Halli Galli. Kennt ihr das Wort noch? 🙄 Glaubt mir, ich schiebe nicht turnusmäßig verstaubte Autos hin und her, weil sich da womöglich ein Fetisch verbirgt. Der Umzug von einem Haus – was es jetzt nicht mehr gibt – über ein Haus – was zu weit weg von allem war – in ein Haus – ohne Garage oder Carport – zeigt mir deutlich: Ich brauche einen Ort, wenn auch nicht für mich selbst, aber an dem alle meine geliebten alten Autos stehen, an dem alle nötigen und unnötigen Ersatzteile sich türmen und an dem ich nach Lust und Laune schrauben kann. Diesen Ort gibt es -> ich habe den gefunden! Tuuut. Tuuuuuuuut. „Hi Alex, wie geht’s dir?“ – „Ey Sandmann. Na, brauchst du wieder jemanden der mit dir deine Karren trailert?“ – „Ich… äh.. ja.“
Hat der unstete Schrauber Platz, wird er zum Messie.
Unfreiwilligkeit
Vielleicht ist Rastlosigkeit eins der Schicksalsthemen in meinem Leben 😱 Als Kind bin ich ungefragt aus meinem Zuhause gerissen worden, als junger Erwachsener habe ich (immerhin freiwillig) evolutionär die elterliche Burg verlassen. Später waren fremde Menschen der Meinung, dass ich mein eigenes kleines Häuschen loslassen soll – und als kleiner Mieter sah ich mich zuletzt den Entscheidungen des Landlords ausgesetzt. In diesen rastlosen Jahrzehnten sammelten sich einige Zeitzeugen und Wegbegleiter an, und diese kleinen und großen Schätze lagerten trocken auf einem Bauernhof bei Kiel. Aber da lagerten sie auch nur. Platz zum Schrauben oder auch nur für ein paar Regale und einen Hauch Ordnung war da weder gewollt noch vorhanden. Dabei sind es doch Herzprojekte! Herzprojekte, die ich schon mehr oder weniger lange prokrastiniere, daher der viele Staub.
Die Herzprojekte nach dem Taunus sind und bleiben der Audi 100 5S und das Granada Coupé, bekannt aus Funk und Fernsehen 😉 Ach und dann ist da ja noch die Zündapp! Doch bevor mein bester Alex hier auflaufen kann, um mit mir das Alteisen ins neue Zuhause zu bewegen, wollen erst einmal unzählige Ersatzteile, diverse Schwerlastregale, einige Motoren und Fahrräder plus kistenweise Tinneff ans Tageslicht. Der geklappte Rücksitz des XM zusammen mit dem Klaufix schluckt schon ordentlich was weg, aber in Relation zu den Mengen an Metall gewordenen Memoiren haben die das Fassungsvermögen eines Brotbackautomaten. Meine Abende sehen also eine Zeitlang ähnlich aus. Hin zur alten Halle, einladen einladen einladen, der Versuchung widerstehen all die Sachen nostalgisch verblendet durchzuwühlen und hin zur neuen Halle. Die ist auch bei Kiel, aber auf der anderen Seite. Und ausladen ausladen ausladen.
Automobiles Messietum
Irgendwann klüngelt die letzte Schraube auf den großen Haufen. 35 Jahre Leben mit Autos türmen sich wackelig entlang einer hohen Rigipswand und lose in einem Regal, ungeordnet, offenliegend. Wertvoll im monetären und vor allem im emotionalen Sinn. Komplette Auspuffanlagen, die nicht mehr hergestellt werden. Kabelbäume und Scheinwerfer von Autos, die ich schon lange nicht mehr habe. Die Filetstücke eines halben, zerlegten XM. Vier Fahrräder und die Super Combinette. Mein Hallenkumpel Dirk (der mit dem Capri, erinnert ihr euch?) und ich wollen hier weitere Regale hochziehen, jeder hat Platz für ein paar Autos und es wird irgendwann eine Hebebühne geben. Musik und Licht sind jetzt schon da. Puh. Ich weiß nicht wann ich das alles sortieren soll.
