Ein neuer Stern.

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Neuland? Neuwagen? Ja und nein. Weil ich mir natürlich NICHT einen Neuwagen gekauft habe, ohgottogott wo denken Sie hin? Es fühlt sich aber (für mich) so an. Meine Freundin war immer jünger als meine Autos. Immer! Okay, mit steigendem Alter wurde das schwieriger, dann brach plötzlich der Audi V8 elfjährig als nagelneuestes Auto in der Familie die Tradition, das Taxi war sogar von 1997 und jetzt – JEEEEETZT — ist im Fuhrpark erstmals eine 2 vorn im Baujahr. 2001. Ich werd bekloppt. Oder spießig? Zur Freundin: so tief in der Midlife-Crisis stecke ich nicht, dass ich mich mit so einem jungen Huhn schmücken müsste. Nein. Automobil gesehen ist das hier aber tatsächlich Neuland, und wenn ich mir die Eckdaten des dunkelblauen Herren angucke könnte das eine Affäre für eine kleine Ewigkeit werden. Ich fahr mal hin und hol ihn ab…

Sandmann fährt Bahn

Sandmann fährt Bahn

Strenggenommen begebe ich mich in keine gute Verhandlungsgrundlage, wenn ich mit einem One Way Ticket per S-Bahn zum Autoangucken fahre. Ein klassischer Fehler, denn der Vorbesitzer geht in so einem Fall davon aus, dass man den Wagen sowieso mitnehme und bleibt auf seinem ausgerufenen Preis kleben. Normalerweise. Wenn man von Kiel nach München oder so fährt. Diesen Vorbesitzer kenne ich allerdings inzwischen persönlich und mache mir im Vorfeld keine Sorgen, dass ich den Wagen NICHT erwerben werde. Zumal es von Hamburg nach Hamburg geht und ich im Eskalationsfall auch mit einer anderen S-Bahn wieder zurück fahren könnte 🙂 Flashback: Das Autoschicksal spann schon wieder spinnengleich seine seltsamen, klebrigen Fäden, gerade noch vor ein paar Wochen auf dem Drivestyle Sunday vom DAZ Verlag stand ich so mit einem Kumpel zwischen feinen Autos rum, über dessen weißen 280 S ich gerade eine Geschichte geschrieben habe. Da merkt sein ebenfalls rumstehender Bruder beiläufig an, dass er einen Benz ähnlich meinem aus Funk und Netz bekannten Klappertaxi besäße und dass der jetzt weg solle. Ach? Erzähl? Vielleicht schraube ich mir ja doch nicht für den nächsten Tüv am cremefarbenen T-Modell die Finger blutig sondern sattel um…? Und er erzählte.

One Way Ticket

One Way Ticket

Alles neu macht der Mai. Sandmann und Sandmann fahren raus in die Hamburger Suburbs. Mit ganz vielen Gedanken im Kopf. Ich habe nach den Erzählungen von Bruder Marcus versucht, das Taxi am Stück zu verkaufen – keine Chance. Das Thema hatten wir schon. Jetzt steht der alte Herr trocken eingelagert beim Markus1975, also noch einem Mark/cus, und wartet auf seine Filetierung. Aber das ist eine andere Geschichte. Das, was da wiederum in ein paar Minuten vor mir stehen wird ist prinzipiell das gleiche dieselnde Auto – aber eben auch nur prinzipiell. Ich werde mit diesem Wagen, so ich ihn denn mitnehme, erneut ein paar meiner felsenfesten Grundsätze über den Haufen werfen, als da wären:

  • kaufe keinen Common Rail Diesel
  • kaufe kein Auto mit CAN Bus
  • nur noch Leder, nie mehr Stoff
  • vermeide Xenon Lampen
  • Standheizungen sind überflüssig
  • Radios müssen einen AUX Anschluss haben
  • möglichst keine Displays im Tacho

Ohauerha. Ohauerhauerha 🙁 Nun werden einige von Ihnen den einen oder anderen Gedanken der Liste oben nicht ganz verstehen oder nachvollziehen können. Der vor 20 Jahren einmal gefasste Grundsatz hinter den meisten Punkten ist meine Vermeidung von zu viel Elektronik oder sensibler Motorentechnik. Weil ich ganz gern selbst schraube. Und über den Einspritzdruck von rund 1300 Bar der CDI Motoren haben wir uns an anderer Stelle bereits ausgetauscht, die können einem sauber den Finger mit einem leckeren Dieselstrahl abscheren, wenn man blauäugig an den Injektoren nestelt. Nun. Mit blauen Augen kann ich dienen, mit Blind- oder Dummheit nicht, jedenfalls nicht beim Autokauf, woanders schon mehr. Auf der JAJAJAA!!!!-Seite dieses T-Modells (immerhin habe ich mich langsam an die Präsenz eines Kombis gewöhnt, auch das war mal anders…) stehen auch noch ein paar Fakten. Viele.

