Bracks Supreme

Der frisst dich auf, wenn du nicht guckst

Der frisst dich auf, wenn du nicht guckst

Über Köln geht ein Regen nieder, als würde das Jüngste Gericht sich diesen Tag für die letzte Abrechnung ausgesucht haben. Regen? Der kann mich jetzt auch nicht mehr erschüttern. Ich bin mit Thorsten Brack in seinem tiefschwarzen Oldsmobile Cutlass Supreme unterwegs und fühle mich wie im Bauch von Noahs Arche. Das liegt zum einen am kölschen Wetterchen, zum anderen an der schieren Größe des Gefährts. Nur zwei Türen, aber das Ding erweckt den Eindruck, als könne es locker zwei Lebewesen von jeder Art beherbergen und vor dem beharrlich prasselnden Kölnisch Wasser retten. Könnte. Heute aber nicht, heute rettet das Schiff mir nur den grauen Nachmittag. Und das mit Gebrüll.
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Aller guten Dinge

Reisen statt rasen. Jeden einzelnen Tag.

Reisen statt rasen. Jeden einzelnen Tag.

Sich kaputt machen. Ausbrennen. Sich jeden Tag einem ungeheuren Druck aussetzen und gehetzt in voll isolierten, voll finanzierten Multimedia-Karren über permanent verstopfte Autobahnen pendeln. Das pulsierende Magengeschwür ignorieren und dabei dauerhaft verlernen, worauf es im Leben ankommt. Solche Menschen enden blass und ausgezehrt in der Frührente, der Arbeitslosigkeit oder dem Krankenbett. Ich kann spontan mindestens fünf Namen nennen.
Auch ich arbeite extrem viel, stehe unter Druck und muss genau wie alle anderen monatlich Kohle ranschaffen, um das tägliche Leben zu bezahlen. Aber was für viele andere Stress ist, habe ich zur Auszeit gemacht. Auf dem Weg zur Arbeit und zwischen den Terminen fahre ich dieses 46 Jahre alte Auto, in dem man einfach alles langsamer machen muss. Und seit das in meinem Kopf angekommen ist, richte ich mein Leben neu aus.
Dies ist eine Hymne an die Gelassenheit.

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Wir müssen reden…

Da soll ich gleich sitzen.

Da soll ich gleich sitzen.

… und zwar über alte Autos.
Also – über das alte Auto in meinem Leben, das rote Ding, was ich noch immer habe. Den Granada. Ich hab euch nun geschichtlich einigermaßen abgeholt, wie es um ihn bestellt ist. Das vorläufige Finale macht die Livesendung „Mein Nachmittag“ im NDR. Menschen aus der Umgebung sprechen mit Kristina Lüdke und Yared Dibaba über das, was sie so machen. Was sie umtreibt. Ob ich da vielleicht auch sitzen und über die Sendung sprechen will, die am selben Abend zum ersten Mal ausgestrahlt werden soll, fragte man mich. Aik. Urgs. Live? Bewegte Bilder? Ich? Och… na gut, warum eigentlich nicht? Das konnte ja so schlimm nicht sein, und wenn schon im Regionalfernsehen, dann auch gleich richtig.

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Ladies mit Kameras

Film ab!

Film ab!

Es war kalt, es stürmte und es regnete.
Superwetter für den Besuch des Kamerateams vom NDR bei mir und meinem Granada 🙁 Warum überhaupt ich? Jaaaaa… weil ich einer der wenigen bin, die ihr (quasi) erstes Auto tatsächlich aufgehoben haben. Die meisten anderen Protagonisten in dem angestrebten 45minüter haben sich jeweils SO ein Auto wieder gekauft, bei mir ist es GENAU das. Weil ich den eben aus Versehen nicht entsorgt habe, den dicken roten Brummer, der nicht mehr brummt. Wir rückten alle zusammen beim Resthof zwischen Kiel und Rendsburg an, die drei Damen vom NDR im Minivan, ich im Dottore. Ja, da hatte ich ihn noch, so lange ist das schon wieder her. Es geht um Emotionen, um Vergangenheit und um alte Aufkleber. Willkommen im virtuellen Jahr 1995.
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Erstkontakt

Große Dinge werfen ihren Schatten voraus

Große Dinge werfen ihren Schatten voraus

Aufwühlend, wirklich aufwühlend das alles.
Ich spiele heute erneut Zeitmaschine mit euch. Gleich doppelt und dreifach, denn diese Bilder hier sind von 2014. Sie erinnern mich persönlich an 1995. Und sie leiten das ein, was 2017 passieren wird – die Rückkehr meines alten Granadas vor die eigene Haustür. Nach über 20 Jahren in Dunkelheit. Yayyy. Dem Chronisten in mir zucken die Finger, euch endlich die fehlenden Puzzleteile dieser Geschichte auf die Augen zu drücken. Und die (für meine bescheidenen Verhältnisse) überraschenden Klickzahlen allein auf Facebook zeigen mir, dass ihr das auch tatsächlich lesen wollt. Ranzige Geschichten von vergessenen Autos aus vergangenen Zeiten. Also lehnt euch zurück, schenkt euch ein Glas Rotwein ein, zündet euch ein Pfeifchen an und seid heute dabei, wie der alte Wagen nach seiner Einlagerung wieder rausgezogen wird. Ziel: Laufenlassen.

