Taunus holt Taxi

ungleiche Gesichter

ungleiche Gesichter

Rudolf ist weg. Und dass ich tief im Osten meine blauen Augen auf ein altes Taxi geworfen habe konntet ihr auch schon episch HIER nachlesen. Und jetzt? Jetzt muss das dicke elfenbeinfarbene Ding mit dem (tatsächlich noch nicht geklauten) Stern auf der Haube auch noch irgendwie nach Kiel geholt und zugelassen werden. Wer bietet sich für eine altautogeprägte Überführungsfahrt mehr an als mein guter Freund Örg, mit dem ich nicht nur die sagenhafte KaSi Retrotour gerissen habe sondern gefühlt auch mehr als die Hälfte meiner Fahrzeuge gemeinsam erwarb? Taunus volltanken, alkoholfreies Weizen auf den Rücksitz, Geld einstecken – und ab nach Güstrow, einen alten Stern vom Himmel holen.

Örg fährt. Ich fahr ja schon so oft.

Fast wie damals im KaSi

Fast wie damals im KaSi

Mein Knudsen (wer das nicht weiß, den nennt man so wegen der Nase und Bunkie Knudsen, der damals… ach… 🙂 googelt das, das ist einfacher) rennt seit der Einstellung der Ventile wie entfesselt, und wieder einmal frage ich mich, warum überhaupt irgend jemand ein anderes Auto jemals fährt. Und drin ist eine Menge Platz zum Faxen machen, Reden, Gestikulieren, Artikulieren und was Örg und ich sonst noch so veranstalten, wenn wir uns lange nicht gesehen und eine Menge Geschichten verbal aufzuarbeiten haben. Ihr kennt das ja. Der Weg ist das Ziel.

Mit dem 70er zum 90er

Mit dem 70er zum 90er

So ist allein schon diese kurzfristig anberaumte Tour in den Osten ein kleines Happening, und nur wenige Kilometer hinter Kiel mache ich das Radio aus, wir hören sowieso nicht zu und spielen unser eigenes Programm 😉 Wieder fliegt ab Lübeck die alte Transitstrecke dahin. Erstaunlicherweise erweist sich in diesem kantigen Relikt aus einer Zeit vor den Ölkrisen der Benzinverbrauch erheblich geringer als vor drei Wochen mit dem Audi 100. Vorsprung durch Technik? Oder einfach ein schabbelig eingestellter Vergaser beim Audi? Egal, um den geht es in dieser Geschichte nicht, Örg biegt nach gut zwei Stunden um die letzte alleebeflankte Kurve – und wir stehen vor dem dicken Daimler.

Fast wie zu seiner letzten Reise

Fast wie zu seiner letzten Reise

Irgendwie… erwartungsvoll… guckt mich das Vieraugengesicht an. Seinerzeit hat er mit diesem Blick den red dot Design Award gewonnen, heute spricht jeder bei seinem Anblick immer nur von durchgerosteten Fahrwerksaufhängungen, Türen und Heckklappen, durchbrennenden Leuchtmitteln und ganz allgemein dem schlimmsten Mercedes aller Zeiten. Ach? Klasse, das finde ich super 😀 Zwischen all den export- oder schlachtfertigen Designsünden der 90er Jahre wirkt der 290 Turbodiesel schon selbst wie ein übrig gebliebener Saurier unter rundgelutschten Vertretern der alles beherrschenden Wegwerfgesellschaft – und wird diese locker überleben. Wir parken das goldene Coupé in zweiter Reihe, holen den Sternen-Schlüssel vom Schrottplatzbesitzer und machen Bestandsaufnahme…

das sind... sozusagen LKW Reifen!

das sind… sozusagen LKW Reifen!

