Der Letzte macht das Licht aus

Menschen und Motoren

Einmal noch traurig sein. Ein letztes mal mit dem Besen durchfegen und sieben Jahre eines Lebens zurücklassen und abhaken. Nachdenken über „Zu Hause“ und „Heimat“ und eine wiederkehrende, unfreiwillige Entwurzelung in einer Welt, wo so vieles von den Entscheidungen anderer Menschen abhängt. Erkenntnisse über das manische Ansammeln von Mist, den man irgendwann mal brauchen könnte. Ein fremdschäm-Mitsinger aus der ZDF Hitparade mit Dieter Thomas Heck. Verzweifeltes Schleppen von Metall bis zur Erschöpfung und die große Frage am Schluss, zwar oben schwimmend, aber verzweifelt: „Wann habe ich eigentlich angefangen, große Verbrennungsmotoren zu sammeln??

Umziehen? Hahaha lächerlich.
Als ich gerade 24 Jahre alt war und erfuhr, dass ich bald „Papa“ genannt werde, ließ sich mein gesamtes Hab und Gut in und auf einem 1979er Ford LTD verstauen. Fast 30 Jahre danach sagen vier Mädchen „Papa“ zu mir (ich war fleißig), aber auch wenn das viel klingt – diese kleinen Menschen und ihre Lebenswelt sind nicht das Problem bei einem Umzug von Kiel nach Kiel. Ich bin es selbst. Es sind meine Autos, die noch vorhandenen und die längst verflossenen – und alle gestapelten Ersatzteile drumrum. Momentan steht da noch dieser Citroën XM, den ich mal als Ersatzteilspender für kleines Geld wegen seines Motors und seiner Leder/Alcantara Ausstattung gekauft habe. Der Schrotthändler sagt am Telefon, er würde den zerlegen und abtransportieren, wenn ich vorher alles abbaue was nicht aus Metall ist. Gut, denn ich will ohnehin viele Teile behalten und weglegen, man weiß ja nie.

Bisschen Farbe und der ist wieder gut!

Immer wieder in den letzten Wochen habe ich mir ein paar Stunden Zeit genommen und an dem Schlachtfahrzeug alles ausgebaut, was noch irgendwie wertig ist oder ich womöglich sogar gebrauchen kann. Denn alles andere würde entsorgt werden. Nee nee. Fahrschemel, Schwinge (also die Hinterachse), Kabelbaum komplett, Inneneinrichtung… Man bekommt beim Tragen einzelner Komponenten einen Eindruck davon, was dieser Planet wohl wiegen mag. Wenn schon eine Hinterachse so schwer ist, dass ich sie alleine nicht heben kann 😳 Die Reste dieser französische Schlachtplatte lagern nun in insgesamt 10 Kartons, was dafür zu groß war steht sauber aufgereiht in der Einfahrt. Wir reden hier von Dingen, die das beauftragte Umzugsunternehmen nicht transportiert, weil sie zu schwer und zu dreckig sind. Als ich das nächste Mal zum Haus komme ist der Wagen vom Schrotti schon kräftig filetiert worden.

XM Cabriolet. Cool.

Blech für Blech verschwindet die ehemalige französische Oberklasse im Bauch eines Sprinters. Mit der Akku-Säbelsäge trennt der Metallsammler Fragmente heraus wie Bambis Herz vor den Augen der schreienden Mutter. Ich kann da nicht zugucken. Diese Karre bedeutet mir nichts, im Gegenteil, ihr umfassend kartonierter Ersatzteilauswurf singt mir gerade die Speedmetal-Ballade von Stress und Plackerei. Aber trotzdem wird hier ein Autoleben ausgelöscht. Irgend jemand hat dieses Fahrzeug in den 90er Jahren neu gekauft, mit Liebe bewegt (denn einen XM fährt man nicht pragmatisch von A nach B, da ist jede Reise so viel mehr als das) und viele Geschichten mit und in ihm erlebt. Ich weiß, wie sich schöne Geschichten in so einem Auto anfühlen. Jetzt und hier ist die Geschichte dieses Autos endgültig zu Ende. Die Metaphorik kotzt mich ein bisschen an, ich drücke eine Träne weg und stapel weiter Kartons.

