Ihre Legos, meine Legos

Lasst uns drin rumwühlen!

Lasst uns drin rumwühlen!

Lego! ZACK bin ich wieder acht Jahre alt.
Diese kleinen, bunten Plastiksteine, die es schon mein ganzes Leben lang gibt. Ein riesengroßes 3-D-Puzzle ohne bindende Vorgaben, und die Bauanleitung war das Leben selbst. Egal, was ich in den 70ern mit erlebt hatte – ich wollte es alles mit meinen Legosteinen nachbauen. Häuser, Autos, Werkstätten und Raumschiffe. Das war großartig, irgendwie. Oder? Heute ist ein besonderer Tag. Mein viertelfinnisches Sandmädchen hat die große Legokiste meines halbfinnischen Fräulein Altonas entdeckt. Da fehlen aber ein paar Teile aus den Bauwerken ihrer eigenen vergangenen Welt, die meiner nicht unähnlich war. Also krabbeln wir auf meinen Dachboden, holen meine Legokiste von damals runter und – fusionieren unsere kreativen Welten zu einer, die ein vierjähriges Mädchen mit ihren kleinen Händchen selbst erschaffen kann. Und da kommen echt viele Erinnerungen hoch, an Nachmittage auf dem Teppich im Wohnzimmer…

Vor 40 Jahren gab es diese „Systemkästen“.

Was man damals eben so kaufen konnte.

Was man damals eben so kaufen konnte.

Ein quadratmetergroßer Pappkarton mit blauen Plastikkisten voller Kleinteile drin. Wenn ich diese Sets mit dem heutigen Angebot vergleiche, bekomme ich schon wieder diese Großvater-Allüren und möchte brummeln, dass früher alles besser war. War es ja gar nicht. Nur eben… anders. Die Steine waren noch ein bisschen klotziger und nicht so filigran ausgearbeitet. Mit den Systemkästen konnte man so ziemlich alles bauen, was man im Kopf hatte. Was man selbst erlebt hatte. Bauanleitungen waren nur Vorschläge, was alles möglich war, die Inspiration kam aus dem Garten der Nachbarn, dem Einkaufsbummel durch die Stadt oder dem Urlaub im Harz. Kaufe ich heute ein Lego Set, ist es meistens irgendein Merchandising Abklatsch eines aktuellen Kinofilms, eines Hypes (Ninjas, böse Zauberer, superdünne rosa Chicks oder Einhörner mit riesigen Glupschaugen) oder Teil einer Serie wie City oder Landlust oder Bauer sucht Frau ich weiß das doch auch alles nicht……. Es ist immer noch Lego, aber die Einzelteile sind inzwischen so individuell auf die jeweiligen Themen zugeschnitten, dass ich mit den kleinen Klötzchen eigentlich nichts anderes mehr bauen kann. Also quasi ein Modellbaukasten für ein einzelnes Thema. Schade, irgendwie. Denn genau die benötigte Phantasie für das Bauen von dem, was man im Kopf hat, brauchen die Kinder heute nicht mehr. Meinen (damals) riesengroßen Pappkasten habe ich noch, gefaltet und eingemottet in der großen Kiste mit meinen Steinen…

Das Material der Halbfinnin

Das Material der Halbfinnin

Spielzeug aus einer anderen Zeit, aus einer anderen Welt.
Die Steine riechen wie immer. Nach Lego. Könnt ihr benennen, wie alte Legos riechen? Sie riechen nach den Fingern, die sie vor 40 Jahren bespielt haben. Und aus ihnen heraus rieselt manchmal noch Sand aus einer lange vergangenen Welt. Zwischendrin liegen Zeitkapsel-Fragmente wie kleine Märchenwürfel, Murmeln, selbstgebastelte Papierschlösser oder anderer Kram, der da irgendwann mal reingeraten war und nie wieder rausgeholt wurde. Mit verklärtem Blick drücke ich ein paar schwarze Räder unter eine rote Platte, obendrauf ein paar Zweier oder Vierer (habt ihr die auch immer nach der Anzahl der Knöpfchen oben drauf benannt?) und habe zwei Minuten später schon fast aus Versehen ein kleines Auto gebaut.
Doch halt. Das viertelfinnische Sandmädchen hoppst zwischen mir, meiner Kiste und der sagenumwobenen Kiste meiner Halbfinnin aus dem nördlichen Niedersachsen hin und her und will unbedingt ein paar von Mamas Häusern bauen! Mama hatte nämlich, etwas später geboren als ich, wirklichen Hot Shit in Sachen „Ich und meine Welt“. Eine elektrische Legoeisenbahn! Einen Bahnhof! Eine Polizeistation! Einen Imbiss! Hätten wir uns damals schon gekannt, ich hätte sie sofort geheiratet. Aus rein materialistischen Gründen. Alle diese Teile sind in einer roten Kiste, und die dazu passenden, historischen Bauanleitungen habe ich gestern farbig ausgedruckt. Na, Frosch, wollen wir etwas bauen?

Sogar mit Hubschrauber!

Sogar mit Hubschrauber!

Ja! Sie will. Auch die geliebte Mutter gesellt sich dazu, und zu dritt wühlen wir in gelben, weißen, schwarzen, roten, blauen und durchsichtigen Plastikklötzen und basteln Bild für Bild, Stein für Stein die kleine Polizeistation nach. Mit Polizeiauto. Und weil wir nicht wie damals eine kleine Schachtel mit genau den passenden Teilen neu hier stehen haben – sondern eine große Kiste mit noch viel viel mehr Teilen – gestaltet sich der Bau ein bisschen schwierig. Langwierig, aber spannend. Kein PC Spiel kann das leisten, was eine große Kiste Legosteine vermag.
Was mich aber ein bisschen nervös macht: Ich habe meine ganze Kinderzeit und auch ein Jahrzehnt als junger Erwachsener gefühlt auf dem Fußboden verbracht. Gespielt, gelacht, geweint, Weinabende gefeiert und Musik gehört. Im Schneidersitz, halb liegend oder mit dem Rücken an die Wand gelehnt. Jetzt schlafen mir nach 15 Minuten die Füße ein, ich muss mich immer wieder anders hinsetzen und ab und an mal aufstehen. Strecken. Gelenke knacken lassen. Werde ich etwa alt? Neiiiiiiiin. Jedenfalls nicht heute Nachmittag, jetzt gerade bin ich wieder sieben Jahre alt und freue mich auf morgen, wo ich meine geliebte Tiffy in der Schule wiedersehe. Guck mal, da ist das gesuchte Blaulicht. Und hier die Leiter für das Polizeiboot, heute Abend kann es in der Badewanne in See stechen und eine Menge Schaum durchqueren!