In meinem unlängst erworbenen, elfenbeinfarbenen All-inclusive-Paket mit neuem Lenkgetriebe, neuen Bremsen, neuem Anlasser und neuen Frontscheinwerfern (alles seit einem Jahr schon im Benz drin) waren auch noch vier Sommerreifen auf Alufelge dabei, die ich jetzt aus dem Taunus in den schier endlosen Kofferraum des Ex-Taxis umwuchte. Während Örg Fotos macht. Urks. Und schon ist das geliebte Hemd schmutzig, wer hätte denn trotz der ohnehin beeindruckenden Dimensionen dieser gehobenen Mittelklasse gedacht, dass Mercedes-Räder SO groß sein können? Als die alle vier hinten drin sind und die Niveauregulierung genervt seufzt (hat der überhaupt eine? Wenn nicht – was hat dann da geseufzt?) geht es weiter mit einigen Relikten, die bei jedem Fahrzeugwechsel vom einen in den nächsten Wagen wandern. Hier: Le Radio ♫. Hoffnungsvoll und voller optimistischem Eurostecker-erwartenden Tatendrang rupfe ich die Echtholzverkleidung von der Mittelkonsole, schiebe diverse dicke Kabel der ehemaligen Taxameterelektronik beiseite und klippse die bunten Stecker in mein mitgebrachtes Blaupunkt….. Strom ist da… Das ist jetzt normalerweise der Moment, wo sich eine neue eigene Geschichte in irgend einer Katastrophe entwickelt…

Ohne Musik geht GAR nichts!

Ohne Musik geht GAR nichts!

Nope. Kein Weltuntergang, keine brennenden Kabel oder synkopisch schreienden Lautsprecher. Nach einem kurzen „READING“ schranzen ZZ Top ihre Gitarren aus insgesamt sechs Werkslautsprechern durch das Taxi und bitten irgend jemanden, ihnen all seine Liebe zu geben. Oder ihre. Das war ja einfach. Geht das nun so weiter? Cool. Ich stopfe den ganzen totgelegten Taxi-Kabelsalat wieder zurück in die Mittelkonsole wie ein Ersthelfer die Gedärme eines Unfallopfers in dessen aufgerissene Bauchhöhle und nehme mir vor, hier beizeiten mal ein wenig aufzuräumen und auszudünnen. Die erste intime Kontaktaufnahme ist positiv verlaufen. Angenehm basslastig, das klingt ja richtig GUT 🙂 Wenn das so weitergeht werden der intern W210 genannte Mercedes und ich womöglich noch Freunde? Er soll doch nur ein Winterauto sein…

Besitzer glücklich, Musik ausgewogen

Besitzer glücklich, Musik ausgewogen

Irgendwie komme ich mir hier zwischen all den gestapelten Schrottautos fehl am Platze vor und habe das Bedürfnis, langsam mal zu verschwinden. Dieses T-Modell ist noch kein Schrott. Noch nicht. Während Örg irgendwo im Taunus nach unseren Zigarillos sucht rupfe ich noch einen schlimmen Handyhalter vom Armaturenbrett (verdammt, da hängt noch die halbe Mittelkonsole dran 🙁 ), ziehe einen Cupholder aus der linken Lüftungsdüse und mache mich schon mal ein bisschen mit dem neuen Raumgefühl vertraut. Vorn um mich rum ist alles Mercedes. Jeder Schalter ist da, wo er sein soll und alles scheint auch zu funktionieren. Das Lenkrad ist von einer „griffigen“ Hülle umgeben, die ich auch auf jeden Fall dranlassen sollte, sagte mir der Vorbesitzer. Darunter sei es…. nicht so schön. Genau so die Lammfelle der vorderen Sitze, 630.000 Kilometer haben einfach einige Spuren hinterlassen.

Alle Papiere an Ort und Stelle

Alle Papiere an Ort und Stelle

Viel Historie gibt es nicht mehr zu dem treuen Personenbeförderungsmobil. Laut dem ersten Brief ist es lange im Ruhrgebiet unterwegs gewesen, hat – wie bei Taxis so üblich – jedes Jahr seine Salbung, seine Inspektion und seinen TÜV bekommen (ja, tatsächlich, die müssen einmal im Jahr da hin) und hält hinter dem typisch eingebuchteten Handschuhfachdeckel (mit Aussparung für die Taxameteranzeige) sogar die Servicemappe mit allen Anleitungen und Dokumenten bereit. Klasse 😀 Noch ein kurzer Mailtausch am Spätnachmittag, ein paar geschriebene Worte an mein halbfinnisches Fräulein Altona über unseren neuen MaxiCosi Transporter – und dann ist eigentlich alles soweit abreisefertig, oder?

