Taunus, Granada, Escort? Die Profis!

Scheibe raus und losballern

Scheibe raus und losballern

Hier stimmt doch was nicht – ihr seid nicht von der Polizei…?“ „Nein, wir sind schlimmer. Viel schlimmer…“ Dieser kurze Dialog beschreibt ziemlich exakt, was den Zuschauer in den 57 Episoden mit dem Originaltitel „The Professionals“ von 1977-1983 erwartet. Gar nicht zeittypisch wurde hier einfache, klare Härte mit unerwarteter Action kombiniert und ein heute noch brutal unterhaltsamer Klassiker geschaffen. Escort, Capri und Granada – sie hatten sie alle: die leidensfähigen Ford-Einsatzfahrzeuge des Fernseh-CI5 in der britischen Actionserie der 70er Jahre. Ich hab mir drei DVD Sets gekauft, durchgeguckt und von Universal Pictures abgenickt die geilsten Screenshots zusammengetragen.

Autor Brian Clemens hatte einen guten Lauf. Gerade erst „Mit Schirm, Charme und Melone“ einen vollen Erfolg gelandet, sollte er noch einen draufsetzen. Der britische Fernsehsender London Weekend Television gab ihm den Auftrag, eine weitere neue Serie im Stil der erfolgreichen Füchse zu schaffen. Ergebnis: „Die Profis„.

Die Jungs machen ihre eigenen Gesetze

Die Jungs machen ihre eigenen Gesetze

Major George Cowley (Gordon Jackson) ist der Kopf des Trios bei der nur dem Premierminister unterstellten Spezialeinheit CI5, die gegen alle Terroristen, Spione und Verräter kämpft, die den Sicherheitskräften bisher entwischen konnten. Und das mit Methoden, welche die träge britische Polizei aus guten Gründen nicht anwenden darf.

auch privat hatten die beiden Anfangs Spaß

auch privat hatten die beiden Anfangs Spaß

Der zynische Bodie (Lewis Collins) und der sensible Doyle (Martin Shaw) erledigen die von Cowley erteilten Aufträge als Agent 3.7 und Agent 4.5. Und wer effektiv gegen das Böse kämpft darf alles und untersteht keiner Kontrolle. Grundregeln, wie man mit Gefangenen oder Verdächtigen umzugehen hatte, gelten nicht für die CI5. Besonders wichtig im Kampf gegen den Terrorismus und skrupellose Verbrecher ist vor allem die Fähigkeit, im Londoner Straßenverkehr ein heckgetriebenes Fahrzeug mit der Handbremse zur abrupten Kehrtwende bewegen zu können. Und hier beginnt das Fest für jeden Klassiker-Freak, besonders für mich als alten Ford Freund 🙂 Die dominierenden Autoszenen als tragender Bestandteil der Serie sind nicht nur Zeitgeschichte, sondern an Action auch heute noch sehenswert.

Rock hard, schalten will gelernt sein

Rock hard, schalten will gelernt sein

Ford Escort Mk II RS2000

In den allerersten Folgen waren die beiden Agenten eigentlich mit dem einen oder anderen Triumph oder Rover recht träge unterwegs. Nach Meinung der Produzenten passten die biederen Britenautos aber nicht zum Image der schnellen Eingreiftruppe, also wurde der Fuhrpark auf die damals zumindest optisch sehr kraftvollen Modelle von Ford umgestellt. Doyles flippiger kleiner Escort RS2000 von 1977 ist das kleine, kompakte Anfangsmodell aus der Palette der Profis.

Vollgas auf der Jagd nach dem Gesindel

Vollgas auf der Jagd nach dem Gesindel

Der Escort war damals die Speerspitze der Agilität

Der Escort war damals die Speerspitze der Agilität

Die Rechnung der Ford Werke war damals einfach, aber effektiv: Kriegsbemalung mit schwarzen Streifen, Sportlenkrad und Tieferlegung genügten für ein sportliches Image. Der 2-Liter-Grauguss-Vierzylinder mit zahnriemengetriebener Nockenwelle war eigentlich alles andere als sportlich. Aber als kerngesund konstruierter „Bauernmotor“ hatte er fast grenzenloses Tuningpotenzial und zog schon damals eine kreative Fangemeinde an, die dem weißen Flitzer Flügel verleihte. Die Kombination aus kleinem Auto und großem Motor mit Heckantrieb sorgte augenscheinlich auch bei den Protagonisten der Serie für puren Fahrspaß, regelmäßig auch gern mal quer zur Straße.

An allen vorbei, hauptsache gut aussehen

An allen vorbei, hauptsache gut aussehen

Das wird in den Folgen der ersten beiden Staffeln bis zur Perfektion getrieben und flößt noch heute Respekt vor den beiden Hauptdarstellern ein – sie machten fast alle Stunts selbst und ritten die Autos bis an die Grenze des Machbaren. Special Effects? Ich bitte Sie, wir schreiben das Jahr 1978. Da kommt der Qualm noch echt von den Reifen. Und wie das Schicksal so spielt verdankt das automobile Upgrade Väterchen Zufall sein Coming-Out: Während der Dreharbeiten 1980 wurde der RS2000 vor irgendwelchen autgeilen Idioten vom Set gestohlen (und bis heute nicht gefunden). Die Produzenten überbrückten das Dilemma kurzerhand mit den kräftigeren Capris, die von da an regelmäßig als Dienstfahrzeuge zum Einsatz kamen.

Haben Sie hier einen Dieb gesehen?

Haben Sie hier einen Dieb gesehen?

