Mietwagen, neu

Zwischen Land und Meer

Zwischen Land und Meer

Ich, sie und sie in Portugal, Teil 1
Es ist mir fast schon ein bisschen peinlich. Also peinlich auf mehreren Ebenen. Ich bin ja kein Neuwagenblogger und werde das auch niemals sein, aber WENN ich einen Neuwagen fahre, fotografiere und drüber schreibe, dann muss der schon sehr geil sein. Also vielleicht ein CLS AMG wie damals in Kalifornien 🙂 Und jetzt? Jetzt sitze ich hier neben einem nagelneuen Kleinwagen, den ich sehr hässlich finde. Der total lahm ist. Das ist mir peinlich. Aber ich werde jetzt nicht wie ein allesfahrender Neuwagenblogger trotzdem die tollen Vorzüge dieser langweiligen Karre beschreiben, denn es geht heute um … MIETWAGEN 🙂 Darüber habe ich noch nie getextet. Sandmanns klugscheißender Wissens-Blog. Und das – ist mir auch peinlich.

Nun mal mit Kindersitz, bitte.

Nun mal mit Kindersitz, bitte.

Miet-Wagen. Meet-Wagen. Meat-Wagen. Need-Wagen. Miet-Plagen. Viele sagenhaft witzige Kalauer sind mir eingefallen, eigentlich wollte ich sie als roten Faden durch die Geschichte spinnen, aber ich bekomme nicht genügend sinnstiftende Zusammenhänge hin. Im Süden gibt es da einige viele, GoldCar, AutoEurope und wie sie alle heißen. Während eine nette junge Dame an der Rezeption bei „Drive on Holidays“ irgendwo in Suburbia nahe des Flughafens Lissabon den zum Toyota dazugebuchten Kindersitz einbaut, rekapituliere ich kurz ein paar vergangene Urlaube, bei denen ich auch schon das Vergnügen mit unterdimensionierten Leihkarren hatte:

Alle waren sie klein, diese Transportmöglichkeiten. Sehr klein. Und alle hatten was gemeinsam: Sie waren billig, und ich habe sie im Internet über das Portal billiger-mietwagen.de gebucht, weil der Name mir eben genau das anbietet. Im Urlaub brauche ich keinen Komfort, ich will nur motorisiert von a nach b kommen. Für Hotels und Ferienreisen gibt’s Portale, für gebrauchte Autos gibt’s Portale, für Klüngelkrams und Kindheitsspielzeug gibt’s Portale, für Mietwohnungen gibt’s Portale… und für Mietwagen gibt’s die auch. Das wird nun eine kleine Lobhudelei auf diese spezielle Plattform, denn die haben bisher jedes Mal alles richtig gemacht. Und wenn man sich im Vorfeld über ein paar spezielle Modalitäten der südeuropäischen Mietwagenanbieter im Klaren ist tut das meistens auch alles gar nicht so weh. WENN. Dafür haben Sie nun ja mich. Ich liste mal ein paar Stolpersteine auf und hebe die fett hervor. Denn nicht alles, was auf mich zukommen kann erfahre ich offiziell vor meiner Reise 🙁

Kofferraum? Na ja... TASCHENraum eher.

Kofferraum? Na ja… TASCHENraum eher.

Was wir in Wales mit dem Fiat 500 schon in einer Selbststudie erarbeitet haben: Mit einem Kind dabei muss das Gefährt mindestens VIER Türen haben! Und ’ne Klimaanlage. Dabei ist billiger-mietwagen als Vergleichsportal sehr bemüht, den Onlinebucher mit allen Informationen nicht nur über Sehenswürdigkeiten vor Ort, sondern auch über Haken und Ösen der südländischen Mietwagen-Mentalität zu versorgen. Wo finde ich im Flughafen den Anbieter, wie schnell darf ich im Urlaubsland fahren, ist Maut fällig, kommen Extrakosten auf mich zu? Aber sie sind eben „nur“ das Portal, sie wissen nicht immer was am Ende beim Anbieter vor Ort noch abgeht, weisen aber per Mail darauf hin dass eventuell am Ende beim Anbieter vor Ort noch was abgeht. Eben jener Kindersitz, der uns mit 5 Euro pro Tag zusätzlich berechnet wird 🙁 Der in Deutschland gebliebene Testsieger „Römer King“ hat im Portal für Klüngelkrams und Kindheitsspielzeug neuwertig gerade mal 35 Euro gekostet, da sind wir hier in Portugal preislich schon nach 7 Tagen. Und wir bleiben 11 Tage. Urks. Aber mal ehrlich – wollen Sie einen dicken Kindersitz im sowieso schon viel zu engen Flugzeug mitschleppen? Nein. Trotzdem ne kleine Frechheit, aber wenn schon nicht am Auto verdient wird dann eben hier. Wir wurden schließlich vorher darauf hingewiesen *röchel*, sind also selbst Schuld.

