Der regelt das.

Ausnahmen bestätigen den Regler

Ausnahmen bestätigen den Regler

Mir fallen sagenhaft viele Kalauer zu dem Verb „regeln“ ein. Ich versuche, die heute mal drin zu lassen 🙂 Der Dottore zuckte in den letzten Wochen ein wenig rum, elektrisch gesehen. Die Ladekontrolle flackerte uninspiriert auf, je nach Geschwindigkeit heller oder dunkler, und es wurde offensichtlich dringend Zeit, nach rund 150.000 Kilometern den vorsorglich neu erworbenen Regler der Lichtmaschine zu implantieren. Dachte ich. Is‘ ja schnell gemacht. Glaubte ich. Anteilig stimmt das auch, aber ein altes Auto wäre nicht MEIN altes Auto, wenn nach der Reparatur eines kleinen Defekts tatsächlich alles in Ordnung wäre. Folgen Sie mir in ein Déjà Vu, eine Geschichte über (während der Fahrt) ausgehende Stromverbraucher und heilende Hände in letzter Minute…

Besser und schlechter

Besser und schlechter

Der Regler der Lichtmaschine. Ja ja, der Regler. Jeder, der ein altes Auto länger fährt wird irgendwann mal mit ihm zu tun gehabt haben, entweder weil er seine Elektrik REGELmäßig wartet oder eben, weil er das NICHT tut. Bei den ersten Taunus Modellen ist das kleine, iPhonegroße Teil noch extern an der Motorwand angeschraubt, bei nicht mehr gaaaanz so alten Autos steckt er hinten direkt in der Lichtmaschine drin. Mehr oder weniger gut erreichbar. Für diejenigen von Ihnen, die hier wegen Patchwork und 70er gelandet sind und im Physikunterricht immer nur die süße Martina drüben am Fenster angeschwärmt haben: Der Regler sorgt dafür, dass die Lichtmaschine alle Stromverbraucher des Autos bei laufendem Motor mit ausreichend Strom versorgt und lädt gleichzeitig mit allem, was dann noch übrig bleibt die Batterie wieder auf. Es ist ein kleines Teil mit zwei Schrauben und zwei Kohlebürsten, die auf einem sich drehenden Läufer der Lichtmaschine rumschrabbeln, wie bei einem Elektromotor, nur andersrum. Das nennt man dann Generator.

Na, soweit so gut.

Na, soweit so gut.

Wenn der Regler über die Lichtmaschine mehr Strom an die Batterie liefert als das Auto aus der Batterie rauszieht (Licht, Radio, Gebläse etc) ist alles in Ordnung. So soll es sein. Wenn aber die Kohlen langsam platt sind oder ein anderer Defekt vorliegt und das Auto mehr Strom zieht als Lichtmaschine und Regler anbieten können wird es kritisch. Denn dann ist die Batterie irgendwann ganz alle, und dann bleibt das Auto stehen 🙁 Wenn das der Fall ist, dann leuchtet die rote Ladekontrolle. Meistens passiert das, wenn der Keilriemen reißt, dann liefert die darüber angetriebene Lichtmaschine nämlich GAR keinen Strom mehr. Diese kleinen, gebeutelten Kohlebürsten nutzen nämlich wie so Vieles mit der Zeit ab und müssen ausgetauscht werden, wer keinen Bock auf Lötarbeiten hat tauscht dann gleich das ganze Teil. Oder vergisst das, weil andere Sachen wichtiger sind. Je nachdem, wie viele Stromverbraucher das Auto hat geht es dann bei einer rot leuchtenden Ladekontrolle mehr oder weniger schnell an den Straßenrand. Das sieht dann so aus wie damals mit meinem V8.
Achtung, ein historisches Bild aus meiner Vor-Blogger-Zeit. Regler kaputt, optimistisch weitergefahren, liegen geblieben. Damals, in der Nähe von Menden zusammen mit der Mona Lisa, falls ihr die noch kennt. Ihr geheimnisvolles Lächeln war an jenem Abend ein wenig blasser als sonst.

Nein, bitte nicht noch einmal.

Nein, bitte nicht noch einmal.

