Wege zum Himmel

Ein wirrer Titel, aber Sie werden verstehen. ¡Hola! Gemeinde.

Die Schönheit und die Natur

Die Schönheit und die Natur

Es grüßt der Typ ohne Gürtel! Sie erinnern sich vielleicht an den gestrigen Tag… Und auch wenn mir die Hose fürchterlich rutscht, gehe ich heute ein bisschen schlauer vor und teile mir den Mercedes Benz SLK Roadster NICHT wieder mit meinem Bloggerfreund MC Winkel. Das liegt nicht an ihm selbst, sondern an meinen nennenswerten Gleichgewichtsproblemen auf der Beifahrerseite. Heute würde ich gern ohne Übelkeit in den Sonnenuntergang lächeln 🙂 Aber bis zu diesem Sonnenuntergang ist es noch ein langer Weg, der uns über einige kurvige Küstenstraßen erst an eben diese selbst und heute Nachmittag über noch viiiiel kurvigere Straßen fern der Küste hoch auf den Pico del Teide führen soll, den mit 3700 Metern höchsten Berg Spaniens. Erneut Tanz auf dem Vulkan, diesmal aber auf einem erloschenen. Impressionen ohne Dach. Meistens.

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück.

Heute wird es ein würziger Tag

Heute wird es ein würziger Tag

Spektakulär. Nicht nur phantastische Bilder der Fahrzeuge hängen an der Wand und alle Servicekräfte tragen Mercedes-Schürzchen, nein, sogar der Zucker zeigt heute früh einen Stern. Soll das auf die Süße der Insel hinweisen? Oder soll es ein Vorgeschmack auf die Würze abgeben, die der heutige Tag in einem offenen SLK Roadster verspricht? Ich weiß es nicht. Tapas zum Frühstück sind auch nicht so meins, also überlasse ich die Tintenfische und Salzheringe den Lifestylejournalisten und labe mich an spanischer Salami, pikantem Landkäse, Weißbrot und dampfendem Cappuccino. Mehr braucht das Bloggerherz nicht, es ist noch recht früh und wir haben 250 Kilometer vor uns.

Schon auf dem Weg zum Produktbriefing und der Streckenpräsentation schlägt mein Motorenherz schneller. Alt trifft neu. Und hey – so sehr unterscheiden die beiden sich gar nicht…

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Hach, ich freu mich. Und die Sonne kommt auch ein bisschen raus!

Tobias Müller erläutert die Streckenverläufe der ersten beiden Etappen und weist auf die Besonderheiten hin, die uns entlang der kurvenreichen Straße begegnen werden. Genau genommen geht es heute einmal ganz um die Insel rum. Mittags-Tapas werden an der Südspitze am Strand gereicht, bevor wir am Nachmittag die Autos auf den Pico klettern lassen. Dort steht eines der bedeutendsten Observatorien der Welt. Schauen wir mal. Ich greife mir einen göldlichen SLK, die roten waren natürlich alle schon wieder von den Fernsehteams vergriffen. Dazu gibt es die Pressemappe und ein Roadbook, was den Streckenverlauf bildlich darstellt und die Sehenswürdigkeiten herauskehrt. Außerdem sind alle Ziele und die Routen ins Navi eingegeben… aber dass ich mich darauf nicht blind verlassen sollte hat schon die Reise im CLS durch Californien gezeigt 😉

Okay, das ist dann für heute wohl meiner

Okay, das ist dann für heute wohl meiner

Mein Auto für heute. Mein Begleiter durch die Welt der Tapas und der kleinen Fisch-Snacks (buäh!), mein Streitross für den guten Geschmack und mein römischer Camaro gegen alle meine Vorurteile in Sachen Mercedes SLK. Ich ziehe meine rutschende Hose hoch, setze mich rein und fühle mich nach den noch gar nicht lange zurück liegenden CLS Erfahrungen regelrecht zu Hause… Es sind ein paar weniger Zylinder und es ist ein kleines bisschen enger, dafür kann ich aber offensichtlich das Dach wegmachen. Zumindest behaupten das die Veranstalter, als sie uneigennützig Sonnenmilch verteilen. Okay. Mein Köfferchen befindet sich in dem gleichnamigen Kofferraum, so, dass ein sich öffnendes Klappdach da auch noch reinpasst. Alles ist gut vorbereitet. Die Kamera ist aufgebaut. Und nun einfach einmal intuitiv an einigen Knöpfen gedrückt, mal sehen, was passiert…


Wow. Fein. Das mag ich. Können wir dann mal los?