25 Jahre zwischen links und rechts

25 Jahre zwischen links und rechts

Ein ganz klein bisschen verrückt ist das schon, wenn ich mal genau nachdenke. Ich kaufe ein Auto, was schon rund 16 mal um die ganze Welt gefahren ist. Mit demselben Motor und demselben Getriebe. Es hat vermutlich ein paar tausend verschiedene Menschen von a nach b gebracht und dabei Freude und Leiden, Lethargie und Euphorie, trockene Nüchternheit und besoffenes Vollkoma erlebt. Es kostet nicht mehr als die Monatsmiete einer Dreizimmerwohnung in Kiel am Südfriedhof und hat noch ein Jahr TÜV. Muss ich noch mehr wissen? Nein – eigentlich ist das perfekt für mich, und eigentlich kann jetzt nichts mehr schiefgehen. Hey. Das ist schließlich ein Mercedes!

Auf die Freundschaft und die Autos

Auf die Freundschaft und die Autos

Prost mit 0% Hefeweizen, Örg. Schön, mal wieder ein Auto mit dir zu holen 😀 Der Rückweg nach Kiel wird ein bisschen einsam werden, nach den exzessiven Sabbeleien im Taunus fahren wir nun jeder getrennt voneinander im jeweiligen Kraftwagen, und maximal das Navi wird mit mir sprechen. Nun, um so mehr Zeit bleibt mir, mich auf den neuen Wegbegleiter einzustellen, ihn zu erFAHREN, alles mal in Ruhe auszuprobieren und mich an das 16 Jahre alte Wasserbasis-lackierte Blech zu gewöhnen. Ein letztes Bild mit Selbstauslöser auf ostdeutschem Asphalt, und dann wird der bartlose Schlüssel mit der elektronischen Wegfahrsperre (geht) in das dafür vorgesehene Schloss gesteckt, alle Warnlampen gehen an (und auch wieder aus) und der Direkteinspritzer erwacht zu nagelndem Leben.

Wen würden SIE nehmen...?

Wen würden SIE nehmen…?

Der erste Stop heißt „Tankstelle“. Der Daimler ruft nach Diesel, und ich lasse ihn bis zum Stehkragen vollaufen. Ups? Das rechte Fenster geht nicht mehr zu. Ich drücke mit aller Kraft auf dem Schalter rum, während Örg mit ölverschmierten Fingern dem Verbundglas mechanisch nach oben hilft – aber nein. Es geht gern runter, manchmal ein ganz kleines bisschen hoch, aber es bleibt trotz energischem Drückens offen. Na egal. Es regnet ja momentan nicht, es ist ganz schön warm und ich will erstmal ein bisschen Strecke machen. Das bekommen wir schon noch zu. Anders verhält es sich mit dem nach erfolgreich abgeschlossenem Tankvorgang Starten des Fünfzylinders. Der will nicht. Alle Lampen leuchten, aber nichts macht *klick* oder *wiwiwiwi* oder irgendwas. Der neue Anlasser dreht nicht. Na super. Ich kenne das von der Schaltkulisse des Audi V8, wenn da die „P“-Stellung nicht richtig drin war und entsprechendes gemeldet hat ging ebenfalls nichts. Also ruckel ich am Schalthebel, schalte rauf und runter… aber nichts tut sich. Sowas bescheuertes. Ich wähle die Nummer des Vorbesitzers…

Ungeduld und Nervosität

Ungeduld und Nervosität

Der ist sogar erreichbar, der geht sogar ran und sagt, dass er das auch schon zweimal hatte. Der Hebel der Schaltkulisse rastet gern mal neben der Spur, einfach weiter hin und her schalten, und wenn ich wieder einen Widerstand im Knauf spüren würde dann ginge das auch. Und den Knopf für das Beifahrerfenster solle ich nicht mit aller Kraft drücken, dann würde das auch zugehen. Ach? Ich drücke den Knopf für das Beifahrerfenster nicht mit aller Kraft, sondern mit aller Zärtlichkeit, die ich in diesem Moment bereit bin für dieses Auto zu geben – und das Fenster schnurrt wieder sanft nach oben. Und wieder runter und hoch, so wie ich will, hauptsache ich bin zärtlich. Okay, eine Sorge weniger. Der Hebel der Schaltkulisse sträubt sich noch ein bisschen länger, aber nach kurzer Zeit spüre ich den erwähnten Widerstand, lege ihn in die „P“-Stellung und kann den Wagen anlassen. *NAGELNAGELNAGEL* Vertraut, after all. Na ja. Irgendwas ist ja immer.