Die Rampe ist endgültig leer.

Momentan wache ich immer gegen 4:00 Uhr auf, schweißgebadet. Kurz nach Sonnenaufgang schickt der Schrotti mir ein Bild von der leeren Auffahrrampe. Damit ist diese Rampe an meinem gemieteten Haus, aus dem ich nach sieben Jahren ausziehe, endgültig leer. Die Rampe, die der verstorbene Vorbesitzer gebaut hat und unter die man wie bei einer Hebebühne drunter gehen kann. Eine begehbare Grube, sogar mit Seilwinde. Die ganze Einwohnerschaft dieser Straße hat da über Jahrzehnte ihre Autos raufgefahren und repariert. Kinder warteten da ihre Kettcars, und ich habe da drauf nicht nur den Passat von Schwiegervadder, sondern auch alle meine anderen Autos von unten geschweißt oder sonstwie behandelt. Der neue Besitzer der Immobilie wird das eines Tages sicherlich einebnen und einen Schottergarten draus machen. Wer braucht denn heute schon noch eine Rampe, mit der man unter sein Auto gucken kann? Ich bin traurig.

Braucht man die jemals? Wer weiß?

Wenn man seit Wochen so früh unterwegs ist, kann man vor der Arbeit noch ordentlich was wegzuschaffen. Und nach der Arbeit auch, bis es dunkel wird. Bis zur verabredeten Besenreinheit bleiben noch acht Tage. In mir macht sich eine gewisse Resignation breit, denn ich schleppe und schleppe und es wird hier gar nicht weniger. In der großen Garage im neuen Zuhause allerdings wird es immer mehr, Kartons stapeln sich an den Wänden und sperrige Komponenten lehnen in Ecken oder liegen in einem Hochregal. Das gibt’s doch gar nicht? Wo kommen die ganzen Teile her? Turboschläuche, Steuergeräte, Vergaser, Federbeine und andere Fragmente längst verkaufter Fahrzeuge drängeln sich Ladung für Ladung auf meinem kleinen Anhänger. Hin und her. Immer wieder. Packen, verladen, rüberfahren, stapeln, zurück fahren. Hin und her, hin und her. Bis da nur noch ein paar Motoren lebensmüde rumliegen.

Das tote Herz des XM

Motoren am Ende ihres Lebens. Motoren, die hier aber trotzdem wie alles andere auch weg müssen. Der 2.0 Liter Turbomotor meines havarierten XM liegt unter einer öldichten Decke, weil ich die Anbauteile vielleicht noch einlagern könnte. Haben ist besser als brauchen, wie ich diesen Satz inzwischen verachte. Also muss das ganze Ding irgendwie mit. Dann habe ich hier noch einen 2.0 Liter Köln V6 mit Automatik als Beifang liegen, einen 2.0 Liter V6 als Ersatz für meinen Taunus Motor und diesen unfassbar großen und schweren 2.9 Liter Cosworth V6 mit Automatik. Man erinnert sich vielleicht an den Artikel in der Oldtimer Praxis, der Motor, den ich hinten in meinem XM aus Stuttgart holte. Ja, die sind alle noch hier. Davon brauche ich nur den Kölner Klotz für den Taunus. Aber Schluss mit dem Selbstmitleid, ich fang mal an das Eisen in den Hänger zu stopfen.

Beifang, aber trotzdem schwer.

Wenn ich zu viel Wein getrunken habe oder wenn ich schwere Ersatzteile heben muss werde ich philosophisch. Ernsthaft. Ich finde das krass, wie schwer ein Motor ist, und wenn noch ein Getriebe dran hängt ist es unmöglich, den ohne einen Kran zu bewegen. Als ich das rötlich rostende China-Teil vor einigen Jahren für einen schmalen Taler in der Bucht erwarb fand ich mich selbst noch albern. Wann braucht man sowas denn schon mal? Einen Motorkran! Also bitte, das ist doch einigermaßen übertrieben. Ja? Nein. In den vergangenen zwei Jahren wurde das Ding verrückterweise öfter benötigt als mein Akkuschrauber. Habt ihr am Rand des Wahnsinns auch manchmal seltsame Ohrwürmer, und ihr wisst weder wo sie herkommen noch wie die wieder weggehen? Gehirn-Smash-Hit heute: Ich und mein Freund Herbert von Gottlieb Wendehals. Ich brauche dringend therapeutische Hilfe.

