Sonnenschrauben

Jedem seine Freizeit...

Jedem seine Freizeit…

Die Große will Sonne, die Mittlere übt Kartentricks – und ich?
Der Handlungsbedarf ist zwar nicht akut (dachte ich zumindest gestern, jetzt bin ich schlauer), aber ein weiser Philosoph hat einst behauptet, man könne auch braun werden, wenn man an seinem alten Auto bastelt. Eben jenes riecht seit vorgestern leicht nach Kühlwasser. Und diese Ladekontrolllampe (mit drei L? Furchtbar) macht mir ein bisschen Sorgen. Außerdem klappern die Ventile, seit ich sie eingestellt habe. Toll. In meiner großen, sorgfältig ausgesuchten Motomobil Erstatzteilkiste findet sich neben einem neuen Wärmetauscher auch ein neuer Satz Kohlen für die Lichtmaschine und natürlich die Fühlerblattlehre. Ich fang einfach mal an. Wenn ich schon mal Zeit habe, dann doch im Urlaub, oder? 31 Grad, trockene Luft, es könnte schlimmer sein. Und was kann schon passieren, außer dass mir von der Veranda ständig unter gezeterten Flüchen Spielkarten in den Nacken flattern?
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Sechs Füße nach Saint-Aygulf

Ohne Furcht und Tadel

Ohne Furcht und Tadel

Barfuß in Norddeutschland im Sommer 2017? Undenkbar. Sofortige Erkältung, außerdem weichen bei dem ganzen Wasser von oben die Zehen auf und werden so schrumpelig. Kalte, nasse Füße stören bei der Glühweinverköstigung. Schnitt. Getreu meinem Motto: Wem es nicht passt, der kann ja ein anderes Programm einschalten haben wir gestern dem sogenannten Sommer da oben tschüss gesagt und uns aufgemacht in Gegenden, die mit dem locken, was ein durchschnittlicher Mensch im Sommer braucht. Licht. Sonne. Wärme. Die etappenhalbierende Nacht in Mailand versprach schon so einiges, heute ziehen wir die Schuhe aus und fahren barfuß bis runter nach Südfrankreich. Meine Große (zwei Füße), meine Mittlere (zwei Füße) und ich (auch zwei Füße) im 1971er Taunus Coupé (keine Füße, nur Ganzjahresreifen). Mit schlapper Lichtmaschine und klappernden Ventilen. Alors, egal. Aufstehen, duschen, gucken ob das Auto noch da ist und ab vom Hof!

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Une demi route

Papi und die Mädels unterwegs

Papi und die Mädels unterwegs

Mit einem Ford Taunus GXL V6 Coupé von 1971 an die Côte d’Azur.
Wohlgemerkt von Kiel aus. Schleswig-Holstein, ganz oben im Ländle. Vor 40 Jahren war das ganz normal, vor 25 Jahren war das mein erster Urlaub mit dem eigenen Auto und heute ist es einfach eine kleine, verrückte Auszeit mit meinen beiden großen Töchtern, von denen die eine älter ist als ich damals bei meinem ersten Mal. Also, dem mit Auto. Unsere erste Etappe geht bis nach Mailand in Norditalien, vor allem, weil ich eben nicht mehr 21 Jahre alt bin und so eine Entfernung ein bisschen langsamer angehen lassen möchte. 1800 Kilometer am Stück sollen nicht sein, weder für uns drei noch für das alte Coupé. Also deshalb Milano. Das ist schon schön weit weg, das spart Maut in Frankreich und das bedeutet am morgigen Tag für uns nicht mehr so viel Strecke bis zum endgültigen Ziel. Am 22. Geburtstag der Großen. Zweifelt irgend jemand am Auto? Ja? Nein? Ach – wir fahren einfach mal los, was kann schon passieren?

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Reise FordBereitungen

Auf in ferne Länder!

Auf in ferne Länder!

