14 Tage voll vernetzt!

Daten Daten Daten. Und das bei so einer alten Karre.

Daten Daten Daten. Und das bei so einer alten Karre.

Ich bin normalerweise nicht der Typ, der von außen eingesteuerte Ideen hier veröffentlicht. Bezahlter Inhalt nennt sich sowas. Aber wenn mich ein Thema interessiert, dann bin ich dabei, dann nenne ich Namen und dann erzähle ich euch offen und transparent davon, statt hinter irgendwelchen Keywords seltsame Links zu verstecken. Was gibt es nämlich schöneres für einen autobekloppten Blogger, als mit einem Mineralölkonzern zusammen zu arbeiten? 😀 Shell hat mich zu einer Studie eingeladen, die sich „Shell Drives You – Emotion Tracking“ nennt. Zwei volle Wochen lang trage ich Tag und Nacht ein „Wearable“ (oh jeh diese englischen Wörter), zu Deutsch ein Fitnessarmband. Das misst meine Herz-Lungen-Funktion und meine psychische Verfassung, während ich – Achtung – in meinem alten Knudsen unterwegs bin! Bin ich ein gelassener Fahrer? Wie wirken sich die Umgebung, die Verkehrslage und die anderen Aufreger in ihren SUVs auf meinen Fahrstil und meine Verfassung aus? Ich habe das älteste Auto von allen, und ich behaupte, der entspannteste Testfahrer der Welt zu sein. Oder…?

Das Band merkt man gar nicht.

Kontakt. Ab sofort.

Kontakt. Ab sofort.

Parallel kurven rund 300 Tester in diesem Zeitraum kreuz und quer durch Deutschland. Die technischen Voraussetzungen sind für einen Teenager im neuen Jahrtausend Spielerei, für mich Neuland. Ich trage das Armband am rechten Handgelenk (links ist meine sowas von analoge Ingersoll Automatik Uhr, und die bleibt da auch), und es kommuniziert mit zwei Apps via Bluetooth. Die Fitness-App überprüft rund um die Uhr unaufgefordert meine relevanten Körperfunktionen, prüft, ob ich noch am Leben bin und hat einen umfassenden Überblick darüber, wie es mir so geht. Ich sage ihr vor Fahrtbeginn und nach Fahrtende kurz per Klick, dass ich jetzt gleich mit dem alten Taunus unterwegs bin. Die Shell-App protokolliert parallel über GPS meine Fahrtstrecke, diese Daten laufen bei Shell zusammen zwei Wochen lang in die Datenbank. Morgens, Abends und vor bzw. nach jeder Fahrt fragt mich über den Facebook Messenger ein kleiner, lustiger Shell Bot ein paar Fragen. Wie meine Laune war, wie ich mich fühle und sowas. Welche Partei ich wähle. Nein, das nicht. Ich bin also komplett überwacht und vernetzt, mein halbfinnisches Fräulein Altona schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Gesundheitsdaten, Bluetooth, GPS, Facebook – und das alles rausgeben, das ist nicht ihre Welt. Meine eigentlich auch nicht, deshalb bin ich umso neugieriger, was da dann am Ende bei rauskommen wird.

Das Ding weiß viel über mich...

Das Ding weiß viel über mich…

Warum?
Shell setzt sich mit Experten aus verschiedenen Branchen zusammen, um die zusammengelaufenen Ergebnisse aller Teilnehmer anonym auszuwerten. Mit dabei sind zum Beispiel Ernährungswissenschaftler und Schlafforscher. Ziel dieser Studie ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob und wie sich das alltägliche Fahrverhalten optimieren lässt.

  • hat meine Ernährung Einfluss auf meinen Gasfuß?
  • Sinkt meine Konzentration, wenn das viertelfinnische Sandmädchen auf dem Beifahrersitz Rammstein singt?
  • Stresst mich der Großstadtverkehr?
  • Hat das Wetter Einfluss auf mich?
  • Gibt es Tageszeiten mit geringem Unfallrisiko?

Der Konzern hat verschiedene Hypothesen über das alltägliche Verhalten von Autofahrern aufgestellt und überprüft diese nun gemeinsam mit den Experten und uns, den Testern. Wir geben unsere Daten für zwei Wochen preis, um das „Autofahren“ ein wenig verbessern zu können und Tipps für Reisen treffsicher und authentisch werden zu lassen. Meine persönliche Rolle in dieser Studie finde ich besonders unterhaltsam (mal sehen, ob Shell das auch so sieht), weil ich mit einem 46 Jahre alten Auto unterwegs bin und von vornherein schon sehr gelassen an meine kleinen und großen Reisen herangehe. Ich habe beruflich viel zu tun, das stresst mich aber nicht. Ich bin meistens gut gelaunt. Ich ernähre mich echt ungesund. Ich fühle mich ein bisschen wie das schwarze Schaf der Testreihe. Spannend?