Er fährt. Wenn auch träge.

Er fährt. Wenn auch träge.

Auch dass die GANZ billigen Anbieter („Drive on Holidays“ scheint so einer zu sein) kein eigenes Büro im Flughafen haben und dich am Gate abholen, um dann mit dir in einem klapperigen Ford Transit in die düsteren Favelas der Stadt zu fahren (wo die Autos stehen) kennen wir bereits. Nicht wundern, keine Angst haben, alles ist gut und man spart hier einen Haufen Geld 🙂 was sich in den Kindersitz investieren lässt. Alles Gepäck hinten drin? Ja. Aber die Ablage musste ausgehängt und auf den Rücksitz neben das viertelfinnische Sandfräulein gelegt werden, was sich in ihrem „neuen“ Kindersitz (der so richtig gar nicht einen auch nur ansatzweise lebenserhaltenden Eindruck macht) ein bisschen unglücklich umsieht. Wie erwartet wird beim Anbieter versucht, mir ein Versicherungspaket für nur 5 Euro am Tag zuzubuchen, was Reifenpannen, Diebstahl und Unfälle ohne Selbstbeteiligung abdeckt. Danke nein. Das habe ich vorher schon direkt für 3 Euro am Tag abgeschlossen.
Der knubbelige, verkrampft jugendlich wirkende Toyota Yaris hat erst 2500 Kilometer auf dem Display und deshalb nur wenige Kratzer, die von der jungen Frau auf einer visuellen Checkliste kunsvoll aufgemalt und von mir unterschrieben werden. Hier muss der akribische Deutsche sich ebenfalls noch ein bisschen locker machen, das ist denen hier unten zumeist total egal, wie die Kiste zurückgegeben wird. Beim vorletzten mal fehlte sogar der Tankdeckel. Egal 🙂 Wichtig zu wissen: Man kann den Wagen als alleiniger Fahrer oder mit mehreren Fahrern buchen. Das macht bei 11 Tagen einen Unterschied von über 100 Euro, also fahr ich doch lieber als Einzelfahrer, mein halbfinnisches Fräulein Altona hat sowieso keine Lust, hinters plastikumbaute Steuer zu schlüpfen.

Klein passt überall durch

Klein passt überall durch

Eine Kaution von 750 Euro wird auf einer Kreditkarte geblockt, also bietet es sich an, eine ausreichend gedeckte Kreditkarte mitnehmen. Was das Benzin betrifft, da gibt es einmal die Möglichkeit Vollen Tank bezahlen und leer wieder abgeben, was je nach Kraftfahrzeug und geplanter Strecke ein finanzielles Desaster werden kann. Mit dem Smart auf Mallorca hat mich das 70 Euro gekostet („Was haben Sie denn hier für Literpreise, junge Frau???“ – „Das ist normal, der Ölpreis, die Weltwirtschaft, wissen Sie….„), und wir haben den Zweisitzer in den 5 Tagen nicht mal halbleer gefahren. Obwohl ich am letzten Abend noch einen Ziegelstein auf das Gaspedal gelegt und den vier Stunden im Kreis habe kacheln lassen, der war einfach nicht leer zu kriegen. Da wurde also gleich zwei mal verdient 🙁 Dann doch lieber die Variante Vollgetankt mitnehmen und vollgetankt wieder abgeben. Die ist pauschal ein bisschen teurer, passt mir aber irgendwie besser. Auch wenn wir einige 100 Kilometer auf portugiesischem Festland zurücklegen werden und man das bestimmt irgendwie hingezirkelt bekäme, aber sowas ist mir inzwischen zu blöd. Mit südländischer Gelassenheit zeigt die junge Frau mir den ungefähr halbvollen Tank und sagt, wir sollen den Yaris-Wagen einfach wieder ungefähr halbvoll zurückbringen. Ich bin inzwischen ganz entspannt. Ob wir ein Navi für 10 Euro am Tag brauchen würden? Nein. Das — habe ich nun tatsächlich aus Kiel mitgenommen, und das bringt uns jetzt gleich mal von Lissabon nach Aldeia das Dez in den Bergen im Norden.

