Bonjour Tristesse – Begegnungen mit dem Herbst

Ay Gemeinde,

süßer die Glocken nie klingen? So weit ist es noch lange nicht, die farbenfrohe Lichterwelt der Weihnachtszeit schein im Moment so fern wie die Möglichkeit, im eigenen Garten noch ein Abgrillen in der Abendsonne zu veranstalten. Plötzlich ist das gute Wetter vorbei. Es ist nass, es ist kalt, es ist nebelig und die letzten Blätter und mit ihnen ein Rest Farbe verabschieden sich mit den aufkommenden Herbststürmen. Der November wird der Katastrophenmonat für lichthungrige, ansonsten eher fröhliche Individuen, umso schwerer fällt es dem arbeitnehmenden Automobilisten, sich zu unmenschlichen Morgenzeiten aus dem weichen und warmen Bett zu quälen, sich in sein kaltes Auto zu setzen und zu einem weit entfernten Arbeitsplatz zu fahren! Entwickeln wir doch einmal gemeinsam ein paar übertragbare Rezepte, wie wir alle diese Zeit besser überstehen…

Schleswig-Holsteiner und Hamburger können dieser Tage insgesamt 42 Grautöne voneinander unterscheiden. Außerdem ist es jeden Morgen wieder spannend, ob der Regen nun von links oder von rechts kommt und wann so etwas wie Tageslicht zu sehen sein wird. Um 9.00? Oder um 9.30? Auch wenn noch kein Schneeregen gegen die Scheibe klatscht, die Autobahn ist matschig und trist! Mein Tag beginnt um 6.00 Uhr mit einem Radiowecker, der mir zunächst all die schlechten Nachrichten um die Ohren haut und mir anschließend beschämt den Wetterbericht beichtet. Es ist dunkel. STOCKdunkel. Irgendwo da draußen steht mein eiskaltes Auto und wartet darauf, mich dienstbeflissen ins ferne Hamburg zu bringen. Gibt es Möglichkeiten, diese Fahrt irgendwie angenehm und wärmend zu gestalten? Womöglich derart, dass ich mich darauf freuen kann?? Nach einer Dusche und dem zur-Schule-schieben meiner nicht weniger müden Kinder werde ich ein bisschen wärmer.

Nein – eine programmierbare Standheizung habe ich leider nicht. Was sich mir da draußen im Halbdunkel des beginnenden Morgens unter einem Schleier aus kalten Tropfen bietet hat eine Kühlwassertemperatur von 5 Grad, eiskalte Ledersitze und klamme, feuchte Schalter. Erster Schritt: Sitzheizung auf 6 und Motor starten. Ich hoffe, niemand von Ihnen hat Ledersitze ohne Sitzheizung. Es soll sowas ja geben, ich hörte sogar von Menschen, die eine haben aber sie nie benutzen, weil das Leder dann rissig wird. Okay. Kaffee im Auto. Was für ein zauberhafter Satz. Ich begehe keine Strecke über 100 Kilometern ohne meine vorgeheizte Thermoskanne voller heißem, französischem Kaffee! Die norddeutschen Autobahnen erlauben es dem konzentrierten herbstlichen Fernreisenden durchaus, in der einen Hand eine (große) Tasse heißen Milchkaffee zu balancieren, ohne dass der Straßenverkehr sonderlich gefährdet wäre. Es duftet und dampft, die Scheiben beschlagen nur leicht von innen – und immer wenn die Kanne im Beifahrerfußraum bei einem Bremsmanöver umkippt kann ich sie meistens wieder aufrichten, bevor mehr als die Hälfte des schwarzen Goldes in der Fußmatte verschwunden ist.