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Legendenbildung

Was man sich so auflädt

Was man sich so auflädt

Wie? Was? Fast SECHS Jahre her?
Ja, und nun grabe ich ihn endlich aus. Endlich! Den Granada. Mein zweites Auto zwischen 1993 und 1995, hier und da mal eingelagert, zwischendurch komplett vergessen und anschließend im NDR Fernsehen zu lokalem Ruhm gekommen. In ein paar Wochen zieht Big Brother ins Sandmann-Haus ein. Es ist soweit. Selbstheilend arbeite ich jetzt in ein paar Episoden die Geschichte seit 2011 meines ganz persönlichen Dinosauriers auf. Seit dem Jahr, in dem ich noch Audi V8 fuhr, in dem das viertelfinnische Sandmädchen sich noch nicht einmal in Planung befand und in dem der Grundstein für das letzte Zwischenlager dieses Autos gelegt wurde. Willkommen in meinem Therapeutenstündchen.

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Die Tore der Hölle

Alles von oben

Alles von oben

Es friert und schneit.
Drinnen, im Taunus, schneit es nicht – aber ich friere annähernd. So ein Köln-V6 muss viel, viel, viel mehr Abwärme für den Wärmetauscher produzieren, irgendwas ist da in 45 Jahren wohl intern zugewachsen. Eigentlich wollte ich deshalb heute nur kurz den Kühler entkalken. Eigentlich. Dieses furchtbare Wort. Am Ende dieser Geschichte sind zwei Tage schrauben im Schnee vergangen. Meine Füße sind blau, meine Zähne sind weiß und meine Unterarme rot und kaputt. Und ich habe schon wieder einen Retter kennengelernt. Alte Autos, ich sag euch, alte Autos…..

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Mercury Monterey – der Underdog

Schiffe unter sich

Schiffe unter sich

Mercury Monterey? Was‘ das?
Irgend so ne lange kantige Karre die keiner kennt, oder? Nein. Die Tochter der Fordfamilie stellte in den späten 60ern ein fettes, aber nicht fett aussehendes Coupé auf die Räder, das es locker mit Dodge Charger, Chevy Camaro und Pontiac Firebird aufnehmen konnte. Die kennt jeder. Den Monterey kennt tatsächlich niemand. Oder doch? Ich bin mal mit Dennis und seinem herrlichen Karre runter ans Wasser gefahren, zu den anderen Schiffen. Um reinzufühlen, ob auf einen waschechten Muskel unbedingt die klassischen Initialien wie das Pony oder das Screaming Chicken tätowiert sein müssen, damit man damit ordentlich draufhauen kann 😉 Kommt ihr mit?

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Väterchen Frost

Das haben wir nicht oft hier oben

Das haben wir nicht oft hier oben

♫ But Baby, it’s coooold outside ♫
Klassisch. Weihnachten ist vorbei, die ganze Republik erstickt im Neuschnee und in Kiel und Hamburg ist – nix. Kein Koks aus den Wolken, keine Bettfedern von Frau Holle, nur eine wirklich frostige Nacht und die anschließenden kleinen und großen Probleme, die ein altes Auto mit sich bringt 🙂 Gestern waren -10° da draußen. Zehn. Minus! Die Hamburger Alster ist zugefroren. Und nicht nur die Alster, mein Auto auch. Sie Sonne scheint. Ich komm nicht rein. Gar nicht. Also besinne ich mich auf den Winter 1991/1992, als ich mit einem ähnlichen Auto vor ähnlichen Problemen stand. Es erfordert Körperwärme, Geduld und ein Lied auf den Lippen.

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Haarige Einstellung

Welcome to the Jungle. So und so.

Welcome to the Jungle. So und so.

Wir alle brauchen ab und an mal ein Ventil.
Mein 1971er Taunus braucht eins zum Benzin reinlassen und eins zum Abgas rauslassen. Und das bitte pro Zylinder, also zusammen 12 Stück. Moderne Kleinwagen haben annähernd so viele Ventile in jedem einzelnen Zylinder, die muss allerdings auch niemand mehr einstellen. Bei so einem alten Köln-V6, der entgegen seiner damaligen Bestimmung auch noch mit bleifreiem Super befüllt wird, verlangt das Ventilspiel ab und an nach einer Kontrolle. Vor allem, wenn der Eisenklotz sich nach 10 Jahren Stillstand im Standgas schüttelt wie ein Schiffsdiesel und gleichzeitig im Alltag rennen soll. Ich… äh… hab das noch nie gemacht, deshalb bekomme ich heute von Timur ein kleines Coaching mit Schraubenschlüssel, Fühlerblattlehre und Bier. Und Haaren, sehr vielen Haaren.

