Til stranden

Hier starten und landen noch ganz andere!

Hier starten und landen noch ganz andere!

Ich behaupte, dass jeder Mensch Auszeiten braucht. Wenn ihr euch jeden Tag in eurem Job (den ihr nicht mögt) aufreibt, wenn ihr im 10-Minuten-Takt Social Media konsumiert und immer erreichbar seid und wenn ihr zu allem Überfluss alles, aber auch wirklich alles mit eurem Partner gemeinsam teilt und macht sprengt ihr früher oder später euren Sicherungskasten. Ich bin ein Individuum. Ich bin ich und nicht wir, und ich habe keine PeterundMelanie@… oder FamilieMueller@… Mailadresse. Trotzdem bin ich mit Leib und Seele verantwortungsvoller Papa und liebevoller Partner, das eine schließt das andere ja nicht aus. Um meinen Alleine-Sein-Akku aufzuladen, verlasse ich ab und an den sicheren Hafen der Familie und ziehe mich in die nebensaisonale Einsamkeit der dänischen Nordseeküste zurück. Zum Schreiben, zum Arbeiten – und vor allem, um ein paar Tage lang nur für mich allein verantwortlich zu sein. Feuerholz, BMX Rad, Ferngesteuertes Auto und Modelleisenbahn sind eingepackt. Kommt ihr mal wieder mit auf eine Straße voller Sonnenuntergänge, Farben und Kontraste?

Hey, erstmal weg mit dem Winter.

Der kalte Haken alter Autos

Der kalte Haken alter Autos

Sowas wie Frost und Eis erschreckt den Kieler immer ein wenig, das kommt hier oben im hohen Norden der Republik zwischen den zwei Meeren schlicht nicht so oft vor. Vor allem diese fiesen Übergangstemperaturen irgendwo zwischen 0° und -4°, wenn über Nacht alles mit einer dünnen, steinharten Eisschicht überzogen wird und sich die Türschlösser in zähen Beton verwandeln. Wenn man denn den Schlüssel überhaupt ins Schloss bekommt. Grummel. Die kleinen, flachen Coupéscheiben inklusive der tennisplatzgroßen Heckscheibe sind freigekratzt und sehen immer noch aus, als könne da niemand durchgucken. Das liegt daran, dass sie auch von innen gefroren sind 🙁 Der Taunus wird bald 48 Jahre alt, damals hatte man das noch nicht so mit dem hermetischen Abdichten der Innenräume. Und wenn doch mal Dichtungen verwendet wurden, sind die nach so vielen Jahrzehnten schon ein wenig müde. Kritze kratze. Im Winter dauert es immer ein bisschen, bis das Auto aufwacht und sich vernünftig fahren und lenken lässt 😉 Aber diese Zeit gebe ich ihm gern. Und packen muss ich ja schließlich auch noch.

Wer einen Dachgarten hat, braucht keinen Kombi

Wer einen Dachgarten hat, braucht keinen Kombi

Während sich der Taunus in der tief stehenden Morgensonne aufwärmt und abtrocknet, stapelte ich die üblichen Verdächtigen im Kofferraum und auf dem Rücksitz. Meine dänische Packliste ist inzwischen ausgereift und erprobt. Das Köfferchen mit meinen Klamotten, eine kleine Kiste mit Grundnahrungsmitteln und der Rotwein kommen in den Kofferraum zum Werkzeugkasten und ein paar Ersatzteilchen. Nicht so viele wie nach Südfrankreich, aber man weiß ja nie. Zusätzlich schiebe ich noch den Karton mit dem ferngesteuerten Porsche 935 meiner Kindheit und den Karton mit der Minitrix Western-Bahn, die ich als Kind immer haben wollte und dann doch eine Fleischmann bekam, in das Gepäckabteil mit rein. Aber das sind andere Geschichten, Mann will ja auch was zum Spielen haben 😀 Auf den Rücksitz kommen die Bettdecke (ich nehme immer meine eigene mit, das ist kuscheliger) und die Gitarre, hinten in den Fußraum schlüpfen mein Laptop (ich bin auch zum Arbeiten da oben) und mein dicker Desktop PC als Musikanlage und Spielekonsole. Auf dem Beifahrersitz sitzt mein Waldi. Der kommt heute mal mit. Waldi ist mein abgewetzter, heiß geliebter allererster Stoffhund, der hat Dänemark noch nie gesehen. Zwei große Kisten mit Feuerholz finden Platz auf den Dachgarten, und weil ich außer dem morgendlichen Joggen noch ein bisschen mehr verrückten Sport machen will lege ich noch ein BMX Rad drauf. Mal gucken, ob ich das auch mit 47 noch durch den Wald scheuchen kann. Volltanken und los.