Sommerfrische.
Wer hätte gedacht, dass meine verblassten Erzählerkollegen Jacob Grimm und Wilhelm Grimm mal ein Wörterbuch herausgegeben haben, in dem sie die Sommerfrische definierten als: „Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Lande zur Sommerzeit“. In den 50ern wurde die Sommerfrische ein Wort für den Urlaub der klassischen deutschen Familie – mit dem Auto nach Südeuropa. Italien! Frankreich! Die Adria und die Côte d’Azur! Tandaradei ♫ Ich will Sommerfrische. Meine große Tochter will Sommerfrische. Und meine mittlere Tochter will auch Sommerfrische. Dem sofortigen Aufbruch des südfrankreicherprobten Dreamteams steht nur noch eine winzige Kleinigkeit im Weg: Ein 46 Jahre alter Ford Taunus, der auf knapp 4000 Kilometer vorbereitet werden sollte. Ja JA JAAAAAA wir fahren mit dem Knudsen Coupé nach Südfrankreich, wir sind nicht total bescheuert und ich fange heute endlich mal mit den vorbereitenden Schraubereien an…
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Brückentage

Über die Mitte ohne Leiche

Über die Mitte ohne Leiche

Fähre? Brücken? Fähre? Brücken?
Luxusprobleme dreier Männer in einem 1969er Cadillac Sedan DeVille auf dem Rückweg von Västerås, Schweden nach Hamburg, Deutschland. Es ist Sonntag, wir verlassen Nordeuropas größtes Klassikertreffen in der Nähe von Stockholm und komme was wolle: ich möchte an diesem Abend irgendwann wieder daheim sein. Genug Chrom und drehende V8-Motoren, genug vitaminfreies Essen und genug dänisches Bier aus grünen Dosen. Die Strecke ist lang. Die Fähren sind teuer, die Brücken kosten die Hälfte – dafür sind das aber rund 150 Kilometer mehr. Bei 7.7 Litern Hubraum ist es eine einfache Rechnung oder – eine Herzfrage. Ich wollte seit Langem über die Öresundbrücke fahren! Und deshalb setze ich mich wortgewaltig durch.

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Tanzend durch die Nacht

Wenn einfach alle unterwegs sind

Wenn einfach alle unterwegs sind

Kultur? Subkultur? Fahrkultur?
Ich habe keine Ahnung. Nach diesem Abend und dieser Nacht werfe ich sowieso alles, was ich jemals über US Car Treffen gedacht habe, über den Haufen. So etwas wie das Summer Meet in Västerås habe ich noch nie erlebt. Nein. Korrektur. Das, was rund um dieses Treffen herum passiert habe ich noch nie erlebt. Die Party. Die Menschen. Die Autos. Nachdem wir dachten, schon alles entlang der Straße gesehen zu haben, machen wir uns in der Abendsonne auf ins Gewerbegebiet der kleinen Gemeinde bei Stockholm. Da soll der Burn Out Contest für Jedermann stattfinden, danach rollt die Blechlawine traditionell durch die Stadt. Und schnell wird klar – nein, wir haben eben noch nicht alles gesehen. Es soll die abgefahrenste Autonacht meines bisherigen Lebens werden.

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Cops und Cadillacs

Na das kann ja heiter werden.

Na das kann ja heiter werden.

Die Ankunft bei den irren Wikingern
Unterwegs sein. Ziemlich lange schon, seit gestern früh, erinnert ihr euch? Die Straße ist das Ziel, das Ziel ist jetzt nicht mehr soooo weit weg und die US Car Dichte steigt hier in Schweden mit jeder schwedischen Meile (die entspricht 10 Kilometern). Wir sind mit drei Autowagen nordamerikanischer Herkunft unterwegs zum größten Klassikertreffen Nordeuropas in Västerås, wir wissen noch nicht, was uns erwartet und eigentlich wissen wir noch nicht mal genau, wie man da hin kommt. Aber Richy und Armin haben einen Plan und anscheinend auch ein Navi. Gut. Der heutige Tag ist geprägt von echten und unechten Gesetzeshütern, unechten Verbrechern (obwohl….) und erneut viel Asphalt und Gummi. Doch bevor ihr mit einsteigt, gibt es erstmal einen Kaffee.

