„Oh, ein dicker Passat“. Hahaha 🤣 Ja nee. Was da vor rund 25 Jahren von der nagelneuen Gläsernen Manufaktur in Dresden ausgespuckt wurde war viel mehr als das. Es war kein VOLKSwagen mehr, nein nein. Die dicke Stufenhecklimousine in dem Prospekt in meinen Händen hieß wie Helios‘ Sohn, war schwerer als Obelix und kostete so viel wie ein Einfamilienhaus. Aber das hier wird keine Geschichtsstunde über alles, was ihr sowieso bei Wikipedia nachlesen könnt. Es wird die Erklärung für ein Virus, was ich mir eingefangen habe, als ich zarte 30 Jahre alt war. Nicht DAS! Auto, aber DIE! Limousine. Lederbesesseltes Understatement, die rollende Summe aller schrulligen Ideen von Ferdinand Piëch – in einem weitestgehend von Hand gefertigten Automobil, das es in einer solchen Detailverliebtheit nie wieder geben wird.
Ich war jung. Ich hatte kein Geld. Und ein Jahr nach meinem Ersteindruck konnte man dieses Ding tatsächlich kaufen.
Im neuen Jahrtausend
Als das neue Jahrtausend noch nicht ganz wach war, wunderten sich noch immer die Verschwörungstheoretiker, dass ihre Computer beim Datumswechsel nicht explodiert sind. Die Welt befand sich im Umbruch. In unseren Taschen klimperten plötzlich Euros. Einige ewig Gestrige verdoppeln im Kopf noch heute jeden Preis beim Discounter und jammern laut vor sich hin, wie schlecht es uns allen geht, während sie zwei Kilo Schweinefilet von Gut & Günstig, fünf Hüftsteaks und vier Großpackungen King Prawns von JA! in ihren Einkaufswagen flanken. Für Avril Lavigne war alles Complicated, Las Ketchup brachten mit dem Ketchup Song meine kleinen Mädchen zum Tanzen (ja, da hatte ich schon KindER) und die Girls von Wonderwall fanden, dass sie etwas mehr sind. Und ich? Ich holte meinen Freund Andi zu einem Roadtrip ab.
Bei Andi und Melli „musste“ die damalige Familie Sandmann einige Monate in einem kuscheligen Räumchen zu viert wohnen – in einer Zwei-Zimmer Altbauwohnung in Kiel. Das war nötig, weil es auch damals schon Psychos mit ausgeprägtem Arschlochfaktor gab, denen man nur ausweichen konnte. Aus der Entscheidung für das Seelenheil meiner Kinder wurde eine tiefe Freundschaft auf wenigen Quadratmetern, die bis heute besteht. Nach drei Monaten unter einem Dach mit Sandmann, Sandfrau und zwei Sandmädchen beschlossen Andi und Melli, zu heiraten und auch drei solche Kinder zu machen 😊 Beides ist ihnen gelungen, aber so weit waren wir noch nicht. Ich holte Andi mit einem VW Phaeton ab, was bei allen Beteiligten für eine Überraschung sorgte.
VW Phaeton – das Überauto
Ich selbst -> war überrascht, dass die verbindlich lächelnde, aalglatte Kurzhaarfrisur im Kieler Autohaus mir das konzerneigene Flaggschiff für ein paar Tage überließ. Ich zähle mich im Jahr 2025 noch immer nicht zu den wohlhabenden Männern mit Hemd und Sakko. Damals auch nicht, nicht mal optisch schien ich der Zielgruppe mit automobiler Oberklasse angehörig. Jeans, schwarzes T-Shirt und NorthCore 54° Jacke, designed by Andi (der Kerl hat damals™ tatsächlich Klamotten gemacht 😳). Trotzdem. Und so flätzte ich auf einem beheizten Lederstuhl, war umgeben von yachtähnlichem Design mit mächtiger Mittelkonsole voller elektrischer Spielereien und fühlte mich angenehm erhaben 👯♀️ Nach Taunus, Granada und Audi 100 C2 stand eigentlich der Audi V8 vor dem Mietshaus, aber selbst der verblasste bescheiden neben dem handgefertigten Dickschiff aus Dresden.
