Knallert forbudt – Mit der Mofa nach Dänemark

Gentlemen - start your engines

Gentlemen – start your engines

Teil 1 – Prolog
Es ist eine Zeit des Erwachens. Den Kinderchen sind gesund, das Häuschen ist warm und die Autos fahren pannenfrei. Weitestgehend. Deutsche Männer über 40 fangen in dieser Phase ihres Lebens gern an, wunderlich zu werden und schnacken 17jährige Schülerinnen mit in ihr Penthouse. Bah. Oder sie kompensieren irgendwas verpasstes mit teuren Uhren und rassigen Sportwagen. Vielleicht Zeit und Stil? Herr S. und ich sind anders. Die schon lange angedachte Buddy-Tour, die kleine Flucht aus dem familiären 26-Stunden-Tag materialisiert sich in einem Termin und einer Tat. BÄM! Wir haben uns jeder eine Mofa gekauft und fahren damit zum Zelten an die Dänische Nordseeküste!

Moment Moment, abfahrbereit sind wir noch nicht.

Die Möp ist malade

Die Möp ist malade

Diese 42 Jahre alte Vespa Boxer hab ich schon ein bisschen länger. Es wird euch nicht wundern, wenn ich zugebe, dass ich mit genau so einer Mofa als schmucker Teenager täglich zur Schule ritt und mir dieses 2-Personen-Exemplar in einem weiteren Anflug von Vergangenheitsbewältigung kaufte. Ü40. Bisher galoppierte das pöppelnde Italienerlein allerdings nur über Hamburger Nebenstraßen und Kurzstrecken mit dem Ziel: Bäcker. Die Wartung oder Durchsicht aller relevanten Baugruppen seit dem Erwerb war gleich Null. Klar, dass mir nun 5 Tage vor unserer geplanten Abfahrt ein zerfledderter Triebriemen aus dem Radkasten fällt und der Lenker nach einem nächtlichen Umkipper krumm wie der Rücken einer Erdbeerpflückerin ist. ARGH! In beiden mir bekannten Moped-Shops der Landeshauptstadt erwerbe ich verschiedene Riemen („Boxer? Baujahr 1971?? Oha!!!„), die alle zu kurz sind. AAARGH! Eine Blitzbestellung bei ebay mit Expressversand ist einen Tag vor Abflug die letzte Hoffnung, denn ohne Riemen kein Vorwärtskommen. Herr S. nörgelt schon am Telefon, er will nicht mit dem Auto fahren 🙁 Der Riemen — passt! Geil. Den stählernen krummen Lenker verkante ich in einem Gulli und zerre so lange an ihm rum, bis er wieder gerade ist. Alles zusammenschwarten, anschmeißen und durchatmen. Sie läuft. Es kann losgehen.

In einem Taxi nach Flensburg

In einem Taxi nach Flensburg

Die betagte Möp und ich nehmen uns am frühen Morgen des kommenden Tages ein Taxi nach Flensburg zur überdachten Bleibe des Herrn S. Angenehm, ein altes T-Modell, da passt der von Lindensiff und Winterschmutz recht verklebte Hühnermörder komplett hinten rein. Dazu kommen ein Schlafsack, Laptop, Zahnbürste und EC-Karte sowie ein Eimer Steine, aber das ist eine andere Geschichte. Notiz an mich selbst: Vor dem Rückweg den Mofatank ein bisschen leerer machen und die Schwimmerkammer vom Vergaser leerfahren… dann stinkt es im Innenraum des Daimlers nicht wie auf einer brennenden Tankstelle 🙁 Bah. Mist. Ich bin schon auf der Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal total benzolbesoffen, aber das stört eigentlich keinen.

