Wikingerdiesel

Über den Dächern von Oslo

Über den Dächern von Oslo

„Halbfinnisch“. Könnt ihr euch vorstellen, was das bedeutet? Also klar, „niedersächsisch“ kann ich noch erklären, da zieht es mich mehrmals im Jahr in eine kaum bekannte Stadt in der Lüneburger Heide, in der ich mich aber geborgen fühle, weil ich da aufgewachsen bin. Aber „halbfinnisch“… das ist, wenn eine genetische Programmierung alle fünf bis sechs Jahre an die Innenseite des Schädels klopft. Man isst dann mehr und mehr frisch gepflückte rote und blaue Beeren, googelt (im Rest von Europa längst vergessene) Skispringer mit Alkoholproblemen und nimmt wieder Kontakt zu Verwandten auf, die inmitten von Kiefern und Birken zwischen kalten Seen ihr Leben im Einklang mit den Mücken leben. Diese Perioden enden dann immer mit der Buchung von mindestens einer Autofähre und einem Mökki irgendwo auf diesem großen, felsigen Stück nordischer Erde, das gerade mal so viele Einwohner zählt wie Hamburg und Kiel zusammen. Sie hat gebucht. Aber nicht den direkten Weg. Oslo soll auch schön sein, Stockholm sowieso, also ist es kein Long way to Tipperary, sondern to Pertunmaa. Ein Umweg. Packen, volltanken und los.

😀 Ich bin noch nie nie nie ab Kiel mit der Fähre gefahren!

Obendrauf geht auch noch was.

Seit dem Beginn meiner Ausbildung 1991 lebe ich in der Hauptstadt Schleswig-Holsteins und kann es nicht lassen, mich an den Kreuzfahrtschiffen und Fähren quasi mitten in der City zu erfreuen. Du stiefelst durch die Holstenstraße, und aufgrund einer geografischen Besonderheit (wir nennen das „Förde“) fängt plötzlich das mehrstöckige Gebäude direkt neben dir an, sich zu bewegen und zu tuten und dampft nach Schweden oder Norwegen ab. Die dicken Dinger liegen in Kiel gefühlt mitten in der Fußgängerzone, ja, das bedeutet in der Aufmerksamkeit der Massen neuerdings auch ne Menge Dreck in der Luft, aber ich fand und finde das immer noch toll. Nautisch. Wenn du im Sommer mit einem kalten Bier in der Hand am Falckensteiner Strand liegst und die blau-weißen Schiffe der Color Line nachmittags so dicht an dir vorbei fahren, dass ihre Bugwellen sämtliches Sandspielzeug einer kompletten Generation minderjähriger Kurzurlauber ins offene Meer hinausreißen. Oder wenn am frühen Abend alle Sender der liebevoll ausgerichteten Sat-Schüssel für mehrere Minuten verschwinden, weil die ablegende Stena Line die Sonne verdunkelt. Das ist Kiel.

Alle mal rechts liegen lassen.

Und jetzt bin ich nach so langer Zeit endlich mal auf der anderen Seite, endlich mal ein Teil dieser schwimmenden Blechdosen. Seit ich mit der Audi V8 Limousine, einer Frau, zwei Kindern, einem Hund, komplettem Gepäck und Feuerholz eine Woche in Dänemark verschwand, galt ich im Vergleich zu Christo oder Houdini als der bessere Verpackungskünstler. Später verlor ich unter den Augen meines halbfinnischen Fräulein Altonas vom Dach des Rudolf-Passats eine schlecht verzurrte Gitarre und ein Kinderbett auf einer finnischen Autobahn, und der Titel wurde mir mit bösen Blicken und stundenlangem eisigen Schweigen („… ich war mir sicher der Spanngurt war fest!“) wieder aberkannt. Ich fand deshalb wenig gültige Widerworte, als die Anschaffung einer gebrauchten Dachbox für den Familiendaimler ins Gespräch kam. Ich empfand Dachboxen schon immer als den Einstieg in die Spießigkeit der gekapselt Reisenden, als die endgültige Entstellung der ursprünglichen optischen Linie eines Kraftfahrzeugs und das peinliche Eingeständnis, eigentlich nicht richtig packen zu können. Aber ich wollte ja auch nie einen Kombi.

