It must have been love…

…and it´s NOT over!!

Was soll ich sagen? SeinekleineSchwester war auf einem Roxette Konzert! DIE kleine Schwester aus den 90ern, die sich nie hätte träumen lassen, dass sie 20 Jahre später den Wunsch erfüllt bekommt, der ihr während ihrer Schulzeit aus notorischem Geldmangel verwährt geblieben ist. Damals ging nichts ohne das Gesangsduo Marie Fredriksson und Per Gessle. Ob die Musik aus dem Radio kam oder als Soundtrack zu einem Film, sie waren überall dabei, haben uns auf Klassenfahrten begleitet, auf Partys, in der Disko, im Kino, als Poster in der Bravo, was war das eine schöne Zeit… wer hat denn Pretty Woman nicht gesehen und bei It must have been love vielleicht sogar geweint? Dass sie auch die Musik für den Mario Bros. Film gemacht haben, weiß nicht jeder (kennt den außer mir überhaupt einer?) aber das Lied kennen sie alle: Almost unreal!

Fast unwirklich war auch die Nachricht, dass Marie an einem Gehirntumor erkrankt ist und sie von da an kürzer treten wollten.  Viel hab ich von da an wirklich nicht mehr von ihnen gehört… ihr?

Und jetzt dieses furiose Comeback mit dem ich persönlich nicht gerechnet hab! Eines schönes Tages fahr ich von der Arbeit nach Hause und höre im Radio ein Lied, das genau wie Roxette klingt, aber ich kenne es nicht: She´s got nothing on… „Kannst du auch nicht kennen“, sagt ein Kollege, „DAS ist neu!“ Ein paar Wochen später der legendääääre Anruf vom Wüstenfuchs: „Willst mit?“ *kreisch* „Ja, bitte“ 🙂 Monate danach ist viel passiert, Beziehungen kommen und gehen, aber das Konzert bleibt! Und es geht mit dem bayrischen Düsenjet im Tiefflug zur… ja, wie heißt sie denn jetzt? Früher war es mal die AOL Arena, nun O2 World… oder so? Wie auch immer, auf jeden Fall sind wir vorsichtshalber früher los und können uns deswegen noch Astra und Pizza gönnen! Auf dein Wohl, Sandmann! Wir denken an dich!

Danach finden sich der Wüstenfuchs, seine größere Schwester und SeinekleineSchwester, also ich, auf ihren Plätzen ein. DER WAHNSINN! Die Bühne genau vor uns, niemand, der uns den Blick versperrt, das grenzt fast schon an einen VIP-Bereich, ich fühl mich gut 🙂 Nur einmal kommen mir kurz Zweifel, als zwei Reihen vor uns eine Frau ihren Platz sucht und haargenau aussieht, wie JULIA von Schwiegertochter gesucht *staun* Nee, oder? Wir brauchen noch sehr lange und die Unterstützung der Menschen in unserer Reihe, bis sie endlich mal aufsteht und uns damit zeigt, dass sie es NICHT ist 😉 Schade, hätte sich in meinem Artikel doch gut gemacht *lach*

Vorweg kommt diesmal übrigens Mobilée, eine sehr nette kleine Combo, mit der ich mich auf Facebook gleich befreundet hab, weil sie versprochen haben, dann in meinem Wohnzimmer live aufzutreten 🙂 Wenn sie das machen, lade ich euch alle ein!
Sie spielen wirklich richtig gute, handgemachte Musik und wie als Geschenk für uns, haben sie ein Lied für den Wüstenfuchs als großen Phil Colins Fan: Genesis und eines für mich: Little Sister!!! Danke dafür, aber das wäre doch nicht nötig gewesen 🙂 Sie unterhalten uns gut eine Stunde lang und sind richtig glücklich, die Vorgruppe von Roxette sein zu dürfen… wir findens auch gut!

