Meep Meep – krasser Vogel!

Mehr Muskel ist kaum möglich

Mehr Muskel ist kaum möglich

Nein.
Auf die Hupe will ich jetzt noch nicht drücken, auch wenn das ganz oben auf der Agenda steht. Das hebe ich mir für später auf. Diese alte Army-Tröte, die so klingt wie die albern gackernden Roadrunner in den Warner-Brothers-Cartoons, die wir alle als Kinder zusammen mit Bugs Bunny und Speedy Gonzales geguckt haben. Karl der Coyote und die Roadrunner. Wer hätte gedacht, dass ich mal ein gleichnamiges Straßenmonster fahren würde? Ein Musclecar, wie es muskulöser kaum sein könnte. So alt wie ich, auch ein bisschen dick um die Hüfte und so brutal wie ein Bankräuber in einem Lynch Film. Ein Plymouth Roadrunner, der feuchte Traum eines jeden jungen Amerikaners in den 70ern. Eine Geschichte mit viel ja und viel nein und einem adrenalingetränkten Herzschlag, der fast so laut ist wie die acht Zylinder unter der nicht enden wollenden Motorhaube.

Ich muss erstmal klarkommen in diesem geschlossenen Raum aus Leder, Kunststoff und Metall.
Der 340er-V8 mit seinen 5,6 Litern Brennraum (das ist mehr als ein ganzer Putzeimer mit Henkel unter dem Waschbecken) gurgelt schon ungeduldig unter der Haube, der will los. Momentchen noch: genießen wir das kleine, harte Lenkrad, die vier tief versenkten Rundinstrumente und den Pistolengriff am Hurst-Schaltgetriebe. Kupplung, Bremse, Gas? Wie? Was? Tatsächlich ein Pedal mehr als im sonst so tief verwurzelten amerikanischen Automatik-Rumgegleite. Handgerissene 460 NM. Noch einmal tief durchatmen, Fenster runter sirren lassen – und raus auf die Straße.

Ein Straßenläufer durch und durch

Ein Straßenläufer durch und durch

Ja.
Das Ding drückt nach vorn, dass es mir die Lachfalten aus den Augenwinkeln bügelt.
Die Idee war damals gut – wenn auch nicht neu. 16 bis 20 Jahre war das Alter der Zielgruppe, der man in den Entwicklungsabteilungen von Plymouth im Frühjahr 1967 ein preiswertes, starkes Coupé an die Hand geben wollte. In den USA gehörte damals der frühe Erwerb eines eigenen Autos (mit dickem Motor) so zum Standard wie der spätere Kauf eines eigenen Hauses (meistens aus Holz). Niemand wollte Papas Auto fahren, und niemand wollte Miete zahlen. Warum auch? Im Land der allgegenwärtig propagierten Freiheit und Selbstbestimmung steuerten die Plüsch verachtenden Teenager keinen antiken Full-Size-Fleetwood wie die spießigen Eltern. Sie wollten einen kleinen, schnellen, bösen Streitwagen auf dem Weg in die Schlacht ihrer Rebellion gegen die ältere Generation, und dieser Streitwagen musste möglichst viele wilde Pferde vorn im Geschirr haben.

Was für eine böse Ansage

Was für eine böse Ansage

Ford hatte es mit dem Mustang sagenhaft erfolgreich vorgemacht. Also schnitzte man bei Chrysler mit sicherer Hand ein preiswertes 2-Door-Pillar-Coupé (mit B-Säule) als Schwestermodell des Belvedere, des Satellite und des besser ausgestatteten GTX. Aus dem Konzernregal implantierte man der sehr leichten Basis einen überheblichen 6,3-Liter-V8 und bestückte diesen mit den Köpfen und Ventilen des noch überheblicheren 7,2-Liter-44er-Triebwerks. Das brachte zwar nur gut fünf PS mehr, genügte aber, um der Kundschaft den Begriff „leistungsgesteigert“ im Kopf und den Prospekten zu platzieren. That’s America. Einfach und effizient. Würde man sich als Analogie vorstellen, dass Opel damals einem B-Kadett den Motor aus dem Diplomat eingepflanzt und das Teil offiziell auf den Markt geworfen hätte, bricht man im Angesicht deutscher Bürokratie und Spießigkeit umgehend in Tränen aus. Rückwirkend betrachtet – schade eigentlich.