Herein wenn’s kein Schneider ist

Mein kleiner Klaufix hat sich schon als nahezu unentbehrlich erwiesen, immer und immer wieder 😊 Und was habt ihr da draußen gelacht, als ich den euch vorgestellt habe. Gelacht, weil er keine 10 Meter lang und 2 Meter breit ist und mindestens drei Tonnen tragen kann. Pha. Ich bekomme da zwei Motoren drauf. Und das genügt. Okay, der Cosworth musste in Einzelhaft, aber ich fahre die Strecke zur neuen Wohnung inzwischen mit geschlossenen Augen. Übrigens hier noch immer mit dem Twingo, ich hänge mit dem Schreiben ein wenig hinterher. Kleines Auto zieht kleinen Anhänger mit großer Ladung. Hin und her. Immer wieder. Wir spielen Walzer, Disco Salat, und mein Freund Herbert hat alles parat…. Mein Gehirn macht mir Angst. Mein Körper inzwischen auch, genaugenommen ist das, was ich grad mache, nicht lange auszuhalten.

Irgendwann kommt der Hänger…

Heute ist zwei Tage vor Schluss. Der Countdown läuft (Major Tom). Die letzte „große“ Fuhre besteht aus dem Fahrschemel (Vorderachskonstruktion) und der Schwinge (Hinterachse) des geschlachteten XM, die wiegen zusammen mehr als der Kölner Dom. Glaube ich. Alles, was dann noch kommt ist Kleinkram, sowas wie Kettensägen, Arbeitsplatten und Dachboxen (hey – original von Kamei!). Habt ihr eigentlich irgend einen Plot erwartet? Eine Erkenntnis? Vielleicht gibt es eine. Also… WENN es eine gibt, dann hat die was zu tun mit „müll dich nicht mit unfassbar viel Mist zu, den du vielleicht irgendwann mal brauchen könntest aber sowieso nie brauchen wirst und wenn doch auch bei ebay für 10 Euro kaufen kannst„. Ach wartet. Es gibt mindestens zwei Erkenntnisse. Die zweite Weisheit geht in die Richtung von „kauf dir in ein Haus, denn wenn du nur Mieter bist kannst du noch so glücklich sein – dein Vermieter wird immer das letzte Wort haben„.

Tschüss Zuhause.

Das ist das allerletzte Bild aus einem früheren Leben. Aus der Garage unter einem Haus, in dem ich mich „zu Hause“ gefühlt habe. Ich wurde unfreiwillig aus meinem Elternhaus in Uelzen gerissen, weil meine Eltern sich getrennt haben und wir weggezogen sind. Ich wurde unfreiwillig aus meinem eigenen, kleinen Haus gerissen weil eine Behörde und eine Bank sich nicht einig wurden. Und jetzt werde ich wieder aus einem Haus gerissen, weil der Besitzer es verkaufen will und ich nur Mieter bin. Morgen hole ich den ganzen restlichen Kram hier raus, und dann fege ich aus und verschließe das Tor. Ich will hier nicht weg. Ich würde sofort alles wieder zurück holen, wenn ich bleiben dürfte. Aber ich darf nicht 😢 Außer diesem schlimmen Lied von Gottlieb Wendehals kommen mir die verschraubten Abende mit Watt’n Schrauber Lars oder Timur in den Kopf. Oder meine Backseat Sessions. Das war alles hier.

Leb wohl, du kleines liebes Häuschen. Du warst ein Zuhause.

Wann habe ich angefangen, Motoren zu sammeln?

