Schlangengrube!

Das sieht nach einer Lebensaufgabe aus

Das sieht nach einer Lebensaufgabe aus

Ja doch. JA DOCH!! Es stand quasi im Prospekt: „WENN an der Karre mal was in Motornähe kaputt geht – dann viel Spaß, dann kommst du da echt schlecht ran“. Urks. Die Wasserpumpe ist undicht. Glaube ich. Denn gesehen hat sie noch niemand. Es ist 1997 in der Nähe von Paris dermaßen viel komfortverbesserndes Geschläuch um diesen Diesel rumgebaut worden, dass ich nicht mal SEHEN kann wo das Problem liegt. Irgendwo seitlich am Motor. Vielleicht. Oben ist es trocken, unten läuft es raus. Dazwischen ist nur Gummi, Plastik und Stahl zu sehen. Aber auf dieser Seite kann es nur die Wasserpumpe sein. Oder? Oh Mann. Kommen Sie mit auf eine kleine, schmutzige Reise in den Motorraum eines Citroën XM Turbodiesel?

KÜHLWASSERSTAND NIEDRIG! SOFORT ANHALTEN!
Dieses französische Auto spricht über eine deutsche Klartextanzeige mit mir. Das ist toll. Gleichwohl ich nicht jeden Dialog gleichermaßen super finde, dieser hier hat sich schon durch süßlich stinkende Dampfwolken im Stau auf der A7 angekündigt. Das Kühlsystem verliert Wasser, und zwar reichlich! Das ist bei keinem Auto wirklich schön, bei einem XM 2.5 TD ist das aber regelrecht fatal! Die Kühlwasserschläuche und die beiden (zwei!) Kühler mit allen Nebenaggregaten haben die Dimensionen der Kanalisation von Los Angeles, eine Überhitzung bedeutet für das Aggregat den Kopfschuss. Ich kippe schlecht gelaunt die letzten Liter destilliertes Wasser aus dem Kanister im Kofferraum nach und fahre direkt zu Citroën in Hamburg.

Keine Chance. Nicht heute und nicht morgen.

Keine Chance. Nicht heute und nicht morgen.

Man ist dort sehr freundlich und bemüht, schon nach 10 Minuten fährt der Meister mein malades Baguette auf die Bühne und kleckert dabei fein die ganze Werkstatt voll mit grün-blauer Sauce. Dass Kühlwasser austritt ist also schon mal unbestritten. Wo es allerdings herkommt können weder er noch sein freundlicher Assistent mir sagen. Von unten ist nur eindeutig zu sehen, dass es ausläuft. Von oben ist alles trocken. Dazwischen ist nur Gumm…… ach, das wissen Sie ja schon. Tja, schade. Auf Facebook, wo ich leise vor mich hin jammere empfiehlt man mir einen 1000 Liter Kanister auf dem Dach mit einem Schlauch runter zum Kühler. Oder ich solle mir meinen alten Audi zurückholen. Sehr hilfreiche Vorschläge. Nein und nein. Wenn nach immerhin 360.000 Kilometern nun doch mal was kaputt geht dann hat dieses Auto es auch verdient, dass das wieder repariert wird.
Der zu Rate gezogene Meister beim Reifenfuzzi eine Ecke weiter sagt nur: „Kühlwasserpumpe. Die sitzt da auf der Seite. Die issas„. Ah. Einen Schritt weiter. Bis nach Hause vor die Tür schaffe ich es so gerade eben, dampfend, stinkend und alle rumschreienden Warnlampen ignorierend. Lustig, was alles so aufleuchten und rumtexten kann wenn es für den Motor wirklich ernsthaft gefährlich wird. Ich setze mich an den Rechner und gucke, was es an Teilen bei „meinem“ Teileportal Motointegrator.de gibt und bestelle gleich mal alles was ich schon lange heile machen wollte. Aus Versehen auch noch Bremsscheiben, Klötze, einen neuen Wärmetauscher, ’ne neue Lichtmaschine und und und…… äh aber das sind andere Geschichten. Wie Weihnachten, keine halben Sachen hier. Eine Wasserpumpe hatte ich mir schon vor zwei Wochen bei Christian Osthues von Citropart.de bestellt.
Zwei Tage später ist alles da. Und dann wollen wir mal.

Na dann wollen wir mal.