Heute, fast ein Vierteljahrhundert später, glaube ich dass der Wagen „nur“ ein Sechszylinder Benziner war. Also die Sparstufe, ein halber W12, aber immer noch mehr als ich jemals davor und lange danach mit einem beherzten Tritt auf das Gaspedal vorwärts bewegen durfte. Über zwei Tonnen Aluminium, Stahl, Kunststoff und Leder, im Inneren herrlich illuminiert, die Außenwelt doppelverglast abgeschirmt. Mich sprang eine Ahnung an, vielleicht im besten Auto der Welt zu fahren. Andi genoss das ähnlich, und auch als er am Volant saß riss meine Ehrfurcht nicht ab. Über handverlegte, individuell verlegte Kabelbäume und den CAN Bus unterhielten sich rund 150 elektronische Steuergeräte über diese und jene Befindlichkeiten und teilten uns diese Unterhaltungen nur dann mit, wenn mal das Display dunkel wurde. Das passierte drei Mal an drei Tagen 😳
Meine damaligen Vorbehalte gegenüber viel zu vielen Assistenten und Überwachern innerhalb eines Automobils festigten sich und wurden später nur getoppt während einer Demonstration des autonomen Fahrens an einem Modell bei BMW in München, die heftig in die Hose ging 🙄 Aber das ist eine andere Geschichte. Einem geborgten Wagen schaut man nicht in den Magen. Andi und ich glitten like a Boss durch Kiel bis unter die Holtenauer Hochbrücke. Das Areal am Nord-Ostsee-Kanal sollte später einer meiner Lieblingsorte werden, um Autos zu fotografieren. Der fette Dodge von Ralf sprang mir da vor die Linse der NIKON. Und eben diesen geliebten Audi V8. Oder das E-Klasse Cabriolet von Helmut Berg. Guter Platz da unten. Kraftvolle Mechanik mit filigranen Details unter massivem Beton am Wasser. Yay, und an jenem Tag zum ersten Mal.
Ein bisschen überborden mich beim Schreiben meine eigenen Gefühle. Dabei wollte ich mich doch in Rechtfertigungen verstricken, in Erklärungen für das Hier und Jetzt mit fadenscheinigen Argumenten aus dem Da und Dort. Stattdessen schwirren Bilder durch meinen Kopf, ich höre Geräusche und glaube, das Wasser zu riechen. Es war ein ganz anderes Leben. Das laute Gejaule der Heute-Verpetzer, der D-Mark-Wiederhabenwoller und der Damals-Zurückwünscher zeugt nur von einem großen Unvermögen, die eigene Gegenwart lebenswert zu gestalten. Nichts war damals besser, und nichts ist heute schlechter. Aber mit 30 schien das Leben … überschaubarer. Das Internet war noch jung, Menschen haben miteinander gesprochen und sich real verabredet – und sind sogar zu den Verabredungen aufgetaucht! Sagenhaft. In so einer normalen Welt wirkte ein VW Phaeton regelrecht fehl am Platze.
Vielleicht ist mir dieses Auto während der paar Tage unserer ungleichen Liaison deshalb so ans Herz gewachsen. Der Phaeton war die Königstochter, ich der unwürdige Harlekin am Hofe. Wir sollten und durften uns nicht aufeinander einlassen. Die wilden, weiblichen Reize des wohlgeformten Körpers machten mich automobil gesehen zum Mann. Sie nahmen mir den Glauben an den gusseisernen, einfach konstruierten Nachkriegs-Sechszylinder aus Köln. Sie hinterließen in jedem einzelnen Fahrzeug danach das Gefühl, irgendwas würde fehlen. Ich war 16 und sie 31. Und über Liebe wusste ich nicht viel. Sie wusste alles, und sie ließ mich spüren: Ich war kein Kind mehr. Biiu biiuu biuuu 🎶 Wir gingen beide hinunter an den Strahaaand… okay ich höre auf. Argh. Was war bloß passiert?