Freuen in der Morgensonne

Freuen in der Morgensonne

So sieht ein Verrückter aus. Klar, damals, 1989 oder so, da waren wir jung und knackig. Mit der Zündapp und der Hercules nach Kopenhagen auf den Campingplatz, kein Problem, Zeit war genug da und gekostet hat das alles nur ein Taschengeld. 25 Jahre später sind die Knochen schon ein bisschen mürbe, die ohnehin knappe Zeit verbringt man am liebsten mit der Familie oder vorm wärmenden Kaminofen und Kopenhagen kommt einem unendlich weit weg vor. Also, für ne Mofatour. Deshalb haben wir spontan beschlossen, „nur“ nach Henne Strand an die Westküste zu fahren. Mit dem Auto von Kiel rund drei Stunden. Mit der Mofa von Flensburg noch immer mindestens fünf, aber so können wir wenigstens vor Ort ein bisschen rumhängen, grillen und quatschen. Nach Kopenhagen an einem Tag – niemals. Und Henne Strand kennen und lieben der Herr S. und ich aus verschiedenen Gründen, ein tropisk Badeland gibt’s da auch. Zündkerzen und Ersatzriemen sind unter der Sitzbank – abgesehen von einem technischen Totalausfall der Möps kann jetzt eigentlich nichts mehr passieren 😀

Mit Sack und Pack hinten druff

Mit Sack und Pack hinten druff

Endlich lerne ich auch das Schmuckstück von Herrn S. kennen, eine silberne BRAVO aus den 90ern. Ein etwas schrulliges Ein-Sitz-Moped mit extrem geringer Laufleistung, vollgetankt und versichert, so wie er es vor ein paar Wochen quasi „all inclusive“ gekauft hat. Probefahrt insgesamt bis heute: Rund 400 Meter. Reicht. Es ist schön zu sehen, dass dieser Freund noch bescheuerter ist als ich 😀 Okay, haben wir alles? Auf seinem Ross lagern Zelt, Matten, Prosecco Rosé, Nudeln und der Kocher. Auf meinen Oldie schnalle ich die erwähnte dicke Tasche mit frischen Höschen, Steckdosen und dem Laptop, obendrauf den Schlafsack und an die Seite den 5-Liter-Kanister, noch leer. Die 2 PS des 50ccm Motörchens werden ordentlich zu tun haben, aber die italienischen Zwiebacksägen sind für ihre Langlebigkeit und Ausdauer bekannt. Zwischen der roten Möp und der silbernen Möp liegen 20 Jahre, aber technisch hat sich nicht viel verändert. Zwischen der letzten Mopedtour mit Herrn S. und heute liegen sogar noch mehr als 20 Jahre. Damals ist er unterwegs aus Versehen 17 geworden. Himmel, wo sind bloß die Bilder von der Tour? Irgendwo hab ich die noch…. Aber so RICHTIG DOLL haben wir beide uns auch nicht verändert. Na ja. Ein bisschen vielleicht.

Freunde seit fast 30 Jahren

Freunde seit fast 30 Jahren

1989 habe ich noch bei Mutti in Plön gewohnt, war kurz vorm Abi und mit Simone zusammen. Schuldenfrei, verliebt und am Anfang der Eroberung der Welt. Heute lebe ich in Kiel und Hamburg, habe drei entzückende Töchter (zwischen der ältesten und der jüngsten liegen erneut fast 20 Jahre), schreibe beruflich über Autos und bin mit dem halbfinnischen Fräulein Altona zusammen. Nicht >ganz< schuldenfrei, verliebt und immer noch am Anfang der Eroberung der Welt. Auf so einer Mofa ist man da ziemlich weit vorn dabei. Die Geschichte von Herrn S. ist nicht minder bewegt, aus datenschutzrechtlichen Gründen halte ich damit aber hinterm Berg. Wenn ihr sie lesen wollt – fragt ihn selbst. Vielleicht erzählt er sie hier in den Kommentaren..? 😉 Die Zeit rennt, Freunde. Sie rennt unfassbar schnell. Ich bin ziemlich glücklich, hier und heute per Pedalen und Dekompressionsschalter meine Vespa anzutreten und dieses sagenhafte Gemisch aus Benzin und Öl zu schnuppern. RÖÖMMPÖMMPÖMM PAFF RÖMPÖMMPÖMM… An diesem sonnigen Tag heute riecht das für mich nach Spaß, Freizeit, Freundschaft!