Na dann wollen wir mal.

Defekte Teile an einer 20 Jahre alten Oberklasselimousine zu erneuern, die noch niemand anderes gefühlt jemals erneuert hat ist ein bisschen so wie mit einem Taschenmesser in den Dschungel zu gehen. Man hofft auf keine versteckten Fallen, braucht viel Zeit, muss sich mühsam durchschlagen und ist froh, noch ein zweites funktionierendes Gefährt zu besitzen. Niemand, wirklich NIEMAND im Netz kann mir beschreiben, wie er die Wasserpumpe bei einem 2.5 Liter Turbodiesel Motor getauscht hat oder wie er zumindest drankegommen ist.. Niemand. Alle verweisen auf die toll bebilderte Anleitung in den legendären CitDoks, aber die sind irgendwann mal bei einem Servercrash aufgeraucht und existieren nicht mehr. Also schnappe ich mit die einzige existierende gedruckte Anleitung, das englische Haynes Manual, und lese mich mit noch sauberen Händen durch die vielen Kapitel. Ein wenig die britischen Fachbegriffe lernen kann ja nicht schaden. Dabei einen Zigarillo rauchen. Klingt eigentlich ganz einfach, den Ausbau der Wasserpumpe beschreiben nur drei kleine Absätze.
Allerdings steht da noch sowas wie „Batterie und Trägerkasten ausbauen wie in Kapitel 2.1 beschrieben“ oder „Luftansaugbrücke und Filterkasten ausbauen wie in Kapitel 3.6 beschrieben“ und nicht zuletzt „Hydraulikdruck ablassen wie in Kapitel 1.2 beschrieben und dann Vorratsbehälter der Hydraulikflüssigkeit ausbauen wie in Kapitel 5.7 beschrieben„. Argh. Ich muss den halben Wagen zerlegen, um überhaupt an die Wasserpumpe ranzukommen. Na super. Mein Dschungel ist die Straße in Altona Nord, mein Taschenmesser ist mein Werkzeugkasten. Ich lasse mal den Druck aus dem System zischeln und lege mir den Wagen zu Füßen.

Alles vorbereitet. Es kann losgehen.

Alles vorbereitet. Es kann losgehen.

Laut Haynes soll ich, nachdem ich mit laufendem Motor den Wagen in die Kauerposition gebracht habe, den Motor wieder ausmachen. Dann nicht mehr lenken und am Hauptventil die Schraube öffnen, die den letzten Hydraulikdruck ins Reservoir zurückgluggern lässt. You shoul hear a shroggeling sound schlürf glugger oder sowas steht da, ich möchte inzwischen nicht mehr ständig hin- und herblättern, zumal das teure Buch allmählich die Farbe meiner Finger annimmt. Das Ventil sitzt vorn unter dem Motor. An die Schraube kommt man aber, wenn der Wagen auf den Boden abgesenkt wurde, nicht mehr ran. Kein Platz. Ist mir jetzt egal, ich schau zunächst was ich noch alles beiseiteschrauben muss, um die Wasserpumpe zu erreichen. Am Ende des Tages ist alles nur einfache Mechanik und kein Hexenwerk. Die Vögel zwitschern, es ist angenehm warm, im Autoradio läuft gute Musik – was kann schon passieren?
Äh… Batterie ausbauen. Mist, keine Musik mehr ♫ Also raus damit. Dann werden vom Trägerkasten der Batterie der Dieselfilter und ein Sicherungskasten abgeschraubt und beiseite gelegt, der ganze Kasten muss raus. Aber wo sind die Schrauben dafür? Nach über einer Viertelstunde ertaste ich unterhalb des Kunststoffkastens zwei dicke Bolzen, die ich da weghexen soll. Alles, um an die Wasserpumpe ranzukommen 🙁 Wo ich schonmal dabei bin, nehme ich den Luftfilter samt Kasten raus und ziehe alle Schläuche und Rohre ab, soweit ich bis an den Motor rankomme. Oder ich knicke sie zärtlich aus dem Arbeitsbereich. Luftmassenmesser, Hauptdruckschlauch zum MAP Sensor, seitliche Kühlwasserschläuche mit Thermometer. Nach einer Stunde sehe ich aus wie ein Schwein und kann die Wasserpumpe noch immer nicht sehen, um mich rum ist alles offen und schlauchig und genaugenommen weiß ich ja noch nicht mal, ob ich überhaupt auf dem richtigen Weg bin 🙄

