Ostwind

Wolken weg. Hallo Norden.

Wolken weg. Hallo Norden.

Die Wettervorhersage ist verheerend.
Ich meine… auf der iPhone Wetterapp ist sie immer verheerend, aber heute Morgen sprechen sie auch auf den norddeutschen Radiosendern von fiesem Sturm, heftigem Schnee und heimtückischer Glätte. Rund um Schleswig. Wie schön, dass ich a) vorgestern für ein Foto testweise die Sommerreifen auf den Kölner Salzschlucker gezogen habe, um die Felgen optisch ein bisschen zu akklimatisieren und b) gleich aufbreche zu einem 310 Kilometer Trip von Hamburg an die dänische Westküste. Also noch weiter nach Norden, an Schleswig vorbei. Leicht nervös und irgendwie pathetisch küsse ich mein halbfinnisches Fräulein Altona und mein viertelfinnisches Sandmädchen. Die kleine drückt mir zartschmelzend lächelnd Olaf, das Schaf aus Uelzen in den Arm. „Damit du nicht so alleine bist, Papa„. Dann hängt sie mir eine selbstgebastelte Perlenkette um. Jungs weinen nicht. Behauptet jedenfalls Robert Schmidt von Die Heilung. Ich sehe das anders und vermisse die beiden schon im Erdgeschoss vor der Haustür. Seufz. Aber so eine einsame Schreib-Aus-Arbeitszeit hat abgesehen vom Vermissen auch viele gute Seiten. Glaube ich. Der Wind weht eisig durch die Straßen. Erste Schneeflocken tanzen über den Asphalt.

Zwei Stationen zwischen Hamburg und Henne.

Was ein einzelner Mann so alles einpacken kann...

Was ein einzelner Mann so alles einpacken kann…

In Plön drücke ich erst meine Mama ganz doll an mich und ihr dann einen bunten Blumenstrauß in die Hände. Auch wenn ich mir das köstliche Mittagessen entgehen lasse – an ihrem 73. Geburtstag will ich sie zumindest kurz gesehen haben 🙂 Nächste Etappe ist Kiel, wo ich meinen Koffer, meine Winterklamotten und ein paar andere Kleinigkeiten in den Kofferraum des Scorpio stopfe. Den dicken Rechner samt Monitor und Soundsystem, das ferngesteuerte Flugzeug, für das es im November viel zu regnerisch war, einen Karton köstlichen Wein zum trinken und Fotos machen von Tesdorpf, Kaminholz, Briketts, meine Gitarre, diverse Küchenutensilien (ich habe an Handtücher gedacht, ich habe an HANDTÜCHER gedacht!!), die Kamera und meine Kuscheldecke. Dieses Mal habe ich sogar das Netzteil für’s Laptop dabei, um sicher zu gehen habe ich sogar zwei eingepackt. Falls ihr neu hier seid: Ich fahre eine Woche alleine in ein Häuschen an der Nordsee, um zu arbeiten, zu schreiben und Fotos zu machen. Und im November hatten wir nicht nur einen klasse Weinabend unter Männern (und einer Hündin), sondern mir wurde am Sonntag danach leicht vernebelt klar, dass ich ohne Netzteil mit dem Laptop nicht lange arbeiten kann. Das warf ein paar logistische Probleme auf, die ich dieses Mal vermeiden möchte. Inzwischen schneit es, und das gar nicht mal so knapp.

Ledersitze, Kuscheldecke und Gretsch Klampfe.

Ledersitze, Kuscheldecke und Gretsch Klampfe.

Und los. Vor mir liegen menschenfreie (dachte ich da noch) sieben Tage in einem kleinen Holzhäuschen. Beim buchenden Suchen rund um den Ortskern von Henne Strand waren nur vier Kriterien ausschlaggebend: Kaminofen, Sauna, W-LAN und maximal 500m vom Wasser entfernt. Der Rest spielt nur eine kleine Rolle. Es gibt in Dänemark zwar noch immer Ferienhäuser, die von innen so aussehen als hätten die Besitzer über Jahrzehnte ihre ausrangierten Möbel nicht auf den Sperrmüll, sondern hier rein gestellt – aber die werden weniger. Diesmal darf es gern preiswert sein. Ist ja glaube ich auch Nebensaison, oder?

Der Soundtrack der Straße

Im CD-Wechsler-Emulator am originalen 90er Jahre Ford Nicht DIN Autoradio steckt eine SD Karte mit einer kompletten Spotify Playlist drauf. Ich hatte euch auf Facebook gefragt, ob ihr mir das eine Lied, was euer Leben begleitet oder beeinflusst hat, nennen würdet. Und aus den Ergebnissen wollte ich mir einen Roadtrip-Soundtrack zusammenstellen. Okay, schöne Idee eigentlich. Das Posting ist allerdings ein wenig eskaliert, weil selbst die schweigsamen Seltenkommentierer unter den Sandmann Mitlesern gern ihr emotionalstes Lieblingslied preisgeben. Das Ergebnis heute Morgen, bevor ich mich in Hamburg auf den Weg machte: 127 von euch vorgeschlagene Lieder, die doppelten schon rausgerechnet. Und 11 Stunden 14 Minuten Musik. Ups. Damit käme ich noch wesentlich weiter als nur bis nach Dänemark 😀

Für jeden was dabei...

Für jeden was dabei…

Da sind echte Perlen dabei, einige Klassiker, viel neuer Kram und einige eher… spezielle Titel. Die Liste ist so vielfältig wie ihr da draußen, ich hoffe, ich werde sie in dieser Woche komplett durchhören können. Auf der Strecke zum Ziel schaffe ich das jedenfalls nicht. Ihr könnt die gesamte Playlist HIER nachhören, wenn ihr wollt. Das geht glaube ich auch mit einem kostenlosen nur hören (open) Spotify Account. Viel Spaß. Oder sollte ich aufgrund der schieren Länge des Gesamtwerks eher viel Erfolg wünschen? Olaf hat es sich auf dem Beifahrersitz bequem gemacht, schaltet die Sitzheizung ein und möchte nicht angeschnallt werden. Na gut. Ich selbst scheitere mit meinem Vortrieb schon nach rund 200 Metern fast an der leichten Steigung zur Hauptstraße hoch. Die Hinterräder drehen auf dem Eis durch und der ganze Wagen driftet Schnee zerstäubend mit dem Arsch auf die linke Seite. Herrlich.

Der beste Beifahrer der Welt.

Der beste Beifahrer der Welt.

Die Autobahnen sind mit Tonnen von fiesem Salz abgestreut und einigermaßen gut zu befahren. Ursprünglich wollte ich die Tour mit dem Taunus fahren, in Norddeutschland kann man eigentlich im März von gutem Wetter und trockener Frühlingsluft ausgehen. Aber nein. Der schneidende Wind fegt von Osten über die Felder und nimmt so ziemlich alles mit, was nicht fest angebunden ist. Erste Verwehungen türmen sich am Rand auf. Gerade, als ich im Rendsburger Kreuz auf die A7 nach Norden schwenke orakeln die Verkehrsnachrichten stockenden Verkehr zwischen Owschlag und Schleswig. Ach was? Warum? Da sind weder Baustellen noch Kreuzungen geschweige denn Ampeln oder Traktoren auf der Autobahn? Mist. Da muss ich demnächst durch.

Streusalz ohne Zeitdruck

Aber ich habe wenigstens keinen echten Zeitdruck. Wenn ich erst nach 17 Uhr in Henne Strand ankomme, kann ich trotzdem mit einem Code den Hausschlüssel abholen. Den Tank habe ich in Hamburg randvoll gemacht und die Musik reicht bis hinter den Nördlichen Polarkreis. Heizung auf 29 Grad, Sitzheizung auf „volle Pulle“ und Tempomat auf entspannte 120 Sachen. Nur den Glücksbringer meines viertelfinnischen Sandmädchens – den hänge ich pathetisch an den Rückspiegel. Ich finde, da beschützt er mich noch besser als um den Hals.

On the road again, raus aus dem Scheißwetter!

On the road again, raus aus dem Scheißwetter!