Aber im Jahr 2015 ist alles besser als im Jahr 2007, theoretisch, der Regler des Dottore ist nun unkompliziert getauscht und nagelneu. Eigentlich wollte ich keine Teile mehr von BERU kaufen, nachdem mir bei oben gezeigtem V8 beide BERU Verteilerkappen der Reihe nach stumpf durchgebrannt sind – aber das Angebot war günstig. Also regelt wieder ein Teil von BERU. Wenn’s denn sein soll. Ich packe mein Werkzeug zusammen, dusche heiß und lange und mache mich auf den Weg zu Markus1975 nach Wahlstedt, wo sich heute Abend die V8 Jungs treffen wollen 🙂 Ich bin da irgendwie noch immer mit dem Herzen und auch körperlich dabei, auch wenn ich meinen 4.2 Quattro schon seit 2011 nicht mehr habe. Aber Markus hat ihn immer noch in der Ecke stehen, die Leute sind noch immer mehr oder weniger die gleichen wie damals und noch immer echt nett *hach*. Hin da. Motor läuft, Lichtmaschine liefert Strom, Schlafsack und Gitarre sind im Kofferraum – hallo Abend, du kannst kommen. Auf geht’s.

Na hurra.

Na hurra.

Schei**e!
Ich bin noch nicht mal von der Autobahn runter, da macht es klick und die Ladekontrolle ist wieder da. Diesmal so hell wie nie zuvor, also schreit die Batterie gerade besonders laut nach Strom, den sie aus welchem Grund auch immer schon wieder nicht bekommt :roll: Ich halte am Straßenrand an, ohne den Motor auszumachen (wer weiß ob der dann wieder anspringt…?). Der Keilriemen ist noch da, die LiMa dreht, äußerlich sieht alles gut aus. Und jetzt? Bis zu Markus sind es nur noch knapp 50 Kilometer, aber was das letzte Mal passiert ist als ich ohne Gleichstromkraftwerk nur noch schnell bis zum Ziel fahren wollte können Sie ein wenig weiter oben sehen. Auf eine Havarie habe ich heute ü-ber-haupt keine Lust. Egal. Ein Audi 100 LS ist kein Audi V8. Der V8 hat wesentlich mehr Stromverbraucher, es ist auch erst leicht dämmerig draußen und überhaupt – hat der Dottore mich bisher immer, IMMER ans Ziel gebracht. Nicht lange nachdenken, Zeit ist Strom. Reinsetzen. Losfahren. Einmal die Dashboard-Madonna streicheln und das Beste hoffen…

unangenehm, unangenehm....

unangenehm, unangenehm….

Ich bin ja sowieso unentspannt, wenn mein Auto nicht so funktioniert, wie es sollte. Das kann mir extrem die Laune verhageln. Noch schlimmer ist das, wenn ich eigentlich WEISS, dass ich gleich mit Warnblinker irgendwo in den handynetzlosen Wäldern bei Aukrug havarieren werde. Dreck. Meine Grillwürstchen auf dem Beifahrersitz erzählen mir davon, wie der Abend eigentlich geplant war. Finde ich gerade regelrecht unerheblich. Noch 15 Kilometer. Gnargh. Langsam dämmert es draußen, und irgendwie wird der Radioempfang hier immer schlechter. Oder? Es rauscht und britzelt nur noch… Obwohl… Mir kommt eine Ahnung, die mein mieses Gefühl nicht besser macht. Ich mach mal das Licht aus…. *schwupps* ist der Sender wieder glasklar da. Oh neiiiin. Licht an – Sender weg. Ich erhasche einen ungefähren Eindruck, wie wenig Energie noch in der Batterie stecken mag. Licht aus, Radio aus, Gebläse aus. Vollgas. Augen zu. Und durch. Und auch dieses Mal lässt der Dottore mich nicht im Stich, ich rolle auf den Veranstaltungsplatz, und es ist wie bei meinem allerersten V8 Treffen bei Tom in Legan. In dem Moment, wo ich in meiner Lücke stehe geht der Motor aus. Und geht auch nicht mehr an 🙂

Audifahrer schnacken nicht. Die MACHEN

Audifahrer schnacken nicht. Die MACHEN

Und was soll ich sagen – die Jungs sind mal wieder der Hammer.
Nachdem alle Anwesenden ausgiebig über die Geschichte meiner unentspannten Anreise gelacht haben fährt Markus direkt zu seiner Halle, weil er da irgendwo noch einen Regler für einen V8 liegen hat. Vielleicht passt der ja. Na wer’s glaubt. Jan legt sich sofort auf den Rasen unter mein Auto, wo ich selbst heute Morgen schon mal lag, und beginnt mit dem Ausbau der Lichtmaschine. Mir wird derweil das erste Bier in die Hand gedrückt. Krass. Meine Frage, ob ich helfen könne wird verneint. Jan will erstmal gucken, ob man dem Regler irgend etwas ansehen kann. Vielleicht liegt der Fehler ja auch woanders…