Vielleicht kann ich das vergleichen mit der Jugendliebe. Die Frau, die während des Studiums deinen Kopf verdreht, aber es sollte damals nicht sein. Irgendwann viel später sitzt du dann da, fragst dich was sie wohl heute macht und googelst mal ein bisschen. Und vielleicht küsst du sie endlich, nach so vielen Jahren. Denn das Leben ist verrückt, in jedem Jahrzehnt und in jedem Alter 😊 Vielleicht frage ich mich heute, was aus der schönen Königstochter aus Dresden geworden ist. Ist sie heute ein wenig abgerockter? Oder in Würde gealtert? Ist sie zu haben? Womöglich für wesentlich weniger als den Preis eines Einfamilienhauses? Vielleicht sitze ich gerade am Rechner und finde gar nicht weit weg jemanden. Etwas. Mein Herz klopft den Rhythmus von sechs Zylindern. Wie lange können wir noch einen überheblichen Luxus mit einem Verbrennungsmotor abfeiern? Wann wenn nicht … jetzt? Bleibt neugierig.
Sandmann






















Die Vermutung, das es „nur“ ein 6-Zylinder war, stimmt: Die Alufelgen verraten die Einstiegsmotorisierung – das Design gab es ausschließlich für die Basis, beim W12 und V8 passte die Größe der Felgen auch nicht.
Aber der 6er war auch ein feiner Motor & baugleich im Golf R32 unter der Haube. 👌🏻
Ay Mirko.
Ah. Und wieder etwas dazugelernt 😊 Wobei ich diese Felgen extrem cool finde, es gibt so unfassbar scheußliche für dieses Auto. Und im Zubehör nimmt das unerträgliche Dimensionen an, die Karren sehen bei einigen „Tunern“ aus als hätten sie Achsenbruch mit ihren 20-Zollern erlitten. Aber nun. Wem’s gefällt.
Mit dem R32 Motor war es dann vermutlich auch „nur“ ein Frontkratzer, richtig? Haben die nicht sehr bald den V6 Benziner eingestellt und alles auf Allrad gedreht? Na wie dem auch sei. Ich bin ganz froh über meinen Diesel 😇
Rock’n Roll
Sandmann
Nee, den V6 Benziner gab es tatsächlich bis zum Schluß – ohne jegliche Berechtigung wie ich meine denn im Gegensatz zu Mirkos Ansicht passte der olle schrullige V6 nie zum Phaeton oder Touareg: war nur am Brüllen da vorne wenn es mal etwas Leistung bedurfte , kam eher semi aus der Hüfte und soff dafür wie ein sibirischer Holzfäller.
Einstiegsmotorisierungen sind halt immer so eine Sache…..
Wie schön, endlich mehr zum Phaeton zu erfahren – bzw. zu des Sandmanns Vorgeschichte mit dem Phaeton. „Ist das nur ein Automobil…?“ – In Braunschweig während meines Studiums fuhren die verkleideten Versuchsträger um die Jahrtausendwende die Technik unter dem leicht verlängerten und verbreiterten Kleid eines A6 spazieren. 2005 während des Praktikums stand ein W12 vor dem Büro – und wurde gerne und viel gefahren, als Santana-Fahrer fühlte man sich einerseits in der klassischen Limousine sofort zuhause, war aber andererseits beeindruckt von der Selbstverständlichkeit wirklichen Luxus und der Art, wie der Phaeton überall zwischen Opulenz und Perfektion rangiert. Daran konnte man sich gewöhnen, und 2009 hielt ein gebrauchter V6 TDI bei uns Einzug – mit 30 der eigene Phaeton, der heute, über 16 Jahre später, immer noch da ist und längst neben den Santana als künftiger Klassiker im Trockenen parkt, ab und zu darf er mal raus, viel zu selten eigentlich. Der Phaeton ist nicht nur ein Automobil – er ist ein Symbol für das Streben nach Perfektion, wurde ein Denkmal für Ferdinand Piëch und bleibt ein einzigartiger Beweis dafür, was möglich wird, wenn man fast ohne Rücksicht auf Kosten konstruieren darf. Ein Automobil wie ihn wird es wohl es wohl wirklich nie wieder geben.
