Der letzte Roadtrip

Schon wieder ein Homerun. Ein letzter.

Schon wieder ein Homerun. Ein letzter.

Der KaSi soll weg – es lebe der KaSi 🙁
Fast genau 10 Jahre ist es her, dass ich den goldenen Klotz aus Metall, den 1971er VW K70, aus dem Ruhrpott holte. Um mit ihm eine der emotionalsten Reisen meines Lebens zu machen. Ich konnte mich danach nicht von dem treuen Gesellen trennen und durchkämmte, bevorzugt bei Schnee und Eis, mit ihm den Norden. Jahr um Jahr. Er ist noch immer im Kern gesund, fährt, bremst… und sehnt sich nach liebevollen Händen, die ihn aus seinem Kellerdasein befreien. Ich werde das in diesem Leben nicht mehr sein. Ich habe den Taunus und den Granada, und schweren Herzens gebe ich El Dorado her. Um den fünf bisherigen Interessenten einen guten IST Eindruck zu geben, hole ich ihn heute aus seiner trockenen Garage im nördlichen Niedersachsen nach Hause. Nach Kiel. Da bekommt er wie ein Pharao die letzte Salbung. Selbstverständlich schneit es genau heute. Teil 1 einer erneuten Trailerei.

Das ist eine Geschichte voller Rückspiegel.

Es gibt definitiv besseres Trailerwetter.

Es gibt definitiv besseres Trailerwetter.

Rückspiegel sind dazu da, nach hinten zu schauen. Um das zu sehen, was hinter mir liegt. Das mache ich bekanntermaßen ganz gern, und ab und an überholen mich die Dinge von hinten und durchkreuzen mein Leben und meine Unbeschwertheit. Mit dem K70, also konkret mit diesem goldenen, verbindet mich historisch nichts. Es ist nicht das Auto meines Vaters, es ist nur ungefähr so ein Auto. Wenn ich es 10 Jahre lang nicht hinbekommen habe, die paar nötigen Arbeiten durchzuführen, um den wieder richtig auf die Straße zu bringen werde ich es auch in den kommenden 10 Jahren nicht schaffen. Und dafür ist er einfach zu schade. Also habe ich mir heute in aller Herrgottsfrühe einen Autoanhänger in Kiel gemietet und den hinter den Daimler gehängt, denn das macht man mit Anhängern so. Gestern wurde noch auf den letzten Drücker (erklärt diesen Ausduck mal eurer neugierigen, fünfjährigen Tochter) in einer freien Werkstatt eine nagelneue Steckdose aus Metall druntergesetzt – das wird demnach meine erste Reise mit einem Trailer, bei der alle Lichter, Blinker und Bremsleuchten funktionieren. Das ist auch gut so, denn ich komme erst am späten Abend wieder in Kiel an. Also, laut meinem jetzigen Plan. Ohne Licht wäre das ein erhöhter Schwierigkeitsgrad. Zurück zu Rückspiegeln. Im Rückspiegel des Daimlers sehe ich auch so dies und das. Den leeren Trailer. LKW, die schneller wollen als ich darf. Graue Wolken. Und Schnee. Schnee!

Maskottchen sind das A und O

Maskottchen sind das A und O

SCHNEE! Gut, dass ich einen kleinen, grünen Glücksbringer dabei habe.
Ist das Schicksal? Gestern Abend wühle ich über den Dachboden und suche ein Netzkabel für die alte Playstation, und was finde ich? Das grüne Märklin Modell, was ich ganz ganz früher in die kleinen Hände gedrückt bekommen hatte, als mein Papa seinen K70 vom Händler abholte. Ich sollte auch einen K70 haben 🙂 Schon bizarr, dass ich den nach so vielen Jahrzehnten ausgerechnet an dem Abend wiederfinde, wo ich beschließe, das Auto heim zu holen, oder? Der Wagen ist gut gefedert, hat viele filigrane Details und ist schon reichlich bespielt. Laut meinem Freund und K70 Profi Andreas sind die Modelle rund 100 Euro wert. Na und? Was soll ich mit 100 Euro? Ich brauche heute die Präsenz eines Glücksbringers, mehr denn je. Es schneit das erste Mal in diesem Jahr da draußen, die Straßen sind spiegelglatt und ich frage mich wieder mal, ob das an dem K70 liegen könnte? Irgendwie schneit es immer, wenn ich was mit dem Wagen unternehmen will. Glaubt ihr nicht? Also im Februar 2010 schneite es. Im Januar 2011 schneite es nicht minder. Und Weihnachten 2012 schneite es auch, und zwar heftig! Merkt ihr was? Von wegen Glorifizierung der Vergangenheit, man würde sich nur einreden dass es damals immer geschneit hat. So ein Quatsch. Es HAT damals immer geschneit. Und genaugenommen immer wenn ich mit dem KaSi unterwegs war.