Bumms von ganz unten her.

Bumms von ganz unten her.

Ja.
Auch Manager haben Kinder und gucken Zeichentrickserien. Und so kam es, dass jemand aus dem Plymouth-Vorstand zusammen mit seinem Nachwuchs in den Cartoons der Warner Bros. die frechen und provokanten „Roadrunner“ durchs Bild flitzen sah, die mit ständig kreisenden Speed-Füßen und Staubwolken auf einer immerwährenden Flucht vor Wile E. Coyote waren. In Deutschland heißt der jagende Zeitgenosse Karl, die offizielle Bezeichnung der gefiederten Freunde lautet „Wegekuckuck“. Das sollte der Name des neuen Autos werden.
Nach einer Zahlung von 50.000 Dollar waren die Rechte an dem Konterfei des Vogels im Kasten. Im Jahr 1967 klebte man den Cartoonvogel aus Zeitmangel nur in schwarz-weiß auf die ersten ausgelieferten Fahrzeuge. Das harmonierte aber ganz gut mit der optionalen „Performance-Hood“, eine Motorhaube in mattschwarz, die das Muscle-Car die Quartermile vermeintlich gleich wesentlich schneller durchsprinten ließ. Quartermiles waren ein wichtiger Maßstab für die Jungs in der Highschool. Waren sie. Damals.

Meep Meep

Meep Meep

Wer es noch immer nicht glauben kann und sich auf jedem US-Car-Treffen über die Zeichentrickaufkleber an einigen Coupés gewundert hat – ja, das war werksseitig, das war ernst gemeint und das war wohl nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten möglich. Der Roadrunner wurde ein erfolgreiches, freches, buntes Markenzeichen für die Plymouthmodelle und provoziert erneut deutsche Analogie-Fantasien. Ein Ford Taunus Biene Maja? Ein Opel Kadett Babapapa? Ein VW 1600 TL in der Pinocchio Edition? Oh man, ist das deprimierend.

Comicname, gut verpackt.

Comicname, gut verpackt.

Nein.
Vollgas geht allein aus Respekt vor fremdem Eigentum nicht. Mit dem 340cui-Motor ist der original in „Rallye Red“ ausgelieferte Wüstenvogel aus dem Südwesten der USA zwar nicht topmotorisiert, man sagt dem Triebwerk aber eine wesentlich bessere Dynamik und Lebendigkeit nach. Meine Augen wandern mehr zum unter der Mittelkonsole versteckten Drehzahlmesser als zum oben liegenden Meilentacho, der mit dicken km/h-Benchmark-Aufklebern zugepappt ist. Bloß nicht überdrehen, der schaltet ja nicht von alleine. Aber wenig Gas drückt auch nicht schlecht.
Holy crap: kuppeln, schalten, Gas geben und schon wieder weg. Der Pistolengriff liegt auch bei Pazifisten extrem sexy in der rechten Hand, und nach wenigen Sekunden Eingewöhnung werde ich mutiger. Der Plymouth geht so derbe unbeschwert los, als wolle er der Physik und der Trägheit so einfach davonfahren wie die beependen Roadrunner dem Coyoten. Wer ist dieser Einstein? Was interessiert mich dieser Newton? Und dabei brüllt er aus seinen beiden Endrohren noch viel lauter als der Zeichentrick-Verfolger selbst.

Pistolenschaltung. Geil.

Pistolenschaltung. Geil.

Erst als im zweiten Kreisverkehr (noch im zweiten Gang) trotz trockener Straße und moderatem Gasfuß die Hinterräder durchdrehen und der sexy Arsch der Karre mich ohne zu blinken überholt, gewinnt die Ehrfurcht vor der Kraft und ihren Entdeckern wieder Oberhand. Ach ja, das‘ ja ein Ami. Und in den wenigen Sekunden nach dem kleinen, unfreiwilligen Drift wächst das Verständnis für die nordamerikanischen Versicherungsgesellschaften, die sich ab 1971 weigerten, derart übermotorisierte Fahrzeuge aufzunehmen. Junge Wilde, die gerade mal ihren Führerschein bestanden hatten und völlig übermotorisierte, heckgetriebene Mittelklassewagen ohne Fahrwerk passten nicht gut zusammen. Das wurde damals also teuer. Und das war der Anfang vom Ende.