Ponte des Tres Entradas

Ponte des Tres Entradas

Bevor es über diese einem Mercedes-Stern gleiche Brücke mit ihren drei Zufahrten hoch zum gemütlichen Boutique-Hotel (wieder ein neues Wort gelernt) in den Bergen geht wollen wir noch schnellstmöglich dem Meer hallo sagen, und schnellstmöglich bedeutet in Portugal: Autobahn. Maut. Gerade bei längeren Etappen, zumal mit ab Werk ungeduldigem 17 Monate alten Mädchen auf dem teuer gemieteten Kindersitz im Fond, treibt einen die Navioption „Mautstraßen vermeiden“ erst in den Wahnsinn, dann in die Kotzerei und am Ende in ein permanentes zu-spät-Kommen, weil die Fahrtzeiten sich bei diesen gedärmgleichen Nebenstraßen verdoppeln. Also Maut. Die Autobahnen sind angenehm frei, weil kaum ein Einheimischer sie benutzt. Mein Unvermögen, Portugiesisch zu sprechen und die genuschelten englischen Nebensätze der jungen Dame am Tresen von „Drive on Holidays“ ließen mich in dem Glauben, dass ich mit dem Tagespreis von 1,80 Euro für den kleinen Sender oben in der Scheibe des Autos die pauschale Tagesmaut und freie Durchfahrt an den Mautstellen gebucht hätte. Freie Durchfahrt stimmt. Aber jedes mal piept die kleine Kiste beim Durchfahren einer Schrankenanlage, und am Ende wird mir klar, dass die 1,80 Euro nur die Tagesmiete für den Sender sind. Die Maut kommt noch oben drauf, in unserem Fall bitte noch einmal 76 Euro nach 11 Tagen, vielen Dank. Das erklärt, warum die Autobahnen so schön frei sind….. *grummel*

Hallo Atlantik

Hallo Atlantik

Der Toyota, der aus irgend einem unerfindlichen Grund aus den Lüftungsdüsen nach Tutti Frutti riecht kühlt uns, hat ein fettes Soundsystem und röchelt einigermaßen müde vor sich hin. Wenns bergauf geht muss ich vom fünften erst in den vierten und dann in den dritten Gang schalten, weil das Motörchen irgendwie sagenhaft schwachbrüstig ist. Da man aber vor allem in den schmalen Bergstraßen im Norden Portugals sowieso immer einen lebensmüden Einheimischen und seine halbe Verwandtschaft direkt an der hinteren Stoßstange kleben hat, egal wie schnell man unterwegs ist, hat sich auch hier bei mir eine gewisse Gelassenheit breitgemacht und ich fahre nur so schnell, wir ich es für angemessen halte. Was ich in Sachen Toyota Yaris lerne: Er ist hässlich, aber schluckt uns drei mit Gepäck. Er fährt laut und träge und schluckt nicht nur Gepäck, sondern auch 8 Liter auf 100 Kilometern, erfüllt aber seinen Zweck und hat gute Lautsprecher. Und zwischen Tanknadel auf halbvoll und Tanknadel auf komplett leer liegen nur knapp 200 Kilometer. Wenn man das weiß kann man sich auch drauf einstellen, rechtzeitig zu tanken 😉

Wetter - na ja, das muss besser werden

Wetter – na ja, das muss besser werden

Jetzt muss ich nur noch damit klar kommen, dass wir mit Regen begrüßt werden. Ich fasse mal zusammen, denn das ist ja ein klugscheißender Lern-Blog für Sie da draußen, den Sie gern immer wieder als Checkliste rausholen können, wenn Sie mal im Süden ein Auto mieten wollen:

  • Alles genau durchlesen, was in den vorab per Mail zugesendeten Reiseunterlagen des Mietwagenportals steht.
  • Ein Fahrer ist wesentlich preiswerter als mehrere.
  • Vor Ort klären wo der Anbieter zu finden ist, meist lächelnd im Terminal mit Schild in der Hand.
  • Es gibt große Unterschiede zwischen „Voll hin und voll zurück“ oder „Voll hin und leer zurück“.
  • Versicherungen ja, aber vorher buchen und dann vor Ort KEINE weiteren abschließen.
  • Alle Kratzer und Beulen checken und aufmalen.
  • Genug Deckung auf der Kreditkarte für die Kaution haben.
  • Kindersitze kosten bis zu 5 Euro am Tag.
  • Navigationssysteme kosten bis zu 10 Euro am Tag.
  • Maut ist nicht gleich Maut.
  • Locker bleiben.