Keine Rothäute im März!

Keine Rothäute im März!

Nein, noch nicht ganz. Verschiedene Journalisten und sonstwelche Menschen, die am gestrigen Tag schon das eine oder andere Oben-offen-Auto gefahren sind, erläutern den hier Anwesenden mit sonnenverbranntem Gesicht, dass wir doch das mit der Sonnenmilch bitte bitte ernst nehmen mögen. Sonst sähen wir heute Abend so aus wie sie. Das will ja keiner, ich will nicht wie ein typischer Motorjournalist aussehen, womöglich wächst mir dann auch noch ein Schnurrbart? *grusel* Dann creme ich mich doch lieber ein 🙂 So, Jungs. Markus vom Mercedes Benz Passion-Blog vorweg, in der Mitte MC Winkel, der Verrückte mit dem whudat V-Log und ich hinterher. Zunächst nur eine kleine Ecke weiter, runter ans Wasser, mal allen zeigen dass mein Gürtel fehlt.

Oben offen am Atlantik

Oben offen am Atlantik

Da. Hose rutscht! Aber egal. Ich muss mich ganz schrecklich doll zusammenreißen, sonst stoppe ich alle 400 Meter und schieße ein paar Fotos, auf denen ich in irgend einer Weise neben diesem offenen Auto stehe und entweder die Arme hochreiße oder gedankenverloren in die Ferne blicke. Sie müssen das in diesem und in dem nächsten Blog noch ein paar mal ertragen, und glauben Sie mir, ich habe schon sehr viele derartige Bilder rausgekürzt :roll: Es wird einem aber auch nicht leicht gemacht. Der kleine Wagen fährt sich mit seinen gut 200PS agil und kraftvoll, klingt dabei wegen der mechanischen Klappen in den beiden Auspuffrohren wie ein Großer und lässt sich obendrein auch noch komfortabel gleiten, obwohl ich roadstermäßig mit dem Hintern gefühlt direkt auf der Straße sitze. Komme ich da alleine überhaupt jemals wieder raus? Ich bin ja nicht mehr der Jüngste.

Weiter. Lassen wir einmal oldschool die Pferde frei, wie Opi damals!


Dabei sind das noch gar nicht die richtigen Berge, die kommen ja erst noch. Hätte ich bei der Präsentation besser zugehört (und mich nicht um einen weiteren Kaffee mit Mercedes-Zucker bemüht) wüsste ich das.

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Es wird ein bisschen weiter oben auch schon wieder Zeit für ein langärmeliges Hemd… Ach ja, da ist wieder so ein Caspar David Friedrich Bild 🙂 Horizonte schaffen Ausgeglichenheit.

Wenig Platz neben der Straße

Wenig Platz neben der Straße

Sie warten schon die ganze Zeit händereibend auf Testergebnisse und Fakten in Zahlen, woll? Da muss ich Sie ein bisschen enttäuschen, wenn Sie es genau wissen wollen springen Sie doch einmal zu den Detailberichten von meinem Bloggerkollegen Robert Basic oder den hauptamtlichen Blog von Markus Jordan. Wenn Sie es ein bisschen verrückter möchten, besuchen Sie den genial krassen Bericht von MC Winkel (aber vorsicht, beide Tage im Video, nicht die Spannung nehmen lassen 😉 ) oder bleiben Sie einfach noch ein paar Minuten hier. Ich kann Ihnen nicht erzählen, welche Abgase hinten raus kommen, aber ich kann vielleicht einen Eindruck davon vermitteln, was dieses Auto mir mir im Laufe des Tages macht. Wie es sich anfühlt. Welche Verwandlung ich erfahre…

Am Rande des Abgrunds

Am Rande des Abgrunds

Es beginnt wie schon geschrieben mit dem wachsenden Wunsch, mich selbst vor immer zerklüfteteren Felsformationen knapp unter den Wolken mit diesem Auto fotografieren zu wollen. Öfter als üblich springe ich (Hose hochziehend) ins Bild, denn ich will einfach nicht, dass diese Schönheit allein vor der Landschaft steht. Also, den Wagen meine ich. Ein schlechtes narzisstisches Gewissen plagt mich heute wenig bis gar nicht, denn Matthias MC Winks ist ja auch mit dabei. Neben dem komme ich mir wie ein introvertierter Museumspädagoge vor. Auch mal eine schöne Erfahrung, in der ich gern bade. Nun denn. Die Landschaft ist aber auch wunderschön, und dank der Sitzheizung und dem Airscarf-System (welches meinen windgebeutelten Nacken aus dem Sitz heraus wie ein warmer Schal mit heißer Luft umschmeichelt) kann das Dach auch bei fallenden Temperaturen einfach unten bleiben!