Nicht aus der Ruhe bringen lassen

Nicht aus der Ruhe bringen lassen

Auch wenn ich ein prinzipiell analoger Mensch bin, Neues interessiert mich. Wie der Tesla von meinem Freund Heiko, aber das ist eine andere Geschichte. Mein Smartphone hat auch keine Wählscheibe mehr, und dass ich ein großer Freund meines ebenfalls episch vernetzten TomTom 6200 bin hat sich wohl auch schon unter den Kartenlesern von euch rumgesprochen.
Dann ist es nun wohl an meinem Handgelenk, das Fitnessarmband. Ab und an leuchtet es auf der Haut mal auf, misst es dann meine Stimmung? Interessant ist seine Interpretation meiner Müdigkeit und meiner Laune. Ich bin überrascht, wie träge ich auf den kleinen Computer zu wirken scheine. Aber schon meldet sich der fröhliche Bot und fragt mich, wie es mir denn wirklich gerade geht. Mit Multiple Choice antworte ich ihm. Hihi. Irgendwie macht das Spaß. Die Volkszählungsboykottierer der 80er hätten mich an den Pranger gestellt, mit Superbenzin übergossen und angezündet. Egal. Für zwei Wochen mache ich mich für Shell einmal gesundheitlich transparent. Und wenn ich schon dabei bin und mich digital vernetze, probier ich gleich die neue SmartPay App aus, die gerade in Berlin und Hamburg (wie fein) getestet wird.

Zahlen mit der App. Wenn's schnell gehen soll.

Zahlen mit der App. Wenn’s schnell gehen soll.

Noch so eine App. Allerdings ist sie integriert in die Shell-App, die mir dann ja später auch Tipps geben wird, wie ich meine Reise am effizientesten oder am gesündesten gestalten kann. Jeder mit einem PayPal Konto kann in Zukunft direkt an der Tanksäule direkt mit der App bezahlen. Ich denke, das ist vor allem vorteilhaft, wenn es schnell gehen soll oder wenn ich mein Auto nicht verlassen will, weil mein viertelfinnisches Sandmädchen vorn gerade in ihrem Kindersitz einen Tobsuchtsanfall bekommen hat. Weil ich ihr kein plüschiges Einhorn gekauft habe. Wem also das Tanken des eigenen Autos als reine Zeitverschwendung erscheint, der ist damit sicherlich gut beraten. Ich bin neugierig, aber ich bin eigentlich ein in-die-Tanke-Reingeher. Vor allem, wenn mir nach Abschluss der Studie die Shell-App sagt, dass ich dringend ein gesundes Irgendwas essen soll und heute noch viel trinken muss 😉 Meistens bezahle ich am Schalter alles mit Bargeld. Ich falle voll aus dem modernen, vernetzten Schema raus, merkt ihr? Umso spannender finde ich es, was die Ergebnisse liefern werden.

Vollgas rein in das Experiment

Vollgas rein in das Experiment

Wir sind mitten drin im Experiment. Meine erste Amtshandlung war am Mittwoch Abend gleich die direkte Fahrt in den ersten Herbststurm des Jahres mit dem schönen namen „Sebastian“. Starkregen, Sturmböen, umherfliegende Baugerüste. Wie war ich am Steuer drauf? Hm. Fragt mein Armband, das könnte das beantworten. Musikalisch begleitet hatte mich eine Playlist aus ruhigen Liedern, die ich zuletzt gehört hatte, als ich erfuhr, dass ich noch einmal Vater werde. Die Shell-App sagte mir, ich sei zwischen Kiel und Hamburg zu 83% effizient unterwegs gewesen. Wie das alles zusammenhängt und was genau ich für ein Fahrertyp bin – das erfahren wir alle im November, wenn die Daten ausgewertet und veröffentlicht werden. Dann wissen wir auch, wie ich mit meinem alten Hobel im Vergleich zu den anderen im Land (und auch optional weltweit) abgeschnitten habe.