Das steht auch alles sinngemäß in den Unterlagen des Portals, aber wer liest denn sowas? Und jetzt die gute Nachricht für alle die von Ihnen, die bis hier immer noch gedacht haben: Wieso sollte ich mir ÜBERHAUPT einen teuren Mietwagen im Urlaub leisten, wenn ich nicht wie der Sandmann an zwei Orten in einem Land für je 5 Tage ein Hotel gebucht habe und im Monat mindestens vier Millionen Euro verdiene? Die Antwort: Weil es dank des vergleichenden Mietwagenportals in unserem Fall nur 130 Euro gekostet hat. Das sind keine 12 Euro pro Tag. Krass, oder wollen Sie bei diesem Preis etwa zu Fuß gehen oder mit dem Bus fahren? Okay, plus die optionale Versicherung plus den optionalen Kindersitz plus Maut und plus Benzin, aber das hat man ja selbst weitestgehend im Griff, wenn man es vorher weiß. Die schlechten Bewertungen der Anbieter im Netz, in unserem Fall ging es um mangelnde Höflichkeit und fehlenden Service, kommen vorwiegend von immer nörgelnden deutschen Mittfünfzigern, die glauben, für einen Appel und ein Ei erste Klasse Highlights hinterhergetragen zu bekommen. Die erstmal alle Kratzer am Auto fotografieren und hinterher ihre Rechtschutzversicherung belasten, um nochmal 20 Euro rauszupressen. Traurig sowas. Ich bin mehr als zufrieden! Ich musste das jetzt mal loswerden 😉 Ich bin tatsächlich begeistert und teile das mit euch und Ihnen. Das musste einfach mal raus. Und jetzt öffne ich mir ein Fläschchen Rotwein auf unserem Balkon mit einem sagenhaft schönen abendlichen Blick über die Berge.

Am Ende eines langen Tages

Am Ende eines langen Tages

Frankreich, dachten Sie? Mit dem Mercedes, war die Ansage? Später, ihr ungeduldigen Leser, das kommt danach. Erstmal: Hallo Portugal. Das Foto ist unscharf. 11 Tage mit meinem halbfinnischen Fräulein Altona und meinem viertelfinnischen Sandmädchen und einem Toyota Yaris. 11 Tage Familie, Zusammensein, lecker essen und tief und lange schlafen. Äh. Streichen Sie lecker essen. Dazu ein andermal mehr. Und öhm…. lange schlafen ist vielleicht auch nicht so eine der Überschriften, wenn man mit dem quirligen Sandmädchen unterwegs ist. Aber der Rest passt. Morgen früh überlege ich noch, ob ich mein Navi in den Ruhestand schicke oder wieder auf Straßenkarten aus Papier umsteige, aber das ist eine andere Geschichte. Dazu morgen mehr. Heute seid ihr erstmal umfassend auf euren nächsten Mietwagen vorbereitet 😉

Sandmann

www.billiger-mietwagen.de

Und HIER geht es mit dem alten Navi weiter 🙂

About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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40 Responses to Mietwagen, neu

  1. marc_connor says:

    Moinsen Jens 😉

    Was hast du denn mit dem kleeenen Toyota fabriziert? Ich kenne einige Leute, die so ein Teil fahren. Aber auf einen Verbrauch von 8 Liter ist noch keiner gekommen! Die werden alle schon Nervös, wenn sie mal an die 6 Liter Marke herankommen.
    Egal ob Stadtverkehr oder zügige Autobahnfahrt, mehr als 4,5 bis 5 Liter verbraucht die Kiste nicht! Wenn er mehr zieht, dann stimmt irgendetwas nicht, mit dem Würfel.

    cheers mate 😉

    • bronx says:

      Aiiiiihh, der Herr connor ist ja auch mal wieder da! 😀

      Ich habe das gerade auch gelesen und mir genau die gleiche Frage gestellt?!
      Aber Du warst schneller. . . 😉

      Greetz

      • Sandmann says:

        Ay ihr zwei,

        vielleicht waren es tatsächlich die sehr serpentinenreichen Bergstraßen der ersten 5 Tage, die ich vorwiegend im 2. und 3. Gang gefahren bin? Ich weiß es nicht. Vielleicht waren es auch etwas weniger als 8 Liter, aber gefühlt war ich andauernd am Tanken und bin da überschlagsmäßig gelandet.
        Ich musste auch wirklich häufig komische Umwege fahren, aber davon in der nächsten Geschichte mehr 😉

        Bin ich eigentlich der einzige hier, der ab und an mal ein Auto mietet? Nee, davon gibt’s noch mehr, oder?

        Sandmann, grad weit östlich von Portugal

        • marc_connor says:

          Ay du einer,

          vielleicht hattest du ja auch einen, mit 10 Sack Zement beladenen, Toyota Landcruiser hinten dranhängen und hast es nur nicht bemerkt? *hehehe*

          Vieeeel Spass noch, im Urlaub 😉

          @Bronx
          Ich schreib dir Morgen mal ne Mail und hoffe, die NSA leitet sie an dich weiter, nachdem der Inhalt überprüft wurde. *lol*

          • bronx says:

            Hi marc,

            mache nur, lang nix mehr gelesen . . . 😉

            Grüsse nach WSF.

