Kombi? – Braucht man nicht! Teil IV

Das Dicke muss ins Offene

Das Dicke muss ins Offene

Sie wird unwirsch, wenn es über einen zu langen Zeitraum nichts zu gärtnern gibt. Work-Life-Balance nennt mein halbfinnisches Fräulein Altona das wohl, dem beruflichen Denken und dem privaten Erziehen müssen Blumen entgegengepflanzt werden. Neuestes Projekt: Theoretische Hochbeete in alten Regentonnen. Für Mohrrüben. Ich weiß, wo zwei davon rumstehen, aber schon auf dem Weg da hin kommt mir der leise Verdacht, dass ich mich vielleicht mit der Transportzusage und der damit verbundenen automobilen Logistik ein bisschen zu weit aus dem Fenster gelehnt haben könnte. Sie selbst ist mit dem Mercedes unterwegs in Lüneburg. Ich… äh… fahre den XM, eine klassische, flache Fließhecklimousine, und auf dem Beifahrersitz thront erhaben mein viertelfinnisches Sandmädchen. Wie soll ich denn bitte so zwei riesige Regentonnen von Kiel ins nördliche Niedersachsen bringen?? AAAHHH!!!!!!

Die Sache mit dem Elefanten und dem Nadelöhr.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wie zwei Kühltürme eines abgeschalteten Atomkraftwerks thronen die dicken grünen Baumarkt-Behältnisse hinter meinem Auto auf der Straße. Ich weiß noch, wie ich sie erworben habe. Es war der Sommer vor dem Sündenfall, als noch alles gut und die kleine Welt mit eigenem Garten und Blumen rund war. Es gab einen großen Anhänger und einen Audi V8, der diesen Anhänger ziehen konnte und durfte. Vier Regentonnen, bitte die großen grünen, mit Deckel und seitlichem Wasserhahn, sie passten einigermaßen auf den offenen Hänger. Das war damals. Die beiden verbliebenen (leicht defekten) Exemplare aus dem Garten hier runter zu wuchten war schon schwer genug, aber dass ich die irgendwie in den XM reinbekomme – daran glaube ich momentan so sehr wie daran, dass ich mir jemals wieder ein Taunus Coupé leisten kann. Hahaha 😀 Willkommen im Traumland. In meiner Rechnung fehlt schlicht der Anhänger. Aber egal, jammern und große Augen machen nützt ja nix, wenn ich die grünen Mohrrübenrabatten nicht bis heute Nachmittag bei der Herzdame abliefere stehe ich wie der Ankündigungsminister da und fang‘ mir blöde Sprüche. Dann wird aus ihrem grünen Daumen ganz schnell ein grüner Mittelfinger. Zurecht. Also beginne ich einfach mal, den Kofferraum des Franzosen auszuräumen und an Wunder zu glauben. Das hat in der Vergangenheit bei diesem Auto aus der Nähe von Paris schön öfter zum Ziel geführt. Also, das mit dem Glauben.

Hm. Gar nicht mal so wenig Platz.

Hm. Gar nicht mal so wenig Platz.

Oh. Obwohl ich vor einer Woche erst den ganzen werthaltigen Ersatzteilkrams für ebay schwitzend und stöhnend aus dem Heck in den Keller umgelagert habe steht jetzt die halbe Straße voll mit Kisten, Kartons und Plastiktüten, von denen ich spontan behaupten würde, dass allein die alle zusammen nicht in den Wagen reinpassen. Wenn ich’s nicht besser wüsste. Aber dieses Wissen schließt noch immer nicht die beiden riesigen Tonnen ein, plötzlich finde ich mein Vorhaben nicht mehr gewagt, jetzt kommt es mir regelrecht absurd vor. Außerdem ist der schwarze Teppich hinten drin total dreckig, das war mir nicht aufgefallen, weil da immer irgendwas drübergelegen hat. Gnargh. Mit der linken Hand ziehe ich die Sitzfläche der Rücksitzbank an ihrer mittigen Schlaufe nach vorn, mit der rechten Hand entriegel ich die Lehne und kippe sie plan nach unten. Hoppala. Eine überraschend stattliche Fläche tut sich auf.
Vorn in ihrem Kindersitz wartet geduldig die kleine Thronfolgerin, knabbert eine Reiswaffel und schmettert ihre Lieblingslieder „Herz über Kopf“ von Joris und „Für immer und dich“ von Rio Reiser durch das geöffnete Seitenfenster in die Natur. Sie ist dabei erschreckend textsicher.

Drin. Echt drin. Bizarr.