Und dann sind sie da! ROXETTE!! Die Menge johlt und kreischt und klatscht sich die Hände wund, sie sind willkommen, das spürt jeder im Raum! Sie spielen alles, neue Songs, alte Songs, alle unsere Lieblingslieder und wir haben viel gefilmt und fotografiert! Diesmal hab ich auch meine richtige Kamera mitgenommen! Viel besser als die Fotos vom Fiddler´s Konzert, oder?
Na gut, es sind nicht alle Bilder sooo super geworden, aber ich war halt aufgeregt 🙂

Ein wenig traurig macht mich, dass man wirklich hört, wie schlecht es Marie geht. Manche Lieder sind tatsächlich noch wie früher, andere, vor allem, wenn sie allein singt, lassen erahnen, was sie alles durchmachen mußte. Die hohen Töne läßt sie aus…
Am Ende geben sie trotzdem noch 3 Zugaben, unter anderem Church of your heart in einer wundervollen, zu Tränen rührenden akustik Version: nur Gitarren und die beiden Helden *schmilz* Auch mein absoluter Lieblingshit Listen to your heart wird nicht vergessen und ich bin so gerührt, dass ich nichtmal die Kamera rausholen mag… macht auch nichts, denn die Erinnerung ist jetzt mit den ganzen anderen schönen Erinnerungen in meinem Herzen gespeichert, die nimmt mir keiner weg… außer ich bekomme Demenz, aber so lange gehören sie mir!

Für dich, lieber Sandmann, hab ich It must have been love aufgenommen, erst vom  Publikum gesungen und danach von Roxette selbst *seufz*

Schließlich verabschieden sie sich und gehen Arm in Arm von der Bühne, wir bleiben sitzen… würden so gern noch mehr hören! Was ein wundervolles Konzert… was eine wundervolle Band! Ging es eigentlich früher auch schon in fast jedem Lied um verlorene Liebe? Ist mir vorher nie so aufgefallen…

SeinekleineSchwester

Tagged , , . Bookmark the permalink.

About SeinekleineSchwester

Ich bin kein Engel, ich mache Fehler, ich bin nicht perfekt, ich bin nicht normal, ich bin manchmal verrückt, ich bin also nichts besonderes, ich bin einfach nur ich...

9 Responses to It must have been love…

  1. Sandmann says:

    Ach herrjeeeeeehhhhh…

    Da wird es viele geben, die Roxette schon damals seicht und poppig fanden und das heute erst recht tun werden. Ich sage dazu nur: NA UND? Jeder wie er mag, und auch ich habe gute und schlechte Zeiten vom Soundtrack der beiden untermalen lassen. Ist es nicht das, was einen Musik mögen lässt…?

    Ein kalter Oktobermorgen. Sandmann ist in Boostedt bei Neumünster in der Grundausbildung. Ein kalter Nieselregen geht nieder. Seine Freundin hat sich am Wochenende von ihm getrennt, und nun ist er an einem viel zu frühen Morgen unter Männern ohne Herz in der neonbeleuchteten Kantine zum einsamen Frühstück. Und was kommt im Radio der Kantine? It must have been Love.
    Das wird unsterblich in meinem Kopf verankert sein.

    Schön, dass es die beiden noch gibt und cool, dass du da warst!

    Sandmann

    P.S.: Boostedt ist einer der Standorte, die hier oben dicht gemacht werden…

  2. SeinekleineSchwester says:

    Hey, liebster Sandmann!
    Ich denke auch, dass Musik viel mit den Gefühlen zu tun hat, die man zu der Zeit gerade hatte. Wie sonst ließe sich erklären, dass ich im Dezember mit meiner Arbeitskollegin zu dem Weihnachts-Schmalz-Konzert von Björn Kegel-Casapietra gehe und ich jetzt schon wie ein Teenager darauf freue? Das lieg daran, dass ich früher jeden Abend mit meiner Mama vor meinem kleinen Fernseher mit analoger Antenne gesessen und mit Minchen (Björn) mitgelitten habe 🙂 Die Zeiten gehen vorbei, heute würde ich Unter Uns nicht mal mehr angucken, wenn mein Leben davon abhinge… die Gefühle aber bleiben und um die Weihnachtszeit darf man auch mal sentimental werden 😉
    SeinekleineSchwester

    • Sandmann says:

      Liebste Seinekleineschwester,

      wann sentimental, wenn nicht Weihnachten? Okay, ich kann das fast IMMER 🙂 aber auch du scheinst langsam in ein Alter zu rutschen, wo du merkst, dass alles endlich ist und dass auch du durchaus schon eine nennenswerte Vergangenheit hast. Irgendwann sind wir alle nicht mehr da. Und das dauert gar nicht mehr so lange. Schon komisch……
      Aber bis dahin nehmen wir noch ordentlich was von diesem Ding, was sie LEBEN nennen mit. Und schreiben darüber. Okay?