          • Sandmann says:

            Tach Marc,

            jetzt wo du es erwähnst….. Ich hab mich schon gewundert, dass beim Abgeben am Ende des Urlaubs die junge Dame so komisch geguckt hat. Das war dann wohl der Landcruiser. Aber die Kaution haben wir trotzdem zurückbekommen 🙂 Und die paar Liter Benzin – pha.

            Man soll ja hinterher immer per Mail bewerten… Hm… soll ich schreiben: Alles wunderbar, bis auf den Geländewagen, den habe ich nicht mehr abbekommen…“?

            Sandmann, mit Kaffee

  2. Snoopy says:

    Die Entfernungen zu den billigen Vermietern sind manchmal zu weit wenn der Urlaub relativ kurz ist. Hatte das schon mal: 1 Stunde auf Abholer warten, fast 1 Stunde Fahrt, 1 Stunde bis alles erledigt war. Und das mal 2 also auch beim Abgeben.
    Bei manchen hast du keine Tankalternative zu Voll / Leer.
    Die schreiben dir einfach noch irgendwelche Versicherungen dazu, die verstehen dann keine Sprache mehr.
    Leider muss man auch im Süden mit Beulen und so etwas pingelig sein. Ist aber sehr unterschiedlich je nach Vermieter.
    Aber im Großen und ganzen bei 4 Personen eindeutig die günstigste Möglichkeit (vor allem im Süden) durch das Land zu reisen.

    • Sandmann says:

      Ay Snoopy,

      oha, das ist dann mal die andere Seite der Medaille. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht, also gut im Sinne von „alles geklappt und zügig“. Dass man hin und her gefahren wird ist ja dem Preis geschuldet. Und wenn ich mir angesehen habe was die „großen“ Vermieter vor Ort in den Terminals für ihre Autos haben wollten – das kann und will ich mir einfach nicht leisten.

      Das mit der Tankalternative Voll/Leer kann man im Portal (zumindest in DIESEM Portal) vorher auswählen. Und sie bieten dir sogar zusätzlich zum Voucher ein Schreiben in der Landessprache an, auf dem steht, was du schon alles an Versicherungen hast und dass du keine anderen mehr haben willst 🙂 Bei GoldCar und dem hier genannten Drive on Holidays ging alles glatt…

      Sandmann

  3. LarsDithmarschen says:

    Hey Sandmann,

    Leihwagen hatten meine Eltern schon oft, immer, wenn ihr Auto zur Inspektion oder in der Werkstatt war. Ich erinnere mich noch sehr gut an einen grünen NewBeetle, das muss so um 2000 rum gewesen sein. Der hatte so eine weiche (?) Federung, dass mir schlecht wurde.

    Ich hatte bisher nur einen Leihwagen – und das war ein Toyota Yaris, allerdings der ersten Generation. Ich habe bei dem ungefähr 6,2 Liter verbraucht. Wenigstens hat der neue einen normalen Tacho und kein digitalen Kram mitten auf dem Amaturenbrett.

    Wenn mein V40 die Tage zum Lackierer geht, bekomme ich wieder einen. Ich bin gespannt, was es wird.

    Schöne Grüße
    Lars

    • Sandmann says:

      Ay Lars,

      ein Auto im guten alten Deutschland auszuleihen ist ja auch ne ganz andere Nummer als irgendwo in Südeuropa 🙂 Die Mentalität ist hier einfach ein wenig anders, das siehst du auch an den Stoßstangen 😉

      Sandmann

      • LarsDithmarschen says:

        Hey Sandmann,

        gegeben hat mir der Lackierer einen Seat Ibiza ST mit 3 Zylindermotor.

        In England habe ich mitbekommen, dass einige nicht so sehr auf ihre Reifen achten. So viele Auswuchtgewichte und zersplitterte Radkappen habe ich noch nie gesehen :D. Wäre wahrscheinlich bei mir auch der Fall, würde ich mal auf der anderen Seite Auto fahren.

        Schöne Grüße
        Lars

        • Sandmann says:

          Ay Lars,

          Linksverkehr ist sagenhaft unterhaltsam 🙂 Leider nicht immer ganz ungefährlich, das ist wie mit dem Automatik-Auto nach 10 Jahren Schaltgetriebe… Nach ein paar Minuten ist alles entspannt und gut, aber wehe es kommt eine Situation, in der du aus Reflex handelst 😉
          Deshalb hat in Britannien auch bei beiden Reisen meine liebste Nebensitzerin bei jeder Abbiegung LINKSLINKSLINKSLINKS gerufen. Bei jeder. Und vielleicht hat uns das ein paar mal das Leben gerettet…..