Drin. Echt drin. Bizarr.

Soweit zu Glauben und Wundern.
Ich hätte ernsthaft dreistellige Beträge gewettet, dass ich die angeschimmelten Dinger da hinten mit wunschgemäß geschlossener Heckklappe nicht reinbekomme, ohne sie vorher kleinzukloppen. Und was ist? Tonne 1 habe ich einfach so reingelegt und Tonne zwei einfach so in Tonne 1 reingeschoben. Daneben und davor ist sogar noch reichlich Platz für die vielen Kisten und Tüten (was ist da eigentlich alles DRIN???), die ausgehängte Hutablage und ein überlanges Paket mit Audi 100 Zierleisten, das ich heute noch verschicken muss. Neben die Tonnen schiebe ich noch drei alte grüne Tonnendeckel verschiedener Durchmesser, die ich vorher oberflächlich von Weinbergschnecken und Tannennadeln befreit habe. In die Tonnen rein versenke ich zwei alte metallene IKEA Mülleimer und eine Eukanuba Hundefuttertonne. Ich habe da eine ganz bestimmte Konstruktion so eines Mohrrüben-Hochbeetes im Kopf, Fräulein Altona wird begeistert sein. Aber das ist eine andere Geschichte. Ist das hier jetzt automobile Oberklasse oder ist das einfach nur cool und riesengroß? Alls drin? Das war ja…. äh… einfach.

Tonne, grün, groß - im Auto?

Tonne, grün, groß – im Auto?

Männer und die Abschätzung von Größe.
Die völlige Unfähigkeit, Dimensionen richtig zu erfassen, wird uns ja nicht nur von der Damenwelt angedichtet. Trotzdem hätte ich auf Nachfrage behauptet, diese Tonnen seien GRÖSSER und der XM sei innen KLEINER. So kann man sich täuschen, es wäre wundervoll, wenn mir sowas nur bei der Abschätzung der Größenverhältnisse zwischen grünen Regentonnen und französischen Transportgefährten passieren würde. Aber ich schweife ab. RUMMS! Klappe zu. Einfach so, ohne pressen oder quetschen und ohne Glasbruch.

Aus der Sicht einer Regentonne

Aus der Sicht einer Regentonne

Die mehrstimmigen Akkorde aus fröhlicher Kinderkehle (angeschnallt vorn rechts) sind inzwischen verstummt. „Papa was ist das was riecht hier so ekelig?“ Oh. Jetzt fällt es mir auch auf. In einer der beiden Tonnen hatte sich über zwei unbeaufsichtigte Jahre ein lustiger Wassersatz gebildet, in dem vermutlich diverse Insekten verendeten, Pflanzen ertranken und Vögel ihre abendliche Notdurft verrichteten. Jedenfalls hängt im Auto plötzlich ein moderiger Hecht aus Verwesung und Fäulnis, den ich schnell mit der Lüftung zu vertreiben gedenke. Nochmal weit aus dem Fenster lehnen, diesmal bildlich. Ach nee, geht ja nicht, die Fahrerseite ist ja kaputt. Verdammt. Ich erkaufe mir das temporäre Wohlwollen meiner Tochter mit zwei Gummibärchen, einem roten und einem grünen, und fahre derart muffig beladen zunächst zu meiner Wohnung.

Olfaktorische Absonderlichkeiten

Olfaktorische Absonderlichkeiten

Bäh. Wer Beete bauen will muss leiden.
Google weist mich tatsächlich auf ein Gedicht mit dem Namen „Was riecht da in der Tonne?“ von Heidemarie Rottermanner hin, wer kennt sie nicht? 😀 Ich. Tatsächlich bin ich sicher, dass die modernden Fragmente längst verstorbener Flora und Fauna nicht nur eine olfaktorische Abwechslung in den originen Duftmix aus Bourbon Vanille und Glattleder im Citroën bringen, sondern auch eine düngende Grundlage für viele noch zu säende Mohrrüben in Stehhöhe sein könnte. Das macht mich glücklich. Mein altes Auto freut sich mindestens genau so doll wie ich, euphorisch schüttelt es sich bei der Einfädelung auf die B76, kurz darauf geht nach langer Zeit endlich mal wieder die ABS Warnlampe an. Hey. Party im Cockpit! Und ich hatte schon gedacht, das System habe sich selbst repariert. Ja ich weiß, da ist noch ein bisschen was zu tun. Ich bin dran, ich bin dran. Immerhin habe ich vom Schlacht-XM schon die echt superschlimme Lenkradhülle in Holzoptik abgezogen und über mein siffiges, während 365.000 Kilometern von vielen schmutzigen Händen abgegriffenes Lederlenkrad gestülpt 🙂 Na wenn das mal nicht den morbiden Zauber eines Bad Taste Galore innewohnen hat. Sie greift sich gut, diese Hülle. Dick und weich, und ich habe bei hoher Luftfeuchtigkeit keine schwarzen Hände mehr beim Autofahren.