Gute Musik aus der (17 Jahre alten) Bose-Anlage und eine fast bis ans Maximum gedrehte Klimatronic sorgen in meinem in Ehren ergrauten Boliden für fast weihnachtliche Stimmung. Während es zwischen meinem Hosenboden und dem Fahrersitz langsam nach verbrannter Jeans riecht, pendeln die Luftdüsen von der Schmelzgrenze zu dem Wunsch nach einem Aufguss. Wer jemals einen alten Audi besessen hat, weiß die Heizleistung im Innenraum zu schätzen. Damit könnte man durchaus Mehrfamilienhäuser warm halten, aber das ist eine andere Geschichte. Unter saharagleichen Fön-Böhen lauschen meine Morgen-Ohren heute der neuen CD von Yello („Touch“). Wenn es zu sehr in Richtung Chill und Entspannung abdriftet (und wer möchte schon am Steuer einschlafen), kann ich im weiteren Verlauf auch auf die neue Scheibe von Jan Delay wechseln. Spätestens in diesem Moment ist jede Herbstdepression vergessen, der Kaffee schmeckt noch ein bisschen besser und irgendwie sind die Straßen gar nicht mehr so grau!

Derart ausgestattet mit Wärme, Kaffee und guter Musik (und umgeben von einem Auto, was mich seit 9 Jahren jeden Tag aufs Neue begeistert) lässt sich der Morgen mehr als ertragen! Eine Strecke im richtigen Ambiente mit der richtigen Ausstattung kann so entspannend sein wie ein guter Roman auf einer Liege in der Sonne Sardiniens. Es ist die gelebte Auszeit des überarbeiteten Arbeitnehmers. Es ist der Moment des Allein seins, das loslassende Durchatmen für den Individualisten in einer verrückten Welt. Es ist die Lichttherapie für die fragile Schrauberseele an dunklen Tagen. Was ist mit Ihnen? Gehören Sie auch zu den Warmhabenwollern und Kaffeetrinkern hinter Ihrem Lenkrad? Oder haben Sie womöglich ganz andere Varianten, sich Fahrten an kalten grauen Tagen angenehm zu gestalten? Lassen Sie es mich wissen. Der Winter ist noch lang!

Ein morgen wieder fröhlich, aber mit dem Daimler nach Hamburg fahrender

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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17 Responses to Bonjour Tristesse – Begegnungen mit dem Herbst