          Sandmann

  4. froupe says:

    Moinsen Herr Sandmann,
    hoffe einen doch schönen Urlaub gehabt zu haben.
    Mein Mietwagenfazit im Süden ist immer ein anderes: Warum brauchen wir in D so riesige Kisten? Beim letzten Mal war es bei uns ein Skoda Fabia 3 Zyl Diesel auf Madeira. Da geht es überall steil bergauf oder bergab, ich meine wirklich steil. Direkt nach der Abholung habe ich die Kiste fast von der Autobahn geschmissen, weil ich mir eine so enge Autobahnkurve gar nicht vorstellen konnte. Ja das Wägelchen war laut ab 140 und lief wohl auch nicht 200, aber wir haben unproblematisch zu 4 hineingepasst, ok die Mitfahrer sind max 130 cm groß. Bis auf die Fahrten vom und zum Flughafen war der Gepäckraum auch absolut ausreichend, in Ausnahmesituationen kann man ja auch mal eine Tasche auf den Knien ertragen. Der Verbrauch hielt sich dank Diesel in Grenzen, man fährt auf der Insel meist im 3. Gang gern auch im 2.
    Warum zur Hölle fahren wir hier alle Riesenkisten herum, natürlich meistens leer. Nur meine früheren Nachbarn haben es richtig gemacht, die hatten/ haben einen Golf IV und wenn Sie in den Urlaub gefahren sind kam der Dachträger mit Box und Surfbrettern drauf.
    Und ansonsten „Keep it easy altes Haus“
    Gruss in den Norden Froupe

    • Sandmann says:

      Ay Froupe,

      du hast die richtige Einstellung für sowas.
      Zu Hause finde ich ein großes Auto um mich rum klasse. Mein zweites Zuhause 🙂 Der Motor muss nicht groß sein, aber das Auto. Allerdings transportiere ich auch oft ne Menge Krams, Fahrräder, Kinder, Steine, Müllsäcke….. Kombi? – braucht man nicht 😉 hahahaaaa

      Tatsächlich geht es im Süden, im Urlaub, vor allem ums preiswerte Vorankommen. SO ein Mietwagen kann aber auch ZU klein sein, in den zweitürigen Fiat 500 haben wir drei plus Kinderwagen nur unter großer Materialaufopferung reingepasst 🙄
      Aber deshalb war ja meine Ansage beim Toyota Yaris auch, dass er völlig ausreichen für diesen Zweck ist. Nicht mein Geschmack, aber um Geschmack geht es hier nicht. Und hey, für 130 Euro 11 Tage ein Auto haben – dafür bekommst du in Deutschland nicht mal ein Fahrrad gemietet…

      Ist Madeira schön…? Da war ich noch nie. Sardinien, Sizilien, Mallorca… Korsika steht noch aus, das soll da ebenfalls echt fein sein.

      Sandmann, jetzt mit dem Daimler und viel Platz in Frankreich

      • bronx says:

        „(…)Korsika steht noch aus, das soll da ebenfalls echt fein sein.“

        Sandmann,

        da IST es auch sehr fein. Hatte Dir dazu ja schon mal etwas geschrieben. 😉 Das solltet ihr unbedingt mal machen. Teuer ist es auch nicht! 😀

        Bronx

        • Sandmann says:

          Ay Bronx,

          das steht unter anderem im Nächsten Jahr auf der Checkliste. Neben ein paar anderen Optionen. Wir werden sehen. Und mal gucken was da die Mietwagen kosten 😉

          Sandmann

      • Snoopy says:

        Madeira ist klasse zum Wandern. Weniger eine Badeinsel. Den Madeira kann man auch probieren und Teetrinken in englischen Hotels. Prima Fisch ! War zweimal dort. Als Mietwagen jeweils abgelebte Clios. Aber wieder günstiger als die Busfahrkarten.

        Korsika hat beides. Hat mir sehr gut gefallen.

        • Sandmann says:

          Ay Snoopy,

          okay, das sind gute Hinweise. Wandern und Teetrinken sind momentan noch nichts für das viertelfinnische Sandmädchen, leider. Und Fisch ist nichts für ihre Eltern, das hat uns auch in Portugal leider vor das eine oder andere Ernährungsproblem gestellt 🙂
          Mit einem abgelebten Clio wiederum könnte ich mich anfreunden….

          Of Korse.
          Sandmann

  5. marc cecchet says:

    Also hatte vor wenigen Monaten den selben Yaris 3 Zylinder Mietwagen, der Trick ist 98 Benzin zu tanken wie vorgeschrieben, dann hat die kleine Kiste richtig zupf, klingt kernig, und verbraucht um die 5L/100km :-). Finde den Super als kleinwagen 🙂

    • Sandmann says:

      Ay Marc,

      bist du jetzt Marc Nummer drei? 🙂 Lustig.
      Hat der echt nur drei Zylinder??? Ich hatte mal unter die Haube geguckt, erst habe ich geglaubt der Motor sei geklaut worden, dann habe ich nicht mal die Zündkabel zum durchzählen gefunden und dann war es mir egal 🙂
      Und den Trick mit 98 Oktan hat mir vorher niemand verraten 🙁 Doof. Aber es hat ja alles geklappt, wir hatten ja keine Eile.