Milchkaffee eins von zehn. Und los.

Milchkaffee eins von zehn. Und los.

Das Benzinmanagement ist beim Knudsen aktuell etwas anspruchsvoller. Weil die kleine böse Dichtung vom Tankgeber immer noch nicht endgültig dicht ist und der Schuft seitlich auf halber Tankhöhe vor sich hin nervt, stelle ich den Wagen über Nacht immer nur mit mindestens halb leer gefahrenem Tank ab. Quasi mit Sprithöhe unterhalb Geberlevel. Es kleckert zwar nicht wirklich, schwitzt aber leicht und stinkt dann heftig. Da heute gut 300 Kilometer vor mir liegen, tanke ich die Wanne beherzt voll und kippe noch die obligatorischen 40ml Bleiersatz dazu. Bis nach Henne Strand wird’s reichen, auch mit waghalsiger, wenig windschnittiger Dachlast.
Das Kaffeemanagement beim Fahrer des Knudsen ist da weniger aufwändig zu takten. Einfach einen nach dem anderen, bitte möglichst mit Milchschaum und ohne Zucker. Danke.

  • Hoch in den vierten Gang,
  • Heizung auf volle Kanne,
  • Tempomat-Fuß auf ungefähr 110 km/h gewinkelt,
  • Musik schön laut,
  • rechten Arm über die Beifahrersitzlehne und
  • singend dem Horizont entgegen!
Cruising my Religion

Cruising my Religion

Ups. Jaaaa doch, ich schnall mich natürlich auch an! Erste Erkenntnis: So perfekt habe ich vermutlich noch nie einen Dachträger bestückt. Zwei Kisten mit Holz (ehemalige Küchenschränke vom Sperrmüll, die bleiben in Dänemark wenn sie leer sind…), die drum gewickelte Plane gegen den nicht vorhandenen Regen und das theoretische Herausfallen einzelner Brennmaterialien und ganz oben drauf das BMX Rad – man möchte meinen das flattert und pfeift ohrenbetäubend. Aber nein. Dass da oben was drauf ist, merke ich nur während der nicht ganz so fulminanten Beschleunigung und anhand der sich ein wenig eiliger absenkenden Tankanzeige. Der Windwiderstand eines 1971er Taunus ist ab Werk schon nicht so berühmt, die zusätzliche Dachlast macht ihn zur V6-Schrankwand entgegen des Westwinds. Nun. Wirtschaftlicher wäre vermutlich der Erwerb von drei lille Säcken Træ vor Ort, die dürften preiswerter als der Mehrverbrauch sein 😀 aber dann sieht das ja nicht so cool aus, mit dem Dachträger und dem Fahrrad und so. Hat da jemand Ankara-Express gesagt? Schämt euch 😉

Der Weg an die Nordsee ist ein kontinuierlicher Sonnenuntergang

Der Weg an die Nordsee ist ein kontinuierlicher Sonnenuntergang

Wer von euch schon einmal aus ähnlichen Gründen wie ich nach Dänemark gefahren ist wird diesen Effekt kennen, dass schon direkt ab der Grænse kurz hinter Flensborg der geistige Abschaltvorgang anfängt. Plötzlich werden die Bäume und die Häuser weniger, das Land wird weiter und die Straße breiter. Das Licht wechselt mit jedem weiteren Kilometer in ein intensiveres Orange, und der große Meistermaler der warmen Farbtöne pinselt auf den Wolken rum als wäre es seine Bachelorarbeit. Was so südfranzösisch coloriert und kontrastiert wirkt, ist in der nordischen Realität allerdings arschkalt. So kalt, dass ich in Kiel noch schnell eine dicke Pappe vor den Kühler gefaltet hatte, um dem eisigen Wind keinen Einlass in den Kühlkreislauf zu gewähren. Nach immerhin 10 Kilometern stand ich dann mit Warnblinker auf dem Standstreifen, um jene Pappe wieder zu entfernen, bevor die Kühlwassertemperatur im roten Bereich ankommt. Ein gutes Gefühl, das Thermostat funktionierend zu wissen und dem natürlichen Bedürfnis des Kühlers nach Frischluft und Liebe nachkommen zu können. Jetzt habe ich ein bisschen Pappe zum Anzünden des Kaminfeuers nachher, und warm ist es im Auto sowieso. Mit ein paar süßen, französischen Chansons von ZAZ und danach der rauchigen Whiskeystimme von Chris Rea (ja, der macht immer noch Musik!) ist der Weg heute klischeehaft mein Ziel. Ich lasse mir Zeit jenseits der Autobahn auf der Überlandstraße 11 an Ribe und Esbjerg vorbei (hier darf ich sowieso höchstens 80 fahren) und cruise singend und tiefenentspannt mit der sinkenden Sonne links von mir.

