im Gesamtkunstwerk. Gang rein, Kupplung kommen lassen und ab dafür, zweiter Gang, dritter Gang, mehr braucht’s hier gerade nicht um glücklich zu sein. Die Katze jammert. Sie will mehr. Die urbanen Hafenkulissen von Bremen fliegen an den kleinen Seitenscheiben vorbei, irgendwo da ganz vorn vor der aus zwölf Blechteilen gedengelten Haube öffnet sich die Straße weit. Die aufgestellten Nackenhaare werden Tage brauchen, um sich wieder zu beruhigen. Die vier gierig saugenden Vergaser finden ihre Analogie in vier flachen Auspuffrohren, die wie eine zupackende Tatze am Heck grob aufgehängt rausgeführt werden. Ein Zweistufenvergaser und ein Endrohr pro drei Zylinder, das ist der Stoff, aus dem automobile Legenden geschmiedet sind.

Cabriospaß bei strömendem Regen.

Alltagstauglichkeit? Theoretisch ja, aber dieser Kritikpunkt ist beim E-Type ungefähr so wichtig wie eine aufgesteckte Doppelauspuffblende an einem 60PS E-Kadett. Rechts sitzt grad niemand, hinten wird in diesem Roadster nie jemand sitzen und alle anderen Personen in der näheren Umgebung befinden sich gefühlt einen halben Meter höher als man selbst. An der ersten Ampel geht der Blick nach links und spiegelt sich gemeinsam mit den Regentropfen direkt in den Radkappen der anderen Autos, rechts blickt man auf die Kniescheiben der Passanten auf dem Bürgersteig. Sitzt man in irgend einem Fahrzeug auf diesem Planeten eigentlich tiefer als in einem Jaguar E-Type?

Gang rein, Kupplung wieder kommen lassen und das Heck ein bisschen einfangen, was in eine andere Richtung will. Böse Katze. Es ist auch nicht ihr Wetter heute, ich bringe sie gleich wieder heim ins Körbchen. Aber vorher fahre ich vielleicht nochmal ganz schnell auf die Stadtautobahn. Vorne knurrt er, hinten brüllt er, dazwischen sieht er einfach super aus. Diesen Punkt kann ich nun auch von meiner „den will ich unbedingt einmal fahren!“ Liste streichen. Danke für dieses flugzeugartige Geschoss, ihr Briten. Kochen könnt ihr nicht, aber Autos bauen – da macht euch so schnell keiner was vor.

Adios, Katze. Das war ein guter Tag.

Habt ihr auch einen Oldie, den ihr hegt und pflegt? Dann schaut euch doch mal die Spezialtarife von Hiscox an. Und wer wie ich schwärmend im Netz unterwegs ist nun überlegt, sich einen lang ersehnten Klassiker anzuschaffen, kann natürlich auch mal schauen, was der ihn denn kosten würde. Das ist oft nämlich erstaunlich günstig, genauso der Versicherungsbeitrag für eine Hiscox Oldtimerversicherung. Wir sehen uns auf der Landstraße!

Sandmann

Jaguar E-Type V12 Cabrio
Baujahr: 1973
Motor: V12
Hubraum: 5343 ccm (326 cui)
Leistung: 209 kW (284 PS)
Max. Drehmoment: 412 Nm bei 3600 U/min
Getriebe: Viergang-Schaltgetriebe
Antrieb: Hinterräder
Länge/Breite/Höhe: 4684/1683/1225 mm
Beschleunigung 0-100km/h: 6,9 Sek.
Höchstgeschwindigkeit: ca 240 km/h
Wert: ca. 85.000 Euro

Versicherung: zum Beispiel beim Spezialversicherer Hiscox Teil-, Vollkasko- oder Allgefahrenversicherung möglich. Jetzt mehr erfahren!

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

27 Responses to Kochen mit 12 Töpfen

  1. MainzMichel says:

    Moin!

