Gestorbene leben länger

Bunter Lack inmitten von Vergänglichkeit

Bunter Lack inmitten von Vergänglichkeit

Heckflossen. Chrom. Zweifarbiger Lack. Und dann dieses dumpfe bullern, wenn ein gusseiserner V8 seine Serenade aus den Auspuffrohren singt. Wenn man erstmal mit diesem Virus infiziert ist, stehen die Chancen schlecht, jemals wieder von einem amerikanischen Auto weg zu kommen, egal wie selten der Schlitten ist. Sven Timm und ich treffen uns an einem sehr speziellen Ort und denken über den Werdegang einer einst erfolgreichen und wegweisenden Automarke nach. Auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg, dem größten Parkfriedhof der Welt, sind die Jahrhunderte der Vergangenheit in Stein gemeißelt. Das passt zum Oldsmobile – die Marke gibt es auch nicht mehr.

Glücklich auf dem Sofa.

Glücklich auf dem Sofa.

Sven  aus Norderstedt hat sich nur kurz gewehrt, als er damals von einem Freund im 55er Chevy Pick-up abgeholt wurde. In dem Truck teilte er mit der Dame, die in wenigen Minuten seine Frau werden sollte, das Sofa vorn und blickte verliebt über die laaaange Haube. Solche Momente bleiben aus verschiedenen Gründen im Gedächtnis hängen. Der Weg vom freundgesteuerten Hochzeitssofa mit V8 zum klassischen Oldsmobile war ebenso klassisch, aber nicht völlig hoffnungslos. Eine Braut hatte Sven ja nun, einen eigenen Schlitten aus den USA aber noch nicht. Das ließ sich einfach ändern – in Duisburg kaufte er einen nicht fahrbereiten Chevy und begann, ihn mit dem frischgebackenen Schwiegerpapa zu restaurieren. Die Freude war kurz. Wenn man erstmal verheiratet ist, muss ein Haus her und soll ein Kind daneben gesetzt werden. So macht man das in Deutschland. Keine guten Karten für das Auto, der Wagen musste gehen – auch wenn er inzwischen ganz gut fuhr.

Das Leben ist Rock'n Roll

Das Leben ist Rock’n Roll

Drei Jahre lang bekämpfte der Mann die Symptome, kurierte aber nicht die Ursache. In nur 50 Kilometern Entfernung fand er ein 56er Buick Special Coupé, natürlich (wie immer) ohne den gesucht zu haben. Und ohne B-Säule, *hach*. Dafür in einem fahrbereiten, akzeptablen Zustand. Er legte das Geld auf den Tisch und pilotierte ihn nach Hause, zu Haus, Ehefrau und Kind. Der Wagen passte erstaunlich gut in ein Familienleben, man muss das alles ja irgendwie rechtfertigen, und trotz seines hohen Alters entpuppte sich der „Special“ als zuverlässiger Daily Driver. Alles schien gut. Bis zwei Jahre später Svens Firma erweitert werden sollte. Es fehlte die Zeit für den alten Herren aus Amerika. Da musste auch der Buick wieder gehen. Obwohl er super fuhr.

Wer will da noch Plastik sehen?

Wer will da noch Plastik sehen?

Die Einschläge kamen nun im doppelten Sinne näher. Diesmal dauerte es keine sechs Monate, bis Sven einen dicken Oldsmobile fand. Diesmal stand der Wagen sogar im Nachbarort. Also keine fünf Kilometer entfernt. Der Preis war für sein Budget viel zu hoch, aber wie das beim Ami-Virus so ist: Angucken kostet nix. Nur mal angucken. Hahahaaaa. Also nahm er auf Anraten seiner Frau (noch immer die gleiche) einen Bekannten aus der Szene mit zum Besichtigungstermin. Dieser Kumpel galt als erfahren und kritisch und hatte mit den Kisten der 50er absolut nichts am Hut. Mit dieser beruhigenden Emotionslosigkeit im Nacken hoffte der oldslose Ehemann, vom Schlimmsten abgehalten zu werden. Das ging voll in die Hose: In dem Moment, wo er vor General Motors zweifarbig lackierter Krönung der Oberklasse stand, verliebte er sich wieder einmal unsterblich.

