Voll die Welle machen!

Die Wellenreiter von Kiel

Die Wellenreiter von Kiel

Vibrationen. Reizend, wenn sie an der richtigen Stelle stattfinden.
Dröhnung. Auch fein, gezielt mit gutem Alkohol und netten Freunden.
Aber Vibrationen, starke Vibrationen in Verbindung mit Dröhnen und Röhren, Schütteln und Brummen – das sollte nicht die Sammlung von Nomen sein, die mir durch den Kopf geht, wenn ich mit einem alten Ford Taunus V6 unterwegs bin. Diagnose: Kardanwellenmittellager. Mit dem Wort gewinnt ihr jedes Galgenmännchen Spiel. Neben mir liegen träge ein neues, handtellergroßes Lager von Motomobil und ein neues Haltegummi von *Achtung* Ford!! – und ich bin auf dem Weg zum Örg und zum Timur. Was ich will: Diese akustisch heftig belästigenden Massagesitze endlich abstellen. Was ich jetzt noch nicht weiß: Das Lager der Kardanwelle ist nicht das Hauptproblem. Kommt ihr mit? Am Ende gibt es Weihnachtsmänner bei McDonald’s 😀

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Heimathafen

Wer braucht denn Berge?

Wer braucht denn Berge?

Spätnachmittag. Keine Termine, nichts vor.
Wir lange ist es her, dass ich mich einfach mal so in mein Auto gesetzt habe? Ziellos durch die Gegend fahren, des Fahrens wegen, nicht um irgendwo anzukommen? Ich glaube – dieses angenehme Zeit- und Benzinverbrennen ist unter meiner Regie zuletzt im Audi V8 passiert. Nach vielen Jahren sitze ich wieder hinter dem Lenkrad meines „ersten“ Autos, und ganz viele längst vergessene Kleinigkeiten ploppen hoch wie ein 3D-Fotoalbum mit Sound und Geruch. Seid ihr schon einmal längere Zeit mit einem Taunus unterwegs gewesen? Oder eure Eltern? Kennt ihr diese kleinen Dinge, die einem in jedem Taunus begegnen? Ich nehme euch mal mit auf eine kleine Reise in den Fährhafen von Kiel. In einem Schiff zu den Schiffen. Vollgetankt zu den Tankern. Personenbefördernd vor die Fähren. Ohne Musik, nur mit der Symphonie des alten V6 Eisentriebwerks.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Zurück zu den Wurzeln

Sich mal was trauen.

Sich mal was trauen.

Ach Loide. Wo fange ich an??
Wenn ich pedantisch sein soll – fange ich 1985 oder 1986 mit einem gelben Auto an. Aber das mache ich ein andermal. Heute stehe ich Rille rauchend in Örgs Werkstatt, ohne Auto und ohne Plan. Der XM ist weg. Und ich bin wieder allein ♫ allein. Spendiere ich dem blauen Fördchen TÜV und fahre es im Alltag? Nein. Das dauert mir alles zu lange. Ich will JETZT fahren. „Sach ma Jensi ich hab noch das Knudsen Coupé oben stehn, guck dir den doch noch ma an. Wenn du den willst, wir wern uns da schon einich…“ Was? Den V6 GXL? Ich dachte der sei längst verkauft!? Nein, ist er nicht. Völlig perplex stiefel ich hoch in die große Lagerhalle von Örgs Werkstattnachbarn. Und ich sehe Wurzeln. In Form von silbernen Zitronen. Versteht ihr nicht, oder?

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

La baguette disparaît

Und ich bin wieder allein, allein.

Und ich bin wieder allein, allein.

Kleiner…. immer kleiner……

Zu viele Autos sind nicht gut.
Ich kann und will nur eins im Alltag fahren, und das muss möglichst einfach gestrickt und zuverlässig sein. Der XM war -meistens- zuverlässig, aber einfach gestrickt ist er nicht. Seine vielen kleinen Macken sind zwar liebenswert, legen ihn aber gern mal still. Hinzu kommt, dass ja nun das kleine blaue Fördchen in meiner Garage steht. Und Örg hat gestern Abend beim Bier so wirre Geschichten über ein grünes Auto erzählt, dem ich schon sehr lange hinterhergeier. All das hat mich nachdenklich gemacht, aber das ist eine andere Geschichte. Der XM soll weg. Endgültig. Für kleines Geld mit allen seinen ehrlichen kleinen Vollmeisen. Ich hab ihn inseriert, und postwendend meldet sich Herr M. Herr M. will ihn Ende der Woche probefahren. Argh. Jetzt wird es ernst.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Am Ende des Weges

