ALLES MUSS RAUS – Citroën XM

Irgendwas ist ja immer

Ein ausgeweideter Franzose ohne Motor und Antriebswellen, ohne Zentralydraulik und Bremsen. Das Baguette aus Rennes muss irgendwie auf öffentlichen Straßen rüber in die neue Wohnung. Ich mag Vergleiche, und ich bin mir sicher dass Menschen, die schon einmal den Mount Everest ohne Atemgerät bestiegen haben, jetzt herablassend lächeln. Auch wer je mit dem eigenen Fiat Multipla vor einem Supermarkt geparkt hat weiß, wie hart das Leben austeilen kann. Wir sind hier aber in Kiel, da gibt’s keine Berge und keine Geschmacksfehlstellungen aus Turin. Es gibt nur den Alex, mich, einen doppelachsigen Trailer und diesen Citroën XM auf einer Distanz von vielleicht… fünf Kilometern. Was kann da schon schiefgehen? 😂 Folgt mir in einen neuen Grund für meine grauen Haare.

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ALLES MUSS RAUS – Granada

So weit waren wir schon einmal

Manches schleppt man jahrzehntelang mit sich rum. Ungeöffnete, schwere Kartons voller vergessenem Ballast aus multiplen Kellern, weil man sich davon einfach nicht trennen kann. Oder den schon lange nicht mehr geliebten, anstrengend gewordenen Partner, weil man sich von dem einfach nicht trennen kann. Bei mir -> ist es das Auto, was ich zwischen 1993 und 1995 gefahren bin, weil ich mich von dem einfach nicht trennen kann ❤️ Mein 1975er Granada Coupé werden einige von euch schon kennen, aus diesem Blog oder aus dem Fernsehen. Ja, es ist immer noch bei mir. Und ja, auch dieses treue, höchst vernachlässigte Auto muss raus – weil ich mal wieder umziehen muss. Und wieder mal werden wir unfreiwillig zu Trailer Queens.

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ALLES MUSS RAUS! – Taunus

Reisebereit

Ich lebte ein Leben als lustiger Knopf zwischen vielen kleinen und großen Frauen, Autos und Ersatzteilen. Wir überstanden Krisen und Corona und diverse Jobwechsel. Und weil die Haare kaum noch grauer werden können kam obendrauf eine unerwartete Nachricht, die mir etwas den Boden unter den kieler Füßen wegzog. Das seit 2016 bewohnte Zuhause soll verkauft werden. Für den Sandmann, die Autos und alle über die Jahre gesammelten Erinnerungen und Ersatzteile bedeutet das: Raus. Alles 😮 Besenrein, und zwar bald.

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Blaue Eier auf Fanø

Der Denker

Manchmal haben Menschen keine Eier. Also suchen sie welche. „Papaaaa? Warum ist Ingo der Twingo blau?“ Dieses blaue Ei muss man nicht lange suchen. Aber Eier werden ja auch nicht wirklich von einem Hasen versteckt. „Papaaa? Hast du eigentlich nur die Handynummer vom Weihnachtsmann, oder auch die vom Osterhasen?“ In dieser kleinen Geschichte werde ich nach ein paar liebevollen, aber wortgewaltigen Tagen mit einer 4jährigen mal wieder ganz alleine sein. Alleine mit mir, der dänischen Nordsee, dänischen Lebensmitteln und diesem französischen Ei. Aber soweit sind wir noch nicht. „Papaaa? Warum geht die Sonne rot unter und nicht so blau wie Ingo der Twingo?“ Fanø ist eine Insel mit viel Sand und Sonnenuntergängen. Lässt sich da was draus machen? Na klar. Und wenn es nur Liegesitze sind 😂 „Papaaaa? Ich will…“ 

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Ingo der Twingo

Kommt es auf die Größe an?