Der Müllexpress in Richtung Innenstadt

Der Müllexpress in Richtung Innenstadt

Ich mag es nicht so, wenn ich hinten raus nichts sehen kann. Das erwähnt ich schon bei den Geschichten mit dem Trailer hinten dran. Ich blicke gern mal zurück und betrachte das, was ich hinter mir gelassen habe. Heute gucke ich im Rückspiegel auf zwei grüne Tonnen, aber wenn mein Glaube so weit reicht besteht der gesamte noch vor mir liegende Weg aus Geradeausfahrten nach Vorn. Metaphorisch gesehen wundervoll, verkehrstechnisch gesehen auch, der Geruch von hinten hält sich erstaunlich zurück und ich glaube, dass auch nur wenig von dem siffigen Wasser in die Teppiche sickern wird 😉 Mein Parkplatz für einen kleinen, durchatmenden Zwischenstopp im Herzen von Kiel ist nicht sehr geschickt gewählt, die alte Wäscherei steht schon seit 15 Jahren leer. Entweder fällt das Dach auf mein Auto, irgendwelche Urban Explorer werfen Fensterscheiben von oben auf den Fußweg oder jemand entsorgt gleich das ganze Szenario, weil der XM ein bisschen wie ein überfüllter Müllcontainer aussieht. Ich wecke das viertelfinnische Sandmädchen aus ihrer Ohnmacht, verspreche ihr für den Rest des Weges mehr frische Luft von vorn und gebe ihr noch ein Gummibärchen. Sie will lieber eine Reiswaffel und Nudeln. Sie ist eine kleine andersdenkende Gourmet-Kreative, das war in dem Moment klar, wo sie ihre Kindergabel auf den Namen Pikinini und ihren Kinderlöffel auf den Namen Rolf getauft hat.

Sie ein bisschen aus wie auf einer Müllkippe

Sie ein bisschen aus wie auf einer Müllkippe

Sie können sich gar nicht vorstellen, wie lang der Weg von Kiel über Hamburg in die Nähe von Buchholz in der Nordheide ist. Vor allem, wenn es hinter einem quietscht und klappert, fast die gesamte A7 bis zur Hansestadt eine schmale, zweispurige Autobahnbaustelle mit Geschwindigkeitsbegrenzung und Gegenverkehr ist, ein gewisser Moorleichengeruch von der wunderbaren Lüftung dieser französischen Individualistenlimousine im Innenraum umverteilt wird und die dreijährige Tochter auf dem Beifahrersitz laut und ununterbrochen vor sich hin klugscheißt, warum die großen Windgeneratoren eigentlich blinken, dass Dampfwalzen was anderes sind als Bagger und wo man überall hinkommt, wenn man durch den Elbtunnel fährt. Was wir gleich vorhaben. Kurz vor Hamburg scheint sie ihre 40.000 Wörter für heute losgeworden zu sein und wird wieder ohnmächtig. Eine halbe Reiswaffel fällt ihr aus dem kleinen Händchen in den Fußraum. Im Elbtunnel schnarcht sie leise. Ich liebe meine drei Töchter mehr als mein Leben.

Tonnen-Tanz am Ziel des Tages

Tonnen-Tanz am Ziel des Tages

Und wieder befinden wir uns in dieser kleinen, friedlichen Straße, wo auch schon der KaSi untergekommen ist. Mein halbfinnisches Fräulein Altona ist schon da, der Mercedes steht sauber geparkt vor der Einfahrt. Ich lege den XM dahinter auf den Asphalt und stelle mich schon einmal auf eine sagenhaft schlecht gelaunte blonde Viertelfinnin ein, die es gar nicht mag, aus ihrem Schlaf gerissen zu werden. Nun – darum werden sich Oma und Opa kümmern müssen. Ich habe hier zwei Regentonnen, drei Deckel und ein bisschen Beiwerk in den Garten zu wuchten. Und ich bin wieder um eine Erkenntnis reicher: Saaaa-geeeeeen-haft was in so einen Citroën reingeht. Liegt das am Modell? Oder passt in andere Autos auch so viel rein??? Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
Welche Messlatte haben Sie in Sachen Kofferraum? Erzählen Sie doch mal 🙂

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

36 Responses to Kombi? – Braucht man nicht! Teil IV

  1. El Gigante says:

    Ich weiß nicht, ob es unbedingt einer Messlatte bedarf, um einen Citroën XM mit (m)einem AUDI A2 zu vergleichen… immerhin habe ich irgendwo mal aufgeschnappt, dass der kleine Alu-Zwerg in die Kategorie der Vans gehören soll (wenn auch der Klein-Vans).