Heute mal mit 80

Heute mal mit 80

So wundert es mich also nicht, dass es heute auch schneit. Ausgerechnet heute. Super. Petrus weiß ganz genau, wann der KaSi rausgeholt wird, dann sagt er Frau Holle bescheid und die schüttelt dann die Betten über dem Land aus. Hm. Nur im Elbtunnel schneit es nicht, aber das ist bauartbedingt. Habe ich mal erwähnt, dass ich nicht gern trailer? Weder unter noch über der Elbe? Aber heute fahre ich für’s Foto extra mal genau 80 🙂 und auch danach nicht schneller. Meine eigenen Erfahrungen haben mich gelehrt, dass ich mit einem Anhänger im Schlepp lieber ein bisschen zu langsam als ein bisschen zu schnell. Und dass ich bei euch Adleraugen mit meinen Fotos genau aufpassen muss, dass ich
a) die bekannten Geschwindigkeitsbeschränkungen einhalte
b) während der Fahrt keine Fotos mache und
c) nachher das Auto auf dem Trailer atombombensicher festbinden muss
Punkt a) bekomme ich kurzfristig hin, Punkt b) hat meine nagelneue HD-Krawattenkamera gelöst und Punkt c) werde ich später so drehen, dass auf den Bildern immer nur ein fetter Spanngurt zu sehen ist. Passt. Und JAAAAA die Displays links und rechts für die Außentemperatur und die Uhrzeit sind auch bei diesem S210 Mopf verpixelt ausgefallen. Ich habe die Folien schon gekauft. Ich weiß ich weiß. Grummel. Ich habe schlechte Laune. Das liegt am Wetter und daran, dass der Weg und der Tag noch echt lang sind.

Er ist bedingungslos zuverlässig

Er ist bedingungslos zuverlässig

Jammern auf sehr hohem Niveau. Natürlich gibt es schlimmeres, als an einem Wochenende ein paar 100 Kilometer mit dem Auto und einem Anhänger unterwegs zu sein und einen geliebten Klassiker nach Kiel zu trailern. Es gibt aber eben auch schöneres. Zumal im Moment noch der Schnee auf dem Boden schmilzt, sie aber für heute Abend wieder Bodenfrost angesagt haben. Herrlich.
Mein KaSi steht in der Garage meiner Schwiegereltern, wie ich ihn vor rund zwei Jahren da abgestellt hatte. Trocken und warm, ein Reifen ist ein bisschen schlapp und eine dicke Staubschicht wird hoffentlich vom gefrierenden Regen auf dem Rückweg abgewaschen. Die mitgebrachten fünf Liter Super gluggern in den noch nicht ganz leeren Tank, die mitgebrachte Starterbatterie wandert unter die Motorhaube. Choke ziehen, ein paar Mal pumpen und orgeln. So lange, bis der zurück gelaufene Sprit wieder zum Vergaser gepumpt ist.
WIWIWIWIWIWIWIWIWIWIWI *klack*
WIWIWIWI BRROOOOAMMM!
Huch? Das ging schneller als erwartet 😀 Der Choke befüllt zwei der vier Zylinder mit zu fettem Benzin, die Fuhre läuft!