Erste Reihe dank „handicap“

Hier rolle ich jetzt in den Bauch der Color Magic, einem Schiff der norwegischen Color Line in Kiel, mit einem Kombinationskraftwagen der Baureihe 210 und einem gebraucht gekauften Jet Bag aus den 90ern an einem Thule Träger auf dem Dach. Bevor mir die Tränen der Selbstaufgabe über die Wangen laufen können, schickt uns der warnbewestete Einweiser wegen des Vorhandenseins zweier kleiner ungeduldiger viertelfinnischer Mädchen auf dem Rücksitz an allen anderen rechts Wartenden links vorbei, Fast Lane, Pole Position auf der Transporterspur (wegen der Dachbox). Na gut 🙂 Ab hier geht es also nach Oslo, Norwegen. Abfahrt um 14:00 Uhr, über Nacht mit einer Kabine im innersten Innendeck des Dampfers, der 2007 die Kronprins Harald abgelöst hat. Ladies, geht schon mal vor. Ich such noch meine Zahnbürste, das Milchpulver und die Hipp Gläschen.

Schlimmer geht immer.

Ich habe euch noch gar nicht den Plan erzählt, oder? Wir fahren mit diesem Schiff nach Oslo, bleiben da eine Nacht, dann mit dem Auto weiter nach Schweden zu Petterson und Findus, von da aus über Stockholm mit der nächsten Fähre nach Turku in Finnland und an Helsinki vorbei zu einem einsamen Haus an einem See bei Pertunmaa, zu dem uns die Gene meines halbfinnischen Fräulein Altonas zuletzt vor sechs Jahren zogen. Also, nicht zu dem gleichen, ich meine diesen allgemeinen Sog nach Hause, den Sog zu Wasser, Kiefern, cremigen Würstchen mit süßem Senf und Mücken, den man nur verspürt, wenn man mindestens anteilig von Finnen abstammt. Ich stamme nicht von Finnen ab, aber ich mag die kauzige Knarzigkeit da oben, ich genieße es, kein einziges Wort dieser Sprache zu verstehen – und die Aussicht auf ein bisschen Ruhe finde ich fantastisch. Finnisch gut. Und nach 28 Jahren an Land sehe ich heute erstmals Kiel vom Deck einer ablegenden Fähre und bin selbst der Grund für wegbritzelnde Sender und verträumte Blicke am Falckensteiner Strand. Hach…

Kiel mal vom Wasser aus.

Color Magic. Der Name der Fähre klingt ein bisschen nach einem tollen YPS Gimmick. Oder einem Buntwaschmittel. Ihr müsst euch das Ding nicht wie einen Kreuzfahrer vorstellen, mit erleuchteten Decks voller gut aussehender Menschen in schicken Anzügen und Kleidern, mit einer Piano Bar und Captain’s Dinner in der Lounge – sondern eher wie ein von Schlafkonserven umgebenes Disneyland, in dem sich rotgesichtige Schnurrbartträger in Bermudashorts und Camp David Hemden am Buffet um die Garnelen streiten und später mit überteuertem Bier und tränenfeuchten Augen talentfreien Sängern während der Abendshow zuprosten. Allein der „Papa ich will was essen“ Blick meiner kleinen Großen wirft die Reisekasse komplett um, aber hey, es ist ein Schiff, Schiffe sind toll und dieses bringt uns entspannt bis nach Norwegen! Die Gesamtstrecke ab Hamburg wären sonst fast 2000 Kilometer gewesen, und abgesehen von der nicht vorhandenen Seetauglichkeit des Mercedes ist es so doch viel entspannter.

Hey! Wow! Kennt ihr diese Brücke??