    Als ich aufgrund häufigeren Bedarfs an mehr Sitzgelegenheit an einem Tisch einstmals in die Verlegenheit kam, zwei komplette sogenannte Bierzeltgarnituren zu erstehen, schwebte mir spontan die Idee des Abtransports per offener Heckklappe vor. Die zwei in Kunststofffolie verpackten Sets im Format 2,20 x 0,50m (jeweils bestehend aus einer rustikalen Holzplatte mit bekanntem Metallgestell und zwei Bänken mit ähnlicher Unterkonstruktion) passten tatsächlich relativ unspektakulär in den kleinen AUDI und die Heckklappe ließ sich obendrein auch noch problemlos schließen!

    Oder: gleiches Auto – zwei frisch erstandene „Billy-Regale“ von der schwedischen Möbelkette, ein bisschen Kleinkram PLUS zwei Erwachsene VORN und zwei Kinder HINTEN…

    Platz ist in der kleinsten Hütte, oder?

    Gruß
    El

  2. Sandmann says:

    Test Test.
    Kann mal jemand was kommentieren? Also bei mir geht es…..

  3. El Gigante says:

    Ja – aber ich frage mich, warum mein Beitrag oben nicht unter meinem Künstlernamen erscheint und er erst freigeschaltet werden muss?

    Hallooooooo? Is anybody out there?

    🙂

    • Sandmann says:

      Gute Frage El…..

      gerade meinte auch der Oli auf Facebook, dass sein Kommentar einen Timeout hatte und sich nicht veröffentlichen ließ.
      Ich schau mal was da los ist, mit dem User oder der Berechtigung scheint das nichts zu tun zu haben. Seltsam…

      Sandmann

  4. El Gigante says:

    … die kleinen grünen WordPress-Männchen wieder…

    • Sandmann says:

      neeeee ich glaube das liegt eher an dem Captcha.
      Und das ist da wegen der kleinen grünen Hacker, ich monitore jeden Tag 10-15 Attacken von irgendwelchen Chinesen, die sich manuell als Admin anmelden wollen 🙁

      Sandmann

  5. El Gigante says:

    Aha – DIE GELBE GEFAHR!

    Gut, dass die kaum Deutsch können!
    Was wollen die hier also?

    • Sandmann says:

      Urks.
      Wenn ich das wüsste. Auf diesem Wege habe ich soeben 4653!!! SPAM Kommentare gelöscht. Ich sollte öfter mal saubermachen.

      Das Zeitlimit vom Captcha habe ich entfernt und der Cache wird mit einem neuen Kommentar automatisch geleert. Nun sollte eigentlich alles wieder fein sein.

      Sandmann

  6. Jo (Vauwee) says:

    Kombi? Brauch ich auch nicht. Entweder lasse ich sperriges Zeug liefern oder ich brauchs nicht.:D

    Und in nen Käfer geht viel rein, das klappte früher ja auch als es Kombis noch gar nicht gab.

    Zur Not leihe ich mir nen Anhänger.

    • Sandmann says:

      Ay Jo,

      das weckt in mir wieder den Wunsch, endlich mal für einen längeren Zeitraum einen alltagstauglichen Käfer zu fahren. Nein, ich gucke NICHT bei mobile.de ich gucke NICHT!!!!! 🙁 ARGH

      Das Argument mit „früher“ finde ich nicht mehr zeitgemäß 😉 Früher haben wir uns auch Postkarten und Briefe geschrieben. Früher hätten du und ich niemals miteinander kommuniziert, weil es das Internet nicht gab. Und früher hatte anscheinend auch niemand das BEDÜRFNIS, seinen halben Hausrat im Auto mitzunehmen 😀
      Kombis sind schon praktisch. Ich möchte das T-Modell meines halbfinnischen Fräulein Altonas nicht missen. Aber ich gehe ein wie eine Primel, wenn ich ausschließlich praktisch denken würde, deshalb habe ich ja auch keinen Minivan Sharan Galaxy V-Max wasweißich. Ich finde die einfach unattraktiv. Der einzige „Kombi“, den ich wirklich richtig sexy finde ist der CLS Shooting Brake. Der wiederum ist aber auch hinten nicht wirklich groß 😉

      Auf’s Dach bekommt man ja auch ne Menge.
      Rock das Wochenende

      Sandmann

      • Jo says:

        „Früher“ diente hier ja auch nur zur Untermauerung der Argumentation. Ist ja nicht so, dass ich mir das „früher“ zurückwünschen würde. Aber manchmal drüber nachdenken ob wir das „heute“ wirklich alles brauchen schadet ja auch nichts.