    Vermutlich stehe ich damit allein da, aber ich kann dem everyones-beauty E-Type so gar nichts abgewinnen. Für mich sieht das Ding aus wie ein ausgelatschter Hausschuh. Und wenn man die Motorhaube aufmacht, knallt das Teil auf der Straße auf.
    Nee, nee, nicht mein Ding…

    Adios
    Michael

    • Sandmann says:

      Ay Michael,

      na ja, everybodies beauty ist er ja anscheinend sowieso nicht, auch auf Facebook gibt es durchaus kritische Kommentare zur Form 😉 Aber man MUSS ja auch ein Auto nicht mögen, nur weil viele andere das tun. Autos, die polarisieren, haben definitiv etwas richtig gemacht (mal abgesehen vom Multipla Fiat vielleicht :-D) und Menschen, die nicht alles einfach so hinnehmen haben wir viel zu wenige im Netz. Also – weitermachen!
      Allerdings… bist du mal einen E-Type gefahren? Das ist schon sehr, sehr cool…

      Sandmann

      • MainzMichel says:

        Nein, ich bin noch nie einen gefahren. Das würde ich ganz sicher tun, wenn sich mir die Möglichkeit dazu ergäbe. Aber das steht a) nicht in Aussicht und b) nicht so weit oben auf meiner Liste. So etwa wie einen Ferrari, Porsche oder ähnliches fahren. Das würde ich einen Tag oder Wochenende tun, das Teil wieder zurückgeben und gut wäre es für mich. Aber wenn das halt nicht so kommt, bin ich der Meinung, ich habe dann absolut nichts verpasst.
        Mir sind Brot-und-Butter-Autos lieber.

        Adios
        Michael

        • Sandmann says:

          Yay,

          dank meines Berufs fahre ich manchmal mehr Autos, als mir lieb ist. Das macht Spaß, das ist ganz geil und das ändert auch den Blick auf diverse Mythen und Ikonen. Am Ende sind es nämlich alles nur Autos (ich denke da an den DeLorean, wenn man den Mythos mal weglässt fährt der sich wie ein enger und schneller Ford Escort :-D).

          Butter und Brot Autos sind mir auch die liebsten. Aber das ist ja bekannt….
          Rock’n Roll!
          Sandmann

  2. Hi Jens,
    da hast ja wieder in der Träumer-Kiste gekramt, man, man… 😉
    Tja, der E-Type, der ist auf meiner Mega-Hitliste auch mal drauf gewesen. So wie der Land Rover Serie II., der Porsche 911, der VW Bus T1. Bis auf den E-Type habe ich sie auch mal fahren dürfen. Die Liste ist nun deutlich schmäler..hihi…
    Anschauen mag ich die alle nach wie vor gerne, aber der Mythos ist futsch. Schöner Schwärmerbeitrag, ich kann ´s nachvollziehen, also so an sich.
    So long, Dirk

    • Sandmann says:

      Ay Dirk,

      für mich persönlich kommt der BESITZ eines Klassikers erst in Frage, wenn ich mit ihm auch im Alltag fahren kann. Da fallen, unabhängig von meinem viel zu kleinen Budget, Fahrzeuge wie der E-Type, der 300 SL und leider auch fast jeder alte 911er raus. Vom T1 wollen wir gar nicht sprechen, ich bin froh, wenn ich im Winter einen ausgebauten T3 finde, der nicht Kernschrott ist und noch nicht fünfstellig kostet. Wahn.

      Aber ich kann verstehen, dass Menschen mit etwas mehr Geld sich solche Autos hinstellen und ab und an mal fahren. Das ist einfach wunderschön, rau und gleichzeitig irgendwie erhaben.
      Mal sehen wohin die Reise geht.

      Sandmann

      • Jau, die Einstellung teile ich. Ohne Fahrten im Alltag wird sowas sinnfrei und fade. Für Vitrinenfahrzeuge habe ich nicht so sehr viel übrig gehabt. Aber bei Ausgangslage Rockefeller ist vielleicht die Sichtweise ganz anders 😉
        T3 als Winter-Camper ist übrigens auch schon echt dekadent. Es mehren sich mittlerweile die Fälle, wo T3-Liebhaber im Winter die T4´s und 5´s verschleißen. Die sind deutlich günstiger, wenn auch vergleichsweise häßlich. Ich werde beim nächsten Oldie-Treff jedenfalls nach einem E-Type Ausschau halten, sind schon auch extrem rar geworden.
        LG, Dirk

        • Sandmann says:

          Ay Dirk,

          nein, nicht als Wintercamper 😀 Aber jetzt einen T3 zu kaufen, wo alle einen für den Sommer suchen, ich ja Quatsch. Da zahlst du locker 3K mehr als im Oktober. Ich suche im Herbst einen, den ich dann im kommenden Sommer auf Reise schicken kann!