Was denkt ihr?
Sind diese Erkenntnisse über die Einflüsse auf das Fahrverhalten interessant? Nutzt ihr auch Bezahl-Apps auf dem Smartphone? Oder seid und bleibt ihr komplett analog und unvernetzt? Schreibt es mir gern. Shell liest mit 😉

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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14 Responses to 14 Tage voll vernetzt!

  1. Jo says:

    Tja…..ob sowas hilft bzw. zielführend ist ? Ich hab keine Ahnung. Ich weiss auch nicht ob mir das recht wäre das irgendein Ölkonzern über meine Gesundheitswerte Bescheid weiss. Abgesehen davon das zumindest nach meinem Urlaub hier in der Region St. Tropez mit seinen ewigen Staus und beschissenen Rollerfahrern mir innerhalb kürzester Zeit aufgrund der Gesundheitsdaten ein Notarzt geschickt werden würde 😂

    Fakt ist : Autofahren heutzutage IST Stress. Da gibts nix dran zu beschönigen. Um daran was zu ändern müsste man den Ellenbogen-ausfahrenden, Ich-bezogenen Idioten hinter dem Lenkrad eine Gehirnwäsche verpassen. Aber das geht leider nicht mit so’m schrulligen Armbändchen.

    • Sandmann says:

      Ay Jo,

      nach zwei Wochen Test werde ich das Armband auch nicht weiter nutzen, jedenfalls nicht, um Daten zu senden 😉
      Eine gewisse Vernetzung finde ich okay. Mein Navi meldet mein Fahrverhalten und meine Position auch in die Niederlande. Na und? Meine Gesundheitsdaten allerdings gehören außerhalb so einer Studie nur mir allein, und das bleibt auch so.

      Du hast Recht, auf den Autobahnen ist teilweise Krieg. Ich wirke dem mit meinem alten Auto und viel Zeit beim Fahren ein stückweit entgegen. Aber zu entspannt darf man es auch nicht angehen lassen, dann wird man zum Verkehrshindernis. Also versuche ich vor allem, MICH nicht stressen zu lassen. Und das klappt zumeist sehr gut. Wenn einer schneller will – lasse ich ihn vorbei. Wenn einer drängelt auch. Das Schicksal wird es schon richten, eines Tages…

      Sandmann

  2. KS says:

    Hi Sandmann,

    lies mal „Zero“ von Marc Elsberg… Und die Folge solcher Bezahlapps kannst du in Frankreich ansehen. Die klassische Tanke, an der du auch noch einen Menschen triffst, gibts fast nicht mehr. Und solche Pseudostudien sind total wissenschaftlich. Der Storch bringt die Kinder, schon klar. Aber viel Spass als Marketingmeerschweinchen!

    VG, Fetti

    • Sandmann says:

      Ay Fetti,

      du bist heute Abend ja Stadler und Waldorf in einem 😀
      Ich bin generell kein „Apper“, SmartPay habe ich aus Neugier in den Test mit einbezogen. Wenn ich schon meine Daten aufzeichne, dann kann ich das Benzin ja auch gleich bargeldlos bezahlen. Das klappt auch hervorragend, ist dank Käuferschutz bei PayPal abgesichert – aber tatsächlich gehe ich inzwischen wieder zum Bezahlen rein, weil ich immer noch einen Kaffee haben will 😉 Aber ich bin auch nicht die eilige Zielgruppe.

      Dass die Studie wissenschaftlich ist hat niemand behauptet. Hier werden lediglich Daten von 300 Fahrerinnen und Fahrern gesammelt, zusammengeführt und geguckt, ob man da was verbessern kann. Ob sich über eine App Pausen oder die Ernährung optimieren lassen und wie das auf die Fahrweise und den Gemütszustand auswirkt.
      Sowas wird schon weit gestreut angewendet, im Mercedes-Me Portal kannst du dir Fitness Tipps und Entspannungsübungen auf dein Handy laden. Ich bin glaube ich prinzipiell zu entspannt, um so etwas wirklich zu nutzen. Aber guck dir doch die immer schneller drehende Welt da draußen mal an. Da wächst gerade eine Zielgruppe heran, glaube mir….

      Und – Spaß macht es obendrein.
      Sandmann 🙂

  3. Philipp says:

    Ich bin dem Ganzen nicht so kritisch gegenüber eingestellt – dennoch habe ich natürlich im Hinterkopf, warum das ganze gemacht wird: Zur Optimierung der Verkäufe. 😉
    Achtung Achtung: Jaaa, PayBack-Karten sind auch nichts anderes – auch wenn der Plastewasserkocher auf der anderen Seite schon winkt!