Wenn ich einmal das Salz, was die Scheibenwischer unter Zuhilfenahme von reichlich zitronenduftigem Wischwasser von der beheizbaren Frontscheibe kratzen, auf den Rest des Autos umrechne – dann wird mir der Taunus ewig dankbar sein, dass er in Hamburg bleiben durfte. Den Ford Scorpio habe ich zwar genau aus diesem Grund angeschafft, aber dass er ein solcher Salzschlucker werden würde hatte ich beim Kauf nicht geahnt. Okay, dann kommt eben nach einem verregneten Sommer, einem tiefgrauen und verregneten Herbst und einem dunklen, verregneten Winter jetzt noch ein verschneiter Frühling. Was soll ich mich drüber aufregen, ich kann es doch eh nicht ändern. Und noch während ich verträumt feststelle, dass der Takt der Scheibenwischer genau mit dem Tempo des aktuellen Liedes mitgeht verdunkelt sich der Horizont, und vor mir bremst alles. Ein blinkender Polizeiwagen warnt vor irgendwas, und nur wenige Sekunden später fegen dichte graue Massen aus Schnee und Sand von Osten über die Autobahn. Mit Schneetreiben kann der allgemeine deutsche Autofahrer nicht umgehen. Er bremst, dann macht er die Nebelschlussleuchte an und dann bleibt er einfach stehen. Schließlich droht er in wenigen Metern vom Rand seiner Scheibenwelt abzustürzen.

Autofahrer sind eine schwierige Spezies.

Autofahrer sind eine schwierige Spezies.

Das geht dann eine runde Stunde lang so weiter. Losfahren, bremsen, anhalten, rumstehen. Ich nippe am heißen Thermobecher mit gutem Kaffee und bin einigermaßen entspannt. Die letzten Jahre haben mich gelehrt, im Angesicht des alltäglichen Wahnsinns auf deutschen Autobahnen gelassen zu bleiben. Ich rege mich schon lange nicht mehr auf über aggressive Stiernacken, die im Zickzack die Spuren wechseln, links, rechts, bremsen und wieder links reindrängeln, immer da wo gerade ein Auto etwas schneller rollt. Mir sind LKW Fahrer egal, die auf der linken Spur im Stau alles blockieren, weil sie hier zwei Minuten früher an der nächsten Raststätte ankommen. Ich ignoriere von Zeitdruck oder ähnlichen Gründen getriebene Familienväter, die rechts auf dem Standstreifen den Stau überholen. Ich werde diese Menschen weder ändern noch erziehen können. Mich stört lediglich, dass ich hier im Stau und im Schneetreiben Lebenszeit verbrenne, die ich besser an einem Strand in Dänemark verbringen könnte. Aber wenigstens ist es warm, und ich habe gute Musik. Und davon reichlich.

Velkommen til Danmark

An der Grenze rüber nach Dänemark haben schwer bewaffnete Soldaten die Autobahn auf eine einzige Spur verengt und gucken camouflagebekleidet in Kevlarwesten jedem einzelnen Autofahrer tief in die Augen. Warnlampen blinken hektisch unter Flutlichtern, Maschinenpistolen im Anschlag verströmen eine bedrohliche, mattschwarze Macht. Diese kleine Demo der Wikinger kostet mich eine weitere knappe Stunde. Vielleicht bekomme ich die Playlist ja doch noch komplett durchgehört. Ich bin froh dass ich nicht eine etwas dunklere Hautfarbe und womöglich einen Bart habe, dann würde ich hier heute wahrscheinlich nicht mehr weg kommen.

Weniger Schnee, weniger Bäume.

Weniger Schnee, weniger Bäume.

Dänemark. Da bist du ja wieder.
Schlagartig werden auf der Route 11 der Verkehr und der Schnee weniger. Ziemlich sitzsteif steige ich für eine kleine Pinkelpause aus dem wohligen, warmen Ledersessel aus und atme einmal tief durch. Ayayay. Ich hätte nicht gedacht, dass die Körpertemperatur bei diesem Wind innerhalb von zwei Minuten auf lebensgefährliche Werte fallen kann. Schnell wieder rein in den warmen, aber gepökelten Dickarsch. Erst von hier draußen wird mir die Dimension des Salzbefalls klar. Was für ein Scheiß. Die gute Nachricht – so langsam reißen sogar die Wolken auf, und die Abendsonne lässt sich schüchtern blicken. Auf die Nordseeküste ist einfach Verlass. Mich fällt eine leichte Müdigkeit an, gut dass ich bald da bin. Olaf sagt, er kann auch nicht mehr lange sitzen. Schließlich trägt er einen warmen Pelz und kann nicht mal richtig rausgucken.

Tadaaaaaaaaaa ♫

Tadaaaaaaaaaa ♫

Bei wolkenlos blauem Himmel und gelblicher Abendsonne mache ich das obligatorische Foto am VELKOMMEN Schild. Schon wieder mit einem anderen Auto. Ich finde das recht konsequent 😉 Aber hey, was ist denn hier los? Autos über Autos auf der kleinen Straße durch den Ort, schoppende Pärchen in bunten Multifunktionsjacken, schreiende Kinder und bellende Hunde. Was machen die ganzen Menschen hier? Auf dem Parkplatz vor der Ferienhausvermittlung zücke ich dann doch mal mein Handy und guck mir den Ferienkalender an. Ah. Verdammt. Niedersachsen und Bremen haben ab heute Osterferien! 🙁 Das habe ich nicht gewusst. Soviel zur Einsamkeit. Soweit zur Nebensaison. Argh.

Schlüsselerlebnisse

Jede Menge zu spät angekommene Niedersachsen und Bremer stapeln sich in dem kleinen Vorraum, in dem man die Tüten mit den Ferienunterlagen und dem Hausschlüssel auch nach Schließen des Büros bekommt. Schnurrbärtige Männer brummeln ihren rundlichen Frauen mit gefärbten Kurzhaarfrisuren im Sekundentakt die Buchungsnummer ins Ohr, während diese große Kisten voller Papierumschläge durchforsten. Die ebenfalls suchend blätternde, fröhliche Mittvierzigerin neben mir mit der peppigen Hornbrille und dem bunten Diddl-Maus-Halstuch frage ich lächelnd, wo auf den Umschlägen denn die Namen stünden. Sie zieht exemplarisch einen raus und zeigt auf das Feld, in dem der Name des Mieters steht. In diesem Fall ist es meiner. „Oh wie schön, das bin ja ich“ träller ich, nehme ihr den Umschlag aus der Hand und gehe pfeifend wieder raus zum Auto. Ob sie das jetzt sehr sehr seltsam fand werde ich nie erfahren.

Home sweet home - für eine Woche.

Home sweet home – für eine Woche.

Heute ist mein Häuschen nicht gelb, sondern mal grün. Es ist umringt von dichtem Kieferbewuchs und Heckenrosen, die es vermutlich einigermaßen schaffen werden, niedersächsische und bremer Blicke fern zu halten. Der Scorpio hat einen eigenen, kleinen Carport, unter dem er schön windgeschützt das Salz auf seinem Lack und an seinem Unterboden in Ruhe arbeiten lassen kann. Das Innere des Häuschens wird dominiert von einer Sofaecke, die schon in den 80ern entsorgt werden sollte. Aber der Ofen macht einen heizbaren Eindruck, die Sauna ist relativ freundlich und groß, das W-LAN vorhanden und schnell und ich höre das Meer rauschen. Was will ich mehr (wenn ihr jetzt „was will ich meer“ im Kopf hattet solltet ihr einen Friseursalon eröffnen, der „Haarlem“ oder „Haarige Zeiten“ heißt)? Nachher hole ich mir noch ein paar Hot Dogs und mache ein bisschen Spökes mit dem Auto am Strand, in der Abendsonne. Warum sollte das nicht auch mit einem knubbeligen 90er Jahre Ford gehen, der vorn guckt wie ein freundlicher Fisch und hinten anders aussieht als alle anderen deutschen Autos? Vielleicht geht das gerade mit so einem Auto. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich mach mal Feuer. Und dann sehen wir weiter.

Sandmann

Sag es auch den anderen...
Pin It

About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
Tagged , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

76 Responses to Ostwind

  1. Björn says:

    Viel Spaß in Henne und grüße mir die Nordsee. Bei uns dauert es noch ein wenig, bis wir wieder nach Henne kommen. Machst du die Auto-Strand-Fotos auch immer in Børsmose? Ich schon 😀.