Ach, du guter alter Herr

Ach, du guter alter Herr

BRAP BRAP BRAP schrabbelt das noch kalte NSU Triebwerk munter vor sich hin. Es stinkt und bläut herrlich unkatalysiert. Der Auspuff hängt hinten ein bisschen runter (das Gummi macht langsam schlapp), scheint aber einigermaßen dicht zu sein. Gang rein, Kupplung kommen lassen und raus aus der Garage, die Einfahrt hoch. Ich bin immer und immer wieder begeistert, wie zuverlässig dieses Auto läuft. Okay, es beginnt langsam untenrum zu flugrosten, aber das kann man ja schweißen. Die Technik kommt mir unverwüstlich vor. Schon in der Einfahrt hat das Triebwerk mehr Leistung, und ich kann den Choke reindrücken. Der Motor läuft langsam, leise und rund. Sagenhaft. Während der KaSi auf Temperatur kommt, ziehe ich die Rampen hinten aus dem Trailer und hänge sie ein. Heute bin ich mal der einsame Wolf, niemand fotografiert mich bei diesen Arbeiten. Aber wie das aussieht könnt ihr ja den alten Artikeln entnehmen. Einmal noch die Straße der Kindheit meines halbfinnischen Fräulein Altonas rauf und wieder runter, damit mal alles wieder schmatzt und die Bremsen sich freibremsen. Und nochmal rauf und nochmal runter. Dann mit Schwung auf den Trailer und aus die Maus.

LKW Spanngurte. Nur das Beste.

LKW Spanngurte. Nur das Beste.

Ich schiebe die Rampen quietschend und scharrend wieder in die Schächte und beginne, das Auto mit schweren LKW Spanngurten über die Achsen auf dem Trailer fest zu zurren. Zwischendurch kommen mir schon wieder Zweifel. Mir kommen immer Zweifel, wenn ich was loslassen muss. Bei Autos kommen mir da besonders dicke Zweifel. Immer. Ich sitz so gern in diesem Auto, ich fahre es so gern und es verströmt so dermaßen viel gute Laune, dass ich mich echt schwer tu, es zu verkaufen. Aber was soll’s. Ich kann nicht alles aufheben, und meine patchworkig eingeschränkte Zeit und Liebe wird in meinen Alltags-Taunus und meinen Granada gehen. Der ist immerhin mein Granada, da habe ich meine eigene Geschichte mit erlebt und da stecken in jeder Schraube Erinnerungen. Augen auf und durch. Der KaSi ist verladen und fachmännisch vertäut. Ich bin noch einigermaßen im Zeitplan, in einer Stunde muss ich mein viertelfinnisches Sandmädchen aus der Kita pflücken. Und erst danach fahre ich nach Kiel weiter. Hinein in die Nacht. Hinein in den Schnee, Regen und den Bodenfrost.

Dann kann es ja losgehen

Dann kann es ja losgehen

Vier Interessenten habe ich schon für das liebe, goldene Auto. Einer davon kommt sogar aus England. Denen möchte ich, bevor sie sich auf den Weg nach Kiel machen, erst einmal detaillierte Fotos vom IST Zustand des Wagens senden. Die letzten Bilder sind ja schon zwei Jahre alt, und in der Garage kann man nicht wirklich viel erkennen. In Kiel habe ich eine Auffahrrampe und Licht, da wird sich sogar von unten was ablichten lassen. Da der Herr nicht mehr der allerfrischeste ist, bin ich selbst mal gespannt, was unten drunter so geht. An den Schwellern sehe ich nach dem Verladen nur die beiden Löcher, die er beim Kauf vor 10 Jahren schon hatte und die ich mit Gaffertape zugeklebt hatte. Der Opa meines viertelfinnischen Sandmädchens kocht mir noch einen Kaffee und kredenzt eine Rumkugel, während ich im Garten mit der Kettensäge noch zwei Bäume dem Erdboden gleich mache. Wenn ich schon mal hier bin…
Kaffee bei Oma und Opa. Kennt ihr das auch? Meine eigene Oma hat mir auch immer einen Kaffee aufgebrüht, mit Keramik und Filter direkt in die Tasse. Der gute Mann hier ist zwar vom Alter mehr mein Vater als mein Opa, aber sein Kaffee ist phantastisch. Ich weiß nicht warum, Opa-Kaffee schmeckt besser als jeder Barista Mist.