Nordland! YAY! Flyveplads!

Nordland! YAY! Flyveplads!

Ein Stückchen hinter Esbjerg kreuzt die Straße die Einflugschneise des Flughafens. Und wenn man etwas unkonventionell links abbiegt und einen kleinen Weg (der eigentlich keiner ist) ein paar Meter weiterfährt, landet man direkt unter der Befeuerung der Landebahn. Da habe ich vor vier Jahren schon einmal mit dem Dottore ein Fotopäuschen eingelegt, als ich meiner Kaffeemaschine das Land und die Leute zeigen wollte. Nein, liebe Freunde der Flugsicherheit, das ist hier kein Sperrgebiet und ich störe mit meinen Faxen auch nicht den Flugverkehr. Der Taunus steht nur 50 Meter neben der stark befahrenen 11, und ich lasse auch keine Drohnen steigen wie diese Irren in London. Das Coupé gönnt sich ein Rauchpäuschen (man sieht heute die Abgase wirklich doll, liegt das am CO Gehalt oder was ist das…? Die anderen Autos rauchen nicht so….), ich gucke nochmal ob auf dem Dach alles fest ist (ja) und strecke meine stundenlang auf braunem Kunstleder gefalteten Gliedmaßen.

Nun aber weiter, bevor es dunkel wird.

Nun aber weiter, bevor es dunkel wird.

Der Ein-Mann-und-sein-Auto Pathos ist bei diesem Licht nahezu unerreicht. Ich bin aber auch echt in der Stimmung, den Moment ein bisschen zu feiern. Heute ist der erste von sieben Abenden, der Anfang der Reise, ich habe alles noch vor mir. Dazu kommt, dass die „Mühle“, das vielbesungene „Hamsterrad“ des Alltags, in meinem Leben gar nicht mehr so hamsterradig ist. Ich mag meinen Job, treibe mich als Schreiber und nicht als Konsument in den Sozialen Netzwerken rum und bin auch gern mal nicht erreichbar. Das viertelfinnische Sandmädchen Nummer vier ist entspannt und buhlt mit dem viertelfinnischen Sandmädchen Nummer drei im Süßsein und kuscheln Wollen um die Wette. Die Mutter der beiden rockt den Laden an der Elbe auch eine Woche gut gelaunt alleine und lässt mir nicht nur meine multiplen Automacken, sondern unterstützt auch aktiv meine dänischen Auszeiten. Denn sie tickt da ähnlich. Fazit? Ich bin genaugenommen gar nicht so sonderlich erholungsbedürftig, und das macht das Hiersein noch um ein Vielfaches entspannter. Mein Kopf ist so frei wie eine Möwe in der kalten Luft hier oben, bessere Voraussetzungen für eine kreative Alleine-Woche hatte ich noch nie. Immer war irgendwas, zu viel Arbeit, zu wenig Zeit, private Sorgen oder zu viele ungelöste Punkte auf den Listen des Lebens. Heute nicht. Ich kann einfach nur da sein. So, aber jetzt soll ich mal weiter, ich will den Sonnenuntergang noch über dem Meer erleben!

Wo ist das Schild?

Wo ist das Schild?

Henne, was ist passiert? Wo ist denn das „Velkommen til Henne Strand“ Schild, vor dem ich immer, IMMER das Ich-bin-da-Bild mache?? Stattdessen steht da ein dicker, lustiger Schneemann mit drei Reifen auf dem Kopf und breitet grinsend seine Arme aus 😀 Hihi. Okay, süß, das Tourismusbüro wird seinen eigenen Plan haben. Ich lasse den Taunus im Schritttempo durch den Ortskern grummeln und fange erhobene Daumen und freundliche Blicke in der sinkenden Sonne. Auch in Dänemark freuen sich die Leute, wenn sie ein altes, grünes Auto fern vom aktuellen grauen Einheitsbrei vorbeifahren sehen. Zumal das im Winter nicht oft vorkommt, weil sich die ganzen Saisonkennzeichenanschrauber immer ein kaltes, halbes Jahr lang mit irgendwelchen billigen und vor allem hässlichen Winterschlurren geißeln und die Schmerzen ihrer Entbehrung laut in den Netzen rausjammern. Sollen sie. Ich fahr ganzjährig, auch das macht irgendwie glücklich. Ich pflück die Tüte mit dem Schlüssel von Købmand Hansens Feriehusudlejning und schrabbel direkt zum Strand. Hallo Nordsee. Da bin ich wieder!