Irgendwie habe ich das schon mal gesehen

Irgendwie habe ich das schon mal gesehen

Nein, der Fehler liegt im Regler. Eine der neuen Kohlebürsten ist abgebrochen. Nach immerhin rund 20 Kilometern, sagenhaft. Bevor ich mich so richtig laut in meine Schimpftiraden über Ersatzteile von BERU reinsteiger werde ich von mehreren Seiten beruhigt. Das könne auch daran liegen, dass der Kollektor der LiMa stark eingelaufen sei und beim Einbau des Reglers sich eine Bürste verkantet habe. Das sei alles schon mal vorgekommen. Trotzdem bin ich auf der einen Seite extrem angepisst, dass sowas überhaupt passieren kann, auf der anderen Seite gucke ich hoffnungsvoll in das Kistchen voller Einzelteile, mit dem Markus in diesem Moment lächelnd wieder angestapft kommt. Da liegt tatsächlich ein nagelneuer Regler von HELLA drin. ♫ Von Grund auf frischschsch. Für eine V8 Lichtmaschine. Und was soll ich sagen – der passt exakt 😀 Geil. Nicht zu fassen. Ich fühle mich ein bisschen so wie bei der Geschichte mit der defekten Benzinpumpe auf jenem ersten Treffen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Da ist er ja, der Lump.

Da ist er ja, der Lump.

Jan schraubt. Er fackelt nicht lange. Alle haben Hunger und Durst, es riecht lecker nach Grillfleisch und überall ploppen schon die ersten Biere. Da möchte man ja irgendwie auch mal mitmachen. Während der Gute die Lichtmaschine wieder zusammenschraubt und an ihren ursprünglichen Platz setzt drücke ich Markus ein bisschen Geld für das Ersatzteil in die Hand, spende dann noch großzügig in die Kasse für Essen und Trinken und schleppe die Autobatterie in die Halle. Dort steht ein Ladegerät, das sie wieder mit frischem „Saft“ versorgt. Hier gibt’s alles. Jan schraubt derweil unter dem Auto weiter und singt dabei fröhlich Lieder in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Ich esse ein Stück Fleisch und trinke mein zweites Bier. Kennen Sie das, wenn man sich echt doof vorkommt, weil andere für einen arbeiten? Na gut, aber er lässt mich nicht helfen. Was soll ich da machen? Also guten Appetit.

Miam. Ungerechte Rollenverteilung.

Miam. Ungerechte Rollenverteilung.

Ich sehe es schon wieder bestätigt und ich hatte nie daran gezweifelt – die Audi V8 Jungs und das ganze Umfeld sind bundesweit eine super hilfsbereite Gemeinschaft. Schade, dass ich damals zu V8 Zeiten noch nicht gebloggt habe, von den ersten Treffen 2001 gibt es demnach nur die Texte auf audiv8.com. Aber da ging es ähnlich zu. Hier wurden Steuergeräte gewechselt, da Benzinpumpen erneuert (danke nochmal Hans-Jürgen, immer wieder), irgendwas war ja immer. Und irgend jemand wusste auch immer, wie man helfen konnte. Jan derweil wischt sich die schmutzigen Hände ab und packt das Werkzeug zusammen. Der Dottore läuft wieder, keine Warnlampe leuchtet (bis heute) und die neue Varta Batterie wird zuverlässig mit Gleichstrom versorgt. Der Abend kann endlich losgehen, auch für die Schraubenden.

Kalt wird es...