Festgespielt

Festgespielt

Hach… macht das Spaß 😀 Hihi.
Mein halbfinnisches Fräulein Altona entwickelt eine ungebremste Suchenergie nach den benötigten Teilen. Das ist dann wohl sowas wie Spielzeug-Google? Bald kristallisiert sich heraus, dass entweder viele kleine Teile fehlen oder dass es im nördlichen Niedersachsen, auf dem elterlichen Dachboden, noch eine weitere Lego Kiste geben muss. Wir fangen an, meinen eigenen Bestand zu fleddern und die Bauteile zu ergänzen. Da ist noch ein schwarzer Einer! Und hier noch eine Scheibe für das Auto. Das viertelfinnische Sandmädchen verliert allmählich die Lust an dem mühseligen, bauanleitungsgesteuerten Mauerbau und widmet sich dem, was ich auch in ihrem Alter gemacht habe: Sie sucht sich die richtigen Steine für das Bild in ihrem eigenen Kopf und beginnt, ein Flugzeug zu bauen. Ohne Bauplan, jedenfalls ohne einen ausgedruckten. Die Herzdame und ich erschaffen noch die Garage der Polizeistation mit dem seltenen Rolltor (da fehlen allerdings drei Klappen drin), das Polizeiauto und das Haupthaus werden auch einigermaßen fertig. Alles, was ich an gelben Bauteilen finde drücke ich nebenbei noch auf einen Tankwagen für die Eisenbahn, die ich von Lego nie hatte. Ich hatte nur diesen Shell-Tankwagen, irgend ein Verwandter muss da mal irgendwann echt schlecht recherchiert haben. Aber sie hat ja eine Eisenbahn. Das wird dann eine späte Zusammenkunft. Und eine andere Geschichte.

Na, das kann sich doch sehen lassen.

Na, das kann sich doch sehen lassen.

RAUSCHSCHEPPERKLAPPER. Dieses helle, hohle Geräusch, wenn wir mit unseren Händen in der bunten Menge der Steine wühlen. Klasse. Unter den Knien jammert der Teppich, im Ohr plappern Bibi und Tina über Pferde (argh) und meine beiden Frauen und ich… spielen 🙂 Einfach nur so, ohne finanziellen Hintergrund oder andere Ziele. Spielen, des Spielens wegen. Meine Viertelfinnin plappert munter Pilotenansagen, während sie noch nicht ganz ingenieursmäßig Tragflächen, Leitwerke und ein Fahrwerk zusammendrückt. Irgendwie wird das Flugzeug in ihrer Phantasie schon fliegen, da bin ich mir ziemlich sicher. Die Bauvorhaben für die Polizeistation werden kurz darauf erst einmal eingestellt. Es fehlen zu viele Teile. Wir schauen kommende Woche, ob sich noch irgendwo eine Kiste versteckt hat. Danach ergänzen wir mit meinem Kram, und wenn dann noch immer etwas fehlt werden die Teile einzeln nachgekauft. Das kann man doch sicherlich… Heute kann man doch alles.
Ha. Was beim Hauptstadtflughafen BER seit Jahren nicht klappt, ist in Kiel kein Problem: Der erste Flieger hebt ab.

Fliegt und hält.

Fliegt und hält.

Ich finde Lego, auch die aktuellen Sets, die Creator Serien und die Technik Kästen noch immer großartig. Schön, dass es sowas noch gibt. Aber der Charme der alten Bausätze, der Bauanleitungen und der nicht so filigranen Steine haben mich komplett gefangen. Na klar schwingt da meine Kindheit mit, dieses Gefühl der Unbeschwertheit an einem verregneten Sonntag Nachmittag, an dem ich einfach nur gespielt habe. Meine einzige Aufgabe war am Abend, mein Zimmer wieder aufzuräumen. Mehr Verantwortung lastete nicht auf meinen Schultern. Das geht heute nicht mehr, auch wenn man sich noch so ausklinkt. Spätestens am nächsten Morgen ist die Realität wieder da. Aber es macht trotzdem endlos Spaß, in den Steinen zu wühlen und Dinge zu bauen. Gemeinsam. Ach und guck mal, da sind auch ein paar von den angeschrägten Klötzen, die als Computerterminals der frühen 80er verbaut wurden. So stellte man sich damals die Rechner vor. Nein, so sahen sie ja tatsächlich aus! Es waren die Zeiten von Wargames, außer Kontrolle geratenden Supercomputern und einer kalten Konfrontation zwischen Ost und West. Selbst das war noch irgendwie überschaubar und zumindest einfach zu benennen, wenn auch wirklich episch beruhigend.

Computer der 70er

Computer der 70er

Abendbrot.
Ich würde gern noch weiterbauen. Aber meine Knochen tun weh, und das Fehlen von vielen Teilen nach drei Jahrzehnten ist tatsächlich eine recht zermürbende Angelegenheit. Immerhin – das war doch ein Anfang! Wir finden in meiner Kiste noch Fragmente einiger Bauten, an die ich mich auch erinnern kann. Eine Garage mit roten Türen, die aufklappen, wenn ich davor einen Knopf drücke. Ein Polizeiboot (ich hatte auch eins!). Da muss ich wohl noch einmal auf die Suche nach weiteren Bauanleitungen im Netz gehen. Zum Abschluss kippe ich meine ehemals heilige Legokiste scheppernd in ihre. Und jetzt gehören alle Klötzchen unserer kleinen, viertelfinnischen Thronfolgerin. Was nützen mir denn alle meine Kindheitserinnerungen und meine gehüteten Devotionalien, wenn sie nicht bespielt werden? Es ist doch egal, was meine und was ihre Steine waren – jetzt spielt ein fast fünfjähriges Mädchen mit denen und baut ihre eigene, kleine Welt aus Lego. Besser kann man doch die eigene Vergangenheit gar nicht würdigen, oder? Und morgen… spiele ich gleich wieder mit 🙂

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

57 Responses to Ihre Legos, meine Legos

  1. Bastian says:

    Hihi, an die „Systemkästen“ mit den Beispielbildern kann ich mich auch noch gut erinnern. Ich bin Baujahr ’73 und während meiner Schulzeit kam dann irgendwann Lego Raumfahrt auf. Es gab in meinem Leben nur wenige Momente, die ein stärkeres Gefühl von „haben wollen“ ausgelöst haben. Irgendwann hatten wir einen neuen Klassenkameraden (ein Jens, kein Witz!), dessen Eltern bei uns im Ort neu gebaut hatten. Als ich dessen Zimmer das erste Mal betrat, hat mich fast der Schlag getroffen…er hatte so unglaublich viel von diesen Raumfahrt-Bausätzen…ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen, aber für mein Empfinden war da alles versammelt, was ich aus den Prospekten und dem OTTO Katalog kannte. Auf den grauen Grundplatten war locker ein Viertel seines nicht gerade kleinen Zimmers zu einer kompletten Station verbaut, paradiesisch! Auch wenn ich selbst keine Kinder bekommen habe, stehen die Lego-Sachen noch sicher verpackt im Keller, neben Playmobil (das Piratenschiff!), den Petzi und Tim & Struppi Heften, den gesammelten 3??? und TKKG Kassetten, sowie meinen liebsten Kinder- und Jugendbüchern. Ich warte jetzt noch bis 2023, dann bin ich 50. Wenn bis dahin niemand aus meinem näheren Umfeld ein halbwegs nettes Kind produziert, stifte ich alles einem Kinderheim….. Oder ich verkaufe alles auf eBay und kaufe mir vom Erlös den LEGO Todesstern und den Unimog, muahahahaaaaaaa…….

