Berlin, Hansaviertel, kantig klotzig und bunt

Berlin, Frühling, Hansaviertel. Wer kennt es nicht?

Finnen mit Vordach

Finnen mit Vordach

Ich. Ich habe davon noch nie gehört, Hansa verbinde ich mit billigem Bier und dem Heimathafen meines halbfinnischen Fräulein Altonas. Hamburg halt. Tatsächlich ist diese Ecke der Hauptstadt so etwas wie eine Hommage an die vielen Menschen, die aus Hamburg hier her gekommen sind. Und da es im Krieg fast komplett zerstört wurde, startete man hier Ende der 50er Jahre ein einzigartiges Bauprojekt!

Die Stadt der Zukunft sollte geschaffen werden. Verschiedene namhafte Architekten gestalteten hier bis in die frühen 60er Jahre Wohnblöcke, Bungalows und Parkanlagen. Heute wirkt alles irgendwie verspielt, unbeholfen, filigran und ein bisschen einsam. Anders wohnen. Begleiten Sie mich auf eine kleine Reise durch geometrische Formen und Farben.

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3 Responses to Berlin, Hansaviertel, kantig klotzig und bunt

  1. El Gigante says:

    Werter Sandmann,

    obwohl oder gerade weil ich weiß, dass dich die Liebe immer wieder in die deutsche Hauptstadt treibt und ja auch du in einer Landeshauptstadt wohnst, muss ich mich hier als „Landei“ outen und dir sagen, dass mir aber weder Berlin, noch Hamburg, ebenso wenig Kiel aber auch nicht Frankfurt oder Essen – welche große Stadt auch immer – gefallen mögen. Mal ein kurzer Aufenthalt dort oder ein städtischer Besuch hier – das ist alles möglich und auch drin. Nicht gewöhnen könnte ich mich aber an einen dauernden Aufenthalt dort. Es fehlt mir einfach an Ruhe und Beschaulichkeit in einer Stadt. Ich bin nicht gemacht für das Leben, die Enge, die Anonymität und die größtenteils kalte und in meinen Augen an der Nase herbeigezogene, künstliche Architektur eines solchen Ballungsraumes. Ein Landei passt eben nicht in eine Stadt – und ein Stadtmensch passt eben nicht auf’s Land. So ist das eben!

    Trotzdem: schöne Bilder… und was noch erwähnenswerter ist: interessante und treffende Texte zu den Bildern. Deine Texte ergänzen die Bilder prima, werten sie förmlich auf. Und das nicht nur in diesem Beitrag.

    El

    • Sandmann says:

      Bester El,

      danke für das Lob 🙂
      Deine Abneigung gegenüber großen Städten kann ich sehr gut verstehen, bin doch auch ich eher am Rand der sehr beschaulichen Kleinstadt Uelzen aufgewachsen. Wir spielten in den Zuckerrüben- und Maisfeldern, bauten Baumhäuser und Höhlen im Wald und malten mitten auf der Straße. Es ist ein anderes Leben.

      Aus diesem Grund lebe ich ja auch in Kiel (ein Berliner oder auch ein Hamburger bezeichnet Kiel durchaus eher als Dorf denn als Stadt), und auch dort ein bisschen weiter draußen am Rand. Ich gucke auf eine Wiese und kann vor meiner Garage am Auto schrauben, ohne dass ein Nachbar sich beschweren würde. Mitten drin – das ginge auch bei mir heute nicht mehr so gut.

      Mit 20 war das kein Problem, auch das Leben in Wohnungen an zweispurigen Straßen oder Kreuzungen… Pha. Was kostet das Leben? Aber heute schätze auch ich die abendliche Ruhe. Die Tage sind oft viel zu laut und hektisch. Und ich habe nun schon mehrfach gehört, dass Berlin einen krank machen kann, wenn man zu lange am Stück da ist. Hamburg offensichtlich nicht. Als Gast mag ich beides, Hamburg ist aber ein bisschen mehr als mögen. Ich bin ja auch in Hamburg ein bisschen mehr als ein Gast, es wird langsam mein zweiter Heimathafen 😉

      Die Architektur der Wohnblöcke in der Galerie finde ich ähnlich faszinierend wie beispielsweise die Größe von Prora. Leben will ich dort aber nicht…

      Sandmann

  2. Pingback: Bremsen

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