Der Wald der Telefonzellen

Deutschland hat Handy. Wer kennt sie noch, die kleinen gelben Häuschen, in denen es immer ein bisschen gestunken hat? Die irgendwann von kleinen grauen Häuschen mit rosa Deckel abgelöst wurden, um am Ende zu dachlosen Sprech-Säulen zu mutieren? Wer kennt noch dicke, öffentliche Telefonbücher, aus denen man sich die Seite rausgerissen hat, auf der die Nummer der Verehrten stand?

Sie sind fast alle schon Geschichte. Heute hat man sein Telefon immer dabei. Hier finden sie ihre letzte Ruhestätte.

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16 Responses to Der Wald der Telefonzellen

  1. Wob79 says:

    Was du alles findest 🙂

    Gruß Rene

  2. Sandmann says:

    Na ja finden…
    Ich gehe da sozusagen mit meinem Hund regelmäßig dran vorbei 🙂
    Irgendwann MUSSTE ich da mal Fotos machen…

    Sandmann

  3. calimero says:

    Kein Anschluß unter dieser Nummer? 🙂
    Ich habe mich mal in so ein Häuschen reinübergeben, aber da war ich noch sehr jung. Das gibts heute auch nicht mehr. Ist wohl auch gut so.
    Schöne Bilder, die.
    Abel

    • Sandmann says:

      Du bist unglaublich. Warum denn IN die Telefonzelle? Buah.
      Ich hätte da zwar auch ein paar kleine Anekdoten über DInge, die man im Sommer in einem Telefonhäuschen deponieren kann… aber die lasse ich mal schön bei mir, außerdem war ich immer nur dabei 😛

      Sandmann

  4. Flo says:

    Wo ist dieser Platz? Ich finde es so richtig besch*******en, dass die Telekom die Telefonzellen ersetzt!

    • Sandmann says:

      Ay Flo,

      hier in Kiel… etwas am Rande, in einem Gewerbegebiet.
      Örg hat schon überlegt, eine zu „retten“ und sich da eine Duschkabine draus zu bauen. Mit der Brause als Hörer, ich stelle mir das ziemlich gut vor 😉

      Klar werden die Telefonzellen abgerissen. In Deutschland sind weit mehr als 100 Millionen Handys registriert, niemand stellt sich mehr in eine Telefonzelle. Und wenn du einmal in einer warst, in die jemand in der Nacht zuvor reingekotzt hat weißt du auch, dass die regelmäßig sauber gemacht und gewartet werden müssen, und das kostet halt einen Haufen Geld. 🙁

      Das ist wohl dann die allgemeine Entwicklung und Kostenersparnis. Ich finde es auch schade, irgendwie gehörten sie zum Straßenbild. Aber man hat sich ja auch dran gewöhnt, keine Opel Kadetts mehr zu sehen…

      Sandmann
      der nur EIN Handy hat

  5. Will Sagen says:

    Neulich hatte ich überlegt, woher man eine alte Telefonzelle bekommen könnte. Allerdings darf man die wegen Verwechslungsgefahr wohl nicht öffentlich (vulgo „draußen“) aufstellen. Ich hatte mir nämlich gedacht, für die Nachbarschaft einen öffentlichen Bücherschrank einzurichten, also wo man gelesene Bücher reinstellen und sich neue herausnehmen kann. Ungelöst ist allerdings auch noch das Problem, was man gegen die Wasseraufnahme der Bücher aus der Luft macht. Die fangen ja an zu müffeln, wir wohl alle wissen.

    • Sandmann says:

      Guten Morgen Will Sagen,

      diese öffentlichen Bücherschränke gibt es inzwischen auch in einigen Städten, habe ich gelesen. Cool. Mag ich.
      Die Telefonzellen sind inzwischen alle abtransportiert und vermutlich verschrottet. Schade eigentlich. Aus der oben beschriebenen Dusche ist auch leider nie was geworden, die Telekom war schneller….
      Musst du deine Bücher wohl weiterhin nur bei Sonnenschein in einem kleinen Schaukasten ablegen…

      Sandmann

  6. Pingback: Denkmalamt untersagt Rückbau von Telefonstellen in Jena | Jenapolis | Einfach Mitmachen!

  7. Der hammer! wo bekomme ich einen kontakt für das lager der Telefonzellen her? Hätte die gern für ein Festival als Geländegestaltungselement.

    • Sandmann says:

      Hi Tabea,

      leider ist das Gelände längst geräumt und die Telefonzellen vermutlich verschrottet. Der Beitrag ist schon viele Jahre alt. Da stehen jetzt Neubauten 🙁 Sorry.
      Es war das Telekom Gelände in Kiel Kronsburg, an der B404. Vielleicht bekommst du ja raus wo die hingegangen sind. Aber das war alles noch vor 2010….

      Grüße
      Sandmann

  8. Als ich so 7 Jahre alt war, waren Ortsgespräche noch kostenlos. Man warf zwanzig (oder dreißig?) Pfennig ein und nach dem Gespräch kam das Geld wieder raus. Vielleicht war ich auch ein Jahr jünger. Aber ich kann mich erinnern, daß ich aus der Telefonzelle um die Ecke öfter meine Oma angerufen habe. Die ist schon über 15 Jahre tot …

    • Sandmann says:

      Echt? Kostenlos? Das weiß ich nicht mehr…
      Ich weiß noch, dass Ortsgespräche vom Festnetz einen Pauschalbetrag gekostet haben, egal wie lange. 20 Pfennig oder so.
      Und ich weiß auch noch, dass eine Telefonzelle weit weit weg dich in den Wahnsinn treiben kann, wenn du unsterblich verliebt bist und nur wenig Kleingeld dabei hast. Was bin ich froh, nach diesem ganzen Wahnsinn mit den Minutenpreisen und den Vorwahlnummern zum Geld sparen, dass es nun für einen schmalen Taler eine Flatrate gibt. Das steigert mein Kommunikationsniveau erheblich 🙂

      Sandmann

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