    • Sandmann says:

      Ay Bastian,

      aaawwwwwww Lego Raumfahrt!
      Gegenüber wohnten Tobi und Nils. Tobi hatte sein gesamtes Zimmer voller Playmobil (ebenfalls das Piratenschiff, außerdem Westernstädte und Raumfahrtzeugs) und Nils die ganze Bude voller LOGO. Alles. Unfassbar viele Steine, egal was man bauen wollte – man konnte es irgendwie bauen.
      Ich war immer sehr neidisch, obwohl ich schon tief in mir drin ahnte, dass hier eine gewisse Maßlosigkeit vorherrschte. Die beiden hatten später auch immer die geilsten Big Jim Figuren, Star Wars Figuren oder ferngesteuerten Autos. Ich war da eher ein wenig kurz gehalten, lediglich in den zwei Jahren nach der Trennung meiner Eltern 1980 durfte ich irgendwie alles haben was ich wollte….

      Die Tim und Struppi Bände hatte alle mein Freund Olaf (such mal nach „Poesiealben“ hier), auch alle Asterix und Lucky Luke. Die durfte ich mir nach und nach ausleihen. So ein Album durchzulesen war damals gleichzusetzen mit einem Gang ins Kino. Ich fand das klasse.

      Also wenn du mal gar nicht weißt, wohin du mit deinen Lego Sachen sollst – in Kiel würden sie frenetisch bespielt werden 😉

      Viele Grüße von einem fast gleichalten
      Sandmann

  2. Jürgen says:

    Hallo Sandmann,
    ich wünsche Dir und allen Mitlesern ein gesundes und glückliches Neues Jahr 2018!
    Und vielen Dank für die Lego-Geschichte, Du hast es wirklich drauf! Zu Weihnachten habe ich zu meiner Familie gesagt, wie toll ich es fände, wenn es eine Zeitmaschine gäbe… und jetzt lese ich Deine Lego-Geschichte, und bin wieder der kleine Junge, der auch diesen gelben Shell-Tankwagen hatte, bin wieder der Vater, der seine alten Lego-Steine zu denen seines Sohnes schüttet, gemeinsam baut, ….., es kommen so viele Erinnerungen hoch, mir fehlen die Worte…
    Bin gleich in das ehemalige Zimmer meines Sohnes (mittlerweile ist er 28), und habe den Tanklaster vergeblich gesucht. Er muss irgendwo auf dem Speicher liegen.
    Lese Deine Artikel immer gerne, aber dieser hat mich besonders berührt.
    Danke!

    • Sandmann says:

      Ay Jürgen,

      dir auch ein wundervolles neues Jahr!
      Was Zeitmaschinen mit uns machen wissen wir ja seit „Zurück in die Zukunft“ 😉 Seit dem will ich eine haben. Und einen DeLorean. Den kann man wenigstens wirklich kaufen.

      Du hattest auch diesen SHELL Tankwagen? Den Eisenbahnwagen? Hattest du denn wenigstens – im Gegensatz zu mir – eine Eisenbahn von Lego? 😉 So oder so, geh doch morgen mal auf den Speicher. Wer weiß, was du da noch alles spannendes findest…?
      Ich bin immer noch auf der Suche nach meinem Tagebuch. 1980 war das einzige Jahr, in dem ich ein Tagebuch geführt habe. Es war auch das Jahr, in dem meine Eltern sich getrennt haben. Wenn ich das mal irgendwann wiederfinden sollte… oh jeh. Na mal sehen.

      Hab einen guten Abend.
      Sandmann

  3. Bastian says:

    Comic Album = Kinobesuch, da sagst Du was. Habe gerade gestern ein sehr lesenswertes Interview mit einem Fahrschullehrer gelesen, wo er an einer Stelle auch auf die Wertigkeit solcher „Konsumgüter“ zu sprechen kommt. Aber auch darüberhinaus sehr interessant, das.

    http://www.taz.de/Endlich-18-Fahrlehrer-ueber-Volljaehrigkeit/!5470610/

    • Sandmann says:

      Puh.
      Bei solchen Texten merke ich, dass ich WIRKLICH älter werde. Das hängt mich ab. Das ist nicht mehr die Generation, die ich verstehe (also die Fahrschüler, nicht der Fahrlehrer).
      Na ja, vermutlich ist das normal.
      Aber ich glaube trotzdem, dass es eine Chance gibt, dass wir alle in ein paar Jahren total bekloppt sind, nur noch auf das Handy glotzen und uns den Kopf von den weltweiten Nachrichten, wahr und unwahr, wegblasen lassen. Die Menschen verlernen nach und nach, mal inne zu halten. Ich mache das immer wieder, wenn ich Auto fahre. Oder in Dänemark. Einfach mal an nichts denken und nicht kommunizieren.

      In diesem Sinne.
      Sandmann

  4. MainzMichel says:

    Oha, Lego!

    Mein Sohnemann (kurz vor zehn) hat das auch vor wenigen Jahren für sich entdeckt. Es hatte damit angefangen, daß wir auf unserem Speicher meine Lego-Uraltsammlung gefunden haben. Irgedwie war das VIEL weniger, als ich es in Erinnerung hatte. Das mag aber täuschen, obwohl auch damals das ein oder andere Teil entsorgt oder eingesaugt wurde *klack* (passiert heute auch).
    Ich hatte recht wenig von diesen Bausätzen, eher eine bunte Mischung von allem Möglichen. Aber ich besaß – trotz früherem Jahrgang als Du – die Eisenbahn. Obwohl ich sonst mit Zügen so gar nichts anfangen konnte, das Ding von Lego war etwas ganz anderes. Wären die Stromschienen in der Mitte nicht nötig, hätte man auch die Räder einstecken und ein Auto draus bauen können. Heute kein Problem, da sind ja Batterien drin.
    Mein Sohnemann hat inzwischen unzählige „Ninjago“-Sätze (was ist das für ein Mist, damit werde ich nicht warm), die er erst nach Plan in einer Eselsgeduld zusammenbaut, um sie dann wieder zu zerlegen und nach seiner Phantasie wieder etwas Eigenes zu kreieren. Natürlich wieder so im „Ninjago“-Stil, aber schon richtig gut. Zumindest, wenn man nur die Kreativität bewertet, über die Art s.o.. Auf jeden Fall läuft sein Zimmer bald über vor Lego, und das, obwohl wir uns einig waren, daß dieses Kind nicht soviel Spielzeug bekommen soll. Warum klappt das eigentlich nicht? Die Vorsätze sind da, aber es funktioniert nicht.
    Aber bei Lego drücke ich da auch gern ein oder auch beide Augen zu. Wahrscheinlich, weil ich das Zeug auch so innig geliebt habe. Und immer lieben werde. Zwar baue ich mit ihm nur recht selten, aber schön ist es trotzdem.