Friss mich.

Friss mich.

Das riesige, metallische Ding, was ihn da so träge und mit schmollend gefletschtem Haifischmaul anglotzte, war ein Ninety Eight von 1956. Die Marke an sich ist aber viel älter: Die General-Motors-Tochter Oldsmobile war eines der Pionierunternehmen der amerikanischen Automobilgeschichte. Ransom Eli Olds experimentierte schon 1897 als knapp 35-jähriger Visionär mit Elektro- und Dampfantrieben herum, bis er 1901 einen zweisitzigen Roadster mit wassergekühltem Einzylindermotor und immerhin fünf PS vorstellte. Ohne zu ahnen, was er da lostreten würde, griff er für dieses Fahrzeug auf eine völlig neue Art der Fertigung zurück: Die Fahrgestelle wurden auf Rollbrettern in einer langen Reihe durch die Halle geschoben und aus daneben stehenden Kisten bestückt. In ihnen befanden sich Teile von Zulieferern, weil durch einen Brand viele Bauteile für den Roadster nicht in Eigenregie hergestellt werden konnten.

Die Quelle des Bass

Die Quelle des Bass

Bis 1907 entstanden so im weltweit ersten Zuliefererhandel auf einem Fließband ohne Fließband mehr als 18.000 Fahrzeuge. 1908 kaufte der Unternehmer William C. Durant die Oldsmobile-Werke, gliederte sie in seine neu gegründete Firma General Motors ein und trieb die frischen Ideen voran. In den 20ern führte Oldsmobile als erster Hersteller verchromte Zierleisten statt der Nickelplatten ein. 1939 präsentierte man die legendäre Oldsmobile „Hydramatic“, das weltweit erste vollautomatische Getriebe. Es wurde trotz seiner Anfälligkeit von den schaltfaulen Amis fast so sehr geliebt wie die eigene Flagge. Im selben Jahr entstand ein einheitliches Nummernsystem für die Typenbezeichnungen der motorisierten Lifestyle-Schlachtschiffe. 60, 70, 80 und 90 stand jeweils für die Größe der Autos, ab 1942 kam mit einer zweiten Ziffer noch die Zylinderzahl dazu.

Geht ab wie eine Rakete

Geht ab wie eine Rakete

So war der Oldsmobile Sixty Six quasi das Einstiegsmodell mit Reihensechszylinder, der Ninety Eight das entsprechend teuerste Spitzenmodell mit V8. Nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs präsentierte Oldsmobile 1949 mit frischem Mut den ersten hoch verdichteten OHV-Nachkriegs-V8 und begründete die erfolgreiche „Rocket“-Serie. Das zündete. Ab 1951 bot man den leistungshungrigen Amerikanern dann gar keinen Sechszylinder mehr an, und es überlebten die großen Modelle 88 und 98, diese dafür aber auch bis in die späten 90er Jahre hinein. Es war die Zeit, wo sich Oldsmobile noch klar im GM-Konzern definierte. Bodenständige Ärzte fuhren Buick, technikbegeisterte Ingenieure Oldsmobile. Die Plattform war damals schon die gleiche, aber das Image sprach für sich. Flossen? Not yet, 1956 zeigte sich die volksübergreifende Verbundenheit zu Düsen und Raketen erst in verhaltenen Heckstummelchen und triebwerksartigen Auswüchsen in den immer gewaltiger werdenden verchromten Bumpern.