Kalt wird es…

Und obwohl es ein Auto-Treffen ist….. geht es am Abend wie immer selten wirklich um Autos. Da werden Deutsch-Österreich’sche Musikgeschmäcker ausgetauscht, über Berufe gefachsimpelt, über Träume und Wünsche geschwärmt und auch mal wieder ein bisschen gesungen. Gut, dass Marc nicht mehr da ist 😉 Jenseits der hell und heiß lodernden Bronx-Tonne zeigt der Spätsommer schon seine empfindlich kalte Seite. Immer wenn jemand eine frische Ladung Altholz nachwirft rücken alle ein bisschen weg, bis sie vorn gar geknuspert sind. Und nach und nach rücken alle wieder dichter ran. Fahren? Heute noch? Nein, auf keinen Fall. Eigentlich wollte ich ja im Auto schlafen, aber mir wird freundlicherweise ein aufblasbares Bettchen in der geheizten Halle angeboten. Mit Mitte 40 ist man dann ja doch dankbar über ein kleines bisschen Komfort, zumal es draußen wirklich richtig kalt wird.

Gute Nacht Audi.

Gute Nacht Audi.

Mir träumte.
Mir träumte von ruhigen Zeiten. Und von einem anderen Auto, aber das träumte mir wohl nur. Der Dottore macht alles richtig. Aber bald kommt der Winter, wann bloß konserviere ich all die oberflächlichen Roststellen? Egal. Das wird sich regeln lassen. Heute Nacht schlafe ich zufrieden und tief ein mit dem guten Gefühl, Menschen um mich herum zu haben, die mir zumindest bei meinen alten Karren helfen können. Das ist doch mal was. Ich kann liegen bleiben, aber mein Auto ist mal wieder NICHT liegen geblieben. Und alles andere lässt sich sicherlich auch irgendwie regeln.
Wie schaut’s mit Ihrer automobilen Stromversorgung? Sind Sie auch schon mal mit dunkler werdendem Licht liegengeblieben? Ich bin gespannt.

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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26 Responses to Der regelt das.

  1. opatios sagt:

    Ist mir so noch nie passiert. Bei meinen Autos und insbesondere den Lichtmaschinen stets geregelte Verhältnisse. Kaputt waren immer nur Batterien und da langte es halt nicht mal zum starten und losfahren. Auch beim volljährig gewordenen kleinen Franzosen haben nur diverse andere Dinge den Geist aufgegeben, aber einmal losgefahren bin ich immer angekommen!

    • Sandmann sagt:

      Ay opatios,

      „einmal losgefahren und immer angekommen“ zeichnet ein gutes Auto aus. Tatsächlich leiden auch meine durchaus verschiedenen Fahrzeuge immer unter ähnlichen Wehwehchen. Fast alle ziehen nach rechts, es geht immer ein Fensterheber nicht (beim XM der von der Fahrertür), die Bremsen haben einen leichten Flatter und die Batterie krepiert im Winter. Sei es durch den Regler oder weil sie einfach uralt ist 🙂

      Die vom Dottore ist brandneu und von Varta, und seit dem V8 Regler läuft der Wagen sauber und rund und springt bei allen Temperaturen auf eine Anlasserumdrehung an. Knud wird sich freuen, wenn er ihn heute übernimmt…..

      Sandmann

  2. Daemonarch sagt:

    Das ist leider oft so… Mir auch schon passiert – wenn der Regler gewechselt ist, krepiert oft recht bald die Lichtmaschine, besonders wenn diese schon ihre 2-300.000km runter hat.

    Erste Mucken an meinem Passat 3b tun sich auch auf. Das Fahrerschloss geht seit einigen Tagen extrem schwergängig. Sicher nur eine Kleinigkeit. Mit Rostlöser liess er sich nur kurze Zeit zur Mitarbeit überreden.

    Keine Lust/Zeit zum fummeln.

    • Sandmann sagt:

      Ay Daemonarch,

      und genau deshalb habe ich seit dem immer eine zweite Lichtmaschine rumliegen. Wenn ich mich irgendwann mal mit ein bisschen Zeit auf ein Auto eingeschossen habe werde ich auch mal wieder eine überholen. Die Teile gibt es noch immer bei BOSCH, sogar Kollektoren und Lager bekommt man noch. Ich hab das zuletzt 1993 beim Granada gemacht, mal sehen ob die es noch tut… 🙂

      Mach solche Sachen wie hakelnde Schlösser bloß, solange es noch warm draußen ist. Im Winter, das kennst du doch, kommst du dann plötzlich nicht mehr rein und es schneit und du hast noch viel WENIGER Bock das zu reparieren……