Im Gespann nach Hause

Im Gespann nach Hause

Und dann geht es los nach Hamburg. Die letzte Reise des K70 unter meiner eigenen Flagge hat begonnen. Leider tritt er sie nicht aus eigener Kraft an, aber da sind die Behörden dran schuld. Meine geliebten Kurzzeitkennzeichen für fünf Tage werden inzwischen nur noch für Autos mit gültiger HU ausgegeben. Also nix mehr Weihnachtstour oder Überführungsfahrt. Schade, ich hätte den Auslöser der goldenen Zeiten gern nach Kiel gefahren. Und da trailer ich nun wieder. Habe ich erwähnt, dass ich trailern nicht mag? Ja. Mehrfach. Ich höre noch die Verkehrsmeldungen und die Unwetterwarnung für den Norden, ab 18:00 Uhr heftiger Schneefall und überfrierende Nässe, dann mache ich mir angenehm unbeschwerte Musik an. First Kiss von Kid Rock. Das hebt meine Laune wieder, und irgendwann heute Abend werde ich zu Hause sein. Doch das ist eine andere Geschichte. Bleibt neugierig…

Sandmann

About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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23 Responses to Der letzte Roadtrip

  1. El Gigante says:

    Danke, Jens!

    😉

  2. Jörn Denecke says:

    Wieder ein richtig schöner Artikel, lieber Sandmann. Und ich schlag mich gleich selber tot! Hin- und hergerissen schon seit längerem, ob ich mich über KaSi mal ernsthaft mit dir unterhalten muss. Mein Papa hatte damals ebenfalls einen – als GLS mit den Doppelrundscheinwerfern. Ich suche immer noch einen freundlichen Partner mit festem Blechdach für die Frühjahrs- und Herbstrallyes der Oldieszene. Alles gute Voraussetzungen für eine große Liebe. Aber wäre KaSi bei mir wirklich in den richtigen Händen? Oder würde er ebenso wie bei dir erstmal jahrelang sein Dasein fristen, um dann doch nicht wieder belebt zu werden. Ich kann es mir selbst noch nicht beantworten. Und bevor ich mir darüber nicht vollkommen im Klaren bin, gönne ich dieses seltene Stückchen Automobilgeschichte – zumindest vorerst – doch jemand anderem, der vielleicht schneller ist, als ich. Schön und schade – also schönschade…. 😉 Liebe Grüße aus der Lüneburger Heide von Jeff Dexter

    • Sandmann says:

      Der Jeff 🙂
      Na aber hallo. Schön dass du deinen Facebook Kommentar auch hier postest, viele schreiben nur dort und nicht jeder hat ja Facebook…

      Also – mein Angebot steht. Komm nach Kiel, schau ihn dir an. Und wenn er dir gefällt nimm ihn gleich mit, bis in die Lüneburger Heide rollt der locker auf eigener Achse. 3.900€ VHB plus minus 200€ sind der Benchmark. Die Geschichten gibt es gratis dazu 😉

      — NOCH — ist er da.

      Sandmann

    • El Gigante says:

      Es gab NIEMALS einen K 70 GLS! Selbst in der simpelsten Version konnte ein K 70 mit Doppelscheinwerfern ausgestattet sein!

      Die Austattungsvarianten waren
      1. Standard: einfach nur K 70
      2. Luxus: K 70 L
      3. Sport: K 70 S sowie
      4. Luxus + Sport: K 70 LS (den gab es sogar in sonnengelb oder marathonmetallic als Sondermodell mit schwarzer Kriegsbemalung)

      Gruß
      El Gigante

      • Sandmann says:

        Ay El,

        stimmt. Selbst beim Audi gab es nur L, S und LS meine ich. Mein Dottore war ja auch ein LS *jammer*

        Ich bin mal gespannt, wer meinen goldenen denn nun am Ende kaufen wird……

        Sandmann

  3. haschek says:

    Wie kriegst Du bloß den CDI auf Temperatur?
    Meine Anzeige geht allenfalls bei Vollgasfahrten über 70°C und ich hab letztes Jahr extra noch den wärmsten verfügbaren Thermostat eingebaut und nun den Kühler zu 2/3 abgedeckt.

    • Ist zwar voll OT, aber die CDI haben zwei Thermostate und einer von beiden wird wohl defekt sein. Geht denn der Zuheizer noch? Ohne den wird es auch schwierig, ihn warm zu bekommen.