        „Alltagstauglichen Käfer“ kannst knicken. Bei dem Geld was da heute für aufgerufen wird, kannste noch 20 XM schlachten und die Kisten für den Rest deines Lebens fahren. Und so sehr wie du den Komfort schätzt und die Sicherheit für dein Kind brauchst, ist doch der Käfer eh nix für dich. So mit ohne dem ganzen Plüschiwüschi deiner französischen Sänfte.

        • Sandmann says:

          Ay Jo,

          ich glaube ich hatte dich da auch schon richtig verstanden. Mit dem „früher“ 🙂 Und ich glaube du hast Recht, was meinen Wunsch nach Plüsch und Komfort betrifft. Aber – irgendwie mag ich den Käfer. Zumal ich noch nie einen eigenen hatte, selbst damals als das noch die klassischen billigen Karren waren fuhr ich schon große Fords….
          Und na klar ist auch die Sicherheit für meine Kinder ein Argument, aber vor allem der Preis hindert mich heute an einem Kauf. Die sind ja wahnsinnig 🙁

          Sandmann

  7. Moin Sandmann,
    ich dachte gerade: Buchholz, war ich da nicht Ostern? Aber nein, weiter oben im Norden gibt es noch eins und dort ging mein Flieger weg.

    Tja Kombi, ich hatte nie einen und aktuell habe ich ein sehr großes Fließheck ähnlich deinem XM. Das Fassungsvermögen ist enorm und merkte ich, als ich eine 90er Duschwanne ohne Umklappen einfach flach auf den Kofferraumboden legen konnte und daneben und dahinter noch Platz für Kleinkram war.
    Brauche ich mal nen Kombi, steht mir einer zur Verfügung und der Anhänger direkt daneben. Wer baut, braucht nen Anhänger, finde ich. Da ich schon seit meinem 4. Lebensjahr auf Baustellen wohne, hatten wir folglich immer einen Anhänger im Haushalt.

    Grüße aus dem Süden

    • Sandmann says:

      Ay Peter,

      Anhänger sind großartig. Kosten kaum Geld, weder in der gebrauchten Anschaffung noch im Unterhalt, und man hat keine Platzprobleme mehr. GAR keine. Allerdings brauchen Anhänger einen Stellplatz, und daran scheitert das bei mir aktuell. Ich bin Laternenparker. Ich arbeite daran, dass sich das bald mal wieder ändert, aber momentan darf ich mich einfach nicht auf Baustellen rumtreiben 😉

      Habe ich dich schon gefragt um was für ein großes Fließheck es sich handelt? *grübel*

      Und sag mal… du warst in einem Bucholz NOCH nördlicher als das in der Nordheide und bist da in ein Flugzeug gestiegen? Äh….

      Sandmann

      • Hatte ich schon mal vor längerer Zeit erzählt: ein aktueller Skoda Superb als Limousine, also das Fließheck.

        Mein Buchholz war Nordholz und das ist in der Nähe von Cuxhaven und das andere Buchholz heißt eigentlich Heide/Büsum. Mit den nördlichen Namen habe ich so meine Probleme – bin eben kein Südschwede wie du. 😉
        Jeweils von dort kann man nach Helgoland fliegen, was ich jedem nur empfehlen kann, sofern es nicht zu windig ist, denn dann wird der Flug holperig.