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110 Meilen bis Västerås

Gesund über den Sund

Gesund über den Sund

Ein Roadtrip zu den irren Wikingern
Oh Leute, die Schweden. Schweden besteht ausschließlich aus blonden, langhaarigen Frauen Ende 20, blauen Seen, grünen Wäldern und roten Holzhäusern. So erzählt man sich im regengrauen Deutschland. Ich will da hin. Mit einem 1969er Cadillac DeVille, einem Ford Crown Victoria Police Interceptor und einem Jeep Cherokee. Ziel: Västerås, wo in diesem Jahr erstmalig das größte US-Car-Treffen Europas — Achtung — nicht stattfindet. Das ist nach Lidköping umgezogen, weil die kleine Stadt bei Stockholm seit 40 Jahren im Sommer nach dem Überfall eines Heuschreckenschwarms aus feiernden und trinkenden Schweden Bedenken anmeldete. Egal, wir fahren trotzdem nach Västerås, angeblich machen das alle. Sagen die Jungs. Irgend jemand hat für irgendwann irgendwelche Fährtickets gebucht, und wir wissen noch nicht wo wir heute Abend schlafen werden. Klingt doch super. Lasst uns sinnlos Benzin in Bewegungsenergie umsetzen, kommt ihr mit?

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Landmarken

Große Masten, frisch beseilt.

Große Masten, frisch beseilt.

Wenn du immer die gleiche Strecke pendelst, erlebst du den alles verändernden Zahn der Zeit. Monatlich, wöchentlich, täglich. Die Autobahn 7, dieses nadelöhrige, immer überlastete Dreckstück von Nord nach Süd, verändert sich in diesen Jahren zwischen Hamburg und Kiel eklatant. Die bauen die alte Betonpiste von zwei auf drei Spuren aus und graben sie direkt bei Hamburg auch noch ein. Mein kleines, viertelfinnisches Sandmädchen hat sich inzwischen ihre eigenen Highlights auf dem Trip zwischen den Städten meines Lebens und Handelns gesucht und zeigt sie euch heute einmal gut gelaunt und wortreich hinterfragend vom Beifahrersitz aus.

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Der Besuch der alten Dame

Niederknien und rauchen

Niederknien und rauchen

Ein Auto, was hier fast niemand kennt. Schlicht, weiß, groß. Dazu ein Gefühl, als würde man an der Seite der Erstbesitzerin durch die Felder ringsherum schweben. Nein, er ballert nicht ruppig vor sich hin. Läuft er überhaupt schon? Tatsächlich ist dieser Dodge ein Ami, der die Explosionen in seinen acht Töpfen nicht in die Welt pöbelt. Laute Doppelauspuffanlagen sind ja geil, und sie machen Eindruck vor allem in Tunneln, aber das muss nicht jeden Tag sein. Wer mal mit armdicken Sidepipes von Hamburg nach Frankfurt gefahren ist, wird das verstehen – es gibt so einen break-even zwischen Sound und Komfort, zwischen cool und anstrengend, zwischen autofahren und wahnsinnig werden. Der Dodge Polara aber ist wundervoll leise. Ich lasse mich auf den mal für vier Stunden ein und versuche zu ergründen, wie man ihm 50 Jahre lang treu sein konnte.

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Kein Kontakt mehr!

Knudsen Smalltalk

Knudsen Smalltalk

Klingt ein bisschen wie die Geschichte einer verlorenen Freundschaft?
Nein 😀 Ganz anders. Genau wie eine Freundschaft hat ein altes Auto immer Optimierungsbedarf. Ich habe bei ebay aus Versehen einen original Verteiler und ein Steuergerät für die kontaktlose Zündung aus einem Granada erstanden. Dieses Setup verspricht bessere Funken, keinen Verschleiß und Drehzahlfestigkeit auch im hohen Alter. Also, wir sprechen hier von meinem Auto. Bei Timur funkt das schon seit Jahren so (das Auto), und heute ist er vorgefahren, damit wir den ganzen Shizzle bei meinem Coupé auch mal einbauen. Braucht man nicht – will man aber haben. Eine kleine Abhandlung über bunte Kabel, Startanhebungen, eine Havarie inklusive halbfinnischem Fräulein Altona noch auf der Einfahrt und den roten Bereich des Drehzahlmessers. Argh.