  2. Micha says:

    Ich möchte noch ein Lied für den Rückweg beisteuern, auch, weil es da Beste ist, was je aus Äätlänta, Georgia gekommen ist:
    Larkin Poe!

    https://www.youtube.com/watch?v=cEWiJR9qeoc

    Vorsicht beim Autofahren, eine Hand braucht man mindestens beim Schnippen!

    • Sandmann says:

      Ay Micha,

      sehr feiner Style, ich mag ranzig singende gut aussehende Frauen 🙂 Das mit dem Schnippen ist bei einem Automatik ja kein großes Problem. Und seit ich die schlimmen Felgen mit den breiten Sommerreifen drauf habe fährt der Wagen auch wieder von alleine geradeaus. Das war vorher nicht so 😀

      Ich mach mal Kaffee und stürze mich in den ersten Arbeitstag der neuen Woche. Mit Sonne über dem Meer schreibt es sich gleich noch viel besser!

      Sandmann

      • qwertz says:

        Heißt das, der Ausflug durchs Schneegestöber war allerfeinst mit Sommerreifen? Ich frage wegen „Ich selbst scheitere mit meinem Vortrieb schon nach rund 200 Metern fast an der leichten Steigung zur Hauptstraße hoch. Die Hinterräder drehen auf dem Eis durch und der ganze Wagen driftet Schnee zerstäubend mit dem Arsch auf die linke Seite. Herrlich.“ 😉

        PS: Ich mag die Felgen. Diese Chrompuschen gehörten damals zum Scorpio dazu, sie waren Teil der allgemeinen „geht garnicht“-Meinung über das Auto. Sie machen den Frosch erst vollständig!

        • Sandmann says:

          Ay qwertz,

          ja, ich war tatsächlich mit breiten Sommerreifen unterwegs. Wer rechnet denn um diese Jahreszeit noch mit Schneestürmen?
          Da aber alle anderen der Meinung waren, bei Schnee von rechts hält man besser an und bleibt stehen, war das kein Problem. Und ab der Grenze war die Route kalt, aber schneefrei.

          Mag sein dass die Felgen dem Auto stehen und auch zeitgenössisch sind – ich gebe die wieder her. Sie fahren sich gut, sie liegen satt auf der Straße, die Reifen sind gut… aber so dünnspeichige Chromfelgen stehen so ziemlich für alles, was ich niemals haben wollte. Im Gegensatz zum Auto selbst 🙂

          Dann lieber gute neue Ganzjahresreifen auf die dicken Alufelgen und gut is. Wie immer.

          Sandmann

          • qwertz says:

            Ganzjahresreifen? Im Ernst?

            Aber eigentlich ist das hier ja der richtige Ort für solche Überlegungen. Sommerreifen im Winter gehen garnicht. Und Winterreifen im Sommer gehen eigentlich nur, wenn das Profil für den Winter nicht mehr reicht. Hat der ADAC mal getestet, dass ab 4 mm Profiltiefe die Sommertauglichkeit deutlich zunimmt. Da frag ich mich, was ein Ganzjahresreifen retten soll. Gefühlt heißt das doch nur: winters wie sommers schlecht.
            Das einzige, wo mich das Thema reizt: bei den Bussen. Mit denen fährste am Ehesten noch in die berühmte feuchte Wiese, wo man über groberes Profil glücklich ist. Und dank des aktuellen SUFF-Trends gibt es in der Gewichtsklasse von Bussen auch endlich mal vernünftige Reifen aus dem PKW-Segment, laufruhig, weiche Gummimischungen für den Winter, und nicht dieses ich-spule-100.000-km-mit-einem-Satz-Reifen-ab-Cargo-Profil. Allerdings sind alle groberen SUFF-Reifen (Straße-Offroad-Verhältnis 90%-10%) alle Ganzjahresreifen. Oder seit diesem Jahr neuerdings Sommerreifen mit Schneeflocke 😉

            Bei den Kilometern, die man mit den alten Schätzchen so fährt (Ausnahme: Sandmann), lohnt aber kaum der doppelte Reifensatz. Stichwort Alterung. Da denkt man schon mal über Ganzjahresreifen nach, aus Kostengründen. Daher: gibt’s Erfahrungen?

            • Sandmann says:

              Ay qwertz,

              ach ja, das alte Reizthema 🙂
              Warum Ganzjahresreifen? Weil man es DARF (im Gegensatz zu Sommerreifen im Winter), weil ich im Sommer subjektiv keine Winterreifen fahren WILL und weil es in Norddeutschland schlicht keinen echten Winter GIBT.
              Seit drei Jahren habe ich auf dem Familien-Daimler Firestone Ganzjahresreifen, Quattrac irgendwas. Perfekte Straßenlage, leises Abrollgeräusch, bisher so gut wie kein Verschleiß. Nie gerutscht. Ein Traum.
              Auf dem Taunus sind noch billige, aber neue … äh… ich hab gerade einen Blackout, aber AH Debica? Sowas. 30€ pro Stück. Seit zwei Jahren ohne Tadel. Auch bei Schnee.

              Das Leben ist zu kurz, um ständig an drei Autos die Reifen zu tauschen und irgendwo zu lagern. Wie lästig. Ich bin ein bekennender Fan von Ganzjahresreifen, die lautesten Pöbler sind meistens die, die auf ihren 10 Jahre alten ausgehärteten Winterreifen rumrutschen. Muuhahaha 😀

              Sandmann

            • Fetti says:

              Ich fahre auf dem W210 Winterreifen im Winter (sic!) und Ganzjahresreifen im Sommer. Why? Die reinen Sommerprofile sind mir zu glatt, Stichwort Übergangszeit, Wiese, Feldweg… Am liebsten ist mir ein Ganzjahrereifen mit schlechten Winter-, dafür aber guten Nasseigenschaften. Und natürlich versuche ich, daran angepasst zu fahren. Also immer schönen Abstand und nicht am Limit. Bisher ging das super. Und die Ganzjahresreifen haben auch keinen höheren Verschleiss im Sommer, diese Zeiten sind vorbei.
              Und warum noch der Winterreifen? Eigentlich nur für die wenigen Tage, an denen ich bei der Heckschleuder lieber auf der sicheren Seite bin.

              • Sandmann says:

                Ay Fetti,

                bei dem 210er gehe ich mit, auch wenn unserer ein S hat 🙂
                Ich verabschiede mich hier oben im Norden gänzlich von Winterreifen. Die braucht hier kein Mensch. Und wenn es doch mal schneit, dann nehme ich die Bahn oder warte, bis gestreut wurde. Ich bin ein sehr passiver Fahrer, und bei der aktuellen Entwicklung der Reifen wüsste ich nicht, was gegen gute Ganzjahresreifen spricht. Ich bin ja kein Rennfahrer 😉

                Sandmann

                • Fetti says:

                  Meiner ist ja auch ein S, aber „S210“ wird manchmal missverstanden… Bevor dann komische Kommentare kommen.

                  • Sandmann says:

                    Ich glaube, wenn hier jemand ernsthaft beim S 210 schreibt „öy vom Rostmodell gab es doch gar keine S-Klasse“ dann kommen die komischen Kommentare erst eine Ebene tiefer 😉 Im Zweifelsfall von mir selbst.
                    WENN man sich zu Mercedes Modellbezeichnungen äußert, sollte man den Unterschied zwischen W, S, C und A kennen 😀

                    Sandmann

                  • qwertz says:

                    Danke für diesen Ausflug zu Wikipedia – A für Cabrio kannte ich noch nicht, und dann habe ich sogar noch VF für Fahrgestelle (z.B. Krankentransport) und V für den langen Radstand kennengelernt 😉

                    PS: Vielleicht sollte ich nem Ganzjahresreifen mal eine Chance geben bei einem Auto, das nicht zwingend in den Schnee muss.

                  • qwertz says:

                    Erinnert mich an die schöne Diskussion letztens in der Werkstatt eines Kumpels, der um Hilfe bei ner E- Klasse gefragt wurde. Auf die Frage, um welches Modell es sich handelt, kam „das Zwo-elfer“ als Antwort. Herausgestellt hat es sich aber letztlich als W212 – Baujahr 2011 😀

                  • Sandmann says:

                    Ay qwertz,

                    höööäääää mir auf mit den Modellen 😀 Durch meinen Job als Social Honk für’s Mercedes-Benz Museum bin ich mit allem bis zum W 210 ganz gut vertraut, komme aber auch immer noch durcheinander. Und stelle immer wieder fest, dass viele die internen Modellbezeichnungen gar nicht kennen. „Wa? Ein 123er? Was das?“ Die wollen das Auto dann E 200 oder so genannt haben. Na gut.

