Wenn das Öl eines Tages alle ist

Was bisher geschah

Wir waren shoppen

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In Dänemark gibt es kaum Gastankstellen. Fazit? Mein Audi V8 saugt mir mit jedem Kilometer, den er das gute Super verbrennt, schmerzliche Mengen an Talern aus dem Portemonnaie! Dem muss man doch irgendwie entgegen wirken können! Rechnen wir einmal ein bisschen. Das Prinzip „Einkaufswagen“ transportiert zwei Personen mit einer Geschwindigkeit von 5km/h. Der Komfort lässt zu wünschen übrig (die Fotoqualität auch, sorry). Der Anschaffungspreis ist mit einem Euro (oder 10Kronen) vergleichsweise günstig, die Folgekosten weniger: rund 200 Kronen für Bier und Hotdogs stündlich für den, der schiebt. Das kann es nicht sein. Aber in Dänemark hat man anerkanntermaßen eine Menge Zeit zum Planen, ausgelöst durch die gute salzhaltige Luft, also machen wir uns ein paar Gedanken über weitere alternative Antriebskonzepte.

Das „Elektroauto“ ist momentan in aller Munde. Der zukunftsweisende Antrieb mit einem hohen Wirkungsgrad und einer geringen Geräuschentwicklung scheint das Thema für die nahe Zukunft zu sein. In Henne Strand bekommt man solche Autos schon heute gemietet. Dabei eröffnen sich dem ambitionierten Weltretter einige deutliche Vor- und Nachteile. Was die Dänen sehr gut in den Griff bekommen haben ist die Unabhängigkeit von teuren, schweren Akkus. Das Auto ist direkt über ein Kabel mit der Steckdose verbunden, ein sowohl einfaches als auch preiswertes Konzept. Über einen Münzeinwurf zahlt man den Mietpreis, wahrhaft eine innovative Idee! 10 Kronen für 2 Minuten ist allerdings ein stolzer Preis, wenn man dies auf eine Betriebsstunde hochrechnet. Die Höchstgeschwindigkeit ist nicht messbar, der Aktionsradius sehr eingeschränkt und auch das Platzangebot nicht zeitgemäß. Nein. Einmal davon abgesehen, dass ich (noch) kein großer Fan von Elektroautos bin – auch hier eröffnet sich uns keine Alternative.

Ressourcen schonen und vorhandene Konzepte verbessern. „Multi-Backseating“. Es gibt kontroverse Meinungen im Internet, wie viele Menschen man in seinem Auto befördern darf. Ein paar Beispiele: „Wenn alle vorhandenen (5) Gurte angelegt seien, dürfe man darüber hinaus unbegrenzt Personen befördern, solange der Fahrer nicht eingeschränkt werde„. Oder „Einen Personenbeförderungsschein brauche man über 9 Personen nur, wenn das Fahrzeug auch für mehr als 9 Personen zugelassen sei„. Okay. Auf dem Rücksitz des V8 lassen sich bequem und farbenfroh vier fröhliche Kinder/Teenager befördern, vorn noch ein Ørg und ich… Das bedeutet 46,7PS pro Person und einen Verbrauch von 2,3 Litern Super auf 100km pro Mitreisendem. Das klingt doch schon ganz okay, oder?

Am Ende gehen wir doch immer wieder zurück in die Steinzeit. Wenn das schwarze Gold erst einmal sehr teuer geworden ist, will ich trotzdem nicht auf meinen Audi V8 verzichten! „Muskelkraft“ kommt wieder in Mode. Die ehemaligen 280 Pferde ersetzt man kurzerhand durch vier Kinder (Quattro), die sich ein paar Euro für Musikdownloads oder ihre Prepaid-Karten dazuverdienen wollen. Ein traditioneller Kutscher treibt anschließend das Jungvolk mit einer Gerte zu Höchstleistungen an und verhindert Ablenkungen durch umherirrende Passanten. Der Lenker, ein völlig neuer, längst vergessener Ausbildungsberuf, sorgt für die reibungslose Richtungsfindung der Komfortkarosse. Fast genau so lautlos wie ein Elektroauto und absolut umweltfreundlich! Der Aktionsradius hängt von der Kondition des minderjährigen Quattro-Antriebs ab, lässt sich aber durch gezielte Motivation steigern.

Oder haben Sie bessere Ideen? Bald ist das Öl alle! Helfen Sie uns.

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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2 Responses to Wenn das Öl eines Tages alle ist

  1. calimero sagt:

    😀
    Hahahaaaaa was für eine großartige Vorstellung, ihr beide in dem Elektroauto!
    Sandmann du musst mal ein echtes E-Auto fahren, vielleicht ist das ja gar nicht so doof? Mach mal und schreib mal drüber. Und ich freu mich über weitere Artikel
    Abel

    • Sandmann sagt:

      Ay Calimero,

      ich fange Ende August schon mal damit an, dass ich drei Tage lang einen SMART Mietwagen über ein verlängertes Wochenende bewegen werde… Weniger aus Kostengründen, ein Ford wäre genau so teuer gewesen. Mehr als Selbstversuch. Ich denke, nach so viele Jahren des Hasses muss ich mal auf diese Plastikschüssel zugehen und ihr eine realistische Chance geben.
      Na ja, der Schritt zum Elektroauto ist dann nicht mehr ganz so groß 🙂

      Sandmann

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