Roadmovie in Norddeutschland

Roadmovie in Norddeutschland

Nein.
Auf der Überlandstraße erwischt mich eine Radarfalle – nicht. Aber die Cops in ihrer E-Klasse gucken dem krawalligen Laufvogel noch lange nach. Von der Ehrlichkeit und dem brutalen Fahrgefühl könnte man für den Ami glatt einen Ferrari oder Maserati stehen lassen, zumal die Preise zwar kräftig anziehen, aber immer noch bezahlbar sind.
Nach knapp zwei Stunden ist der Spaß für mich vorbei und der Tank so gut wie leer. Auch wenn in vielen Foren immer wieder die Diskussion über Benzinverbrauch alter Autos entbrennt – mich interessiert der bei so einem Dampfhammer nicht. Das Ding ist extrem versoffen, so viel steht fest. Aber ist denn das ein Wunder? In den frühen 70ern baute man in Nordamerika nicht auf Effizienz, sondern auf Kraft und Optik. Die Ölkrise kam erst später. Und was das mit den Autos da drüben machte haben wir alle gesehen. Der hier ist noch echt.

Tanke schön. Und zwar reichlich.

Tanke schön. Und zwar reichlich.

Das Auto steht zischend und tickend wieder vor seiner behütenden Halle und wartet geduldig auf jemanden, der sich drauf einlassen will. Der lieber „ja“ als „nein“ sagt und ein Stück amerikanisches Lebensgefühl der frühen 70er sein Eigen nennen möchte. Dafür braucht mal allerdings eine gehörige Portion Mut, einen freundlichen Tankwart und einen sensiblen Gasfuß. Für mich und meinen Alltag ist der Roadrunner nichts, gleichwohl sich jedes andere Auto nach so einem Vogel irgendwie falsch anfühlt. Geiler Zweitwagen….? Nein. Nein, ich soll nicht, und mein Konto gibt den eh nicht her. Good Bye Roadrunner. Danke, dass ich dich erleben durfte. Du cooles rotes Ding, was im Rückspiegel immer kleiner wird.
Argh verdammt! Ich hab das Hupen vergessen! Meep Meep 🙁

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

25 Responses to Meep Meep – krasser Vogel!

  1. stefanh says:

    Meep-meep Sandmann!

    Wahrlich eines der begehrenswertesten US-Musclecars für meinen Geschmack! Handschaltung müsste es jetzt nicht unbedingt sein, aber hier trägt sie bestimmt zum Seltenheitsfaktor bei.
    Ich habe es gerade mal kurz ausgerechnet: hier wären dafür pro Jahr 1545 Euro Steuern fällig; das ist leider der Hauptgrund weshalb es auch bei mir beim Träumen bleibt…!

    Beste Grüsse, Stefan H.

    • Aber der hat doch längst H. 😉

      Sandmann! – der Neid sei mit Dir!

      • stefanh says:

        Philipp, in der Schweiz gibt’s keine steuerliche Entlastung für Veteranenfahrzeuge! Da zahlst Du immer nach Hubraum (Kanton Zürich) und deshalb ist alles über ca. 4 Liter unbezahlbar…

        • Sandmann says:

          Ay Jungs,

          es gibt in der Schweiz keine historischen Regelungen? Gar keine?? Heftig. Dabei seid ihr doch so ein autopflegendes Völkchen 🙁 Wäre für mich glatt ein Grund, auszuwandern.

          Und Philipp – kein Neid bitte. Ich „muss“ das ja machen, ist schließlich mein Beruf! 😉

          Sandmann

          • stefanh says:

            Ich will mich ja nicht beklagen. Eingetragene Oldtimer profitieren von längeren Prüfintervallen (6 Jahre) und der Möglichkeit, gleich mehrere Autos (max. 19 Stk. in meinem Wohnkanton) mit einem Wechselkennzeichen zu fahren – ansonsten wäre meine Sammlung gar nicht finanzierbar!
            Aber steuerliche Erleichterung gibt’s keine – im Gegenteil. Sonst stünde schon lange eine britische oder amerikanische 7-Liter-Maschine in der Garage… 😉

            • Sandmann says:

              Ay Stefan,

              Hüter der Heiligen Hallen… 19 Stück? Das ist ein Traum. Und ich lerne auch gerade, dass die Kosten von Kanton zu Kanton unterschiedlich sind. Na gut, man lernt nie aus. Und sechs Jahre sind fein, da hat man zwischendurch immer genug Zeit, die Fehler zu richten 😉

              Viele Grüße aus dem Norden
              Sandmann

    • stefanh says:

      Sensationelle News!! Meine Gebete wurden endlich erhört! Das Zürcher Strassenverkehrsamt teilte heute mit, dass ab sofort für Oldtimer ein Maximalsteuersatz von 400 Franken pro Jahr gilt! Kein Witz, aber was für ein Zufall nach dieser Diskussion hier! Muss sofort auf die Suche nach einem Hubraummonster gehen… 😉

  2. Harry says:

    250kw kosten in good old Austria EUR 175,00 motorbezogene Versicherungssteuer…..aber pro monat (kotz)

    • Sandmann says:

      Ay Harry,

      argh. Erst Schreckensmeldungen aus der Schweiz, jetzt auch Österreich? Was ist denn da los in den Nachbarländern? Warum fördert man denn die klassischen Autos nicht zumindest ein kleines bisschen…?
      Doof.

      Sandmann

  3. Anonymous says:

    Coole Karre!
    (Und 4,23 Steuer pro Tag machen da auch nichts mehr aus 🙂 )

    • Sandmann says:

      Ja, cool definitiv!
      Aber wieso 4,23 Steuer pro Tag? 🙂 Zumindest in Deutschland klebt an dem Laufvogel ein H-Kennzeichen, das bedeutet pauschal 191,73€ pro Jahr. Hubraum egal. Das sind pro Tag nur 52 Cent, das kann man schon machen…..

      Sandmann

  4. Bastian says:

    Wieso traurig? Ich finde die Vorstellung eines Biene Maja Taunus oder eines Babapapa Kadett extrem witzig… Das kann man noch schön weiterspinnen: Celica Supra Captain Future, Skoda Lollek und Bollek, Citroën Gaston und Austin Danger Mouse…

    Der Plymouth ist neben dem ’68er Charger R/T mein absolutes Lieblings-Muscle Car. Und ich finde die Schaltung (zumindest optisch) extrem sexy und passend. Schön, den hier zu sehen.

    • Sandmann says:

      Ay Bastian,

      ja klar, WITZIG finde ich das auch. Aber wenn du einen Neuwagen kaufst, wird der beim Ottonormalverbraucher wahrhaft nicht WITZIG sein dürfen 😉
      Die Amis sahen das anders. Die haben auch neu für den Kahn viel Geld ausgegeben und sich über den Comickaufkleber gefreut. Ich bin wahrhaftig kein Fan der amerikanischen Trump-Irren, aber eins muss man ihnen lassen – sie haben eine gewisse Lässigkeit bei einigen Dingen, die uns Deutschen einfach fehlt 😀

      Ich persönlich finde den auch sehr geil, würde im Alltag aber eher einen kleinen, nicht verspoilerten 65er Mustang mit Reihensechser bewegen. Wenn ich müsste.

      Sandmann

      • Marc says:

        Achtung Vorurteile 🙂
        Es ist in Europa beliebt, die Amis einfach als irre abzustempeln. Youtube-Videos und ein paar Auftritte des aktuellen, naja, Präsidenten sei dank, da wissen dann alle Bescheid.

        Ich persönlich kann dieses Amerikaner-Bashing einfach nicht unterstützen, wer drüben herumreist trifft viele interessante Menschen. Die leben ihre Träume viel mehr als wir hier, wir Europäer sind doch teilweise gar verbissen in irgendetwas.

        In Neudeutsch: nur meine 2 Rappen 🙂

        • Sandmann says:

          Da isser ja wieder, der rechtskonservative Schweizer, den ich immer erstmal aus dem Spam fischen muss 😉
          Aber das dann auch gern tu.

          Marc, Vorurteile sind menschlich. Wir Europäer, speziell wir Deutschen sind auch nicht alle mit einem Stock im Arsch geboren, was unsere unrühmliche kriegerische Vergangenheit betrifft 🙂 Aber das denken viele, und das betätigen leider auch viele.