Ay Tilman,
ein schönes Statement. Ich hatte seinerzeit tatsächlich mal einen Prospekt in den Fingern, in dem der Phaeton angekündigt wurde. Und ich war einigermaßen begeistert. Ich mag allein die klassische, absolut stimmige Limousinenform. Da stimmt einfach alles, wie beim ersten A8, auch der ist in meinen Augen ein zeitlos perfektes Auto.
Dass du deinem TDI seit 16 Jahren die Treue hältst beeindruckt mich 😳 Meiner war ja am Rand zur Vernachlässigung, und ich selbst habe ihm gerade zwei AUAs angetan. Den Hydraulikschlauch im Radkasten, selbst eingesetzt, falsch eingesetzt. Und den aufgeflexten Kofferraum. Lange Geschichte. Ich muss da bald mal bei, ich will wieder Phaeton fahren!
Ich erhebe mein Glas auf die schrulligen Vorgaben von Piëch 🍷 Wir lesen uns.
Sandmann
Ganz hervorragend! Das Lesen hat sich gelohnt – wie immer bei Dir 🙂
Kleine Anekdote dazu meinerseits, BJ 1968: Auch ich bewunderte den Phaeton seit seinem Erscheinen still, aber leider nur aus der Ferne.
Immerhin hatte ich ab Dezember 2002 wenigstens ein kleines Stückchen davon, als ich einer der letzten Glücklichen war, die einen Golf IV R32 NEU ergattern durften. Zwar „nur“ als Firmenwagen, aber immerhin. Er blieb sieben Jahre und 200 tkm bis zum Ende der Abschreibung bei mir. Hätte ihn danach übernehmen können, was ich nicht tat. Zu dieser Zeit muss der Begriff „Vollhorst“ erfunden worden sein.
Besonders stolz war ich beim R32 darauf, wenigstens einen Phaeton-MOTOR zu fahren, was ich auch jedem erzählte, der es wissen wollte.
Den anderen natürlich auch. Und zwar häufig.
Vielleicht zu häufig, gemessen an den vielen nach oben rollenden Augen, die mich in dieser Zeit anblickten. Zumindest bis zum Nach-Oben-Rollen derselben.
Ganz im Ernst: Auf den phännomenalen, einzigartigen R32 sprachen mich natürlich Kohorten von Leuten an – und ich betonte stets, in fragende Gesichter blickend: „stellt euch vor, der hat einen Phaeton-Motor!“.
Nun fahre ich seit über zwei Jahren bekanntlich ebenfalls das dolle Dresdner Ding; allerdings, wie Du auch, als TDI. Schade. Sonst könnte ich heute sagen: „stellt euch vor, der hat einen R32-Motor!“. Aber das ist eine andere Geschichte und soll (vielleicht) ein andermal erzählt werden.
🙂
Ay Heiko,
danke dass du deinen Kommentar auch von Facebook hier rüber kopiert hast 👯♀️
Ich weiß nicht was ich spannender finde – die Gedanken an den fabulösen Golf R32 oder die „Sehnsucht“ nach einem der ersten Mager-Phaetons… Hast du mal mit dem Gedanken gespielt, so einen zu kaufen? Ich meine, dass die ersten mit eben dem V6 Benziner und Frontantrieb inzwischen echt selten aber trotzdem nicht wirklich geliebt sind 👼🏻 Alle wollen nur den V8 oder den W12. Okay, ich giere tatsächlich auch nicht nach einem V6 Fronttriebler und bin sehr glücklich mit dem sonor grummelnden TDI, aber wenn du damals so sozialisiert wurdest… Mach dir doch mal einen Wein auf und dreh dich bei mobile in böse Gedanken 😉 Und dann erzähle die andere Geschichte.