Reise Reise mit der HVV

Reise Reise mit der HVV

JA – es ist wieder dieses Vieraugengesicht, das ich inzwischen lieb gewonnen habe. Ein Mercedes-Benz S210, der ungeliebte, der rostige, der Taxi Benz mit dem Kombiarsch. Der hier ist ein Nach-MOPF, also das überarbeitete Modell (bei Mercedes, wer von Ihnen das vielleicht nicht weiß, heißen die „Modellpflegen“ immer MOPF. Das fällt mal umfassender und mal weniger umfassend aus. Bei diesem dicken Daimlerwagen sind nach meinem Taxi im August 1999 über 1800 Bauteile ersetzt oder modifiziert worden, man erkennt den damals noch zum Chrysler Konzern gehörenden so überarbeiteten Dampfer an den Blinkern in den Rückspiegeln (auch das fand ich eigentlich immer doof) und den geänderten Front- und Heckschürzen. Ach ja – und die Nase ist flacher. Aber man kann angeblich noch immer auf der Haube sitzen. Ich werde das testen 🙂 JA – er ist nicht mehr taxielfenbein getüncht, sondern tief dunkelblau. JA – es sind echte 140.000 Kilometer auf dem Tacho(display), weitestgehend durch das Scheckheft nachgewiesen. Der Kahn ist noch nicht mal richtig eingefahren und hat innen auf Sitzen und Armaturen keinen sichtbaren Verschleiß. JA – er ist immer in einer Mercedes Werkstatt gewartet und repariert worden. Bremsen, Reifen, Anbauteile, da ist nix vom osteuropäischen ebay-billig-Anbieter mit Zerfallszeiten von einem halben Jahr. JA – er hat noch über ein Jahr TÜV. JA – die Avantgarde-Ausstattung ist cool, elektrische Fensterheber (geht), Glasschiebedach (geht), Klimaanlage (geht), serienmäßige Xenonbrenner der ersten Generation (gehen), Zuheizer, graues Wurzelholz, ab Werk ein bisschen tiefer, Alufelgen, Standheizung von Vebasto mit Fernbedienung (geht). Ein Ackerhaken ist abnehmbar dabei… Und der Preis ist mehr als okay. Und schon bin ich da.

Der neue Sternenkreuzer.

Der neue Sternenkreuzer.

Groß und edel wirkt der erst 13 Jahre alte Herr mit der geringen Laufleistung. Im Vergleich zu meinem Taxi, und sehen Sie mir diesen Vergleich bitte nach denn ich habe keinen aktuelleren Benchmark, ist das blaue Wunder tatsächlich wie ein Neuwagen. Ein paar Kratzer sind im Lack und auf den Alus, aber na und? Unter den Gummidichtungen der hinteren Türen blühen einige Rostblumen, aber na und? Im Inneren riecht es sehr stark nach Rauch, aber na un…. urks. Nee 🙁 Bah. Mensch Marcus, das ist aber doch ziemlich muffig. Puh. Ich selbst bin ja dem gemeinen Zigarillo oder dem Pfeifchen nicht abgeneigt, aber niemals im Auto. Er ist durchaus gepflegt und sauber von innen, der Daimler, aber im Himmel, in den grauen Stoffsitzen, in jeder Naht hängt der kalte Kippenhecht. Mist. Und zwar so nachhaltig, dass ich überlege, ihn deshalb nicht zu nehmen, weil ich nicht sicher bin, ob das jemals wieder rausgeht. Dabei passt alles andere doch wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge…

MOPF. Aber irgendwie wohnlich.

MOPF. Aber irgendwie wohnlich.

Drei Dinge stimmen mich milde.
Da ist zunächst einmal eine Probefahrt mit offenen Fenstern und offenem Schiebedach. Überhaupt, endlich wieder ein Schiebedach. Der rechte Fensterheber ist aus der Führungsschiene ausgehakt, aber im Taxi wartet ja Ersatz auf Abruf. Es fächelt durch die anderen Öffnungen nicht nur Frischluft in den großen Wagen rein und vertreibt ein wenig den alten Rauch, es kommt auch Freude am Fahren auf. Der 220 CDI zieht sauber und kraftvoll, ist sagenhaft leise im Vergleich zum 290er Nagelklotz und die ganze Fuhre schnurrt wie am ersten Tag durch die Vorstadtstraßen. Ein wahrhaft gesundes Auto. Auch wenn es hinten links an der Achse beim Einfedern so komisch knarzt, aber auch das wird man beheben können. Es werfe den ersten Stein, wer ohne Mängel sei… Die Klimaanlage kühlt, ohne zu zischen, alle Warnlampen sind aus und alle Instrumente zeigen das, was sie zeigen sollen. Übers Lenkrad (ohne speckigen 70er Jahre Bezug) lässt sich das fette Becker Radio mit Kasettenschacht steuern (ja, das geht Dank CAN Bus), außerdem kann ich das große mittlere Display lustig in seinen Funktionen durchblättern. Cool.

Ich sitze, also bin ich.

Ich sitze, also bin ich.

Wieder vor der Tür des geduldig wartenden Vorbesitzers angekommen und von der Technik des sonor nagelnden Stuttgarters komplett überzeugt fällt das milde stimmende Wort „Ozonbehandlung“. Davon habe ich schon mal gehört, ist das nicht diese Schicht da oben über der Erde, die mal von Spraydosen kaputt gemacht wurde und wegen dessen Fehlen wir zum Dank jetzt alle im Sommer ganz schnell braun werden? Nein, nicht ausschließlich, mit Ozon lassen sich offensichtlich auch stinkende Geruchsmoleküle knacken und kaputt machen, damit sie anschließend nicht mehr stinken. Ach? Cool. Das kostet aber ein bisschen Geld, und damit kommen wir zum milde stimmenden Ding Nummer drei: Dem Preis. Vorbesitzer Marcus und ich werden uns nach ein bisschen hin und her einig, und ich kaufe das Auto. Handschlag drauf, passt. Sandmann hat das bisher neueste Auto in seiner 25 Jahre währenden Histoire des Voitures erworben. Glück. Freude. Seeligkeit. Neu ist immer gut, ich bekomme sogar noch den Kasettenadapter dazu, über den ich mein iPhone als Musikspender anschließen kann. AUX? Braucht man nicht. Und fangen Sie mir hier nicht an mit FM Transmittern, die taugen überland nicht so weit wie man sie werfen kann. Werfen wir stattdessen einen Blick unter die geschwungene Haube:

220 CDI, der typische Taximotor

220 CDI, der typische Taximotor

Der Motor mit der internen Bezeichnung OM 611 hat nur vier Töpfe und ist noch mehr mit Plastik umbaut als der klotzige Reihenfünfer meines Taxis. Aber er hat einen nachgerüsteten Dieselkat und mit seiner grünen Plakette freie Fahrt durch die Smog-Städte der Republik 🙂 Uuuuund…. er genehmigt sich angeblich nur rund 7 Liter von der stinkenden Brühe, aber das muss noch bewiesen werden. Alle Anbauteile sehen gesund aus, alles um den Motor herum wirkt quasi neuwertig, alles klackt und klickt und funktioniert. Ich kann mein Glück kaum im Zaum halten und hüpfe singend und lachend mit dem Dampfstrahler an der Tanke um mein neues Auto herum und produziere Regenbögen. Ungefähr so lange, bis ein freundlicher, aber bestimmt guckender junger Mann aus dem Kassenhäuschen kommt und mich darauf hinweist, dass ich hier doch bitte die Aktivitäten rund um meine Motorwäsche in Grenzen halten möge. Na gut. Ist ja eh alles nicht nur sauber, sondern rein. Und deshalb kann ich Euch und Ihnen nun endlich meinen neuen Sternenkreuzer präsentieren, nicht mehr nur in geschnipselten Bildern – sondern mal in seiner ganzen Pracht. Tataaaaaaa ♫

Avantgarde. Na ja, damals zumindest.

Avantgarde. Na ja, damals zumindest.

🙂 Er ist nicht so kultig wie das Taxi, sondern eher dezent. Aber schick. Er hat keinen Riss in der Frontscheibe, und man rupft ihm beim Einlegen der Fahrstufe nicht den Wahlhebel aus dem Schaltbock. Er trampelt nicht mit der Hinterachse wie ein tiefergelegter Opel Astra, weil die Druckspeicherkugeln der Niveauregulierung gerissene Membranen haben. Er lässt nicht jede Nacht die Heckklappe einfach so offen. All das, was mein Taxi sich herausgenommen hatte. Er ist fast schwarz und funkelt fein in der Sonne. Seine kleinen Kratzer und Schmarren erzählen schon jetzt von einem bewegten Leben, das in meinen Händen nun weitergehen wird. Aber hoffentlich nicht mehr so bewegt, denn das Leben als solches bewegt sich schon genug dieser Tage. Ich hege die vage Hoffnung, hier ein Automobil erworben zu haben, das über einen längeren Zeitraum einfach mal nur so funktioniert. Und zwar so gut, dass auch mein halbfinnisches Fräulein Altona ihm Vertrauen entgegen bringt und mit Kindersitz nebst viertelfinnischem Sandmädchen auch mal allein und behütet unterwegs sein wird. Ohne auf dem Weg nach Berlin den Auspuff zu verlieren (Rudolf) oder mit herausgerupftem Automatik-Wahlhebel ohne Rückwärtsgang an der Tanke stehend (Taxi). Mein Neuwagen. Alles ist ja relativ 🙂

Der Schlüssel zu Ali Babas Schatzkammer

Der Schlüssel zu Ali Babas Schatzkammer

Jetzt habt Ihr ihn gesehen. Jetzt wisst Ihr, was Sache ist. Und der erste Trip geht gleich mal ganz weit weg – mit meinen beiden großen Töchtern nebst Freund auf einen Campingplatz zwischen Montpellier und der spanischen Grenze. Über Paris. Zwar nicht mehr mit einem Taxi (nur für eiiiinen Taaaaag), aber angesichts der 1700 Kilometer mit einem sehr beruhigenden Gefühl der Zuverlässigkeit. Cool. Ich freu mich drauf. Und ich nenne die Karre irgendwie noch immer „Taxi“, hat jemand einen besseren Vorschlag…?

À bientôt.
Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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49 Responses to Ein neuer Stern.

  1. Sandmann sagt:

    Aloah aus dem Süden 🙂
    Was mir noch einfällt, bevor ihr wieder anfangt vom Thema abzukommen 😉 :

    – Angeblich kommt das Knarzen vom Einfedern an der Hinterachse von den Radlagergehäusen. Kennt das jemand von euch?

    – Die Vorderachse ist bei diesem Modell angeblich chronisch überfordert. Vorn rechts poltert er auch ein bisschen. Spurstangenköpfe? Achsschenkel?

    – Hat schon mal jemand die Displays des KIs wegen Kontaktproblemen nachgesetzt? Da fehlen hier und da mal ein paar Pixel bei der Temperatur und der Uhrzeit, je nachdem wie warm es draußen ist sind das immer andere 🙂

    So, ich mach mal Kaffee. Schönes Wochenende euch.
    Sandmann

  2. LarsDithmarschen sagt:

    Hey Sandmann,

    Glückwunsch zu deinem Neuwagen! Der sieht ja wirklich gut aus. Die Farbe gefällt mir sehr gut.

    Mit deinen Problemen kann ich dir leider nicht helfen. Meine Schrauberaktivitäten haben sich bis jetzt auf Golf 1 und Buckelvolvo beschränkt. Bei meinem V40 sind angeblich die Querlenker unterdimensioniert. Die fingen bei mir auch schon anzuquietschen. Ich habe mit einer Spritze, wie der Arzt sie hat, neues Fett in die Lager gespritzt. Bis jetzt sind keine Verschleißerscheinungen aufgetreten.

    Wir haben auch schon zwei Raucherautos gekauft. Elsa und das Cabrio. Eine Ozonbehandlung haben wir nicht machen lassen, deswegen stinkt das Cabrio manchmal noch, wenn es draußen warm ist. Genauso Elsa, die jetzt schon fast ein Jahr ohne Türen im Carport steht. Aber gut, das ist dann eben so ;-).

    Schöne Grüße
    Lars

    • Sandmann sagt:

      Ay Lars,

      na ja ein Cabrio darf auch ein Raucherauto sein, allerdings drängt sich mir die Frage auf, WIE stark man da rauchen muss. Oder sind die immer mit geschlossenem Dach gefahren? 🙂
      Und Elsa riecht auch noch nach Rauch? Krass. Eigentlich sollte die doch jetzt nach Flex und Farbe riechen 🙂

      Mindestens beim Cabrio, wenn euch der Muchel stört, solltet ihr euch mal auf eine Ozonbehandlung einlassen. Es stimmt zwar, was Karl auf Facebook schreibt – irgendwie riecht es danach ein wenig nach… hm… Leichenwagen finde ich zwar nicht, aber irgendwie nach alten Möbeln. Oder so. Aber der Haupt-Hecht ist tatsächlich raus. Dauert ein paar Stunden und kostet rund 50 Euro. Ich finde das war es wert. Kannst du bei jedem Aufbereiter machen lassen.

