(Un)geliebtes Vieraugengesicht

Nix durchgebrannt. Gar nix.

Nix durchgebrannt. Gar nix.

Es ist schon wieder Zeit für Sepia. Ich wühle nochmal in nostalgischen Gedanken, alten Zeiten und dem Geruch der Vergangenheit. Aber nope – dieses mal tauche ich nicht selbsttherapeutisch in meine zerrissene Kindheit ein und langweilige euch mit schlecht umzusetzenden Entschleunigungstheorien, heute geht es um mein ungeliebtes Taxi. Den Mercedes-Benz 290 Turbodiesel, das Vieraugengesicht, den alle so scheiße finden und den niemand so richtig ankommen lassen will. Ich fahre ihn jetzt einen Monat. Es ist noch keine teure Halogenlampe vorn durchgebrannt. Und überhaupt bin ich ein bisschen schlauer geworden und habe über die Macken und Mimosen dieser Baureihe gelesen – was dieses Modell für mich nicht uninteressanter macht – im Gegenteil 🙂

Überzogen? Ach neeeee...

Überzogen? Ach neeeee…

Lassen wir die Birnen also bei allen anderen durchbrennen, bei meinem halten sie. Länger als drei Monate, das war laut AutoBILD die durchschnittliche Lebenserwartung einer Scheinwerferlampe im W210. Außerdem gibt es überzogenen Servicewahn und überzogene ServiceINTERVALLE. In den frühen 90ern hatte ich mir mal geschworen, ja wirklich GESCHWOREN niemals ein Auto zu fahren, was mir diktiert, wann ich mich um Wartungen zu kümmern habe. Verdammt! Es ist 2013, und ich werde in die Hölle kommen. Und das nur, weil die beim letzten nachweislich vor wenigen Monaten durchgeführten Ölwechsel den BC nicht resettet haben 🙁 Mist. Dann kaufe ich mir wohl mal ein PC Interface und mach das selbst. Aber macht das alles überhaupt noch Sinn? Der Diesel hat 635.000 Kilometer auf der Uhr, und erst gestern habe ich gelesen, dass die 5-Gang-Automatikgetriebe der Baujahre 1997-1998 gern mal Probleme machten. Cool, genau so eins hab ich drin. Allerdings – seit ich es mit Respekt behandel und liebevoll die Gänge einlege schaltet es butterweich und ohne Aussetzer…. Ein Getriebe kann menschlicher sein als so manche Exfreundin.

Mit Liebe geschaltet

Mit Liebe geschaltet

Sie hatten Bakterien in den Tauchbädern, sagt man, damals bei den Daimlers. Deshalb sind die Modelle kurz nach dem frischem Auffüllen der Lackwannen immer einigermaßen sauber durchlackiert worden, doch je älter die Tauchbäder wurden desto rostanfälliger die teuren Sterne. Was Mercedes damals ganz schön Image gekostet hat. Man spricht von durchgerosteten Türen, Hauben und Federtellern schon im zarten Gebrauchtwagenalter. Mercedes hat alles bis vor wenigen Jahren immer noch auf Kulanz geschweißt, genietet und gerichtet, wenn das Fahrzeug einen einigermaßen vorzeigbaren Pflegezustand aufweisen konnte. Meiner fällt also auch hier aus der Reihe, er ist als Taxi einfach etwas runtergeritten und – hat tatsächlich nicht viel Rost. Genoss er den Segen des frischen Tauchbades? 🙂 Wer weiß. Gestern wollte ich die flatternden Hinterräder gegen nicht flatternde Hinterräder tauschen und konnte einen Blick in den hinteren rechten Radkasten erheischen. Kein Grauen. Nur Lack und Unterbodenschutz. Ein feiner plastelliner Innenradkasten, Kantenrost unter dem Dämpfer, alle Verschraubungen tadellos.

Keine Rosthölle, wirklich nicht.

Keine Rosthölle, wirklich nicht.