Wir trauen uns noch nicht so recht

Wir trauen uns noch nicht so recht

Wissen wir eigentlich, wolang der Weg geht? So ohne Navi und Karten? Ganz grob ja, rund um die Flensburger Förde zum Grenzübergang Kruså, wo wir damals die ersten Erfahrungen mit RICHTIG krassen Pornofilmen im dänischen Sexshop gemacht haben 😀 Dann weiter über Tinglev nach Løgumkloster, Skærbæk, Ribe, Bramming und Varde. Anschließend sind wir schon fast in Henne Strand, ab Flensburg etwas über 160 Kilometer. Wir haben keine Ahnung, ob auf dem Campingplatz überhaupt noch Camping Platz für uns ist, ob die Mofas durchhalten, wie unsere alten Knochen mit den 2-PS-Vibrations-Sitzen klarkommen und ob das alles vielleicht eine riesengroße Scheiß-Idee ist. Aber wir haben da voll Bock drauf (das ist ein schlimmer Begriff aus den 90ern, oder?), unsere Handys für den Notfall am Mann – und wenn alle Stricke reißen gibt es ja noch immer Hotels und die Bahn…

Luft und Sprit

Luft und Sprit

Das Knallert-Duo ist noch gar nicht ganz aus Flensburg raus, da rufen die Möps schon nach Luft und einem vollen Tank. Man weiß ja nie, wann man wieder dazu kommt. Zwei Bar auf die Reifen und zwei Prozent Öl ins Benzin. Warte mal. Da muss ich mal rechnen, bei einem Liter sind das dann… Moment… 1000ml durch 100 mal zwei, also 20ml. Ein‘ im Sinn. Ach nee noch nicht, aber heute Abend auf jeden Fall, wenn wir ankommen sollten. Also weiter, auf fünf Litern macht das dann 20 mal 5 also 100ml Öl. Na dann rein damit, auf der Flasche sind so durchsichtige Eichstriche. Ups. Das waren jetzt etwas mehr als 250ml. Aber was soll’s, dann ist das winzige Motörchen wenigstens gut geschmiert! Auf gehts! Der Tag ist noch jung, die Mitttagssonne täuscht ein wenig über den zehrenden Fahrtwind hinweg (und ich werfe mir erstaunlich früh schon meinen Kapuzenpulli über, Herr S. trägt von Anfang an aus Prinzip Leder) und die dänische Grænse ist nicht mehr weit. Ich kann die HotDogs bis hier riechen. Aufgrund des ein wenig aus dem Ruder geratenen Mischverhältnissen von Benzin und Zweitaktöl liegt ab sofort alles hinter uns im Nebel. Aber wen interessiert das, was hinter uns ist? VOR uns liegen drei Tage mit der Mofa in Dänemark!

Etappe 1 erreicht - Das Land der Milch und der Sex Shops

Etappe 1 erreicht – Das Land der Milch und der Sex Shops

Wer es bis hier hin schafft kommt auch ans Ziel. Herr S. klagt bereits über leichte Rückenschmerzen, wir haben immerhin schon rund 10 Kilometer hinter uns! Der Himmel reißt immer mehr auf, meine Lachfalten um die Augen herum werden minütlich tiefer und ich befürchte, dass diese Reise ein bisschen großartig werden könnte. Auf ebener Strecke 50km/h, eine Wahrnehmung wie auf dem Fahrrad und ein Ziel mit Spaßfaktor 100. Vi ser frem til det! Es rufen uns zwei Tage ohne Termine, aber mit Leberpastete und Brötchen, Nudeln und Sauce, Pommes und Bier. Das Wetter soll total geil werden. Ich könnte vor Freude platzen. Doch genug für heute. Nächstes mal seid ihr von Kruså nach Henne Strand dabei, ein Roadmovie mit gewissen Extras. Ich verrate nur so viel: Herr S. und ich kommen an der Nordsee an. Schaltet wieder ein. Und macht bis dahin doch auch mal was Verrücktes….

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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28 Responses to Knallert forbudt – Mit der Mofa nach Dänemark

  1. bronx sagt:

    Du verrücktes Huhn . . . 😀

    Viel Spaß, Bronx

  2. bronx sagt:

    Mahlzeit!

    Ich seh grad, ihr wart in Krusa, da gibt es einen netten Stellplatz, dort habe ich mal im Bulli gepennt. Fjordvejen oder so . . .
    In dem ganzen Ort gab es nur eine Shell-Tanke und einen Super-Best, oder Brugsen. Genau weiss ich das nicht mehr. Aber, typisch DK, verschlafen, aber schön.

    • Sandmann sagt:

      😀
      Ay Bronx,

      Krusa war ja nur das Tor zum Käse- und Pornoland. Aber stimmt, der erste Superbest war da schon irgendwo. Ich erinnere mich an Klar Cola, irgend so eine durchsichtige koffeeinhaltige Brause, in den 80ern…..