Katastrophe für Unfallexperten

Katastrophe für Unfallexperten

Das Olds-Markenlogo auf der Nase zeigt funkelnde Sterne am hohlkugeligen Firmament, darüber thront ein nach vorn strebender zweistrahliger Jet als Galionsfigur. Sven Timm streichelt bei der Besichtigung über diesen originalen Zierrat, das jedem Verkehrssicherheitsexperten das nackte Grauen ins Gesicht treibt. Der Wagen ist in einem erstklassigen, tadellosen Zustand und strahlt in seiner Zweifarbenlackierung in Shantung Beige und Citation Bronze in der norddeutschen Sonne, als wäre die Zeit stehen geblieben. Das voll ausgestattete 2-Door-“Holiday“-Hardtop gehörte bis 1975 einem älteren Ehepaar in Arkansas, danach wanderte der Olds nach Truckee in Kalifornien, wo der auch schon nicht mehr ganz taufrische Zweitbesitzer zwischen 1995 und 2002 mit umfangreichen Sanierungen erstmals das langfristige Überleben des 5,4 Meter langen Sauriers sicherte.

Schick, aber nicht schlicht

Schick, aber nicht schlicht

2009 wurde der Ninety Eight nach Deutschland verschifft und unter der Aufsicht seines dritten Besitzers dort noch einmal komplett durchrestauriert. Es gab alles zu kaufen, und das meist zu Schnäppchenpreisen. Der originale Farbton erstrahlte neu, alle Anbauteile wurden poliert oder frisch verchromt, Front- und Heckscheibe und sämtliche Dichtungen wurden erneuert. Motor und Antriebseinheit bekamen eine komplette Überholung mit Neuteilen, sämtliche alte Dichtungen flogen raus, das Kühlsystem und die gesamte Bremsanlage wurden ersetzt. Ein Sattler tauschte das Interieur und mit ihm auch den Wagenhimmel und alle elektrischen Kleinteile wie die seltenen Fensterhebermotoren gegen Neuteile aus. Am Ende war das Fahrzeug nicht mehr Baujahr 1956, sondern quasi neu, als es vor Sven stand.

Formen wie eine schöne Frau.

Formen wie eine schöne Frau.

Der konnte jetzt auch den für ihn zu hohen, aber durchaus gerechtfertigten Kaufpreis verstehen. Und nun? Geheiratet hatte er schon, das Haus war gebaut, das Kind krabbelte drumrum und die Firma erweitert – der Faktor „Leben“ schien ihm diesmal nicht reinzugrätschen. Der sympathische Vorbesitzer kam dem zögernden Installateur mit dem Kaufpreis noch ein ganzes Stück entgegen, der mitgebrachte Experte fand trotz aller Skepsis keinen Haken – Deal. Rocket launched. Die späteren Brüder und Schwestern des Olds sind im Downsizing-Wahn abgewrackt und eingelagert worden, liegen als sterbende Skelette in der Wüste rum oder fristen ihr Dasein als ikonisches Schnittmodell oder Sofa in irgendeinem Diner. Der hier fährt. Und wie der fährt. Die beiden Auspuffrohre grummeln und murmeln die basslastige V8-Zündfolge des Rocket V8 in die Ohren einiger Anwesender, an denen die Zeit nicht ganz so spurlos vorüber gegangen ist.

Er rennt. Alle anderen hier nicht.

Er rennt. Alle anderen hier nicht.

Deshalb ist es hier auf dem Friedhof (keine Sorge, man darf hier mit dem Auto rauf…) auch irgendwie ein besonderer Moment. Eine Marken-Abschieds-Rekapitulation. Nach 1956 ging es in den 60ern zwar erstmal weiter steil bergauf, 1966 erschien mit dem Toronado das erste frontgetriebene Muscle-Car, ab 1974 bot Oldsmobile erstmals Airbags an. In den 80ern war der Cutlass mit 1,2 Millionen Fahrzeugen pro Jahr das meistverkaufte Serienmodell Nordamerikas. Aber das war‘s dann. Im Zuge des „Badge Engineering“ klebte General Motors fortan nur noch verschiedene Logos auf die fast immer gleichen Autos, ein Buick ließ sich nicht mehr von einem Oldsmobile oder einem Pontiac unterscheiden. Technikbegeisterte Ingenieure mit Fortbewegungsbedarf gab es noch immer – die hatten aber keinen Bock mehr auf den Einheitsbrei. Zuletzt baute Oldsmobile keine 300.000 Fahrzeuge mehr pro Jahr, und GM ließ die Marke 2004 sterben.