Ist dieses Auto vielleicht doch gar nicht so schlimm, wie viele sagen? Ungewohnt anders war er damals, „hässlich“, weil seine vier Augen nicht mal rund, sondern oval sind und Streuscheiben aus Kunststoff statt aus Glas haben. Die werden gern blind – bei meinem sind sie vor einem Jahr neu gekommen. Außerdem habe ich ein vor-MOPF (Modellpflege) Modell, bei dem nehmen die Rücklichter die ovalen Eierformen der Front stilistisch wieder auf – irgendwoher musste ja der red dot Design Award kommen. Die dicken Kotflügel und die prallen Flanken – das alles hat etwas typisch mercedesmäßig Erhabenes. Man liest, der W124 sei der letzte echte Mercedes gewesen. So ein Quatsch. Der war super, gekonnt komponiert und stimmig gestaltet. Aber er hat mit seinen Wasserbasislacken je nach Baujahr noch mehr gerostet als der W210, und ich muss ohne rosa Brille sagen dass das Raumgefühl in diesem Modell hier und heute wahrhaft gewaltig, ja nahezu kathedral ist. Der 124er passte da eher wie ein knappes Badehöschen. Parallel lerne ich, dass die Alufelgen längere Radbolzen als die Stahlfelgen benötigen und baue alles wieder so zusammen, wie ich vorhin angefangen hatte. Schaue ich eben in ein paar Tagen nochmal nach, ob das Flattern wirklich an den Rädern liegt. Wenn die 20 neuen Radbolzen von ebay da sind.

Vollgas über die Rampe

Vollgas über die Rampe

Um die Frage von weiter oben zu beantworten: JA, das macht Sinn. Nach mehr als einer halben Millionen Kilometern klappert nichts, der Fünfzylinder nagelt seine vertrauenerweckende Melodie in den Morgenhimmel und die wuchtigen, schwulstigen Bleche um mich herum bauen mir eine Burg, die im Innern von Holz und Kunststoff verkleidet wird. Es ist ein echter Mercedes. Und sicherlich nicht der letzte echte Mercedes. Wenn die Türen hinter mir nach ich-weiß-nicht-wie-viel-tausend mal auf und zu ins Schloss fallen und noch immer schmatzen wie am ersten Tag (die von Rudolf Diesel, meinem Passat hingen schon derbe runter), wenn der alte Direkteinspritzer nagelt als könnte ihn nichts auf dieser Welt unterbrechen, wenn diese ganze Fuhre voll beladen aber erhaben über norddeutsche Bundesstraßen gleitet und dabei richtig Spaß macht… dann frage ich mich, warum man überhaupt noch irgend ein anderes Auto fahren sollte? Außer einem Ford Taunus vielleicht. Hm. Oder einem Audi 100. Oder einem K70. Aber wie dem auch sei – kennt ihr noch mehr Horrorstories zu diesem Modell? Macken, Bugs, liebenswerte oder hassgeprägte Geschichten? Erzählt sie mir. Ich werde die Ursachen am eigenen Auto demonstrieren 😉

Ich mag den… ECHT …

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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35 Responses to (Un)geliebtes Vieraugengesicht

  1. Snoopy sagt:

    Er hat damals die Gemüter wegen seines Aussehens erregt. Die Käuferschicht ist in der Regel dann doch etwas betagter und konventioneller. Aber gekauft wurde er ja trotzdem.
    Das ist wie beim Porsche die Spiegeleier und die Wasserkühlung.
    Das mit dem Fensterheberschalter hatten die schon ganz früh.
    Ich muss das mit dem Dichtungsmittel der Nähte mal raussuchen.