      Sandmann

      • bronx sagt:

        Das verschlafene DK bescherte mir dann auf meiner Weiterreise nach Hirtshals (ich wollt‘ nach Norge) einen Zwischenstopp im Hotel Phönix in Hjorring. (ich hoffe, ich schreib das richtig) Wollte noch mal ein richtiges Bett und eine Dusche und andere Annehmlichkeiten geniessen. War ja auf dem Weg zum Polarkreis. In dieser Nacht klauten die mir vom Synchro die 5 Kanister Sprit, die auf dem Dach verzurrt waren. Grummel, nie wieder Hjorring! :roll:

        • Sandmann sagt:

          Benzindiebe?
          Aber das war in den 40ern, oder? 😉
          Also meinen Kanister haben sie mir bis zuletzt gelassen, mit dem sind wir auch wieder nach Hause getankt. Aber ich will nicht zu viel verraten.
          Hirtshals kenne ich auch, im Herbst, auf dem Weg nach Skagen…

          Sandmann

  3. Daemonarch sagt:

    Haha, fantastisch! Diese Art von Verrücktheit rettet die Welt… Ernsthaft!

    Ich erinnere mich, vor 2,3 Jahren hatte ich mal Bock mit meinem 20 Jahre alten chinaroller zum Audi-Stammtisch nach Coesfeld zu zuckeln… Auch immerhin 70km von Dortmund.

    Hab es locker geschafft, die Show hatte ich komplett sitzen, und das einzige „Problem“ auf dem Weg war, das die Bundesstraße plötzlich recht unerwartet zur Autobahn wurde.
    Zum Glück gab es da noch eine Notabfahrt. und ich musste auch nur 50m zurückschieben… 😀

    Irgendwann werde ich mir auch wieder ein Töff zulegen, am liebsten einen Elektroroller… Ein Lottogewinn wäre schön!

    • Sandmann sagt:

      Howdy Daemonarch,

      der Weg wird zum Ziel, und man kommt trotzdem angenehm zügig voran. Aber Elektro? Neeeee 🙁 Hör mal auf. Hol dir mal ne anständige Möp für kleines Geld und komm damit zum Beispiel — nach Kiel 😀 Ist doch gar nicht weit, 400 Kilometer oder so, und hier gibt’s ein Bett, Bier, Wein, ein Kaminfeuer….

      Sandmann

  4. OST sagt:

    Hi Sandmann
    Ich liebe solche Geschichten! Auch ich entdecke immer wieder, daß in unserem Alter der Spaß am Leben einfach noch lange nicht zu Ende ist.
    Einfach raus an die frische Luft und mal den ganzen Alltag hinter sich lassen, nicht lange fragen: „Macht das Sinn?“ Natürlich macht das keinen Sinn und genau das bringt die tollsten Momente ans Tageslicht.
    Weiter so! Einfach mal neben der Spur fahren.
    OST

    • Sandmann sagt:

      Ay OST,

      und hey – wir fahren ja gerade erst LOS!!! Lass mich dir vom wärmenden Bildschirmschoner-Kaminfeuer auf dem Laptop erzählen, oder wie ich El Gigantes Roman im Schein der Mofalampe gelesen habe… dazu musste sie aber laufen….
      Ach, weißt du was? Wir lesen uns 🙂
      Und was heißt hier überhaupt „in unserem Alter“??? Ich bin gerade mal volljährig 😉

      Sandmann

      • El Gigante sagt:

        Moin *GÄHN*… so früh am Morgen 😉

        du hast waaaaaas? Mein Buch hat es tatsächlich geschafft, extra von dir auf diese Tour mitgenommen zu werden? Wahrscheinlich als Einschlaflektüre – weniger, weil du das Lesen auf meinen Seiten einfach nicht sein lassen konntest, deine Augen wie süchtig den von mir geordneten Buchstaben folgen wollten… ?

        Ich hoffe, dass du auf der Tour irgendeinen Ausgleich zur „Serotonin-Achterbahn“ gefunden hast – aber das sage ich nur, weil ich mir diesen krassen Kontrast zwischen knatterndem Mofageheize in Dänequark und Abtauchen in meine waidwunde Psychogeschichte einfach nicht vorstellen kann.