Wir lesen uns
Sandmann
„Über handverlegte, individuell verlegte Kabelbäume und den CAN Bus unterhielten sich rund 150 elektronische Steuergeräte über diese und jene Befindlichkeiten und teilten uns diese Unterhaltungen nur dann mit, wenn mal das Display dunkel wurde. Das passierte drei Mal an drei Tagen 😳 “
Auch wenn ihr mich jetzt steinigen werdet, ich habe von diesem Modell nie viel gehalten. Ein Wunschtraum eines alternden Patriarchen, finanziert auf Kosten eines später ohnehin strauchelnden Konzerns. Es mag sein das der Phaeton ein qualitativ einzigartiger Wagen war. Aber auf Dauer unfinanzierbar, Ein Denkmal für eine Generation die längst hätte abtreten sollen.
Wer nicht mit der Zeit geht – geht mit der Zeit. Das gilt heute genau so wie vor 35 Jahren.
Ay Bronx,
deine Zitate aus meinen Texten mit anschließender Widerlegung oder anschließendem Statement würden mir sehr fehlen, wenn sie nicht kämen 😉
Tatsächlich ist es heute so, auch dank der emsigen und schraubenden Fangemeinde, dass solche Elektronikmacken wie ganz am Anfang Geschichte sind. Die echten Probleme des Phaeton sind bekannt, und sie lassen sich an zwei Händen abzählen und präventiv verhindern. Plus natürlich die ganz normalen, individuellen Macken die jeder Gebrauchtwagen entwickelt.
Kleines Beispiel: Hat der Wagen ein Schiebedach und Keyless Entry (beides haben fast alle, meiner nicht), tut man gut daran die Abläufe regelmäßig zu reinigen und durchzublasen. Versäumt man das und laufen sie über, kommt viel Wasser in den Fußraum. Da sitzen einige Steuergeräte, auch das Kessy für die Schließanlage und das Motorsteuergerät. Den Rest kannst du dir denken.
Aber das kann man ja verhindern. Wenn man’s weiß. Und dieses Auto sollte niemand heute bewegen, der diese Geschichten nicht kennt 😉
Dennoch kann ich dir nicht widersprechen bei dem Wunschtraum und der Unsinnigkeit. Aber genau das ist es, was mich reizt. Und die Qualität und die Detailverliebtheit sind wirklich einzigartig. Ich werde meinen so lange halten wie es geht. Oder bis ich keinen Bock mehr drauf habe. Bei den Preisen wirft mich das nicht aus der Bahn.
Lass mal wieder telefonieren.
Sandmann
Das ist ja dass Gute bei uns: ich kann bei dir frei weg schreiben und du bist nicht gleich verschnupft wie viele Andere wenn man mal sagt, ’nö, mag ich nicht‘.
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Das mit den Ablauflöchern und den unten sitzenden SG gilt für viele andere Kisten auch. Hat man ein SD muss man eh regelmäßig dabei sein. Besonders wenn man draußen parkt. Bei unseren beiden M-Klassen mache ich das regelmäßig.
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Da ist die Elektronik übrigens größtenteils ganz praktisch verbaut. Und das man da beim M 112/113 die MKB besser wechselt (besonders MoPf 0 u.1) ist zu verschmerzen.
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Heutzutage würde kein Konzern einem einzelnen Patriarchen mehr so etwas „gestatten“. Das ging nur bei VW zu dieser Zeit und in dieser damalig „einzigartigen“ Unternehmenskultur. Und das ist keinesfalls als Kompliment gemeint und gilt auch für Winterkorn.
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Aber wurscht! Vielleicht sitz ich ja irgendwann mal in deinem Dicken und überzeuge mich selber. 😉
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Über Sinn und Unsinn hier zu diskutieren ist sowieso müßig weil mein rostiger Nagel im Kopf genau so lang ist wie deiner.
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Also, auf bald mal wieder.