      So, ich gehe mal aus dem Schatten der Palme raus und kauf mir einen Hut.
      Sandmann

      • LarsDithmarschen sagt:

        Hey Sandmann,

        also ich denke, dass sie wohl die meiste Zeit geschlossen gefahren sind. Der Himmel ist immer noch leicht braun, das geht auch nicht mehr raus. Das Cabrio und Elsa müffeln auch nur, wenn es draußen richtig warm ist. So die letzten Tage. Aber gut, sind halt alte Autos.

        Elsa riecht momentan nach Spachtelmasse, Schleifstaub und Grundierung. Und ich kann sagen – ich hasse die Arbeit :D.

        Gab es einen schönen Hut? Ich habe immer einen dabei, nur oft nicht auf.

        Schöne Grüße
        Lars

        • Sandmann sagt:

          Ay Lars,

          bäh, Raucherflecken sind wirklich ekelhaft. Aber auch das gibt einem Auto Charakter 🙂

          Du hast immer einen Hut dabei, aber nicht oft auf. Ich trage eigentlich immer einen Hut, habe den aber nicht oft dabei 😀 Speziell im Urlaub vergesse ich den fast IMMER. Wollte mir hier noch einen schönen Papier-Panama kaufen, aber die beim Höker am Pool sind mir alle zu klein 🙁 doof. Na mal sehen, was sich mir morgen in Montpellier eröffnet.

          Sandmann

  3. Sammy sagt:

    Glückwunsch zum neuen Alten,, aber irgendwie war ich der Meinung du hättest dir einen S211 geholt, da habe ich wohl was in den falschen Hals bekommen…
    deine Maschine scheinen sie über 2003 hinaus noch verwendet zu haben

    • Sandmann sagt:

      Ay Sammy,

      der S211 stand mal vor einem Jahr als gemeinsamer Kombi auf dem Plan. Jetzt ist es erstmal dieser hier geworden, und wir sparen auf eine gemeinsame 3 oder 4 Jahre alte C-Klasse. Die wäre als T-Modell groß genug und ist irgendwie ein bisschen stimmiger als der E-Klotz 🙂 Das würde dann mein erstes richtig gemeinsames Auto… *freu*

      Und der E bleibt vielleicht dann trotzdem. Und den Audi 100 gibt es ja noch immer, damit ist mein halbfinnisches Fräulein Altona gerade auf dem Weg nach Sankt Peter. Also beten wir alle mal zum Gott der Oldtimer, dass mein getreuer Dottore sie und das viertelfinnische Sandmädchen heil und zuverlässig an die Westküste geleiten wird.

      Sandmann, mit großer Kaffeeschale in der Hand

  4. Hallo Sandmann,
    Glückwunsch zum nächsten Stern. Ich fahre ja schon länger Benz und kenne daher auch ein paar deiner Wehwehchen:
    – Knarzen hinten: nach Quietschbuchse googeln
    – an der Vorderachse sind in der Regel die Traggelenke durch. Ersatz ist günstig und man kann es auch selbst machen. Spur muss nicht eingestellt werden. Das Spiel kann man nur durch Zusammendrücken des Gelenks prüfen (daher bemerkt es der TÜV in der Regel auch nicht, trotzdem ist es ein gefährlicher Defekt).
    – KI: Pixelfehler lautet das Zauberwort. Dazu gibt es unzählige Betriebe, die sich darauf spezialisiert haben.

    Dann noch viel Spaß damit und fahre ihn mal etwas länger als nur ein paar Monate. Mir als seit Monaten stillen Mitleser tut es immer in der Seele weh, wenn du immer mit Ablauf der HU deine fahrbaren Untersätze tauschst, obwohl du oft recht viel Liebe investiert hast oder du lustige Gimmiks nachgerüstet hast (Doppelcupholder im Taxi).

    Grüße von Peter aus Passau

    • Sandmann sagt:

      Ay Peter aus Passau,

      schau mal, dass ich die letzten Autos bei aller (ehrlicher) Liebe nicht über den TÜV gerettet habe hatte nun schon was Gutes: Ich hab dich mal aus der Reserve gelockt, und du bist vom stillen Mitleser zum Kommentierer geworden 🙂 Gut so. Willkommen bei den Aktiven 😉

      Und danke für deine Tipps. Ich googel heute Abend nicht mehr, das Netz hier auf dem Campingplatz ist nicht so doll, ich hab gerade einen ziemlich aufwühlenden Film gesehen (The Grey) und ich bin hundemüde – aber ich werde mich ab morgen drum kümmern. Morgen ist eh Mucheltag, Sonntag, alles zu (sogar in Frankreich) und das Wetter soll auch nicht so doll sein. Ich werde mal den Fensterheber wiederbeleben und dann nach den anderen Defekten netzen.

      Wenn es nach mir geht fahre ich den aktuellen Benz erstmal bis gefühlt zum jüngsten Gericht. Und den Audi gibt es ja auch noch, der scheint sich länger zu halten. Bleiben Sie online 😉

      Sandmann

    • Sandmann sagt:

      Ay Peter,

      nun bin ich nach meinem ersten viel zu frühen Kaffee mal zum googeln gekommen. Die Traggelenke vorn sind ja tatsächlich ein Witz, selbst die teuren kosten nur rund 20 Euro das Stück 🙂 Da hole ich sie doch direkt mal von Mercedes-Benz.
      Hinten, also ebenfalls die Traggelenke die sich „Quietschbuchsen“ nennen, scheinen ein Haufen Arbeit zu machen, und die freien Werkstätten nehmen anscheinend pro Seite rund 100 Euro. Das wär okay für mich, mit einem Abzieher unter dem Auto rumrutschen ist momentan nix für mich. Also werde ich mal bei meiner Werkstatt in Kiel anklopfen, wenn ich wieder im Ländle bin. Danke für die Tipps 🙂