Ford Escort RS2000
Baujahr: 1975-1980
Preis bei Einführung: 13.800,- DM
Leistung: 110 PS bei 5.500/min
Drehmoment: 164 Nm bei 3.750/min
Antriebsart: Hinterrad
Beschleunigung (0-100 km/h): 8,9 s
Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h

Ford Capri Mk II 3.0 S und Mk III 3.0 S

Insgesamt acht verschiedene Modelle des Ford Capri II und III aus den Baujahren 1977 bis 1981 kamen in den fünf Staffeln zum Einsatz und wurden wie ihre etwas kleineren Vorgänger von Doyle und Bodie nicht geschont. Der 3.0 S war mit einem speziellen Rallye-Sport-Tuning-Kit ausgestattet, Ford machte seit 1977 bescheiden nur hin und wieder damit Werbung. Der legendäre 3,0-Liter-Essex-V6 speziell für die Insel drückte bei 138 PS immerhin 253 Newtonmeter auf die gequälte Hinterachse und ließ die etwas freizügigen Agenten spektakulär durch britische Kieseinfahrten oder über brach liegende Fabrikgelände driften, lange bevor „The Fast and The Furious“ diese Fahrweise perfektionierte. Ich erinnere mich noch gut an meine Faszination beim Anblick der beiden Auspuffrohre, wenn ich damals als Kind einen Capri sah. Eins links, eins rechts. Ich glaubte, dass hier ein sagenhaft großer Motor drin sein musste, und für damalige Verhältnisse war das auch so.

Frag nicht und tritt drauf

Frag nicht und tritt drauf

Lass den Kies brennen Baby

Lass den Kies brennen Baby

Mit schmissigen, ironischen Dialogen auf karierten Sportsitzen juxten sich die beiden Agenten in die Herzen der Zuschauer und schossen auch gern einmal mit schwerem Geschütz durch die zuvor zu Bruch gegangene Winschutzscheibe. Verfolgungsjagden über die immer verregneten britischen Feldwege oder mitten durch das wühlige London ließen sich mit keinen anderen Autos besser in Szene setzen als mit den Capris. Die lange Motorhaube und das kurze Heck verliehen dem Sportler das kernige Aussehen eines deutschen Mustang und machte den Wagen wie geschaffen für die gnadenlose Spezialeinheit. Eigentlich vergeht keine einzige Szene, in der nicht Matsch fliegt oder Gummi vaporisiert wird, der Zuschauer kommt niemals zum Durchatmen. Geil.

Auch die Bösen fahren Capri

Auch die Bösen fahren Capri

... und weiter geht es auf der Felge

… und weiter geht es auf der Felge

Während ich mich am Rechner Folge für Folge auf die Fälle der Briten, die Verfolgungsjagten mit diesen aus heutiger Sicht einfach nur sagenhaften Autos und die supercoolen Dialoge einlasse frage ich mich immer wieder, wie diese Serie damals an mir komplett vorbei rasen konnte. Klar – ich kannte „Die Profis“. Aber ich glaube ich habe sie nie gesehen. Durfte ich nicht? Ich muss Mama mal fragen. Stattdessen habe ich mir so einen Quatsch wie „Polizeiarzt Simon Lark“ oder „Eine amerikanische Familie“ angetan, okay, was man halt so als 10jähriger macht und vor allem machen darf. Ich glaube, Doyle und Bodie hätten mich damals aus den Pantoffeln gehauen. Umso offener steht mein Mund fast 35 Jahre später. Die Jungs machen immer noch Laune, der Serie haftet nicht diese Unbeholfenheit der 70er an und *hach* diese Autos…..

da wurde es schon moderner...

da wurde es schon moderner…

brüll und weg mit Doppelauspuff

brüll und weg mit Doppelauspuff

Ford Capri Mk II und Mk III 3,0 S
Baujahr: 1974-1986
Preis bei Einführung: 15.950,- DM
Leistung: 138 PS bei 5.000/min
Drehmoment: 253 Nm bei 3.000/min
Antriebsart: Hinterrad
Beschleunigung (0-100 km/h): 8,9 s
Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h

Ford Granada Mk II 2.0 L und 2.8 Ghia

Ich bin ja ein großer Freund der Kölner Oberklasse und nenne noch immer ein 1975er Coupé mein Eigen…. Das Modell danach war eigentlich nie so meins, ich fand den Granada Mk II damals zu kantig, zu klar und nicht wirklich attraktiv. Das war so in den 90ern…. Cowley, der etwas zurückhaltende Kopf und Auftraggeber von Doyle und Bodie, ließ es eben genau so ein wenig gediegener, aber sicherlich nicht unspektakulärer angehen. In insgesamt vier verschiedenen Versionen des heute gesuchten und begehrten Kanten-Königs Granada der zweiten Generation befördert er entweder sein Team zum Einsatzort oder transportiert verhaftete Schurken ab. Wenn sie denn noch leben.

Der Chef in Eile

Der Chef in Eile

Hauptsache V6 und Heckantrieb

Hauptsache V6 und Heckantrieb

Allgegenwärtig ist das plüschige Wohnzimmerambiente der Ghia-Ausstattung und das schrankwandgleiche Armaturenbrett, das seinem Namen alle Ehre macht. Das, was ich damals als unattraktiv empfunden habe wirkt heute so unfassbar sexy dass ich mich wieder und wieder ohrfeigen könnte, weil ich mir nicht 5 Stück dieser Raumgleiter weggestellt habe, als sie noch rostfrei und voll ausgestattet für 500 Mark zu haben waren.