Das Blogger-Quartett

Das Blogger-Quartett

Gruppenbild mit Rob, MC und Sandmann vor dem Abgrund. Markus fehlt, dafür hat sich Marek mit drauf gestellt. An jeder Ecke begegnen wir anderen Kollegen, die einen bunten Blumenstrauß von verschieden farbigen und unterschiedlich motorisierten SLK durch die engen Bergstraßen scheuchen. Immer wieder treffen wir uns an schönen Aussichtspunkten (von denen es hier für den Zeitplan viel zu viele gibt), und dank der aktiven Raucher unter uns muss ohnehin die eine oder andere Pause eingelegt werden. Ein Foto geht ja immer. Und lustig – irgendwie sprechen alle die gleiche Sprache, obwohl es diesmal sehr viel mehr aktive Testfahrer als noch in San Diego sind und beiweitem nicht alle nur bloggen… Das gefällt.

Bitte den Bauch einziehen, es wird eng

Bitte den Bauch einziehen, es wird eng

Was nicht so gefällt ist die extreeeem serpentinenreiche Etappe, die nun folgt. Nicht wegen der Serpentinen, sondern wegen der uns entgegen kommenden großen Reisebusse! Eigentlich bin ich noch voll und ganz mit dem Studium der mir noch neu und spannend anmutenden Armaturen und Instrumente beschäftigt (immerhin kann ich endlich mit nur einer Taste zwischen schlechter spanischer Musik aus dem Radio, ständig in den Bergen abreißendem Telefonempfang und dem schlängelnden Gedärm des Navis umschalten), muss mich aber stark auf die mir entgegen kommenden Autos konzentrieren. In Deutschland wäre jede Einbahnstraße breiter, und wenn man es hier hinter der nächsten Kurve laut hupen hört, geht man besser vom Gas! Und jetzt Bauch einziehen, ist ja kein Problem ohne Gürtel.


Lustig sind in diesem Fall die multiplen Fahrassistenzsysteme des SLK, die mich aufgeregt akustisch und farbenfroh optisch auf die Problematik hinweisen, die Straße aber auch nicht breiter machen. Am Ende der Erfahrungskette ist und bleibt auch in diesem Auto der Fahrer. Sehr beruhigend, wie ich finde.

Regen? Was soll DAS denn?

Regen? Was soll DAS denn?

Die Sache mit dem Dach… was am Anfang heute Morgen in die eine Richtung ging, geht nun (leider) auch in die andere, wie Rob hier demonstriert. Wir wissen nicht, ob das von da oben nun Regen oder nur extrem dichte Wolken sind. Ein bisschen oberhalb der Baumgrenze mutieren die Aussichtspunkte nur noch zu Parkbuchten, bei denen wir nicht einmal mehr ahnen können, was man hier bei anderem Wetter eigentlich sehen könnte. Die Sonnenmilch auf dem Beifahrersitz rollt bei jeder neuen Kurve unmotiviert hin und her, und mit geschlossenem Dach ist das Roadster-Feeling nur noch halb so schön. Aber doppelt so warm. Der nun recht kleine Innenraum ist ratz fatz aufgeheizt, gleich einem dampfenden Topf, dem man den passenden Deckel aufgesetzt hat. Ich mach mal die Sitzheizung und den Airscarf aus.

Schnittchenpause auf dem Gipfel

Schnittchenpause auf dem Gipfel

Kneipp Wechselbad Teil II. Hatten wir nicht gerade noch 25 Grad beim Hotel, irgendwo unter den tief hängenden Wolken? Hängen die wirklich tief, oder sind wir schon so hoch? Vermutlich beides. Das neue, duftende Leder möchte ich natürlich nicht mit montaner Nässe durchtränken, also schließe ich mich beim nächsten Stopp dem allgemeinen Deckel-drauf-Trend an. Auch mit Dach macht das Auto eine gute Figur, wie aus einem Guss. Was ist bloß passiert zwischen dem ersten SLK und diesem Modell? Hat man die Ur-Designer in die Wüste geschickt? Vom Püppchenspielzeug für wohlhabende Hausfrauen zum kernigen Komfort-Roadster, der sogar einen Audi V8 verwöhnten Sandmann irgendwie nicht ganz kalt lässt?Und glauben Sie mir – hier oben IST es gerade recht kalt.