Ostseeautobahn im gemischten Doppel

Ostseeautobahn im gemischten Doppel

Fahren? Entspannt, wie es nur sein kann. Die rund 300 Kilometer aus dem tiefen Osten bei Güstrow bis nach Kiel spulen schnurrend und gelassen ab, der Diesel aus einer Zeit vor der Common Rail Technologie nagelt seinen typischen „Papa kommt nach Hause“ Sound in die Welt und ich entdecke dies und das. Zum Beispiel den tadellos funktionierenden Tempomaten, mit dem ich gar nicht gerechnet habe 🙂 Manchmal ist mehr drin, als man erwartet. Irgendwie eiern die Hinterräder ein bisschen, das sind hoffentlich nur die alten Winterreifen, aber bei konstant 130 scheint eine anullierende Resonanzfrequenz erreicht zu sein. Da rollt der alte Herr ruhig. Der Stern weist den Weg, wie es vor zwei Jahren schon meine W124er E-Klasse gemacht hat. Wisst ihr noch? Klickt mal HIER… Allerdings denke ich, dass dieses Exemplar erheblich weniger Sprit verbrauchen wird. Die Nadel bewegt sich kaum… oder ist die auch kaputt?

Cruising my Religion

Cruising my Religion

Nein, ist sie nicht. Der auf Unzerstörbarkeit dimensionierte 125PS Diesel nimmt dahingleitend tatsächlich nur gut 6 Liter auf 100 Kilometern, und das trotz seiner biblischen Laufleistung! Ein Traum. Und ich höre sie schon wieder alle unken und frotzeln über Taxis und ihre Gebrechen, darüber, dass ich mir wieder so eine alte Schlurre gekauft habe und über Farbe und Zustand. Während ich hier so über die Ostseeautobahn schnurre mache ich mir immer wieder klar, dass ich gerade eine komfortable Winterlösung erworben habe. Und nächstes Jahr sehen wir weiter. Wenn ich mein Herz nicht wieder hoffnungslos an dieses Auto hänge (so wie an jedes Auto, das ich länger fahre…) wird im kommenden Jahr irgend etwas besterntes angeschafft, wo nicht wie bei Rudolf der Auspuff abfällt oder die Schaltkulisse wenig Vertrauen stiftend den Gangwechsel verweigert. Das bin ich meinem halbfinnischen Fräulein Altona schuldig. Dieser Stress lässt sich durchaus vermeiden…

VorMOPF und Facelift...

VorMOPF und Facelift…

Und jetzt? Örg ist wieder bei seiner Adele zu Hause, das Taxi ist auf meinen Namen zugelassen, die Schaltkulisse ist noch immer mit ein paar Überraschungseffekten versehen und die Hinterachse eiert beständig. Ich bin noch nicht dazu gekommen, mal nachzusehen… Ein bisschen was muss ich noch machen, scheint’s. Doch die Geschichten in und um dieses Auto machen mir jetzt schon Spaß. Das Raumangebot ist gewaltiger als bei meinem ersten WG Zimmer, und die Kombination aus 5-Zylinder Diesel und 5-Gang-Automatik wirken wieder einmal unzerstörbar auf mich. Fünf ist Trümpf. Wir werden sehen. Und ihr werdet lesen.

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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45 Responses to Taunus holt Taxi

  1. Snoopy says:

    Irgendwie hatte ich das von dem Auto genau so erwartet.
    Zuhause verlassen und schon will er nicht mehr 🙂

    • Sandmann says:

      Ay Snoopy,

      naaaaaaa ja Zuhause war’s ja nicht wirklich er ist ja im Ruhrgebiet aufgewachsen. Eigentlich 😉
      Außerdem legte er (er? oder SIE?) wohl eher Wert darauf, erfahren und verstanden zu werden. Seit diesem Vorfall bin ich immer wieder von da, wo ich gerade war weg gekommen…
      „To be continued“ sozusagen. Und morgen gleich wieder nach Hamburg und so…

      Sandmann

  2. Sandmann says:

    … und wenn ich es recht bedenke, stelle ich mal eine steile These auf: Dieses Auto ist gar nicht IMMER so schlecht wie sein Ruf. Oder habt ihr ALLE schon schlechte Erfahrungen gemacht…?

