Markenfremd und doch im Trend!

Guten Abend!

Ich bin Maik, ich komme aus dem sonnigen Dortmund, geboren in den Tropen (Waltrop) und trete hiermit diesem illustren Haufen Blechverrückter bei. Seit einigen Jahren verfolge ich Sandmann’s V8-Leben, und schon immer hatte ich nicht schlecht Lust, mich auch mal bloggend zu verewigen. Jetzt, mit ein wenig Zeit auf Sylt (und ein bisschen Bier) werde ich das endlich in die Tat umsetzen und euch und Ihnen einmal meinen automobilen Werdegang um die Augen fegen!

Die fahrenden Zeiten begannen in einem 1979’er Golf1 Diesel, Post-Edition mit rasanten 50Ps… In der Post-Wiedervereinigungs-Zeit erworben, 1991 bot er für die unangemessenen 2800 Mark unbefriedigende Fahrleistungen, dafür aber eine komplett durchgegammelte Bodengruppe 🙂 Zum Glück lernte ich zu der Zeit KFZ-Mechatroniker – Verzeihung, KFZ-Schrauber, und konnte in tagelanger Kleinarbeit selber Abhilfe dagegen schaffen, dass der Fahrersitz selbständig Kontakt mit der Straße aufnehmen wollte..

Nach 2 Jahren sollte es dann ein Golf2 GTD werden, der leider komplett nach Optik gekauft wurde… Cremeweiße Leder-Sportsitze, ATS-Cupfelgen und ein dicker Endtopf waren mit 19 Jahren handfestere Argumente als nur 5 Liter Verbrauch… Dennoch war es bei dem durch junges Leben stark erhöhten Bewegungsdrang angenehm, für 5 Mark Diesel den ganzen Tag rumdüsen zu können! Was mir damals noch nicht auffiel, der Verkäufer hieß „Unfallfreie Gebrauchtwagen Beste“ (Er hieß mit Nachnamen Beste). Davor in einer Reihe die Läden „Unfallwagen-Ankauf Beste“ und „Lackiererei Beste„… 😀 Leider kein Scherz! Irgendwann war mir dann auch klar, warum der Wagen alle 2000km eine linke Antriebswelle fraß (und mehr Vorglühsicherungen, als eine Azubi-Geldbörse finanzieren konnte)!

Diesen Golf konnte ich dann in einen etwas heruntergekommenen Scirocco II umtauschen – der sollte sich in den folgenden 6 Jahren in das beste und heißgeliebteste Automobil verwandeln, das ich bis dahin kannte. Es folgten diverse optische und klangtechnische Umbauten, die in einer schönen Tieferlegung endeten, 8×14’er Tiefbettfelgen und einem sehr schönen Pflegezustand. Leider genau zu der Zeit meines Wehrdienstes machte der Wagen sich negativ bemerkbar, indem er immer schlechter zog, je wärmer er wurde. Bis der Motor schließlich entgültig ausging und sich nicht mehr starten ließ! Nach sehr viel vergeblich investiertem Geld stellte sich die 20DM Vorförderpumpe im Tank als Verursacher heraus.

In der Zwischenzeit hatte ich mir für 7000DM eine Mercedes W124 Limousine mit Automatikgetriebe gekauft, die bis letztes Jahr ihren Dienst tapfer und zuverlässig in der Familie verrichtete.

Noch mehr? Die weiteren Fahrzeuge wurden zwischendurch :

2 Scirocco 1
1 Scirocco 2
1 Audi 80 Typ81 Limousine mit 90ps
1 Audi200 Quattro Turbo 10v Limousine
1 Audi100 Quattro Turbo 10v Sport Avant
1 Audi V8 ohne Motor als Schlachtobjekt
1 Audi200 Quattro Turbo 20v Avant

Audi200-20v - 01Audi200 - 03________________________________________________________

Coupe01Coupe02_________________________________________________________

Mittlerweile entwickelte sich mein vorgezeichneter Arbeitsweg dank meines Vaters über die KFZ-Gesellenstellung zum Reisebusfahrer, Reisebusunternehmer und seit letztem Jahr Reisebusunternehmer im Insolvenzverfahren… Dank dessen ist natürlich auch meine finanzielle Situation erheblich bescheidener geworden. Momentan lebe ich von Hartz4 und einem 400 Euro-Job als Essensausfahrer. Daher haben sich meine Mutter und ich entschieden, auch den treuen W124 (der noch verblieb) abzugeben, da dieser durch die ausschließlichen Kurzfahrten zum Einkaufen auch zuviel verbrauchte. Er ist dann vor kurzem unter schwerem Schlucken auf dem Trailer nach Holland entschwunden, komisch, wie sehr man sich in 12 Jahren an ein Auto gewöhnen kann!

Nun haben wir uns für ein Experiment entschieden… Ich habe eigentlich noch nie zu sehr teuren Fahrzeugen tendiert. Die haben immer maximal bis zu 1000 Euro gekostet, und ich hab dies eigentlich auch nie bereut, als Selbstreparierer geht das ja. Die peinlichen Markenduelle a‘ la VW vs. Opel… Audi vs. BMW & co. hab ich schon als Jugendlicher nicht mitgemacht.

Alltags-AstraJetzt haben wir uns zusammen einen Opel Astra 1,6l gekauft, mit bescheidenen 75PS. Der Motor sah relativ trocken aus, Rost hielt sich bis auf den rechten hinteren Radlauf in Grenzen, und meine Recherchen ermittelten einen akzeptablen Verbrauch. Wo doch hier gerade alle von Bio und Strom und Rettet die Welt reden. Die Erlebnisse mit diesem Auto, für das wir sagenhafte 500 Euro bezahlt haben, will ich zukünftig dokumentieren! Ich hoffe, ich kann euch für die Billig-Kiste begeistern und freue mich auf eine gute „Zusammenarbeit“!

Grüße aktuell aus Hörnum/Sylt (zu viert mit dem Astra!) 🙂

Maik

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6 Responses to Markenfremd und doch im Trend!

  1. Sandmann says:

    Hi Maik,

    herzlich willkommen in der schreibenden Ecke dieser Seite. Ich bin sehr gespannt auf deine Bilder von Sylt, und wenn ich ehrlich bin – wenn ich so rausgucke, dann seid ihr nicht zu beneiden 🙂

    Sandmann

  2. Daemonarch says:

    Dangeschöön!

    Ich geb mir mühe, und leider sieht es auch so aus, als wenn das Wetter die nächsten Tage echt mies wird.
    Gestern noch um die Odde gelatscht, hatte zwischendurch aber auch geregnet..

    Wollen wir das beste hoffen.

  3. Daemonarch says:

    Die Odde ist der äußere Strandzipfel bei Hörnum, der gern mal weggespült wird..

    • Sandmann says:

      Ah!

      Grüß mal den Leuchtturm von Hörnum, wenn das Wetter es erlaubt. Ich habe da in der Gegend diverse Sommer verbracht, aber das sind andere Geschichten…

      Sandmann

  4. Daemonarch says:

    Ich hab heut gewunken… Er hat aber nicht zurückgewunken… Grr!

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