Alles was heilig ist

Alles was heilig ist

und manchmal muss es auch zu Fuß weiter gehen

und manchmal muss es auch zu Fuß weiter gehen

Die unzerstörbare Maschine des Granada Mark II ist eine deutsche Entwicklung und galt als Konkurrenz zu BMW und Mercedes. In der Serie kommen ein 2,0-V6 sowie ein 2,8i Executive zum Einsatz und sorgen für starken, klangvollen Vortrieb – natürlich wieder über die Hinterachse. Ich bekomme Sehnsucht nach meinem Coupé. Verdammt. In vielen wundervoll zeitgenössischen Straßenszenen taucht der quirlige Boss immer wieder am Rand des Geschehens mit seinem Auto auf, koordiniert Einsätze über sein analoges Autotelefon oder kommt wieder einmal in allerletzter Minute, um Bodie und Doyle den sprichwörtlichen Arsch zu retten…

Vollgas für die Kollegen

Vollgas für die Kollegen

Ford Granada Mk II
Modell Ford Granada 2.0 – Ford Granada 2.8i
Neupreis Mai 1978 (Mark): ab 20.450,- – ab 27.750,-
Leistung: 90 PS bei 5.100/min – 160 PS bei 5.700/min
Drehmoment: 144 Nm bei 3.000 – 221 Nm bei 4.300/min
Antriebsart: Hinterrad
Beschleunigung (0-100 km/h): 16,5 – 10 s

Alle Screenshots fertig, alle relevanten Daten über diese wundervollen Autos aus dem Netz recherchiert. Ich habe die ersten drei Staffeln durchgeguckt und nach vier Tagen ein wenig eckige Augen, aber ich bin fasziniert. Während der letzte Abspann läuft sinniere ich noch ein bisschen über das, was ich da gerade gesehen habe. Gordon Jackson, der durchgetaktete Chef der Ford-verheizenden Haudegen, ist schon seit über 20 Jahren tot. Letztes Jahr starb auch Lewis Collins. An Krebs. Also ist nur noch Martin Shaw übrig, und vielleicht die Erinnerung an ein paar wirklich coole Autos mit Heckantrieb… Wenn Sie mal wieder nach einer Serie suchen, die irgendwie anders ist und nicht ganz so bescheuert wie das, was heute im sogenannten Free-TV läuft… dann mal los 😉

Sandmann

Den TRÄUME WAGEN Artikel gibt es HIER *klick*
Bilder: mit freundlicher Genehmigung von Universal Pictures
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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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46 Responses to Taunus, Granada, Escort? Die Profis!

  1. Snoopy sagt:

    Ich habe die Serie damals gesehen und fand sie cool 🙂
    Hätte dann gerne einen Capri gehabt…

    • Sandmann sagt:

      Ay Snoopy,

      wollten nicht alle Jungs, wenn es um Ford ging, einen Capri? Ich erinnere mich, dass ich vom MK III die schmale Kühlerfront mit den kleinen runden Doppelscheinwerfern extrem sexy fand. Das war, bevor ich mein Herz an die verführerischen Kurven und Kanten der 70er hing 😉

      Na denn. Dieses Wochenende bin ich Strohwitwer mit Tochter 3 und ab heute Mittag auch mit Tochter 2. Mal gucken, wie wir Kiel rocken werden 😀

      Sandmann

  2. LarsDithmarschen sagt:

    Hey Sandmann,

    ich habe mit Papa gerade mal über Ford geredet. „Viel besser als VW und Opel zu der Zeit“, meinte er.

    Papas Nachbar, als Papa noch nicht hier wohnte und noch Käfer fuhr, fuhr einen Capri. Mit einem Vinyldach in gelb. Papa ist keiner, der neidisch ist – und als Lehrling hätte er sich auch niemals einen Capri leisten können, aber der gefiehl ihm schon. Das war übrigens ein MKI-Capri. Und auch einen Granada MKI Turnier fuhr bei uns in der Familie. Der hatte damals so viel Platz wie – ach, das weißt du ja sicherlich selbst. Papa ist lustigerweise noch nie Ford gefahren – einmal hat er sich nach einem Focus Turnier umgeschaut. Er wollte mal etwas anderes fahren, als VW. Dann wurde es ein Golf Kombi.

    Unsere Nachbarin hatte auch zwei Ford – zwei Escorts. Der eine war ein Ghia, von dem sie heute noch stolz redet. Als sie den damals auf den Schrottplatz brachte, meinte sie, hat sie geweint. Meine Mutter ist noch keinen Ford gefahren. Nur Opel, VW und einmal W116, der unseren Nachbarn gehörte (die hatten auch mal einen Asia Rocsta – kennst du den?). Und ab und zu fährt sie auch mal Volvo.

    Ich finde Ford auch nicht schlecht – die aktuellen Fiesta und Mondeo finde ich wirklich schick! Und den Sierra finde ich immer noch toll, wie ich ja schon mal gesagt habe. Ein Winterauto-Ka, wie Papa das erst andachte, ist ja zum Glück nicht hergekommen. Scorpio gefällt mir aber auch.