Der Wanderer über dem Nebelmeer

Der Wanderer über dem Nebelmeer

Unten im Tal sehen wir die Sonne scheinen und beschließen, nach ein paar letzten Fotos nun mal durchzustarten. Wir werden irgendwo an der Küste erwartet (das Navi weiß, wo das sein wird), und ich möchte nicht wie immer viel zu spät ankommen…

Gipfelstürmer

Gipfelstürmer

Und da schaut er wieder durch die Wolken in die Tiefe, um kurz danach trällernd und posend auf feuchten Felsen auszurutschen. Ungefähr das macht dieses Auto mit mir.

Nach gut zwei Stunden mit ihm pendel ich zwischen den Fronten. Der Retro-Kantenliebhaber in mir schwärmt für den klaren Keil eines Audi V8 oder die sagenhaften Konturen eines K70, ist aber durchaus angetan von den kraftvollen Linien dieses neuen SLK. Ich frage mich, was ich mit so einem Spielzeug für 40.000 Euro anfangen soll und merke gleichzeitig, wie viel nie gekannter agiler Fahrspaß in ihm aufkommt. Muss denn das Leben immer nur praktisch sein? Oder sinnvoll? Brauche ich wirklich einen geräumigen Kofferraum, wenn ich mich doch gleich mit einer gesamten Artikelkategorie gegen Kombis wehre? Was ist die Zielgruppe dieses Autowagens? Es gibt sie, definitiv. Bei mir wird es am Geldbeutel scheitern, ich bin einfach ein Autobarbezahler. Mit nur einem, gestern gestorbenen Gürtel. Aber wenn Sie ab Ende März mal ein bisschen Zeit haben… setzen Sie sich doch einfach einmal rein, vielleicht werden Sie verstehen, warum ich hier und da den Blick nachdenklich in die Ferne schweifen lasse…

Die Berge sind zunächst überwunden. Kneipp III, ich kann die Küste sehen!


Das Dach ist wieder im Kofferraum (im Dachraum?), und ich bekomme Hunger.

Fast schon wieder in Californien

Fast schon wieder in Californien

Liegt da hinten eine Nase im Wasser? Seltsam. Die beiden Jungs, die eben noch vor mir waren sind wohl ein Opfer ihrer Navigationssysteme geworden. Vielleicht war MC Winkel auch ein bisschen von der fetten, bis aufs afrikanische Festland zu hörenden Dance-Mukke abgelenkt, die er nach vielen (auch während der Fahrt durchgeführten) vergeblichen Verbindungsversuchen zwischen seinem iphone und dem benz’schen Soundsystem endlich in die Harmann Kardon Boxen gedrückt bekommen hat. Eigentlich brauche ich noch gar keine Pause. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so einer anstrengenden Kurventortur mit so viel Nonchalance begegnet bin. Aber das liegt jetzt hinter mir. Was für eine himmlische Ruhe hier unten. Am Horizont brandet majestätisch der Atlantik, der Mercedes brabbelt zufrieden im Leerlauf und die körpereigene Sensorik schaltet wieder um auf Sommer.

Sterne unter Spaniens Himmel

Sterne unter Spaniens Himmel

An der Relaisstation PROA, wo es überraschenderweise (köstliche) Tapas vom Grill gibt, werden wir schon erwartet. Alle Sterne bitte fein ausrichten, die badenden Touristen machen große Augen und stellen in fünf verschiedenen Sprachen viele Fragen…

In rot macht er eine sehr gute Figur

In rot macht er eine sehr gute Figur

Ich mag ja dieses Rot. Aber ich mag auch das Grau und das Beige. Und die Farbe von meinem, dieses Champagner-Gold, mag ich sowieso. Ich mag dieses Auto. ARGH.

