Sur ma Route

Un vie de Route

Un vie de Route

Reisen. Mein Leben lang war der Weg das Ziel, und in der zweiten Hälfte (des Lebens) wird sich das wohl auch nicht mehr ändern. Auch wenn die Wege steiniger werden. Strecke machen. Mit dem Auto, nicht mit dem Flugzeug, denn dann bekommt man ein Gefühl dafür, wie weit man von Zuhause weg ist. Und am Abend gemeinsam sprachlos vor einer Karte aus Papier sitzen und sich über den zurückgelegten Weg unterhalten. Wissen Sie was? Ich habe diese bei mir schräg verknüpften Synapsen an meine Töchter weitergegeben. Statt zu whatsappen, facebooken und twittern sprechen sie mit mir, mal vom Rücksitz, mal vom Fahrersitz. Sie singen die Lieder aus dem Radio mit. Und sie machen Fotos. Auf der Straße von Paris nach Agde, Südfrankreich, Mittelmeer.

Echte, also wirklich ECHTE Croissants

Echte, also wirklich ECHTE Croissants

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück. War das nicht mal eine Werbung in den 80ern? Egal wann – das stimmt auch 2014 noch, und nichts wäre in der Pariser Morgensonne leckerer als ein frisches französisches Croissant, ein Stück knuspriges Baguette und ein leckerer heißer Kaffee? *hach* Direkt an einer stark befahrenen Hauptverkehrsstraße, die man im Angesicht dieser kalorienreichen Leckereien aber wunderbar ausblenden kann. Nirgends schmecken Croissants oder auch nur ein Stück einfachen Weißenbrots besser als in Frankreich. Kaffee können sie nicht so gut wie die Italiener, aber man muss ja nicht alles können. Wir nehmen noch ein paar Pains Chocolat in einer fettigen Papiertüte mit, für unterwegs, der nächste kleine Hunger kommt bestimmt. Und das Mittelmeer ist noch weit, 750 Kilometer, um genau zu sein. Ich beginne mit dem Chauffieren der wertvollen Fracht, neben mir die sich auf’s Baden freuende Kleine, hinter mir die gute Musik liefernde Große und neben ihr ihre große Liebe, ausnahmsweise mal ohne Cap, aber mit der ADAC Tourset Straßenkarte auf dem Schoß. Denn keine App der Welt kann einem die Entfernungen so schön verdeutlichen wie eine große ausgefaltete Papierkarte. Ich bin begeistert, dass es die noch gibt, inklusive Sehenswürdigkeitenführer und Mauttabelle. Da macht die ADAC Mitgliedschaft ja mal wieder richtig Spaß 🙂

Navigieren wie früher bei Opi noch

Navigieren wie früher bei Opi noch

Denn die beiden auf dem Rücksitz verfolgen nicht nur den Straßenverlauf der überteuerten Autobahnen, sie lesen uns auch die Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten vor, die auf uns zukommen könnten. Montpellier steht irgendwann auf dem Plan, Daniel Leroc besuchen. Die Große will mal schnell nach Barcelona (das… äh… ist in Spanien) rüber, da ging die Klassenfahrt hin, aber das ist mir zu weit, heute Abend werden wir sicherlich vom Autofahren erstmal genug haben 😉 In unserer Nähe liegt noch Narbonne, außerdem das als Brettspiel in den 90ern ziemlich bekannt gewordene Carcassonne. Und hey – na selbstverständlich wird es wieder einen wundervollen karibischen Tag in den Calanques bei Cassis geben! Das ist diesmal etwas weiter weg, aber der geduldige Daimler wird uns schon tragen. Und es ist eine andere Geschichte. Mein eingeplantes Maut-Budget ist noch absolut im grünen Bereich, der Briefumschlag mit dem Kleingeld in der linken Innentasche der Fahrertür ist prall gefüllt. Obwohl… er alle 40-80 Kilometer, je nach Streckenabschnitt, nach und nach schlanker wird. Immer wenn ich mal so richtig schön lethargisch dem Horizont entgegenträume schleicht sich eine Péage ein, eine Maustelle, wo meist sehr freundliche Menschen den lieben langen Tag sitzen und alle paar Sekunden den durchfahrenden anderen Menschen in ihren Autos Zahlen in die Ohren sagen. Dann das Geld kassieren, dann die Schranke öffnen und sich verabschieden. Ich glaube, ein Job an der Kasse bei Aldi ist dagegen ein echtes Abenteuer.