        • Sandmann says:

          Ayyyyyy ja der große Skoda. Fein fein 🙂

          Nordholz? Cuxhaven?? Büsum??? 😀 Okay, langsam bekomme ich einen geografischen Einblick…… Aber in diese kleinen Hoppser steige ich nicht. Das ist mir zu holperig, auch wenn es nicht windig ist. Da bin ich nicht seefest genug 😉

          Sandmann

  8. Snoopy says:

    In ein R19 Cabrio passen Schränkchen, Kommoden, Waschmaschinen… bei schlechtem Wetter ist die Ladehöhe allerdings begrenzt. 😉

    • Sandmann says:

      Ay Snoopy,

      hihihi 😀 ja, ich erinnere mich an eine Geschichte, die auch das Wort KOMBI in der Überschrift beinhaltet, in Zürich spielt und viele viele IKEA Einkäufe in einem kleinen Peugeot Cabrio thematisiert. Da war nach oben noch eine Menge Platz. Aber auch nur nach oben.
      Wer sie nicht kennt, kann mal die Suchfunktion bemühen 😉

      Ansonsten ist auch ohne Cabriodach so ein Schiebedach super, wenn man mal lange Dinge transportieren will. Auch da erinnere ich mich an den Audi…. oooohhhh… lieber nicht.

      Auf dass es nicht regnet, wenn du mal wieder ’ne Waschmaschine als Beifahrer hast 😀
      Schönes Wochenende

      Sandmann

  9. 1983TX says:

    Anno 2003, kurz vor Weihnachten. Meine Omma schenkte mir Geld für ein Schlafsofa. Also bin ich zum örtlichen Möbelhaus und habe mir ein zweiteiliges Trumm zum klappen mit über 2 Metern Länge ausgesucht und auch gekauft. Das gute Stück besitze ich übrigens heute noch. An der Kasse bezahlt und anschliessend mitsamt Kumpel zum Abhollager karriolt. Nein, es war nicht das schwedische Möbelhaus und das Sofa heisst auch nicht „Gutfick in Torslanda“ oder so ähnlich. Am Lager angekommen – ich fuhr eine liebesbedürftige Citroen GSA Limousine mit dem 1300er Bigblock und 65 PS – standen schon die ganzen Sternderl, Ringerl und Propeller – Fahrer an der Rampe, warteten auf ihre Ware und schauten mich so komisch an. Als wir aufgerufen wurden, bin ich mit dem GSA rückwärts an die Rampe ran und habe zunächst erstmal das Auto umgebaut. Zu zweit haben wir dann das Sofa – erwähnte ich bereits, dass ich ein bockschweres Trumm gekauft habe? – ins Auto gewuchtet. Das gute Stück stand einen knappen Meter hinten raus. Kofferkappe zu, n büschn getüdelt und ab ins Auto. Motor gestartet, Signorina erhob sich und ab durch die Mitte. Die Blicke der anderen Wartenden waren göttlich. 😀 Glücklicherweise musste ich aber auch nur 300 Meter in die weitere Nachbarschaft fahren. 😀

    Hinzu kamen dann noch ganz viele Irrungen, Wirrungen, Trennungen und Vereinigungen im Bekanntenkreis mit erhöhtem Transportbedarf. Und jedes Mal schleppte meine tapfere „Grande Série“ ohne zu mucken den Krempel durch die Gegend. Nach der „Grande Série“ war erstmal Ruhe mit erhöhtem Transportbedarf. Dieser Fall sollte erst Jahre später wieder eintreten. Umzug die zigste. Mit Renault 5 und Citroen C1…..

    • Sandmann says:

      Ay 1983TX,

      yayyy da bist du ja. Hat es mit ein wenig Alkohol und meinem Deaktivieren von ein paar Plugins doch noch geklappt? 🙂 Cool.

      Vorweg: Den GSA finde ich suuuuuuper. Wenn ich etwas mutiger wäre hätte ich einen GSA oder einen CX. Was für wunderschöne Autowagen. Aber im Alltag muss ich auf billige Ersatzteile und Effizienz achten, bei 40.000 Kilometern im Jahr ist der XM da ein guter Kompromiss 🙂 Aber sehr sehr geil, dass du das Riesensofa da einfach reingeschoben hast. Versuch das mal mit einem aktuellen SUV. Da bekommst du nicht mal ne Einkaufstasche über die 1 Meter hohe Ladekante 😉

      Ich habe mal die schrägsten Transportgeschichten von mir für dich rausgesucht:

      Der Klassiker: http://www.sandmanns-welt.de/kombi-braucht-man-nicht/

      Der Überladene: http://www.sandmanns-welt.de/kombi-braucht-man-nicht-teil-ii/

      Der oben offene: http://www.sandmanns-welt.de/kombi-jetzt-wirds-eng/

      und der Wahnsinn: http://www.sandmanns-welt.de/kombi-ich-weigere-mich-noch-immer/

      Ich bin inzwischen ein bisschen ruhiger geworden 🙂
      Schönes Wochenende
      Sandmann

      • Sandmann says:

        warte mal….