Noch Fragen, warum genau hier und nicht woanders?

Noch Fragen, warum genau hier und nicht woanders?

Hier ist mehr los als sonst. Warum? Es ist diesmal gar nicht so einfach, ein Plätzchen an meinem traditionellen Sand-Rand zu finden, weil viele Dänen (ja, Dänen, keine Deutschen) ihrem Lieblingshobby frönen und sich den Drive-In-Sonnenuntergang aus dem Auto mit laufendem Motor und geschlossenen Fenstern angucken, während ihre Kinder auf dem Rücksitz hektische Zeichentrickfilme über kleine Monitore flimmern lassen. Manchmal finde ich es gar nicht so leicht, die „Jeder wie er möchte“ Fahne mit Überzeugung hochzuhalten. Vielleicht werde ich auch mit zunehmendem Alter ein wenig granteliger und verstehe die nachfolgenden Generationen immer weniger. Aber wer bin ich denn, dass ich anderen sage, was sie tun und lassen sollen? Mache ich nicht. Aber ich steige aus und stapfe runter zum Wasser, spüre den leichten Wind, rieche das Salz und höre die Wellen und vereinzelt kreischende Wasservögel. Das ist er, der endlose Horizont des Meeres, die nordische Weite, das komplette Fehlen von Geranienkästen, Giebeln mit Schieferschindeln und Einheitscarports mit Kirschlorbeerhecken. Ich atme tief ein und sauge den Moment in mich ein, in meine Lungen, meinen Kopf und mein Herz. Derweil setzt der Wolkenmaler zur letzten Eskalationsstufe an.

Die totale Eskalation der Farben!

Die totale Eskalation der Farben!

Ich miete mir jedes Mal ein anderes Häuschen. Gemütlich sind die irgendwie alle, meine einzigen Kriterien sind immer:

  • maximal 500 Meter vom Meer entfernt
  • Sauna
  • Kaminofen
  • schnelles WLAN

Alles andere ist mir einigermaßen egal. Diesmal hat es mich tief in Henne Strands Süden verschlagen, an den endgültigen Rand aller Ferienhausgebiete, mitten in die Dünen. Klasse. Ich kann mir eins von drei Schlafzimmern aussuchen und nehme das, was direkt ans gemütliche Wohnzimmer angrenzt. Durch einen großen Glasgiebel gucke ich vom Sofa und vom Schreibtisch direkt auf die Dünen, und (ganz wichtig!) ich höre das Meer rauschen! Ich trage den ganzen Plunder rein, mache ein Feuerchen im dicken, alten Kaminofen, schalte alle Elektroheizungen und die Klimaanlage aus und lasse mich auf das Sofa plumpsen. In der Schlüsseltüte ist nicht nur ein Gutschein für vier Brötchen, sondern neuerdings auch einer für die angesprochenen drei Säcke Holz 😀 Okay, frieren werde ich in dieser Woche nicht. Was mache ich denn heute Abend noch? Dschungelcamp gucken? Computerspielen und Wein trinken? Auf der Gitarre sehnsuchtsvolle Balladen schmachten? Schauen wir mal. So ein bisschen lächelt mich auch das groooooße Bett an. Ach Leben, ich mag dich. Und so sehr ich die ausgesprochene und vor mir liegende Einsamkeit auch abfeier… als mir das halbfinnische Fräulein Altona ein Bild von meinen beiden kleinen Mädchen schickt, die auf dem Bett miteinander feixen und lachen und zeitgleich ein Bild von meiner zweitgrößten Tochter kommt, die gerade ein halbes Jahr in Australien ist und am Strand von Sydney surfen lernt… da wird mir schon wieder ein bisschen warm und wehmütig ums Herz. Und ich vermisse meinen Frauenhaufen. Sowas beklopptes 😉 Ach ist das alles schön.

Sandmann

Tagged , , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

31 Responses to Til stranden

  1. Michael Grote says:

    Gute Zeit, gute Gedanken und gute Heimkehr!