Schranke zu, Schranke auf.

Schranke zu, Schranke auf.

Und da kommen sie, sie Worte, die ich nun zum ersten Mal in einem Urlaub höre: „Papa, wenn du willst fahr ich jetzt mal ein Stück…“ Ha! Okay, Korrektur, zum ersten mal höre ich sie nicht. Meine Töchter fahren schon etwas länger mit meinen Autos rum, das fing schon mit dem V8 an, als ihr Lebensalter noch einstellig war. Ich bin da ja nicht so, ich mag das… Aber das weiß niemand, ist ja auch alles nicht erlaubt und außerdem ist das noch nie auf einer französischen Autobahn passiert. Deshalb erlebe ich hier doch so etwas wie das erste mal, und dann auch noch legal. Gniihihi 😀 Die privatwirtschaftlichen Rennstrecken in Frankreich sind zwar teuer, dafür aber gut in Schuss und mit sehr aufgeräumten Rastplätzen ausgestattet. Irgendwo muss das Geld ja schließlich bleiben. Also soll ich mal das Steuer meiner inzwischen 19jährigen Erstgeborenen übergeben. Geübt hat sie genug, sowohl mit Automatik als auch mit geschalteten Autos. Mein Freund mit der Mütze (nein, sorry, es ist ja IHR Freund) hat sich selbstlos angeboten, das Musikprogramm vom Beifahrersitz aus zu managen. Okay, lassen wir mal die jungen Leute ran.

Fahrerwechsel. Cool, ich kann mal dösen.

Fahrerwechsel. Cool, ich kann mal dösen.

Geht Ihnen das auch so, dass Sie immer ein bisschen seltsam aus der Wäsche gucken, wenn Sie in Ihrem eigenen Auto hinten sitzen? Es gibt ja auch nicht viele Gründe, warum man das tun sollte. Ich glaube das erste mal war das in meinem Taunus Coupé 1991, an dem Tag, als die Probezeit meines Führerscheins ablaufen sollte. Ich war beim Bund, wir waren in einer Pizzaria in Husum lecker essen und ich wollte wegen meines einen Bieres nicht am letzten Tag noch Ärger riskieren – also ließ ich einen Kameraden zurück fahren, der da schon seit Wochen mal heiß drauf war. Schön im Knudsen hinten rechts. Jessas kommt einem ein Auto von hinten rechts auf einmal groß vor! Ich habe es damals sehr genossen. Heute bin ich zwar entspannt, aber schon zu lange unterwegs als dass ich tatsächlich sogar ein kleines Nickerchen machen könnte. Außerdem sitze ich hinten LINKS. Die beiden vorn legen los, ich mache es mir neben meiner „Kleinen“ bequem und bin wieder einmal fasziniert vom Platzangebot einer alten E-Klasse. Vor allem, wenn vor einem jemand sitzt, der nicht wie ich 1,90 groß ist 🙂 Der Verkehr rollt, die Bässe bummsen aus den vier Lautsprechern und ich lerne neue Musik kennen. Immer am Ball bleiben ♫

Vom Rücksitz betrachtet...

Vom Rücksitz betrachtet…

Außer der schon zuvor genannten Hymne von Herrn Forster mit dem Refrain, den einem die Péage-Wächter immer freundlich hinterherträllern scheint hier vor allem in den Radiosendern ein Lied gut zu gehen: „Sur ma Route“ von Black M 😎 Ein feines Ding. Wir sollen es noch öfter in diesen Tagen zu hören bekommen. Während die Chauffeuse und ihr DJ vorn mit vorwärtsfahren und Mukke suchen beschäftigt sind und mein Zweier-Teamgegenüber rechts von mir auf ihrem Laptop mit Kopfhörern ein Filmchen inhaliert driften meine eigenen Gedanken über die Grenzen der Autobahn hinaus.

böse Katze?

böse Katze?