Der mit der Duplexkette. 😀
Ay Duplexketten-Mais-Schredderer,
jaaaaaaa wie fast immer gehe ich die meisten deiner Worte gedanklich direkt mit. Allem voran die Tatsache, dass hier niemand irgend einem Auto oder einer markt huldigen MUSS, das wäre ja schlimm. Jeder kann und sollte seine Meinung sagen oder schreiben, und wie du selbst es ja schon formuliert hast: Mindestens du hast auch eine große Schraube im Kopf 😉 Die sitzt nur an einer anderen automobilen Stelle. Aber das macht’s ja so bunt wenn wir quatschen.
Einzig beim Multipla Fiat bin ich unentspannt. Wer den gut findet oder mit solchen Phrasen wie „Kult“ oder „so hässlich, dass er schon wieder gut ist“ kommt, wird blockiert, gelöscht und wegen Hassrede angezeigt. Immer. Konsequent 👯♀️
Die Regentschaft von Piech und danach Winterkorn ist ein Kapitel für sich. Ja, es ist gut, dass niemand mehr seine Ideen – und seien sie noch so kreativ – in dieser Breite innerhalb eines Konzerns ausleben kann. Ich bin mal gespannt, wie es überhaupt mit dem Automobilstandort Deutschland weitergeht. Oder der ewigen Diskussion über das Benziner-Aus. Momentan scheinen sich da ein paar Vorreiter ein wenig zu entspannen, weil sie merken, dass sie für den normalen Kunden etwas zu schnell vorgeprescht sind…
Setz dich sehr gern mal in den Dicken. Vorher muss ich aber meinen herbst-trägen Hintern mal hochkriegen und die Hydraulikleitung und den Kofferraumdeckel machen. Beides kein Hexenwerk. Aber irgendwie bin ich grad träge, und der XM läuft sooooo gut 😇
Rock den Osten
Sandmann
Ay Multipla-Hasser, 😀
danke für dein Angebot. Ich nehme es gern an. Vlt schneller als gedacht.
Von daher, überwinde deine Trägheit. 😉
Schraubende Grüße aus dem Niva-Land.
Ay Bronx,
argh, dieser DRUCK!! Ja ich mach mich mal ran. Grad bin ich auf dem Weg nach Stuttgart zu meinem Arbeitgeber 😊 Danach geht’s mit den Autos weiter.
Komm gut in die neue Woche!
Sandmann
“ Die Regentschaft von Piech und danach Winterkorn ist ein Kapitel für sich. Ja, es ist gut, dass niemand mehr seine Ideen – und seien sie noch so kreativ – in dieser Breite innerhalb eines Konzerns ausleben kann “
Ich wage zu widersprechen: zumindest Fugen-Ferdl darf sich seine Hände in Unschuld waschen zu dem was später passiert ist. Und der andere Choleriker sollte sich eingestehen das Größenwahn eben irgendwo seine Grenzen hat und nicht durch geduldete Schummeleien der unteren Chargen erreicht werden kann.
Der Qualitätsanspruch und Ideenreichtum der beiden älteren Herren allerdings hatte den Produkte echt gut getan, und der Phaeton II wäre auch deutlich filigraner geworden…..leider kam es nicht mehr dazu. Angst essen Seele auf.
Heute dagegen Automobilbau im duplo Verfahren – mehrere unterschiedliche, unattraktiv aussehende, von irgendwas recyclete Plastiksorten in einander gesteckt und hoffen das der Kram nicht klappert und zumindest 4 Jahre Leasing übersteht. Ich wäre froh wenn auch nur einer der beiden genannten Herren noch was zu sagen hätte, stattdessen werden sie und ihr Tun mittlerweile von den neuen Clowns in der Manege bespöttelt. Man wird abwarten müssen woran man sich in einigen Jahren besser erinnert.
Ich bleib mit Sicherheit neugierig! 😉
Manchmal wird Neugier auch enttäuscht 😉
Dieses Mal aber nicht…
Schönes langes Wochenende!