  2. Joe Damm says:

    Das ist, bis auf Deinen familiären Teil, mir sowas von aus dem Herzen geschrieben!!
    …für mich geht die Entspannung los, wenn ich mich ins Auto setze und die Motorhaube gen Norden zeigt, hinter Göttingen wird es schon besser, hinter Hamburg setzt, zur Ruhe, auch ein bisschen Aufregung ein und mit Grenzüberfahrt ist meine Welt einfach nur in Ordnung… Manchmal geht’s über die Autobahn Vejle/Esberg, manchmal auch über die A11 um Ribe drumherum, aber spätestens bei der alten Korskro (die leider immer mehr verfällt… 😥) setzt ein Heimatgefühl ein, das einfach nur glücklich macht!!
    Hinter Varde noch die Entscheidung ob die erste oder zweite Ausfahrt im Kreisel (je nach dem, ob der Weg nach Blavand oder ans Holmsland Klit führt…) und dann ist der nächste Stop Strand… Mit unendlicher Weite, Salzluft, Sand und Mövengeschrei… Unbezahlbar!!! 😎

    Genieß die Zeit!!

    • Sandmann says:

      Ay Joe,

      wir hatten es ja schon auf Facebook… die alte Korskro ist eingeebnet, ausgerechnet jetzt wo ich da endlich mal anhalten und Fotos machen wollte 🙁
      In Varde fahre ich immer geradeaus in Richtung Nr. Nebel, und dann irgendwann links ab nach Henne Strand. Ich kenne inzwischen jede Kiefer, und ja, das ist für sich genommen schon eine vertraute Auszeit.

      Auf in die neue Woche.
      Sandmann

  3. Santana-Klaus says:

    Viel Spaß beim Akkuladen !

    Grüße aus Braunschweig Santana-Klaus

    • Sandmann says:

      Danke Klaus!

      Neben Akku laden arbeite ich ja auch noch hier. Aber das Verhältnis von schaffen und schlaffen ist in dieser Woche ein sehr ausgewogenes 🙂 Ich habe gut vorgearbeitet…

      Grüße nach Braunschweig aus dem hohen Norden
      Sandmann

  4. Johnny C Asino says:

    Gut geschrieben. Ich bin auf der Arbeit reichlich alleine, deswegen gehört die Freizeit und Auszeit meiner Süßen und mir. Aktuell im dicken Schnee in Tirol

    • Sandmann says:

      Ay Johnny,

      arbeiten tu ich ja auch alleine, und das geht dankenswerterweise von überall, solange ich Internet habe. Aber einfach mal sinnlosen Quatsch machen (ich fahre heute mal mit dem ferngesteuerten Porsche durch die Gegend) – das geht hier toll.
      Großartiges Bild von eurem Wohnwagen im Schnee auf Facebook. Krass!

      Sandmann

  5. Ben says:

    Hey Sandmann !
    Ich lese deine Geschichten soooo gerne !
    Eine tolle Frau die Du da hast ! Meine Frau fände das nicht so toll wenn Ich mich mal eben eine Woche Zuhause ausklinken würde.
    Wer soll denn dann bitte die Spülmaschine ausräumen,die Bude saugen und einkaufen ??? 🙂
    Ich gönn´s Dir ! Mach weiter so.
    Und wenn es dich mal irgendwann Richtung Hessen verschlagen sollte gib Bescheid ! Einem guten Glas Wein bin Ich ebenfalls nicht abgeneigt und im übrigen ein echter Fan deines Taunus 🙂
    Taunus = hessisches Gebirge 🙂 Also wie wäre es mal eine Tour mit dem Taunus in den Taunus zu machen ?

    MfG Ben

    • Sandmann says:

      Ay Ben,

      mit dem Taunus in den Taunus wollte ich schon lange mal. Gleichwohl ich vermutlich nicht der erste bin, der diese Idee hat 😉
      Was das Tolle an Frauen betrifft: Ich finde es völlig normal, sich gegenseitig seine Freiheiten zu lassen und diese nach Möglichkeiten zu unterstützen. Alles andere wäre für mich keine Partnerschaft auf Augenhöhe. Ich kenne so viele Männer, die quasi alleine zu Hause verhungern und verdrecken, wenn ihre Frau nix kocht oder die Wäsche wäscht und putzt. Also lassen sie die nicht mal für ein paar Tage weg. Oder eben andersrum, das geht ja auch 🙂 Ich finde, jeder hat seine Aufgaben, aber jeder sollte auch die Aufgaben des anderen beherrschen und gern machen. Und dann gibt es gemeinsame Zeit, Zeit für Familie und zeit als Individuum. Das ist gesund für Geist und Seele…

      Gruß aus den Dünen. Hier scheint die Sonne!
      Sandmann

  6. Fetti says:

    Hi Sandmann,
    netter Taunusschlüssel auf Bild Nr. 4 🙂
    Pass gut auf den auf, ich habe heute 260 Euronen für einen neuen mit Programmierung geblecht… Aber man schmeißt ja kein Auto mit 325 tkm weg, nur weil der Schlüssel hin ist, oder?
    Viel Spass noch!