    • Sandmann sagt:

      Ay Snoopy,

      na ja, er war vor allem VIEL rundlicher als seine Vorgänger 🙂 Ich bin eben gerade als ganz früher Vogel über den hiesigen Schrottplatz gestromert und fand dort einige brauchbare Teile der Inneneinrichtung, die ihn ein wenig ent-taxen könnten. Anderer Handschuhfachdeckel, zusätzliches Ablagefach (statt Halterung für das Taxameter) und Fußmatten aus Stoff und nicht aus abwaschbarem Plastik. Mal sehen, wie ich heute so meinen Abend verbringe 😀

      Sandmann

  2. Sandmann sagt:

    Hahahaaaaaa 😀
    Es geht schoooooon los mit den Geschichten. Eigentlich wollte ich nur KURZ gucken, warum die Heizung im linken Spiegel nicht heizt. Am Ende hatte ich einen gebrochenen Spiegelträger, ein ausgebautes Handschuhfach, fünf Schrauben versenkt in den oberen Lüftungsschlitzen vor der Frontscheibe, neue Fußmatten und KEIN Taxameter mehr. Aber – das ist eine andere Geschichte 😉

    Sandmann

  3. also es gibt wirklich schönere mercedes. aber ich kann nur bestätigen, dass der w210 ein höchst komfortables auto ist. und zwar auch komplett ohne extras.

    ich bin letztes jahr mit nem kumpel ne größere tour damit gefahren. unser wagen war ein faceliftmodell mit dem kleinsten diesel und ordentlich rost rundum. ehemalig wurde der von einer romatruppe als wohnwagenzugfahrzeug genutzt und entsprechend „gut“ gepflegt. trotzdem hatte dieses abgerockte möhre mehr würde und wohnlichkeit gewahrt als ich es je bei einem anderen 90er jahre auto in vergleichbarem zustand gesehen habe.

    außerdem top: die sitze sind so bequem, dass man auch mal ne nacht fast wie im hotel drauf pennt (ich hab schon in vielen autos geschlafen, der benz war der beste).

    • Sandmann sagt:

      Schönheit liegt ja in den (vier) Augen des Betrachters 🙂

      Aber ich kann bestätigen, dass der Komfort und das Gefühl von Wertigkeit nicht antiproportional mit den gefahrenen Kilometern laufen, auch meine mittlere Tochter (FAST 13) stellte fest, dass in dem Kilometerfresser sich innen noch alles so anfühlt wie fast neu. Und das bei einem TAXI! 🙄
      Die Sitze sind aufgrund der vielen Kilometer ein bisschen…. nun… zumindest vorn durchgesessen. Da sind schon eine Zusatzauflage und Schaffelle drauf, und ich habe noch immer das Gefühl, mit dem Arsch fast auf der Straße zu sitzen 😉 Aber schlafen kann man da bestimmt trotzdem gut drin, ich mach das ja ganz gern, schau mal: http://www.sandmanns-welt.de/schlafen-im-auto/
      😀

      Wir sollten mal über ne Blogverlinkung nachdenken, ich mag deine verrückten Geschichten ganz gern 🙂

      Sandmann

      • die idee ist gut. hab dich verlinkt und heute auch nen surftipp zu dir und nem kumpel geschrieben.

        http://bamako-motors.blogspot.de/2013/09/fusselblog-fur-alle-die-ihn-noch-nicht.html

        gute blogs liest man ja immer gerne. 🙂

        • Sandmann sagt:

          Daumen hoch, Herr von Schmoddershagen 🙂

          Ich werde mich revangieren und die Tage mal eine „Tellerrand“ Kategorie einrichten, es gibt ja immer mal wieder Perlen im Netz, und wenn man die aus der Auster rauspult kann man die ja auch gern den anderen zeigen…

          Einen guten Start in die neue graue Woche!
          Sandmann

        • marc_connor sagt:

          Ahhhh, die Bamako`s … die Elitetruppe der Fussel-Szene, ist jetzt auch hier vertreten?

          Find ich klasse!
          Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört! 🙂

          • Sandmann sagt:

            Oh, man kennt sich schon?
            Wenn ich nicht so viel beruflich schreiben müsste, hätte ich LÄNGST ein Feature verfasst. Aber das kommt, Freunde, das kommt. Allein dieser 50er Jahre Passat 😀

            Und Digga, danke für den SPIESSER! Na warte…

            Sandmann

            • marc_connor sagt:

              nein nein … wir kennen uns nicht persönlich!