                    Taunus und Scorpio sind unmissverständlich 😀
                    Sandmann

  3. Fetti says:

    Hi Sandmann, du bist doch Hauptberuflich Schreiber – mal eine Fachfrage.
    „Kofferraum vom Scorpio“ – wurde der Genitiv in den Medien abgeschafft? Selbst die Sendung mit der Maus sagt „das Geheimnis vom …“. Ich könnte jedes mal Heulen, wenn ich diese Verstümmelungen höre oder lese. Da geht doch die Sprache vor die Hunde. Oder ist das vorauseilende Anpassung daran, dass man dem Publikum das nicht mehr zutraut. Self fulfilling prophecy sozusagen?
    Das ist jetzt eine ernstgemeinte, echte Frage, keine verklausulierte Kritik. Ich lese hier immer noch gern mit 🙂

    • Sandmann says:

      Ay Fetti,

      keine Sorge, selbst verklausulierte Kritik kommt bei mir gut an, wenn sie berechtigt ist. In diesem Fall stimmt schon, was du schreibst. Es müsste „Kofferraum des Scorpio“ heißen, oder?
      Ich gebe dir zwei Erklärungen, warum ich „vom“ geschrieben habe: Erstens ist mir das wohl so durchgeflutscht, und da das hier keine journalistischen Perlen, sondern Blogs sind (also subjektiv gefärbte Meinungen), herrscht für mich der Umgangston. Nicht bewusst falsch, aber eben manchmal auch nicht sorgfältig redigiert. Bei den meisten Geschichten war ich am späten Abend angetrunken, wenn ich auf „veröffentlichen“ geklickt habe 😀
      Zweitens war es schlicht ein Schusselfehler. Eigentlich achte ich sehr genau auf meine Ausdrucksweise, ich benutze viele „alte“ Wörter und blümerant umschreibende Adjektive, und das vermaledeite Deppenapostroph beim Plural (Auto’s oder Handy’s … GRUSEL) verursacht mir körperliche Pein. Ich versuche demnach, die Fahne der richtigen Sprache hochzuhalten, das gelingt mir leider nicht immer. Im Fall des Kofferraums werde ich das gleich einmal korrigieren, sehr bedankt…

      Kommafehler sind bei meinen Schachtelsätzen übrigens auch gern mal mit an Bord. Wenn ich mir allerdings angucke, was vor allem bei jüngeren Menschen auf Facebook für eine Sprache gesprochen wird – dann komme ich mir vor wie ein spießiger alter Deutschprofessor 😉

      In diesem Sinne
      Sandmann

  4. bronx.1965 says:

    Salut Maitre,

    ich gestehe etwas Neid. Weißen Neid natürlich. 😉 Und das ohne erhobenen Zeigefinger. 😀
    Genieße deine Woche. Ich weiß aus eigenem Erleben wie wichtig so eine Auszeit ist und wie produktiv sie sein kann.

    Das der Digge dich da hinbringt, keinen Zweifel gehabt. Ob mit oder ohne Radläufe. :p

    Alt vil være i orden!

    Gegrüßt.

    • Sandmann says:

      Hej min ven,

      Radläufe? – Braucht man nicht 😀
      Ich habe den ersten sonnigen Sonntag bereits damit verbracht, Sonnenuntergangsfotos am Strand zu machen und zu googeln, wie man Rotweinflecken aus 80er Jahre Sesselpolstern wieder rausbekommt. Der dicke Ofen glüht im Dauerbetrieb, das ist auch gut so, draußen waren eben gerade -8 Grad. Da joggt es sich am Strand schon recht eisig, aber irgendwie müssen Pizza und Rotwein ja wieder runtergelaufen werden. Und das macht auch wach.
      So, Kaffee jetzt. Auf in den Tag!

      Sandmann

      • bronx.1965 says:

        Bedste Sandman,

        sind das nicht (mit) die schönsten Momente im Leben? Mal abseits allen Alltagstrubels einfach DAS zu tun, wonach es einem gerade gelüstet?

        Hav en god uge! 😉

        • Sandmann says:

          God mand i landet af majs cobs,

          ja, das sind gute Zeiten. Tatsächlich bin ich gestern gerade gefragt worden, warum ich so gern auch mal alleine bin. Es gibt Menschen, die sich das nicht vorstellen können. Ich muss gestehen, dass ich da gar keine konkrete Antwort drauf habe.

          Objektiv gesehen ist es wohl nachvollziehbar, dass ich seit zwei Jahrzehnten Kinder und umtriebige Berufe an zwei verschiedenen Standorten habe und mich deshalb ab und an mal nach Auszeiten sehne, in denen ich mich einfach mal nur um mich selbst kümmern muss. Keine Rücksicht auf andere nehmen, weder beim Essen noch im Tagesablauf. Das entspannt einfach. Und danach geht es dann frisch aufgetankt wieder ins wundervolle Familienleben 🙂

          Subjektiv gesehen… bin ich einfach gern mal ganz alleine.

          Sandmann

  5. Anonymous says:

    Hi Jens,
    sehr schöne Geschichte! Ich wünsche Dir viel Spaß mit Dir, Deiner Seele, Deiner Musik und Rotwein.

    Ich bin gerade auf dem Weg dahin, wo vielleicht ein Fläschchen Deines Weines herkommt: Bordeaux.
    Dort werde ich Dir dann heute Abend mit einem Gläschen good vibrations schicken, die hoffentlich alle verfügbaren Musen veranlasst Dich zu küssen.

    Hau‘ in die Tasten und genieße die Ruhe!

    • Anonymous says:

      Ich bin nicht Anonymus sonder der Peter aus dem Schwobaländle.

      • Sandmann says:

        Peter aus dem Schwobaländle,

        ich frug mich schon wer du seist 🙂 Du bist auf dem Weg nach Bordeaux? Oh wie schön. Ja schick gern mal ein bisschen Muse, ich glaube für heute bin ich schon komplett leer geschrieben. Ich geh mal ein bisschen an die frische Luft, Seewind um die Ohren blasen lassen. Und dann schau ich mal, was für eine Pizza ich mir heute mache *freu* Hauptsache: keine VItamine 🙂

        Grüß mir Frankreich!
        Sandmann

  6. Dag,

    ey, kannste mir die „2016 Remastered Version“ von „Station To Station“ irgendwie als Empe3-Datei zukommen lassen? Ich find‘ die nirgendwo! 🙂

    Mir wär‘ das jetzt viel zu kalt in Henne… bäh!

    Gruß vom Langen

    • Sandmann says:

      Hej,

      hast du in deinem Postfach.
      Tatsächlich waren die vergangenen Nächte immer so um die -10 Grad kalt, aber da heizt der Ofen gegen an. Dafür liegt aber kein Schnee, und bis gestern schien die Sonne von einem blauen Himmel. Wenn ich aktuelle Bilder aus Deutschland sehe… habe ich es hier ganz gut getroffen 🙂

      Viele Grüße und bis bald
      Sandmann

      • Micha says:

        +5 Grad, Sonnenschein -hier am Flughafen Hannover 🙂

        • Sandmann says:

          Frischer Frühlingsanfang in Hannover? 🙂
          Inzwischen hat mich aber der Regen auch eingeholt, ich fürchte die letzten beiden Tage werden nass. Auch gut. Kann ich mich hinter meinem Ofen verbarrikadieren und viel schreiben… Ich muss nur nochmal raus und was zu essen kaufen. Mist.

          Sandmann

  7. XG30_2000 says:

    Die Sitze sehen ja mal richtig FETT aus. Sehr schöne Felgen auch.

    Bronx hat schon mal Deine Radläufe bei Moto-Talk gezeigt. Sag böse aus!

    Der Skorpion ist schon super! Gefällt mir.

    • bronx.1965 says:

      Hatter!