    • Sandmann says:

      Ay Fetti,

      das ist der vom Daimler du Nase 😉 Und da haben wir zwei von, beide funktionieren, alles fein.
      Die drei vom Taunus (einer für die Schlösser, einer fürs Zündschloss und einer für den Tank) sind noch geschmiedete Flachware. Unzerstörbar 😀

      Sandmann

      • Fetti says:

        Deswegen ja 🙂 Muss ich jetzt noch “Ironie on“ dranschreiben? Sieht nur so aus als ob der Daimler zum Kaffeholen ranmusste, solange der Taunus warmläuft 😉
        Jetzt hab ich auch wieder 2 davon. Sonst stehe ich irgendwann am Polarkreis oder in Bulgarien, wenn der zeite Schlüssel auch noch hoppsgeht. Dann lieber etwas investieren…

        • Sandmann says:

          Hihi… nein, im Normalfall verstehe ich Ironie 😉

          Ich hab alle Schlüssel am Schlüsselbund, bis auf den vom Scorpio, warum auch immer. Ich weiß, das ist voll doof, weil dann so viel Gewicht am Schlüssel hängt und das Zündschloss ausschlägt und so. Ist mir allerdings seit 1990 nicht passiert, also bin ich da recht entspannt…

          Diese Klick Auf Piep Schlüssel sind mir genau so suspekt wie Wegfahrsperren. Ich hatte da selbst zwar noch nie ein Problem mit, aber irgendwie vertraue ich der Elektronik da nicht. Ich bin jedes Mal wieder fasziniert, wenn nach langer Standzeit beim Scorpio erstmal alle Zeiger zucken, die Lampen blinken und nach ein paar Sekunden endlich Einigkeit unter den Steuergeräten herrscht…..

          Sandmann

  7. Hi Sandmann,
    danke für die Story, der ich in Ansatz, Sinn, Zweck & Umsetzung voll und ganz Zustimmung zolle!
    Aber mal was anderes:

    „Das Coupé gönnt sich ein Rauchpäuschen (man sieht heute die Abgase wirklich doll, liegt das am CO Gehalt oder was ist das…? Die anderen Autos rauchen nicht so….)“

    Im Gegensatz zu den Feinstaubprothesen wandeln unsere Ökobilanz-Nachhaltigkeits-Träumchen noch alles schön brav in Wasserdampf um. Also, alles in bester Ordnung hinten am Taunus… 😉

    Herzlich grüßend,
    Dirk

  8. Ahoi!
    Ich glaube heutzutage nennt sich das ‚Digital Detoxing‘ – ich würde es einfach Urlaub nennen. So mit und ohne Familie ist doch eigentlich Wurscht. Hauptsache Tapetenwechsel und mal abschalten – im warsten Sinne des Wortes! (Finger Weg vom Telefon, ich seh‘ doch schon die nächste Nachicht, die beantwortet werden will). …

    Während Du in Dänemark verweilst, war ich vorgestern in Kiel. Ich kann sagen, liegt immer noch da, wo es zuletzt war. Kurzes Übersetzen mit der Landwehr-Fähre. Als ich die Serpentinen zum Anleger runter bin, klappte der vorausschauende Fährmann die Schranken wieder hoch und ich konnte mit meinem viel zu großen und langsamen Auto auf den Kahn zuckeln. Kaum war ich ausgestiegen, hatten wir auch schon wieder angelegt.
    Später am Tag war ich noch in der Schauenburgerstraße bei ‚Reifen Profi Kiel‘. Schnell, unkompliziert und mit guter Laune! So wird’s gemacht.

    Props auch raus an die Kieler Mädels – das war mir schon beim letzten Mal aufgefallen – überdurchschnittlich viele und junge Frauen auf den Straßen unterwegs!

    Over and Out!