    Adios
    Michael
    Der mit „Playmobil“ so gar nix am Hut hatte.

    • Sandmann says:

      Ay Michael,

      das viertelfinnische Sandmädchen hat unter dem Weihnachtsbaum auch das Eisschloss von Prinzessin Elsa gefunden 🙂 Bauen hat richtig Spaß gemacht, seit dem steht es rum. Aber so ist das ja bei Lego, das Aufbauen macht definitiv mehr Spaß als das spätere Spielen damit.

      Anders bei Playmobil. Auch die fand ich vom Spielwert immer gut. Ich hatte erst ein Straßenbau Set von Play BIC (das damalige Konkurrenzprodukt) mit Bagger, Walze und Unimog. Supercool, ich habe damit im Sommer den ganzen Garten umgebaut. Und auch gegenüber bei Tobi und Nils wurde bei gutem Wetter das Playmo-Zimmer durchaus mal nach draußen verlagert. Ich war ein großer Freund der Sandkiste…

      Später habe ich angefangen, Modellbausätze von Airfix und Revell zusammenzukleben. Am liebsten große Kriegsschiffe wie die Tirpitz oder die Admiral Graf Spee. Die verschwinden nach und nach aus den Spielwarenabteilungen, da scheint niemand mehr Bock drauf zu haben. Ich hab das auch ohne Farbe gemacht, nur „binch-building“, noch eins bauen und noch eins. Die vielen Teile faszinierten mich. Das Abstauben einmal die Woche nervte mich. Und dann sind die alle für gutes Geld auf dem Flohmarkt weggegangen. Gut so. Ich mag Vitrinen nicht 🙂

      Meine nächsten Projekte: Den ferngesteuerten 2-Gang High Speed Porsche von Dickie Toys wieder auf die Straße bringen – und in Dänemark im März das ferngesteuerte Propellerflugzeug in die Luft bringen. Alles andere wird im Maßstab 1:1 gemacht 😀

      Sandmann

      • MainzMichel says:

        1:1 kommt besonders gut 🙂
        Vitrinen mag ich auch nicht, daher gibt es bei uns auch keine. Dennoch habe ich das ein oder andere Sammlerstück (zumindest für mich), so ein Passat 1976 in 1:18 von BOS und das ein oder andere Karmann Ghia Cabrio, auch in 1:18, von verschiedenen Herstellern. Mal top, mal weniger gelungen.
        Aber diese beiden habe ich ja auch in 1:1. Allerdings weniger gut. Irgendwann schraube ich mal weiter…

        Adios
        Michael

        • Sandmann says:

          Ay Michael,

          ich trenne mich ja gerade von einem meiner 1:1 Modelle, dem Kasi. Schweren Herzens, aber ich muss ein wenig Restvernunft bewahren. Und meine restaurierende Energie investiere ich lieber in den Granada 🙂

          Ich habe auch noch ein paar Devotionalien von damals außer den Legos. Meine Matchbox Autos sind noch alle da, und auch vier oder fünf Kisten mit alten Briefen und Klamotten…. Ein bisschen was muss man sich ja für die Rente aufheben, wenn man noch viel sentimentaler wird als jetzt ohnehin schon 😉

          Sandmann

  5. Daemonarch says:

    Au, Lego! Klar!

    War ja auch meine Kindheit… Ich erinnere mich noch daran, gefühlt einen halben Meter langes Modell vom Kampfstern Galactica zusammengepuzzelt zu haben… Müsste es sogar irgendwo noch Fotos von geben.

    Ich fürche nur, die Legos sind alle verschütt gegangen. Aus meiner Kindheit existiert praktisch NICHTS mehr, ausser ein paar Fotos.

    Ich baue mir gerade computermäßig meine Kindheit nach. Einen Arcadeautomaten hab ich mir selbst zu Weihnachten geschicht, unglaublich wie billig sowas heute ist, und dann kommt noch eine Emulation-Station aus einem Raspberri Pi in ein Commodore-Gehäuse.

    • Sandmann says:

      Ay Daemonarch,

      das Teil von Kampfstern Galactica gab es von Lego?? Oder hast du dir das selbst erbastelt?
      Ich habe „meinen“ halben Meter mal in die „Cygnus“ aus dem Disney Film „Das schwarze Loch“ investiert. Ist aber nie fertig geworden. Später habe ich das Ding dann aus Papier gebaut, sagenhaft, ist leider auch verschollen…

      Sandmann

      • Daemonarch says:

        Naja, das orientierte sich eher grob am Original, aus dem Kopf zusammengebaut. Und sehr BUNT!

        Sah für mich damals aber extrem cool aus, wenn ich das Foto wiederfinde, erschrecke ich mich sicher, wie wenig ähnlichkeit da wirklich da war! 😀

    • MainzMichel says:

      Mit einen (gefälschten) Arcade-Automat hatte ich auch schon geliebäugelt. Blöderweise habe ich schlicht und ergreifend den Platz dafür nicht. Aber klasse wär`s schon.
      BTW: Weiß einer, wie ich die ORIGINALEN Spiele auf meinen PC bekomme? Mir geht es ausschließlich um die fünf folgenden:
      – Pac-Man
      – Space Invaders
      – Asteroids
      – Centipede
      – Phoenix
      Alle Möglichkeiten, die ich dafür bisher fand, sind irgendwelche abgeänderten oder modernisierten Versionen, ich will aber die einfachen Originale.

      Adios
      Michael

      • Sandmann says:

        Ay Michael,

        wenn du die aufgezählten ORIGINALE spielen willst, warum suchst du denn dann nach PC Versionen? Warum keinen Atari 2600? Ich hab noch einen übrig, allerdings den ganz alten seltenen mit Holz und so. Die gehen für rund 70€ über den Tresen. Aber die neueren flachen bekommst du auch mal für 30€ mit Controllern, und die genannten Spiele kosten zwei Euro das Stück 🙂
        Das Teil läuft auch noch auf aktuellen Flachbildfernsehern….

        Sandmann

        • MainzMichel says:

          Danke für das Angebot und die Tipps.
          Sollte ich mir aber ein weiteres Gerät holen, daß ich erst wieder irgendwo anschließen muß, nutze ich es nicht. Ich hoffte, die Freaks haben das heutzutage schon umgesetzt, damit ich es mir einfach auf den PC ziehen und direkt spielen kann. Ist aber wohl nicht so. Versuche gab es, leider ist mein Virenscanner dabei bald geplatzt.
          Hier unten gibt der Bastian noch einen Tipp, das kenne ich noch nicht und werde mal suchen.