      Hab SW auch schon desöfteren mal verlinkt. Zumal wir ja unlängst auch erst eine „Scorpio-Geschichte“ hatten. 😀

      Aber der Maitre ist im Bilde und im Mai gibts vlt. Neuigkeiten von Kiesow. 😉

      „Fette Sitze“, das triffts gut. Weil sie wirklich so aussehen. . .

      • Sandmann says:

        Die Sitze sind ein Traum in Leder.
        Vorn beheizt (was auf beiden Seiten sogar funktioniert) und beidseitig elektrisch und manuell verstellbar, plus je ein kleiner Handblasebalg für die aufblasbare Lordosenstütze. So kommod habe ich bisher nur im Audi V8 gesessen, und der hatte diese Handpumpe nicht 😀

        Ich habe gestern Abend, als ich bei Dunkelheit über die Landzunge von Hvide Sande nach Henne Strand fuhr und bei guter Musik auf 20 Kilometern nicht ein einziges anderes Auto gesehen habe, wieder ein bisschen mehr Zuneigung zu dem Scorpio entwickelt. Ich glaube, wenn du in einem Auto gute Zeiten hast und die richtige Musik in der richtigen Lautstärke läuft wächst es dir definitiv ans Herz. Da kann man gar nix gegen machen.
        Und wenn du dann auch noch gut sitzt…… 😀

        Auf zu Kiesow, dann!
        Sandmann

        • XG30_2000 says:

          Das mit dem „Auto mögen lernen“ kenne ich momentan auch. Unser Insignia, den wir seit einigen Wochen haben, ist auch so ein Kandidat.

          Ich hatte etwa 2001 die Gelegenheit, genau so einen Scorpio länger zu fahren. Es war Allerdings ein V6. Hammer! Der Komfort war überragend! Absolut souveränes Auto.

          • Sandmann says:

            Ay XG30_2000,

            mich würde mal interessieren, ob man wirklich jedes Auto beginnt zu mögen, wenn man die „richtige“ Zeit in ihm verbringt.
            Ich weiß nicht, ob ich einen Opel Agila in mein Herz lassen würde. In einen Multipla Fiat steige ich erst gar nicht ein 😉 Aber irgendwie geht das bestimmt…
            Da fällt mir wieder der KIA Opirus ein. Gleich mal bei mobile gucken…

            Sandmann

            • qwertz says:

              Meine Erfahrung: nein. Aufgrund des Berufs meiner besseren Hälfte kamen immer wieder für ca. 100.000 km neue Autos in den Haushalt, die dann auch für vielfältige private Ausflüge und Urlaube genutzt wurden. Einen 2013er Audi A4 hatten wir beispielsweise für einen der schönsten Urlaube nach Italien mit; damit habe ich Frau und Kind aus dem Kreißsaal nach Hause chauffiert; und überhaupt habe ich viele schöne Erinnerungen an diese Zeit. Nicht an das Auto. Das taugt echt nur als abschreckendes Beispiel. Den T6-Multivan hatten wir nur für ein Jahr und knapp 25 tkm im Haus und ich bin in diesem Jahr viel T3 gefahren. Trotzdem bleibt der Multivan auf der „mag ich sehr“-Liste. Direkt neben dem Mondeo, der Schuld daran ist, dass ich auch den Scorpio so mag. Da war ja vieles sehr ähnlich, wenn auch in meinem Fall Flausche-Velours statt Leder mit Sitzheizung verbaut war. Der Insignia steht auf dieser Liste auch drauf, bevorzugt mit 2.8l V6 Turbo und belederten Recaro-Schalen; entgegen der hier vorherrschenden Meinung aber als Kombi: dann ist das Panoramadach größer.

              • Sandmann says:

                Na ja, meine Meinung zu Kombis ist ja bekannt 😉
                Die ist nicht mehr ganz so krass, aber MÖGEN tu ich die noch immer nicht. Und in meinem Alter und mit meinen Macken kauft man keine Autos mehr aus Vernunft – da kauft man die, die man mag. Punkt. Mein halbfinnisches Fräulein Altona ist da ganz bei mir, zum Glück gibt es da eine gewisse Schnittmenge, was den Familienwagen betrifft. Daimler und Taunus sind da drin. Der Scorpio nicht 😀

                Ich hatte auch 10 Jahre einen T3 Multivan und vermisse ihn sehr. Aber meine Bullizeiten sind echt vorbei. Ich gönne mir jetzt die letzten großen Limousinen. Und gepennt wird in Hotelzimmern…

                Sandmann

                • qwertz says:

                  Dass Bullizeiten vorbei sein können, kann ich einfach nicht glauben. Dafür gibt es in meinem Kopf zu viele Ideen, was man damit alles anstellen kann: Kanutour mit dem Junior und Übernachtung am Fluss; Klettertouren mit vollem Gepäck und Übernachtung im Gebirge mit Aussicht; nach dem Grillen und dem Lagerfeuer am Stausee direkt im Bus aufs Doppelbett zum Ausnüchtern; morgens die Schiebetür auf, Blick auf die Talstation und der erste am Lift mit den Ski unter den Füßen; usw. Dazu kommt: so entspannt reisen wie mit einem Bus ist wirklich schwer. Die Aussicht, die Weitsicht, die Vorausschau. Nein, nicht wie bei diesen SUFFs oder den Shalhambras, sondern wirklich.
                  Leider ist es preislich sehr, sehr schwierig. Es gibt viel Blumenerde für teures Geld – echten Rost zu finden ist schon ne Herausforderung. Die Preise für T3 explodieren, und die T4 der ersten Generation rosten schlimmer als T3. Die zweite Generation T4 ist qualitativ besser – soviel besser als die T5 der ersten Generation, dass die Preise auch explodieren: 2003er T4 Multivan 2.5 TDI mit 102 PS und 300 tkm werden für 15-20 Kiloeuro angeboten. Da beginnen dann aber schon die Preise für die 2012er Transen (Ford Tourneo/Transit Custom). Und ehe man sich’s versieht, überlegt man ob man nicht noch 5k€ drauflegt und was Modernes von Ford mit Werksgarantie mitnimmt. Dabei hat man nur nen Winterbus als T3-Schoner gesucht. 🙁

                  • bronx.1965 says:

                    Also für mich sind Bulli-Zeiten definitiv vorbei! Bezieht man den Begriff ausschließlich auf das Volkswagen-Produkt!

                    Nach insgesamt 5 Bussen (T2a, zwei T3, sowie zwei T4) lautet mein Fazit: immer teurer, immer weniger Qualität, sowie stetig unzuverlässiger.

                    Ob Mechanisch oder der Rost, stets war mehr vom Rotstift zu sehen. Dazu die teils absurden Werkstattpreise, sowie durch die Decke gehende Gebrauchtpreise. Durch nichts gerechtfertigt. Ein „Hype“? Spätestens da wird eine Sache für mich uninteressant. Mainstreamig sein war noch nie mein Ding.
                    Ich brauchte einen Bus für täglich 120 Km. 9 Sitze, ordentliche Fahrleistungen auch mit Bootstrailer hintendran. Einen Tandemachser, der bis zu 18 Ruderboote der A-Juniorenklasse trägt.

                    Nach langen Jahren wurde es kein Volkswagen mehr. Ich ging zur französischen Konkurrenz, welche auch für Opel einen Transporter einkleidet.

                    Ich habe diesen Entschluß nie bereut. In knapp 30 Monaten kamen gute 70-tausend Km zusammen. Ohne eine einzige Panne oder einen Ausfall.
                    In Sachen Wartungs- und Kosten-Ökonomie ist der Bus unschlagbar. Preis/Leistung stmmen. Deswegen: jederzeit wieder einen BUS! Aber keinen BULLI mehr. 😉

                  • qwertz says:

                    @bronx.1965 – deinen Beitrag kann ich nicht direkt beantworten, vermutlich ist die Verschachtelung schon über zuviele Ebenen?