    P.S.: Die Chillistangen vom Biobäcker im CITTI-Park können was! 😉

    • Sandmann says:

      Ay Philipp,

      was trieb dich nach Kiel? Alte Sehnsucht?
      Ein paar der dort rumlaufenden schönen Frauen könnten durchaus mit mir verwandt sein 😉

      Ja, Urlaub. Urlaub bedeutet für mich (ob mit oder ohne Familie) vor allem, nicht das machen zu MÜSSEN, was ich im Alltag auch mache. Also arbeiten, einkaufen, Essen kochen etc. Deshalb buchen wir Familienurlaub auch nie nie nie in einer Ferienwohnung. Das ist dann alles wie zu Hause, planen, shoppen, kochen, abwaschen… nur vielleicht mit schönerer Umgebung. Nee nee. Hotel, mindestens Halbpension. Und am Abend möchte ich bitte bedient werden 🙂

      Meine Woche in Henne Strand war ja kein klassischer Urlaub. Ich bin hier zum Arbeiten gewesen, aber der „Urlaub“ für mich war, dass ich mich mal sieben Tage lang nur um mich allein kümmern musste. Das kenne ich seit 23 Jahren nur sehr eingeschränkt. Und ich habe sehr reduziert gelebt, eigentlich nur von einem Teller und einer Tasse. Kaffee und Pizza. Großartig.

      Ab morgen wieder Alltag. Aber – der ist ja bei mir ebenfalls schön 🙂
      Sandmann

  9. Reifen…Autoreifen trieben mich nach Lindau/Kiel. 😀 Es waren nur Reifen. Aber wenn man schon dort ist, kann man ja auch mal eine Ortskontrollfahrt machen und den Horizont erweitern.

    „Ein paar der dort (…)“ ist aber durchaus doppeldeutig zu verstehen! 😉

    Sieht man sich kommendes Wochenende beia ‚Bremen Classic Motorshow‘?

    • Sandmann says:

      Ay Philipp,

      Fragen über Fragen. Ich habe schon viele Gründe gelesen, warum Leute nach Kiel fahren. Reifen gehörten bisher nicht dazu. Aber der Bio-Bäcker mit den Chili Stangen scheint ja ein angenehmer Kollateralschaden gewesen zu sein 😀

      Messen sind übrigens nicht so meine Welt. Wenn du den ganzen tag mit Autos zu tun hast, drüber schreibst und auch privat da umtriebig bist dann willst du nicht auch noch am Wochenende hunderte von Ständen mit Autos sehen 😉 Das ist ein bisschen so, als wenn du als Arzt am Strand liegst und dich alle erkennen und fragen, wie sie ihre Zipperleiden in den Griff bekommen. Oder wenn du als Bäcker am Wochenende Großbäckereien anguckst. Will sagen: Nein, ich bin nicht in Bremen 😉

      Aber viel Spaß da
      Sandmann

      • Ich dachte man fährt immer nur zum Biertrinken auf Messen/Events?! 😉 So kannte ich das noch aus meiner letzten beruflichen Schiene.
        Das wird doch bei den Autojungs nicht anders sein!

        Nun. Wir treffen uns bestümmt mal. |..|,
        Gruß & overout aus Hannover.

        • Sandmann says:

          Wenn ich Bier trinken will, mache ich das mit meinen Freunden und nicht mit fremden Herrenfahrern, die in Lederhandschuhen neben ihrem 911er stehen 🙂

          Aber treffen geht immer. Ich bin sehr hard to get, aber die Wege sind ja manchmal voller Kreuzungen.
          Sodenn

          Sandmann

          • Lieber Sandmann!
            Du hast natürlich Recht.
            Die Lack- & Lederjungs waren dieses Jahr gefühlt allerdings weniger präsent. Die paar standen alle bei ihren Erdkundelehrer-Mercedes-SLs. 😉

            Zum Verkauf standen u.a. Golf 3 2.0i in Dunkelrot für 14.000€, Trabi für 10.000€ und W201 190D für 18.000€.

            Hast nichts verpasst – bis die Tage.
            Over

  10. Mike says:

    Hallo Sandmann,

    also ich gönne mir ab und an eine kleine Auszeit indem ich deinen Blog lese. Weiter so!!!

    Viele Grüße aus Kenia

    Und PS: Solltest du jemals in Erwägung ziehen das Coupé zu verkaufen,…..:-) Ich könnte mir den sehr gut unter meinen Hintern vorstellen. 🙂 Aber bis dahin muss meine 2TL herhalten.

    • Sandmann says:

      Ay Mike,

      so machen wir alle unsere großen und kleinen Auszeiten 🙂 Und in Kenia war ich ja auch schon, nachzulesen ein wenig weiter vorn 😉

      Sollte ich jemals in Erwägung ziehen, das Coupé zu verkaufen, müsste schon was wirklich seltsames vorher passieren. Und dann wäre der Preis auch verführerisch fünfstellig. Und dann müsstest du dich zu guter letzt hinten in die Reihe der Interessenten einreihen 😀 Schlechte Karten, wie du siehst.