Drüber und drunter

Die Storebæltsbroen über den Großen Belt zwischen Seeland und Fünen ist die zweite riesige Straßenverbindung auf dem Weg von Dänemark nach Schweden. Wenn man nicht das Schiff nehmen will. Über sie und die Öresundbrücke etwas weiter östlich bin ich vor zwei Jahren schon mit Marc und seinem fetten Cadillac gefahren, als wir auf dem Rückweg vom Big Power Meet in Västeras waren und uns von Tankstelle zu Tankstelle hangelten! Marc und ich haben politisch… äh… nicht völlig identische Ansichten, und von dieser Fahrt ist bei mir vor allem hängen geblieben, dass wir uns über eine Stunde lang angeschrien haben 😀 Auch auf der Brücke, ich am Steuer, er neben mir. Das war klasse. Jetzt fahren wir mal drunter durch, ganz schön eng hier, also Bauch einziehen. Die Öresundbrücke ist noch länger, auch die gleichnamige Serie kommt mir wieder in den Sinn, falls ihr die noch nicht kennt – sehr skurril, sehr skandinavisch, sehr sehenswert.

Ist das unsere Kabine? Ja. „Papa die Karte geht nicht“. *steck* klack. *stecksteck* klack. „Mach mal langsamer, mit Gefühl…“ *steeeeeeck* klack. *steck* klack. *steck* flutsch! klack. „Manno!!“ *steck* klack. *steck* klack. *steck* klick! „Ay!“ Und rein. Diese langen, schmalen Gänge, das leichte Vibrieren des Kolosses aus Stahl und die Fensterlosigkeit hier unten lassen mich zwangsläufig an die Titanic denken. An die Passagiere der unteren Decks, die nicht nach oben durften. Aber das ist ja über 100 Jahre her. Wir dimmen das Licht in der Kabine, ich lese noch ein Kapitel „Michel aus Lönneberga“ vor und die vier Sandmanns schlafen einigermaßen traumlos auf den erstaunlich bequemen Klappbetten.

Sodenn, auf zu neuen Ufern!

Sonnenschein in Oslo. Nicht, dass man davon unter Deck irgendwas mitbekommen würde, aber der erst 10 Monate alte weibliche Wecker fängt zuverlässig um 7:00 Uhr an zu babbeln und erhellt den dunklen Morgen wenigstens mit penetranter Fröhlichkeit. Ich schlurfe barfuß ins menschenleere Mittschiff-Disneyland und bestelle bei einer völlig überrumpelten Norwegerin als erster Gast zwei große Kaffee. Zum Mitnehmen. Schwarzes Gold als Lebenselixier für den vor mir liegenden Tag. Um 10:00 Uhr spuckt uns der große, blau-weiße Pott aus und entlässt uns in eine Stadt ohne Parkplätze, die inzwischen zudem zu den teuersten Städten der Welt! zählt: Oslo.

Ich bin noch nicht ganz wach, das eine viertelfinnische Sandmädchen ist in ihrem Maxi Cosi schon wieder eingenickt, das andere viertelfinnische Sandmädchen hört auf einem alten iPhone Bibi Blockberg und bestaunt die Architektur und das halbfinnische Fräulein Altona googelt Möglichkeiten der Kaffee- und Nahrungsaufnahme. Irgendwie müssen wir die Zeit überbrücken, ins Hotel können wir erst ab 15:00 Uhr. Beim Parkautomaten am Hauptbahnhof wird mir schlagartig klar, dass dieses Überbrücken rund 50% unserer Reisekosten ausmacht. Eine Stunde parken in Oslo kostet 9 Euro. Wow. Ich werde in Kiel nie nie nie wieder motzen, wenn ich mal einen Euro in einen Parkautomaten werfe (und dafür zwei Stunden stehen darf). Ich buche also auf meine EC Karte eine Summe, mit der andere Familien sich einen tollen Tag im Heide Park Soltau inklusive Essen für die Kinder und Thai-Massage für Papa gönnen und weiß nun gut gelaunt, dass ich hier in Oslo fünf Stunden parken darf. Aber hey – es ist schön hier. Echt.