Das neue Zuhause wird auch ein Zuhause. Es gibt alte Autos, viel Platz, Werkzeug und Wein. Tränen trocknen, Krone richten und weitermachen. Während andere mit 30 schon in ihrer Doppelhaushälften den Murmeltiertag feiern und man in den Familienalben nicht mehr unterscheiden kann, ob jetzt 2015 oder 2020 ist wünsche ich mir einen Hauch Beständigkeit. Spießigkeit hat auch ihren Reiz. Ich stehe hier zwischen fünf (FÜNF!!) Motoren und ungezählten Ersatzteilen, Kisten und Kartons mit Devotionalien aus mehreren Dekaden und ein paar salzigen Pfützen, von denen ich nicht weiß, ob es meine Tränen sind oder irgendwas anderes.

Ich atme kurz durch. Da kommt noch ein Tipo und die Auferstehung des XM. Bald. Denn es geht immer weiter. Aber glaubt mir, ich schwöre euch hoch und heilig: In 10 Jahren oder so lade ich euch alle in ein Haus ein, was ich bezahlt habe, was mir ganz allein gehört und in dem Autos, nette Menschen und ganz viel Liebe wohnen. Das ist mir grad… irgendwie wichtig. Amen.

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

21 Antworten zu Der Letzte macht das Licht aus

  1. Thorsten sagt:

    Hey Jens,

    ich bin dir 16Jahre voraus, weil ich da mal einen Resthof mit Scheune gekauft hab. Um nicht gefühlt mein halbes Leben mit der Logistik für die gesammelten Werke zu verbringen. Hab ich vorher nämlich, und ich hab auch mal eine Scheune geräumt und vieles wegschmeissen müssen, das ich heute gern noch hätte.
    Eigentum ist aber auch gefährlich: Hast du Platz, hast du keinen…
    Bin ganz glücklich, das ich statt 16 nur noch 7 Autos hab. Und selbst das ist eigentlich zuviel.
    Der Teilelagerverkauf über Ekaz läuft auch mmer ein bisschen, damit das irgendwann mal weniger wird…

    Ich kann das alles nachvollziehen. Aber umziehen will ich nie mehr, ehrlich.

    • Sandmann sagt:

      Ay Thorsten,
      umziehen WOLLTE ich auch nie. Man hat mich meistens nur nicht gefragt 😢 Aber in der Mitte des Lebens überkommt mich eine Spur Weisheit, und ich fange jetzt an a) meine Sachen zu sortieren und auszumisten solange sie mir nicht über den Kopf wachsen und b) nach einer eigenen Bleibe im Alter zu suchen, wo auch Platz für drei Autos ist. Vielleicht in Uelzen. Man wird sehen.
      Irgendwann muss man ja mal sesshaft werden, das ist sonst ungesund…
      Sandmann

  2. Thorsten sagt:

    Ich nochmal:
    Die Geschichte mit den Eltern hab ich auch so ähnlich erlebt. Erst haben sie mich gegen meinen Willen als Siebenjährigen aus meinem Heimatdorf bei Hildesheim wegen Vaterns Studium nach Oldenburg verschleppt, zwei Jahre später haben sie sich scheiden lassen. 18 Jahre später bin ich dann aus dem Ammerland wieder in die alte Heimat geflüchtet.
    War schön da oben, aber sesshaft geworden wäre ich da glaube ich nie. Ich fahre immer gern wieder dahin, Kontakte aus der Schulzeit hat man doch ein Leben lang.

    Wie das Leben so spielt. Ich fühl mich wohl wo ich jetzt bin. Und ausmisten ist gut. Mit 70 möchte ich damit auch nicht mehr anfangen, dann ist es mir nämlich über den Kopf gewachsen.
    Ein Trauerfall im letzten Jahr hat mich da nochmal überzeugend angeschubst.

    Altautoteile verkaufen ist ja irgendwie auch spassig. Man lernt immer ganz lustige Leute kennen, vorausgesetzt man kann sich die komischen Zeitgenossen vom Hals halten. Und das hab ich gelernt…
    Mir fällt grad ein, das ich noch ein ganzes Konvolut analoge Spiegelreflex inserieren muss…

    Weiterschreiben und bis bald!