      Sandmann

      • Hallo Sandmann,

        achte mal auf vorbeifahrende ältere Mercedes (über 8 Jahre alt), die quietschen fast immer an der Hinterachse beim Ein- und Ausfedern.
        Schön, dass du es angehen möchtest und nicht gleich wieder den Daimler schlachten willst. 😀

        Grüße diesmal aus Regensburg

        • Sandmann sagt:

          Hey hey,
          ich muss mich glaube ich mal gegen den Vorwurf wehren, ich würde meine Autos zu schnell aufgeben 😉 Wenn es wirtschaftlich Sinn macht oder wenn es emotional Sinn macht habe ich die letzten 25 Jahre immer zu meinen Autos gestanden! Rudolf und das Taxi hatten ihre Zeit. Früher hatte ich lange Beziehungen zu meinen Autos und wurde dafür oft und schnell von den Frauen an meiner Seite verlassen. Heute ist das andersrum. Und das ist auch gut so 🙂

          In den neuen Benz wird liebevoll investiert. Der muss jetzt erstmal ein paar Jahre halten, und ich denke das wird er auch.

          Sandmann, noch immer in Agde.

  5. bronx sagt:

    Ay Reisender,

    Na dann alles gute zum neuen „Taxi“. 😉
    Mit einem Auto „was einfach nur mal zuverlässig funktioniert“ bist Du ja auch mal gut bedient!
    Von daher wünsche ich Dir, das der Karren erstmal ohne Probs durchhält.

    Und das deine Beste mit dem Dottore in der Zeit der Abwesenheit kein Theater hat. Aber mit dem neuen Versager drauf dürfte er ja nun wieder rennen, wie in den besten Tagen! 😀

    Euch und Dir erstmal schöne Tage da „unten“, erhol Dich gut und dann (wie am Tel. bequatscht) denkst Du mal über die Visite nach!
    Mein Angebot steht und wir haben uns schon viel zu lange nicht mehr gesehen.

    Beste Grüsse aus dem Land der Maiskolben.
    Bronx

    (btw, das Bild „ich rauche den Tag weg“ ist sehr stilvoll. 😉 Genau das mache ich jetzt auch)

    • Sandmann sagt:

      Ay Bronx,

      ja, ich möchte gern einmal zunächst ein paar andere Baustellen bearbeiten, bevor ich wieder an Autos schraube. Und der Audi hat mein halbfinnisches Fräulein sicher und sauber an die Westküste gebracht, mal abgesehen von ein paar „Verschluckern“ bei 110 km/h und der bei diesen Temperaturen definitiv fehlenden Klimaanlage.

      Viel Erfolg beim Tag wegrauchen. Ich habe heute entdeckt, dass wir hier an den Ufern der Herault (des Herault?) sind, also trinke ich ein Glas des gleichnamigen Vin de Pays. Treffen: Ja. Machen wir. Dieses Jahr noch.

      A bientôt
      Sandmann

      • bronx sagt:

        Falls Du den Fluss meinst, der dem Departement seinen Namen gab, heisst es “ an den Ufern des . . . “ Sagt meine Beste . . 😉

        A demain et bonne nuit. 😀

        • Sandmann sagt:

          Ah.
          Wieder was dazugelernt. In Deutschland sind doch alle Flüsse Mädchen, oder? Na gut, hier ist alles ein bisschen anders, hier trinkt man ja auch unter der Woche Wein zum Mittagessen.
          Kaffee jetzt.
          Draußen regnet es. Verdammt 🙁

          Sandmann

          • bronx sagt:

            Regen?

            Ich beneide Euch fast. 😉
            Hier hat’s momentan 35℃.

            Geniesse den Wein zum Mittag.

            Bronx

            • Sandmann sagt:

              Ay Bronx,

              der gemeine FRANZOSE trinkt zum Mittag Wein, ich nicht. Dann werde ich unfassbar müde, dafür ist mir das alles zu schön hier 🙂 Das Wetter ist auch wieder besser geworden, auf das Mittelmeer ist Verlass.

              Der Daimler sieht schlimm aus. Staub von 5 Tagen, auf den es heute ein paar Tropfen geregnet hat. Das grenzt an Expressionismus. Na ja, darauf ein Surimi-Stäbchen mit billigem Tomatenketchup. Ich schaffe es noch, jeden Respekt meiner Kinder zu verspielen 😀

              Sandmann

              • bronx sagt:

                Surimi? Du meinst diese Fisch-Dinger?
                Und das mit billigem Ketchup? Tz . . . 🙄

                Ich muss mich doch sehr wundern! 😀
                Mahlzeit! 😉

                • Sandmann sagt:

                  … vielleicht spül ich das DOCH gleich mit einem Glas Rotwein runter…. aber erstmal weiterschreiben *burps*
                  Ich bin angenehm ekelig. Sagen die beiden. Ohne das angenehm allerdings. Aber zurück zum Thema…

                  Sandmann

                  • Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch:
                    Bist du nun in Frankreich mit deinem Benz oder in Portugal mit dem Mietwagen?
                    Vielleicht liegt es auch an der schwülen Luft, die ein Gewitter ankündigt, sodass ich etwas neben der Spur bin. Vielleicht mal zur Achsvermessung gehen. 😀

                  • bronx sagt:

                    Soo übel sind die Surimiteile ja nicht. Ich mag sie frisch. Und DAZU passt ein guter Rotwein durchaus.

                    Zum Thema, wie hat sich denn euer „neues“ Taxi (ich bleib mal bei der Bezeichnung, bis einer was besseres hat . . ) nun bisher geschlagen? Sind ja doch einige Meilen bis Montpellier . . . 😉

                    Erinnert mich an voriges Jahr, die Tour mit dem „neuen“ Bus in den Urlaub. . .