Joooaaar…. kann man machen.

Vielleicht muss ich einfach mal aufhören, immer über Geld nachzudenken und zu reden. Also, zumindest wenn ich weiß, dass ich auf teurem Pflaster wandel. Ich fühle mich ein bisschen wie der nörgelnde Typ auf der Kieler Woche, der an den Buden voller leckerer und duftender Köstlichkeiten vorbeischlurft und allen erzählt, wie scheißteuer das hier ist und dass man das ja alles bei Lidl und Aldi für einen Bruchteil bekommen würde. Ich schicke diese Nörgler dann immer zu Lidl und Aldi mit der Bitte, doch einfach mal die Klappe zu halten und mir meine frittierten Calamares hier nicht sauer zu reden. Oslo ist teuer. Wir klettern auf dem Dach der Oper rum, blicken über die Stadt und versacken auf einem Street Food Festival. Ja, für mich bitte nur ein Wasser und eine Handpizza 😉 ich komm schon klar.

Es ist ein Roadtrip. Nicht in Europas Süden, zu rassigen Frauen unter Palmen. Sondern in den rauen Norden, zu mürrischen Männern auf kargen Steinen. Nicht mit zwei Freunden und drei Paletten Bier. Sondern mit der Herzdame und den Kindern und BEBA Premilch. Nicht in einem Porsche 911 Targa aus den 70ern, sondern in einem Mercedes-Benz 220 CDI. Kombi. Mit Dachbox. Und wisst ihr was, ihr Petrolheads und Kultsucher? Ich freu mich auf die nächsten Tage 😀 Seid ihr dabei?

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

26 Responses to Wikingerdiesel

  1. Martin says:

    Ein richtiger Papa kann eben nicht nur V6 und V8 – sondern auch Van. Oder Kombi mit Dachbox. Den mitleidig schauenen Typen muss man ja nicht erzählen, dass daheim der Oldtimer wartet 🙂

    • Sandmann says:

      Ay Martin,

      was andere von mir denken war mir auch eigentlich immer schon egal 😉 Ich mache mir schlicht Sorgen um mich selbst. Ich bin in der Mitte meines Lebens etwas bequemer geworden, das ist nicht verwerflich, das darf so aber nicht weitergehen 😀
      Also schnell mal wieder mit dem Oldtimer los. Mit Koffer auf dem Heckdeckel, ohne Klimaanlage und mit Sonne im Herzen. Jedes Auto hat seine Zeit. Und die des Kombis ist JETZT….

      Sandmann

  2. Marc says:

    Ich freu‘ mich und könnte vor Vergnügen quieken. Sandmann schreibt wieder! Habe diese Berichte vermisst. Glaube fast, Du brauchst mehr Urlaub um Deine Jünger öfter mal mit neuen Geschichten zu ergötzen…. Aber so ist das Leben halt, man kommt
    zu nix und irgendwas ist immer.
    Wenn Du schreibst, dass die Verwendung einer Dachbox der Einstieg in die Spießigkeit ist, dann erinnert mich das immer an meine Befremdlichkeit über diese Jack Wolfskin tragenden, mit
    Pseudo sportlichen Herrensandalen besohlten Väter, mit Ihren überladenen Kombis ( inkl. Dachbox und Fahrradträger ) auf dem Weg gen Norden.
    Aber grade im Moment steht vor dem Ferienhaus in Dänemark
    eben jener Kombi mit allem erdenklichen Equipment ausgestattet.
    Die Familie ist glücklich, der Kombi praktisch und die Nordländer schön. Den Rest ( Klamotten ) habe ich standhaft ignoriert.
    Tempora mutantur. So ist das Leben.

    Weiterhin gute Erholung und evtl. wieder mehrere persönliche
    Geschichten.