    „Sind diese Erkenntnisse über die Einflüsse auf das Fahrverhalten interessant?“
    Die finde ich tatsächlich interessant. Vor allem wie sich die eigene Stimmungslage den Tag über im Auto ändern kann – und absichtlich geändert wird – sich durch irgendwelche Fahrmanöver verbessert/verschlechert.

    Nutzt ihr auch Bezahl-Apps auf dem Smartphone? Oder seid und bleibt ihr komplett analog und unvernetzt?
    .. Haut mich nicht…ich benutze mein Smartphone (auch kein Neustes) nur zum Telefonieren und Fotos machen. Ich habe nichtmal Mobiles Internet. 😀
    …. und das mit Ende 20 und eiiiiigentlich auch genau DER Zielgruppe für so einen Firlefanz.
    Ich gehe auch zum Bezahlen IN die Tankstelle, mit kurzem Umweg zu den Kaltschalen, und zahle auch mal bar.

    Mit 80.000-100.000km pro Jahr machen mich ein zwei Drängler mehr nicht wild, ebenso die Muttis die die Babyschaukel nicht einparken kann oder die Daniels dieses Landes im geleasten Golf 7 GTI, die vom Smartphone abgelenkt sind.
    Ich persönlich zähle mich eher zu den Jen’sens (ist das der Plural? :D), die den Stress an sich abprallen lassen. Stressig wird es nur durch andere und da muss man sich einfach unter Kontrolle haben. 😉
    In diesem Sinne: https://www.youtube.com/watch?v=OiShSnYCcLc

    • Sandmann says:

      Ay Philipp,

      😀 danke für deine Statements.
      Selbstverständlich möchte SHELL am Ende mit seinem Benzin und allem, was so geht, Geld verdienen. Deshalb mache ich ja auch keinen Hehl daraus, dass der Konzern hinter der ganzen Aktion steht. Aber ich finde es trotzdem spannend und bin ziemlich neugierig, was im November an Ergebnissen da sein wird.
      Heute Abend gehe ich mit dem Taunus mal wieder auf die klassische Strecke Hamburg – Kiel. Mit der neuen Tori Amos im Ohr. Ich freu mich 🙂

      Ich habe zwar ein relativ neues Smartphone (na ja, ein iPhone SE, weil ich diese übergroßen, rundgeschliffenen Vollglasteile nicht mag), nutze es aber auch vorwiegend zum Telefonieren und zum Nachrichten versenden. Aber die anderen Anwendungen werden auch bei mir altem Sack langsam mehr. Ticket beim Fliegen? Auf dem Smartphone. Navigieren? Manchmal mit dem Smartphone. Pakete labeln? Mit dem Smartphone. Internet? Oft mit dem Smartphone, außer wenn ich schreibe, das geht mit dem Rechner einfach besser 😉 Ich möchte also nicht ausschließen, dass ich auch eines Tages mit dem Ding regelmäßig bezahle. Schauen wir mal.

      Schön, dass du dich nicht stressen lässt. Ich wurde erst gestern wieder Zeuge, wie sich zwei Vollidioten auf der linken Spur über mehre Kilometer durch rechts überholen und ausbremsen fast umgebracht hätten. Wenn der Testosteronspiegel doch bei vielen nicht so heftig mit der Schwanzlänge konkurrieren würde. Mannmann was sind die Leute aggro in diesen Zeiten. Die Mehrzahl von Jens ist übrigens „Sandmänner“. Alles andere ist zu kompliziert 🙂

      Sandmann (Singular)

  4. Jo says:

    Siehste, da würde ich ja von vornherein schon rausfallen – es ist bestimmt schon 25 Jahre her das ich in voller Absicht Shell oder Aral getankt habe…..privat versteht sich. Dienstlich ist mir das egal was der Saft kostet und woher er kommt 🤣
    Von daher bin ich bestimmt nicht das Klientel das die Herren von der Muschel gerne hätten 😎

    Ich bin auch nicht wirklich Raser oder gestresst unterwegs, aber vorwärts kommen möchte man ja schliesslich auch. So richtig schnell fahren tue ich nur noch auf abgesperrten Strecken, da darfs dann auch gerne mal jenseits 300 sein. Im normalen Verkehr reichen mir 140-160 gut aus, aber die möchte ich auch gerne durchgängig möglichst mit Tempomat halten. Und da ärgern mich dann immer diese Idioten mit’m Gnu im Schuh die nicht in der Lage sind eine Geschwindigkeit zu halten sondern stets um 15 km/h pendeln. Raser lasse ich gerne vorbei, Drängler auch…..das ist mir zu blöde, wünsche angenehmen Verkehrstod.