                    Habt Freude,
                    Bronx

  6. Sandmann sagt:

    Ay Peter, ay Bronx,

    ich antworte euch mal hier, unter dem vorherigen Thread ist kein Platz mehr…

    Aaaaalso ich bin JETZT gerade mit dem Daimler und meinen beiden großen Töchtern nebst Freund in der Nähe von Montpellier, ich WAR aber davor mit meiner klitzekleinen Tochter (ich habe drei davon) und ihrer Mama mit dem Mietwagen in Portugal 🙂 Und jetzt habe ich endlich die Zeit, mal ein paar Zeilen zu schreiben. Non? Die Frankreich-Blogs kommen ja auch noch.

    Bronx, was deine Frage ein wenig zurück stellt. Aber nur so viel… der Wagen schnurrt wie ein Uhrwerk 🙂

    Sandmann

  7. Daemonarch sagt:

    Aloha Sandmann…

    Schickes Gefährt hast du dir da zugelegt. Praktisch die optimierte Version des Taxis – „alt“, aber frisch und stilvoll. Bin stolz auf dich.

    Habe dem roten auch ein neues Tuningteil gegönnt.
    Einen 10-Euro Lenkradbezug aus dem Real-Markt. War einfach nervig, beim lenken immer die klebrigen Krümel vom abgegrabbelten Lenkrad an den Händen zu haben.

    Und der 30€-Anlasser (neu) von Ebay macht seine Sache bisher auch nicht schlecht.

  8. bronx sagt:

    „Und der 30€-Anlasser (neu) von Ebay macht seine Sache bisher auch nicht schlecht.“

    Mal ne bescheidene Frage, WAS kann man für 30 Sisterzen erwarten? Ich meine das ehrlich und erwarte auch eine adäquate Antwort.

    Will sagen, bei Fahrwerksteilen funktioniert es doch auch nicht. Schade um die Arbeit und investierte Zeit! 🙄

  9. Daemonarch sagt:

    Hmm… Was erwarte ich wohl? Das das Ding ne gute Zeit lang seinen Dienst tut…

    Wenn das Ding jetzt nach nem halben Jahr verreckt, wäre ich zumindest nicht extrem überrascht, wenn du das meinst.

    Habe auf jeden Fall mal meinen alten Anlasser generalüberholt, und der wartet jetzt im Keller auf bessere Zeiten.
    Ein Anlasser vom Schrotti sollte schon 60€ kosten, warum also nicht einfach mal probieren?

    • Sandmann sagt:

      Ay Jungs,

      ich habe da inzwischen eine GANZ klare Meinung…

      FINGER WEG von diesem Billig Scheiß der osteuropäischen Anbieter bei ebay und co. Ich bin da ganz bei Bronx. Ein Anlasser für meinen Benz kostet bei Onkel Bosch rund 350 Euro. Und das sind definitiv nicht nur überteuerte Deutsche Stundenlöhne, zumal der glaube ich gar nicht mehr in Deutschland gebaut wird 😉 Im Netz gibt es einen baugleichen für 43 Euro. Never. Niemals. Der fliegt dir nach genau zwei Jahren um die Ohren, wie kann, wie KANN das denn bei dem Preis Qualität sein?
      Schlimmer noch bei Bremsscheiben oder Fahrwerksteilen. Die fangen an zu flattern und sind nach wenigen Kilometern ausgeschlagen (Daemonarch, wir erinnern uns?). Ich weiß von Achsschenkeln am Audi V8 eines Bekannten, die sind stumpf verbogen. Ware aus Polen.

      Die Preise im Netz sind verlockend, ich weiß. Und wenn ich für eine gebrauchte Antriebswelle auf dem Schrott 100 Euro zahlen soll und die gleiche im Netz neu 90 Euro kostet, dann stutze ich kurz – und kaufe dann das Originalteil für 280 Euro. Autos sind teuer, ihre Ersatzteile auch. Das ist nun mal so, das steht im Prospekt. Aus dem Alter, wo ich Billigmüll eingebaut habe und das dann nach nur zwei Jahren nochmal gegen Originalteile ausgetauscht habe bin ich raus. Dafür ist mir a) meine Zeit zu schade (und inzwischen auch zu teuer) und b) mein Leben zu lieb. Bremsen, Achsen, Reifen – nur noch Markenware.

      Natürlich gibt es Ausnahmen. Seitenspiegel aus Polen? Na klar. Scheinwerfergläser aus Rumänien? Warum nicht? Aber alles was belastet wird, lasst da die Finger von. Wenn man sich die Instandhaltung seines Autos nur leisten kann, wenn man diesen lebensgefährlichen Kernschrott verbaut, sollte man die Lösung des Problems woanders ansetzen. Denke ich…..

      Aber jeder wie er will 😉

      Sandmann

    • bronx sagt:

      Hi Maik,

      „Wenn das Ding jetzt nach nem halben Jahr verreckt, wäre ich zumindest nicht extrem überrascht, wenn du das meinst.“

      Unter anderem meinte ich genau das. Einfach mal probieren, dafür sind 30 € sicher nicht zuviel. Mir würde es nur leid tun, wenn es ähnlich enden würde wie mit Deinen Fahrwerksteilen. Die ganze Mühe und Zeit! Daher meine Frage.
      Täusche ich mich, oder warst Du mit Deinem Astra da nicht deutlich besser dran? Ausser dem Rost, meine ich . . .

      Grüsse, Bronx

      • Daemonarch sagt:

        Nun, um ehrlich zu sein, hab ich mich schon etwas am Passi verkauft…

        Aber er läuft, sieht gut aus, bietet massig mehr platz, und ich muss nicht alle zwei Wochen mit dem Schweißgerät drumrum.

        Wer weiß, vielleicht habe ich ja in zwei Jahren am Ende des Tüv genug Geld für ein „richtiges“ Auto. Ich wüsste nur nicht, was Platzmäßig und motortechnisch zuverlässigerweise an den 35i rankommen könnte.