Unwirkliche Schönheit

Unwirkliche Schönheit

Prince und Bowie klampfen gemeinsam mit Cohen, und sie sind in illustrer Gesellschaft. Dieses Jahr war kein gutes Jahr für die Lebenden. Irgendwo drängeln sich inzwischen eine Menge prominenter Gesichter, wo auch immer, Wolke 7 wird es nicht sein. Noch ein „oh nein, der jetzt auch noch!“ brandet durch die sozialen Netze, und noch eins, und dann noch eins. Anders als bei Musikern, Politikern oder sonstwelchen Celebrities bekommt die breite Masse es nicht mit, wenn sich ganz normale Menschen verabschieden. Wenn sie gehen. Und wenn sie dann einfach nicht mehr da sind. Für diejenigen, die ihnen nahe standen, bricht eine kleine Welt zusammen. Manchmal ist es dann gut, nicht ganz allein zu sein. Jemanden da zu haben, der vielleicht nicht immer da war, aber schon lange. Ich tanke meine Karre voll und fahre in einen Wald bei Uelzen.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Warm und trocken

Angekommen unter dem Häuschen

Angekommen unter dem Häuschen

WAWAWAWA BROMMMMM!
„Ha. Geil. Neue Batterie, und der springt auf Schlach an. Warte, die Pritschen, die PRITSCHEN!!!!“
quiiiiiiiieeeetsch
*klack* SCHTROMP. „Die andere muss noch weiter links. LINKS!! Das andere Links!“ Was‘ mit Kaffee? – „Jaaa der kommt, Rille auch, gleich wenn der Ford im Keller steht“.
Das Fördchen ist da. Nach vielen vielen Jahren fährt endlich wieder einmal ein altes Auto über die Platteneinfahrt in die alte Garage unter dem Haus.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Das kleine Fördchen

Der Opa aller Taunen

Der Opa aller Taunen

Ene mene miste es rappelt in der Kiste. RämmBRÄMM!
Was jetzt? Wo kommt dieses blaue Auto plötzlich her?? Gerade waren Örg und ich doch noch mit dem Rover und einem leeren Trailer rauchend und Unsinn quatschend auf dem Rückweg von der Mosel nach Kiel? Ach Leute – hört doch auf. Ihr wisst doch, wie das ist. So eine Leerfahrt mit einem Autotrailer ist total doof, was kann man da alles tolles draufstellen? Genau. Autos zum Beispiel. Und weil ich fast bei jeder meiner alten Karren prophezeie, dass ich sie nie wieder hergeben möchte und das dann DOCH mache – ist es nur konsequent, über einen würdigen Nachfolger für meinen Citroën XM nachzudenken. Das Baguette soll vielleicht weg. Nachdem ich es für immer behalten wollte. Und hey, der Kandidat hier ist erst 50 Jahre alt!

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Abschied vom Design

Raum in der kleinsten Hütte

Raum in der kleinsten Hütte

Abschied von einer Stilikone. Abschied von der ID Super.
Alles voller Abschied heute Morgen, an einem saftig-sonnigen Donnerstag irgendwo an der Mosel. Örg gibt seine Grundausstattungs-DS (die heißt ID) voll restauriert in fremde Hände, und das nach einer zweistelligen Zahl gemeinsamer Jahre. Ist das der Preis des Älterwerdens? Ist das das Los derer, die einfach keinen Platz mehr auf dem Hof haben? Ist das ein Anflug von Vernunft, weil die Erkenntnis kommt, dass man sich einfach nicht um alle seine Autos so kümmern kann, wie sie es verdient hätten? Ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass Moselbewohner gläubig sind. Denn um 6:30 Uhr!!! 🙄 bimmeln uns die Kirchenglocken aus dem Doppelbett. Sie läuten wie zum Jüngsten Gericht und markieren den Anfang eines laaaaangen Tages, der mit einer ID beginnt und mit einem P4 endet. Ob der Range Rover wohl anspringt?

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Hemmungslos ausgeliefert

Barfuuuß durch den Sommeeeer ♫

Barfuuuß durch den Sommeeeer ♫

Männer machen unsinnige Sachen.
Der Örg will seine DS verkaufen, und ein junges Unternehmen an der Mosel will sie haben. Nach ein paar Telefonaten und Bildern waren sich der Alex und der Örg handelseinig. Problem: Der Alex kann die DS nicht aus Kiel holen. Keine Zeit. Ob der Örg sie ihm bei Kostenübernahme bringen könnte? Na klar, sagt der Örg, wenn der Sandmann mitkommt. Alleine ist so ne lange Strecke ja total langweilig. Gesagt, getan. Na ja, fast. Das Zugfahrzeug hat irgendeine Elektronikmacke und springt mit normalen, voll geladenen Batterien nicht an. Der Rost-Rover braucht 14 Volt zum Starten. Oder ’ne LKW Batterie. Von Kiel bis an die Mosel sind es 700 Kilometer, und in der Nacht vor unserem geplanten, frühmorgendlichen Aufbruch schreibt mir der Örg „Alter ich hab kein‘ Bock mehr, die Karre springt mit keiner der Batterien an, wir müssen das abblasen!“ Äh…..
Nee nee 🙂 Tun wir nicht. … ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Biss – nach Berlin

ZACK in den Hals. Vom Chef selbst.

ZACK in den Hals. Vom Chef selbst.