      Sandmann

  3. Markus1975 sagt:

    Hey Jensi

    Das Treffen damals wo Du mit dem havarierenden Audi aufgeschlagen bist…das nächste ist in Planung.
    Die Schrauberei war schon gar nicht sooo schlecht. Einer arbeitet und drei stehen rum und fachsimpeln. 😉
    Elektrikprobleme?! Oh ja. Die hatte ich damals bei meinem ersten Auto dem Golf 1. Auch hier war es der Lima Regler. Damals.
    HEUTE brauche ich einen Eimer wenn ich an Melanies Audi rangehe. Er will nicht mehr anspringen. Volle Batterie, das Relai zieht an, aber trotz allem kein orgeln. Kontakte der dicken Kabel unter der rechten Kotflügelabdeckung nicht korridiert. Ich könnte schon wieder… .
    Aber das Wochenende kommt. Vielleicht mit Samstag frei und dann werde ich die verdammeldeite Kiste zum laufen bekommen. Er lief ja auch nach drei Jahren Standzeit und festen Motor. Einwandfrei sogar. Kein bläuem mehr nachdem er den ganzen Schmierstoff weggebrannt hatte den ich in die Zylinder gekippt hatte. Ich weiß echt nicht mehr so richtig weiter. Aber ich habe ja Zeit und Bock mich da reinzuschmeißen. Auch wenn das eine oder andere Ditmarscher dran glauben muß. Menno

    V8 mäßige Grüße

    Markus vor einer Stunde aus der Halle, fluchend um den fünfgänger watschelnd

    • Sandmann sagt:

      Ay Markus,

      ui was für unchristliche Zeiten so mitten in der Woche 🙁

      Schon bei meinem alten Cadillac damals, um die Jahrtausendwende, war ein loser Keilriemen die Hauptursache für fast alle Elektrikmacken. Wenn so eine Karre nicht mindestens ihre 12 Volt bekommt streiken die Verbraucher. Golf 1? Ist da irgendwas elektrisch dran? 😉

      Dass der Audi nicht anspringt ist ja blöd. Hängt der Magnetschalter? Das tut er ja gern mal wenn der Wagen länger stand und der Anlasser schon alt ist. Das Relais zieht trotzdem an, es macht trotzdem KLICK. Hau mal kräftig beherzt mit einem zölligen Hammer drauf. Also, auf den Anlasser. Und probier es dann nochmal…..

      Wir lesen uns
      Sandmann

  4. Snoopy sagt:

    Ich bin mit dem Spider in einem Stuttgarter Straßentunnel stehen geblieben. Lichtmaschine kaputt und Ladekontrolleuchte hat auch nicht funktioniert. Nicht mal mehr Warnblinker ging. Ein netter T3 Fahrer hat mich abgesichert und mir geholfen den Spider schnell rauszuschieben. Freund hat mich dann mit einer großen Batterie besucht… war Regler und Kabel…
    Beim Uno hatte ein Marder sein Unwesen an der Lichtmaschinenverkabelung getrieben. Hat genau bis zur Werkstatt gereicht.
    Am Wochenende war ich unterwegs… Heizungszug klemmte auf an und im Dunkeln habe ich ihn nicht gängig bekommen. Am nächsten morgen mit Licht in einer Minute gelöst. Unten gegrillt und oben wegen offenem Fenster bei ……wetter erkältet…
    Und irgendein Bolzen ist undicht und es riecht echt Streng wenn Öl auf den Krümmer tropft… die Garage sieht echt gruselig aus… ja mit einem alten Auto hat man immer etwas zu tun… 😉

    • Sandmann sagt:

      Ay Snoopy,

      ohjemineh. Ich kenne da so einen Kieler Tatort-Kommissar, der hätte nach solchen Erlebnissen sein Auto erschossen 😉 Aber schön, dass ich nicht allein mit meinen Elektrik- und Mechanikproblemchen bin. Wenn ich dich so im Kopf habe, von unten geröstet und oben erfroren – dann denke ich, dass viel mehr von euch da draußen mal ein paar Geschichten schreiben sollten 😀 Immer bin ich nur der Depp, der mitten auf der Kreuzung erstmal Fotos macht, bevor er den Wagen da wegschiebt 😉

      Schönes Wochenende und allzeit gute Fahrt
      Sandmann, mit dem XM in Kiel

  5. stefanh sagt:

    Ay Sandmann,

    etwas ähnliches ist mir gerade letzten Donnerstag mit meinem Volvo 244 passiert. Am Morgen noch problemlos zur Arbeit gefahren. Neun Stunden später drehte sich der Anlasser beim Startversuch gerademal eine Viertelumdrehung, dann war die Bordspannung gleich Null.
    Überbrücken half, allerdings hatte ich keinerlei Reserven mehr, sprich beim Aufblenden starb der Motor ab. Bin dann ohne Licht nach Hause gekommen und hab die Bordspannung bei laufendem Motor gemessen. Die 13,8 Volt sahen zunächst normal aus, aber bei längerem Hinsehen zeigten sich sporadische Spannungsspitzen bis über 1000 Volt! Die haben wohl die noch nicht alte Batterie regelrecht gekocht; es stank beim Öffnen der Haube auch verdächtig penetrant nach Schwefelsäure. Die Spannung nach Ausschalten des Motors betrug weniger als 2 V.
    Jetzt werden erstmal der (externe, teure mechanische) Regler und die Zündspule ersetzt sowie alle Masseverbindungen gecleant. Dann müsste der alte Schwede eigentlich wieder fit sein – allerdings erst nächstes Jahr. Habe der Wagen gleich nach der Ankunft in den Winterschlaf geschickt; vielleicht braucht er ja nur etwas Erholung… 😉
    Achja, nochwas: lass die Finger von B**U; das deren Zündungskomponenten nichts Wert sind ist bekannt!

    • Sandmann sagt:

      Ay Stefan,

      uiuiui dann bei dir quasi mal „andersrum“. Dass der Regler die Batterie nicht auflädt kenne ich ja, aber dass er sie mit Überspannungen schrotten kann ist mir neu. Mist 🙁
      Vielleicht ist es echt ganz gut, wenn der Volvo mal ein wenig Ruhe bekommt. Sprechen wir von dem, den ich auch kenne? Den Cremefarbenen?

      Zündungskomponenten besagter Firma sind bekannterweise minderwertig? Wieder was dazugelernt. Ich dachte, ich hätte vielleicht nur viel Pech gehabt…. Allerdings ist mir sowas mit BOSCH oder HELLA noch nie passiert. Nun gut, Finger weg, jawohl ich werde es beherzigen.

      Unten vor der Tür steht der XM und wartet auf meine erste Bestandsaufnahme. Am Motor klappern definitiv schon mal irgendwelche Umlenk- oder Spannrollen des Riemens für LiMa und Klima. Die, wo man nicht rankommt 😉 Der Geber im Kühlwasserausgleichsbehälter zickt rum und behauptet, dass der leer ist (ist er aber nicht) und irgendwelche ABS Sensoren sind schmutzig oder die Stecker korrodiert. Und dann muss ich noch einen Schlimmen Adler-Aufkleber von der Motorhaube polieren, ich glaube damit fange ich an 😉

      Rocken wir das Wochenende!
      Sandmann

  6. Da ist wohl jeder anders. Meine Autos leiden alle an Vibrationen bei etwa 120 bis 140 km/h. Egal ob neue Felgen und Reifen – egal welches Fahrzeug. Meine vibrieren immer.

    Ich habe ja auch so eine ungeregelte Geschichte bei meinem Benz: Die Kohlen erschienen mir arg kurz und so baute ich einen Regler von Hella ein, bei dem die Kohlen nach 30.000 km wieder runter waren und die Ladekontrollleuchte sich meldete. Also ohne Radio und Lüftung, aber mit Licht heim gefahren und dann an der Bordsteinkante den alten Regler wieder eingebaut, der nun seit 20.000 km wieder arbeitet, obwohl der ja schon so kurze Kohlen hatte.
    In meinem Leben werde ich den aber nicht mehr tauschen, da der Wagen eh demnächst in den Export geht. Soll sich der nächste damit herumschlagen.

    • Sandmann sagt:

      Ay Peter,

      mysteriös….. Die Kohlen in meinem Dottore waren beim Ur-Regler SO kurz dass sie nicht mehr ständig auf dem Kollektor auflagen (Bild). Aber wie schon geschrieben, was der nagelneue HELLA Regler nun so treiben mag wird man sehen. Bisher, seit über 1000 km, läuft alles gut. Und der neue Besitzer ist auch über das „Problem“ informiert 🙂 Ich stürze mich jetzt in den unbekannten französischen Weltraum *tauch*

      Sandmann

  7. SteffenG sagt:

    Moin Sandmann!