    Grüße Marc

    • Sandmann says:

      Ay Marc,

      du hast meine Geschichten vermisst? 🙂 Hach das tut gut…
      Ja, ich stecke in den Endzügen der wohl arbeitsreichsten und anspruchsvollsten Zeit meines bisherigen Lebens. Das hat sich auf meine „Freizeit“ Geschichten hier ausgewirkt. Mein Focus lag in der Kinderbetreuung, der beruflichen (also bezahlten) Arbeit, dem suchen neuer Auftraggeber und dem Suchen nach hier und da ein bisschen Schlaf. Statt mich wie sonst manchmal Abends hinzusetzen und mit einer Flasche Wein die nächste Tagebuchgeschichte aus den Fingern fließen zu lassen… dafür war ich schlicht zu müde.
      Aber langsam geht’s wieder 🙂 Und hey – an meinem rechten Handgelenk ist noch das Band vom Werner Rennen 2018. Das schneide ich erst ab, wenn ich die Geschichten aufgearbeitet habe…

      Du wirst mich niemals in einer Jack Wolfskin Jacke sehen. Schon gar nicht in der gleichen, wie sie die Frau neben mir trüge. Auch in keinem Polohemd oder mit Hemd und Pullunder drüber in Segelschuhen. Du wirst mich auch nie in einem SUV sehen. So ein paar Dingen werde ich mich niemals nähern, auch mit zunehmendem Alter nicht.

      Ich bleibe immer der Typ mit blauer Jeans, schwarzem Hemd und Ray Ban Wayfarer. Der war ich schon mit 19, also bleibt das so. Und ich werde immer ein altes Auto haben, solange ich Benzin noch handelsüblich erwerben kann. Deshalb – rock Dänemark, hab eine gute Zeit und bis bald hier mal wieder!
      Wo seid ihr denn genau…?

      Sandmann

      • Marc says:

        Hey Sandmann,
        bleib bloß so wie Du bist. Darum ist der Blog und
        alles drumherum was man so mitbekommt ja auch so
        authentisch und liebenswert. Halt das wahre Leben, mit
        dem man sich auch identifizieren kann.
        Ja Dänemark wird gerockt, wenn auch mehr von den Kids.
        Sind diesmal in Sondervig. Alles ja ganz nett, aber mir persönlich momentan viel zu touristisch und zu voll.
        Da kloppen sich die Leute im Supermarkt schon um die
        letzten Bratwürste.
        Nächstes mal wieder Fanö oder Skagen…

        Weiterhin alles Gute
        Marc

        • Sandmann says:

          Ay Marc,

          deshalb fahre ich im Sommer ja auch nicht nach Dänemark 🙂 Da nehme ich lieber den Falckensteiner Strand bei Kiel…. Die dänischen Küsten sind im Sommer fest in deutscher Hand, da hab ich vor meiner eigenen Haustür fast noch ein größeres Urlaubsgefühl.

          Ich freu mich schon wieder auf eine einsame Novemberwoche in Henne Strand. Unter Einheimischen. Das wird toll, und ein paar von den Jungs lade ich mir auch wieder für den ersten Abend ein. Willst du auch kommen? 🙂

          Sandmann

          • Marc says:

            Hey Sandmann,
            fühle mich geehrt…wäre schon cool Euch mal
            persönlich kennenzulernen! Habe ja den Bericht
            vom letzten Jahr gelesen und die diversen Jungs
            sind einem mittlerweile auch geläufig. Vor allem
            auch der Schrauber aus dem Watt. Lese ich auch gerne. Dennoch geht es leider nicht 🙁
            In dieser Zeit brennt bei mir beruflich die Hütte,
            und da gehört der Capt’n auf die Brücke.
            Ihr werdet schon Euren Spaß haben. Freue mich für
            Euch.

            Grüße
            Marc

            • Sandmann says:

              Wäre ja nur ein Samstag Abend 🙂 Das macht den Reiz aus. Für einen albernen Abend bis hoch nach Dänemark, feiern, schlafen, frühstücken und wieder zurück. Aber nun, wer nicht will der muss wohl arbeiten.
              Dieses Jahr fahren wir Carrera Servo…..