          Natürlich sind nicht alle Amis irre, ich persönlich habe zwei sehr gute Freunde da drüben, und der „Freiheits“begriff ist in einer oft verlockenden Form ausgelebt. Leider auch viele bescheuerte Dinge, die Waffengesetze und oben drauf dieser Präsident, der tatsächlich nicht mehr alle Latten am Zaun hat. Und gewählt wurde.
          Allerdings war mein „irre“ eher liebevoll bzw. neidvoll gemeint, was die Aufkleber des Roadrunners und die Modellbezeichnung betrifft. In Deutschland wäre so etwas nicht möglich. In Amerika schon. Und das finde ich beneidenswert.
          Schließlich bin ich auch nicht ganz normal.

          Also: Amerika: Geil. America first. Good counry. Love that.
          😀

          Sandmann

          • Marc says:

            Grüezi Sandmann
            Meine rechtskonservativen Kommentare kommen bei Dir wohl sicherheitshalber gleich in einen Prüffilter 😀 😀

            Vielleicht bin ich etwas übers Ziel hinausgeschossen, das gebe ich zu 🙂 Aber das ewige Bashing finde ich teilweise ermüdend.
            Aber Du hast recht, zumindest „crazy“ sind sie ja schon in einem schönen Sinne. 🙂

            Und nein, Trump finde ich nicht per se toll, trotz konservativer Grundeinstellung. 😉 Einige Tabus die aber brach fand ich persönlich im Sinne einer angestossenen Diskussion durchaus gut.

            So gefällst Du mir 😀
            Nein im Ernst, ich schätze, dass Du auch auf kritische Kommentare antwortest! Damit bist Du den meisten Deiner Journalistenkollegen weit voraus.

            • Sandmann says:

              Ay Marc,

              na ja, das hier ist ja meine private Spielwiese. Das hat weniger mit Journalismus zu tun denn mit reiner Unterhaltung, gewürzt mit einer guten Prise Selbstdarstellung 😉 Wer da kommentiert und sich nicht komplett daneben benimmt – der wird auch beantwortet.

              Anders ist das auf den öffentlicheren Plattformen. Was bei Spiegel Online teilweise an Senf abgesondert wird von unzufriedenen Menschen mit zu viel Tagesfreizeit… da tut man eher gut daran, weder die Kommentare überhaupt zu lesen geschweige denn sie zu beantwortet. Ich mache das trotzdem manchmal. Und selbst dafür gibt’s von den Trollen einen auf den Sack.

              Wird Zeit, dass wir beide mal ein alkoholisches Getränk miteinander trinken.

              Sandmann

  5. Marc says:

    Geschätzter Jens

    Jetzt muss ich mal oberlehrerhaft bei 2 Punkten eingreifen. 🙂

    Zum Ersten möchte ich mich für die Schweizer US-Car-Szene einsetzen. Diese exorbitanten Steuern sind nämlich von Kanton zu Kanton unterschiedlich, sonst gäbe es nicht so eine lebhafte Amiszene hierzulande. Das Beispiel des Kantons Zürich ist wirklich ein negatives. Da bestimmt die rot-grüne Stadt, dass die Welt umgehend verbessert werden soll. Böse sind natürlich Amischlitten, ganz klar. Einfaches Weltbild 🙂 Dagegen etwas unternehmen kann man, in dem man halt den Wagen nur 4-5 Monate zulässt.
    Die Landkantone haben durchaus tiefere Steuern, für meinen 5.7er Pontiac zahle ich in St. Gallen 550.- Franken, inklusive dem kleineren Audi A6 C4 und der Wechselschildgebühr pro Jahr versteht sich.