              Aber ich habe diese verrückten Kreativspinner schon eine ganze Weile im Auge und meine Begeisterung wächst ständig!
              Diese Jungs zelebrieren genau das, was wir DAMALS (TM) im Osten getan haben. Unser Motto war … Es muss LAUFEN, SICHER sein und dennoch ANDERS aussehen!

              Und hey … Den SPIESSER würde ich fast schon als Kompliment interpretieren! In unserer MEDIAL zugeschissenen Welt, in der jeder ein Superstar sein will … und letztendlich doch nur ein pupsiger Mitläufer ist … sind Spiesser die eigentlichen Helden. 😉

  4. marc1 sagt:

    Mein Freundeskreis hänselt mich seit Jahren, wegen meines „Opaautos“ (W210 Limo in Silber). Mein Kumpel hat einen ca 5 Jahre älteren und der war voll auf rosttechnisch. Mein 95er hat „noch“ nix, obwohl er vor der Garage nächtigt. Aber wenn ich wählen könnte, hätt ich nen Kombi, deutlich praktischer, da man bei mir nicht die Rückbank umklappen kann.. Egal, meiner ist seit knapp 80.000 sehr zuverlässig. Ein paar Birnen gabs schon, sowie Schiebedachinnenleben und Zentralverriegelung. Aber alles cool bei knapp 180.000. Gruss, der gasende Oberlehrer

    • marc1 sagt:

      Oh sorry, hab mich vertippt. Der 210er von Armin ist natürlich ca 5 Jahre jünger als meiner. Sorry. Marc

      • Sandmann sagt:

        Ay Marc,

        na das lässt mich hoffen, meiner hat ja nur rund viermal so viel wie deiner gelaufen 😀 Allerdings ist die Limousine in SILBER tatsächlich die Vorstufe zum Kiefernholz-Sarg, oder? Ich finde ja meinen Elfenbein-Lack inzwischen recht cool, aber da ich ein paar Roststellen wegmachen möchte muss da was anderes rauf. Ich werde ihn NICHT in Taxifarbe nachlackieren 😉

        So, jetzt aber erstmal ab auf das Hamburger Stadtpark Revival, schnelle Autos gucken!

        Sandmann

        • marc1 sagt:

          Also, mein Silber sieht schon a bissel besser aus, sit die Scheiben dunkel foliert wurden. Plus Harley Aufkleber. Das passt. Dunkeles Interiör dazu sieht gar nicht mehr so scheiße aus. Gruss, der gasendes Oberlehrer Marc

          • Sandmann sagt:

            Oha Marc…
            folierte Scheiben? Ist das nicht ein bisschen sehr 90er? 🙂
            Na wie dem auch sei – bereitet euch mal auf eine ziemlich schräge Mofatour vor. Demnächst auf diesem Kanal…..

            Sandmann

            • marc_connor sagt:

              Moinsen Sandmann,

              sein Benz ist doch ein Fahrzeug aus den 90ern! Demzufolge ist die Fickfolie durchaus zeitgemäß. 🙂

              Davon mal abgesehen … es gibt weitaus schlimmeres, was man einem Benz antun kann. Zum Beispiel verchromte Radläufe!! *iiihhhhhhhhhhgittttt*

              • Sandmann sagt:

                Ay Marc,

                Fickfolie? 😀 gniiihihi, okay, auf zeitgemäß lasse ich mich ein.
                Verchromte Radläufe waren aber auch ECHT hip damals oder? Fuuuuuuurchtbar. Und dann noch um die Rücklichter und alle vorhandenen Sicken diese kleinen, selbstklebenden Chromleisten, die es mal bei Penny gab 🙂

                KOTZKOTZKOTZ.
                Aber jeder wie er will……

                Sandmann

                • marc_connor sagt:

                  autsch … jaaaaaaaa,

                  Diese Chromleisten hatte ich erfolgreich aus meinem Gedächtnis verdrängt. Und DU mußt das jetzt natürlich wieder vorholen … wie war gleich nochmal die Telefonnummer meines Psychiaters? *lach*

                  Aber, diese „stylischen“ Chromleisten trifft man hier im tiefsten Osten heute noch an.