Ich frag mich, was wohl meine anderen beiden Frauen, die halbfinnische und die viertelfinnische, gerade machen und in welchen schönen Gegenden sie sich wohl rumtreiben. Ob sie auch grad an mich denken? Puh, zwei Wochen sind echt ganz schön lang… Ich sehe in der Ferne Hochspannungsmasten, die aussehen wie böse guckende Katzen oder Füchse mit abstehenden Schnurrhaaren. Und ich frage mich dabei schmunzelnd, wie lange ich nicht mehr auf dem Rücken in einer Wiese gelegen habe, um in den Wolken über mir Figuren und kleine Geschichten zu entdecken? Wie alt war ich? 8? Vielleicht 9? Auf dem Seitenfenster des Daimlers funkelt die Prägung der Scheibe, ihre Schrift wirft einen Schatten auf das Kunstleder – die Sonne wird intensiver, je weiter wir nach Süden kommen. Ich habe schon einmal hinten links gesessen, ich muss ziemlich klein gewesen sein und fragte mich, was diese Zeichen auf dem Fenster im Audi 100 meines Papas wohl bedeuten mögen. Sie sahen für mich aus wie eine kleine, doppelte Eiswaffel. Die späte, sehr späte Erkenntnis über die tatsächliche Bedeutung einiger als Kind falsch interpretierter Zivilisationszeichen hat mich mal zu einer Geschichte getrieben, die können Sie hier nachlesen 🙂 Der Diesel schnurrt immer weiter in Richtung Urlaub, und vielleicht bin ich irgendwann doch ein bisschen weggedöst.

was man so unterwegs entdeckt...

was man so unterwegs entdeckt…

Agde. Es ist später Nachmittag, als wir den Campingplatz am Mittelmeer erreichen. Ich habe nun einen guten Eindruck, wie angepisst M. Leroc gewesen sein muss, als er seinen im camion ausgebüchsten Daniel aus Montpellier abholen musste (wenn Sie nur Bahnhof verstehen lesen Sie die vorangegangene Geschichte). Das war ein ganz schöner Ritt hier runter, nicht auszudenken, wie lange das gedauert hätte, wenn ich nicht den halben Netto-Monatslohn eines Friseurs in Sachsen in die Hände der Autobahnkassierer gedrückt hätte. Überlandstraßen? Routes Nationales? Braucht man nicht. Genug Lebenszeit sur ma route verbracht, jetzt stehen wir (nach ein paar blöden Verfahrern wegen eines schon erwähnten veralteten Navis) vor unserem Mobile Home und sind tatsächlich… angekommen. In Agde. Keine Ahnung wie man das ausspricht. Akte? Ascht? Deshalb sagen wir auch allen wir waren in „Südfrankreich“, das klingt mondäner 🙂 Seit der Zelterei mit dem Audi V8 Anno 2011 haben wir beschlossen, dass zwar ein Campingplatz super ist (und ehrlich gesagt in der Haute Saison in Gallien auch rein finanziell quasi ohne Alternativen punktet), das Schlafen auf dem Boden und das Essen aus Schüsseln voller Kiefernnadeln und Ameisen aber zu den weniger erquicklichen Gegebenheiten gehört. Seit dem wird eine Plastikhütte mit zwei Schlafzimmern, einer Küche und einem Bad gebucht. Mit Kühlschrank und allem, was man so braucht. Das ist nicht wirklich stilsicher, aber es ist auch nicht viel teurer als ein aufgestelltes Zelt – und der alte Reisende hat ein richtiges Bett, Strom und ein Dach über dem Kopf.

Hallo Zuhause für 10 Tage!

Hallo Zuhause für 10 Tage!