Respektvoll steuert Sven Timm das Auto langsam wieder durch das schmiedeeiserne Tor nach draußen, in die Welt der Lebenden. Dorthin, wo auch totgeglaubte Marken noch ihr Gnadenbenzin erhalten, bis Elektroautos alles verdrängt haben.

Sandmann

Technische Daten

Oldsmobile Ninety Eight 4-door Holiday Hardtop
Baujahr: 1956
Motor: V8
Hubraum: 5.314 ccm (324 cui)
Leistung: 164 kW (223 PS) bei 4.400/min
Max. Drehmoment: 475 Nm
Getriebe: Viergang-Automatik
Antrieb: Hinterräder
Länge/Breite/Höhe: 5.392/1.997/1.581 mm
Leergewicht: 2.070 kg
Beschleunigung 0-100 km/h: 11 Sek.
Top-Speed: 180 km/h
Wert: 35.000 Euro
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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

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8 Responses to Gestorbene leben länger

  1. stefanh says:

    Schöner Bericht über ein wunderschönes Auto einer tollen Marke! Gratulation dem stolzen Besitzer zu diesem Prachtstück!
    Ein früher V8-Ami stand und steht immer mal wieder auf meiner Wunschliste, aber irgendwie sprang noch bei keiner Besichtigung der Funke über. Keine Ahnung weshalb, aber mein Herz scheint irgendwie mehr für eurasische Brot-und-Butter-Autos zu schlagen… Naja, muss ja nicht jeder dasselbe fahren – die Vielfalt macht’s aus!
    Momentan habe ich grad mal wieder eine schöne Französin auf dem Radarschirm…

    Gruss, Stefan H.

    • Sandmann says:

      Ay Stefan, Hüter der Heiligen Hallen,

      seit ich damals „Christine“ von Stephen King im Kino gesehen habe, möchte ich eigentlich mal ein Flossenschiff bewegen. Dieser Wunsch gärt dauerhaft, ist aber nie in die Realität umgesetzt worden. Immerhin hatte ich schon den 78er LTD Sedan und einen 83er Eldorado Biarritz. Die waren beide mehr oder weniger alltagstauglich, zumindest in den 90ern… 😉

      Wenn ich den KaSi verkauft habe, bleiben mir nur noch der Taunus im Alltag und der Granada als Projekt. Ich bin mehr Jäger und nicht Sammler. Das fühlt sich irgendwie angenehm an. Und von den ganzen Ersatzteilen trenne ich mich demnächst auch im großen Stil…

      „Meine“ ehemalige Zickenfranzösin, der XM, stand vor ein paar Tagen für 250 Euro im Netz. Der Nachfolger hatte endgültig keine Lust mehr, da noch Geld reinzustecken. Ist aber schon wieder weg, der Preis war der Hammer, allein die Radkappen sind 100€ wert gewesen…

      Gruß aus Kiel
      Sandmann

  2. Felix says:

    Hallo Sandmann

    Christine… du also auch… wie ich… machen! Ich habs getan, Packard 200 thunderbolt Deluxe Straight Eight Ultramatic 1952… 1m Motor 🙂
    Du kommst nicht mehr davon los… wie ich nicht mehr von meiner neusten Errungeschaft: XM V6.24V Kettenmonster aus erster Hand… wie ich an den mit Gold aufzuwiegenden Mittelschalldämpfer komme weiss ich zwar noch immer nicht: aber eines weiß ich ganz genau: das Leben ist zu kurz für ungeile Motoren 😉
    Liebergruss aus der Schweiz…