    • Sandmann sagt:

      Ay Thorsten,

      ich glaube das „rausgerissen werden“ kennen so einige von uns. Gerade als Kind hat man da ja nicht viel Mitspracherecht. Bei uns kam erst die Trennung, und der neue Mann meiner Mama war dann der Grund für den Umzug von Uelzen nach Plön. Ja, auch da ist es wirklich schön. Aber es ist eben nicht meine Herz-Heimat.

      Ich glaube in meinem Fall hängt an dem kindlichen Rausreißen und dem Wunsch, da später wieder zu wohnen, eine Menge anderer Psychoscheiß mit dran. Mein Lebensmittelpunkt ist Kiel, hier laufen vier Kinder von mir rum. Und auch Kiel ist toll. Viel schöner als so eine Kleinstadt in Niedersachsen. Hier habe ich ein paar gute Freunde. Wenn ich das mal zurücklassen sollte, dann vermutlich weil ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe.

      Trotzdem ist dieser Gedanke da, in meiner Heimatstadt zu leben, wenn alle aus dem Haus sind. Spätestens. Dort könnte ich ein Haus fast komplett bar bezahlen. Auch das ist ein Argument, die Miete in Kiel kann ich nur solange bezahlen, wie ich noch arbeite. Und deshalb miste ich jetzt aus, behalte was mir wichtig ist und trenne mich von Ballast. Damit ich in 10 Jahren eine gute Übersicht habe, wenn ich mal umziehen sollte. Ich mag im Kopf noch 23 sein, anscheinend werde ich faktisch aber älter. Komisches Phänomen. Habe ich damals so nicht unterschrieben.

      Lustig was du über den Teileverkauf bei Kleinanzeigen schreibst. Ich habe diese Erfahrung auch gemacht 😁 Oft sind das nette, manchmal etwas schratige Leute. Das macht schon Laune. Ich hau außer alten Autoteilen auch noch ein paar zu viel gesammelte Retro PC Sachen raus, und klassisch Kinderklamotten. Na wir werden sehen. Und wir halten uns auf dem laufenden 😊
      Viel Glück mit den analogen Kameras. Same hier, aber digital.
      Sandmann

      • Thorsten sagt:

        Hey Jens,

        das mit dem nicht älter werden hab ich so auch nicht unterschrieben, ich weigere mich auch ein wenig, mich „altersgerecht“ zu benehmen. Ich stehe drauf, immer wieder dazu zu lernen. Das ich nächstes Jahr sechzig werde kommt irgendwie ziemlich plötzlich, gefühlt klebe ich auch noch in den Zwanzigern fest. Ich überlege schon, ob ich mit dem Renteneintritt vielleicht nochmal Maschinenbau studieren sollte…
        Das die Gebrechen trotzdem kommen, hab ich lange erfolgreich ignoriert. Aber ich denke, mit eine wenig jugendlicher Aufgeschlossenheit kommt man besser durchs Leben, ich hab einfach keinen Bock auf die „Betriebsblindheit“, die so manch einer meiner Altergenossen seit teilweise zwei Jahrzehnten an den Tag legt.

        In diesem Sinne: weitermachen. Auch wenn der Blutdruck etwas höher ist.

        😉

        • Sandmann sagt:

          Ay Thorsten,

          oha. Ja die große 6… Die steht mir auch noch bevor, hab noch ein bisschen Zeit 😐 Nachdem ich mit 30 eine komplette Krise gekriegt hatte (ab da war man definitiv offiziell nicht mehr jung!!) gingen die 40 und auch die 50 spurlos an mir vorbei. Aber mit 60… ist man definitiv offiziell ALT. Ob man sich so fühlt oder nicht spielt keine Rolle, man IST es. Wir werden sehen wie ich das wegstecke, dann wird das hier halt irgendwann ein Opa Blog 😉

          Betriebsblindheit kann man sich nur leisten und abfeiern, wenn man nicht auch für andere Menschen verantwortlich ist. Da ich inzwischen vier Töchter habe, muss ich einen bestimmten Standard der Sicherheit aufrechterhalten. Das geht auch mit Faxen und Spaß, aber das bedeutet auch Sorgen und Arbeit. Unter’m Strich nennt man das wohl „Leben“….
          Ich schlafe noch gut und tief. Halt du auch durch!