          Adios
          Michael

          • Sandmann says:

            Yo, mach mal und erzähl dann ob du fündig wurdest.
            Ich bin ja mehr so der PC Mensch 🙂 Hab ich auch unten geschrieben. Meine letzte Leidenschaft ist die gute alte Playstation II, die läuft einwandfrei, Spiele bekommst du hinterhergeworfen und der Spaß ist auch aus heutiger Sicht riesengroß.

            Ansonsten habe ich drei oder vier aktuelle Spiele auf meinem PC, zu mehr komme ich sowieso nicht. Im Moment hänge ich noch immer im wirklich epischen Witcher III, eines der wundervollsten Storyadventures, die ich jemals vor Augen hatte.

            Sandmann

      • Daemonarch says:

        Hallo Michel

        Such mal bei ebay nach „Pandora’s box“…
        Da kriegst du für ca. 130€ eine Arcade-Kiste mit zwei Arcade.Joystick-Konsolen und über 800 eingebauten orginalen Spielen.

        Kannst du direkt über hdmi an moderne TV anschließen, oder per VGA an einen Monitor…

        Bockt voll, sieh aber zu, dass du mindestens die 4s-Version kriegst.
        Ich hab die 4s bestellt, und die 5er gekriegt (mehr Spiele drin)

        • MainzMichel says:

          Auch Dir Danke für den Tipp, aber das ist nix für mich.
          Wie Sandmann wenige Antworten hier drüber schrieb, bin auch ich ein einfacher PC-Mensch, ich will KEINE WEITEREN GERÄTE haben. Daher suche ich nach einem Emulator für den PC und die originalen fünf Spiele, die ich schon angeführt habe, die ich einfach darauf installieren will. Den MAME von Bastians Tipp habe ich installiert, kapiere aber nicht, wie es weitergeht.

          Adios
          Michael

          • Sandmann says:

            Ay Michael,

            warum hast du denn so eine Phobie vor neuen, kleinen, anderen Geräten? 😀 Was ist denn da passiert? Da setzt du dich lieber an den PC, probierst einen nach dem anderen Emulator aus, kommst nicht voran und verbrennst Lebenszeit? Die zeit solltest du lieber zum SPIELEN nutzen 😉

            Sandmann

            • MainzMichel says:

              Ich spiele SEHR selten. Und wenn, habe ich keinen Bedarf, die passenden Geräte erst aus irgendeiner Ecke zu ziehen und sie zusammenzustöpseln. Wenn ich mal spielen möchte, passiert das am PC, an dem ich zu 99% sowieso gerade sitze, wenn mich diese Anwandlung überkommt.

              Adios
              Michael

              • Sandmann says:

                Okay, verstehe.
                Ist ne Einstellung. Kann man machen. Dann hoffe ich, dass du fündig wirst 🙂

                Ich spiele auch nicht oft. Aber dann mache ich das wie mit einem guten Buch oder einer Langspielplatte. Ich nehme mir Zeit. Ich habe einen dicken Desktop, auf dem 5-6 relativ aktuelle Spiele drauf sind. Vor dem versacke ich alle zwei Wochen mal. Die antike PS2 unten am Fernseher muss nur eingeschaltet werden, dann funktioniert sie. Der Atari 2600 auch. Der ist sogar noch dekorativ, ich habe den ganz frühen mit Holzdekor vorn 😉

                Nur die alten PCs unten im Keller wären nicht ohne weiteres wiederzubeleben… Aber irgendwann mach ich das auch noch mal.

                Sandmann

  6. Bastian says:

    Hallo Michael,

    kannst ja hier mal Dein Glück versuchen: https://archive.org/details/internetarcade?&sort=titleSorter&page=2

    Grundsätzlich gibt es mittlerweile Emulatoren für sowas. Bei den Arcade Titeln, die ja teilweise nie für andere Plattformen erschienen sind, nennt sich das Ding MAME. Einfach mal googeln.

    Mir fehlen noch ein paar Kleinteile, dann kann ich mit meiner MAME Konsole bald DAS Spiel meiner Kindheit „Scramble“ an einem extra dafür angeschafften Röhren-Trinitron von Sony spielen. Jedenfalls hoffe ich das, denn die Platine mit dem Spiel ist ein Original aus einem 80’er Automaten und bald 40 Jahre alt. *toitoitoi*

    Bei uns gab es im Umkreis von 10 Kilometern nur den einen Automaten und auf dem war halt Scramble installiert. Der stand im Eingangsbereich eines mittlerweile geschlossenen Edeka Marktes. Was haben sich da immer Menschentrauben gebildet. Und was haben wir da an Taschengeld verpulvert. Auch wenn das Spiel nicht so bekannt ist, wie beispielsweise Asteroids oder Galaga, finde ich es von der gesamten Gestaltung doch sehr typisch für die Zeit. Erinnert mich mit den Neonfarben auch immer an Gruselhörspiele von Europa.

    • MainzMichel says:

      Hi Bastian!

      Danke für den Tipp, da ich mich nicht auskenne, kannte ich das noch nicht. Aber ich werde mal mein Glück probieren.
      „Scramble“ sagt mir auch so absolut gar nix.
      Wir hatten uns bis max. Mitte ’84 im „Rheinbowling“ in Mainz herumgetrieben und dort an den genannten Automaten gedaddelt. Wobei es diesen Begriff damals NOCH nicht gab, unser heißgeliebtes „Rheinbowling“ nicht MEHR. Inzwischen schon Jahrzehnte…
      Viel Glück mit Deinem Sony. Der ist etwas überqualifiziert dafür, oder? Willst Du einen Automaten nachbauen?

      Adios
      Michael

      • MainzMichel says:

        Bastian, hilf!

        Ich komme mit MAME nicht weiter.
        Bitte schreibe mich unter meinem Namen hier bei web.de mal an, wenn Du mir weiterhelfen kannst/möchtest.
        Danke!

        Adios
        Michael

    • Sandmann says:

      Ay Jungs,

      da trefft ihr prinzipiell auch ein Thema, was ich spannend finde. Allerdings war ich nie so der Automaten Daddler. Wie weiter oben beschrieben habe ich mir vor ein paar Jahren eine Atari 2600 Konsole gekauft (vielleicht auch aus Versehen drei oder vier….) und einige Spiele dazu geholt. Atari daddelte ich immer bei meinem Freund Olaf, einen eigenen hatte ich nie.
      Die Dinger laufen auch auf neuen Fernsehern, aber die Spiele sind irgendwie aus heutiger Sicht doch ziemlich blöd 😀 Damals passte alles zusammen, Phantasie, kindliches Erstaunen, keine Alternativen. Heute ist da nur noch die Phantasie… Reicht bei mir nicht.