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Leichen wagen!

Eine Leiche zum Dessert

Eine Leiche zum Dessert

An einem einsamen Ort, weit oben links auf der Landkarte, steht er noch.
Ich hätte nie gedacht, dass der noch existiert. In den Jahren habe ich allerdings auch den Überblick verloren. Autos kommen und gehen, werden verschenkt oder gefahren, geschlachtet, verkauft oder weggeworfen. Mein Freund Örg hat eine spezielle Art, Autos zu besitzen oder nicht zu besitzen, zu fahren oder zumindest irgendwo zu horten. Dieser Art habe ich es zu verdanken, dass mein Granada noch immer mein Granada ist. Und dann gab es da mal diesen Leichenwagen, einen alten Daimler Strich 8. Wahnsinnig lang, unfassbar schwarz und sehr sakral. Die Stimme, die durch das Telefon an mein Ohr gelangt fragt mich, ob ich helfen könnte, den Benz aus seiner vorletzten Ruhestätte zu bergen. Mit Trailer und Kaffee und Würstchen und ‚paar Loiden. Klar kann ich. Allein schon, um den alten Gesellen wieder mal zu sehen. „Ich nehm ne digge Batterie mit vielleicht springt der nach 10 Jahren ja noch an…“ Alles klar. Jetzt erst recht 🙂 Frankenstein ist immer dabei. Lass uns los.

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Von Nasen und Buckeln

Haubenliegen mit Nasenfaktor

Haubenliegen mit Nasenfaktor

Andere, meist Nicht-Väter, laufen besoffen mit dem Bollerwagen los.
Ich, dreifacher Vater, fahre mit dem Boller-V6 zum Markus nach Fehrenbötel, wo schon zum vierten Mal das traditionelle Vatertagstreffen der Autobekloppten stattfinden soll. Die Eintrittskarte ist eigentlich ein Audi V8, so will es die Tradition, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Deshalb hab ich auch dem Alex bescheid gestoßen, BMW Eta und Honda Fahrer und treuer Begleiter bei inzwischen so vielen Autoaktionen. Und Lars. Lars Kohlkopf aus Dithmarschen, jüngster mir bekannter Benzinblogger und Teenage-Volvo-Restaurator 😀 Die kommen auch, die haben beide keinen Audi V8. Und ich. Und noch ein paar andere, freut euch auf Faxen in und auf alten Autos und ein paar Erfahrungen aus den 50ern und 70ern. Mit Bett. Und zwei Tramperinnen, wow, voll nice!

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Es riecht nach Benzin

Donnerwetter. Da ist was los!

Donnerwetter. Da ist was los!

Donnerwetter. Ja, in der Tat.
Hamburg gab sich im letzten Jahr „hanseatisch“, und Petrus ballerte alles vom Himmel was er aus dem letzten Streit mit Frau Holle noch an Wasser zur Verfügung hatte. Donnerwetter aber auch aus den Auspuffrohren der Motorräder und Oldtimer, die traditionell im ersten Septemberwochenende durch den Hamburger Stadtpark schroteten. Das Stadtpark Revival ist eine grandiose Rennveranstaltung mitten im Herzen von Hamburg, und ich bring euch mal auf Kurs, denn noch immer kennen viele diese coole Veranstaltung nicht. Wird Zeit. Hafen? Kennt ihr. Sankt Pauli? Bekannt. Reeperbahn? Ja sicher. Motorsport? Äh…? Wa? Ja, genau. Während schon die ersten Stohballen auf dem neuen Parcours in der City Nord ausgelegt werden, erzähle ich euch, was da so geht. Und warum. Und wann. Und dann seid ihr hoffentlich alle mit dabei am Fahrbahnrand, okay?

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