    Jetzt aber zu Dir! 🙂
    Plymouth war die Billigmarke der Chrysler Corporation, nix GM!
    MOPAR ist der Oberbegriff, welcher verwendet wird vom Ersatzteilehandel für Chrysler, Dodge und Plymouth. Prinzipiell lief das Ganze ganz ähnlich wie bei VW, Audi Skoda und Seat. Viele Gleichteile, gleiche Basis etc.
    General Motors umfasste Chevrolet, Buick, Cadillac (gibts alle 3 noch) sowie Oldsmobile und Pontiac (leider beide history)

    Was die Sache spannend macht, Mopars wurden u.a. in Holland und in der Schweiz gefertigt. In der CH kamen Container an mit Einzelteilen. Diverse Teile wurden sogar in der SChweiz angefertigt, wie hochwertigere Teppiche, Scheiben etc. etc. Auch bekamen die Fahrzeuge Scheibenbremsen vorne, Rostschutz und einen brauchbaren Unterbodenschutz. Gefertigt wurden sie von der AMAG (Importeur von VW-Produkten). Dieses Thema wird auf autosleben dieses Frühjahr noch zur Sprache kommen. 🙂

    • Sandmann says:

      Und nochmal GRÜEZI Marc,

      dieser Schreibfehler mit GM hat mir in der Printausgabe schon ne Menge Häme gebracht. Natürlich war Plymouth eine Marke von Chrysler und nicht von General Motors 🙁 Deshalb – ja du hast Recht, und danke dass du mich darauf hingewiesen hast. Ich hab’s endlich mal korrigiert 😀

      Für die Schweizer US-Car Szene brauchst du dich gar nicht einsetzen, mit der habe ich ja gar kein Problem. Im Gegenteil. Ich hätte es hart honoriert, wenn TROTZ der exorbitanten Kosten eine Szene überlebt. Dass die Kosten von Kanton zu Kanton verschieden sind (so ein Humbug eigentlich…) war mir neu, deshalb nehme ich auch diese Information gern in mich auf 🙂

      Die Fremdfertigungs-Infos sind spannend, du deutetest das ja schon per Nachricht an. Bitte gern bescheid sagen, wenn du den Artikel darüber fertig hast!

      Viele lernende Grüße in das kleine, freie Land mit den vielen Bergen
      Sandmann

  6. Marc says:

    Grüezi Sandmann

    Betreffend der US-Car-Szene-Schweiz bezog sich meine Rückmeldung weniger auf Deinen Artikel als mehr auf einen vorangegangen Kommentar.
    Das mit der Online-Häme tut mir leid, sorry dass ich da noch weiteres Salz in die Wunde streute. Das bekam ich nicht mit.

    Das mit den unterschiedlichen Steuersätzen pro Kanton hat auch etwas mit dem unterschiedlich anspruchsvollen Strassenbau je nach Kanton zu tun. (und im Falle von Zürich mit weltverbessernden erzieherischen Massnahmen von Spassbremsen) 🙂

    Fremdfertigung durch AMAG: mache ich, am Samstag fange ich mit der Recherche an.

    PS: bist Du mal wieder im tiefsten Süden?

    • stefanh says:

      Hoi Marc!

      Man muss zu den Steuern aber immerhin noch anfügen, dass wir (das Zürcher Volk) darüber an der Urne abstimmen konnten! Leider wurden die rational denkenden Kräfte von den Ideologen überstimmt – aber das ist halt Demokratie!
      Grundsätzlich habe ich gar nichts gegen hohe Abgaben für idiotisch übermotorisierte Supersportwagen und sinnlos schwere Geländepanzer, nur sollte es für Veteranenfahrzeuge eine pragmatische Regelung geben…

      Beste Grüsse, Stefan H.

      • Sandmann says:

        Die Schweiz ist eine Demokratie?? Oh. 😀

        Wie wäre es eigentlich, wenn wir alle (also ich und ihr Schweizer, der Stefan, der Michi, der Remo, vielleicht auch der Roy, die Dani und der Marc) sich mal auf einen warmen Käse treffen?
        Das würde ich phantastisch finden.
        Soll ich gar die Mona Lisa…..? Nein. Nein nein nein.

        Sandmann

  7. Daemonarch says:

    Schönes Auto! Nur das Heck ist nicht so meins…

    Auf die Roadrunner-Animationsfilme stehe ich schon seit frühester Kindheit. Der Zynische Humor, und die Tausend Arten, wie der arme Koyote immer wieder eins auf’s Fell kriegt, lassen ihn einem schon fast leid tun.

    Mit einem fetten ACME-Gruss aus Dortmund…

    • Sandmann says:

      Ay Daemonarch,

      aus heutiger Sicht sind die Filme so heftig nicht political correct 😀 Funde ich gut. Ich bin auch nicht zum Serienmörder geworden. Pha.

      MEEP MEEP
      Sandmann

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