        R5 und C1???
        🙂 🙂 😀

      • 1983TX says:

        Oh, Lesefutter fürs Wochenende. Da werde ich mal wühlen. 🙂

        Ja, Urmonde später hatte ich einen R5 und bekam wegen internem Jobwechsel einen Firmenwagen zugesprochen. Das war der C1. Da hatte ich zwei gleichzeitig zugelassene Autos vor der Tür und musste wegen Eigenbedarf umziehen. Da durften dann beide schleppen. Wobei das mit dem Fünfer auch Familientradition war. Schon meine Alten sind mitsamt R5 und Stresscort umgezogen. 😀

        Vor ein paar Tagen hat übrigens die Duisburger Polizei einen Renault Laguna gestoppt. Aus dem Kofferraum ragte eine massive Clubgarnitur und die passenden Sessel fanden sich auf dem Dach. 😀

        • Sandmann says:

          Ay Kleinwagenumzieher,

          den R5 finde ich ja retrospektiv echt ganz cool. Der Kleine Freund 🙂 Eine Freundin von mir hatte in den 90ern das Soindermodell „Campus“, gab es sowas?

          Das Bild vom Laguna kann ich mir lebhaft vorstellen 🙂 Wobei der doch ziemlich groß ist, da sollte doch alles reingehen, wenn man ein wenig Tetris spielt?

          Sandmann

          • 1983TX says:

            Ja, den R5 Campus gab es. 1400 Kubik, Kette und 58 PS. Das andere Extrem hat ein Freund gerade in Ddorf aufgetan. R5 Exclusiv, 1721 Kubik, kein Kat, 87 PS, volle Bude incl. Leder. Das Ding ist supermegaselten und steht verlassen, vermoost und ohne Schilder in einer Einfahrt. Kontaktdaten vom Eigentümer gibt es. Jetzt wird versucht, das Auto zu bergen.

            Na ja, es war eine Laguna Limousine. 😀

  10. Sammy says:

    habe mal mit einem Corsa-C eine 2,30m-Arbeitsplatte beim Baumarkt abgeholt und vorher auch nicht drüber nachgedacht 😉
    Rücksitze umgeklappt, Beifahrersitz waagerecht und die Platte ging genau rein, von der Windschutzscheibenunterkante bis zum Kofferraumschloss, Klappe zu und einsteigen…
    doch wohin mit meinem Rollstuhl??? Räder hinter den Fahrersitz und den zusammengeklappten Rollstuhl auf die Arbeistplatte, wo er sofort und unerreichbar für mich in den Kofferraum rutschte 🙂
    mein Nachbar war gottseidank zu Hause und konnte den Rolli rausholen 😉

    • Sandmann says:

      Ay Sammy,

      ohgottogott 😀
      Ja, mit einem klappbaren Rücksitz und einem umgelegten Beifahrersitz öffnen sich ungeahnte Räume. Allerdings ist ein Corsa WIRKLICH klein, ich habe glaube ich schon Möbelstücke transportiert, die länger als dein ganzes Auto waren 😉

      Highlight: Eine stattliche Kommode, „Sideboard“ nennt man das wohl, 2,50 Meter lang mit festen Füßen drunter. Die ging mit der von dir beschriebenen Methode komplett!!! in den Mercedes rein, Klappe zu und gut. Mit dem Fahren war das dann ein wenig blöd, aber ich bin ja leidensfähig 😉

      Bist du eigentlich trotz Rollstuhl einigermaßen mobil? Also was Ein- und Aussteigen betrifft und ähnliche Aktionen? Ich habe da gar keinen Einblick…..

      Schönes Wochenende
      Sandmann

  11. Sammy says:

    noch klappt es mit der Mobilität 😉
    Ein- und Aussteigen kann ich selber, Räder ab und auf den Rücksitz, Rollstuhl auf den Beifahrersitz, Beine rein und los gehts…
    abundan werde ich gefragt ob ich Hilfe brauche, meistens von älteren Damen mit Rollator, was ich höflich und dankend ablehne 😀
    meine Frau hat allerdings auch schonmal den Rollstuhl im Kofferraum vergessen, ging ins Haus und liess mich im Auto sitzen, musste dann anrufen und sie rausbitten *fgggg

  12. Snoopy says:

    Da fällt mit ein: In meinem Uno habe ich schon ein Sofa auf den Dach, einen großen Sessel im Innenraum, ein Sofatisch und anderen Krempel transportiert. Fahrt war etwas unentspannt, es hat zum Glück nicht geregnet und für die nächste Fuhre haben ich eine Transit ausgeliehen…

    • Sandmann says:

      Ay Snoopy,

      okay 🙂 ein Uno gehört nun auch nicht zu den erklärten Großraumlimousinen 😀
      Klingt aber spektakulär. Raum in dem kleinsten Auto. Ich habe irgendwo noch Bilder von meinem Ford LTD (5,5 Meter lang und 2,2 Meter breit), da haben wir uns auf das Sofa auf dem Dach in der Pause draufgesetzt und Bier getrunken 😀
      Aber so ein Transit o.Ä. … das ist schon eine „große“ Erleichterung.