In den hölzernen Hallen von PROA, von Pools umgeben und von Sonne beschienen, hat Mercedes eine kleine Ausstellung vorbereitet. Die Technik der Fahrzeuge wird an vielen theoretischen und praktischen Beispielen allen interessierten Fahrern und Fahrerinnen noch einmal in klaren, interessanten Beiträgen erläutert. Assistenzsysteme, Sicherheit, elektronische Helferlein und viele andere Kumpels, denen ich in einem modernen Automobil (bisher ohne nachzufragen) mein Leben anvertraue. Mensch und Straße. Mensch und Maschine. In einem Roadster sind beide sich näher als in jeder anderen Fahrzeugform, und da ist es wohl legitim, ein bisschen Zuneigung zu zeigen. *seufz* WAS für ein Motor!

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir

Schrauben Sie auch selbst? Kennen Sie die ölverschmutzten, stinkenden Rappelblöcke, an denen man sich die Handballen aufreißt, die Fingernägel abreißt und die Haut der Unterarme in Lappen einreißt? Ein derart mit Patina überzogener, gesund murmelnder V8 hat seinen Reiz und wird ihn auch in 100 Jahren noch haben. Ein etwas kleinerer, sauberer und kraftvollerer neuer Motor hat allerdings auch einen Reiz, wenn auch einen ganz anderen. Fast antiseptisch wird hier hochentwickelte, sparsame Technologie demonstriert, Ingenieurswissen aus Jahrzehnten und Metallkunst aus mehr als einem Jahrhundert. Sind Männer eigentlich bescheuert? Ticken einige Frauen auch so? Ich verneige mich tief vor diesem Triebwerk und schleiche mit rutschender Hose wieder aus der Halle raus, um den Ozean anzuschreien.

Doch vorher werde ich noch aufgehalten. Ich scheine es offensichtlich heute schon sehr vielen Menschen erzählt zu haben, dass ich ohne Gürtel herum laufe. Die Dame von Daimler Communications International (wir sehen sie im vorangegangenen Artikel im vorletzten Bild rechts) hat jedenfalls Mitleid und gibt mir ihren. Ha! Nicht sehr männlich, aber praktisch 😀

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Was kann ich diesem Vormittag noch hinzufügen, nun, wo meine Hose nicht mehr rutscht?

Schrei, aber die Wellen sind lauter

Schrei, aber die Wellen sind lauter

Vielleicht die Tatsache, dass ich nicht nur in Sachen SLK momentan hin- und hergerissen bin. Auch meine pure Anwesenheit auf Teneriffa macht mir zu schaffen. Während Sie nun irgendwo zu Hause oder im Büro sitzen, diese Zeilen lesen und sich Ihre ganz eigenen Gedanken über den Ort und die Autos machen kann ich es nicht so genießen, wie man es von außen betrachtet meinen möchte. Ich möchte hier gern am Strand liegen und Urlaub in der Wärme machen, während in Deutschland ein kalter Nieselregen runtergeht. Kann ich aber nicht. In 30 Minuten geht es weiter auf die nächste Etappe, fahren, Fotos machen, heute Abend Pressekonferenz und irgendwann ins Bett. Ich soll mich mal nicht so anstellen, denken Sie. Fährt geile Autos durch die Sonne und leidet auch noch rum. Na ja. Wie auch dieses Auto hat wohl alles im Leben seine zwei Seiten. Ich habe das Gefühl, gerade ein bisschen am Paradies zu kratzen, während im Hintergrund mein Bus zurück in den Alltag laut hupt. Also schreie ich ein bisschen den Atlantik an.

Drei Blogger greifen zu den Sternen

Drei Blogger greifen zu den Sternen

15 Minuten bis zum Aufbruch. Und wissen Sie, was noch viel verrückter ist? Nein, nicht Markus und MC Winkel, die jedes freie W-Lan zur aktuellen Berichterstattung nutzen und richtig pampig werden, wenn sie irgendwo mal nicht online gehen können, weil das Passwort nicht funktioniert. Auch nicht, dass wir nun endlich die Sonnenmilch benötigen. Noch verrückter ist die Tatsache, dass dies erst ein Vormittag war. Der Tag ist noch nicht zu Ende, gleich geht es hoch zum Observatorium auf dem Pico del Teide. Uns wird freigestellt, diese Tour zu machen, denn da oben soll es schneien!!! Wir können auch zum Hotel zurück fahren. Hallo? Wir sind hier nicht, um Wellness zu machen, das erledigen der Airscarf und die Sitzheizung! Natürlich fahren wir da hoch, wir drei. Auf diesen Topf passt der Deckel! Der Tag ist noch lange nicht zu Ende, ich sehe noch nicht diesen Sonnenuntergang und ich bin mir nicht sicher, ob ich heute Abend womöglich nicht nur geteilter Meinung, sondern vollends verwirrt sein werde…