Doch das sind Sorgen von morgen 😊 Oder übermorgen. Heute gilt es, einen kleinen Roadtrip für zwei Herzautos vorzubereiten. Eins wird wie üblich getrailert (Alex ist gleich da…) und eins fährt, so ich mich erinnern kann, noch von alleine. Dazu braucht’s einen Hauch Luft auf die neuen Reifen, ein paar Liter fossilen Brennstoff und einige Ampère Starthilfe. Die dicke Staubschicht auf „Papas Auto“ wische ich wenigstens von den Fenstern, das sieht sonst etwas zu verwegen aus. Der Audi fährt und bremst (glaube ich), die Überführungsnummer ist ordentlich versichert und auch sonst werde ich mich wesentlich legaler durch das Land bewegen als früher™ – aber man möchte die wachsamen Ordnungshüter ja nicht übergebühr provozieren. Jetzt kommt erstmal nur das gute Super rein. Lass laufen. Gluck. Gluck. Gluck.
Herzschlag mit Doppelvergaser
Diese Seltenheit in Inarisilber. Was mich an diesem frühen Audi 100 5S fasziniert ist sein ungebeugter Lebenswillen. Nach drei Anlasserumdrehungen springt er an und blubbert zornig auf vier von fünf Zylindern. Das ist einer zu wenig. Diese Angewohnheit hat er auf der Fahrt von Stuttgart nach Kiel schon an den Tag gelegt, das spielt jetzt auch keine große Rolle mehr 🙄 Ropproppropp brooooo er läuft. Wir sparen uns eine Trailerfahrt.
Während einige Regentropfen schöne Muster in den Staub auf dem Lack malen lasse ich Piëchs Erstlingswerk draußen noch ein bisschen laufen. Geduldig brabbeln die Zylinder vor sich hin und tragen ihren kleinen Teil zum Klimawandel bei. Der Motor klingt vernachlässigt, aber gesund. Wenn der Kahn das von Stuttgart nach Kiel auf eigener Achse schafft, dann auch einmal rum um die Landeshauptstadt in die neue Bleibe. Gibt es nach der Standzeit Marderbisse? Leckagen? Offene Kabel, die rumfunken? Nein. Alles ist dicht und trocken, der Lüfter springt an als das Thermostat öffnet, nichts kleckert und nichts sifft. So soll Audi. Was die heute mit diesem Fressgrill und jetzt dem affigen neuen Singleframe bauen kannst du doch nicht mehr ernst nehmen. Ich bleibe beim alten Eisen.
Die eigenen Narben
Kandidat Nummer 2 ist nicht ganz so einfach aus der Halle zu locken. Zwei Reifen sind platt, mindestens eine Bremse ist fest und der Motor dreht schon länger nicht mehr. Ja ja ich weiß, ich soll den ENDLICH mal wieder fertigmachen. Eines Tages wird das auch passieren. Wer von euch den Wagen noch nicht kennt – das Coupé war mein zweites Auto von 1992-1994, danach habe ich den – so wie er war – aus dem laufenden Betrieb in einer Scheune eingelagert. Und dann vergessen. Und irgendwie ist er noch immer da und zieht immer mal wieder mit mir um 😇 Inzwischen glänzt nicht nur Alex durch Präsenz, auch Dirk kommt vorbei und bietet ziehende Hilfe an. Na dann mal los, der kleine Kompressor aus dem Daimler pustet die Reifen auf und tutet die Fanfaren zum Aufbruch.
Was mich von Jahr zu Jahr beim Coupé etwas nervöser macht ist der fest sitzende Motor. Ich habe viel gelesen, Cola oder Bremsflüssigkeit in die Brennräume, einwirken lassen und dann wird das schon. Es ist ein 2.0 Liter V6 Eisenschwein, der kann was einstecken und muss ohnehin neu aufgebaut werden. Aber… rosten die Kolbenringe nicht in den Laufbuchsen fest? Irgendwann…? Ich möchte bei diesem Auto so viel wie irgend möglich vom Original erhalten. Jede Delle, jede Sicke hier dran und drin sind von mir. Von einem Jensi, der über 30 Jahre jünger war als der Typ jetzt 😱 Ich werde schon wieder nostalgisch. Nein, ich verspreche gar nichts, nur das Wort „irgendwann“ ist in Stein gemeißelt. Und wenn es mein Grabstein ist. Los Dirk, zieh an!