Über diesen Luxus des kleinen Mannes schreibe ich die Tage noch ein bisschen mehr, jetzt werfen wir erstmal unsere Taschen und Klamotten auf die quietschenden Betten, räumen alles grob ein, machen eine kurze Bestandsaufnahme des vorhandenen Inventars (was wahrlich nicht komplett ist, aber man nimmt das hier nicht so genau) und haben ein allererstes, erklärtes Ziel: Wasser. Der Pool, der irre Pool mit Rutschen, Palmen und Badelandschaft ist schon zu. In Agde macht man früh Feierabend, um die Gäste in die Restaurants zu treiben. Egal. Mission: Badeklamotten an, Handtücher geschultert und wieder rein in den staubigen Benz. Klimaanlage auf volle Pulle, das auf Dauer ein wenig Hirnbluten verursachende Radio NRJ einstellen und auf dem Weg zum Strand wieder mal „Sur ma Route“ hören. ♫ Und inzwischen ein bisschen mitsingen können – was auch fast alle im Auto machen. Das Leben ist schön 🙂 Hallo Südfrankreich!!! Wir sind jetzt 10 Tage hier, wir haben ziemlich gute Laune und wir wollen braun werden. Lesen, kochen, baden und ein paar schöne Ecken sehen. Mehr nicht. Die erste schöne Ecke ist der Strand, der sanft ins warme Wasser geht.

Das Cap d'Agde, vom nassen Wasser aus betrachtet

Das Cap d’Agde, vom nassen Wasser aus betrachtet

Ich habe gelogen. Das Wasser ist ARSCHkalt heute Abend, aber es treibt uns trotzdem rein, quietschend, schreiend und plantschend. Dem langen Strand vorgelagert ist eine kleine Festung mit Leuchtturm zu sehen, weiße Yachten und Jetski grummeln am Horizont entlang und die ganze Atmosphäre ist irgendwie unwirklich schön und friedlich. Es ist wohl dieses sagenhafte Licht hier unten, was schon die Impressionisten vor 150 Jahren zu Meisterleistungen der Farben animiert hat. Aus der nahen kleinen Stadt, die erst jetzt zu ihrem eigentlichen Leben erwacht, wehen leckere Gerüche herüber. Gebratener Fisch, Pizza und Gewürze, ich merke erst jetzt hier mitten im Wasser, was für ein Hunger in mir wütet. Von fern klingt Musik, noch weiter hinten beginnt das beleuchtete Riesenrad eines Luna Parks sich langsam zu drehen. Den haben wir soeben auf unsere Agenda geschrieben, da müssen wir auch unbedingt mal ein paar Euros in Drehbewegungen investieren. Plitsch platsch. Baden im Sonnenuntergang im Mittelmeer. Das klingt doch gut, oder?

Der Erholung Anfang im Selfie

Der Erholung Anfang im Selfie

Und jetzt? Muss ich aufpassen, dass mein iPhone nicht absäuft. Nachdem ich schon mit Sonnenbrille getaucht bin. Ich sollte erstmal ein bisschen runterkommen, den Alltag ausblenden und das eine oder andere Thema, was ich mit hier her geschleppt habe verdauen. Aber dabei helfen mir meine drei jungen Mitreisenden, die weitestgehend ohne Cap im Wasser sind 😉 Urlaub. Nicht bloggen, nicht texten, nicht posten und nicht korrespondieren. Außer, ich will es. Leben, essen, trinken, schlafen. Nach Sur ma Route sind wir jetzt am Ziel, zumindest vorläufig. So richtig an kommt man ja im Leben nie, und das ist auch gut so. Später an diesem Abend wird es vor lauter Hunger und noch leerem Kühlschrank noch eine köstliche Pizza auf dem Campingplatz geben, dann ein Glas Rotwein für mich und noch einmal ein gemeinsamer Blick auf die ausgebreitete große Frankreichkarte vom ADAC. Einmal quer durch. Klasse. Jetzt whatsappen und facebooken sie auch wieder, meine Töchter und der Mann mit den coolen Klamotten. Dank sündhaft teurem W-LAN, was Vati bezahlt hat. Aber jetzt ist es auch okay 🙂 Noch viel später fange ich mein gebraucht gekauftes Buch an (Mit dem Kühlschrank durch Irland – ganz großes Kino) und werde danach so lange schlafen, bis ich von alleine aufwache. Und morgen ist ein neuer Tag.