        Respekt vor diesem Spagat! Oder muss das jetzt therapiert werden? 😉

        El 🙂

        • bronx sagt:

          Ich weiss nun gar nicht, wie ich auf DIESEN Kommentar eines offensichtlich enttäuschten Publizisten reagieren soll. Zumal er nicht an mich gerichtet ist. Ich schreibe dennoch etwas dazu.

          >Respekt vor diesem Spagat! Oder muss das jetzt therapiert werden?< Anscheinend sollte es das, dringend! >Mein Buch hat es tatsächlich geschafft, extra von dir auf diese Tour mitgenommen zu werden? Wahrscheinlich als Einschlaflektüre – weniger, weil du das Lesen auf meinen Seiten einfach nicht sein lassen konntest, deine Augen wie süchtig den von mir geordneten Buchstaben folgen wollten… ?< Bissel Unterstellung, ich überlege gerade, wieso? Was ist eigendlich passiert? Du schreibst neuerdings derart verbissen. >Ich hoffe, dass du auf der Tour irgendeinen Ausgleich zur “Serotonin-Achterbahn” gefunden hast – aber das sage ich nur, weil ich mir diesen krassen Kontrast zwischen knatterndem Mofageheize in Dänequark und Abtauchen in meine waidwunde Psychogeschichte einfach nicht vorstellen kann.< Wenn Du Dir diesen krassen Ausgleich NICHT vorstellen kannst, bedeutet das eigendlich nichts anderes, als das Du noch jede Menge mit Dir herum zu schleppen scheinst. Sorry, aber eine Freundschaft, wenn sie denn eine ist, muss das aushalten! Bronx

          • El Gigante sagt:

            Hast Du missverstanden, lieber Bronx! Mag sein, dass ich mich in letzter Zeit zu undeutlich gebe. Mir lag es einfach nur daran, zu zeigen, dass ich überrascht bin, hier zu lesen, dass der Sandmann mein Buch als Reiselektüre gewählt hat.

            Alles andere ist etwas Untertreibung. Wobei: der krasse Unterschied zwischen luftiger Mofaretrotour und dunkler Vergangenheit im Text ist schon schwierig übereinander zu bringen, oder? 🙂

            Mach Dir mal keine Sorgen 😉 ich schleppe nur noch sehr wenig mit mir herum!

            Und sooo schwerwiegend ist das Gesagte nicht, dass ich vergesse, wo Dahlewitz liegt 😀

            El

              • Sandmann sagt:

                Ay Jungs,

                ausnahmsweise habe ICH in diesem Fall El Gigante richtig verstanden 🙂 Ich habe die ersten Kapitel des Buches mehr als genossen, brauchte keinen Ausgleich und habe es später nur beiseite gelegt, weil die Alternative „schlafen Mittags in der Sonne“ verlockender war.

                El – ich werde weiterlesen, dir gern einmal Auge in Auge meine Meinung zu deinem Werk sagen und bis dahin gespannt sein, wie es weitergeht…

                Und wie es bei MIR weitergeht lest ihr in rund 20 Minuten 🙂

                Sandmann

  5. marc1 sagt:

    So ne Männertour hat was. Hatte letztlich so nen Splin und hab nach Velosolex geguckt. Für mich die Mofa schlechthin. Hab aber nie eine besessen. Hatte nur ne Herkules Automatik. Mein Bruder hat mich Sonntag spontan überredet, nen ollen Forester hinter Frankfurt zu checken. War ne 7stündige Herrentour, kurz, aber auch schön. Und er hat diese Dreckskarre auch noch gekauft. Seis drum. der gasende Marc

    • Sandmann sagt:

      Ay Marc,

      die Velosolex konnte mich nie begeistern, weil mich das Prinzip „Motor-reibt-auf-Vorderreifen“ immer an einen überlasteten, schreienden Dynamo erinnert hat. Ich muss allerdings gestehen, auch noch nie eine gefahren zu haben.
      Die Gurken unter unseren Knackärschen waren ja auch keine echten Mofas, sondern MoPEDS. Die fahren 50 Sachen. Da wird die Welt schon ein bisschen kleiner 🙂

      Forester? Wie was?

      Sandmann

  6. El Gigante sagt:

    … warum heisst dieser Beitrag eigentlich übersetzt „Mofa verboten“?
    Hier geht’s doch um Mofas, oder?

    ?!?