          Wir hatten in meinem früheren Leben einen schicken Multivan mit Westfalia Klappdach. Mehr braucht kein Mensch. Sowas will ich wieder!

          Sandmann

          • Tja, klingt in Sachen T3 so aus meiner Sicht bisschen euphorisch( blauäugig sach ich nich..), aber melde dich mal, wenn du einen gefunden hast… 😉

            • Sandmann says:

              Ay Dirk,

              euphorisch? Was meinst du? Der Multivan mit Klappdach? oder die Preisersparnis im Winter…?

              In Hamburg gab’s letzten November einen original ausgebauten Westfalia mit 2-Liter Luftboxer, super Zustand, außen gelb und innen alles original ausgebaut. Nur eben mit Luftboxer, dafür aber viele Neuteile, TÜV und direkt fahrbereit. Für 8000 Euro. Weil alle einen Diesel wollen. Wenn sowas mal wieder kommt (und ich das Geld habe – letzten Herbst war das nicht übrig) dann wird sowas gekauft…

              Sandmann

              • MainzMichel says:

                Schau mal, den habe ich vor vielen Jahren vom Opa geerbt:
                https://www.dropbox.com/s/sjybezcol8k3m3w/Bus%20Seite.JPG?dl=0
                Baujahr ’83, Wasserboxer mit 1,9l Benziner, original 27.000km, allerdings Automatik.

                Adios
                Michael

                • Sandmann says:

                  Michael! Wir müssen mal reden. Den kannst du doch bestimmt eigentlich gar nicht gebrauchen, willst aber auch nicht, dass er in irgendwelche schlechten Hände geht, oder?
                  Schreib mir mal bitte. Oder ich dir…
                  Sandmann

              • Ja, sowas gibt´s , ist in meinen Augen aber mittlerweile nicht mehr planbar. Kanns ein, mußt auf die nächste Chance 14 Jahre warten. Saisonale Preisunterschiede sind nahe null. Fahrbereit, das geht beim T3 unfassbar lange, selbst ohne Pflege und mit riesig Wartungsstau. Aber du hast ja schon mehrmals schöne Karren tiefpreisig bekommen, vielleicht klappt´s in Sachen Bulli ja auch.. 😉
                LG, Dirk

  3. Michael1973 says:

    Moin Sandmann.
    Da hast ja wieder ein schönes Schätzchen ausgegraben. Möchte mich da nicht reinquetschen, daran schrauben macht auch keinen Spass 🙁 Aber immerhin hast Du mich dazu inspiriert, heute bei Traumwetter mit dem Fahrrad zum Schuppen 1 zu fahren 🙂
    Gruß
    Michael

    • Sandmann says:

      Ay Michael,

      also das „Reinquetschen“ war nicht so das Problem 🙂 Dran geschraubt habe ich bisher nicht, ich denke beim V12 ist auch nicht viel Platz vorn. Obwohl gefühlt die ganze Haube weg ist, wenn man die aufklappt 😉
      Mein Kumpel Örg hat den von seinem Hallennachbarn ab und an mal auf der Bühne, das ist ein Sechszylinder. Da geht noch ein bisschen mehr, plus die üblichen Spirenzien mit Fahrzeugen von der Insel 🙂 Aber ich mag das. Wer braucht schon Perfektionismus, wie langweilig.
      Grüß mir den Schuppen 1!