      Sandmann

      • marc cecchet says:

        :-), jo ein Schweizer Marc ;-).
        Jup gehe mal davon aus die haben dir auch die kleinste Motorisierung 1.0 gegeben im Yaris, der hat echt nur 3 Zylinder. Klingt ein wenig wie die alten 4WD Subaru Justys :-). Wobei kennt man die überhaupt in Deutschland 🙂

        • Sandmann says:

          Man — kennt die vielleicht, ich allerdings nicht 🙂
          Ich komme ja nicht so aus der japanischen Ecke, außer wir sprechen von einem alten Mazda 929 oder einem Datsun Laurel *schwärm*

          Na dann mal viele Grüße in die geliebte Schweiz aus Südfrankreich
          Sandmann

          • marc cecchet says:

            Mazda 929 Geil, die alte Kiste hat mich als Jugendlicher immer beeindruckt :-), oder Toyota Crown aus 1985 ist auch immer meine favorit sushi schüssel gewesen.
            Übrigens Sandmann, verfolge dich im Netz schon seit etwa 2002 oder 2003 :-), zu der Zeit hab ich mir als 25 Jähriger einen Audi V8 4.2 gekauft, und bin Stammgast im AudiV8 Forum gewesen :-). Grüsse

            • Sandmann says:

              Huch??? 🙂
              Dann kennst du noch meine jugendlichen Ergüsse aus dem Audiforum? Krass 🙂 Ja ja, Audi V8 4.2, wer hatte den auch nicht? 😉 Na gut, dann sind wir ja schon alte Kumpels. Gniihihi.

              Den Mazda 929 hatte mein Paps nach seinem Audi 100 Typ 43, damit hat er mich ab und an mal abgeholt. Ich bin ihn auch manchmal gefahren und war fasziniert von der Breite des Cockpits und der Anzahl der Instrumente. Ansonsten irgendwie kantig und innen sehr hässlich.
              Den Kia Opirus finde ich ja irgendwie auch spannend. Wollte ein Mercedes sein, hat es aber nie geschafft.

              Sandmann

  6. bronx says:

    Sandmann,

    zum Thema Korsika hänge ich hier nochmal etwas an, ich hatte es bei „Chill Refill Volltanken, bevor der Winter kommt“ damals schon einmal geschrieben:

    Zitat: „Wenn es dich mal dahin verschlägt, einen Tipp:
    von Ajaccio (Fährhafen) aus, immer die D 81 an der Westküste endlang bis Cargese, dann über Piana bis Partinello, bis in Höhe Mezzana aus der D 81 die D 81b wird. Diese dann bis Calvi. Es gibt auf diesem Planeten kaum eine Küstenstrasse, die einen immer wieder mit derart spektakulären Aussichten überrascht. Quartier findest du immer. Ein korsischer Gasthof ist ne Bank für Gemütlichkeit. :D“

    Dem kann ich noch immer nichts hinzufügen! 😉

    Bronx

    • Sandmann says:

      Ay Bronx,

      bevor es nach Korsika geht werde ich Kontakt zu dir suchen 🙂 Meine Liebste war auch schon da. Allerdings werden wir die Quartiere im Voraus buchen, ich bin kein Freund mehr von losfahren und dann irgendwo schlafen. Ich weiß gern vorher, wohin es geht und dass ich da sicher ein Bettchen stehen habe 😉
      „Chill Refill“ kommt mir eeeeeeewig lange her vor. Mannmann die Zeit rennt, das macht mich nervös.

      Sandmann

      • bronx says:

        Jederzeit, gern! 😉

        Ich bekomme heute noch ein wenig Gänsehaut, denke ich an diese Tour damals. Es waren wahnsinnig viele Eindrücke, obwohl man ja „zum Arbeiten“ da war.