Manchmal dreht das Leben komische Extratouren. Manchmal, also immer, irgendwie. Da ich mir einigermaßen sicher war, meinen Citroën XM innerhalb von zwei Monaten wieder fahrbereit zu bekommen (hier bitte Lachkonserven einblenden) war das Angebot, Michael Keines „Sternchen“ über diese Zeit auszuleihen sehr verlockend. Ich lieh, ich fuhr, ich schraubte am Citroën. Ab und an. Nach vier Monaten (oder fünf?) äußerte Michael (… waren es vielleicht sogar sechs…??) den nachvollziehbaren Wunsch, sein Auto irgendwann (also wirklich nur ir-gend-wann!) mal wieder selbst zu fahren. Wie unangenehm. Ersatz muss her! Ersatz ohne Verfallsdatum, damit ich den französischen Motorentausch weiter erfolgreich prokrastinieren kann. Ein witziges, kleines, einfaches Auto! Geil! Autos gucken! Endlich wieder ein Auto kaufen. Yayy 😁

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Normal kann ja jeder

Stahlfelgen machen glücklich

➡️ von Khani, Sandmanns Töchterchen ❤️

Nach mehr als 100.000 km mit meinem geliebten, weißen VW Up hat der Verschleiß-Geist nach langer Zeit zugeschlagen. Ich habe beim Kauf des knubbeligen Autos Sommerreifen auf lackierten Alufelgen und Winterreifen auf Stahlfelgen dazu bekommen. Nach vielen, wirklich sehr vielen Reifenwechseln vor Papas Garage, fast immer im Oktober oder um Ostern rum (oder auch mal extrem verspätet) hatten meine Sommerreifen nun langsam die vorgegebene Profiltiefe unterschritten. Papa hat ja was mit Autos zu tun. Und ich hab ihn länger nicht besucht, vielleicht kann er ja ein paar neue Reifen… eh…?

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Innere Angelegenheiten

Aus-ge Nockt.

„Doktor T., ich erbitte eine Audi-Jens“.
Doktor T. kenne ich aus lange zurückliegenden Audi V8 Zeiten, der Mann ist eine Korif… Korü… er ist eine Koryfä… eine Konifere auf dem Gebiet der depressiven Druckspeicher, bröseligen Bremssättel und maroden Motoren. Vor nur wenigen 100 Tagen habe ich den 2.0 Liter Turbomotor aus meinem Schlacht-XM rausgeholt, für alles danach kann man guten Gewissens den Klimawandel verantwortlich machen 😇 Dieser Tauschmotor soll als neues Herz in meinem havarierten Baguette schlagen. Doktor T. will dieses Herz mit mir gemeinsam auf ein langes, gesundes Leben vorbereiten. Ich wähle gezielt den bisher kältesten Tag des Jahres und schleppe das Ding an die norddeutsche Westküste.

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Die Götter HASSEN mein Auto!

Ich KANN so nicht arbeiten!

Mein athesitischer Optimismus als Gelegenheitsschrauber ist stark mit dem Wetter verbunden. Arbeiten am aufgebockten Auto im Garten sind toll, wenn im langweiligen Alltag bei Netflix schon alles weggeguckt ist und sich die Finger nach Öl und Schmutz sehnen. Diese Sehnsucht wandert nahe dem Gefrierpunkt schnell über den Rand der flachen Welt. Wenn der eine Tag in der Woche, an dem man sich überhaupt beim Havaristen aufhält, gefüllt ist mit Organisation, beruflichen Dingen und dem Wunsch, einfach nur mal wieder bei Netflix was wegzugucken. Ich wollte schrauben. Dann kam der Frost. Dann kam der Schnee. Und nach dem Regen dann der Sturm.

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Raus!! mit dem Motor

Ein schwebendes Verfahren.

Verbrennungsmotoren. Liebe Generation Z, wenn ihr nicht wisst was das ist: Da werden fossile Brennstoffe zur Explosion gebracht. Das drückt dann einen Kolben nach unten – und diese Bewegung wird in Vortrieb umgesetzt. Für mehr als 100 Jahre bedeutete das Fortschritt, Unabhängigkeit und persönliche Freiheit. Rund um diese kolbendrückende Explosion bewegen sich noch weitere Agitatoren, um das „Auto“ so funktionell wie möglich zu machen. Wenn einer davon, nennen wir ihn Zahnriemen, sein Leben aushaucht, nimmt er gern mal den Rest der Maschine mit in den Tod. So geschehen im Herbst 2022 bei meinem Citroën XM. Das ist lange her. Ich erzähle euch mal in Häppchen, was seit dem passiert ist 😂