      Viele Grüße nach Afrika
      Sandmann

      • Mike says:

        Die Hoffnung stirbt zuletzt. 🙂 🙂 🙂 🙂
        Aber meine 71ér GXL Limo tut es ja auch. 🙂

        Ich hab über deinen Kenia-Trip natürlich gelesen. Du hattest damals den Christian besucht.
        Ich hatte ihn noch kurz kennengelernt bevor er versetzt wurde.

        Cooler Typ.

        Gruss

        Mike

        • Sandmann says:

          Ay Mike,

          ach guck ihr kennt euch? Ich habe dich gar nicht so richtig zuordnen können 😉 Schön.
          Afrika lässt mich nicht mehr los. Ich möchte da unbedingt wieder hin, die zwei Wochen waren so anders und so beeindruckend, dass sie immer noch nachdieseln!

          Viele Grüße nach da ganz weit weg!
          Sandmann

          • Mike says:

            Also kennen,…wäre jetzt zu viel gesagt,….ich kam Ende Mai 2016 in Nairobi an,…und Christian hatte dann im Juli/August das Land verlassen.
            Er ist mir damals halt sofort aufgefallen mit seinem alten Mercedes. 🙂

            Ich bin noch voraussichtlich bis Juni 2020 hier, bevor es wieder nach Deutschland geht. Wenn du also nochmal vor hast nach Kenia zu kommen,…sehr gern.

            Allerdings fahre ich hier keinen Oldtimer. 🙂 🙂
            Mein Jeep Wrangler BJ 2007 macht aber auch Spaß.

            Noch einen schönen Tag,

            Mike

            • Sandmann says:

              Ay Mike,

              bist du denn im gleichen Haus wie Christian? Ist ja schräg, alles. Vielen Dank für die freundliche Einladung. Wir schwärmen tatsächlich noch immer von Kenia…. Du bekommst mich aber nur mit drei Frauen im Schlepp, da muss schon ne Menge Platz sein 😉

              Wir können ja mal mailen, schreib mir doch mal so oder so. Das würde mich freuen! Und ich komme auch mit Leuten klar, die keinen Oldtimer fahren 🙂

              Viele nicht diplomatische Grüße aus Kiel
              Sandmann

              • Mike says:

                Hey,

                sorry für die späte Antwort. Nein ich habe ein anderes Haus. Ich kannte das vom Christian nicht, aber meins ist sicherlich deutlich kleiner. 🙂 Die Größe des Hauses/Wohnung richtet sich immer nach Familienstand, Anzahl der Familienmitglieder und natürlich der Besoldungsgruppe. Da ich im mittleren Dienst tätig bin und dazu keine Kinder habe, ist unser Haus eher klein. Für deutsche Verhältnisse allerdings groß. 🙂

                Wohnzimmer, Esszimmer, Küche, Büro, Schlafzimmer und ein Gästezimmer. Alles im Bungalow-style.

                Aber dafür ein riesiger Garten. (Die Hunde freuen sich) 🙂 🙂

                Viele Grüße aus Nairobi

                • Sandmann says:

                  Ay Mike,

                  es wird nicht von dir erwartet, dass du postwendend auf Kommentare in einem Autoblog antwortest 😉 Alles gut. Du hast vermutlich auch so genug zu tun.

                  Ja, die Bude war sehr groß. Mit fünf Bediensteten für Haus, Garten und Sicherheit. Die Standards, die das Auswärtige Amt da definiert, scheinen sehr hoch zu sein. Aber auf diese Weise hatten wir während unseres ersten Besuchs in Ostafrika eine entspannte Zeit und mussten uns keine Sorgen um irgendwas machen.

                  Das Land hat eine dauerhafte Faszination hinterlassen. Ich glaube das hab ich irgendwo schon einmal geschrieben. Es war so besonders, so anders… Wir wollen da auf jeden Fall wieder mal hin. Oder nach Südafrika, vielleicht mal über Weihnachten/Silvester. Wenn das nicht alles immer so sagenhaft teuer wäre, allein der Flug für inzwischen vier Personen 🙁 Aber gut, dann weiß man wenigstens wofür man arbeitet…

                  Alles gute nach Nairobi. Pass auf dich auf
                  Sandmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ein bisschen Mathematik: *