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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13 Responses to Wege zum Himmel

  1. calimero sagt:

    Hola Sandinho,

    den Lifestyle bringst du mit deinem Bericht 1:1 rüber. Ich kann mich nicht so recht für den Wagen erwärmen, weil ich nicht auf Zweisitzer stehe. Aber wenn er bei den Händlern steht werd ich mich mal reinsetzen, von drinnen scheint der ja traumhaft zu sein.

    Ich glaub das Thema macht den Lesern Angst, sonst würden wie sonst mehr kommentieren 😀 Oder?
    Abel

    • Sandmann sagt:

      Ay Calimero,

      was einen erwärmt ist vor allem die Sitzheizung und der Airscarf 🙂 Das wirst du spätestens im kommenden und letzten Bericht herzu lesen…
      Ja, ich finde ihn traumhaft. Ich weiß nicht, ob er in meinen Alltag passen würde und ich werde auf Facebook hier und da geschmäht, weil er eigentlich so gar nicht mein Typ ist. Aber egal. Er fährt sich super und macht einfach Spaß.

      Und warum so wenige kommentieren? Hm. Das habe ich mich auch schon bei den vergangenen Urlaubstagebüchern gefragt… Vielleicht, weil ich zu wenig Fragen stelle? 😉

      Sandmann

  2. Touranus sagt:

    Aloha Jungs (und schweigende, mitlesende Damen)!

    Naja, es ist wirklich schwierig etwas auf diese Berichte zu kommentieren… Gleiche Erfahrungen werden hier wohl nur sehr wenige ebenfalls sammeln können. Äh… also außer Deine Bloggerfreunde…und dem Herren der ebenfalls einen SLK in der Garage hat…

    Wie Dir ja auch auf Facebook mehrfach gesagt wurde, sind die Artikel (Blogs?) sehr gut geschrieben. Aber es ist halt einfacher etwas zu den Alltagsgeschichten mit Deinem VauAcht zu schreiben. Auch wenn den ebenfalls nur sehr wenige besitzen dürften, so kann man sich doch einfacher mit den Geschichten, die Du mit ihm erlebst identifizieren und somit auch seinen Senf dazu hier öffentlich verbreiten 😉

    In Deinen anderen Berichten geht es halt oftmals auch um Freundschaft, Familie und andere Katastrophen, die die Mehrheit der Leser auch schonmal erlebt hat. Deine Artikel rund um den USA Flug wurden ja auch entsprechend kommentiert… 🙂

    Ich jedenfalls genieße die Merci Storys, kann aber dazu nix sagen (außer das ich DIESE Art des Stress lieber hätte, als den, den ich im Berufsalltag hab), lache immer herzhaft über die Comix und geb meinen Senf dann wieder zu den V8 Geschichten oder K70 Erlebnissen dazu. 😉

    Egal was Du schreibst,
    es macht Spaß es zu lesen!

    Touranus

    • Sandmann sagt:

      Ay Touranus,

      hm… stimmt wahrscheinlich. Diese Artikel sind die meistgeklickten, waren aber schon immer die am seltensten kommentierten. Ich kann dich und alle, die eigentlich gern ihren Senf dazu geben (deshalb sind wir ja hier – es geht um Senf!) beruhigen, der Alltag geht weiter und der Audi steht nicht still 🙂
      Der KaSi übrigens auch nicht…
      Aber noch bin ich nicht ganz durch mit den Sternen…

      Sandmann

  3. MC Winkel sagt:

    Klasse! Werde den mal in meinem Teneriffa-Vlog ergänzen.

    • Sandmann sagt:

      YO MAN!
      Cool von Kiel zu Kiel. Dein Video ist echt schnell und schräg, ich hab’s sehr genossen 😀
      Dann demnächst in diesem Theater und irgendwann bald mal wieder in einem Auto, aber ICH werde kein Beifahrer sein!