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Kleine Weihnachten

Glühlampe versus LED

Die Zeit rennt vorbei wie die Distanzen auf einem Kilometerzähler. Schon ist wieder Weihnachten. Und schon wieder vorbei. Weihnachten in einem zu Ende gehenden Jahr voller schlimmer Ereignisse, global gesehen, und voller Umbrüche und Unruhen im eigenen Leben. Wie viel los ist sehe ich daran, dass ich diesen kleinen Bericht zwei Monate zu spät schreibe und ihn später zeitlich zurück drehen muss 😉 Leider geht sowas im richtigen Leben nicht. Aber bei allem Gejammer und tiefster Überforderung lasse ich es mir nicht nehmen, zum kleine Engel angucken nach Hause zu fahren! Aber diesmal nur ganz kurz, und das nicht mal mit dem eigenen Auto…

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Sternchen

Weniger ist manchmal mehr

Der XM ist tot, es lebe der XM. Aber das wird noch ein bisschen dauern 😢 Und da mein Taunus auch im Winterlager schläft und da ganz viel Blech und Liebe braucht (und bekommt) habe ich aktuell – kein Auto 😮 Also… außer dem Familien-Benz. Aber das ist was anderes. Urks. Das geht ja GAR nicht. Nee. Ich, kein Auto? Hallo? Unfassbar. Also jammerte ich laut ins Netz, und das Netz spendete Trost. Ich suchte ein unkompliziertes Auto mit vier Rädern und TÜV, das einfach nur fährt und nicht mehr als 500€ kostet. Keine charaktervolle Baustelle mit Geschichte und Hubraum, davon habe ich schon zwei auf dem Hof. Ha. Und wieder einmal habt ihr euch als unfassbar hilfsbereit und angenehm verrückt erwiesen 😂

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A7, Kilometer 102,0

Stehen, wo andere fahren.

Die wirklich wichtigen, grundlegenden Dinge vermisst Mann immer erst dann, wenn sie nicht mehr da sind. Diese Weisheit ist so alt wie der erste Liebeskummer. Im Laufe eines Lebens kommt die Erkenntnis mehrmals über uns, und immer ist sie schmerzhaft. Ich könnte euch jetzt von meinem Elternhaus in Uelzen erzählen, das war immer da – und als es weg war, zerbrach ein Teil von mir. Ich könnte euch jetzt von meiner ersten großen Liebe erzählen, die war einzigartig – und als sie ging, zerbrach mein Herz. Aber nein, ich erzähle euch vom Zahnriemen meines XM. Der war nicht immer da, und der war noch gar nicht so alt. Und als er riss, zerbrachen Einlassventile, Auslassventile und Kolben in einem überraschend emotionalen Moment.

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Zurück in die Welt

Tschüss Nordsee

Römmpöpömm pömm 🛵
Wie jetzt? Schon drei Nächte rum? Wie kann dieses Miststück Zeit so schnell rennen, wenn wir die Tage doch eigentlich nur mit Nichtstun, Unsinn reden, Lachen und viel Rotwein füllen? Jeder Teenager würde sich vor Langeweile ein Loch ins Knie bohren. Ab 50 ändert der Duden das Wort Langeweile automatisch in Entspannung, und man hat viel zu wenig davon. Heute möppen Herr S. und ich also wieder nach Hause, zurück in den Alltag, zurück in den Winter und zurück in ein Leben voller Verantwortungen und Pflichten. Nun. Aber nicht, ohne vorher nochmal die Schwimmbad-Flatrate auszureizen 😇

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Der letzte Aufguss

Der Mann der 1000 Essenzen

Ich schreibe eigentlich noch am vierten und letzten Teil der Mofareise und bilde mir ein, noch immer ein bisschen nach Saunaölen aus Nr. Nebel zu riechen… Eine Nachricht auf meinem Handy. Ein langer Text von Suzanna Skovgaard, der Ehefrau des legendären Gusmesters. Elmer ist am Sonntag verstorben. Und plötzlich ist der ganzen Geschichte die Leichtigkeit genommen. Gerade schrieb ich noch: Alles wird gut, ich weiß es. Ich kenne Elmer Skovgaard! Wenn jemand wie er nicht unsterblich ist – wer ist es dann? 🙁

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