  1. Markus1975 says:

    Hey Jens

    Ja ja. Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter. Und so wie Du schon geschrieben hast ist in der „stundenlangen Dämmerung“ auch kaum noch Energie herauszuholen. Einfach nur ekelig. In solchen Momenten wo man sich fröstelnd im Bett rumwälzt, ein Ohr nach draußen hält und eventuell ein Regenrauschen hört…uhh. Nein man möchte einfach nicht aufstehen. Der innere Schweinehund flüstert einem ins Ohr: Komm schon. Noch fünf Minuten.“ Da man weiß was einem da draußen erwartet und das das Bett so schön warm ist, eventuell noch einen lieben Menschen da liegen hat macht die Sache wirklich nicht einfach. Aber letztendlich MUß unsereins wie viele andere auch aus den Federn. Man schlurft im Halbschlaf durch die Bude, kocht schon einmal einen Kaffe während man die Morgentoilette erledigt. Habe ich schon erwähnt das ich in der Frühschichtwoche 4.30 aufstehe? Hm. Um ehrlich zu sein ich stehe um 4.45 auf. Der innere Schweinehund. IHR wißt ja was ich meine. 😉
    Dann zu Fuß zur Arbeit. Keine zehn Minuten gemütlich gegangen. Aaaahhhh!!!!! Ein Outing! Der Typ fährt ja gar nicht mit dem Auto zur Arbeit!
    Ja stimmt. Aber es hat auch andere Zeiten gegeben. Da bin ich mit dem Auto zur Arbeit. Zwar keine Weltreisen aber ich mußte halt damals beweglich sein. Und ich hätte mir damals eine Sitzheizung gewünscht. Oder eine Standheizung. Wenigstens im Winter um einigermaßen komfortable loszukommen. All dies hatte mein Golf zwei nicht. Er fuhr einfach und machte Spaß mit der etwas heißen Maschine. Und seien wir doch einmal ehrlich. Hätte ich damals eine Standheizung gehabt…ich hätte sie in einem hohen Maße der Wahrscheinlichkeit bei etlichen Zelt / Grillfeten „mißbraucht“. Hey! Wer hat hier schmutzige Gedanken?! Ich habe jetzt an konfortablen bubbu machen gedacht. Hehe Wer dies jetzt glaubt wird seelig
    Fakt ist einfach, das die heutigen Autos so manche Annehmlichkeit beherbergen, die noch vor 20 Jahren einfach undenkbar waren. Nur ein Beispiel aus der Cabrioscene. Dach auf bei minusgraden. Damals nur echt harte Typen. Heute fast normal. Den beheizten Nackenstützen sei Dank. Oder war da etwa etwas mit warmer Luft die sanft um den Nacken streicht? Eigentlich der Wahnsinn.
    Musik während der Autofahrt ist ganz wichtig. Jedenfalls in den frühen Morgenstunden. Man wird automatisch wach, wenn man den einen oder anderen Song hört. Es sei denn man ist ein hardcore Klassikfan. Dann lieber die Scheibe runterkurbeln und sich eiskalte Frischluft ins Gesicht fächeln lassen. Macht auch wach, erfrischt in einem gewissen Sinne und man hat eine gesunde Gesichtsfarbe wenn man ankommt. Dies zwei drei Tage gemacht und die Nebenhöhlen sind zu. Allso doch lieber den guten alten Kaffe. Dieser hilft aber auch nur begrenzt. Dieses warme wohlige Gefühl kann schnell ins Gegenteil rutschen. Man fühlt sich geborgen. Ein gemütliches Auto, welches die Sinne umschmeichelt. Fast wie im Wohnzimmer auf der Couch, auf der man gestern Abend noch friedlich angefangen hat wegzudämmern. In solchen Fällen gibt es eigentlich nur noch eins. Ganze Kaffebohnen kauen. Alleine der Geschmack macht einen wach. Und ich meine wach. Drei Boihnen haben mir jedenfalls über fast sechshundert Kilometer hinweggeholfen. Und ich war gelinde gesagt einfach nur im Arsch. Ist dann aber auch schon wieder über zehn Jahre her. Da stimmte die Kondition noch. 😉
    Und lassen sie das mitsingen sein wenn sie einen Song hören der einfach nur dazu einlädt. Ja warum denn nun nicht?! Tja. Stellen sie sich vor sie fahren durch eine mittelgroße Stadt. Es ist Mittwochmorgen kurz vor sechs. Und da ist er wieder. Dieser Song der einen mitreißt. Sie trommeln mit den Fingern gegen das Lenkrad und singen begeistert mit. Dies grenzt schon fast an Partylaune. Und die Discobeleuchtung ist auch vorhanden! Nur das diese in Form von einer Polizeistreife die hinter einem steht hervorsticht. Öhm.
    Alkoholtest, Drogentest…ja der Vandskasten ist abgelaufen. Ich weiß. 🙂
    Ja. So kann der frühe Morgen beginnen. So als Autofahrer. Ich dagegen kämpfe um diese Jahreszeit damit Pfützen welche von Autos passiert werden weiträumig auszuweichen. So hat jeder seine Probleme.

    V8 mäßige Grüße nach Kiel / Hamburg und den Rest Welt

    Markus nachher wieder schraubenderweise

    • Sandmann says:

      Bester Markus,

      du hast da ja eine epische Morgenpendelballade niedergeschrieben 🙂 Weißt du – ich würde auch gern jeden Morgen 10 Minuten zu Fuß zu meiner Arbeit laufen. Aber nun habe ich mir halt mal Hamburg „ausgesucht“, und trotz etlicher Meilen jeden Monat, jede Woche und jeden Tag komme ich jeden Abend müde, aber glücklich nach Hause 🙂 Es scheint der richtige Job zu sein…

      Mein Daimler ist momentan dermaßen zuverlässig dass ich noch nicht mal einen neuen Pendelblog auf dem Schirm habe. Aber das kommt sicher die Tage nochmal nach, jeden Morgen wird es dunkler und die Leute stellen sich schon wieder auf den ersten Schnee ein. Schnee und Glätte mit einem alten, heckgetriebenen Mercedes. Das kann ja heiter werden 😉

      Bis dahin wache auch ich morgens davon auf, dass der Regen auf das schräge Fenster prasselt und ich mit einem halben Auge auf die roten Ziffern des Radioweckers schiele und mich ärgere, dass der erst in 15 Minuten angeht und ich schon wach bin… *grummel*

      Aber nun ist es hell. Nicht-schraubende, aber enthusiastisch fahrende Grüße zurück 😀

      Sandmann

  2. El Gigante says:

    Hä???