    • Sandmann says:

      Ay haschek,

      Peter schreibt es schon. Du musst beide Thermostate tauschen, wenn du schon tauscht.
      Ich weiß übrigens gar nicht ob der Zuheizer bei unserem mitläuft, die Standheizung funktioniert aber definitiv gut und hilft bei besonders kalten Tagen schon mal mit 🙂
      Aber auch sonst, an normalen Tagen ohne die Standheizung und die wassergeführte Lichtmaschine (krasser Scheiß) wird die Temperatur zwar langsam, aber doch zuverlässig erreicht. Spätestens nach ein paar Kilometern steht die auf 85 Grad und ist da festgenagelt.
      Der 220 CDI ist ein sagenhaft robuster und effizienter Motor. Und der Verbrauch liegt immer zwischen 6 und 7 Litern Diesel, auch wenn mein halbfinnisches Fräulein Altona mal wieder mit 150 Sachen über die Autobahn nach Lüneburg nagelt…

      Sandmann

      • haschek says:

        Danke für die Erhellung, vom Zweitthermostat wusste ich bislang nichts. Mein Zuheizer läuft rein elektrisch, aber vermutlich nicht in diesem Warmwinter (13°C Außentemperatur heute morgen).
        Unter 8l hab ich meinen noch nie gekriegt, aber ich scheue das nachforschen (Pandora und so).

        Sorry nochmal für’s Hijacken, zurück zum KaSi!

        • Sandmann says:

          Alles gut,
          wir sind hier ja dafür bekannt dass wir gern mal abschweifen. Ist völlig okay.
          Deine Frage und Peters Antwort haben mich nun allerdings nachdenklich gemacht, denn ich hatte das mit den zwei Thermostaten mit einem ganz anderen Auto verwechselt. Äh… so gesehen dachte ich eigentlich auch, dass der CDI nur eins hat. Das kann aber auch nach dem Tausch kaputt sein oder falsch zumachen, da wärest du nicht der erste (wenn du z.B. ebay Billig Scheiß genommen hast, weil’s so schön billig ist 😉 ).

          Deshalb… Peter…. wo sitzt denn das zweite Thermostat?
          Gruß
          Sandmann

            • Sandmann says:

              VOR dem Kühler hinter der Hupe??
              Das gucke ich mir morgen mal an. Das kann ich mir gar nicht vorstellen, aber wenn das so mysteriös ist…. ist es vielleicht die goldene Lösung für alle vorhandenen thermischen Probleme. Danke für den Link.

              Sandmann

              • haschek says:

                ich bin da skeptisch. Dieser kleine Thermostat öffnet nur den Weg zum Zusatzkühler für den Wasser-Kraftstoffwärmetauscher bei Rapsöl-CDIs, vermutlich um es mit der Dieselvorheizung im Sommer nicht zu übertreiben.
                Diese Zusatzausrüstung hab ich definitiv nicht verbaut.
                Am Wochenende gibt es nochmal einen neuen Thermostat, wieder 92°C, diesmal mit dem Aufdruck eines bekannten deutschen Markenherstellers auf der Schachtel.

                • Sandmann says:

                  Erzähl mal bitte vom Ergebnis.
                  Ich habe so das Gefühl, dass du Erfolg haben könntest.

                  Sandmann

                  • haschek says:

                    Gestern habe ich dann mal abends nach der Erwerbsarbeit noch schnell (haha) den Thermostat getauscht. Das ist im Dunkeln ohne alles freizubauen (die Plastikdieselleitungen, die scheinbar ALLE schlangengrubenmäßig ums Thermostatgehäuse laufen, werden um den Gefrierpunkt zu fragil) und mit nur halbherzig verringertem Kühlwasserpegel ein großer Mist. Wenigstens kriegt man keine kalten Finger, wenn man kurz zuvor noch gefahren ist und Glykol ist bestimmt gut für die Schuhe.

                    Jedenfalls wird er nun wieder warm. Also zumindest zeigt er mir das an, der erhoffte Scirocco aus den Fußraumdüsen bleibt leider aus (ich hab da allerdings noch das Duoventil in Verdacht).
                    Lange dauert es auch noch – so ca. 5km pro Teilstrich bei -2°C heute morgen.

                    In Kurzfassung: Hat geklappt.