      Sandmann

      • Michael1973 says:

        Moin Sandmann,
        wir hatten auch einen Kunden mit einem E-Type-Cabrio mit V12.
        Aus dem Gedächnis war das Entern des Autos nicht ohne, vielleicht auch wegen der Arbeitsschuhe?
        Aufgrund meiner Schraubervergangenheit betrachte ich viele Autos eh anders, ich lernte die Autos eben aus Schraubersicht kennen – so wie den V12, dessen Vergasersynchronisierung so garnicht meins ist und das das Ventileinstellen in 2 einzelnen Arbeitsschritten stattfindet – erst die eine, dann die andere Seite, weil der zum Einstellen Betriebstemperatur braucht. Umständlich auch, das man für das vollständige Öffnen der Haube eine Hebebühne braucht.
        Aber schön ist er 🙂
        Vom Motorklang mag ich aber den Sechsender lieber 😉
        Mal kucken wann ich den Schuppen wieder grüße, früher war der für mich anziehender.
        Gruß
        Michael

        • Sandmann says:

          Ay Michael,

          also in einen 300 SL kommst du schlechter rein 😉 Ich hab mich im Museum in Stuttgart mal für Fotos ins Uhlenhaut Coupé gesetzt, das geht eigentlich nur, wenn man vorher das Lenkrad abzieht 😀

          Ja okay, Wartung und Reparatur an einem V12 ist schon ein Vollzeitjob. Ich habe lange mit einem alten XJ12 geliebäugelt, leicht desolat, aber fahrbereit. Irgendwie hatte ich da Bock drauf. Vermutlich war es aber eine gute Entscheidung, die 1500€ lieber in andere Fahrzeuge zu investieren…

          Ich habe den Sechser noch nie neben dem Zwölfer gehört. Sagen ja viel, dass der besser klingt. Bizarr… Bei meinem letzten Besuch im Schuppen habe ich ElVoice in seinem Ford Coupé fotografiert… Ich muss da auch mal wieder hin, mal schauen, mein Töchterchen studiert da ja bald in der Nähe bei den Sternen…

          Sandmann

          • Michael1973 says:

            Moin Sandmann,
            jo, das man für den Gullwing am besten Gummiknochen hat, hab ich auch schon gesehen. Möchte den aber nicht fahren, schlicht zu teuer! Den 190 SL fand ich trotz des blöden Motorklangs viiiiiel cooler, durfte auch schon einen fahren 🙂
            Gruß
            Michael

            • Sandmann says:

              Ay Michael,

              na ja, als Daily Driver kommen beide inzwischen nicht mehr in Frage. Das sind schlicht Wertanlagen mit guter Rendite. Und da bin ich als normal sterblich Arbeitender komplett raus 😉 Sowas kann man maximal von einer guten Erbschaft bezahlen, und auch da bin ich raus, meine Eltern haben zu wenig Geld und zu viele Kinder…
              Sandmann

              • Michael1973 says:

                Moin Sandmann.
                Nee, den 300SL würde ich keinesfalls fahren wollen, ab nem gewissen Fahrzeugwert und/oder Seltenheitswert steig ich nicht ein. Habe schon Probefahrten mit Traumwagen abgelehnt! Den 190 SL würde ich zumindest als Schönwetterfahrzeug fahren, sollte ich mir das mal leisten können 🙂 Sooo abgehoben sind die noch nicht 😉
                Gruß
                Michael

  4. bronx.1965 says:

    @MainzMichel
    Zitat: „Vermutlich stehe ich damit allein da, aber ich kann dem everyones-beauty E-Type so gar nichts abgewinnen. Für mich sieht das Ding aus wie ein ausgelatschter Hausschuh. Und wenn man die Motorhaube aufmacht, knallt das Teil auf der Straße auf.
    Nee, nee, nicht mein Ding…“ Zitat Ende.

    Nein, stehst du nicht. Ich teile das. Ich finde den zwar spannend (dennoch formal keineswegs geglückt) aber mit den Jahren auch ziemlich „ausgelutscht“ in der Berichterstattung. Ähnlich den zahllosen Porsche-Artikeln, dem T1 Hype, etc. . . Als Lightwight gefällt er mir. (Zeitungslesend)

    Brot und Butter Autos sind mir übrigens auch bedeutend lieber. 😉

    • MainzMichel says:

      Ah, ein Gleichdenker. Das tut gut. 😉
      Lightweight? Keine Ahnung, ich habe mich noch nie damit befasst. Interessant finde ich nur einen E-Type: Den umgebauten aus dem „Harold und Maude“-Film.