        • bronx sagt:

          Da fällt mir auch nicht viel ein. Zumal der 35 i eigendlich eine Karre für eine gefühlte Ewigkeit ist! Schweissgerät kann da schon mal (meist) stehenbleiben. 😉

          • Daemonarch sagt:

            Mal sehen, vielleicht wirds dann ja auch ein besser gepflegter 35i Facelift mit weniger km und besserer Ausstattung…

            • bronx sagt:

              Kommt Zeit, kommt Möglichkeit. Wieviel Km hat der „rote“ jetzt auf der uhr? Hohe Km Stände schrecken mich ja normalerweise nicht so leicht ab. Vorrausgesetzt, ich kenne die Vita des Karrens . . . einigermassen. 🙄

              • Daemonarch sagt:

                Eigentlich „nur“ 230.000, leider scheint die Langzeitqualität von VW in den 90ern ziemlich gelitten zu haben.

                • bronx sagt:

                  Maik,
                  ich habe fast den Eindruck, der erste Passi, also ohne Grill, ist in Sachen Langzeitquali der bessere Wagen gewesen. Bei uns hier heissen die Limousinen „Römertopf“. Und sehe ich mal einen davon (passiert immer noch öfters), sehen die durch die Bank noch ziemlich gut aus.

                  Das die Qualität in den 90ern wieder bergab ging, ist fakt! Nehme ich die ersten T4 von 1990, waren die in Sachen Blech durchweg besser als die Jahrgänge 93, 94, 95. 🙄

                  Bronx

                  • Daemonarch sagt:

                    Ich sehe da eine klare Logik dahinter : die Wiedervereinigung…

                    Da mussten auf einmal wesentlich mehr Fahrzeuge zusammengetrümmert werden, zudem kriegten sicher die Controller den Lopez, das Ergebnis zeigt sich in aller Fürchterlichkeit. 🙁

  10. Daemonarch sagt:

    Genau da liegt das Problem… Wenn ich mir das nur dann leisten kann sollte ich ???

    – Lieber jeden Tag teilweise um 03:00 uhr morgens mit dem Rad zur Arbeit/Einkaufen fahren?
    – Das Autofahren lieber ganz sein lassen?
    – Weniger essen? Bin ja eh‘ zu fett!
    – Internet abbestellen?

    Bin ja für jede Lebenshilfe höchst dankbar!

    • Sandmann sagt:

      Ay Daemonarch,

      na ja, ne Lebenshilfe kann ich dir sicherlich nicht geben, aber gerade du weißt doch, wie viel Zeit du nun unter deinem Auto verbracht hast – und laut deinen eigenen Aussagen klappert schon wieder alles. Das ist doch ohne jeden Vorwurf faktisch verbrannte Lebenszeit und in keinster Weise zielorientiert. Du willst den Wagen doch fahren – was nützen dir billige Teile, wenn die nach kurzer Zeit nicht mehr funktionieren? Meine Oma sagte immer: Wer billig kauft, kauft doppelt. Recht hatte sie.
      Es ist tatsächlich so… wenn das Auto zu teuer wird, sollte man lieber nach Alternativen suchen statt Schrott einzubauen. Eine andere Lösung habe ich nicht, mit dem Schrott wirst du definitiv auf Dauer unglücklich.

      Oder du kaufst dir einen alten Mercedes, der läuft und läuft und läuft 😉

      Sandmann

    • bronx sagt:

      Daemonarch,

      ich antworte mal hier, „oben“ ist dicht.

      Mit der Wiedervereinigung könntest Du recht haben. Die gestiegenen Kapazitäten . . . Das habe ich so noch gar nicht betrachtet.
      Lopez und seine „Warriors“, ja die sind bekannt. Und die Folgen kennen ausser Opel Treiber ja auch VWler. Leider.

  11. Tag die Herren,

    bei sicherheitsrelevanten Bauteilen nehme ich zwar keine Originalteile, aber wenigstens Markenteile.
    Die Wasserpumpe habe ich beim örtlichen Teileladen gekauft. Der gibt mir Garantie auf das Teil und haftet hoffentlich für Folgeschäden.

    Ich finde es schon recht reizvoll, eine Menge Geld zu sparen, indem man nicht wegen jeder Schraube und jedem Teil in die Niederlassung pilgert um dort Mondpreise zu bezahlen. Ein gutes Markenteil (Lemförder, Bilstein, Sachs, Textar,…) tut es in der Regel auch und kostet nur die Hälfte.
    Selbst wenn das Teil nicht ganz so lang hält, ist dies bei unseren alten Fahrzeugen doch egal, da sie eh nicht mehr so stark genutzt werden, wie am Anfang ihres Lebens (wenn etwas 18 Jahre und 200.000 km hielt, reicht es, wenn das Ersatzteil weitere 100.000 km hält).

    Grüße

    • Sandmann sagt:

      Ay Peter,

      ich habe keine Probleme mit Markenteilen 🙂
      Deshalb order ich auch lieber bei meinem Höker in Kiel als im Netz. Was da an Preisen aufgerufen wird ist ja wirklich lecker, aber wenn man mal in den Foren nach Erfahrungen sucht dann stehen einem die Haare zu Berge.
      Dank meines Schlacht-Taxis habe ich ja bald einen guten Markenteilefundus. Zum Beispiel einen BOSCH Anlasser, erst drei Monate alt 🙁

      Sandmann

  12. Daemonarch sagt:

    Zitat : Oder du kaufst dir einen alten Mercedes, der läuft und läuft und läuft 😉

    Habe ich ja sogar noch, nur ist der zu teuer für den Alltagsgebrauch…

    • Sandmann sagt:

      Ay Daemonarch,

      zumal das ja auch nicht immer stimmt 😉
      Aber wenn ich sehe, wie viel Auto ich bei meinem „neuen“ Daimler für wie wenig Geld bekommen habe… Das ist schon echt schräg.
      Jetzt ist mir auch noch eine Dame vorn links beim Einparken reingefahren. Ich glaube ich bin da auf den ehrlichsten Menschen der Welt getroffen, dazu noch mit einem Bruder mit alten Autos 🙂 Aber was ich sagen wollte: Nein, ich nehme das Versicherungsgeld nicht und lasse meine Karre verrotten – ich lasse den Wagen REPARIEREN. Wie sich das gehört. Denn ich möchte den noch lange fahren…