      Worauf ich richtig abgehe sind die ersten besseren DOS Spiele. Mit denen hat Anfang der 90er meine echte Spielezeit angefangen. Und dafür gibt’s ja die DOSbox bzw. wenn ich mal zu viel Zeit habe (muuuhahaha) die alten Maschinen im Keller, die ich alle aufgeboben habe. Einen für DOS 6.2 und Windows 3.1, einen für Windows 95 und einen für Windows XP. Auf einem von denen läuft jedes meiner alten Spiele…

      Sandmann

  7. Stefan200 says:

    Moin!
    Ja, Lego war auch mein Lieblingsspielzeug. Und natürlich hatte ich einen Kumpel, der viel mehr hatte. Wo wir meistens dann auch waren. Mein bestes Projekt aus der Zeit war die Comet, Länge ca. 30 cm, und natürlich eckig (wie hätte man das auch rund bauen sollen) und oben offen (damit man vorne die Männchen an die Computer setzen konnte), vorne mit durchsichtigen Steinen, wo man Photonen draus abschoß, mit rotierenden X-Wing (zum Aktivieren der Kometentarnung) und hinten, quasi im Kofferraum, das kleine Raumschiff, der Cosmoliner. Alles wie in echt. 😉

    • Sandmann says:

      WAAAAAAAAAHHHHHHH du hast die Comet gebaut?
      Geil.
      Da habe ich mich nie rangetraut. Aber ich habe Captain Future mit meinem Kasettenrekorder und einem Mikrofon vom Fernseher aufgenommen. „Mit Gefangenen im Weltall“, drei Teile, inklusive den Lachern meiner Freunde Tobi (Playmobil) und Nils (Lego). Das Tape habe ich sogar noch 😀

      Heute gibt es so viel cooles Spielzeug, für das ich damals meine Seele verkauft hätte. Allein der Star Wars Kram, sagenhaft. Ich hatte einen X-Wing (muss da grad dran denken wegen deiner Comet Flügel) für irgendwelche Action Figuren von einem Freund gekauft. Den hatte ich gehütet wie ein Schatz…..

      Sandmann

      • Stefan200 says:

        Nunja, Captain Future hätte sich sicher geschämt, in mein eckiges Bauwerk einzusteigen, aber besser ging es eben nicht.
        Vor ca. 15 Jahren wurde alles wiederholt, auf Tele5. Habe etwas davon auf Video aufgenommen. Drei mal drei zusammenhängende Folgen hab ich. Inzwischen auf DVD kopiert. Mit Gefangenen im Weltall ist auch dabei, eine der besten Folgen überhaupt. Alleine die Idee mit der Säure im Hemd – genial.
        Star Wars (wie auch Star Trek) habe ich erst viel später gesehen, das war zu der Zeit, als Captain Picard anfing. Erst dadurch kam ich zu Raumschiff Enterprise, noch später dann die alten Folgen (haha, Männer im Schlafanzug) und eben auch Star Wars.
        Raumschiff und Abenteuer – das war als Kind immer nur Captain Future.

        • Sandmann says:

          Ay Stefan,

          ich habe sämtliche paarundfünfzig Folgen von Captain Future irgendwann vor ein paar Jahren mal als mpeg gekauft. Hab sie noch immer nicht alle durchgeguckt. Die liebe Zeit….

          Trekkie war ich nie. Auch später nicht. Aber Raumschiff Enterprise habe ich bei meinen Großeltern noch im Original aus den 60ern geguckt, wo auch mal Bügeleisen oder Trockenhauben als Raumschiffe durchgingen 😀 Die habe ich dann später auch alle gekauft, inzwischen sind die auch bei Netflix & Co. zu sehen. Ich mal ganz entspannt nebenbei…

          Mein erstes richtiges Weltraumepos war nach Captain Future der Film „Das schwarze Loch“, wie weiter oben schon mal beschrieben. Den habe ich im Kino gesehen, dann das Panini Sammelalbum epidemisch vollgestickert und diverse schlechte Nachfolgecomics gekauft. Jetzt liegt der auch auf meiner Festplatte rum…

          Wenn ich doch mehr Zeit hätte…
          Sandmann

          • MainzMichel says:

            Captain Future? Ganz nach Higgins: Oh mein Gott!
            Da merke ich doch wieder, daß ich älter bin als Du. Ich konnte die Japan-Nummer nie leiden.
            Wäre das nicht ein schöner neuer Thread (oder nennt man das nur in Foren so?) hier? Die Serien aus der Jugend, die man sich heute wieder antut. So habe ich mir gerade die ersten drei Seasons von „Der Fahnder“ gekauft.

            Adios
            Michael

            • Daemonarch says:

              Ouuuuh Mann! Jetzt hab ich den Captain-Future-Theme als Ohrwurm… 😀

              • Sandmann says:

                Das geht doch noch.
                Mir schwirrt seit vorgestern die Banal-Melodie einer Plastik-Kinderküche im Kopf rum, die dazu auffordert, sie zu putzen. Ich werde wahnsinnig.

            • Sandmann says:

              HAHAHA 😀
              Captain Future war eine der ersten Zeichentrickserien, die ich wahrgenommen hatte. Parallel zu Heidi, Pinocchio und Sindbad. Mehr gab es in den 70ern einfach nicht…

              Den Fahnder habe ich damals (trotz Granada) nicht geguckt, der war mir zu lame. Heute fänd ich den glaube ich gut. Die Profis wiederum fand ich damals zu krass (trotz diverser Fords), heute dagegen eher lame. Aber du hast Recht, ich werde mal einen Artikel zum Thema lostreten. Beizeiten 🙂

              Wenn ich einen relativ aktuellen Serientipp geben darf: „Life on Mars“. Drei Staffeln, ganz großartiger Stoff über eine absurde Parallelwelt in den 70ern und 80ern. Mit wirklich tollen Autos 🙂

              Und… es gibt Menschen, die ÄLTER sind als ich? YIPPIE 😀
              Sandmann

              • Stefan200 says:

                Hey Sandmann,
                Stimmt. Biene Maja und Tschau Marco (NUR auf WDR, seeehr verschneit kams bei uns an) hast du noch vergessen.
                CF ist wohl echt eine Generationssache. So ca. die Jahrgänge 1967 bis 1977.
                Einer „von uns“ hat sich der Sache angenommen, hat mühsam alle Lizenzen zusammengetragen (Christian Bruhn wegen der Musik, in Japan wegen der Optik, in USA wegen der Romanvorlage usw.). Weil der soviel Energie eingesetzt hat, glaube ich, das wird was ! Ganz frisch ein Interwiew:
                https://www.youtube.com/watch?v=5Qt_RuVeCbY
                Achtung, das ist KEIN Trailer:
                https://www.youtube.com/watch?v=34j9JsU8Yok
                Ja, Life on Mars hatte ich damals (ist auch schon wieder 10 Jahre alt oder so) auch gesehen, tolle Serie.

                • Sandmann says:

                  Ay Stefan,

                  Tschau Marco? Noch nie gehört 😀 Das scheint komplett an mir vorbeigezogen zu sein. Die Clips gucke ich heute Abend mal bei einem Glas Wein. Und irgendwie… muss ich mich mal wieder an die Sindbad-Folgen ranwagen. Die habe ich noch alle… und ich war damals so verliebt in Sheila…..