    Das gibt so viele schöne Autos von so vielen Marken… 😉

    Schöne Grüße
    Lars

    • Sandmann sagt:

      Ay Lars,

      das ich schon lustig, wer alles damals welche Marken gefahren ist. Da konntest du noch die klassischen Klischees bedienen. Heute kann sich ja jeder jedes Auto leisten oder leasen, wenn er das will….
      Ford ist komplett aus meinem Focus 😉 verschwunden, bauen die noch Autos? Und den Opel Adam finde ich irgendwie ganz cool…

      Ich bin ja noch immer auf einen Phaeton scharf…. eines Tages……

      Sandmann

      • stefanh sagt:

        Ford? Das ging in meinem Umfeld damals überhaupt nicht! Die Autos stanken förmlich nach Beamtentum und Biederkeit. Ich erinnere mich sehr gut über die abschätzigen Bemerkungen, die von Eltern und Paten über jene Marke – gleich wie über Opel – geäussert wurden.
        Später haftete Ford, speziell dem Granada, das „Türkspeed“ bzw. „Anatolien-Express“ Image an – auch nicht grad begehrenswert.
        Heute, da ich selber Granada Mk2 fahre, hat sich alles relativiert und ich spüre, dass wir ziemlich falsch lagen. Der Wagen hat vielleicht nicht die Solidität und das Charisma eines MB W123, verkörpert aber die automobile Vernunft und bietet kaum vergleichbares Platzangebot. Die grösseren V6-Motoren standen punkto Drehmoment und Sound den durstigen Reihensechsern aus Sindelfingen in nichts nach.

        Gruss, Stefan H.

        • Sandmann sagt:

          Ay Stefan, Hüter der heiligen Hallen,

          da ist es wohl in der Nordschweiz damals ähnlich gewesen wie im Herzen Niedersachsens. Ich selbst komme ja aus einem Lehrer-Audi-Haushalt, war aber umgeben von anders denkenden 🙂 Eigentlich wäre allein DAS mal eine retrospektive Sozialstudie wert…
          Links gegenüber standen ein Austin Maxi und ein Land Rover, daneben ein Bedford Blitz. Um die Kurve rum (wir wohnten auf einer Ecke) gegenüber stand er, der Ford Taunus 😀 und ich weiß nicht ob sein Besitzer Beamter war, aber er trug einen Cordhut und rauchte wie ein Schlot. Rechts von uns fuhr man Simca.

          Ich selbst habe mich mit Ford erst mit meinem ersten Auto 1986 auseinandergesetzt, dem gelben Taunus für 100 Mark. Groß, robust, mein allererstes Auto. Äh, gleich nach dem Fiat 131, aber der gehörte mir ja nur halb. Ich schweife ab.
          Mit dem W123 konnte ich nie so richtig warm werden. Außen großartig barock, aber innen irgendwie für meinen Geschmack ZU buchhaltermäßig. Ich mochte und mag den Plüsch der Kölner irgendwie lieber.

          Aber sehen wir mal, wohin die automobile Reise gehen wird….. Irgendwann mal.

          Sandmann

      • LarsDithmarschen sagt:

        Hey Sandmann,

        bis auf den Scorpio von Papas Cousine, ein neuer Ka, der einem Bänker als Zweitwagen für seine Frau dient („Du glaubst gar nicht, wie günstig der ist!“), ein Fiesta und ein C-Max fährt bei uns in der Familie keiner mehr Ford. Früher sollen das mehr gewesen sein. Unsere Nachbarin fährt nun Meriva und keinen Escort oder Focus mehr.

        Ich finde ja als Neuwagen große Familienautos (VW Caddy, Kangoo, Tourneo Connect, VW-Bus) und Kombis (wieso reichen die für die meisten Familien eigentlich nicht mehr aus?) cool. Ist irgendwie so das komplette Gegenteil von einem Sportwagen.

        Könnte ich mir jetzt einen Neuwagen wünschen, müsste ich mich zwischen einem schwarzen V70 und einem knallroten T5 entscheiden. Alte Autos wären zu viel, um die aufzuzählen ;-).

        Schöne Grüße
        Lars

        • Sandmann sagt:

          Lars!
          Du findest einen Kangoo cool??? Ich sollte deinen Account hier löschen und dich bei Facebook melden! 😉

          Ich hege einen gewissen Groll gegen diese hochdachigen Familienkutschen, das liegt aber vor allem an den Fahrerinnen, die mich immer aus dem angrenzenden Neubaugebiet kommend mit ihrer puren Gegenwart belästigen… 🙂 Ich mag die nicht, sie sehen unbeholfen aus und sind mir einfach zu praktisch. Ich hab mich grad mal mit einem Kombi arrangiert *AAAAAHHHH* und mehr ist echt nicht nötig. Jedenfalls nicht mit maximal zwei Kindern.
          Aber jeder wie er will.

          Ich werde mein Herz niemals der Stufenhecklimousine wegnehmen, der ich es einst in den 80ern schenkte….. Man kann auch mit einem Audi V8 mit der gesamten Familie plus eine Freundin, Kinderwagen, Gepäck, Rotwein und Kaminholz verreisen. Das geht. Und jemand, der das mit einem Kangoo *gähn* oder einem Agila *würg* macht wird sicher keine Geschichten darüber schreiben 😉

          Sandmann

          • LarsDithmarschen sagt:

            Hey Sandmann,

            okay – der Kangoo ist mir nun dazwischen gerutscht. Aber die Karosserieform finde ich irgendwie toll. Das ist der komplette Gegensatz zu einem Sportwagen – da steht (bei den meisten) die Familie im Vordergrund. Und das finde ich irgendwie toll. Okay – ich würde meinen V40 nicht gegen einen tauschen. Und ich glaube auch nicht, dass meine Familie später groß genug sein wird, dass ich so ein Auto haben muss. Kombis finde ich auch cool – auch, wenn man meinen „Leifsteil“-Volvo gerade noch Kombi nennen kann. Innen ist der echt nicht groß.