    Oha, hat Dein Französisches Dickschiff doch ein paar Probleme?
    Du wirst das schon richten – im Blog ist es ja ohne Geschichten recht langweilig. Ich vermute aber dass die Teile für den XM auch nicht ganz günstig sind?

    Regler hatte ich auch schon mal am Punto meiner damaligen Freundin (jetzt Frau). Es war Herbst, später Abend. Ich bin dann ohne Licht so weit gefahren wie es ging, wenn ein Auto kam schnell den Warnblinker angeschaltet. Aber so ein Auto braucht erstaunlich wenig Strom! Gut, ein einzelnes Steuergerät und eine simple Einspritzanlage sind ja auch nicht die Welt.
    Wesentlich angenehmer war bei dem Auto die gebrochene Torsionsfeder an der Kupplung. Aber in Stromnot ist man ja immer nur nachts!

    Steffen

    • Sandmann sagt:

      Ay Steffen,

      so ein Punto ist vermutlich sehr genügsam. Der Audi V8 hat die 80AH Batterie in rund 25 Minuten leergezogen 🙂 Und wie schnell der Dottore dabei war weiß ich nicht, ich habe keine Ahnung wie voll oder leer die Batterie vorher war…..
      Beim A8 hatte ich das ja auch, fiel mir gestern ein: http://www.sandmanns-welt.de/regen-rost-und-ruckwege/ Aber da war es die poröse Plusverteilerdose….. Aber tatsächlich immer Nachts, vorzugsweise wenn es regnet 🙂

      Und dass der XM ein paar Problemchen hat stand im Prospekt. Dafür hat er aber auch kein großes Geld gekostet und fährt fein. Der Rest lässt sich regeln…..

      Sandmann

  8. Daemonarch sagt:

    Ich les‘ immer… XM hier… XM da… Neuer Besitzer.. Audi…

    Gefällt mir nicht.

    • Sandmann sagt:

      Ay Daemonarch,

      wieso, ist doch alles fein. Audi in guten entrostenden Händen, Frankreichgleiter in guten schraubenden wenn auch nicht pflegenden Händen. Und bestimmt viele neue Geschichten 😀

      Sandmann

  9. Jochem sagt:

    Deine Geschichte im AudiV8 Forum hat mir Tränen vor Lachen besorgt damals, die werde ich nie vergessen! Teilweise auch dadurch, weil auch ich natürlich diesen Leidensweg (Sonntag Nacht selbstverständlich) gegangen bin. Dadurch habe ich vieles wieder erkannt, aber die Art und Weise mit der Du das beschrieben hast, war einmalig. Den V8 fahre ich trotzdem immer noch…

  10. Martin R. sagt:

    Issnichwahr. Dein Artikel über Strommangel, datumgsgleich zu meinem zweiten stromlosen Zangsstop binnen einer Woche…

    • Sandmann sagt:

      Ay Martin,

      ups? Muss am Wetter liegen 😉 Ist denn alles wieder okay jetzt…?

      Sandmann

      • Martin R. sagt:

        Das ist offensichtlich wetterunabhängig. Das erste mal bei Sonnenschein, das zweite eine Woche später bei strömendem Regen…

        https://turboseize.wordpress.com/2015/09/18/goldene-kundenkarte/

        War auch jeweils nur ne Kleinigkeit. Selbstkompostierender Kabelbaum, typisch für das Modelljahr ’85. Diesmal waren, mit einer Woche Abstand, in zwei benachbarten Kabeln die Kabel in den Kabelschuhen weggefault…
        Aber so ist das halt. Der halbe Kabelbaum ist mittlerweile neu. Immer wenn irgendwas streikt wird es geflickt… warscheinlich wäre es günstiger gewesen, bei den ersten Anzeichen direkt alles zu tauschen. Aber das lohnt jetzt auch nicht mehr.

        • Sandmann sagt:

          Ay Martin,

          urks. Kabelbäume erneuern, da hätte ich ja GAR keinen Bock drauf. Ich erinnere mich an den Motorkabelbaum der S-Klasse W140, der schmurgelt ja auch gern mal weg. nicht bei mir. Aber ich war quasi dabei… 🙂
          Noch ein Blog den ich mal lesen sollte. Mach ich heute Abend mal.

          Saab on.
          Sandmann

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