    Sandmann

  3. Squonk says:

    Moin Sandmann,

    beim W210 ist das etwas seltsam. Es gibt welche, die rosten kaum, oder vielmehr nicht stärker als ’normal‘, aber überdurchschnittlich viele blühen sehr stark und wirklich überall. Mittlerweile scheint geklärt, daß das u.a. was mit bakterieller Verseuchung der Tauchbäder zu tun hat. Wenn der Inhalt noch einigermaßen frisch war, gabs eine gute Grundierung, und mit fortschreitender Verseuchung wurde der Rost quasi vorprogrammiert.

    Niveauregulierung hat der S210 selbstredend, die war schon bei den seltenen Flossen- und /8-Kombis, die bei IMA in Belgien gebaut und von Mercedes vertreiben wurden, an Bord 😉

    Viel Glück mit dem Dickschiff!

    • Sandmann says:

      Ay Squonk,

      ah, wieder was dazu gelernt. Ich habe immer geglaubt, dass die neuen Lacke auf Wasserbasis vielleicht nicht so recht die schützende Konsistenz gehalten haben. Bakterien. Ihbäh, na, ich scheine eine neue Rutsche Taxilack erwischt zu haben 🙂

      Der Wagen hat also Niveauregulierung. Cool. Und zu der flatternden Hinterachse – wenn das Wetter es heute zulässt werde ich antizyklisch zur Jahreszeit mal die hinteren Winterreifen gegen die Sommerreifen auf Alufelge tauschen. Mal fühlen, was dann ist. Winterreifen sind ja sowieso doof im September, auch wenn man schon den halben Sommer damit rumgefahren ist. Warum eigentlich?

      Kommt gut in diesen grauen Montag!

      Sandmann

      • bronx says:

        Moin Sandmann,

        ich wünsche Dir, das es wirklich nur die Reifen sind. Und nichts an den zahlreichen Zug- und Querstreben der HA-Führung.
        Das mit der Schaltkulisse dagegen klingt nach mehr. Kommt man weg, oder nicht! Ich denke, für nen zuverlässigen Daily-Driver musst Du noch ein wenig machen. Auch der holden Weiblichkeit wegen. Hat SIE sich schon angefreundet mit IHM? 😉

        Bronx

        • Sandmann says:

          Ay Bronx,

          wenn das heute irgendwann mal aufhört zu regnen tausche ich die Hinterräder, dann sehen wir weiter 🙂

          Schaltkulissen gibt es im Netz komplett für rund 50 Euro. Aber ich lese mich erstmal rein, ob man da nicht was wieder heile machen kann. Wenn ich zärtlich jeden Gang einzeln durchschalte geht alles so, wie es soll.
          SIE findet IHN okay, würde aber gern mehr Vertrauen in die Technik aufbauen, bevor SIE ihn fährt. IHR fällt ja gern mal der Auspuff ab, wenn ICH nicht dabei bin 🙁 Also muss ich da wohl noch ein bisschen was machen…

          Sandmann

  4. Daemonarch says:

    Gib den Schüttelhuber ja nicht deiner Holden, die macht den nur kaputt! 😉

    Hast du eigentlich schon nen‘ Kosenamen für den Saurier?

    • Sandmann says:

      Ey 🙁 !
      Wenn hier jemand ein Händchen für Autos hat dann diese Frau. Ich darf ihr nur keinen Kernschrott in die Hand geben, der de-fi-ni-tiv bald stehen bleiben wird. Dann ist alles gut, aber das ist ja auch unter MEINER Regie…. 🙂

      Nein, einen Namen hat der Wagen noch nicht. Ich bin mir noch nicht mal sicher ob er männlich oder weiblich ist. Vorschläge…..?

      Sandmann

    • Sandmann says:

      Oh. Ich lese da was von defektanfälligen Automaten aus meinem Baujahr. Aber ich glaube, es ist der Schaltblock. Glaube ich. Irgendwie 😉

      Und ich lerne gerade dass der Motor ne Steuerkette hat? Fein.

      Sandmann

      • El Gigante says:

        Is ja toll, dass dir das JETZT SCHON alles auffällt!