                  Die verantwortlichen „Kunsthandwerker“, sind hauptsächlich kettenrauchende Frührentner … und die bevorzugten Fahrzeuge sind Mazda 626 und Nissan Primera aus der 500 Euro Kategorie! 🙂

                  Das waren zu ihrer Zeit, mal richtig gute Autos und derartige Misshandlungen haben die eigentlich nicht verdient!!

                  mit sozialistischen Grüßen,
                  marc 😉

                  • bronx sagt:

                    . . . „kettenrauchende Frührentner“ 😀

                    Ich habe so ein Exemplar in der Nachbarschaft! Der fährt einen E-30 mit Radlauf-chrom *schüttel*
                    Dazu gibts noch „Kokosmatten“-Sizbezüge 🙄

  5. marc1 sagt:

    Das mit der „fick“ Folie will ich nicht gelesen haben. Sie dient dem Schutze meiner minderjährigen Insassen. Chrom ist auch nicht meins. Bei meinem Benz hab ich noch den Kühlergrill bzw. das Innenleben getauscht. Ich fand die Elegance Variante nicht schön und war noch günstig dazu.
    Gasende Grüße, Marc

    • marc_connor sagt:

      Hey marc,

      hihihi … das bezog sich nicht auf deinen Benz! Wir haben nur deinen Beitrag missbraucht, um über Design-Sünden zu schwafeln. 😉

      Nichtsdestotrotz, kenne ich diese Folie nur unter dem „Fachausdruck“ Fickfolie. Die ist ja dazu da, damit keiner sieht, was die ganzen Kevins mit ihren minderjährigen Beifahrerinnen auf dem Rücksitz veranstalten! Sie wissen schon …. knick knack 😉

      • Sandmann sagt:

        Die Marcs 😀

        Ich muss aufpassen, dass ich euch auseinanderhalte, nicht dass ich mal dem einen mein Innerstes verbal vor die Augen kotze und eigentlich den anderen meinte….. hihi…

        Ich habe original heute Mittag so einen Chromleisten W210 mit Leisten um ALLES, um das man Leisten machen kann gesehen. Leider nur im Vorbeifahren, ich konnte die Kamera nicht schnell genug anmachen… Krass. Es gibt sie noch.

        Die schwarzen Folien fand ich persönlich schon immer blöd, ich mag es nicht, wenn ich nach hinten raus ein eingeschränktes Sichtfeld hab. Sei es Folie, das elektrische Heckrollo meines V8 oder eine stilechte Schallusie (wie schreibt man das? Jealousy? Nee – das ist Eifersucht. Chalousie? Argh) aus den 70ern in meinem Taunus – alles bleibt entweder draußen oder unten. Ich muss hinten rausgucken können. Aber jeder wie er will…

        Sandmann

        • marc_connor sagt:

          Also hier in Sachsen Anhalt / Sachsen wird es DSCHALLOOOSIEE ausgesprochen … ungefähr so wie „Schaggeline had eeene Dasche aus Groggediehl-Ledoor“

          Du kannst uns nicht auseinanderhalten? Sollte ich mich vielleicht umbenennen … in ähmmm DDR-Mark (oder Marc)? *grins*

          • Sandmann sagt:

            Ay einer dieser Marcs,

            umbenennen ist nur notwendig, wenn ich gravierende Verwechslungspöbeleien starte. Oder dich frage, wie es deinem W210 geht. Das kann passieren, ich bin nicht mehr der Jüngste 😉

            Sandmann

            • marc_connor sagt:

              Ich bin doch auch nicht mehr der Jüngste … obwohl ich mich durchaus gut gehalten habe *grins*

              Deshalb verspreche ich dir hiermit … solltest du mich irgendwann mal, auf meinen nicht vorhandenen W210 ansprechen, werde ich dich nicht auslachen! Ich kauf mir dann ganz einfach schnell so einen Hobel und erzähl dir paar schöne Geschichten darüber. *hehehe*

              marc II

              • Sandmann sagt:

                Ay benzloser Marc,

                das ist fein, es soll die ja schon für unter 1000 Euro mit einem Jahr TÜV geben 🙂 Mach mal. Versprochen…?