                  Sandmann

  8. Bastian says:

    Hallo Michael,

    hab Dir bezüglich MAME per E-Mail geantwortet. Zum Sony: Was heißt schon überqualifiziert? Röhrenfernseher gibt es auf eBay für Nüsse, da hab ich mir gedacht, ich investiere zwei Nüsse mehr und hol mir einen, der auch in den Ecken nicht verzerrt und gute Farben liefert. Außerdem sehen die alten Trinitrons, wie ich finde, extrem gut aus. Die verbreiten so eine profihafte Studioatmosphäre. Ich kann mit dem Trumm (inclusive Original Unterschrank und außen anzuhängender Lautsprecher plus Subwoofer oben drauf) im Wohnzimmer viel besser leben, als mit so einem riesigen Kabinett.

    • MainzMichel says:

      Damit ist auch meine Frage beantwortet, ob Du Dir einen Automaten nachbauen willst.
      Mit dem Studiofeeling gebe ich Dir Recht, die Sony haben/hatten was. Trotzdem möchte ich keine Röhre mehr hier haben, auch keinen solchen. Jetzt nicht mehr.
      Deine Mail habe ich mir noch nicht angesehen, momentan habe ich da keinen Kopf dafür. Aber schonmal Danke für die Antwort, ich werde mich wieder melden.

      Adios
      Michael

  9. Jo Vauwee says:

    Hach LEGO *seufz*

    da kommen Erinnerungen hoch an Samstag Abende. Meine Leute wollten EWG, MainzbleibtMainz, Wetten Dass? oder was auch immer kucken. Und ich mit meiner LEGO-Kiste. CHRRRAPZCHRRAPZZCHRAPPS *wühl grab teilesuch*. Und das waren aus Kindsicht viele Teile und die Kiste war laut 😀 War das nicht so eine Waschmittel-Papptrommel (kennste?) ?
    Jetzt dämmert das Zeug im Keller in ner Kiste vor sich hin. Frisch gewaschen in der Waschmaschine weil ich dachte, meine Neffen hätten irgendwann Spaß dran. Aber deren LEGO-Zeit dauerte nicht lang und irgendwie kam es nie zur Übereignung.
    Interesse?

  10. Jau, superklasse!
    LEGO ist einfach ein echter „Meilenstein“ gewesen. Zumindest für den, der so in unserem Alter ist. Für alle deutlich jüngeren wurde es mit der Eigenphantasie eindeutig schwerer, weil LEGO begann, Formsteine herzustellen, die immer nur in Verwendung des bestimmten Bausatzes Sinn ergaben. WIR hatten ja noch die Erfinder-Ausstattung. Bodenplatte in dünn und dick, 2er. 4er, 6er, 8er Steine, schräge Steinchen für Dachflächen oder Raumschiffe, und ein paar Fenster. Die Räder der alten Sorte waren auch analog und unmißverständlich.
    Das aufkommende LEGO-Technik brachte dann den ersten Durcheinander in die Welten. Im Übrigen habe ich in meinem damaligen Freundes- und Familienkreis die unterschiedlichen „Lager“ deutlich in Erinnerung. Wer Fischer-Technik hatte, hatte kein LEGO, und umgekehrt. Und wer LEGO-Eisenbahnen hatte, kannte MÄRKLIN nicht. So einfach war das.
    Meine letzten Erfahrungen mit LEGO waren allerdings eher schmerzlich. Nachts auf dem Weg ins dunkle Kinderzimmer, noch halb schlaftrunken, schon vor der Tür barfuß aufs erste Steinchen getreten, und stumm schreiend beim Ausweichschritt mit dem anderen Fuß gleich auf den nächsten…aua…auch das war LEGO… ;-))

    Schöne Story, Jens, danke!

    Gruß,
    Dirk

    • Daemonarch says:

      Es gibt ja den alten Spruch : „Wer einen Tritt in die Eier als schmerzhaft empfindet, der ist noch nie barfuss auf einen Legostein getreten!“

    • Sandmann says:

      Ay Dirk,

      ich lerne erst durch meine immer wieder neu aufgelegten Kinder 😉 meine eigene Vergangenheit zu schätzen.
      Und ja – die verschiedenen Lager kenne ich auch. Wobei Fisher Technik nie meins war, das fand ich zu grau und zu unflexibel. Mit Lego ging mehr, und die waren schön bunt!

      Meine Fleischmann Eisenbahn habe ich übrigens noch, komplett mit allen Gleisen, zwei Zügen, allen selbst gebauten Häusern und diversen Wiking Autos. Auch die wird irgendwann noch einmal aufgebaut werden. Vermutlich müssen die Schienen auch mal poliert werden, aber eigentlich sollte die noch funktionieren…

      Bilder im Kopf… mit dem Legostein unterm Fuß… ich glaube, das kann man nur damit toppen, dass man nachts mit dem kleinen Zeh an der Türkante hängenbleibt und trotzdem weitergeht……

      Sandmann

  11. Bastian says:

    Ich könnte mich schlapplachen… Vor nicht ganz drei Monaten war ich in der Situation, meiner Stiefschwester und ihrem Mann etwas zur Geburt ihres Kindes schreiben zu wollen. An dieser Stelle sei mal angemerkt, dass Google für vieles taugt, aber eben nicht für alles… Die Ergebnisse entsprechender Suchanfragen schwankten zwischen cheesy bis zum Abwinken und peinlich wie Poesiealbumsprüche, fehlte nur noch die Diddl-Maus…
    Also schrieb ich über die Freuden des Elternwerdens anhand des Beispiels nachts im dunkeln auf einen Legostein zu treten. Und jetzt taucht das hier in einem meiner Lieblingsblogs auf. Fühlt sich gut an, wenn Andere Erinnerungen teilen können. Irgendwie meint man ja meist, man hätte das exklusiv erlebt, aber nee…

    • Sandmann says:

      Ay Bastian,

      so nach und nach glaube ich, dass die Jahrgänge 1965 – 1980 alle eine relativ ähnliche Kindheit hatten 🙂 Und dass es schön ist, die mit anderen zu teilen, zeigen ja die aus dem Boden ploppenden „Unsere Kindheit“ oder „Weißt du noch“ Facebookseiten, die ich alle meide wie einen Schimmelpilz. Weil sie alle plakativ und gleich sind. Nicht meins.

      More to come. Ich habe auf dem Dachboden noch einiges stehen 😉 Und da ich keine Leichen im Keller habe muss ich halt darüber schreiben.