      Sandmann

      • SeinekleineSchwester says:

        Wer, wenn nicht wir? Und bald hab ich was richtig geniales zu erzählen! Der Wüstenfuchs und ich haben uns gerade gegenseitig auf fiese Ideen gebracht und das Ergebnis wird dann live hier erscheinen *böselach* Muahahahaaaaaa…

  3. El Gigante says:

    Ich weiss nicht, warum man Roxette seicht und poppig schimpfen muss. Oder anders herum: Wer kann denn schon dauernd Rammstein, Metallica oder (meines Erachtens nach schlimmer) Guns n Roses ertragen?

    Musik hat unendlich viel mit Emotion zu tun. Deshalb ist sie ein äußerst privates Empfinden. Und deshalb kann man den Musikgeschmack eines anderen Menschen auch nicht kategorisieren. Man weiß ja nicht unbedingt immer, in welcher Stimmung ein Anderer ist.

    Ich habe schon einige große Stars auf Konzerten erlebt. Die teilweise prunkversprechenden Namen waren oft nichtmal das Papier wert, auf dem die Eintrittskarten gedruckt waren – dementsprechend haben die Fans ihre Karten auch zurecht oft demonstrativ angesteckt und sie brennend in die Höhe gehalten.

    DIE Events, die mir zunächst „zweitklassig“ schienen, entpuppten sich hinterher zu großartigen Shows, bei denen sich das Publikum hervorragend unterhalten fühlte und die wirklich liebevoll zusammengestellt waren.

    Roxette traue ich auch diesen liebevollen Umgang mit dem Publikum zu… und so liest sich SeinekleineSchwester’s Beitrag ja auch.

    „She’s Got Nothing On“ hat sich mir übrigens auch gleich nach dem ersten Hören im Januar dieses Jahres im Ohr festgebissen – fand ich sofort gut!

    El

    • Sandmann says:

      Ay El,

      seicht ist ja nicht pauschal schlecht. Roxette ist seicht. Da brauchen wir uns glaube ich nichts vor zu machen. Damit stehen sie nicht im krassen Gegensatz zu Metallica, Rammstein oder Guns n Roses. Letztere hatten ihre beste Zeit in den 90ern, Axl Rose scheint offiziell ein riesengroßes Arschloch zu sein – aber das eine oder andere Lied von denen mag ich doch sehr gern. Weil ich Erinnerungen an die Zeit habe, in der ich die Lieder hörte. Und diese Erinnerungen sind nicht die schlechtesten.

      Rammstein? Großartig. Fünf brave Familienväter, die beruflich extrem die Sau rauslassen. Mit einer Menge Pyrotechnik und Rumms und Bumms. Ich bewundere sie dafür, dass sie sich selbst absolut NICHT ernst nehmen und fassungslos beobachten, wie viele andere sie durchaus ernst nehmen. Ich empfehle von der neuen CD das „Rammlied“ und „Pussy“, beide sehr autobahntauglich und in der Lage, auch die schlechteste Laune wieder rumzureißen. Aber dann ist auch gut, ein drittes muss dann auch nicht.

      Und dann kommen Roxette. Sie tun keinem weh, wer sie nicht mag muss sie nicht anmachen. Sie provozieren nicht und erzählen auch 20 Jahre nach ihren ersten Hits immer noch Geschichten von Liebe und so. Und genau das mag ich. Die neue CD haut mich nicht um, aber ich höre sie gern. Wenn es solche Musik nicht mehr gäbe, wo wären die entspannten Momente in meinen Ohren?

      Sandmann, den 5/4 Takt einiger alter Marrillion Lieder mögend

  4. SeinekleineSchwester says:

    *schnüff* Hab das Wohnzimmerkonzert leider nicht gewonnen 🙁 Gestern war die große Auslosung *heul* Bei mir wärs bestimmt viel lustiger geworden! Mit euch allen als Publikum 🙂
    SeinekleineSchwester

  5. SeinekleineSchwester says:

    Auja! Dann demnächst: Sandmann´s October live im Wohnzimmer von SeinekleineSchwester!!! *jubel*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ein bisschen Mathematik: *