              Sandmann

  3. Sebastian says:

    Schön geschrieben, aber als Pedant muss ich anmerken, dass die Color Line unter der Großer-Belt-Brücke und nicht der Öresundbrücke durchfährt.

    Gruß aus Kiel in den hohen Norden!

    • Sandmann says:

      Ay Sebastian,

      na guck mal. Danke für den Hinweis. Da siehst du mal, wie wenig ich von Bergen, Brücken und anderen überspannenden Bauwerken verstehe, ich dachte da ist nur eine von da 😀 Dabei ist die Öresundbrücke weiter östlich. Aber über die Belt Brücke bin ich AUCH schon rübergefahren, auch mit Marc und dem Cadillac, ich habe das im Text entsprechend ein bisschen angepasst…..
      Und jetzt habe ich mir auch die genaue Route der Color Line angeguckt. DA bin ich also langgefahren 🙂
      Grüße zurück, von hier aus in den Süden…
      Sandmann

  4. Jau, wie heißt das jetzt neudeutsch, da „triggert“ mich was, bei deinen schönen Beschreibungen zu Kiel, dem Kai, und allem drumrum. Habe mal in meiner beruflich prähistorischen Zeit paar Monate am Stück bei HDW gearbeitet, Zimmer im Hotel an der Hörn. Am ersten oder zweiten Abend wurde da am Gleis jemand erschossen, puh, rauher Einstieg, und das komplette Hotel war (außer mir) belegt von total bunten Menschen (Tatoo-Expo..).
    Da kommt man als Landei hart an im Leben… 😉
    Der Duft von vorverdautem Alkohol, der um die Fährschiffe wabberte, war damals (2001) jedenfalls nur unwesentlich geringer, als der verschornsteinte Feinstaub á la Color- oder Stena-Line 😉 Auf jeden Fall mal wieder eine wirklich kurzweilige Geschichte mit Memory-Effekt, danke dafür!
    Herzlich grüßend, Dirk

    • Sandmann says:

      Ay Dirk,

      was ich noch nie verstanden habe und vielleicht auch nie verstehen werde ist, dass sich viele Skandinavier auf den Fähren echt komplett schrotten. Also so richtig. Als wenn es etwas vorzuarbeiten gäbe. Oder nachzuarbeiten. Und dann die Biermengen auf den Karren oder Bollerwagen, für die ich zwei Jahre brauchen würde 😀 Das können doch nicht ALLES harte Alkoholiker sein….
      Na ja, das geht mich aber auch nix an. Ich schreib mal weiter, jetzt gehts von Norwegen nach Schweden, vielleicht findet sich da ja auch der eine oder andere wieder 😉

      Sandmann

  5. Christoph says:

    Na so was…. in Stockholm war auch gerade ein Familienmitglied unterwegs, in Finnland eine Freundin mit finnischem Partner…
    Ja Kombi, Dachbox und andere Dinge… hätte man doch früher geschworen das man sowas nie nie nie macht 😉
    Im Alltag überrasche ich auch alle mit dem anderen Fuhrpark und mein roter Spider ist der Farbklecks in der grauen SUV Welt der Tiefgarage…

    • Sandmann says:

      Ay Christoph,

      vielleicht sind die Menschen langsam Südeuropa-müde… immer nur Sonne, Strand, saufende dickbäuchige Deutsche und der immer gleiche All-Inclusive-Fraß, da ist so ein nordisches Wöchlein ein feines Alternativprogramm. Allein schon, weil Bier hier teurer ist als Super Plus 😀
      Grüße an deinen roten Spider in der grauen SUV Welt!
      Sandmann

      • Herr Lehmann says:

        Einspruch euer Ehren!