„Endlich wieder Granada fahren“ skandierte ich schon 2008 in dieser Geschichte, aber da konnte der das noch von alleine. Da war mein Daily Driver noch ein Audi V8 4.2 und irgendwie war es ein ganz anderes Leben. Nicht besser. Nur anders. Diese vertrauten Instrumente, die Aufkleber und der ganze Zeitkapselkram, den ich hier damals einfach drin gelassen habe. Wenn man sein Auto nicht ausräumt, weil man es nicht verkaufen will, dann findet man das über 30 Jahre später ein bisschen klasse 😊 Ich atme tief ein und rieche Teppich, Vergangenheit und diesen Hauch Kühlwasser, nach dem jeder alte Ford riecht. Hallo Tageslicht. Das Coupé rollt weiter und zerfällt noch nicht zu Staub. Passt.
Wollen und können
Sowohl der inarisilberne Neckarsulmer als auch der rote Kölner sind geborgen. Alex in meinem Citroën XM wird den Trailer mit dem Granada ziehen. Ich fahre den Audi 100 mit Überführungskennzeichen. Dirk kommt hinterher und hält uns den Rücken frei. Wenn man Halli Galli (oder Halligalli) googelt kommt zuerst ein Kartenspiel. Irgendwann, viel weiter hinten dann die Bedeutung, die ich schon als Kind kannte. Holterdipolter. Drunter und Drüber. Es scheint inzwischen einer dieser vergessenen Begriffe zu sein, genau wie Antlitz, schelmenhaft oder mannigfaltig. Auch daran sehe ich, dass ich alt werde. Und nicht nur an dem Pizzazettel im Handschuhfach des Coupés, auf dem die Preise noch in DM stehen. Jetzt haben wir hier eine leere Halli mit viel Galli und den spannenderen Teil (leider) noch vor uns.
Ich hab’s ja nicht so mit dem Loslassen. In diesem Fall bekomme ich das ganz gut hin, weil ich keine Bindung zu diesem Ort aufgebaut hatte. Es war ein guter, trockener Lagerplatz zur richtigen Zeit mit einem sehr freundlichen und plauderigen Vermieter. Aber mehr eben auch nicht. Wir Jungs stehen draußen und rauchen noch eine vor der Reise auf die andere Seite der großen Stadt, und beim Blick in die Scheune bin ich vor allem fasziniert davon, wie viel man am Ende des Tages dann doch schafft. Manches alleine, das meiste gemeinsam. Ganz zu Ende ist der Tag allerdings noch nicht. Ich schiebe das große Tor quietschend zu, schließe ab und setze einen Haken hinter ein weiteres Kapitel. Langsam reicht’s mit den Übergangslösungen.
Die Zeit tickt unaufhaltsam weiter. Ich träume mich manchmal zurück in meine Kindheit. Nicht, weil ich da jung und knackig war, das bin ich ja immer noch 😉 Sondern wegen der unbedarften und einfachen Tage. Das absolute Nachmittagsglück war ein YPS Heft und ein halber Liter Galetta Vanillepudding. Der Lauf der Dinge – darum kümmerten sich andere. Verantwortung passte noch nicht auf die schmalen Schultern, und die kleine Seele war noch nicht der jammernden Unzufriedenheit oder der Aggression anderer ausgesetzt. Diese alten Autos und der Haben-ist-besser-als-brauchen Teilehaufen sind für mich ein kleiner Anker auf dem Grund der Ruhe in einem Ozean aus Wahnsinn. Ein roter Backbord-Granada und ein grüner Steuerbord-Audi leuchten in den sicheren Hafen. Los geht’s. Wir lesen uns in der nächsten Geschichte, direkt von der Straße.
Sandmann






























„… sind für mich ein kleiner Anker auf dem Grund der Ruhe in einem Ozean aus Wahnsinn.“ Irgendwie kann ich das nachfühlen. 🙂 Und da Du das schreiben kann, wird das Ziel der beräderten „partiell-gerade nicht-Immobilien“ von Euch sicher längst erreicht sein. Danke für diese schöne Umzugsgeschichte und dann mal weiter viele gute Wünsche von mir für den weiteren Weg!