                Sandmann

                • marc_connor sagt:

                  Mahlzeit, Mr. Taxidriver 😉

                  Du wirst Lachen, aber ich denke da ernsthaft schon ne ganze Weile (ca. 23 Minuten *lol*) drüber nach!
                  Weil … ich finde einfach keinen vernünftigen V70! Das ist zum Verzweifeln. Entweder sind sie zu Teuer … meine Vorstellung liegt bei 2000 Schleifen … oder total runtergeritten.

                  Wenn ich dann mal einen guten finde, hat er geplatztes Teilleder! Ich kann Teilleder nicht ausstehen!!
                  Wer hat sich solchen Blödsinn ausgedacht? Teilleder … warum nur TEIL? Das ist ungefähr so, wie Reinstecken ohne Absprit***

                  jaaaa, ich hör ja schon auf *lach*

                  • marc1 sagt:

                    Nabend. Hier ist der W210 Marc. Hab vor kurzem nem Kumpel einen V 40 für schlappe 1200 Euronrn vermittelt. 200 auf der Uhr, Gebrauchsspuren, aber läuft wie nen Dop. Wäre nicht meine erste Wahl, will ja wieder ins Dieselland, aber scheint zuverlässig seinen Dienst zu tun. Bj schon was älter aber von Rost keine Spur. Einen der letzten 850er oder ersten V70 fänd ich auch chick, als Diesel. aber mit grüner Plakette??? Gruss, der gasende Marc

  6. m30lars sagt:

    Moin, das ist mein erster Post hier, obwohl ich schon seit bestimmt 6 Jahren hier mitlese :D. Nun gut.

    Einen W210 Kombi hab ich für einige Zeit als Lastesel benutzt. Komfort und Platz sind meiner Meinung nach in dieser Klasse unschlagbar.

    Leider hat uns ein Unfall getrennt.

    Zum Thema Rost, kann ich 2
    Beispiele aus dem Freundeskreis
    meiner Eltern nennen.

    Dort gibt es 2 befreundete Pärchen. Alle 2 fahren Mopf-Modelle ab 99. Das eine Paar kaufte ihren W210 als
    Vorführerund hat den Benz sofort nach Kauf versiegeln lassen. Bis
    heute keinen Rost.

    Das andere Paar kaufte Ihren W210
    als 2 Jährigen ebeim Händler.Nach
    nicht einmal 3 Jahren waren die
    Wagenheberaufnahmen, Heckklappe
    und die Radläufe weggefault.
    Pflegemangel oder ein einen harten
    Winter schließe ich mal stark aus, da
    die bei uns im Ruhrgebiet nicht so
    schlimm sind.

    Mein Fazit, was hier auch schon wohl mehr als bekannt sein darf ist, dass wohl generell bei MOPF Modelle bei der Qualität gespart wurde. Der W124 bzw E-Klasse von 93-95 ist da ein gutes Beispiel.

    So, das waren meine paar Zeilen. Das schreiben über ein Smartphone kann anstregend sein 😀

    Gruß vom E28-fahrenden Lars

    • Sandmann sagt:

      Ay Lars,

      hey – willkommen unter den Auch-mal-Kommentierenden 🙂 Sehr schön, und nächstes mal dann gern vom Desktop, da tippt es sich besser, oder?

      Dass bei den späten W124ern und dann auch beim W210 gespart wurde ist bekannt. Mercedes hat in den 90ern erstmals den Rotstift angesetzt, sowohl bei den Materialien als auch bei der Fertigung. Das siehst du ja auch schon im Interieur, es ist nicht mehr so wertig wie bei den Vorgängern.
      Die Rostprobleme sollen allerdings, so sagte man mir, an einer Bakterienverseuchung der Tauchbäder gelegen haben. Und vor diesem Hintergrund scheine ich ein recht gutes Exemplar erwischt zu haben, klar hat der Rost, aber das ist nix, was sich nicht an einem einzigen Wochenende mit ein paar Blechen wieder zuschweißen lassen würde. Und die vorderen Federaufnahmen sind schon mal gemacht worden.