Gewinne Gewinne Gewinne

Gewinne Gewinne Gewinne

Notiz an mich selbst: mein nächstes Auto hat wieder einen längs eingebauten Motor!
Diese kompakte Bauweise trotz Oberklasse hat definitiv ihre Nachteile. Als die Sonne sich langsam schon über Hamburg senkt liegen ein paar wenige geordnete Ersatzteile auf dem Fußweg, und unter der Motorhaube ist eine Menge Kram offen und wuselig gebündelt. Ich habe den Zentralhydraulikfilter mit all seinen Schläuchen tatsächlich rausgezogen und in die leere, aufgeschnittene Wasserflasche gesteckt. Drucklos machen war nicht nötig, da war sowieso kein Druck mehr drauf. Den großen Vorratskasten für das LHM (das ist die Sauce, die der Wagen durch seine Adern ins Fahrwerk drückt und sich damit hebt und senkt) habe ich vorsichtig aus seinem schlecht zugänglichen Eckchen befreit, der war komplett im Weg. Ich kann die Wasserpumpe sehen! Sie ist seitlich am Motor angeschraubt und wird von einem Riemen angetrieben. Davor ist aber noch ein großer Plastikdeckel mit vielen Schläuchen und Anschlüssen, die alle irgendwas mit dem Turbolader und dem Intercooler zu tun haben. Er wackelt und bewegt sich, ich kann aber wieder mal nicht erkennen, wo er noch festgeschraubt ist. Will ich diesem Problem heute noch auf den Grund gehen? Hm… kurz überlegen – nein.

Grüne Sauce, frisch angerichtet.

Grüne Sauce, frisch angerichtet.

Ich möchte das mal als Hauptproblem der Schraubereien bei dieser Bauweise bezeichnen. Wenn man weiß, wo alle Schrauben sind ist das Abbauen der Anbauteile überhaupt kein Ding. Da ich es aber NICHT weiß, im Netz auch niemand darüber referiert und das Haynes Manual alle Arbeitsschritte „zur besseren Sichtbarkeit am ausgebauten Motor“ vornimmt bringt mir der halbe Text bei eingebautem Motor nichts. Irgendwie komme ich einigermaßen an alles ran, ohne mir die sprichwörtlichen doppelt gebrochenen Handgelenke zu verbiegen – aber dieser Deckel lässt sich noch immer nicht abnehmen. Und die Schläuche vom Turbo bekomme ich auch nicht ab, die sind irgendwo zwischen Motor und Spritzwand verschraubt, da wo erst wieder Sonne hinkommen wird, wenn der Wagen in die Presse wandert. Ich habe Hunger und Durst, es dämmert und ich werde meine Hände in den nächsten zwei Wochen nicht mehr sauber bekommen. Wissen Sie was? Für heute reicht mir das erstmal. Nein, ich habe keine schlechte Laune 🙂 Ich bin nur müde…

Nicht viel geschafft. Aber immerhin.

Nicht viel geschafft. Aber immerhin.

Immerhin habe ich in den Tiefen des Motorraums, jetzt, wo ich an einiges rankomme (was nie zuvor ein menschliches Auge gesehen hat) ein paar Stecker und Kontakte gefunden, denen es gut tun wird, mal wieder ein wenig überarbeitet zu werden. Und ich fand: keinen Rost. Das erfreut. Die Einzelteile und die Batterie packe ich alle in den Kofferraum, achte darauf, dass das LHM nicht rauskleckert und mache für heute Feierabend. Drei Stunden vorgebeugt im Motorraum rumschlachten soll genügen. Er liegt irgendwie platt da, der XM. Übermorgen ist auch noch ein Tag, und bis dahin bin ich vielleicht ein bisschen schlauer, was die Funktion und die Bauweise der einzelnen demontierten oder auch noch nicht demontierten Bauteile betrifft. Bin ich genervt? Nein 🙂 Das macht ja irgendwie auch Spaß. Habe ich die Schnauze voll von überflüssigen Komforteinrichtungen und Schlauchgewirr? Ein bisschen. Aber es fordert mich auch heraus. Die WaPu hat mit dem Riemen keine 80 Euro gekostet, und schrauben macht mir Spaß. Jetzt will ich es auch wissen!
Und weil ich die Dame bei Motointegrator.de schon mit dermaßen vielen Anfragen belatscht habe gibt’s jetzt für euch hier noch ein kleines Goodie: Bis zum 30.09.2016 bekommt ihr auf alle KFZ Ersatzteile, Werkzeug, Motorradteile und Kleidung 5% Rabatt, wenn ihr den Rabattcode SANDMANN eingebt 🙂 Gut? Dann legt mal los, klickt auf den Link und schaut, ob ihr für euch da Teile findet. Vielleicht steckt ihr demnächst auch knietief in eurem Auto? Erzählt doch mal…..