        Die Familie und meine Wenigkeit wird sich übernächste Woche auf den Weg in den Süden machen.
        Konkret in die Marken… Genau kennt keiner und das ist gut so!
        Wir haben da im letzten Jahr ganz tolle Gastgeber eines Bed & Breakfast in der Nähe von Ancona kennen gelernt.
        Da gibt es dann gute Pizza und Pasta und einen sehr guten Weißwein.
        Also nix all-In und Deutsche gibt es da auch kaum, die kommen nur bis in die Toskana… 😉
        Eine Dachbox kommt nicht auf den langweiligen grauen Dienstkombi… Die Familie hat sich bei der Auswahl der Gepäckstücke einzuschränken. 🙂
        In diesem Sinne schönen Urlaub noch.

        • Sandmann says:

          Ah. Die italienische Ostküste! Sehr schön.

          Und hey, bevor wir uns falsch verstehen – ich bin ein großer Italienfan (Siena, Florenz und Rom, Sardinien und Kalabrien) und verehre regelrecht Südfrankreich. Und ich komme sogar mit den Touristen klar, solange ich genug Platz um mich rum habe und mir kein speckiger Typ mit Sonnenbrand und albernem Hut deine Sangria auf die Füße reihert 😀

          Und gute Pizza… könnte ich an 365 Tagen im Jahr essen.
          Habt einen guten Urlaub und viel Spaß
          Sandmann

  6. Mahathma says:

    Herrlich! Bin auch gerade damit beschäftigt die Dachbox und ein Fahrradträger (wie alle Spießer) ans Auto anzubringen. Nur ist das der reichlich betagte Multivan meiner Frau. Also weder Kombi noch SUV. Und der T4 steht gerade irgendwo im Niemandsland zwischen „Alt“ und „Kult“ mit Tendenz zu letzterem…
    Ein schwarzer SUV wird mit absoluter Sicherheit nie bei uns auf den Hof stehen. Einen Kombi habe ich zwar auch, aber der bleibt zu Hause. Spießig? Ein alter Turboschwede? Nein, kein Volvo! Die andere, verflossene schwedische Marke hat auch mal Kombis gebaut. Spießige Autos hat man aber eher mit anderen Marken verbunden…
    Aber was solls. Der alte Schwede und das „Spielzeugauto“ (BMW E30 Cabrio) bleiben zu Hause und der alte VW rollt Morgen mit der ganzen Familie gen Norden.
    Von daher: Gute Reise an alle, die in den Urlaub starten. Egal in welche Himmelsrichtung!

    • Sandmann says:

      AAAWWWWW in den Norden ist eine GUTE Wahl!
      Zum T4… für mich war das der Anfang vom Ende des Bullis, wie ich ihn mag. Mein Bulli muss den Motor hinten haben. Ich habe in den 90ern sehr viele T4 Fahrer/innen um mich rum gehabt, denen sind die Dinger förmlich unter dem Arsch weggerostet, die Motoren waren ewig kaputt und nirgends bist du vernünftig rangekommen. Aber er ist sicherlich das bequemere Auto, und mit TDI auch sehr sparsam. Möget ihr einen pannenfreien Ritt absolvieren. Mein nächster Bulli, wenn mal wieder einer kommt, wird ein T3. Punkt.

      Übrigens finde ich es nicht verwerflich, wenn jemand etwas ist, was ich persönlich als „spießig“ bezeichnen würde. Ich kenne genug Leute, die mich als langweilig und belanglos vor sich hin lebend wahrnehmen. Die sind dann halt echt krass und so. V8 oder V12, Leben auf der Überholspur, nach oben und unten ist da immer Luft 😉

      Was für die einen Spießigkeit ist, kann ja für die anderen auch ein Lebensplan sein. Jeder wie er will. Und sooooo schlimm sind Dachboxen ja auch nicht, man kann die ja auch wieder abbauen 🙂 Grüß deinen Saab und hab eine gute Zeit!

      Sandmann

  7. dieter says:

    Moin Sandmann, Kombi und Dachbox mit der Familie, why not !

    Freue mich – wie viele hier-, das du wieder schreibst, hatte dich schon sehr vermisst, ( die aufgepimmten ) Stories von früher waren zwar auch ganz nett wieder zu lesen, erinnerten mich aber irgendwie an Volvo Facelift aus den 90′ wenn du weist was ich meine.