            Stufenheck finde ich aber auch cool – eigentlich habe ich mich auf keine Karosserieform festgelegt. Am liebsten habe ich Kombis. Was für eine Form hat Elsa eigentlich? Fließhecklimosine? Coupe? 😉

            Schöne Grüße

            Lars, der sich fragt, warum anscheinend keiner mehr die kleinen Strolche kennt…

            • Sandmann sagt:

              Elsa ist ein „Fastback“ 🙂

              Du musst ja auch nicht das gut finden, was alle gut finden, das ist wunderbar so. Ich persönlich finde diese Familienkutschen einfach nur furchtbar, aber diese Meinung muss ja nicht jeder teilen.

              Und….. die kleinen Strolche kenne ich sehr wohl, die fand ich aber immer SEHR hektisch 😀

              Sandmann

              • LarsDithmarschen sagt:

                Elsa ist ein Fastback? „Fast“ ist sie aber nicht ;-). Eher slow. Aber nicht low. Ähm? „Buckelback“ hört sich auch lustig an.

                Ich würde später gerne eine Familie haben. Jetzt noch nicht – aber später. Einen halben Pampersbomber fahre ich ja schon.

                Ein Pampersbomber voller kleiner Strolche wäre doch auch mal ein Bild ;-).

                Schöne Grüße
                Lars

    • bronx sagt:

      „die hatten auch mal einen Asia Rocsta – kennst du den?“

      Ist mindestens genau so schlimm wie ein Mahindra, oder ein Oltcit!
      Einfach nur Mist, ganz großer Mist . . :roll:

      Bronx

      • Sandmann sagt:

        hihi

        da sind sie wieder, die Automarken, von denen ich hier auf meiner eigenen Seite zum ersten mal hörte 😀

        Sandmann

        • bronx sagt:

          Jupp, bestimmte Kandidaten haben traumatische Nachwirkungen. Hoffe, der freundliche Serbe aus Pale, der meinen Oltcit einst erwarb, hat noch immer Freude an dem (Scheiss-)Ding :roll:

          Er wollte ihn ja unbedingt haben . . .

        • SteffenG sagt:

          Hi Sandmann,

          später KIA Rocsta. War die unbeholfene Antwort auf den Wrangler.
          Made in Korea.
          Die Eltern eines Freundes hatten zu der Zeit ein Kia- und Lada-Autohaus.
          Der Meister hat häufiger geflucht…

          Steffen

          • Sandmann sagt:

            😀
            Autos, die mir ferner sind als das Sternbild des Orion…

            • bronx sagt:

              Kommt hin, für den Planeten Erde sind die auch nicht tauglich!

              Der Asia Rocsta war nicht nur eine unbeholfene Antwort, er sah auch genau so besch***en aus. Der 102er sollte sich optisch an den CJ-7 anlehnen. Dadurch, das er Anfangs mit den alten Presswerkzeugen des M 38 A fabriziert wurde, ist auch die optische Nähe erklärt.

              Ähnlich ist es mit dem Mahindra, aus nach Indien gelieferten CJ-Bausätzen entstand das Ding ab 1947 dort, nahe Mumbai. Es gab sogar ab März 1990 eine Lizenzfertigung im sächsischen Werdau.

              Eigendlich unfassbar, dachte immer der Osten habe die Nase voll von solchen Gurkenkarren . . . :roll:

              Bronx

      • LarsDithmarschen sagt:

        Soo schlimm war ihr Asia Rocsta nicht mal. Auch, wenn das Auto vielleicht Mist war – sie hat ihn fast zwölf Jahre gefahren hat ihn geliebt und war traurig über den Abschied. Immerhin fährt ihn nun ein Sammler. Und sie W202 :-D.

  3. Snoopy sagt:

    Ein Kumpel hatte einen gelben Capri MK2 mit dem Aufkleber: „Wir sind die Leute vor denen uns unsere Eltern immer gewarnt haben“.
    (Er hat nach dem Wagen den er ziemlich gequält hat den alten Wagen seinen Onkels (ein schöner /8 250) und den Audi 100 erste Serie mit knapp 50.000km gnadenlos verheizt…)

    • Sandmann sagt:

      das stimmt mich traurig 🙁

      Na ja am Ende sind es nur Autos, und jeder kann mit denen machen was er oder sie will. Ich fahr meinen K70 ja auch durch Schnee und Eis 😀

      So nach und nach finde ich immer mehr Gefallen an meinem S210 Vierauge und bemerke seine echten Mercedes-Qualitäten…. Damn, auch wenn es ein Kombi ist 😉

      Sandmann

  4. stefanh sagt:

    Sag mal Jens, wurde die Serie irgendwie durch die Ford-Werke gesponsert? Die Häufung der Marke ist doch ziemlich auffallend, wie ich meine…
    (Da ohne TV aufgewachsen kenne ich mich mit Serien aus der Zeit leider kaum aus).

    Beste Grüsse, Stefan H.