        • Sandmann says:

          Nun – ich habe ihn beim Kauf nicht aufgeschraubt, um drunter zu gucken. Und mit fehlt die Zeit zum Lesen, weil ich so viel SCHREIBE 🙂
          Ich werde bestimmt noch viele tolle Geheimnisse dieses Autos ergründen, der Tempomat stand ja auch nicht im Prospekt 😉

          Sandmann

          • bronx says:

            Wolle ma hoffe, es sind alles angenehme Überraschungen.
            Ich ziehe die Frage, die ich hier schon stellte, nach dem Typ der verbauten Automatik, zurück.

            • Sandmann says:

              Oh, jetzt lese ich es auch 🙂
              Ja, fünf Gänge, die aber schon seit 630.000 Kilometern halten, irgendwie beeindruckend…..

              Sandmann

              • bronx says:

                Öh . . ja! Na dann.

                • Sandmann says:

                  Und — wieder was gelernt!
                  Die Radbolzen der Stahlfelgen sind kürzer als die der Alufelgen und passen daher NICHT 🙁 Also alles wieder zusammengebaut, in die Garage geschleppt und auf die Suche nach langen Radbolzen gemacht. Scheißtag. Aber dafür hatte ich wenigstens eine etwas weniger verschraubte Mittagspause.

                  Sandmann

                  • Snoopy says:

                    So ist das immer 🙂
                    Joe le taxi ist Klasse ! Gewählt !
                    Es waren in den Türen auch die Dichtungsmaterialien in den Fugen die leider mit etwas anderem nicht so reagiert haben wie gedacht. Das Material haben auch andere verwendet. Das mit den Bolzen ist häufig so. Für einen Herzinfarkt geh mal zum Mercedeshändler und frage nach dem Preis. 😉

  5. Snoopy says:

    Ach und als (Fast) Eingeborener in Mercedestown:
    Jedes neue Modell der E-Klasse hat bisher Entsetzensschreie hervorgerufen. Beim 123 war es der Bonanzaeffekt, beim 124 anfangs auch allerhand Qualitätsprobleme (hab zu der Zeit da mal gejobt.)
    W210 war allein schon wegen seinem Aussehen eine bei manchen wenig geliebte Revolution… 😉

    • Sandmann says:

      Ay Snoopy,

      um auf dein Posting von weiter oben zu antworten, bei dem kein Platz mehr drunter ist: Die 20 Bolzen haben mich neu 25 Euro inkl. Versand gekostet. Allerdings… NICHT beim Freundlichen 🙂 Jetzt muss das Rumgeeier allerdings auch wirklich nur noch an den alten Reifen liegen, ansonsten hab ich eine echt krasse Aufgabe vor mir… 🙁

      Erste Bestandsaufnahme an der Aufhängung des rechten Teils der Hinterachse (da hatte ich das Rad schon runter, bevor ich gemerkt habe, dass die Bolzen nicht passen): Ich muss da mal bei. Rost (ach?), aber noch nicht durch. Glaube ich. Und wenn doch, da kommt man gut ran, dann wird das eben geschweißt…

      Zum Aussehen – ich bin den ja in den späten 90ern als schwarze Taxi-Limousine gefahren, mochte ihn sehr, hätte mir aber IM LEBEN nicht vorstellen können, mal so einen zu besitzen… Damals fuhr ich Audi 100 (den gleichen wie heute) und Cadillac Eldorado. 😀

      Sandmann

  6. marc_connor says:

    Moinsen, die Damen 😉

    Ich würde dem Daimler, schlicht und einfach den Namen DB verpassen!
    DB = Dirty Biscuit 🙂

    • Sandmann says:

      Ay Marc,

      😀 na na, Biscuit ja, er sieht ja aus wie ein Milchkeks. Aber soooo schmutzig ist er doch gar nicht, ich hab ihm vorhin sogar eine Wäsche spendiert. Nun rostet er NOCH mehr 😉

      Sandmann

  7. Touranus says:

    N’Abend 😉

    Bei meinen Eltern hießen die DB Ölbrenner seit Anschaffung des ersten /8 immer „Der Trecker“… (Ja, meine Eltern sind über 70) 🙂

    Meine kreativen Namensgebungen für den Volvo interessieren irgendwie niemanden. Alle nennen ihn einfach den „Elch“, außer zwei Kollegen, die tatsächlich auf „Blaue Lagune“ kamen… Ja, lässt mich das denn NIE in Ruhe??? 😛

    Wegen der Radbolzen kannst Du doch mal bei Kiesow gucken… oder?