    Bezüglich Family, ich habe mir vor zwei Jahren unseren 1995 neu gekauften FIAT Ulysse Turbo Benziner komplett neu aufgebaut. Jetzt wo die Kiddies (sehr) groß sind, macht es ihnen Spaß das Auto ihrer Kindheit nun selbst zu fahren. Transporte, Festivals, usw.

    Also viel Spaß auf deiner Tour, freu mich schon wie Bolle auf die nächsten Geschichten.

    Grüße aus Bayern

    dieter

    • Sandmann says:

      Ay Dieter,

      danke für deine Zeilen. Wie ich an anderer Stelle ja schon schrieb, hatte ich andere Prioritäten. Bin auch noch immer nicht wieder ganz angekommen, arbeite aber dran 🙂

      Was ich beim Baujahr 1995 echt verrückt finde ist, dass der Kahn auch schon wieder fast 25 Jahre alt ist. Und ich hab nächstes Jahr 30jähriges Abi. WAAAAAHHHHHHHH!!!

      Alternde Grüße
      Sandmann

  8. Stefan gr.Rebel says:

    Okeee.
    Zunächst mal wünsche ich schönen Urlaub. Gehabt zu haben.
    Henne Strand: Geht auch Oktober? Dann komme ich auch (im T4, Saison).
    T4: Sicher. Ist wie der Golf I. DIE Abkehr vom kultigen. Sind aber beide mittlerweile auch Kult.
    Stand damals vor der Wahl: T3 oder T4. Und für mich war der T3 immer das Auto, welches ewig kaputt war. Und rostete. Ich mag die T3 schon. Aber für mich zog das Argument: Der T4 ist schneller auf der Bahn. Dazu gab es Klima. Und eine ebene Ladefläche. Einfach sinnvoller, das Gerät.
    Und die ersten werden nächstes Jahr schon 30 Jahre alt. 🙂
    Gruß Stefan aus VEC

    • Sandmann says:

      Ay Stefan,

      ich weiß nicht warum, aber ich habe nie auf deinen Kommentar geantwortet… Sorry. Deshalb jetzt! 🙂
      Dänemark fällt in diesem Herbst für mich (und auch für euch) aus. Durch die Dreharbeiten für eine neue Fernsehserie bin ich ziemlich viel und lange in München, da kann ich mich nicht auch noch ne ganze Woche aus meinem Papasein rausziehen 🙁 Aber im Frühling geht das los, definitiv. Und dann sage ich auch Bescheid.

      Den T4, man sehe es mir nach, mag ich nicht. Der ist für mich weder Kult noch praktisch. Ich habe mit dem T4 genau das erlebt, was du über den T3 sagst: Ständig kaputt, rostet wie die Hölle und dann kommt man noch nicht mal überall gut ran. Innen ist er relativ klein, und wenn ich Bulli fahre will ich auch das Bulli Gefühl haben. Einen T4 fährt man ja eher wie einen Golf, das mag für viele ein positives Argument sein, ich fahr dann lieber gleich den Golf 😉

      Ich hab da ja den durch und durch unvernünftigen T3 in Mainz im Auge. Ich muss da mal hin…
      Sandmann

  9. pico24 says:

    Sehr schön zu lesen. EIne Fahrt mit der colorline steht bei mir auch noch auf der ToDo-Liste.
    Einfach angenehm zu lesen, danke für die Regelmäßigen Artikel!

    • Sandmann says:

      Ay Pico,

      danke dass du mich mit deinem Kommentar wieder ein bisschen in den Urlaub zurück geworfen hast 🙂 Ich glaube, du kannst auch ne reise nach Oslo machen, dann da ein paar Tage bleiben und dann erst zurück fahren. Ist auch nicht teurer.
      Abgesehen von diesem Disneyland Charme war das sehr schön. Die finnischen Schiffe sind allerdings irgendwie geiler. Ehrlicher. Aber egal.
      Auf auf, die See ruft 🙂
      Sandmann

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