      Sandmann

  12. Ich füge mal noch ganz zart den Jahrgang 1964 hinzu….danke.. 😉

    Wißt ihr, was ich mich schon sehr lange frage?
    Was für „deja-vu´s“ á la Legostein bleibt eigentlich mal für die, die jetzt so um die 10-15 Jahre alt sind? Womit spielen die denn eigentlich?
    Selbst mit Blick auf meine Kids (20, 23, 26) fällt mir die Antwort gar nicht leicht. Denn: So wirklich draußen gespielt, so wir wir, haben die schon nicht mehr. Für uns war ja spielen im Wald kein Spiel. Wer da Trapper war, der war auch einer! Und nicht der Dirk, Peter oder Stefan, der bloß einen Trapper spielt. Ne, ne…
    Die heute so jung sind, erzählen die später, nachts auf Handys getreten zu sein? Oder am Teppich liegend Wasserpfeife geraucht und am PC gezockt zu haben? Ist es das?
    Oder ist da evolutionär schon was verloren gegangen, so leise, still und heimlich? Wer „spielt“ denn noch? Und wenn, womit? Und mit wem…?
    Spielen im 70er Jahre-Stil, war doch, Welten zu erfinden. Ob mit Lego, oder draußen, das entschied das Wetter. Das ist echt weg, glaube ich.

    • Sandmann says:

      Ay Dirk,

      die Handvoll Jahre 😉
      Man liest ja immer wieder, dass „wir“ die letzte Generation waren, die noch draußen gespielt hat, auf Bäume geklettert ist und kreativ war. Auf eine Art stimmt das auch, auf eine andere aber glaube ich nicht. Auch früher gab es Stubenhocker und Nerds.
      Im Gegenzug ist heute nicht jedes Kind ein Handy- oder Computersuchti. Es ist einfach anders. Die neueren Generationen sind definitiv nicht mehr so viel draußen wie wir, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht kreativ sind oder nur rumhängen. Meine mittlere Tochter erschafft komplette Welten am Computer, wenn sie „Die Schule der Zukunft“ als Hausaufgabe gestalten soll baut sie die mit „Die Sims 3“ nach. Sucht Solarzellentexturen und baut die mit ein. Bastelt Möbel. Das Ergebnis ist sagenhaft! Es ist virtuell, aber es ist nicht weniger Kreativ als meine Höhle im Wald bei Uelzen (ob es da noch Reste von gibt…?).

      Und deshalb glaube ich, dass die heutigen Kinder sich auch an ganz konkrete Erlebnisse erinnern werden. Während wir schon unsere Vergangenheit glorifizieren (es gab im Winter IMMER Schnee, im Sommer war es IMMER heiß und wir haben wie die Bekloppten draußen gespielt – natürlich gab es NIE verregnete Nachmittage, an denen man vor Langeweile fast gestorben wäre…) bauen unsere Kinder ihre eigenen Erinnerungen. Mit Papa im Auto in die Schweiz gefahren. Selbst Auto gefahren. Picknick mit der Freundin. Als Papas Auto nicht ansprang – zu zweit mit der Mofa zur Schule gefahren. Zum Sims spielen verabredet. Mädelsabend mit Guitar Hero auf der alten Playstation 2. Und sowas. Ich glaube, das ist auch was wert! 🙂 Oder?

      Sandmann

  13. Jürgen says:

    Ich erhöhe auf Jahrgang 61. Man, bin ich schon alt, aber ich finde mich in vielen Artikeln des Sandmanns und der Kommentare wieder. Man ist halt immer so alt, wie man sich fühlt…… und im Herzen bin ich immer noch ein Kind (sagt zumindest meine Frau)

    • Sandmann says:

      Ay Jürgen,

      spannend: Hättest du mir damals, als ich noch Teenager war, gesagt, was so mit knapp 50 um mich rum gehen wird – ich hätte es dir nicht geglaubt 🙂 Verrückt, auch ich bin im Kopf ein Kind geblieben (ich glaube das merkt man in den Geschichten), und ich werde zwar älter, fühle mich aber noch immer rundrum prächtig. Meine Eltern waren glaube ich mit 30 im Kopf schon älter als ich jetzt.
      Eigentlich mache ich noch immer den gleichen Scheiß, den ich schon mit 21 gut fand. Ich bin nicht stehen geblieben, ich habe mich weiterentwickelt und Verantwortung übernommen. Aber ich bin noch immer mit dem Segen des kindlichen Blicks auf die Dinge ausgestattet, und ich glaube das wird sich auch nicht mehr ändern 🙂 Herrlich.

      Sandmann

  14. Tja, Jürgen, alles richtig gemacht, willkommen im Club.. 😉

  15. Arno says:

    Lego 🙂 Hach, Lego 🙂

    Aber früher war das alles besser… ich bin ja von der Lego-Eisenbahn über Märklin zum Verein der Nerds und Verrückten gewandert: https://www.fremo-net.eu/index.php?eID=tx_securedownloads&u=0&g=0&t=1516022075&hash=eb1b674181a2fff68da495636809596c86a2841f&file=fileadmin/_processed_/csm_DSC_0569_de3f217188.jpg

    Und heute versuche ich, meinen bald fünfjährigen Patensohn auch damit anzufixen. Damals gab es so tolle Eisenbahnwagen und -loks aus Standard-Steinen, die man fröhlich nach Lust und Laune bunt zusammenbauen konnte, kurz, lang, Personenwagen, Güterwagen, Dampflok, Diesellok, mit Autos beladen… ja, auch den Shell-Tankwagen hatte ich 🙂 (das ganze alte Zeug geht wohl an meine Nichten, nehme ich an)

    Heute gibts dafür Lego City mit Funkfernsteuerung, aber die Loks und Wagen bestehen zu fast 100% aus Spezialsteinen. Anders zusammenbauen als in der Anleitung vorgesehen? Nix ist. Noch schlimmer soll das bei Lego Technik sein, sagte mir ein guter Kumpel…

    Muss ich wohl meinen eBay-Account mal wieder entstauben, dass der Kleine zum Geburtstag eine schöne Sammlung von den alten Sachen bekommt.

    MfG, Arno

  16. Marcel says:

    Ganz toller Artikel. Wir haben dieses Jahr unseren Kindern auch Legosteine zu Weihnachten geschenkt und ich habe mich dabei erwischt, dass ich fast mehr Freude am Aufbauen hatte als mein Sohn. Ihm macht das Spielen viel mehr Spaß, als das reine Aufbauen. Für mich unverständlich, aber sicherlich erging es mir früher im jungen Alter genau so. Selbst meine Frau hatte Spaß beim Aufbauen des Eispalastes von Elsa.
    Ich glaube Mama und Papa brauchen auch dringend ihr eigenes Lego 😀

    • Sandmann says:

      Ay Marcel,

      oooooh noch ein Eispalast 😀
      Ehrlich gesagt… ist Weihnachten für mich erst wieder richtig Weihnachten, seit ich Kinder habe. Und ich spiele mit meinen großen und kleinen Mädels mit Inbrunst den ganzen alten und neuen Kram.
      Ab und an muss das mal sein.
      Gestern Abend habe ich einer meiner Lieblings-Hörspielplatten in der Bucht ersteigert und mitten in der Nacht gedankenverloren gehört. „Das Gespensterschiff“. Krass, ich hätte jeden einzelnen Satz mitsprechen können.
      Man muss nur ein bisschen aufpassen, dass man prinzipiel im Hier und Jetzt bleibt 😉 Aber das klappt schon…

      Sandmann

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