      Adios
      Michael

      • Sandmann says:

        Ay Jungs,

        der bei Harold and Maude ist bestimmt auch ein Sechszylinder 😉
        Ich hab mir mal auf die Kappe geschrieben, die ganzen Autos, über die viel philosophiert wird, selbst gefahren zu sein. Bestes Beispiel ist der DeLorean. Die meisten, die mal drüber geschrieben haben, saßen noch nicht mal drin. Ich bin den drei Stunden lang durch das tiefste Erzgebirge gefahren, das hat ihn ziemlich entmystifiziert…

        Ich geh mal raus zu Butter und Brot und spendiere ihm neue Bremsscheiben und Radlager vorn. Dauert für beide Seiten keine 1,5 Stunden. So long!

        Sandmann

  5. Maik Mugato says:

    Jau, der E-Type… Böse gesagt, der VW-Golf unter den Sport-Oldtimern.

    Mein Onkel hatte 3 Stück davon, einen – ein blaues 6zyl Coupe eigentlich so lange ich denken kann, mindestens aber seit anfang der 80er Jahre.

    Danach kam noch ein rotes 6zyl Cabrio und ein weisses 12zyl Cabrio hinzu.

    Vor einigen Jahren hat er es dann irgendwie am Kopp gekriegt (wie wir Ruhrpottler so sagen), und hat alle veräußert, und sich einen Aston Martin DB7 (naja) und eine Jaguar Limousine (müsste ein MK2 sein, kein Plan) zugelegt… Einige Jahre zuvor hatte er schon für ganz wenig Geld seinen Capri im Renntrimm der 70er verkauft, den er auch ewig besass…

    Ich verstehe sowas immer nicht, die Leute haben so ein KFZ 30 Jahre oder länger, und dann weg damit. Mich könnte nur mein Tod oder eine veritable Naturkatastrophe noch von dem Altblech trennen.

    Nochmal zum E-Type, mich persönlich hat das Teil nie wirklich abgeholt, vielleicht weil es noch so viele davon gibt, oder auch weil es so ein perverses Spekulationsobjekt für yuppiehafte Reichspasten ist. Ich weiss auch nicht.

    • Sandmann says:

      Ay Maik,

      okay, nach 30 Jahren würde ich wohl ein Auto auch nicht mehr hergeben. Allerdings habe ich auch schon bei diversen Fahrzeugen gedacht (und behauptet), dass ich mit denen alt werden würde. Und es dann nicht getan. Manchmal ändert sich das Leben, und dann sind auch lange Begleiter nur Autos.

      Im Himmel der exklusiven Spekulationsobjekte ist der E-Type aber noch nicht angekommen. Klar gibt es viele Exemplare jenseits der 100.000 Euro, aber du bekommst auch schon angeschranzte US Importe für 30.000 Euro. Ja, das ist ein Haufen Asche, den habe ich genau so wenig wie du, aber das ist für einen sehr exklusiven Klassiker schon normales Geld. Es können ja nicht alle wie du und meine Freundin einen angerosteten vieräugigen Benz aus der Jahrtausendwende fahren 😉

      Sandmann

  6. dieter says:

    Sach ma Jens, was ist denn los, den E-Type hattest du doch schon mal hier bloß ohne den letzten Absatz mit der Werbung für die Versicherung.

    Was ist los, muss ich mir Sorgen machen ???

    Viele Grüße vom nun etwas verwirrten dieter

    • Sandmann says:

      Ay Dieter,

      die damalige Veröffentlichung war noch aus meinem „früheren“ Leben. Ich hab den Text noch etwas würziger formuliert und kann dank der Kooperation mit Hiscox jetzt bei ein paar Autos auch konkrete Versicherungssummen als Beispiel nennen, damit interessierte mal sehen, was das alles so kostet. Nicht gut? 🙂
      Sorgen musst du dir also keine machen, ich bin noch nicht so tatterig dass ich hier Artikel doppelt veröffentliche. Und am Taunus schraube ich auch weiter, also alles gut.
      Grüße zurück
      Sandmann

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