Ay kupy,
vielen Dank für die guten Wünsche. Ich glaube es ist kein spoilern wenn ich schreibe, dass wir na klar in der neuen Halle angekommen sind. Mal sehen wie lange dieser kleine Traum währt.
Ein weiteres großes Ziel wäre ein kleines Häuschen ganz für mich alleine… Irgendwo wo die Welt noch in Ordnung ist. Also… nach meiner Definition. Aber solange ich im Herzen in mir ruhe ist dieses Häuschen virtuell ja da….
Sandmann
Schieb das mit dem „irgendwann“ nicht zu weit raus, lieber Jens. Ich erlebe in meinem Umfeld leider in letzter Zeit zu oft, wie schnell daraus ein „Nie mehr!“ werden kann.
Ay MiG,
ja ich weiß was du meinst… Ich bin im besten Alter für einen überraschenden Abgang. Du vergisst aber eines: Ich bin unsterblich!! Also habe ich noch viel Zeit 😇
Habe verstanden. Das „irgendwann“ bezieht sich allerdings auf eine kleine Neustrukturierung meines Lebens und meines Alltags. Und wenn ich das soweit erledigt habe, dann ist auch wieder zeit und Kopf für Projekte da. SO lange müssen die noch warten. Aber dann, aber dann…
Sandmann
Hm. Das hat Charakter, das rote Mobil. Ich vermute, dass ich unseren knapp zwölf Jahre alten Galaxy mit derzeit gut 7 Weltumrundungen auf der Uhr eher nicht irgendwann in die Scheune stelle. Wobei: Die Wertentwicklung ist – interessant: Olle Diesel-Familienvans sind gerade gefragt – und selbst unserer ist gerade knapp an fünfstellig. Jedenfalls nahezu doppelt soviel wie vor fünf Jahren.
Ay Lars,
na ja Butter- und Brot-Autos stellt man ja selbst bei einer positiven Wertentwicklung nicht weg, um damit was zu verdienen. Was bringt es dir, wenn ein Auto nach 5 Jahren 2000€ mehr wert ist, du aber 2500€ Scheunenmiete bis dahin bezahlt hast? 😉 Da müssen die Emotionen der Antrieb sein.
Der Granada sollte eigentlich 1994 weggeworfen werden. Und mein Freund Örg sagte, dass ich den mal lieber behalten soll. Und irgendwann war’s dann keine Option mehr, den zu entsorgen oder zu verkaufen. Also blieb er. Jetzt muss ich nur noch die Zeit finden, mich da ranzuwagen. Hilfsangebote habe ich auch schon 😊
Wir werden sehen. Galaxy hat auch Charakter, finde ich!
Sandmann
Moin aus dem Reduit!
Ich verfolge das hier ja schon seit vielen Jahren. Inklusive des „Roten“.
Vor langer Zeit schrieb ein hier ehemalig auch Aktiver etwas von „Kirmes die sich leben nennt“. An diese Worte denke ich immer wenn du mal wieder umziehst, umstapelst oder umlagerst, lieber Jens.
Dein Leben ist auch so eine Kirmes wie meines mal war. Nur mit dem Unterschied das ich zur Ruhe gekommen bin und meine Kinder allesamt groß sind.
Ich hätte dich letzten Sonntag sehr gern wieder gesehen aber es hat nicht sein sollen. Ich glaube wir beide hätten uns eine ganze Menge zu erzählen. 😉
Du lagerst (wieder einmal – hoffentlich zum letzten mal) um, ich habe ausgedünnt. Meine Niva sind alle weg, inklusive des Teile-Konvoluts was ich die letzten 5 Jahre angesammelt hatte. Eine Spätfolge der Ereignisse des Februar letzten Jahres.
Aber so ist das halt, man muss es annehmen. Alternativ kann man auch den Mond anheulen. Aber das ist eher nicht mein Ding. Genau wie bei dir.
Ich wünsche dir wirklich sehr das du den Roten innerhalb der nächsten 3 Jahre auf die Räder stellst. Was so eine Zeitmaschine an Lebensfreude spenden kann habe ich mit meinen Nivas gemerkt. Kindheit, Jugend pur. Schenk dir einfach diesen Teil an Emotionen, denn die Zeit ist endlich!