Sandmann
Fortsetzung folgt

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

21 Responses to Schlangengrube!

  1. Pingback: Am 16. Juni 2016 gefunden … | wABss

  2. Sammy says:

    oh mein Gott, ich bezweifel, dass ich darauf Bock hätte, bin gespannt, wie es weitergeht und ob du alles wieder zusammen bekommst 😉
    ich drück dir die Daumen…

    • Sandmann says:

      Danke Sammy.
      Wenn man die Teile erstmal raus hat und sieht, wo die neuralgischen Punkte sitzen ist alles ganz logisch. Und auch versteckte Schläuche sind erreichbar.
      Nächstes Mal arbeite ich im Trockenen und mit einer starken Taschenlampe. Aktuell stehe ich im Regen, es ist duster und ich funzel mit der iPhone Lampe rum. Ich glaube ich mach mal Pause….. Scheißwetter…..

      Sandmann

  3. Snoopy says:

    Ich hoffe du hast viele Bilder. Am Wochenende habe ich ein paar Arbeiten am Oldie geplant. Da bin ich auch gespannt…

    • Sandmann says:

      Ay Snoopy,

      ich habe Bilder gemacht, die für jemanden, der genau diese Arbeiten auch durchführen will Gold wert sind.
      In diesem Moment habe ich das vermaledeite Plastikteil vom Turbolader rausbekommen. Eine, EINE Schraube war unter Schlauchschellen versteckt.
      Jetzt haben wir Starkregen, ich mach mal Pause. Es geht weiter 🙁

      Was hast du am Wochenende denn an deinem Oldie geplant?
      Sandmann

  4. Tag der Herr,

    Straßenrandreparaturen haben so ihren ganz eigenen Reiz, wenn ich da an den Tausch des LiMa-Reglers denke. Da ich nur abends dran arbeiten konnte, kam die Dunkelheit erschwerend hinzu. Gelernt habe ich davon: Hella ist Müll.

    Irgendwie fehlt mir die Schrauberei am Wagen, weil ich nur noch einen Firmenwagen habe. Vielleicht suche ich mir auch ne alte Citrone zum Hände beschmutzen. 😉

    Grüße

    • Sandmann says:

      Ay Peter,

      eine alte Zitrone hält deine Schrauberlust auf jeden Fall am Brennen 🙂
      Hella ist Müll? Ich habe mal gelernt: BERU ist Müll. Mit Hella habe ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.

      Straßenrandreparaturen haben allerdings KEINEN Reiz, wenn Starkregen gefühlt das halbe Werkzeug wegspült. Hab gerade eine kleine Zwangspause eingelegt. Gleich gehts weiter. YAY!

      Sandmann

  5. Jo says:

    Prima Arbeit so weit. Bin gespannt, ob und wie das weitergeht und ob der Arbeit Erfolg beschienen sein wird. Hast du dir schon überlegt, wo und wie du das Wasser (pah, sowas gehört doch nicht in einen Motor!) auffängst?
    Das mit dem Abschrauben von zig Teilen bis man das eigentlich zu reparierende Trumm sieht kenne ich auch von einem meiner Fahrzeuge …

    Dein Luftfilter hats übrigens auch dringendst(!) nötig ausgetauscht zu werden!

    • Sandmann says:

      Ay Jo,

      ich schrieb grad weiter unten – im Kühlkreislauf drehte sich nur noch Aqua Dest unterhalb der Wasserpumpe. Es ist tatsächlich kein einziger Tropfen rausgelaufen.
      Ich werde auch wieder erst einmal nur klares Wasser auffüllen, bis ich sicher gehen kann, dass alles dicht ist. Dann alles wieder raus, dann tausche ich noch den Heizungskühler und dann gibt es wieder frische grüne Brühe drauf.