          Sandmann

  3. pico sagt:

    Freue mich immer wieder über neue Artikel!
    Was ich mich am Ende dieses Artikel gefragt habe ist wie es wohl IN der Behausung aussieht, ordentlich/unordentlich, viele Modellautos/oder eben nicht, durchgestylt oder rumpelig..

    Und Apropos Twingo -bin vor allem auf ein Update bzgl des Fuhrparks gespannt.

    • Sandmann sagt:

      Ay pico,

      wie es in der Sandmann Bude genau aussieht habe ich ja noch nie so richtig preisgegeben 😉 Solche Einblicke bleiben Freunden und Besuchern vorbehalten. Vielleicht zeige ich euch mal meine Junggesellenbude unten, wo mein Bett, die Gitarren, mein Schreibtisch und mein ganzer Kinderspielkram lagern.

      Oben hausen zwei Mädchen, eine Frau und zwei Katzen (weiblich). Da ist’s aufgeräumt und sehr geschmackvoll eingerichtet 😊 Ich habe übrigens keine Modellautos. Seit ich den Maßstab 1:1 fahren darf haben die ihren Reiz verloren…
      Man liest sich. Bald mit einem Fuhrpark Update.
      Sandmann

      • pico sagt:

        Das ist völlig verständlich und richtig. Grüße an die Katzen 😀
        Davon habe ich auch zwei.
        Modellautos habe ich auch ein paar aufgestellt, aber nich in der Vitrine. Noch mehr interessieren mich aber alte Prospekte und Werbeartikel.
        Auf das Fuhrpark Update freue ich mich.

        • Sandmann sagt:

          Ay pico,
          ich habe als Kind/Teenager mal Modelle von Revell & Co. gebaut. Fiat 131 Mirafiori Rallye, Mustang F-Body und sowas. Aber da ging’s mir tatsächlich vor allem um’s Bauen selbst. Später fingen die dann heftig Staub. Prospekte habe ich auch diverse, aber irgendwie… brauche ich das alles nicht 😁
          Fuhrpark kommt. Grad bin ich hier ohne Internet (und über’s Handy online). Auch mal entspannt…
          Sandmann

  4. billabug sagt:

    yeah!! neuer Lesestoff!! Bin schon gespannt auf die neue Bleibe…
    Ich habe auch reduziert: 2 Käfer und ein MZ-Motorrad sind geblieben…reicht (mir).

    • Sandmann sagt:

      Ay billabug,

      zwei Käfer und ein Moped sind ja auch nicht wirklich wenig. Bei mir bleiben mittelfristig zwei zugelassene Autos und zwei Projekte. Die werde ich aber weitestgehend machen LASSEN. Deshalb wird’s auch wenige Einblicke in die Bleibe geben, das beschränkt sich mehr auf Garage und Auffahrt 😁

      Dann fang ich mal mit dem Thema „Tipo“ an…
      Sandmann

  5. Bronx sagt:

    Ay Meister,

    Fein das es hier weiter geht! Ich will mich jetzt gar nicht so darüber verbreiten, mein de ja vu ist beim lesen deiner Ergüsse stets allgegenwärtig. Habe ich doch auch 2 Häuser räumen und auflösen können. Im Unterschied zu dir waren es allerdings eigene. Aber der Aufwand und die schlaflosen Nächte, inklusive Zeitdruck sind mir noch bestens in Erinnerung. Auch wenn wir Berlin schon vor knapp 20 Jahren verlassen haben.
    Das sitzt!