Dit is Baalin, wa? Nee oh nee. Ein schneller schöner Tag, ein dunkler emotionaler Abend, ein pfeifender verregneter Morgen. Selfies mit Lewis Hamilton, Graf von Krolock (das ist Dracula selbst), der schönen Sarah, Bronx und einem Gorilla. Die reiseerprobte Sandmann-Sippe nebst Freund gleitet in dem maladen Baguette über die Transitstrecke nach Berlin. Wir haben ein Date mit Vampiren, einmal auf der Bühne und danach live und ungeschminkt. Mit anderen Haaren. Und ich kenne eine Frau, die eine Eisdiele hat. Eine Eisdiele!!! Ich rede wirr. Das Gift der Untoten kreist noch immer in meinen Adern, ich schreibe schnell weiter, bevor ich mich nicht mehr unter Kontrolle habe.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Zaubergeigers Alltagsauto

Nicht Helmut - aber sein Auto

Nicht Helmut – aber sein Auto

Die eierlegende Wollmilchsau. In Rot. Mit der Optik des abgehobenen Flügeltürers 300 SL und der Technik des bodenständigen Ponton definiert Mercedes-Benz in den 50er Jahren den vielseitigen, anspruchslosen Tourensportwagen. Und der Konzern erschafft mit dem 190 SL einen der begehrtesten Klassiker dieser Zeit. So schön, dass damals auch Helmut Zacharias zugriff. Kennt ihr nicht? Fragt mal eure Eltern 🙂 Der Mann geigte und komponierte sich empathisch in die Herzen aller Hausfrauen. Etwas subtiler als heute David Garrett. Ich verbringe einen ganzen, wundervollen Herbsttag mit dem Auto und seinem heutigen Besitzer und schau mal, ob in dem perfekt restaurierten Wagen aus der Wirtschaftswunderzeit noch ein paar Noten unter dem Teppich zu finden sind.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Erstes Auto… gestern und heute

Freiheit, die ich meine

Freiheit, die ich meine

Mir träumte.
Mir träumte von einem warmen, sandigen Boden. Staubig, mit trockenem Gras bedeckt. Es riecht nach Oleander, Pinienharz und Meer. Zikaden schnarzen in den Bäumen. Ich war wieder an der Côte d’Azur, mit Freunden und Freundinnen und meinem ersten Auto. Ich spiele Gitarre, esse Nudeln, trinke billigen Rotwein und genieße die einfache Freiheit, damals, Anfang der 90er. Reisen. Weit weg von Mama und Papa, auf eigenen Füßen und vor allem auf den eigenen vier Rädern. Was für ein schöner Traum.
Eben gerade war ich auf dem Dachboden und habe das alte Urlaubsalbum rausgekramt. Argh 🙂 Und ich habe die Campingplätze gegoogelt, auf denen wir damals waren. Und – ich habe ein paar Texte über das erste Auto heute gefunden, die mich nachdenklich machen. Ist heute, fast 30 Jahre später, echt alles anders? Helft mir…

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Doppelt hebt besser?

Offene Fenster sind wichtig.

Offene Fenster sind wichtig.

Während andere Verkehrsteilnehmer Tag und Nacht über die Bezahlbarkeit ihrer Leasingraten grübeln, plagt mich ein viel profaneres Problem: Der Fensterheber am XM hebt das Fenster nicht. Er senkt es auch nicht. Kurzum – er funktioniert nicht. Ich höre den Motor summen, aber die Scheibe bleibt, wo sie ist. Besonders jetzt, im Herbst, möchte ich gern buntes Laub in mein Auto hereinwehen lassen und stehe respektvoll vor der Fahrertür. Die XM-Gemeinde erzählt variantenreiche Anekdoten. Vom kleinen Türknopf, den man – einmal abgezogen – nie wieder richtig draufbekommt über abgerissene Bowdenzüge im Heber bis hin zur völligen Unmöglichkeit, das Gestänge bei dem zur Verfügung stehenden Platz überhaupt ohne tödliche Schnittverletzungen herauszubekommen. Ich wage es. Und finde absurde Sachen, mit denen so nicht zu rechnen war.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It

Heimweg inklusive

Rastplätze und Roadmovies

Rastplätze und Roadmovies

Siebenmeilenstiefel sieben Geschichten lang. Finale.
Das Ende einer Reise rührt mich an. Zutiefst. Auch, wenn ich mir seit unserer Abfahrt ein bisschen Zeit für die textliche Aufarbeitung gelassen habe, dieses Gefühl ist trotzdem da. Es beschleicht mich auch an den letzten Tagen eines Urlaubs, am Sonntag Abend (nach einem schönen Wochenende) und zu Beginn eines jeden längeren Rückwegs nach ganz allgemein guten Zeiten. So auch jetzt. Dabei ist jeder Rückweg auch der Weg zu einem neuen Anfang. Doch bevor wir in esoterische Vollkatastrophen abrutschen, fahren wir lieber los. Von der schweizer Grenze links hoch, über Straßburg, da soll es guten Flammkuchen geben, und dann über das Emsland mit einem Atomkraftwerk (nein, mit gleich zwei Atomkraftwerken) nach Hamburg. Herr Bosch, starten Sie den CDI.

… ich will das weiterlesen!

Sag es auch den anderen...
Pin It