    • Sandmann sagt:

      Ay Stefan,

      😀 nein, kein Sponsoring. Es gab auf der Insel keine anderen Marken, die rassig aussahen und den entsprechenden BUMMS hatten. Am Anfang fuhren die Jungs Rover, das sieht ungefähr so spektakulär aus als wenn du mit der Titanic durch die Elbe schipperst…..
      Die Fords hatten diesen gewissen amerikanischen Style, der einfach gut passte 🙂

      Sandmann

  5. Cosworth sagt:

    Escort RS2000 hatte ich, Granada hatte ich, Capri habe ich noch immer. Der kommte jetzt die Tage wieder auf die Strasse nach dem Winterschlaf 😉
    Die Profis das war einfach eine geile Serie, die hätten da noch viel mehr fahren können und die restliche „Nebenhandlung“ dafür etwas kürzen 🙂

    • Sandmann sagt:

      Ay Cosworth,

      dann hattest du ja den gesamten Fuhrpark, dann ist das ja GENAU deine Serie 😀 geil.
      In der Tat ist nicht jede Folge mit coolen Fahrszenen gespickt. Aber stilvoll sind die allemal.

      Kennst du die BBC Serie „Life on Mars“? Zwei Staffeln in den 70ern, aber gedreht Ende der 90er. Ford Cortina, Taunus und Granada, ebenfalls sehr großartig und die Geschichte packt einen auch noch so richtig im Nacken…..

      Sandmann

  6. Jo sagt:

    Jaja, die Profis……..
    Prollig Gelaber und quietschende Reifen gingen schon immer, so auch in meiner zweiten Lieblingsserie aus den 70ern : „Die Zwei“ mit Curtis & Moore, einfach nur zum Abrollen vor Lachen und mit dem Aston Martin DBS seiner Durchlocht ein Auto zeigend das mir heute noch als eins der schönsten englischen Grand Tourismos im Gedächtnis ist.

    Bei den Profis war ich immer mehr Cowleys Granada zugetan was mich dann auch einmal in die Welt der blauen Pflaume in Form eines Granada mit Essex Triebsatz geführt hat – nur war ich nicht so übermässig begeistert von der Ford Qualität und Trinksitte und hab’s dann auch ziemlich bald wieder gelassen.
    Auch der Schauspieler Gordon Jackson ansich war ein 100% integerer Typ dem man jede Rolle abgenommen hat, ob nun als CI5-Chef oder Butler in „Das Haus am Eaton Place“, der hat immer gepasst.
    Zudem sogar ein quasi Fakultätskollege, hat er doch vor jeglicher Schauspielerei eine Mechanikerlehre bei Rolls Royce absolviert.

    Jene Zeiten sind leider lange vorbei, leben für uns weiter in diesen Serien und lösen bei unserem Nachwuchs fassungsloses Entsetzen aus :“Boah, das sind ja voll die miesen Special Effects, total schlecht animiert“ – ja nee, is klar Mister IPad …..aber woher soll er’s auch anders wissen, heutzutage halten sämtliche elektronische Helferlein die Antriebsräder in Schach und was die heutzutage bei der Fahrschule zusammengurken hätte früher meinen Fahrschullehrer sich die Haare büschelweise ausreißen lassen. So ändern sich die Zeiten – gut das ich die vergangenen noch kenne.

    • Sandmann sagt:

      Ay Jo,

      da bist du ja mal wieder!
      An „Das Haus am Eaton Place“ kann ich mich nur noch schemenhaft erinnern, ich glaube das hat meine große Schwester mit meiner Mutter zusammen geguckt und ich fand das sterbenslangweilig. Genau so wie „Eine Amerikanische Familie“. Gähn 🙂

      Tatsächlich sind aber auch für mich heute nicht mehr alle Filme von „damals“ sehenswert. Nicht nur die Zeiten ändern sich, wir tun das auch. Was habe ich „Wayne’s World“ damals abgefeiert und mich fast bekotzt vor Lachen. Vorgestern hab ich meiner Tochter mal die Bohemian Rhapsody Szene gezeigt, weil sie das Lied grad in Musik durchgenommen haben und fand das alles unfassbar peinlich und albern….. Na ja.

      Ich fahr dann mal weiter Audi 100. Bis mein Granada so weit ist werden noch viele Jahre ins Land ziehen…
      Grüß Uelzen

      Sandmann

  7. Jo sagt:

    Ay Jensi,

    Ich kenne das auch nur weil meine Oma das immer geguckt hat, ich selbst hatte da wenig Ambitionen zu…..

    Was Fahrzeuge angeht bin ich unfassbar langweilig geworden : ich fahre wieder Golf wie früher auch schon. Sicher ist das Langweiligste was man machen kann heutzutage einen VW fahren weil alle irgendwie unauffällig funktionieren und nicht herausstechen – nur passt dabei immer noch das Familienbudget denn bei unter 5 Litern Verbrauch geht alles.
    Würde gern mal einen Citroën probieren oder eine Mercedes E Klasse, aber mir fehlt einfach der Mut zu diesem Schritt.
    Im Alter werden wir wohl sonderbar….

    • Sandmann sagt:

      Hey Jo,

      dir fehlt der MUT zu einer E-Klasse oder einem Citroen???
      Also… ich glaube für eine E-Klasse muss man keinen Mut aufbringen, außer sie ist Baujahr 1997 und hat schon 650.000 Kilometer runter. Aber auch dann kocht man nur mit Wasser.
      Und auch Citroen baut inzwischen ja ganz zuverlässige Autos nach dem ersten C5. Was schwebte dir denn da so vor? WENN einer schrauben kann dann doch du?

      Im Alter werden wir mit Sicherheit sonderbar, aber das dauert ja noch 30 Jahre 🙂 Deine Oma hat schließlich auch die PROFIS geguckt 😉 Also, lass und verrückt sein. Hau den Golf weg, ich fahr auch wieder den Audi 100.