                    Das finde ich mal ein schönes Feedback zu den „Buckelbullis“, wie sie gerne genannt werden. Ich habe leider noch nicht viele Fahrer gesprochen, aber die wenigen waren zugegeben sehr zufrieden. Andererseits gelten Vivaro I / Trafic II landläufig als „die allerletzte Handwerkerklitsche“ – nicht bzgl. der Zuverlässigkeit, sondern bzgl. des Fahrkomforts. Das schreckt mich doch etwas ab.
                    Ein früherer Arbeitskollege, der über viele Jahre und fast 200 tkm zufrieden Trafic II fuhr, fährt heute Ford Tourneo Custom (FTC). Zufall? Der FTC hat irgendwie meine Neugier geweckt, seit ich ihn mal als Mietwagen zufällig hatte. Und bei Motortalk sind so viele zufriedene Ex-T4/T5-Fahrer, die zum FTC gewechselt sind, über günstige Unterhaltskosten schwärmen und ohne Ausfälle jahre- und kilometerlang unterwegs sind. Die Tatsache, dass die Zulassungsstatistiken hohe Verkaufszahlen ausweisen, aber junggebraucht kaum einer verfügbar ist, spricht auch für sich.

                    Das Mainstreamige mag ich auch nicht. Als ich bei einer Werbeaktion des Nestlé-Konzerns einen Nespresso-Thermobecher geschenkt bekam und damit am Steuer meines 1ers saß, hab ich mich gefragt, wie lange es noch dauert, bis mir einer nen Apfel aufs Heck klebt. Da war ich kurz davor, den BMW zu verkaufen…
                    Das eine Jahr T6 Multivan fahren hat mir gezeigt: VW ist hier bestimmt nicht das Maß aller Dinge. Die machen vieles gut, weil sie jahrzehntelange Multivanerfahrung mitbringen. Aber trotzdem ist bspw. die verschiebbare Schlafbank völlig unbrauchbar und wird nicht grundlos von den Ausbauern als erstes durch eine eigene Lösung ersetzt. Das einzige, was VW hat, was anderen Bussen fehlt, ist die zweite Armlehne am Fahrersitz! Westfalia/Sortimo rüsten es beim FTC nach, aber ein Nugget passt nun wirklich garnicht mehr ins Budget, so schön das auch wäre.

                    Und wenn ich meinen Sohn frage, lautet die Antwort eh: „Bus fahren!“ Der freut sich, dass er durch die Schiebetür selbstständig (!) ein- und aussteigen kann und von Heckklappe bis Lenkrad durchgehen (laufen) kann. Das geht bei keinem PKW. Gerne sitzt er dann plötzlich vorne links und winkt 🙂 Welches Logo vorne klebt, ist ihm herzlich egal. Und im Sinne der Außendarstellung bin ich lieber bodenständig bei Ford und Opel als überheblich bei VW.

                  • Sandmann says:

                    Ay Jungs,

                    ja, man kann nicht mehr direkt antworten, weil der Blog nur 8 Ebenen zulässt. Könnte ich ändern, dann wird es aber unübersichtlich 😉

                    Ich gehe alle eure Argumente mit – meine Bullizeiten sind aber trotzdem vorbei. Egal ob T3 oder irgendwas anderes. Damals sind wir damit in den Urlaub gefahren, nach Österreich oder einfach mal an die See. Damals war meine damalige Familie, deren Kinder heute erwachsen sind.
                    Das halbfinnische Fräulein Altona hasst zelten, mag aber ne Nacht im Bulli (Festival oder so) ganz gern. Das rechtfertigt aber in der Masse nicht den Erwerb so eines Autos. Wenn wir mit Sack und Pack unterwegs sind, tut es der Daimler hervorragend. Ansonsten sind da Taunus und Scorpio, beide in der Lage, fünf Personen und Gepäck zu schlucken. Und Kanus oder ähnliche Sportgeräte wie beim Bronx haben wir nicht 😉
                    Deshalb ist die Anschaffung so einer fahrenden Schrankwand nicht geplant. Ich bin Limousinentyp und liebe die Herausforderung, da alles reinzubekommen. qwertz such hier (oben rechts) mal nach „Kombi? Braucht man nicht“ Dann wirst du mich verstehen…

                    Auch wenn der Daimler ein Kombi ist *flöööt*
                    Sandmann

                  • qwertz says:

                    @Sandmann, über die achte Ebene hinaus:
                    „Kombi, braucht man nicht“ kenne ich, ich lese schon lange still und heimlich hier mit und erfreue mich an deinem Schreibstil 🙂 Und an dem Mut, den sicheren beruflichen Hafen der Erstausbildung zu verlassen und stattdessen ein Leben mit allen Herausforderungen anzunehmen, die der „Wunschjob“ in Kombination mit Familie/n so bringt. (Ich hatte die Tage schonmal was mit German Angst und mir, oder?) Zumal du hier vermutlich nur einen Bruchteil deines Lebens beschreibst…

                    Ich bin mit Kombis aufgewachsen, „mein“ erstes Auto (dass ich nach Führerscheinerwerb fuhr) war der Mondeo MK1 Turnier meiner Eltern. An Platz gewöhnt man sich. Mein erstes eigenes Auto war/ist der T3. An noch mehr Platz gewöhnt man sich auch. Komma, schnell. Dann kamen die Außendienstdieselpupskombis (frei nach Clemens Gleich…) der Frau und mein Alltags-Einser ins Haus. Und die Erkenntnis, dass entweder der Einser zu groß oder der Kombi zu klein ist. Insofern teile ich deine Meinung bzgl. Kombis – seit es Kombis nicht mehr gibt. (Der letzte wahre Kombi war wohl der Vectra C Caravan.) Aber ne Limousine war noch nie meine Welt. Starre Klappe, feste Rückbank, irre unflexibel. Ich sehe immer meinen Schwiegervater mit seinem E46-Dreier beim Versuch, diese Grünschnitt-Körbe zu verladen. Die er letztlich in den Corsa seiner Frau stellt, dank Fließheck. 😉 Aber wenn ich mir dann morgens im Berufsverkehr angucke, wie traurig die Fahrer dieser Dreier und Fünfer GT/Gran Coupé Fließheck-Limousinen ausschauen… Dann doch lieber nen Kombi! Und um den Bogen zu spannen: wenn ich nen Kombi fahre und 5m Länge auf der Straße blockiere, kann ich auch Bus fahren.

                  • Sandmann says:

                    qwertz,

                    du Ebenen-Ignorant 😉
                    Okay wenn du keine Limousinen magst – aber erzähl mir nix von starrer Rückbank, wenn du noch nie einen Scorpio gefahren bist! Da kannst du die Sitzfläche vom Rücksitz wie beim Kombi hochklappen und dann die Lehnen (getrennt) umlegen. Damit verlängerst du den Kofferraum waagerecht bis zu den vorderen Sitzen. Klasse.

                    Kombi? – Braucht man nicht!

                    Sandmann

                  • qwertz says:

                    Irgendwie ging mein Kommentar hier verloren zum Limousinendilemma. Neuer Versuch.
                    Der E46 und W201 bzw W124 waren die letzten näher betrachteten Limousinen, da war nix mit Sitze klappen und lange laden. Interessiert hatte mich mal der zweite Skoda Superb, der das Fließheck mittels zweier Haken zum optisch ansprechenden Stufenheck reduziert. Spannendes Konzept! Ansonsten ist es bei Limousinen ja so wie schon beim Scorpio I oder dem Sierra: das Stufenheck ist sexy, das Fließheck praktisch. Die Lösung dieses Dilemmas heißt schlicht Kombi 😉 Allerdings kommen dieser Logik die unten diskutierten sog. Hochdachkombis in die Quere…

                  • Sandmann says:

                    Ay qwertz,

                    ich verliere hier gerade den Ebenen-Überblick 😀
                    Für mich ist die Limousine nicht in dem Moment begraben, wo sich die Sitze klappen lassen… W 210 und 211 und auch 212 gehören definitiv noch dazu. Und schriebst du, die Limousine vom Scorpio 1 sei sexy? Nun… Ich finde die angenehm klobig. Mehr nicht. Das Fließheck wiederum war mutig und anders 🙂
                    Aber irgendwas ist ja immer…

                    Sandmann

    • Daemonarch says:

      Ach komm, Sandmann, ich wette es gab Situationen, wo du vor dem „T“ gestanden hast, und dachtest : Puh, schön, dass du da bist! 😀

      • Sandmann says:

        Ay Daemonarch,

        ja, die gab es. Na klar 😉 In das Ding passt so unfassbar viel rein. Aber es GEHT eben auch anders. Ich habe schon meinen kompletten Umzug alleine mit einem Cadillac Eldorado Biarritz gemacht. Das war… kompliziert… aber ich habe unterhaltsame Erinnerungen. Und auch ein paar Fotos 😀

        Vor einem Berlingo oder einem Kangoo stehst du auch immer wieder und sagst: Puh, gut dass du so viel Platz hast.
        Aber dann kotzt du auf das Lenkrad, und das kann einfach nicht gesund sein.