    Irgendwie fühle ich mich ja mit diesem Beitrag ein bissel hinter’s Licht geführt. Er ist doch eine Vermischung von Vergangenheit und Realität, oder?

    Da schreibt der Herr Sandmann einerseits von (realen) Autobahnfahrten zur Arbeit nach Hamburg, andererseits aber von einem in Ehren ergrauten Boliden in dessen 17 Jahre alter Bose-Anlage „gute Musik“ läuft. Auch die verbrannten Jeans wähnen sich (wenige Worte weiter) in einem alten Audi mit sehr gut funktionierendem „Rosetten-Toaster“.

    Auch die Fotos zeigen alle ganz deutlich Audi-Instrumentarien. Erst ganz unten – ein winziger Hinweis auf Daimler-Zeiten.

    Wenn ich mich recht entsinne, dürfte der Schreiber jedoch kaum noch mit jenem unwilligen V8 die beschriebene Strecke gefahren sein. Ich sehe da eine Kollision zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

    Was denn nun?

    🙂
    El

    • Sandmann says:

      Bester El,

      mensch da ist es SCHON WIEDER jemandem aufgefallen, dass ich da in einem Audi sitze und nicht in einem Mercedes. Ich dachte, ich könnte euch alle stumpf täuschen, falsche Tatsachen vorspiegeln und einen riesengroßen Online-Beschiss platzieren. Gescheitert. Mist. 🙂

      Mein Bester, seit nunmehr 1,5 Jahren hole ich nach und nach die alten Geschichten aus dem anderen Server hier rüber und poste sie. Nicht chronologisch. Sondern zu eurer Unterhaltung. Das weißt du doch aber inzwischen, oder…? Die Strecke bin ich sehr wohl (übrigens 2009) mit dem Audi gependelt, allerdings war das ein Novemberanfang. Aber es passte gerade so schön mit dem aktuellen Wetter.

      Weißt du was? Nur für dich werde ich ein Logo einbinden, was dich drauf hinweist, dass ich hier nicht strikt chronologisch vorgehe. So was wie:

      EL! GUARDARE! NON CRONOLOGICO!

      🙂
      Sandmann

      • El Gigante says:

        Ja ja… is ja schon gut…

        so langsam wird mir klar, dass etwas in deiner Welt nicht immer DAS ist, was es im ersten Moment zu sein scheint!

        Das widerspricht leider meiner Philosophie – deshalb muss ich mir wohl immer wieder den Stempel „dumm“, „doof“, „einfältig“ oder „blauäugig“ aufdrücken lassen. Rätsel und Verschlüsselungen sind nicht meine Welt – ich liebe klare Worte, die eine Sache direkt „auf den Punkt“ bringen.

        Sorry, dass ich das MAL WIEDER verpeilt oder vergessen habe – ich werde zukünftig etwas mehr „in deine Richtung“ denken, bevor ich mich äußere 🙂

        Das mit dem Logo „tut daher nicht not!“

        El

        … der genau aus diesem Grund wohl auch immernoch mit der fertigen Grillwurst auf der Terrasse sitzt – die krampfhaft in der Hand gehaltene Würstchenzange zeichnet langsam blaugefrorene Knöchel unter die Haut… im inzwischen stark verwässerten Bier schwimmen ertrunkene Wespen… und in einigen Wochen werden ihm Eiszapfen an der Nasenspitze hängen…

        … und der damit das Warten endgültig aufgibt 🙁

        • Sandmann says:

          Ach El…
          vielleicht fühlt sich der Sommer von deiner Grillwurst derart provoziert, dass er dir im November nochmal sonnige 25 Grad schenkt. Ich habe dieses Jahr wettermäßig abgehakt und stelle mich auf einen kalten und nassen Herbst ein. SO sei es.

          Sandmann

  3. Daemonarch says:

    Wow, von wann ist der Artikel denn?

    Auch wenn einige das vielleicht nicht nachvollziehen können, ich mag den Herbst, die melancholische Stimmung, die herrlichen Farben verwelkender Bäume.
    Ich freu mich sogar wieder auf den Winter. Ich hab genug warme Klamotten um diesen irgendwie zu überstehen, nur vor der üblichen Heizkostennachzahlung habe ich überschaubar Panik.