      Sandmann

      • Jo sagt:

        Ja ähm……vorschweben tut mir in Sachen E-Klasse das Modell S211 mit möglichst 280 CDI unter der Haube, einen 320 tät‘ ich auch noch nehmen.
        Bei Citroën wäre es ganz klar der C5/2 Tourer mit den beiden größten HDI’s und auf jeden Fall Automatik.

        Das Problem im Fall Citroën IST das die Werkstatt fast 50 km entfernt ist – wenn also an der Büchse was ist zu weit weg – und der geradezu kriminelle Wertverfall der Franzosen.
        Beim Benz wäre es schon einfachen : eine gute Werkstattadresse in Uelzen habe ich wo eigentlich nur die firmeneigenen Taxis versorgt werden und ab und an auch mal ein Kundenauto, zudem ist der Mann meiner Cousine Verkaufsleiter beim SternPartner in Gifhorn.
        Bleibt nur die Frage ob ich mich in so einem Autowagen auch wohlfühlen würde, Benz hatte ja nie so die sportlichste Auslegung im Fahrgestell. Cool wäre es aber schon mal einen Stern auf der Haube spazieren zu fahren, mit dickem Diesel samt Wandlergetriebe statt DSG-Ruckel-Irrsinn.
        Aktuell hab ich Handschalter und bin mit dem Golf 6 sowas von zufrieden wie selten zuvor ( glaube nur ein Golf 2 war noch besser).
        Egal der Gedanken, täuschen ist vor 2016 eh nicht, bis dahin bin ich an den Golf gebunden.

        Du wirst lachen, ich schraube wirklich nicht mehr gerne viel privat. Die Alltagsautos gebe ich seit 6 Jahren schon grundsätzlich in die Vertragswerkstatt, abgesehen vielleicht mal von Räderwechsel oder Bremsen erneuern.
        Und die Young/Oldtimer werden mir auch langsam zuviel, vor einem Monat noch wollte ich sogar mein BMW Projekt abbrechen und wegtun : es fehlt an allem, die Zeit ist zu wenig, die Gelegenheiten auch, man kann nicht mehr so wie mit 20 und wenn dann auch noch was daneben geht ist ganz vorbei

        • Glockenkoenigin sagt:

          Jo!

          Nun hör mal auf. Den BMW bringst Du nicht zum Schrotti. 🙁

          Und soooo alt bist Du auch noch nicht. Menno.

          • Sandmann sagt:

            Da bin ich ganz bei unserer gemeinsamen Bekannten!
            Trenn dich nicht von den alten Schätzchen, Jo. Warte mal ab, der Wunsch zu schrauben kommt bestimmt wieder.
            Ich habe mich auch wieder mit dem alten Audi 100 angefreundet, hier und da mal ein bisschen was machen ist besser als jede Therapiestunde 🙂

            Bist du denn schon mal ein paar Daimler gefahren? Oder hast du immer nur die V.A.G. Auswürfe getreten? 😉

            Sandmann

            • Jo sagt:

              Moinsen !

              Im Moment habe ich dabei belassen einfach die Garagentür hinter mir zuzumachen. Wobei ich sagen muss ihr habt Recht, es kommt immer mal wieder auf das es in den Vorderpfoten juckt ehrliche Arbeit zu verrichten……

              Ich hab schon viel gefahren, jüngst sogar einen von 8 Lada Samara *grins* – aber Benz tatsächlich bisher immer nur als Beifahrer in irgendeinem Taxi. Aber selbst da habe ich das Fahrgefühl als sehr kommod empfunden – mit Ausnahme des aktuellen W212, das Ding ist vorne enger als ein Skoda Octavia, geht gar nicht.

              Ich überlege seit ein paar Tagen schon ob ich nicht mal einen Selbstversuch starte und mir für’n schmalen Taler einfach mal einen Mercedesautowagen vom Typ 124 kaufe und den anstelle des Golf mal für zwei,drei Monate fahre, einfach mal so……..die Zeit sollte reichen einem einen Eindruck zu vermitteln und ich bin sicher ein gemeinsamer Bekannter von Andrea und mir hat unter seinen vielen Fahrzeugstellplätzen bestimmt auch ein vorübergehendes Plätzchen für meinen Golf über

              Ja in der Tat…..der Gedanke gefällt mir irgendwie…….

              • Sandmann sagt:

                Ay Jo,

                ich könnte dir einen W124 mit 420er V8 vermitteln, für einen sehr schmalen Taler…. Sag bescheid 🙂
                Ansonsten – MACH es doch einfach mal. Ich selbst hatte einen 260er Reihensechser, durstig aber schön. Und unzerstörbar, kennst du die Geschichten?
                😀

                Sandmann

              • Glockenkoenigin sagt:

                In den Sommermonaten hab ich eh gerne ein Baby zuhause um allzeit bereit zu sein. Und dann shuttle ich immer.

                Wenns wirklich nur 2-3 Monate sind… 😉

  8. Touranus sagt:

    Mahlzeit Leute,

    falls ich mal kurz etwas einwerfen darf….?