      In meinen Augen ist dieses Modell ein echter, vollwertiger Benz. Alle danach waren filigraner, kleiner. Er hat fett ausladende Rundungen, ich mag das 😀 Und seit ich die alten Sommerreifen auf Alufelgen wieder drauf habe gleitet er flatterfrei über die Bahn. Geil!

      Mit deinem E28 bist du aber auch sehr komfortabel unterwegs… Liest du denn hier mit seit dem AutoBild Artikel über die verbleichenden Luxuslimousinen, der mir so katastrophal gekürzt wurde?

      Grüßlis
      Sandmann

  7. m30lars sagt:

    Moin Jens,

    ich bin durch den V8 hier hin gekommen, da ich mir mit meinen damaligen 19 Jahren mal ein dickes Auto kaufen wollte. Der V8 war zwischen 2004/2005 noch relativ billig zu bekommen, aber Aufgrund der Folgekosten habe ich mein Vorhaben schnell wieder verworfen.

    Ich bin sowieso mehr der BMW-Freund 😉 – Meinen E28 habe ich mir dieses Jahr im Januar gekauft und wieder aufgebaut. Es ist noch immer erstaunlich wie sich so ein altes Auto fahren lässt. Komfort und Sportlichkeit in einem. Kein Schnickschnack. Außer einer ZV und elektrisch verstellbaren Außenspiegel, kann nichts elektronisches kaputt gehen :D. Optisch sieht er aus wie der erste E28 M5. Dieser BMW wird auch nie mehr gehen, da ich mit dem E28 aufgewachsen bin und sehr lange gesucht habe. Ich habe ehrlich gesagt jedes mal ein Grinsen im Gesicht wenn ich auf das Auto zu gehe.

    Im Alltag fahre ich seit einigen Jahren schon einen BMW E39 von 2003. Hier reden wir zwar von einem Auto was sich toll fahren lässt und viele Spielereien hat, aber rein vom emotionalen Aspekt, ist es für mich nur ein Fortbewegungsmittel was sich toll lenken lässt und ein tolles Urlaubsfahrzeug ist. Vom Wertverlust und dem ganzen Geld was ich schon in elektronischen Reparaturen reinstecken musste mal ganz zu schweigen. Der E39 wird wohl noch ein paar Jahre bleiben. Wenn ich bedenke, was ich in den letzten 5 Jahre reingesteckt habe und was der Wagen seit Kauf an Wert verloren hat, wird mir ehrlich gesagt schlecht.

    Sollte ich im nächsten Jahr meine Duplex-Garage bekommen, werde ich mir wohl noch einen zweiten Youngtimer in die Garage stellen. Schwanke momentan zwischen W126 oder einer alten Opel-Limousine. Ich bin mir da aber noch sehr unschlüssig. Gibt soviele interessante Autos die ich mir gerne vor die Tür stellen würde 😉

    Sonnige Grüße aus dem Ruhrgebiet

    • Sandmann sagt:

      Bester Lars,

      dann bist du einer von den wenigen Menschen, die mir bekannt sind, die sich ERST ne Doppelgarage hinstellen und DANN überlegen, was der zweite Wagen da drin sein wird 😀 Ein Traum.

      Dem W126 bin ich auch sehr zugetan. Es gibt so rund 10 Autos, die ich gern noch hätte. Der absurdeste davon ist wohl der Fiat 131 Mirafiori 🙂 Aber das ist eine lange Geschichte. Alle zusammen, wenn ich den 911 rauslasse, kosten keine 25.000 Euro.
      Aber ich bin noch mal vernünftig, allein, mir fehlt der Platz…..

      Sandmann

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