    Bezahlen an der Tanke tue ich echt auch „nur“ klassisch, meist mit EC oder auch mal bar oder mit VISA……bin wohl noch zu misstrauisch was Apps etc. betrifft. Vielleicht, eines Tages……

    • Sandmann says:

      Ay Jo,

      und ich habe jetzt auch den Grund gefunden, warum ich deine Kommentare immer erst freischalten muss 😉 Du hattest mal irgendwann einen User hier angelegt, schreibst jetzt aber als „Gast“ ohne dich einzuloggen, stimmts?
      Ich hab den User mal gelöscht. Nun kannst du auch direkt kommentieren und ich muss das nicht freigeben.

      Ich ertappe mich immer wieder dabei, auch an Markentankstellen zu tanken. Ob das nun SHELL oder ARAL ist, das hängt von der Route ab. Ich mag das Angebot in den Shops, und zumindest gefühlt sind da die Bottiche mit Wasser immer voll und die Luftdruckteile funktionieren. Das habe ich oft an freien Tanken nicht.
      Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich nicht gern bei Aldi oder Penny einkaufe. Klar sind die billiger. Aber die vollgerammelten Regale und die gelebten Sozialstudien an einigen Tagen… Dann gebe ich gern mehr Geld bei Famila und Edeka aus, das mag überheblich klingen, aber wenn ich mit fast 50 Jahren mir diesen kleinen Luxus nicht leisten könnte hätte ich in den letzten Jahren eine Menge falsch gemacht.

      Was das Fitness Armband wohl macht, wenn ich morgen früh joggen gehen? Gleich meiner Krankenkasse Bescheid sagen…? 😉

      Sandmann

  5. Jo says:

    Ah deshalb….. ja hatte ich mal angelegt, stimmt…..aber natürlich wieder vergessen wie das so im fortgeschrittenen Alter ist 🙄😇

    Luftdruck mache ich meist beim Autowaschen…..oder ich fahre extra dafür an die große blaue Aral Lagune ran in Uelzen 🤗
    Tanken tue ich da nicht da sich im Dieselkraftstoff deutschlandweit keine Unterschiede ergeben, warum also mehr bezahlen ? Bei meinen 30-35000 Kilometern im Jahr nerkt man das schon👍
    Und diese angebliche Wunderwaffe ultimate Diesel is’n Rohrkrepierer, Laufruhe machste damit eh nicht wett und Taxis laufen auch mit Billigdiesel Hunderttausende von Kilometern weit.
    Das Shopangebot in Tanken interessiert mich eher nicht, rein-bezahlen-raus-fertig.

    Gott waren das noch Zeiten als ich den gemachten Audi 200 20V gefahren habe…..Super Plus war notwendig und das gabs bei Jet, OMV etc. nicht…….also schön teuer bei den Großen tanken
    *grusel*

    • Sandmann says:

      Ay Jo,

      von Ultimate, Excellium und V-Power und was es da alles gibt nutze ich ebenfalls nichts. Der Diesel bekommt immer den ganz normalen Diesel und ab und an einen Schluck Zweitaktöl, Taxifahrermethode, reinigt die Injektoren und schmiert die Einspritzpumpe da, wo die Additive des Diesels versagen 😉 Abgaswerte sind wie bei einem neuen Motor, und das bei Baujahr 2001…
      Der Taunus bekommt nur Super 95, nicht einmal Super Plus. Damit läuft er einwandfrei, startet jeden Morgen zuverlässig und frisst auch die Ventile nicht auf. Ich kontrolliere regelmäßig. Aber ich bin da wohl auch nicht die klassische Zielgruppe, die aus einem Liter Hubraum bei 9000 Umdrehungen 200 PS rausholt 😀

