Was liegt denn da?

Hals über Kopf

Hals über Kopf

Ein neuer Tag am Mittelmeer, ein neuer Tag in Frankreich und wir vier gleiten im dunklen dicken Daimler dezent dahin. Ziel: Montpellier, wo in den 80ern der kleine Daniel Leroc aus den Schulbüchern im camion gelandet ist und von wo ihn sein Vater mit dem Auto abholen musste 🙂 Es ist nicht viel los auf der Nebenstraße, ein paar Autos kommen uns entgegen, eines davon liegt am Straßenrand im Maisfeld auf dem Dach so rum. Huch? Da halte ich doch schnell mal an und gucke, was da los war. Oder ist. Oder sein wird?

irgendwie ein bisschen schräg das alles

irgendwie ein bisschen schräg das alles

Die Szene ist tatsächlich ein bisschen bizarr. Bei allerschönstem Sommerwetter mit fusseligen Schönwetterwolken vor einem blauen französischen Himmel liegt ein Auto am Straßenrand. Irgend so ein Renault Kombi, Lennart weiß vermutlich genau, was das für einer ist 😉 Oder Touranus, kannst du helfen? Niemand wurde verletzt, keine Tiere sind zu Schaden gekommen, kein Blut und keine Knochensplitter. Nur dieses Maisfeld, die Wärme und das Auto, an dem alle anderen vorbei fahren. Ich lasse Sie mal mit den Bildern allein, was soll ich da auch groß zu schreiben…?

Scheiße geparkt...

Scheiße geparkt…

Wie eine Posterwand

Wie eine Posterwand

Der Autor ist stutzig

Der Autor ist stutzig

brauch ich da noch was von? Nö.

brauch ich da noch was von? Nö.

multiple Ausstiegsmöglichkeiten

multiple Ausstiegsmöglichkeiten

Die Airbags haben wohl funktioniert...

Die Airbags haben wohl funktioniert…

Stand Up! Na los!

Stand Up! Na los!

Ein bizarres Kunstwerk

Ein bizarres Kunstwerk

Schräg, oder? Da stellt man sich doch nun einige Fragen, was da wohl passiert sein könnte. Glatt war es sicherlich nicht, auch nicht regenrutschig. Hier ist es seit Wochen furztrocken. Ob der Fahrer eingeschlafen ist? Ob vielleicht die Achse einfach so brach? 😉 Vielleicht war jemand abgelenkt von einer SMS auf dem Handy, und von links kam ein Krokodil oder so? Hm. Was meinen Sie? Ich steige jetzt erst einmal wieder in meinen Daimler zu meinen Töchtern und dem Typen mit der Mütze.

...und weiter gehts

…und weiter gehts

Sensationstourismus ist ja so GAR nicht meine Welt, und wenn da grad jemand rausgekrabbelt wäre hätte ich bestimmt keine Bilder gemacht – sondern geholfen. Aber stellen Sie sich mal vor, Sie fahren so in Frankreich durch die Gegend, und am Straßenrand steht plötzlich Ihre Oma und winkt. So ähnlich fühlte sich das grad an. Die drei und ich dieseln jetzt weiter nach Montpellier, von da aus gibt es dann noch ein paar echte touristische Bilder. Eine schöne Stadt, aber das wissen wir jetzt ja noch gar nicht 🙂

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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6 Responses to Was liegt denn da?

  1. Mario Gaa sagt:

    Da liegt kein Renault, sondern ein Citroen Xsara Kombi.

    😉

    Aber sowas ist wirklich spooky. Man hört ja immer wieder davon dass Leute von der Unfallstelle flüchten. War hier vielleicht auch so.

    Oder der Südländer ist schlicht und ergreifend viel entspannter und lässt die Karre einfach noch ein bisschen liegen. Liegt ja immerhin nicht auf der Straße.

    • Sandmann sagt:

      Ay Mario,

      ich glaube auch an Variante zwei. Ist wie mit den Häusern, wenn es alt und kaputt ist bleibt es einfach stehen und man baut 100 Meter weiter links ein neues. Und das alte verfällt 🙂
      Jedenfalls sah es nicht so aus, als ob das eben gerade erst passiert ist. Die Räder haben sich nicht mehr gedreht, der Motor war nicht mehr warm 🙂

      Sandmann

  2. Lennart H sagt:

    Moin Jens,

    freue mich über die Erwähnung und bedanke mich per Kommentar.

    Also, Mario war ja nun schon schneller als ich, was den auf-dem-Rücken-liegenden Franzosen angeht. Mir ist ja bekannt, dass du eher francophob ist, was Automobile angeht, aber die Raute von einer Zitrone unterscheiden hätte ich dir schon noch zugetraut. Obwohl das sicherlich nur rhetorisches Stilmittel war, um die Interaktion der Leser zu fördern. Falls ja, klappt ja ganz gut 😀

    Freue mich immer, deine Artikel zu lesen. Du hast einen sehr schönen Schreibstil, der die Berichte weder langweilig noch zu Auto-lastig macht, sondern einen äußerst lesenswerten persönlichen Touch hinzufügt. (jetzt darf ich bloß nicht ausrutschen)

    Bis bald,

    dein Nachbar, noch, leider, …

    • Sandmann sagt:

      Ay Lennart,

      einer meiner Lieblingsnachbarn. Stimmt, ich sollte einen Citroen von einem Renault unterscheiden können, aber der lag ja auf dem Kopf 😉 Rhetorische Stilmittel setze ich anderswo ein… Ich kenne es ja, dass meine „Reiseberichte“ zwar viele Leser, aber nicht viele Kommentare haben. Macht ja nix. Ich verdien damit ja kein Geld 🙂

      Danke für das umfassende Lob. Jetzt muss ich nochmal sehen, wie ich deine Übernachtung bei uns in meinem Benz einbaue. Nach diesen Lorbeeren nicht so schlimm wie geplant 😀

      Sandmann, der IMMER dein Nachbar sein wird 😉

  3. Will Sagen sagt:

    Oh, soll ich auch wieder Unfallfotos posten ..?

    • Sandmann sagt:

      Neeeeeee Will,

      denn a) sind da meist Menschen mitten im Alltag grad zu Schaden gekommen und b) haben die Leute es auf ihren Pinnwänden, auch wenn sie es nicht sehen wollen. Ist schon gut so, wie es ist. Ich mach’s auch nicht so oft, wie du weißt 🙂

      Das ist hier ja kein Unfall, das ist ein Auto, was scheiße geparkt wurde.

      Sandmann

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