    Müsste doch dann eigentlich eher „knallert ønskede“ heissen 🙂

    El

  7. Snoopy sagt:

    Wann kommt die Fortsetzung bis nach Skagen ? 😉
    Bei dem Titel erwartet das man mindestens 🙂
    Pläne für die Zukunft
    http://30kmh.tumblr.com/
    Mit der Simson ans Nordkap – lächerlich!

    Aus einer Motorradzeitschrift:

    Einen nicht alltäglichen Einsatz erlebten Beamte der Verkehrspolizei Bayreuth am Samstagnachmittag. Besorgte Verkehrsteilnehmer hatten einen in Fahrtrichtung Süden auf dem Standstreifen der A 9 sehr langsam fahrenden Mopedfahrer mitgeteilt.
    Die beauftragte Streife stellte sich zur Durchfahrtskontrolle vor der Rastanlage Pegnitz auf. Kurz darauf kam schon der Zweiradfahrer „vorbeigebraust“. Mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 35 bis 40 Kilometern pro Stunde fuhr er auf dem Standstreifen dahin und schließlich in die Rastanlage ein. Die Polizisten nahmen die „Verfolgung“ auf und konnten ihn kurze Zeit später anhalten.
    Nicht ohne Stolz und unter Vorzeigen der Visa und Einreisestempel im Pass, erläuterte der 22-jährige Student aus Japan seine Reiseroute. Von Okinawa in Japan war er mit seiner rosa „Manga 50er“, über Russland, die Ukraine, Polen und Tschechien nach Deutschland gefahren. Von hier aus will er nach einem kurzen Abstecher nach Paris dann per Schiff die Heimreise antreten. Von den gut ausgebauten deutschen Autobahnen war er sichtlich begeistert, sie ermöglichten ihm eine schnelle Fahrt nach Frankreich.
    Allerdings war dem reiselustigen Studenten nicht bekannt, dass er mit seinem Gefährt die Autobahn gar nicht benutzen darf. Nach der obligatorischen Belehrung und einem kleinem Fotoshooting versicherte der junge Mann, zukünftig diese Fernstraßen zu meiden. Mit einem fröhlichen „Sayonara“ und einem Lächeln verabschiedete er sich von den bayerischen Beamten.

    • Sandmann sagt:

      Ay Snoopy,

      huch? Ich habe hier drei Kommentare übersehen, unter anderem deinen 🙂 Wie geil ist das denn???
      Okay, der ist noch ein bisschen cooler drauf. Aber Skagen….. ich denke nach……

      Sandmann

  8. Sascha sagt:

    Ihr seid so herrlich bekloppt 😀 Genau die Art Beklopptheit, die man sich bewahren muss, um in dieser heutigen hektischen und viel zu ernsten Welt nicht komplett den Verstand zu verlieren. Ich hätte auch gern mal wieder die Gelegenheit dazu, so ne Tour mit Kumpels durchzuziehen. Aber ich bin ja auch erst 36… 🙂

    • Sandmann sagt:

      Ay Sascha,

      36 ist das PERFEKTE Alter, um wieder bekloppt zu werden. Ehen werden geschieden, Jobs gekündigt, Freunde werden fett und langweilig… 😉
      Na los, raus nach da draußen!!!!!
      Und sorry dass ich erst jetzt reagiere, irgendwie sind mir hier ein paar Kommentare durch die Lappen gegangen. Bin ja schon lääääängst wieder in Kiel…

      Sandmann

  9. marc1 sagt:

    Bekloppt muss hin und wieder mal, dem Alltag entfliehen. Kurz zum Forester. Ich meine 11 Jahre alt, knapp 100 auf der Uhr und zweifarbig. Mein Bruder wollte unbedingt ein 4 Rad Wiinterauto für max 5 Mille. Wenig Rost, aber noch weniger Sex Apeal. Na ja; Jedem seins. Musste letzte Woche an diese Gemeinde denken. Kumpel rief nach Hilfe. Ein 1992 geparkter Strich 8 Coupe in Gold 2,5 L. Sollten ihn auf nem Hänger nach Sabrücken bringen. War voll aufgeregt. Aber scheiße nach öffnen des Tores. 4 platte Reifen und komplett rottig. Ich dachte an einen Traumwagen, aber leider wars ne Ruine. Gruss, der gasende Benzer Marc

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