      Den Shop an großen Tankstellen nutze ich schon öfter einmal. Zeitschriften, eine kalte Cola, ein Schnitzelbrötchen… Was mich da total nervt, und was ich auch laut und offen erzähle wenn ich danach gefragt werde: Du bekommst Whiskey, Bier und Wein, aber wenn du eine Lampe oder Sicherungen für dein Auto brauchst wirst du vom Personal angeguckt, als hättest du gerade einen Flug zum Mars gebucht. Meiner Meinung nach sollte an Tankstellen der Verkauf von Alkohol komplett verboten werden, stattdessen sollten vielleicht mal wieder ein paar mehr autorelevante Sachen in die Regale wandern. Wenn die Teenager ihren Billo Schnaps nach der Disco kaufen wollen müssen sie eben vorplanen.
      Aber das‘ nur meine Meinung…

      Sandmann

  6. Jo says:

    Ay Jens,

    bei deinem OM 611 kannst du das noch ohne Probleme machen mit dem Zweitaktöl, allerdings sei mir ob der mittlerweile vorherrschenden Reinheit des deutschen oder sogar europäischen Dieselkraftstoffes Zweifel erlaubt ob es wirklich noch so den Effekt bringt.
    Bei meinem OM 646 Evo mit Dieselpartikelfilter wären solche Zusätze tödlich, einzig spezielle Injektoren-oder DPF Reibiger wären eventuell zulässig. Aber sowas spare ich mir, wie gesagt der Dieselkraftstoff ist nittlerweile so hochwertig das er bei überwiegendem Labgstreckenverkehr auch sauber bleibt. Und die Injektoren sterben ohnehin irgendwann, sind wie der Turbolader auch klassisches Verschleissteil.
    Fällt mir bei ein : ein Freund von mir hat in seiner G-Klasse einen ziemlich interessanten Motor verbaut. Hinter dem Kürzel OM 642 DE 32 LA red. SS verbirgt sich da ein ladeluftgekühlter 3.2 V6 Common Rail CDI mit reduzierter Leistung…..soweit normal, ist jeder 280 CDI auch. Das Besondere verbirgt sich hinter dem Kürzel SS, das steht hier nämlich für SchlechtSprit……ein Motor der eigentlich nur im aussereuropäischen Raum zum Einsatz kam. Kraftstofffilter Heizung, Düsenstöcke mit Spritzquerschnitten wie Ochsennasenlöcher ( dadurch auch nur Euro 2) und einige andere Zutaten lassen den Kahn trotz Common Rail Einspritzsystem einfach alles saufen ohne zu verkoken. Notfalls fährt der auch mit Maggi……. 🙄😂

    Das der 98 Oktan Bedarf nicht unbedingt an hoher Leistung aus Hubraumbettelei gekoppelt sein muss dürfte bekannt sein : Audi S8/D2 oder der eigentlich chronisch unterforderte Mercedes M100 Achtzylinder brauchen durchaus auch Super Plus 🤗
    Ich bin aber froh das diese Zeit für mich vorbei ist, der 1.0 TSI im Frauchens Audi A1 wie auch der 1.4 TSI in Vaters Golf Plus fressen Super E10, und der BMW bekommt analog zu deinem Taunus Super 95……was beiden auch gar nicht schädlich werden kann denn als Köln-V6 und BMW M10 Vierzylinder konstruiert wurden gab es noch kein Blei als Klopfbremse.

    Mit den Tankstellen Shops bin ich voll bei dir, manchmal ist man schon froh wenn die Bedienung die Kasse bedienen kann😱
    Alkohol müsste meiner Meinung nach auch nicht sein, ist auch irgendwie kontraproduktiv zur Bestimmung einer Tankstelle den Autofahrer mobil zu halten 😝
    Auf längeren Stecken kommt es schon mal vor das ich mal ein Getränk oder belegtes Brötchen mitnehme…..nur eben halt nicht zuhause oder an den Arbeitsstrecken, da brauche ich das nicht.

    So schöne alte Retrozeit wäre cool, wo der Tankwart noch gelerntes Personal war und sich freundlich und sachkundig um den fahrbaren Untersatz gekümmert hat…..😇

  7. Pingback: Wie fühlt man sich so beim Autofahren? Die #ShellDrivesYou Studie will das #GoWell Gefühl verbessern (sowas wie ne Anzeige) | dLimP

  8. Daemonarch says:

    Das Ding zeigt dir sogar den Blutdruck an… Wie geht denn das? Pumpt sich da alle paar MInuten das Armband auf??? 😀

    • Sandmann says:

      Gute Frage….
      Und der Blutdruck scheint auch einigermaßen zu stimmen. Manchmal leuchtet das rötlich.
      Hm.
      Interessiert mich auch, ich frage mal nach 😀 Gepumpt wird da jedenfalls nicht….

      Sandmann

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