        Mit dem Quartier macht ja jeder wie er will. Mir ist das auch lieber, wenn ich das ‚vorher‘ weiss. Nur dort braucht man es eigendlich nicht, ausser in den Zentren. Aber dort habe ich eh nie übernachtet. 😀

        Bronx

        • Sandmann says:

          Ay Bronx,

          viele Eindrücke. Da sagst du was. In Portugal haben wir den Trip in zwei mal 5 Tage aufgeteilt, die ersten im Norden, die anderen im Süden. Allein dabei kommt es dir vor, als wenn du einen viel längeren Urlaub hattest. Soooo viele Bilder im Kopf….
          Ein paar werde ich noch mit euch teilen, ich bin schon am Raussuchen. Aber jetzt muss ich erstmal mein Navi immer wieder ausmachen, so lange bis der Akku ganz leer ist. So lange geht es nämlich immer wieder an……
          Ich glaube da schreibe ich morgen auch noch mal was drüber 😉

          Sandmann

  7. stefanh says:

    Ay Sandmann,

    im Urlaub keinen Komfort? Naja, das sehe ich genau konträr. Während ich im Alltag auf die extra Portion Platz, Leder und Leistung gerne verzichten kann, will ich im Urlaub auf jeden Fall etwas „Anständiges“ fahren. Auf meinen regelmässigen USA-Trips kommt mir deshalb kein Wagen mit weniger als 4 Litern Hubraum unters Gesäss. V6 ist die Notlösung, besser V8. Dieses Jahr bekam ich einen schön motorisierten Buick Lacrosse, ein hierzulande unbekanntes Modell, mit allem Schnickschnack und mehr als ausreichend Luxus…

    Gruss, Stefan H.

    • Sandmann says:

      Ay Stefan,

      du sagst wahre Worte, allerdings hängt die Wahl des Transportmittels sehr von der Art des Urlaubs ab. Wenn ich mit einem Auto durch die USA fahren würde wäre der Weg das Ziel. Dann wär’s ne alte Cabrio-Wanne aus den 70ern 🙂
      Das Quartier, was mein halbfinnisches Fräulein Altona uns aussucht muss immer gemütlich und geschmackvoll sein, gar nicht unbedingt teuer, aber schön. Da gibt es kein wenn und aber, und sie ist immer kurz davor, sich tot zu googeln 🙂 Aber es hat sich jedes einzelne mal gelohnt.
      Das Auto muss uns in diesen Fällen nur vom Flieger zum Hotel bringen und ist daher nicht mit irgend einem Anspruch behaftet – außer 4 Türen und AC. Das Geld, was wir da sparen investieren wir lieber in leckeres Essen und eine Flasche Vinho Verde 🙂
      Weischt?

      Aber erzähl vom Buick Lacrosse…. nie gehört…..?
      Sandmann

  8. Snoopy says:

    Der Midsize Lacrosse ist auch schon „downgesized“.
    Nur 4 und 6 Zylinder… Frontantrieb…
    http://www.buick.com/lacrosse-luxury-mid-size-sedan.html

  9. froupe says:

    Moin,
    schöne Mietwagendiskussion, schließe mich für USA gerne der gemütlich Fraktion an. Jahre her, wirklich schon verdammt lange, mit einem Freund 3 Wochen durch die USA im Le Baron Cabrio. Ein Traum. Tja, hätte man es mal mehr genossen.
    Wandern mit Kindern geht, nicht so gut wie ohne 😉 aber für die ganz Kurzen gibt es richtig gute Tragerucksäcke. Funktionieren wie ein Innengestellrucksack, oben kommt die Landplage rein und rupft Dir dann an den Haaren, oder schmeißt Deine Mütze weg. Unten ist Platz für Kram, den stopft Dir dann die Liebste rein, bis Du unter dem Gewicht in die Knie gehst. Das Ganze klappt ganz gut für Halbtagestouren. Bergab kann man die Kurzen auch selber fallen lassen. Mütter reagieren allerdings allergisch, wenn man sich vor Lachen den Bauch hält weil die eigenen Kinder sich gegenseitig mit dem Schlitten überfahren.
    Gruss Froupe

    • Sandmann says:

      Ay Froupe,

      was du da über Wandertouren mit Kindern schreibst macht mich da nicht wirklich heiß drauf 🙂 Ich finde diese Rucksackgestelle, in die man seine Kinder reinstopft mehr als panne. Nee nee, dann lieber an den Strand, sonst ist der Erholungsfaktor weniger als Null, und das nenne ich dann nicht „Urlaub“.
      Meine ELtern sind mit uns auch immer im Frühling und im Herbst in die Berge gefahren, nach Österreich an den Attersee, in den Schwarzwald nach Schönau oder gegen Ende des Kapitels mal nach Obergurgl in Tirol. Wandern war irgendwie immer okay für mich, auf eigenen Füßen. Aber aus Sicht eines Papas….. hm… nee, erstmal nicht.

      Zum Auto – der LeBaron war nie so meins, aber ich fand den immer sagenhaft cool und groß und dafür sehr preiswert. Der Sammy hat doch einen 🙂
      Hach – mir fehlen meine Freundin und mein kleines Sandmädchen….. Zu viel weg sein ist ja irgendwie auch doof…

      Sandmann

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