      Teilerfolg jetzt: Plastik ist ab, Pumpe ist raus. Dafür ballert aber ein verheerendes Gewitter über Hamburg. Aber irgendwas ist ja immer 😉

      Sandmann

  6. Markus says:

    Wozu gibt es Zitronenwerkstaetten?Ist Frickeln auf der Gasse erlaubt?Wo wird der oesterreichische Wein entsorgt?

    • Sandmann says:

      Bester Markus,

      klar kann man sein Auto, was 900€ gekostet hat in die Werkstatt bringen und für nochmal 900€ die Wasserpumpe wechseln lassen, weil die Mechniker da auch nur Menschen sind und einen guten Stundenlohn bekommen. Wenn ich so drauf wäre würde ich einen Golf 6 Fahren. Bin ich aber nicht 🙂 Schon gemerkt?
      Frickeln auf der Straße ist erlaubt. Na klar, warum nicht? Ich mache ja keinen Ölwechsel, und das LHM bleibt ebenfalls in seinem geschlossenen Kreislauf. Aber von welchem Wein reden wir…?

      Sandmann

      • Sandmann says:

        Ach so, du meinst das Frostschutzmittel? 🙂
        Das ist schon bei Citroen entsorgt worden, im Motor kreisten nun nur noch 4 Liter destilliertes Wasser auf einem Niveau unterhalb der Wasserpumpe. Es ist nichts rausgelaufen. Ich bin stolz.

        • El Gigante says:

          Hä??? Wieso befüllst Du das Kühlsystem mit destiliertem Wasser? Das ist im wahrsten Sinne vollkommen „überflüssig“, denn stinknormales Leitungswasser wäre die richtige Antwort auf die nichtgestellte Frage gewesen!

          El

          • Sandmann says:

            Ay El,

            meiner physikalischen Erfahrung nach hat Leitungswasser eine Menge Mineralien intus, die sich gern bei Erhitzung absetzen. Prinzip Wasserkocher. Und das Kühlsystem wird eher selten entkalkt.
            Diese Problematik stellt sich bei destilliertem Wasser nicht, das ist entmineralisiert und greift das Kühlsystem weder an noch lagert sich Kalk ab. Und die 2,49 für den 5-Liter Kanister habe ich gerade noch übrig 🙂

            Oder mache ich einen Denkfehler?
            Sandmann

            • El Gigante says:

              Moinsen,

              habt Ihr so kalkhaltiges Wasser in Kiel? Ich fülle immer sauberes Leitungswasser ein und habe noch nie mit Verunreinigungen zu kämpfen gehabt.

              Ich entsinne mich, dass wir in meiner Jugend mit dem K 70 in den Dolomiten Streß hatten, weil der einen Flachlandtiroler-Thermostat hatte und das heisse Kühlwasser in schwindelerregenden Höhen nicht halten konnte (Wasser kocht in großer Höhe früher… ts… erklär‘ ich das grad ’nem Physiklehrer?). Jedenfall strömte die Familie mit Plastiktüten aus und fand kühlendes Naß in einem klaren Bergbach… das Wasser hätte man ohne Bedenken auch direkt trinken können, ergo konnte es nicht schlecht für den Autowagen sein. Die Idee funktionierte jedenfalls perfekt.

              Später erklärte uns ein VW-Kundendienstler, dass VW für unterschiedliche Einsatzorte eben entsprechende Thermostate verbaute. Vorher hatten wir uns schon über seine Frage auf Tiroler Dialekt amüsiert: „Hom ’sen gschunden?“… 😉

              El

  7. Markus says:

    Ist der Pumpe jetzt endlich drin?

  8. Daemonarch says:

    Ich hab am Passi auch nen Kühlwasserverlust, den ich erst auf eine krepierende Kopfdichtung geschoben habe, jetzt wird der aber langsam stärker, und es bilden sich dezente Pfützen unter dem Auto. Es ist auch etwas rötliche Brühe HINTEN am Motor zu erahnen.

    Wenn mich mal Langeweile quälen sollte, muss ich mal die Motorwanne wegschrauben, und hoffen es offenbart sich eine leicht behebbare Schadensstelle.

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