    Ich habe auch ausgedünnt, mehrfach. Freue mich auf die Tipo-G’schicht. Auch wenn ich sie eigentlich kenne. Aber mach mal. 😉

    Autos kommen und gehen, bei uns kam auch was Neues (natürlich mit Kette! 😉 ) und dafür muß Einer gehen. Ich stelle mir nix mehr hin, das was hier ist reicht. 😉

    Es geht immer weiter. L.G. aus dem Reduit!
    Der mit der. . . du weißt schon. 🙂

    • Sandmann sagt:

      Ay Maislandschaftsbewohner!

      die Worte „das sitzt!“ treffen es ganz gut. Und über die Jahre sitzen einige Sachen heftiger als andere, ich merke das hier und da in den dunklen Momenten der Nacht.
      Weiter ausdünnen ist gut. Der überflüssige Granada Motor ist nun auch weg, der Taunus Motor geht zum Timur zur Aufarbeitung und dann liegt hier schonmal kein Motor mehr rum. Auch gut.

      Ich halte euch auf dem Laufenden 😉 Und dich ja ab und an auch mal persönlich. Lass es dir gut gehen. Liebe Grüße aus dem Epizentrum der Kieler Woche!
      Sandmann

      • Bronx sagt:

        Pass gut auf dich auf.
        Die Gesundheit gibt dir keiner wieder!
        Ich weiß vovon ich spreche.
        Auf bald,

        😉

        Landmann

        • Sandmann sagt:

          Ich pass auf.
          Jetzt ist auch noch der Keller der Schwiegereltern abgesoffen.
          Und Di auf Mi war ich im schönen Berlin, gar nicht weit von dir, und wollte Pearl Jam auf der Waldbühne huldigen. Pearl Jam wollten aber nicht, die waren krank. Das erfuhr ich als ich da war 🙂
          Nach dem nächsten Wochenende sollte Ruhe einkehren, ich bin zuversichtlich.
          Alsdenn!
          Sandmann

  6. kup sagt:

    Mitgefiebert (auch wenns in der Echtzeit da schon absolviert war), jetzt isses geschafft. Ankommen erstmal im neuen Domizil. Und fürs Finden von was Eigenem (und den Weg bis dahin) drücke ich feste die Daumen! Und freue mich auf die nächsten Geschichten! Durchalten, dranbleiben und weitermachen!

    • Sandmann sagt:

      Ay kup … (y)?

      angekommen bin ich inzwischen, so sehr dass ich sogar mal zum Durchatmen komme. Die Sache mit dem eigenen Heim hat Zeit. Ich arbeite drauf hin. Hier sind ja noch kleine Menschen, ich glaube nicht dass ich die zum Beispiel mit nach Uelzen nehmen sollte. Also nicht dauerhaft, das wäre nach Kiel ein gewisser Abstieg 😁
      Es geht immer weiter
      Sandmann

  7. kupy sagt:

    Oh! „Ich kaufe ein Ypsilon!“ 🙂 (Das gabs wohl am 20. nicht.)
    Das Durchatmen hast Du Dir redlich verdient! Jetzt laß erstmal die Kinder und die Projekte und Ideen wachsen. Dann braucht man nicht mehr die Kleinen, sondern nur noch einen großen Menschen zu überzeugen, ihn mitzunehmen. 😉 Aber bis dahin…
    Genau: es geht immer weiter. Ich drücke die Daumen!

    • Sandmann sagt:

      Ay Y kup,

      ich glaube überzeugen muss ich in diesem Leben niemanden mehr 😊 Alle relevanten Menschen nehmen mich so, wie ich bin, und kommen freiwillig mit. Zumindest ein kleines Stück…

      Seit meinem letzten Login hier sind noch zwei recht große Baustellen obendrauf gekommen. Nicht meine eigenen, aber ich steck mit drin. Na dann. Wenn man schonmal dabei ist, dann kann man ja auch Gas geben…
      Wir lesen uns
      Sandmann

  8. kupy sagt:

    Das mit dem „so nehmen…“ ist ein unschätzbarer Wert!

    Noch 2 Baustellen (mit denen man zumindest verbunden ist) obendrauf? Oha! Dann ganz viel Power fürs Gasgeben und maximale Erfolge beim Beackern!
    kupy

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