    Dirty Biscuit finde allerdings auch sehr gut! 🙂

    • Sandmann says:

      Ay Touranus,

      aber du nennst den Volvo doch selbst den „Elch“, oder nicht….? Und „Blaue Lagune“ finde ich pauschal witzig, besonders wenn es mal reingeregnet hat. In Anlahnung an den Film und diverse Parodien darauf kannst du ihn auch „Nigel“ nennen 😀 chchch was war das, Hot Shots? Ich glaube ja.

      Wegen der Bolzen – ich konnte mir nicht vorstellen, die für kleines Geld beim Verwerter zu bekommen, also hab ich sie mir neu für einen Viertelhunderter bestellt. Passt. Und ist sauber 🙂

      Sandmann

      • Jürgen says:

        Hey Sandmann,

        ich glaub, das war der Film „Top Secret“…

        Wie ich nach über 3 Jahren auf diesen Beitrag komme? Über den Knudsen-Taunus natürlich. 😉

        Gruß Jürgen

        • Sandmann says:

          MUUHAHAHA 😀 Ah. Ja.

          Du, selbst ich wühle manchmal in meinen eigenen alten Artikeln, die gehen ja zurück bis 2007. Mann, war ich da jung……

          • Jürgen says:

            Erinnere mich nur nicht daran. Ich hab die Woche mal in meiner ‚Autochronik‘ gestöbert. Das ist noch ein Album mit Fotos aus Papier! Ja, sowas gab es mal! 😉

            Da hab ich Fotos aus dem Jahr 1995 von mir gesehen, da war ich grad noch 16. Wie viele Haare ich da noch aufm Kopf hatte. 😀

            Und teilweise weine ich den Autos noch nach: NSU Ro80, BMW 318i E36 in Neuzustand, einer der allerallerersten Seat Toledo von September 1991….

            • Sandmann says:

              Ay Jürgen,

              wenn du 1995 (das Jahr in dem ich zum ersten Mal Vater wurde) zarte 16 Jahre alt warst, dann kannst du davon ausgehen, dass ICH Papierfotos noch sehr gut kenne 🙂 Und na klar habe ich meine alten Schätze auch alle fotografiert, ich hab mal eine „Sex mit der Vargangenheit“ Reihe begonnen, wo ich meine Autos aufarbeite. Vielleicht mache ich damit mal weiter.

              Einen Ro80 hatte ich nie. Ich hatte immer Respekt vor der anderen Technik. Die sind ja immer noch nicht wirklich teuer, und ich finde immer noch schön. Aber ich glaube ich belasse es mit den Exoten bei meinem K70. Der ist schräg genug und auch letztendlich von NSU 😀

              Sandmann

              • Jürgen says:

                Hey Sandmann,

                NSU war schon toll, ja. Den K70 find ich herrlich!

                Ich hab eher vor dem Rost kapituliert – vor der Technik hab ich keine Angst. Eher davor, keine Teile mehr zu bekommen.

                Solltest Du Dich mal ins Internetforum der Alltagsklassiker in Österreich verirren, kannst Du Bilder von meinem Ro80 sehen. (Dafür musst Du aber angemeldet sein) 😉

                Gruß Jürgen

                • Sandmann says:

                  Ay Jürgen,

                  schick mir mal lieber so eins rum. Irgendwann. Ich bin mit den ganzen Oldtimerforen ein bisschen durch, da tummeln sich meiner Meinung nach sowieso immer die gleichen Leute 🙂
                  Das Hecktrieb-Forum ist mein neues virtuelles Zuhause…

                  Sandmann

  8. bronx says:

    Dirty Biscuit hat was! *Zustimm*!

    • Sandmann says:

      Stimmt, hat was. Aber ich finde El’s Vorschlag irgendwie noch ein bisschen liebenswerter. Mal gucken, vielleicht fällt mir gar selbst was ein? 🙂 Ich denke noch nach…

      Sandmann

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