        Sandmann

        • bronx says:

          Nana, nicht so überheblich! 😉

          Es gibt Mobile, die erschließen sich auf anderen Wegen. Weil sie einfach unfassbar praktisch-durchdacht sind UND trotzdem Preiswert! Wenn ich etwas transportieren will brauch ich ne Lösung und möchte das dann auch „schnell“ und ohne Eiertänze gelöst haben. Unterhaltsame Erinnerungen hab ich von anderen Sachen genug. 😀

          Ich würde eher im Strahl ko***n, solche Sachen wie die Lokaris in einen 3-Türer quetschen zu müssen und mir dabei vlt noch die Polster zu ruinieren.
          Zugegeben, kann unterhaltsam sein. . .

          Österliche Grüße vom Monza-, Kombi- und Kangoo-Fahrer. 😉

  8. Daemonarch says:

    Der Scorpio erinnert mich irgendwie funktionell an den W210… Von außen alles andere als eine Schönheit, dafür mit profunden inneren Werten…

    • Sandmann says:

      Ay Daemonarch,

      er ist nach 20 Jahren qualitativ lange nicht mehr da, wo der W 210 ist, aber er bietet trotzdem haptisch und akustisch einen vergleichbaren Komfort. Natürlich ist alles innen nicht so wertig wie beim Benz, aber es funktioniert zuverlässig und dezent. Du sitzt und fährst sehr kommod, leise und mit viel Platz um dich rum. Das sind tatsächlich Mercedes Qualitäten 🙂

      Sandmann

      • XG30_2000 says:

        Beim Agila würde es mir auch schwer faller. Um Glück haben wir einen Insignia. Die Schreibkorrektur hat nur einen Agila draus gemacht :).

        Kia Opirus FTW!

        • Sandmann says:

          Das war nicht die Schreibkorrektur 😉
          In einen Insignia würde ich mich ja reinsetzen, Opel pauschal finde ich nicht schlecht. Aber so ein paar Modelle… Agila, Zafira… neee…..

          Der Opirus ist noch ganz schön teuer. Damn.

  9. bronx.1965 says:

    @qwertz:

    „Das finde ich mal ein schönes Feedback zu den „Buckelbullis“, wie sie gerne genannt werden. Ich habe leider noch nicht viele Fahrer gesprochen, aber die wenigen waren zugegeben sehr zufrieden. Andererseits gelten Vivaro I / Trafic II landläufig als „die allerletzte Handwerkerklitsche“ – nicht bzgl. der Zuverlässigkeit, sondern bzgl. des Fahrkomforts. Das schreckt mich doch etwas ab.“

    Die Bezeichnung stimmt fast, meine Jungs nennen ihn schlicht ‚Bucki‘, unter den Kutschern meint man ‚Buckelwal‘. 😉

    Fahrkomfort: das Fahrwerk des Trafic II ist sehr sehr straff abgestimmt. Dafür gibts kaum Seitenneigung oder Wankbewegungen. Das kann man mögen, oder auch nicht.
    Die Geräuschkulisse ist dagegen ein Segen für die Ohren. Erst recht, wenn es dazu noch das 6-Gang Getriebe ist. Der 2 L Diesel ist stets präsent, das aber zurückhaltend und mit angenehmer Tonlage.

    Bei den Transen haben MICH die zahllosen Fahrzeuge abgeschreckt, welche bereits nach kürzester Zeit anfingen, zu rosten. Türunterkanten, Einstiege und speziell die vorderen Radläufe. Die Qualität der im türkischen Bursa gefertigten Modelle ist, in Sachen Rostschutz, unterirrdisch.
    Das bestätigen mir auch 2 gute Freunde, die den Transit fahren, bzw. in der firmeneigenen Flotte haben.

    Fahrkomfort und Laufruhe sind bei den Dingern gut. Keine Frage.

    „Welches Logo vorne klebt, ist ihm herzlich egal. Und im Sinne der Außendarstellung bin ich lieber bodenständig bei Ford und Opel als überheblich bei VW.“

    Da sind wir dicht beisammen. Das ist meinen Burschen auch egal. Deinem letzten Satz schließe ich mich an und ergänze noch um „Renault“. 🙂

    • qwertz says:

      Guten Morgen 🙂
      Genau da soll der Custom gegenüber früheren Transen ziemliche For(d/t)schritte gemacht haben. Das Modell bis 2012 hat ja teilweise nach 2 Jahren schon erste Blühten gezeigt, während der Custom bislang unauffällig ist. Sowohl beim Rost als auch bei sonstigen Ausfällen.
      Aber ich werde es dann jetzt zum Anlass nehmen, einen Trafic II und III zu testen und probezufahren. „Bucki statt Bulli“ ist ein schönes Motto, das verlangt nach einem Test. Und für die Campingfreunde: der Ausbau von Kompanja auf Trafic III – Basis hat mich zumindest auf dem Papier sehr begeistert.

      • bronx says:

        Hallo und einen schönen Donnerstag,

        dann bin ich gespannt auf deine Eindrücke! 😉

        „Bucki statt Bulli“, das hat was! 😀

        • Sandmann says:

          Hihi,
          Sandmanns Camping-Welt (WAAAAAHHH!)

          Einzig, und da schlage ich in die Kerbe des „Kults“, ein T2 würde mich reizen. Weil ich den süß finde. Die absurden Preise für Kernschrott verhindern das aber nachhaltig, der gleiche Grund warum ich leider nie einen frühen Porsche 911 besitzen werde. Obwohl ich den wunderschön finde. Aber 40.000 aufwärts für einen schlanken Käfer, nur weil andere das locker auf den Tisch legen können… nnnnnneeeeeeeeeeeee….. 🙁

          Sandmann

          • qwertz says:

            #hach … Der Elfer… Zum Träumen empfehle ich Ulf Poschardt – 911. Tolles, philosophisches Buch. Danach wollte ich sogar nen 996 kaufen 😉 Letztlich habe ich lange und viel nach 924 und 944 gesucht, und hätte fast nen 944 S2 mit Clubsport-Paket gekauft, Fahrwerk und Sperre und große Bremse ab Werk, mit Sportsitzen, selbstverständlich Targa. Bis ich im Detail bemerkt habe, wie das mit Kindersitzen, Freigabe der Rückbank, Nachrüstung von Dreipunktgurten hinten, … so ist. Danach ging legal eigentlich nur noch 968, die kosteten aber so viel wie ein 996, der mir eigentlich zu teuer war, dafür dass ich anfangs für 2000€ nen 924er kaufen wollte?! Naja, lassen wir das.

            Es gab im Welt PS Blog, als es noch der PS Blog von Poschardt & Friends war, nen tollen Gastbeitrag von einem Elferpiloten, der auch T2-Bulli fährt, um sein berufliches Fotoequipment zu transportieren. Der hatte sehr anschaulich argumentiert, dass Bulli fahren die wahre Dekadenz sei 😉 Übrigens mit einem tollen Teaser, Elfer G-Modell und T2a Schnauze an Schnauze, wenn ich mich recht erinnere.

            • Sandmann says:

              Ay qwertz,

              keine Zeit, noch neue Träume anzufangen, geschweige denn Bücher zu lesen, auf denen nicht Joachim Meyerhoff oder Stephen King steht 😉

              Ich weiß auch nicht warum mich der frühe 911 so kickt. Vielleicht, weil er ein uriges, pures Auto ist. Und nie mehr sein wollte. Mal schauen, ob ich mir das im Ruhestand dann mal gönne. Egal, wie viel der dann kostet. Beim Knudsen Coupé war mir das jetzt auch egal, den habe ich 1990 für 1/20stel des jetzigen Preises bekommen. Na und? Träume sind manchmal teuer. Es ist trotzdem toll, sie sich zu erfüllen 😉

              Sandmann

              • qwertz says:

                http://ps.welt.de/2014/10/28/geschaetzte-werte/
                Allein für das Bild lohnt der Klick 😉

                Mein persönlicher Traum: F-Modell, als Targa. Farbe nebensächlich. Ohne diese US-vorschrifteninduzierte G-Modell-Nase mit den Bumpern. Und dann gefällt mir der 993 wieder, als 4S. Aber als Midlife-Crisis-Fahrzeuge taugen die beide nix, bei meiner Portokasse.