    • Sandmann says:

      Ay Felix,

      stimme dir prinzipiell zu. Aber MACHEN war bei mir der Taunus. Das habe ich GEMACHT. Und der erfüllt mich seit über einem Jahr und es wird nicht langweilig.
      Ob ich mir jemals wieder einen alten Ami hole weiß ich nicht. Wenn ich mal nicht mehr weiß, wohin mit meiner Zeit, dann vielleicht. Also in 50 Jahren oder so 😉
      Und ja, ein XM V6 kann süchtig machen. Bis zu dem Zeitpunkt, wo immer, aber wirklich IMMER was kaputt ist. Wenn der aus erster Hand ist hast du damit weniger ein Problem, da sind es dann nur irgendwann die Preise der Ersatzteile und die Versoffenheit. Mein XM war ein wenig vernachlässigt, das ging einfach nicht. Und den nächsten Besitzer hat er auch kleingekriegt. Neulich habe ich den für 250€ mit TÜV im Netz gefunden, Keilriemen gerissen, Servopumpe fest. „Ich habe keine Lust mehr“ stand drunter. Konnte ich sehr gut verstehen.

      Grüße aus dem Norden der Republik
      Sandmann

      • Felix says:

        Hey Sandmann

        Ich kenne natürlich ALLE deine XM- Erlebnisse 😉 ein Genuss zu lesen, trotz aller Widrigkeiten…und manches davon auf der Strasse, im Regen…du hast meinen Respekt, aber sowas von… obwohl, auf Cuba machen die das ja auch so 😉

        Ich habe mein kleines Werkstattparadies mit schrauberfreundlichem Platz für zwei automobile Insassen seit dem Kauf eines ehemaligen Bauernhauses gleich zur Tür raus…nicht gleich zur Küchentür raus wie „how how“ Tim Taylor (kennst du sicher, ansonsten würde ich mich in meiner Psychologenehre in den Oelsumpf gedrückt fühlen), aber immerhin, (ich grinse immer noch), ein Traum seit ich 18 bin ging damit in Erfüllung…

        Die Taunusologie muss ich mir erst noch zu Gemüte führen (ich neige dazu die für mich interessantesten Story’s zuerst zu verinnerlichen, also XM). Taunus, also Ford und auch alle anderen Erzeugnisse des „grossen Kanton’s“ ist ein mir gänzlich unbekanntes Terrain als frankophilbritischer Erst- und US-Car Zweittäter…aber die Farbe stimmt schon mal, wie ich aus den Augenwinkeln erkennen konnte 😉

        den in meiner Hofgarage scheckheftgepflegten und seinerzeit an den vorherigen Besitzer verkauften XM mit 145’000km im Jahreswagenzustand (Y3 mit Einspeichenlenkrad und DIRAVI- Lenkung), übrigens ähnlich grün wie dein Taunus, (ich mag grüne Autos) habe ich vom Erstbesitzer für SEHR wenig Entgelt übernommen (ich konnte einfach nicht nein sagen, mein Vater fuhr genau solch einen Wagen seinerzeit). Allerdings – und das macht mich zugegebenerweise dann doch leicht nervös – muss ich damit noch zur Schweizer Motorfahrzeugkontrolle übermorgen Freitag bis ich mit ihm offiziell auf die Strasse darf (Der letzte Prüftermin ist schon 2 Jahre her). Ich hoffe sehr auf einen gut gelaunten Prüfmenschen, (Mann ist streng hierzulande, ich habe die letzten Abende polierend unter dem Schweber verbracht). Falls du also etwas Zeit findest: ein paar gedrückte Daumen mehr wären fein 😉

        Liebergruss aus der Schweiz

        • Sandmann says:

          Ay Felix,

          ich werde am Freitag alles drücken, was ich habe 😉
          Aber ist das bei euch nicht auch generell so, dass sich die Prüfer bei einem seltenen, gepflegten Klassiker eher freuen? Mein TÜV Mann strahlt hier oben ja schon, wenn ich mit der alten E-Klasse meines halbfinnischen Fräulein Altonas vorfahre (und er keinen Rost an den typischen Stellen findet).