      Sandmann

  13. Jo sagt:

    Hey Jensi,

    wer hätte das gedacht das der ehemals eiserne Audi V8-Jünger eines Tages zum Sterngucker wird hm ?? …… auch wenn – ich hoffe du siehst es mir nach denn über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten – ich den W/S 210 für den abgrundtief hässlichsten Mercedes aller Zeiten halte….sorry *ähem*

    Viel erstaunlicher ist jedoch aktuell zu vermelden das der leicht Volkswagen-lastige Jo aus UE sich ebenfalls einen guten Stern auf allen Strassen angeschafft hat….jaja 🙂
    Ein W124 220E Sportline mit ziemlich guter Ausstattung kreuzte meinen Weg und erweichte mein automobiles Herz…

    Ja klar wirst du jetzt sagen, wie schwachsinnig kann man sein sich von Geld was man eigentlich gar nicht hat ein Auto zu kaufen was man eigentlich gar nicht braucht……aber ich wollte einfach für mich herausfinden ob ich
    a) wieder mit einem alten Auto glücklich sein kann
    und
    b) wie sich das in einem Mercedes so anfühlt.

    Die Antworten sind
    a) ja, das geht
    und
    b)….verdammt gut, oh ja.
    Ertappe mich dabei das ich klammheimlich dem Benz gegenüber dem Golf den Vorzug gebe obwohl ersterer deutlich mehr trinkt und auch viel größer ist

    Nun stehe ich jedoch vor einem großen Problem : hatte überlegt für den Golf den Einszwovier in Dienst zu stellen, meine Frau und ich kamen jedoch schnell überein das jener nix für den Alltag ist weil zu schön irgendwie.
    Drum bekam er eine Saisonzulassung…..und jetzt ?? Das ist Auto Nummer vier, langsam wirds irre. Oder doch mal irgendwann gegen einen S211 tauschen ? Aber der 124 ist doch der letzte echte wirkliche Mercedes……..

    Ich werd‘ noch verrückt……….

    • Sandmann sagt:

      Ach Jo……

      … ich wundere mich viel mehr, wo du diesen alten Blog ausgegraben hast 🙂 Der ist ja schon bald 20.000 Kilometer her 😀

      Dass du dem Benz den Vortritt vor dem Golf *gäääähn* gibst wundert mich nun aber nicht, VW Jünger hin oder her. Das ist ne andere Liga und ne andere Epoche, der macht einfach mehr SPASS! Quasi perfekte Autos sind langweilig. Und der 124er hat noch Ecken und Kanten.
      Obwohl ich dieses „der letzte echte Mercedes“ Gerede langsam auch nicht mehr hören kann. Vor 10 Jahren war das der /8, danach war das der W123 und nun sagen viele, der W210 ist der letzte echte Mercedes. Na und? So oder so (und du hast Recht, über Geschmack muss man sich nicht einig sein) hat der W210 echte Mercedes Qualitäten. Vorausgesetzt, er wurde gepflegt und man ist den klassischen Rostnestern früh Herr geworden. Wenn das so war, dann läuft er. Und läuft und läuft. Bis nach Südfrankreich. Man kann drin schlafen und alles funktioniert. Ein tolles Schiff mit einem Schnittverbrauch von 6,5 Litern Diesel. Herz, was willst du mehr?

      Und wenn mein Herz mehr will, nimmt es den Audi 100.
      Halt ihn dir warm, den Daimler. Ich habe meinen Reihensechser damals für ganz kleines Geld hergegeben, weil ich einfach zu viel Strecke mache. Das wird zu teuer. Aber der 220er ist ja zurückhaltend.

      Ich glaube, NUR alte Autos machen wirklich glücklich.
      Sodenn.

      Sandmann 😉

    • brunsberg sagt:

      @Jo
      Na herzlichen Glückwunsch! Als Sportline ist der 220er ziemlich selten und fahrdynamisch um Längen besser als der ’normale‘ W124 mit Schaukelstuhlfahrwerk.
      Nur die Bremse kommt bei verschärfter Fahrweise nicht so ganz mit. Und der Motor ist für mich der beste Kompromiss aus Leistung und Wirtschaftlichkeit. Wenn du den gegen einen W211 tauschtest, wäre dir wahrlich nicht mehr zu helfen. Ach, welche Farbe aussen/innen?

      • Jo sagt:

        Moin,

        Schon passiert, der 124 ist wieder Geschichte. Etwas schmerzlich, aber vernünftig denn ich hab mir mal geschworen nie (wieder) wegen irgendwelcher Autos in Probleme zu kommen…….und an dem 124 waren einfach zu viele Stellen die in Bälde angefasst werden mussten, in Verbindung mit meinem Langzeitprojekt BMW war das nicht zu händeln.
        Auch ein Verzicht auf den Golf 6 und nur 124 stand nicht zur Debatte da wir wegen Hundeanschaffung einen Kombi brauchen.

        So habe ich ihn also verkauft…..war übrigens Dunkelblau metallic mit hellgrauem Volleder innen und kein echter Sportline, nur mit Sportfahrwerk ausgestattet.

        Nachfolger vom Golf 6 ist ein S204 220 CDI geworden…….eine Nummer kleiner als geplant (S211), aber völlig in Ordnung, ein guter Kauf.

        • Sandmann sagt:

          Ha – den 220 CDI Motor habe ich im Avantgarde ja auch drin 🙂
          Schnurrt wie ein Uhrwerk. Nicht ganz so bollwerkig wie der 270er Turbodiesel Reihenfünfer, aber sparsam und kraftvoll *schwärm*

          Krass dass der 124er schon wieder weg ist. Ich verliere den Überblick bei dir…

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