      Sandmann

  13. Daemonarch says:

    Also so als Alltagsauto gibt es eigentlich für mich absolut kein Argument KEINEN Kombi zu fahren…
    Schon wenn man mal einen Bruchteil des Kellers zum Recycling schaffen muss, hat sich das schon fast gelohnt. Zudem ist der Passat 3b als Variant optisch nicht ungelungen…

    Manchmal bricht in mir allerdings der Größenwahn hervor, und ich schiele in Richtung Alfa 156 oder 166… Vom 166er ist einer bei Autoscout drin für 300€, sogar noch mit Tüv, müsste man nur zwei neue Schweller reinbraten.

    Dafür müsste ich nur noch im Lotto gewinnen, 5 richtige würden schon reichen. 🙂

    • Sandmann says:

      Ay Daemonarch,

      na klar ist ein Kombi praktisch, und na klar geht viel rein. Ich bin da ja inzwischen auch ein bisschen entspannter 😉 Aber ich mag einfach die klassische Stufenhecklimousine oder zumindest ein Schrägheck sehr viel lieber. Ist eine Frage des Geschmacks. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht ausschließlich praktisch denke 😉

      Was an einem Alfa 156 oder 166 ist größenwahnsinnig? Der 156 ist eine zeitlos attraktive Limousine, der 166 ist eines der schönsten (bezahlbaren) Autos die ich kenne! Also los, mann. Trau dich!! Du wirst dich mit ein wenig Rost und leicht zickigen Motoren rumschlagen müssen, vor allem in der Preisklasse unter 1000 Euro 😉 Aber du bist doch Kummer gewohnt…
      Ich finde die GEIL!

      Sandmann

      • Daemonarch says:

        Geht ja auch mehr um das „drumherum“, momentan geht ja nur „entweder/oder“, heisst, der Passi müsste dann dran glauben. Das möchte ich nicht.

        Außerdem hab ich ja noch den S124 eingemottet, der wird durch’s stehen ja auch nicht besser.

  14. pico24 says:

    Moin!!
    Ich bin ja auch kein Fan von Kombis&Co.. Aber umklappbare Rücksitze sind schon nett, denn dann kann man (fast) alles mitbekommen. Mit meinem früheren 5er habe ich bspw einen motorroller transportiert, fahrräder sowieso und neulich in meinem W210 ein fast komplettes bett, wobei man da Geduld braucht um es durch die Fondtür ins innere zu manövrieren.
    Im Notfall gibts ja auch noch den Dachgepäckträger und wenn ich sogar mal ein Auto mit AHK hätte, dann fehtl nichts mehr zum Transportglück.
    Beste Grüße!

  15. SteffenG says:

    Ein Leben ohne Kombi? NIEMALS!!! 😉

    Schöne Limousinen gibt es ja auch genug, aber als gebürtiger Ossi ist Kombi und AHK schon fast Pflicht!
    Die Geschichte mit deinem Ford LTD erinnert mich an die Zeit mit meinem B1000. Der war dank ausreichend Sitzgelegenheiten und Standheizung extremst praktisch für kleinere Spontanparties. Außerdem hat er jede Transportaufgabe gemeistert, wenn auch 3 Zylinder und 50PS bei voller Beladung recht fordernd waren.
    Der letzte große Kombi war der Mondeo der 3. Serie. Den Focus kennst Du ja, ist aber seit Kurzem auch schon wieder Geschichte…

    Also: Ohne Kombi? Geht nicht!!!! 😉

    Steffen

    • Sandmann says:

      So unterscheiden sich eben die Menschen 😉

      Ich möchte das T-Modell ja auch gar nicht missen. Aber ich freue mich auch immer wieder über meinen XM oder den K70 und andere Limousinen….
      Was ich nicht mag sind SUVs und Autos, die alles gleichzeitig sein wollen und nichts richtig sind. Aber auch das kann ja jeder machen wie er möchte.

      Sandmann

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