Sandmann
Es gibt wohl wenige Fahrzeuge, an denen sich deutlicher zeigt, wie sehr sich Geschmäcker unterscheiden können, um es so freundlich wie möglich zu sagen. 🥴 😉
Hahaha 🤣
Ja nett formuliert. Aber nach Mazda 121, Twingo und Ford Scorpio 95 bin ich Kummer von außen gewohnt. Das perlt ab. Ich werde noch viele Geschichten zu dem Kasten schreiben 😉
Schönes langes Wochenende
Sandmann
Meine prägendeste Erinnerung an den Phaeton ist der Versuch, nach einem Austausch von Frontverkleidung und Schloßträger die Kalibrierung der ACC-Sensorik in den Griff zu bekommen. Ein halber Samstag Überstunden. 😀
Naja, damals(TM) war das mehr oder weniger Neuland, war ja die erste Generation dieser Art Assistenzsysteme.
Ansonsten war ich immer sehr fasziniert von den Dingern, wir hatten damals drei oder vier im Kundenstamm, die Probefahrten waren da gern mal eine Runde länger.
So. Ich werd dann mal ein wenig mit mobile.de spielen . 😉
Ay Atze,
die Dinger müssen kalibriert werden? 😳 Was muss da denn kalibriert werden…? Ich hatte den vorderen Stoßfänger schon komplett runter, allerdings ohne die ACC Sensoren abzustöpseln. Das Kabel war lang genug…
Ich habe festgestellt dass die Preise langsam wieder anziehen. Die schlimmsten Schlachter sind geschlachtet, jetzt wird wieder repariert und erhalten. Hach 😉
Sodenn
Sandmann
Coole Bilder. Die Felgen finde ich auch super. Interessant weil die schon fast etwas zu altmodisch wirken für den Phaeton.
Der gefällt mir optisch nicht so gut mit dem langen Überhang vorne und der runden Schlichtheit. Aber ich hatte mal die Gelegenheit in einem zu sitzen und war beeindruck von der Qualität.
Der erste Audi A8 gefällt mir da besser. -Gerne als 2.8er mit FWD.
Ay pico,
der erste Audi A8 ist für mich ein zeitloser Klassiker. Die Arschlochschraube teilt er sich mit dem Phaeton 😉
Die Felgen habe ich danach nie wieder an einem Phaeton gesehen. Vielleicht, weil heute alle nur die Langen mit BlingBling Felgen wollen. Felgen waren ja noch nie meine erste Priorität, ich verstehe den Hype nicht. Aber jeder wie er mag.
Die runde Schlichtheit und der Überhang… das wiederum MAG ich 😇
Sandmann
Kurz meinen Senf dazu:
Der lange Überhang vorn gefällt mir auch nicht. Er macht das Auto optisch schwerfällig. Und verletzt eine wichtige Design-Regel: die Verlängerung der A-Säule nach unten sollte in der Radmitte des Vorderrades enden. Mindestens. Das Maß zwischen dem Beginn der Vordertür und dem Radkasten-Beginn des vorderen Rades sollte stets größer sein als der vordere Überhang VOR der Vorderachse. Bei BMW machen sie das bis heute beim 3er und 5er sehr gut. Das nennt sich übrigens bei denen „Prestige-Maß“. Ich finde das treffend.
Peugeot hat einige Modelle im Programm gehabt die diesbezüglich nahezu alle Proportionen verlassen hatten. Ganz übel.
Der mit der Duplexkette. 😉
Ay Designpapst 😊
da magst du komplett Recht haben. Allerdings mag ich es hier und da, wenn solche regeln gebrochen werden. Speziell den Phaeton finde ich auch im Profil zeitlos schön. Ernsthaft, der gefällt mir wirklich gut.
Und jetzt wo ich gerade den Polo 6N der beiden älteren Leute aus dem nördlichen Niedersachsen hier habe (mal wieder TÜV, wie seinerzeit beim Passat) weiß ich, wie gut sich Autos fahren lassen können. Oder eben nicht 🤣
Wir lesen und hören uns. Hab ein feines Wochenende!
Sandmann