          Und ich bin ehrlich – wenn mir ein gepflegter Ersthand XM für ganz kleines Geld angeboten würde… wahrscheinlich könnte ich auch nicht nein sagen. Der Y3 ist so herrlich knorrig französisch, auch wenn er noch viel mehr Kinderkrankheiten als der Y4 hat.
          Obwohl ich selbst mich freiwillig im Platz beschränke. In der Garage unter dem gemieteten Haus steht neben der Werkbank der Granada, mehr passt da nicht rein. Also kaufe ich auch keine weiteren Autos mehr, ich versuche ja sogar gerade, eine liebevolle Hand für den K70 zu finden (der übrigens ursprünglich auch in der Schweiz fuhr).

          Der Taunus macht es mir im täglichen Alltagsbetrieb leicht. Da ist nicht viel Technik dran, und alles ist relativ preiswert zu reparieren. So stelle ich mir das vor. Und wenn ich mal wieder Schrauberstress will hole ich mir einen runtergerittenen Audi V8 😉

          Grüße aus Norddeutschland. Und ich denk Freitag an euch
          Sandmann

  3. Felix says:

    Hey Sandmann

    Freude herrscht: trotz (oder vielleicht wegen) einem Berg präventiv organisierter Ersatzteile wie Handbremsseile (um die zu wechseln muss beim 24V der linke KAT raus um an die Schrauben zum einhängen zu kommen) , Achsschenkelbuchsen, Bremsschläuche und dergleichen Kram hat der (tatsächlich – wie du prophezeit hast – hochbegeisterte) Prüfmensch lediglich die linke äussere Antriebswellenmanschette und den rechten Spurstangenkopf auf dem Zettel als er nach gefühlten Stunden wieder unter dem Schweber aus der Grube emporgestiegen ist.
    Fazit: 30 Tage Zeit zum Erledigen und das beste: ich darf FAHREN 🙂

    Genau das werde ich heute auch tun…einfach so in der Gegend rumschweben mit (mangels vorhandenem Plattenspieler) einer Handvoll guter Silberscheiben im Schlundkasten unter dem Beifahrersitz…

    Danke für’s Daumendrücken…Freu

    Liebergruss…Felix

    PS: Taunus ist ja etwa so wie die Engländer…mein Morris Woody funktioniert einfach..reinsetzen, Choke ziehen und losknorren (wenn auch auf der falschen Seite ;-))

    • Sandmann says:

      Ay Felix,

      vorweg – warum muss ich deine Kommentare immer freigeben? Hattest du dir hier schon einmal ein Profil angelegt und postet jetzt in der „freien“ Variante?

      Sehr fein, dass du den Segen bekommen hast!
      Antriebswellenmanschette und Spurstangenkopf sollten in 30 Tagen machbar sein 😉 Dann wünsche ich dir feines Schweben.

      Mit englischen Fahrzeugen hatte ich übrigens nie was am Hut. Ich würde mir auch nie ein rechtsgelenktes Auto kaufen, auch nicht wenn es erheblich billiger als die linksgelenkten wäre (bei Jaguar hat man das ja gern). Nee. Streichel dennoch deinen Woody mal lieb. Ich kümmere mich weiter um ein zufriedenstellendes Ergebnis bei der Suche nach dem richtigen Radio im Taunus.

      Aber heute ist Freitag. Also heute Abend Badewanne. Ich freu mich schon die ganze Woche drauf, bei diesem Scheißwetter!
      Sandmann

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