    Zum Glück wurden wir ja noch von einem herrlichen Altweibersommer verwöhnt, da kann man schonmal versöhnlicher auf das kommenden grau schauen.

    Euch allen kommende gemütliche Tage!

    • El Gigante says:

      … wie? … von wann? Steht doch unter der Überschrift: „8. Oktober 2011“

      • Sandmann says:

        Nö, der ist von 2009. Am 8. Oktober hab ich ihn nur gepostet. Ist doch keine Tageszeitung hier. Tz.

        Daemonarch, generell hab ich auch kein Problem mit dem Herbst. Meine kleine Tochter freut sich auch schon wieder wie eine Schneekönigin über die bunten Blätter und ein Räucherstäbchen abends, wenn der Ofen brennt und es draußen stürmt und regnet.

        Mit zunehmendem Alter merke ich allerdings, dass mir zumindest in diesem Sommer doch das Licht echt gefehlt hat und ich hier und da ein bisschen melancholisch werde. Ich will euch lieber gar nicht von meiner Musikauswahl im Auto erzählen, das ist alles zum aus dem Fenster springen 😉

        Beleuchtete Grüße
        Sandmann

  4. bronx.1965 says:

    Wunsch und Wirklichkeit?

    ich denke eher, der Artikel war vor dem Defekt des Audi fertig und Jens hat ihn trotzdem reingestellt. Ein bissel Nachsicht, des Verlustes wegen, ist durchaus angebracht. Er selbst kann ja nun vergleichen, wie es ist im Audi oder im Benz…

    Ich selbst find den Herbst und erst recht den Winter sch.. Muß zwar keine Scheiben kratzen, da Garage, aber allein die Dunkelheit nervt schon. (ich fang um sechs Uhr an, nach zwölf Std. ist Schluss, wenn alles gut läuft. Danach wartet der Hof.)

    Den inneren Schweinehund habe ich jeden Morgen in mir. Insofern muß ich Touranus recht geben. Motivieren kann ich mich in solcher Jahreszeit eher schlecht, es liegt wohl daran, dass in warmer Jahreszeit alles leichter fällt.

    Schönen Abend Euch Allen,
    Bronx.

    • Sandmann says:

      Ay Bronx,

      ja, mit dem Posting ist das so ähnlich wie du sagst, ich habs weiter oben schon mal erwähnt. Ich hole noch die verbleibenden Geschichten bis zum Start meiner (dieser) eigenen Seite nach und nach rüber und setze sie nach Veröffentlichung irgendwann wieder in die richtige Zeit zurück. Sehr es als Unterhaltung, weniger als Hommage an meinen Audi 🙂

      Aber ich werde die in Zukunft mit dem El-Chronologico Siegel kenntlich machen 😀

      Ich bewundere dich dafür, dass du 12 Stunden schaffst und dann noch auf dem Hof weitermachst. Wenn ich nach insgesamt 12-13 Stunden zu Hause ankomme freue ich mich maximal noch auf ein Abendessen mit meiner Tochter, eine banale Folge 30Rock mit meinem halbfinnischen Fräulein Altona oder einfach nur mein Bett…. Aber da geht offensichtlich noch einiges mehr, und das geht sicherlich besser, wenn es draußen hell und warm ist…

      Sandmann

      • bronx.1965 says:

        Bester Sandmann,

        mich würde deine Musik im Auto trotz „aus dem Fenster springen“ interessieren. Laß mal lesen. Manchmal muß man seinen Gefühlen freien lauf lassen.
        Ja, wenns draußen hell und warm ist geht so einiges mehr!
        So, Pause vorbei, ab geht er wieder der Wahnsinn.

        Grüße nach Kiel oder HH,
        Bronx.