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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10 Responses to Sur ma Route

  1. Will Sagen says:

    Boah ey, x mal 6=48. Woher soll man das denn wissen?
    Erst mal umstellen: 48/6= öhm. 8.
    Mist.
    War wohl falsch. Jetzt: 3+x=7. Das ist einfach: vier.

    Aso: Der Schwiegersohn wäre mir auch sympathisch!

    • Sandmann says:

      Du —> willst ja nur, dass ich die Lakritz-Weingummi Kollektion durchfotografiere 😉

      Aber danke für das Schwiegersohn-Statement, er ist es wert.
      Und lern mal wieder ein bisschen Mathe wenn du hier mitschreiben willst 😀

      Sandmann

  2. LarsDithmarschen says:

    Hey Sandmann,

    bei dem Maut-Bild musste ich an Dänemark denken :D. Da habe ich in drei (oder vier?) Tagen insgesamt 166€ Maut dagelassen.

    Meinen Eltern geht es übrigens ähnlich wie dir. Seit ich fahren darf, fahre ich auch nur noch. Was meine Eltern dabei am meisten nervt- immer wenn ich fahre, verbrauchen die Autos weniger als bei ihnen. Ist schon ein kleiner Konkurrenzkampf draus geworden. Ich liege immer noch Meilenweit vorn/hinten… äh?

    Hinten in meinem Auto bin ich bisher noch nicht oft mitgefahren. Die Armlehne bei meinem Auto wurde bisher kaum benutzt. Einmal bin ich mitgefahren, als es die Probefahrt gab und einmal als ich in der Werkstatt war und ein Tester auf dem Beifahrersitz lag. In meinem V40 ist übrigens verdammt wenig Platz hinten. Ist halt „Lifestyle“. Ich finde den Fahrersitz immer noch den besten Platz. Nächstes Jahr werde ich den V40 wohl wegstellen und die Marke ändern. Verkaufen tu ich ihn nicht mehr.

    Schöne Grüße
    Lars

    • Sandmann says:

      Ay Lars,

      wo genau warst du denn in Dänemark unterwegs, dass du MAUT bezahlen musstest……? Die Autobahnen sind da umsonst 🙂 Erzähl doch mal…..

      Dass du weniger verbrauchst als deine Eltern ist cool. So eine Art „Wettbewerb“ habe ich nie mit den meinigen gemacht. Aber beim V8 hatte ich eine Reichweitenanzeige, wie weit ich noch mit dem Tank komme. Und genau da, in Dänemark, war es mir immer ein Sport, die immer weiter nach oben klettern zu lassen. Schön mit warm gefahrenen Motor volltanken und dann mit 80 über Land im Overdrive dahingleiten, da stand manchmal durchaus eine 800 😀 Und das mit einem 4.2 Liter V8 mit Quattro…

      Über „Autos wegstellen“ müsste ich eigentlich, aufgrund eigener Erfahrungen, lächeln und sagen: Behalte nicht alle deine Karren, irgendwann reicht der Platz nicht mehr…. Aaaaaaber aus VIEL früheren eigenen Erfahrungen sage ich dir: Ja. Mach das. Ich habe meinen Granada schließlich auch noch, und der steht seit 1994 rum. Und seit gestern weiß ich sogar wieder WO 😉

      Sandmann

      • LarsDithmarschen says:

        Hey Sandmann,

        Ich war einmal auf der Storebæltbrücke, die irgendwo bei 33€ kostete (pro Tour) und dann noch auf der Brücke von Kopenhagen nach Schweden, die mich 50€ pro Tour kostete. Günstig war das nicht. Aber man „gönnt“ sich ja sonst nichts ;-).