    Ich hatte auch eine Phase, in der ich überhaupt keine Lust mehr auf’s Schrauben hatte. Die Fahrertür zu schließen war genug mechanische Aktivität. Ich wollte einfach nur von A nach B kommen und KEIN Geld mehr verbasteln. Bis ich dann die Zündung an meinem alten Elch reparieren musste…. Für einen Werkstattbesuch fehlte die Zeit, da der Wagen am nächsten Tag wieder laufen musste.
    Diese Aktion war irgendwie ein Initialpunkt. Seit dem juckt es mir gehörig in den Fingern und ich bin frustriert, keinen Ort zu haben, an dem ich mal in Ruhe noch weitere Dinge erledigen kann! Fast täglich gucke ich bei Scandix nach Ersatzteilen und könnte stündlich den „Bestellbutton“ anklicken. *Narf*

    Noch etwas anderes:

    Als Nachbar eines gut besuchten Landgasthof mit regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen, beobachte ich verschiedene Menschen und ihre fahrbaren Untersätze. Wäre ich nicht zu faul, alle Kennzeichen unkenntlich zu machen, hätte ich hier schon zwei/drei Geschichten veröffentlichen können 😉
    Vom grau melierten, unauffälligen Vertreter (Passat oder Golf), über Hornbrillen tragende Hipster (Mini Clubman), auf High Heels dahin wankende Muttis (Tiguan) bis hin zum Speckhut tragenden Bauern im abgerockten W124 Kombi ist alles dabei. 😀
    Das Interessante dabei ist, das man gerade im Sommer mit diesen Menschen ins Gespräch kommt, wenn man selber mal die Haube vom Altelch offen hat, bzw. für den Gastwirt kurz seine Unterhaltungselektronik repariert. Und wirklich häufig treffe ich Mittvierziger, die mir erzählen, das sie Lust hätten, mal wieder eine 80/90er Jahre Schüssel zu fahren und sich die Finger schmutzig zu machen. Nummern werden getauscht und Verabredungen getroffen, aber nur EINMAL meldete sich jemand wirklich wieder um Hilfe bei einer Instandsetzung von Sohnemanns Auto anzufordern…

    Eigentlich schade, wie viele Menschen es gibt, die gerne würden, aber den Gerdanken wieder begraben… 🙁

    Ich will eine Garage…. Jetzt! 😉

    Touranus

    • Sandmann sagt:

      Ay Touranus,

      na komm, kurz mal über die Kennzeichen wischen ist doch kein Problem 🙂 Lass uns an den Tagen teilhaben!

      Ich hatte eigentlich noch nie eine Phase, in der ich tatsächlich keine LUST mehr zum Schrauben hatte. Beim V8 hat mich am Ende nur gestört, dass wirklich ständig was war (und das lag nicht am Auto, sondern an der sagenhaften Laufleistung unter meinen Händen) und dass die Teile immer so teuer waren.
      Heute fehlt mir mehr die Zeit, und ich bin natürlich ebenso auf mein Auto angewiesen. Deshalb bin ich ganz beruhigt, dass ich selbst 1,5 Fahrzeuge habe und mein halbfinnisches Fräulein Altona mir im Ernstfall natürlich auch noch den Golf Bon Jovi geben kann. Aber so ein kurzer, verschraubter Morgen wie neulich mit dem Daimler (Sandmanns Welt berichtete) macht schon irgendwie glücklich. Besonders, wenn es nicht teuer ist und am Ende alles wieder funktioniert 🙂

      Schönen Zeitumstellungs-Abend euch allen
      Sandmann

      • Touranus sagt:

        N’Abend/Moin,

        manchmal sind es auch die Geschichten, die sich genau um DIESE Uhrzeit ereignen und leider nichts mit Autos zu tun haben… oder eben doch ein bißchen.

        Wenn ein deutlich ZU betrunkenes, junges Pärchen auf offener Straße während eines Schulballs einen Eifersuchtsstreit ausfechtet und dabei ein iPhone auf die Straße geschleudert wird.
        Wenn dann noch ein 2Tonnen Touarek jeglichen Rettungsversuch vereitelt, indem er knirschend über eben jenes High Tech Spielzeug rüberrollt, ergeben sich komische Szenen… 😛
        Aber das gehört in einen anderen Blog 😉

        P.S. Off Topic: Schade, das man bei geschlossenen Beiträgen zum eigentlichen Bericht nix mehr schreiben kann. Und ich habe da ein grafisches Darstellungsproblem mit eben jenem Text: In der oberen Hälfte überschneiden die Satzenden die rechte Menüleiste (oder wie das heißt) und sind somit unleserlich…. Ich versuch mir das mal zusammen zu reimen…?

        Touranus (Diesmal ohne „k“ im Blog) 😛

        • Sandmann sagt:

          Ay Touranus,

          spektakulär 😀 Hast du Fotos gemacht? Gniiihihi.
          „Wenn es in diesem Gebäude brennt – bitte posten Sie das, NACHDEM Sie es verlassen haben!“ 😉

          Welchen Artikel meinst du? Selbstverständlich kannst du normalerweise unter jedem Artikel, auch unter deinen eigenen, jederzeit Senf abgeben. Artikel werden nicht „geschlossen“, dann würde dieser hier ja auch nicht mehr offen sein 🙂 Gib mal einen Link, dann gucke ich mir das an. Und auch dein Darstellungsproblem.

          Sandmann

          • Touranus sagt:

            N’Abend,

            ich habs gefilmt, war aber zu dunkel 😉

            Ich meinte den Bulli Artikel…

            Gruß
            Touranus

            • Sandmann sagt:

              Schade, das Video hätte ich gern gesehen 😀

              Dass ich die Kommentarfunktion bei El’s Bulliartikel geschlossen habe lag an seinem ersten Kommentar, den er ausdrücklich nicht diskutiert sehen wollte, worauf ich nach meiner Antwort die Kommentarfunktion geschlossen habe. Dass er nun seinen dies auslösenden Kommentar gelöscht hat macht’s nicht besser. Aber bei ihm auf der Seite kannst du da doch bestimmt was zu schreiben…

              Schläfrige Grüße
              Sandmann

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