                • Sandmann says:

                  JAAAAAAAA ein F-Modell will ich auch!
                  In der Garage 11 steht schon wieder eins rum, und ein Typ in Mailand, dem ich auf Instagram folge, hat da ne halbe Halle von voll 🙁
                  Ich muss unbedingt einen Bestseller schreiben und dann einfach SCHEISS DRAUF halt 60.000 Euro dafür bezahlen. Und gut.

                  Sandmann

        • qwertz says:

          Guten Morgen, ich hoffe frohe Ostern gehabt zu haben!
          Junior ist bei den Großeltern in Ferien, Frau qwertz und meiner einer konnten gestern in Ruhe und ausgiebig Busse gucken. Der FTC (im Sinne von Sandmanns Camping-Welt: probegefahren als Transit mit Westfalia-Nugget-Ausbau, weil einzig verfügbar) hat sich (wiederholt) als sehr angenehmes Fahrzeug herausgestellt. Einen Bucki konnten wir nicht auftreiben, dafür haben wir uns aber den Trafic III angeschaut … und schnell wieder weggeschaut. Zitat meiner besseren Hälfte: „Der ist zwar günstiger als der Ford, aber nicht genug, um jeden Tag da drauf gucken zu wollen.“ Nun gut. Probefahren durfte ich ihn nicht, weil die Regierung „Zeitverschwendung!“ rief. Dafür kam die Erkenntnis: die teure Variante (Trafic SpaceClass??) kommt mit dem Schienenboden und den klapp-/wickelbaren Doppel- und Einzelsitzen im Heck, wie sie im aktuellen Mercedes W447 (V-Klasse/Vito) verbaut werden. Da sieht man die Daimler-Renault-Allianz recht deutlich – und anhand einiger Netzfotos erkennt man man, dass das auch Richtung Opel (Vivaro B „Combi+“) weiter diffundiert. Ob das dem Tavares schmeckt? 😉

          • Sandmann says:

            Ei ei ei,

            ich bin raus 😀 Zu viel Camping, zu viele Prioritäten die ich nicht nachvollziehen kann. Aber hier gibt’s ja noch andere, die auf dicke Kisten mit Einbauküche abfahren…

            Sodenn, auf in den Frühling!
            Sandmann

            • qwertz says:

              Die Priorität ist recht einfach: die Zahl der Freunde und Familienmitglieder ist groß, deren Wohnorte sind quer durch die Republik verstreut, und zumeist verreise ich nicht alleine, sondern mit Frau und Kind und Kegel. Was alleine oder zu zweit auf der Couch von Freunden noch klappt, wird zu dritt (oder bald zu viert…) in so mancher Bude schon eng. Und dann schlafe ich lieber auf meiner eigenen Couch im Bus vor der Tür, als in der Ferienwohnung einige km weiter entfernt. Aber dazu braucht’s keinen vollausgestatteten Camper („Einbauküche – braucht man nicht!“ 😉 )
              Der Frühling wird hier gerade mit elsässischem Regen überdeckt…

              • Sandmann says:

                Ay qwertz,

                nun ja, ich schätzte seinerzeit auch den T3 Mulivan mit originalem Westfalia Klappdach, Küchenblock und Klapptisch. Und sonst nix, also keine Schränke und Spüle und sowas. Da haben wir im früheren Leben einige schöne Urlaube mit verbracht. Meine Exfrau schwärmt nach wie vor vom Bulli und wird bestimmt irgendwann wieder einen haben. Aber ich bin im Urlaub 2.0 angekommen. Mit Frau und Kind (auch bald zu viert) wird ans Ziel geflogen, ein Mietwagen genommen und Halbpension genossen. Spielen, baden, lesen und nicht kochen müssen. Mehr braucht es nicht bei Familie Sandmann.
                Oder wir machen unsere legendären „Deutschlandtouren“ (okay, es gab erst eine…), mit dem T-Modell und ausreichend Platz bei Bekannten und Freunden. Und wer den Platz nicht hat – da geht es ins Hotel 🙂

                „Pur“ Urlaub mache ich im Sommer mit meinen großen Töchtern. Im Taunus nach Südfrankreich. Da aber auch nicht zelten, da dann ein Mobile Home mit Küche, Bad und Betten. Ich bin ja keine 21 mehr 🙂

                Aber freut mich dass du das alles so abfeierst. Weitermachen!
                Sandmann

          • bronx says:

            „Nun gut. Probefahren durfte ich ihn nicht, weil die Regierung „Zeitverschwendung!“ rief.“

            Schlecht wenn Frau bestimmt, was Man(n) darf. Oder nicht darf. 😉

            Ernsthaft, schade dass du dich nicht darauf einlassen konntest. Mich hätte das Ergebnis interessiert.
            Ich empfinde den IIIer auch nicht als restlos gelungen, geht es ums Äussere. Speziell die Frontpartie.
            Aber ein Bus transportiert ja keine Emotionen, sondern tägliche Aufgaben. Da zählen bei mir andere Dinge.

            Aber jeder wie er mag. 😉

            • qwertz says:

              Ich suche weiterhin einen „Bucki“ zur Probefahrt, der mir auch optisch deutlich besser gefällt, weil nicht so grob.

              Die Meinung der Frau war wohl hauptsächlich dem „hormonellen Autopiloten“ geschuldet 😉 Wobei bei einem Auto, dass von ihr im Alltag gefahren würde, der Women Acceptance Factor nicht gerade vernachlässigbar ist…

              • Sandmann says:

                Da bin ich strukturell bei qwertz,

                ich kaufe kein Auto, was meine Frau nicht mag. Nicht, wenn es noch genügend andere gibt, die sie mag. Sowas würde ich nur machen, wenn meine Frau absolut GAR nix mag und es sowieso egal ist, was ich anbiete. Aber mit so einer Frau wäre ich wiederum nicht zusammen 😉
                Autos sind nicht ausschließlich praktisch. Auch Bullis nicht. Ein bisschen mögen oder nicht mögen ist da doch auch dabei…

                Sandmann

              • bronx says:

                @qwertz: Wenn „sie“ das Ding hauptsächlich im Alltag fährt, alles klar.
                Das ist ja dann auch was anderes. Konnte ich so nicht herauslesen. 😉

                Sandmann: eine Karre, die meine Frau nicht mag, kaufe ich auch nicht. Ganz klar. Mein Spruch an qwertz enthielt ja auch einen Smiley.

                Ansonsten sind wir dicht beieinander.
                Ausser: meine Dame lehnt prinzipiell „Premium“-Marken als „Beschiß“ am Geldbeutel ab. Da ist sie sogar noch stringenter als ich. 😉

                • Sandmann says:

                  Ay Bronx,

                  das tolle bei Premium Marken ist ja, dass gerade die großen Modelle mit zunehmendem Alter besonders preiswert sind 🙂 Aber ich selbst bevorzuge (außer meinem Herz für Mercedes) ja auch Ford als Favoriten. Der passt in keine Klischeekiste. Und das ist gut so…

                  Sandmann

  10. Unbekannter S210-Fahrer aus Dortmund says:

    Ich finde : Es gibt KEINEN Grund, KEINEN Kombi zu kaufen, auch wenn die Limousine oft das hübschere Auto ist….

    • Fetti says:

      Das deutsche Dilemma: Der Kombi ist das Auto dass man fährt, während man von der Limousine träumt.

      • Sandmann says:

        Kein Dilemma.
        Meine Freundin fährt den Familienkombi, und ich die Limousine (und das Coupé) 🙂

        Außerdem, Daemonarch, doch es gibt einen Grund: Geschmack. Wenn man einen Kombi NICHT mag, dann MUSS man ja auch keinen kaufen 🙂
        Und… nun habe ich schon den Login vereinfacht und die Kommentarfunktion freigegeben, da gibst du dir einen anderen Namen und ich muss dich schon wieder freischalten. Habt ihr alle lange Weile? 😉

        Sandmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ein bisschen Mathematik: *