        Im Moment bin ich mit dem 1.8-Liter-16-V-V40 bei rund 7.9 Litern. In Dänemark war ich bei 7,6 Litern. Den Passat meiner Eltern habe ich auch immer mit weniger gefahren als die beiden. Das gleiche beim Cabrio. Nach den neuen Unterbrecherkontakten braucht er nur noch 6,3 anstatt 8,5 Litern. Das hat sich gelohnt.

        Beim V40 geht es mir wohl so, wie bei dir mit dem Granada. Eigentlich ist er ein „altes“ Autos und noch nichts besonderes, aber es ist mein erstes Auto. Das beste ist daran: Mein Vater plant für unser „Autohobby“ ein neues (geschlossenes) Carport zu bauen. Eines, wo 4 Autos reinpassen. Henkelmännchen und Elsa würden einen Platz bekommen. Das würde noch zwei freie Plätze in dem Carport und eine freie in der Garage machen. Einen für den V40 :-D.

        Wie kann man denn vergessen, wo sein Auto steht? 😀 So passieren wohl Scheunenfunde, oder?

        Schöne Grüße
        Lars

        • Sandmann says:

          Ay Lars,

          ein Carport für 4 Autos??? Dein Vater ist KLASSE 🙂 Daumen hoch.
          Und mit der Brückenmaut ist das ja klar, dass du so viel Geld ablatzen musst. Schau, deshalb plane ich meine Route von Helsinki nach Neapel im nächsten Jahr auch ohne Fähren über den Landweg….. 🙂 äh…..

          Wie man vergessen kann, wo sein Auto steht? Nun, das ist ein Zusammenspiel aus einem Hallenbesitzer, den man nur über drei Ecken kennt, einem Haufen wichtigeren Dingen als diesem Auto, einer Menge Jahren und einer verlorenen Telefonnummer. Aber – das ist eine andere Geschichte 🙂

          Sandmann

  3. 1983TX says:

    Ich will nach Hause, will es dem grossartigen Charles Trenet gleich tun und über die berühmte Route Nationale 7 fahren. Von Paris ans Meer, so wie früher, als es in Frankreich kaum Autobahnen gab und sich die Dubonnet, Lagrange und Leclerc in ihren Dauphine, Simca und Peugeot über die Landstrasse gen Süden quälten. Ich glaube, das mache ich im nächsten Jahr. Ganz klassisch im Renault 20 Automatic mit Wohnwagen am Haken…….

    • Sandmann says:

      Ay 1983TX,

      MACH es! Wie ich dir schon auf Facebook schrieb, es gibt noch ein paar unerledigte Geschichten. Sozusagen „Sandmanns Unvollendete“. Dazu gehört zum Beispiel eine sehr schwierige Aufarbeitung der vielen Kreuze entlang der B4 von Lüneburg nach Uelzen und eben auch ein Trip entlang der RN7, fern der Autobahn, von Paris an die Côte d’Azur. Es gibt da eine Menge pleite gegangene Motels, Bauruinen, alles super Motive für einen melancholischen Roadmovie 🙂
      Aber vielleicht kommst du mir ja zuvor…?

      Sandmann

  4. Kay says:

    Sehr schöner Bericht und der Benz (der in der Sonne glänzt ) macht eine bessere Figur als bei seinem Vorbesitzer 😉

    • Sandmann says:

      Kayyyyyyyyy 😀

      Na ja, vom Vorbesitzer sind keine Fotos überliefert. Aber das Auto wird in meinen Händen (und in denen des halbfinnischen Fräulein Altonas) gehegt und gepflegt 🙂 Leider ist die Dame damit gerade wieder von Kiel nach Hamburg gefahren, und der Schlüssel vom Dottore Audi ist noch in der Mittelkonsole. Glaube ich. Jedenfalls ist er sonst nirgendwo 🙁
      Na – muss ich morgen mal wieder Bahn fahren…

      Sandmann

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