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Das Erdflugzeug von 1936

So sah Fortschritt vor 80 Jahren aus

So sah Fortschritt vor 80 Jahren aus

Zurück in der Zeit. 80 Jahre!
Dresdener wissen: Wenn ich mich selbst und ein Auto verbotenerweise direkt vor der Frauenkirche aufbaut, bleiben mir rund sieben Minuten. Bevor die Polizei kommt. Oder die Bürgerwehr. Oder die Gastronomen. Irgend jemand wird kommen und mich mehr oder weniger aggressiv wieder vertreiben. Ich will diese Kulisse aber im Hintergrund haben. Ich will! will! will! Denn ich bin hier mit Thorsten Wappler und… äh… einem amerikanischen Vorkriegs-Cabrio. Einst gefahren in Montevideo, später versteigert auf dem Hamburger Pferdemarkt und insgesamt so unvernünftig wie Vollgas bei Auquaplaning. Oder wie Aeroplaning ohne Flügel. Mutige Sachsen betreiben die Sportart TERRAPLANING. Okay, wir haben sieben Minuten. Ab….. JETZT. Hot diggity dog!

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Oldenstadt West

Posing wird erlaubt sein.

Posing wird erlaubt sein.

Diese Tage nach Weihnachten.
Okay, das Jahr 2016 ist inzwischen schon komplett Geschichte. Ich klappe die kleine, zerbrechliche Schachtel noch einmal auf und fülle einen der letzten Tage mit einem Brocken Vergangenheit und einem Hauch Abenteuer. Wir drei sind virtuell noch immer in Uelzen, mein kleines großes Töchterchen, der grüne Taunus und ich. Und bevor wir die 2016er Kiste ganz zuklappen, stiefeln wir zwei noch einmal meinen Schulweg zur Grundschule auf dem Kanal entlang, ein Trampelpfad quer durch ein Stückchen Kindheit. Und vielleicht…. umrunden wir mit dem Taunus den Baggersee auf ein paar holperigen Nebenstraßen, ohne dass ich selbst am Steuer sitze 😉 Ein bisschen Unsinn, einige Gedanken und eine Prise Wehmut, kommt ihr mit?

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Zündende Glühweinachten

La Familia

La Familia

Jingle Bells. Gute Laune in den Gesichtern? Ja, nein, ja, nein.
Die ganz links wird immer erwachsener und freut sich. Die daneben hat gerade ihren Ehemann beerdigt. Einen weiter… hm, kein Grund zur Sorge. Und der Typ ganz rechts wäre jetzt fast nicht hier, weil seine neue alte Karre nicht anspringen wollte. Keine Sorgen, Sorgen, keine Sorgen, Sorgen. Von links nach rechts. Verschieden groß, die Sorgen und die Menschen. So kurz vor Weihnachten sind wir alle eine große Familie 🙂 Ich rede wirr? Das mag am Eierpunsch liegen, der liegt intravenös, den habe ich mir heute Abend aber auch wirklich verdient. Wir sind in Uelzen, und ein paar Dinge sind anders als sonst. Aber ich fange meine kleine Weihnachtsgeschichte mal drei Stunden früher an. Auf einer Tanke in Hamburg.

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Voll die Welle machen!

Die Wellenreiter von Kiel

Die Wellenreiter von Kiel

Vibrationen. Reizend, wenn sie an der richtigen Stelle stattfinden.
Dröhnung. Auch fein, gezielt mit gutem Alkohol und netten Freunden.
Aber Vibrationen, starke Vibrationen in Verbindung mit Dröhnen und Röhren, Schütteln und Brummen – das sollte nicht die Sammlung von Nomen sein, die mir durch den Kopf geht, wenn ich mit einem alten Ford Taunus V6 unterwegs bin. Diagnose: Kardanwellenmittellager. Mit dem Wort gewinnt ihr jedes Galgenmännchen Spiel. Neben mir liegen träge ein neues, handtellergroßes Lager von Motomobil und ein neues Haltegummi von *Achtung* Ford!! – und ich bin auf dem Weg zum Örg und zum Timur. Was ich will: Diese akustisch heftig belästigenden Massagesitze endlich abstellen. Was ich jetzt noch nicht weiß: Das Lager der Kardanwelle ist nicht das Hauptproblem. Kommt ihr mit? Am Ende gibt es Weihnachtsmänner bei McDonald’s 😀

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