Und „Papas Audi“, der sollte doch nach Polen. Geh das an, du musst es ja „nur“ organisieren. Irgendwann heißt letztendlich Nirgendwann.
Und wenn du es diesen Sommer mal zu mir schaffst, oder ich zu dir nach KI, dann sabbeln wir mal wieder ein paar Stunden. 🙂
Liebe Grüße von der Kante,
Strandmann 😉
Ay Bronx,
das mit der Kirmes war ja sogar mal ein Artikel von mir, 2012, als noch ALLES anders war: https://www.sandmanns-welt.de/eine-kirmes-die-sich-leben-nennt/
Ja, was ich aus deinem Leben weiß sieht auch streckenweise nach einer Kirmes aus. Aber auch nicht immer nach einer, auf der man ausnahmslos Spaß hat 😳 Puh. So gesehen ist es ganz okay dass wir uns in Postdam nicht getroffen haben, das hätte meinen zeitlichen Rahmen deutlich gesprengt fürchte ist.
Ich nehme alles an und ich dünne aus. Wann ich an den Granada rangehe weiß ich noch nicht so recht, aber der Taunus wird diesen Sommer fertig. Kommt schon bald zum Lacker. Das ist ja auch was in Sachen Kindheit.
Und ob der Audi nach Polen geht oder mein Kumpel Dirk (der auch den Taunus geschweißt hat) sich dessen annimmt kommt auf die aktuellen polnischen Preise an. Ich muss dringend meinen anderen Kumpel Peter mal anrufen, der ist sozusagen der Kontaktmann. Ich halte dich im Loop.
Die Nivas und die Teile sind weg?? Holla. Ich kann das gut verstehen, SEHR gut verstehen, trotzdem kam das jetzt für mich überraschend 😱 Denn das ist ja auch Erinnerung für dich. Allerdings auch überlagernde schlimme Erinnerung. Das wiegt sich gegenseitig nicht auf, denke ich. Puh.
Lass mal sabbeln. Dringend 😉
Bis bald
Sandmann
Hallo lieber Sandmann, wieder mal eine schöne launige Geschichte. Ich liebe diese Geschichten, werde in den nächsten Jahren immer mal wieder bei Dir in der Nähe sein, und komme dann mit meinem XM vorbei. Ich liebe eh Norddeutschland. Und beim Mohrenkopf möchte ich mal essen gehen (der in Kiel). Hey bleib so wie Du bist. Und ja irgendwann sind wir mal nicht mehr da, aber wir hatten ein abwechslungsreiches Leben. Und sind nicht zu Zombies geworden. 100 Jahre in der gleichen Firma, immer den gleichen Job gemacht, dann in Rente, und paar Jahre später gestorben. In Reichtum. Nein, lasst und jung bleiben und Spaß miteinander. Sonst dreht man ja durch. Ganz liebe Grüße aus dem Ölsumpf🤪🚘🤟🍷🥰
Bester Ölsumpfer,
ja in der Tat. Einen „Vorteil“ hat das selbstbestimmte, unruhige Leben -> es wird niemals langweilig. Kiel ist toll, da gibt es endlose Horizonte über der Ostsee. Das entspannt die Seele, ich kann da stundenlang hingucken.
Jung zumindest im Kopf bleiben bekomme ich hin. Spaß haben auch, immer wieder mal. Ein paar Baustellen drücken dieser Tage ein bisschen doller, aber die schönen Momente überwiegen 😊
In diesem Sinne. Wenn dein XM mal nach Kiel rollen sollte sag Bescheid. Kaffee und Rotwein gibt’s hier in der Casa Sandmann fast immer.