      Sandmann

  4. Matthew K sagt:

    Wie könnte ich Dich vergessen? Der einzige Mann dem ein Damengürtel vom Umfang her passt. Das sage ich aber auch mit einer Portion Eifersucht, denn mein Muffin-Top wird mit jedem Jahr und jedem Centimeter zurückweichenden Haaransatz fülliger.
    Sehr unterhaltsamer Bericht und ich hoffe wir sehen uns bald wieder.
    Matthew

    • Sandmann sagt:

      Oh, er spricht auch Deutsch 🙂

      Ja, sehr gern werde ich wieder dabei sein, wenn es darum geht, zu den Sternen zu greifen! Und danke für das Lob mit dem Gürtel, das war die einzige SCHLANK Behauptung, die ich in den vergangenen 5 Jahren bekommen habe. Vielleicht bin ich auch einfach gut im Bauch einziehen?

      Verdammt. Übermorgen werde ich vierzig. Eigentlich muss ich jetzt mal langsam zu Porsche wechseln 😉

      Sandmann

  5. Markus1975 sagt:

    Hey Ihr alle

    Ich mache jetzt einmal den Anfang und „wühle“ in vergangenen Geschichten. 😉
    Bin seit um drei Uhr zu Hause und hatte abgesehen von einer stechenden Lunge irgendwie Spaß. Meine Frau völlig aufgelöst, meine Tochter ebenfalls hibbelig und ich mittendrin. Rausgerissen aus meiner letzten Nachtschicht. Was war passiert? Ganz einfach. Zwei Wohnungen über uns gab es einen Rohrbruch. Diese Wohnungen stehen leer. Tja. Erste Wohnung laut Feuerwehr knapp 20 Zentimeter, die darunter ebenfalls und dann kommen wir. Dreck!!! Ich renne schon seit 2,5 Stunden durch die Bude und mache Photos. Hehe
    Ich mag diesen SLK irgendwie. Keine Ahnung warum. Eigentlich schimpfe ich ja über diese weichgespühlten Formen…aber hier paßt es. Und nur einmal so ganz nebenbei. Als der Jens das Dach vom SLK geöffnet hat ja aber hallo! Das Video lief über die Anlage. Und mit einenmal sitze ich inmitten eines grummelnden Basses. Ja wie jetzt. Kann denn dieser SLK wirklich so böse klingen?! In freier Wildbahn habe ich ihn noch nicht gehört. Geschweige denn gesehen. Da kommt dann höchstwahrscheinlich mein „Beuteschema“ durch. Auf Ecken und Kanten wird reagiert. Ebenfalls auf ein etwas tief dröhniger Bass. Oder ein bestimmter Motorklang welcher zu einem bestimmten Auto paßt. 😉
    Sollte der SLK doch nur ein Auto sein? So eines das von A nach B geht? Wahrscheinlich bin ich auch einfach nur zu alt um mich so richtig wirklich für so ein Auto zu interessieren. KREISCH!!! Alt?!
    Ja um Himmels Willen! Liebe Leute. Ich bin doch noch nicht zu alt. Jedenfalls noch nicht zu alt um an den Autos selber Hand anzulegen die ich ins Herz geschlossen habe. Nur Spaß an der Sache sollte man haben. Nicht´s halbherzig machen. Genau aus diesen Grund habe ich den Seat Cordoba meiner Frau auch in die Werkstatt zum reparieren gegeben. Teile besorgt und hingestellt. Gefühle gege ich für diesen Wagen in keins der weise.

    So ab in die Heia. Ich für meinen Teil hatte genug Aufregung. 🙂

    V8 mäßige Grüße

    Markus

  6. Snoopy sagt:

    Dieses Jahr war ich auf Teneriffa. Schööön 🙂

  7. Markus1975 sagt:

    Hey Snoopy

    Ich hoffe doch das Du das neueste SLK Faltmodell im Reisegepäck hattest. So zum aufpusten und so. 🙂

    V8 mäßige Grüße

    Markus

    • Snoopy sagt:

      Nein leider kein SLK. Nur einen ziemlich verlebter Mietpolo… 🙁
      Aber das Gucken, Fahren und Wandern dort war sehr schön. Dafür konnte Routen und Zeiten selber bestimmen 😉

  8. Markus1975 sagt:

    Hey Snoopy

    Laß mich doch bitte einmal raten…Ihr seid mit dem Auto los und hattet eine derbe Panne irgendwo im nirgendwo. Daraus ergab sich beim Rückmarsch das „wandern“ und gucken. 🙂

    Und wech

    V8 mäßige Grüße
    Markus

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