        • Sandmann says:

          Tagsüber HH, abends Kiel 🙂

          Musik… hm… mal sehen, also…
          Mein All-Time-Herbst Favorit ist Eskobar, die gleichnamige CD von 2006. Von vorn bis hinten großartig und melodiös.
          Gleich danach kommt Kemopetrol (ja ich mag die weil sie aus Finland kommen).
          Dann ein Mix aus ruhigen Liedern von Fischer Z und John Watts, deren Sänger.
          Die „If not now when“ von Incubus läuft auch einmal die Woche.
          Am Ende des Tages Tori Amos, bei ihren CDs kann man immer gut jedes zweite Lied hören, die dazwischen sind ein bisschen… hm… komisch…
          Und bevor es zu trist wird die neue von den Goo Goo Dolls („Something for the rest of us“), das ist wunderbarer Autofahr-Mainstream.

          Die alten Lieder von Marrillion kann ich mir auch nicht überhören, die Zeit, als Fish noch gesungen hat…

          Soweit zum Soundtrack meines Herbstes. Und selbst…?

          Sandmann 🙂

  5. bronx.1965 says:

    Also, hm

    ganz große Favoriten sind Pothead, van Morrison, Paul Rutherfort um nur einige die mir einfallen, zu nennen.
    Pothead am liebsten voll aufgedreht, da kann ich mir die miese Stimmung einfach „weghören“. Ein besch.. vernieselter Morgen verliert ganz schnell seinen Schrecken.

    Wenn ichs ruhiger mag, dann ist Silly der klare Gewinner. Vor allem in der Besetzung mit Tamara Danz, die leider viel zu früh verstarb. Ihr Album „Battalion d Amour“ ist stimmlich und melodisch einsame Spitze.

    Was mir noch gefällt, ist Latino-Pop, nur habe ich da keine Ahnung von Interpreten. Das suche ich mir nach Gehör aus. Wobei ich gar nicht mehr weiß, wann ich das letzte mal die Muße hatte, in einen Shop zu gehen und einfach mal in verschiedene Interpreten reinzuhören.

    Soweit mein Soundtrack,
    Bronx.

    • Sandmann says:

      Ay Bronx,

      das ist alles gute, handgemachte Musik. Sehr fein. Dank meiner beiden Töchter (11 und 16) bin ich auch mit dem etwas flacheren Chartskram momentan ganz gut versorgt und habe festgestellt, dass meine „Große“ eine echte Trendsettern zu sein scheint 🙂 Sie hat für unseren Frankreichurlaub im August eine CD zusammengestellt, von der ich maximal zwei Lieder kannte. Und jetzt? Höre ich insgesamt sechs oder sieben der Titel jeden Tag im Radio…

      Da ich ja auch selbst Musik mache bin und bleibe ich auch eher ein Freund der klassischen Bandmusik… Aber ich bin immer offen für Neues. Die neue R.E.M. ist bis auf ein paar stressige Ausreißer übrigens auch nicht schlecht…

      Sandmann

  6. bronx.1965 says:

    Hey Sandmann,

    Musik machst Du auch noch? Was spielst Du da? Einigen deiner Geschichten nach, tippe ich mal auf Gitarre oder?

    Ja, manchmal haben Kinder so ein Gespür für Trends. Meine beiden (11,22) haben da ebenfalls Begabung. Der Große spielt in ner Band (Gitarre und Schlagzeug) und der Kurze übt sich ebenfalls an beidem.
    Meine Kinder hören durchweg Hardcore von Bands, die mir allesamt unbekannt sind. Slipknot und solche Sachen. Ist mir persönlich zu brüllig. Bei Rammstein (da gehe ich noch mit, die mag ich auch) flippen sie total aus. Dann gehen sie in unseren Proberaum im Keller und „action“.
    Gut ist, dass man durch seine Kinder immer auch mal neues hört. Manchmal frag ich sie dann, wer das ist, oder sag meinem Großen, er soll mir mal ne Scheibe zusammenmixen, fürs Auto. Sehr praktisch…:-)

    Grüße aus BRB nach HH
    Bronx

    • Sandmann says:

      Hihi die Autoscheibe bekomme ich auch regelmäßig 😀
      Meine Kleine übt sich auch am Klavier, die Große hat mal mit Gitarre angefangen, aber sehr bald wieder aufgehört. Leider.

      Ich selbst spiele Gitarre und ein bisschen Klavier. Wenn du mal den endgültigen Herbst haben willst, geh oben mal auf die Unterseite „Melancholische Melodien“… Alles meins… 😉

      Sandmann

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