Liebe Grüße zurück
Sandmann
Oh, wenn ich da immer so sehe, dann sollte ich vielleicht dankbar sein, keinen Platz für so schöne Fahrzeuge zu haben (Gut, daß bei meinem Bruder der leuchtorangene ’73er Standard-K70 mit silbergrauer Kunstlederausstattung steht, exakt, wie ihn mein Papa gehabt hat, der Papa ist nun 103 Jahre alt und ist gut drauf, wohnt zu Hause, also: Noch lange nichts mit Ruhestand für Euch Jundspunde!) Ja, K70.. oder so eine schöner Audi 80 B3 mit Schiebedach, 5-Gang, 1,8er, 75 PS, Handchoke und Vergaser, keine Servo oder EFH, schön ein wenig politisch unkorrekt und ein Statement gegen den Mist, dem man heute die vier Ringe an den Bug klebt, der mal für „Vorsprung durch Technik“ stand, 5-Zylinder, quattro, Vollverzinkung, Procon-Ten oder Alu-Space-Frame wie bei meinem Alltagsauto, einen 2001er Audi A2 Benziner, oh, der wird mit seinen 406.400 km im kommenden Monat auch schon 25 Jahre alt… Nun, ohne VCDS ist man da aufgeschmissen, wenn mal wieder eine Störung angezeigt wird und das billige OBD-2 Auslesegerät reicht für unterwegs, auch um die „Gelbsucht“ (Fehler in Abgasbehandlung) mal wieder ausgebrochen ist. Zum „alten Eisen“ wird er nicht, ist ja Alu und es ist Vorteil: Man muß nicht schweißen können, aber ohne Hebebühne ist auch nur wenig möglich, leider. Eine Selbsthilfewerkstatt gibt es in Elmshorn nicht. So sollte ich froh sein, daß ich nur den habe und mich auf alte HiFi-Geräte von Dual verlegt habe, um mich herum stehen fünf Dreher, drei Verstärker, drei Tuner, zwei Kassettendecks, zwei CD-Spieler und sechs Lautsprecherboxen – zusätzlich zur Wohnzimmeranlage. Wie hieß es früher in der Werbung: Zum guten Ton gehört Dual. Ja, ich weiß es gibt auch ELAC aus Kiel…
Ay Hans-Ulrich,
okay du stapelst dich nicht mit Autos zu, dafür aber mit mehr HiFi als deine zwei Ohren hören können 😉
Aber falls es dich beruhigt, ich habe in meinem Zimmerchen auch eine Sony ST Anlage aus den 80ern, mit Plattenspieler und einem der ersten kommerziell erhältlichen CD Spieler. Kostet inzwischen vierstellig, zur Jahrtausendwende sind die auf den Sperrmüll gewandert. Kein DUAL oder ELAC, aber trotzdem ein sagenhafter Klang 🎵
Mit dem A2 bin ich nie warm geworden. Werde ich auch nicht mehr. Ein tolles Konzept und ein wirklich eigenständiges, pfiffiges Auto. Wesentlich cooler als die ganzen optischen Kotzkarren, die Ingolstadt heute baut. Aber ich finde der A2 sieht wirklich schlimm aus. Nicht so schlimm wie ein Multipla, aber Autos die gefühlt höher als breit sind passen nicht in meine Welt. Müssen sie aber auch nicht. Solange du zufrieden bist ist alles fein.
VCDS (bzw. den AutoPort Clon davon) habe ich auch für den Phaeton hier. Und ja, auch mit dem habe ich schon ein paar kleine Mängel ausmerzen können 😇
Rock’n Roll
Sandmann
Cool ein Update 🙂
Das Granada Coupe sieht echt sehr cool aus!
Den Ausdruck „Halli-Galli“ kenne ich natürlich. Wenn man als Kind noch nicht ins Bett gegangen ist, sondern noch aufgedreht im Kinderzimmer spielt, Vater kommt rein: „Hier ist ja immer noch Halli-Galli..“
Ay pico,
das beruhigt mich 😉 Ich dachte schon der Begriff ist heute völlig verschwunden. Aber nein.
Und ja, das Coupé ist großartig. Vor allem sorgt es immer wieder für Beschimpfungen, weil ich es noch immer nicht wieder fertig gemacht habe und stattdessen Phaetons und Franzosen huldige. Irgendwas ist ja immer…
Sandmann
Was für ein herrlicher Text! Dieses ‚automobile Messietum‘ kennen wir doch alle ein bisschen. Es sind eben nicht nur Ersatzteile, sondern konservierte Erinnerungen an 35 Jahre Schrauberleben. Schön, dass der Audi und der Granada jetzt einen neuen sicheren Hafen haben. Viel Erfolg beim Einrichten der neuen Halle.
Hallo Lena/Anna/Leo,
danke für den Standard Kommentar, auch wenn ich eure Auto-Ankauf Websites leider alle als Spam melden muss 😊
Sandmann