                  • Sandmann says:

                    Ay haschek,

                    das sind ja gute Nachrichten!
                    Auch wenn er lange braucht – Hauptsache er wird warm 🙂
                    Wenn die Temperatur hoch geht aber sich drin nichts sauber regeln lässt wird es das Duoventil sein. Das hängt bei unserem auch mal gern fest. Drauf rumkloppen, dann geht es (erstmal) wieder. Man soll das angeblich zerlegen und wieder gangbar machen können. Gebrauchte kosten keine 30€. Also auch nur eine Kleinigkeit 😉

                    Sandmann

  4. Hui, K70, das ist eine echt schräge Laube. Der Opa eines meiner Freunde hatte damals so ein Gerät, ich glaube, der war auch so orange. Wir haben jedenfalls Raumpatrouille (die mit der Orion) geschaut, uns dann anschließend in die Garage geschlichen, und die Folge heimlich in Opas K70 nachgespielt. Das Armaturenbrett und die Hebelchen waren da durchaus tauglich, den Flugsimulator zu mimen. Ansonsten, trotz VW-Brille, fand ich den schon immer eher „suspekt“.
    Später ist dann oftmals nebulös, ob man rückblickend die Karren besser fand, oder die Stories drumrum… 😉

    Gruß, Dirk

    • Sandmann says:

      Ay Dirk,

      geil, Raumschiff Orion habe ich auch geguckt. Kommt heute noch immer gut, man muss nur öfter lachen als damals 😉

      Mein Opa hatte einen weißen Exportkäfer mit roten Sitzen. Da bin ich nur selten mitgefahren, der wurde gepflegt wie ein Augapfel. Der K70 meines Papas war damals für mich irgendwie ein ganz normales Auto, ich machte mir noch keine Gedanken über Ästhetik oder Fortschritt. Den limagelben Audi 100 danach hatte ich schon richtig auf dem Schirm, hab den auch am Wochenende mit Papa zusammen gewaschen und war fasziniert von der Geschwindigkeit und dem grünen Plüsch. Ich möchte nicht ausschließen, dass das nochmal ein Projekt wird…

      Sandmann

  5. Detlef says:

    Hey Sandmann,

    Verständlich, aber doch schade. Ich mochte die Geschichten sehr, wo ich doch selbst eine enge Beziehung zur Lüneburger Heide (Großeltern) und K70 (Vater hat den gebaut und gefahren) habe.

    Wir haben auch einen im guten Zustand in rot metallic. Dennoch kannst Du mir ja mal die Bilder zum Nachdenken senden.

    • Sandmann says:

      Ay Detlef,

      die Geschichten aus der Lüneburger Heide werden nicht abreißen, da zieht es mich immer wieder hin. Eigentlich wäre ich heute mit meinem viertelfinnischen Sandmädchen im Taunus auch da, aber mein Schwesterchen hat leider ne spontane Fortbildung. Deshalb gucke ich auf meinen neuen Kaminofen in Kiel und freue mich meines Lebens. Auch gut.

      Die Bilder vom K70 sind kein Geheimnis, schau hier:
      https://www.dropbox.com/sh/p14aisseg2cbxce/AABCO74bfEadZFln91X0ofCfa?dl=0

      Aber denk nicht zu lange nach. Die Schlinge der Interessenten zieht sich gerade zu. Noch hat ihn niemand geholt, also… Ich bin verhandlungsbereit, und der erste der mit in Kiel Kohle in die Hand drückt kann ihn haben. So wie er ist, fahrbereit und mit allen seinen Geschichten 🙂

      Sandmann

  6. Daemonarch says:

    Schade, dass der KaSi geht, ich kenn den ja praktisch schon seit „Kindertagen“, und du hast ihn im Grunde „bei mir im Dorf“ gekauft…

    Aber es stimmt. Man(n) kann nicht alles behalten.

    • Sandmann says:

      Vor allem kann man(n) nicht alles am Leben halten, das kosten viel zeit und ein bisschen Geld. Und es mangelt mir in meiner Prioritätenliste vor allem an Zeit 🙁 Man(n) kennt das ja.

      Er steht jetzt bei mir in Kiel und sieht so herrlich golden aus…

      Sandmann

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