Ihr ERSTES Auto!

Stolz. Sie ist soooo stolz!

Stolz. Sie ist soooo stolz!

Ihr erstes eigenes Auto war ein…? Genau. Sie wissen noch sehr gut, was Ihr erstes Auto war. Wie es gerochen hat. Wie der Motor klang. So was vergisst man nicht, das ist wie der erste Sex und das Parfum Ihrer ersten großen Liebe. Tandaradei ♫ Zeitsprung. Die Bilder im Kopf von Ihrem ersten Mal verblassen mit den Jahren, und Ihr erstes Auto, was Sie damals gelangweilt für eine Handvoll Mark oder Euro verschleudert hatten, vergessen Sie. Über Jahrzehnte. Und plötzlich geht bei Karstadt jemand an Ihnen vorbei, und Sie haben wieder das Parfum Ihrer ersten Liebe in der Nase. Die Bilder kommen zurück. Schwupps – sind Sie in dem Alter, in dem Sie sich Ihr erstes Auto wieder vor die Tür wünschen.
Meine große Tochter steht heute ganz am Anfang dieser Geschichten.

Nicht unsexy fürs erste mal

Nicht unsexy fürs erste mal

Ein Auto kaufen. Hm. Wo? Hören Sie mir auf mit Kleinanzeigen im Netz. Ich hatte ja schon eine vage Ahnung, als wir anfingen, erstmals nach DEM ersten Auto für meine erste Tochter zu suchen. Sie erinnern sich? Dass es so ernüchternd war glaubt mir niemand. 12 schriftliche freundliche Anfragen von mir, EINE patzige Rückantwort, KEIN Rückruf und auch KEINE Besichtigung. Ich bin zu alt für so einen Scheiß. Tschüss ihr Yenars, Hamids und Jussufs. Ihr mögt privat nette Menschen sein, aber ihr habt anscheinend keinen Bock, mir eins eurer Autos zu verkaufen. Dann findet euer Glück halt im Exportgeschäft. Wir haben noch ein paar andere Möglichkeiten ausgelotet: Ex-Taxis kommen nicht in Frage 😉 Die Inserate in der TRÄUME WAGEN sind supercool, aber nicht in der angestrebten Fahrzeugklasse. Aber wussten Sie, dass zum Beispiel die HERTZ Autovermietung ihre jungen gebrauchten Mietwagen nach einiger Zeit günstig verkauft? Nein? Wir auch nicht, jetzt wissen wir es, aber es war im Umkreis von Kiel nichts Kleines im preislichen Rahmen dabei. Trotzdem werde ich da in 2015 mal wildern, wenn es darum geht, vielleicht dem halbfinnischen Fräulein Altona ein neues nicht ganz so altes Auto mit einem Stern vor die Tür zu stellen. Da lohnt sich ein Klick, aber das wird eine andere Geschichte.
Heute fahren wir deshalb -> zu Tom. Tom kenne ich seit er am Daumen lutscht, und Tom behauptet nicht nur, sein Auto zufällig wegen eines anstehenden Neuerwerbs verkaufen zu wollen, er scheint das auch wirklich vor zu haben. Meine Tochter, die ich noch ein bisschen länger als Tom kenne will das haben. Genau das. Alles passt?

Auto holenGenau DAS“ ist so eine Definitionsfrage, vor allem bei jungen Menschen, dazu noch wenn sie weiblich sind. Während ich von meiner geschätzten jüngeren Tochter gewohnt bin, dass sie im Monatsrhythmus die freizeitgestaltenden Interessen wechselt (und bei jeder neuen Idee Himmel und Hölle schwört, das es die ultimative Geschichte ever ever sei) ist die Große da inzwischen etwas konstanter. Seit der Plan vom eigenen Auto im Raum steht soll es am liebsten ein A3 sein, ein Polo (ab 2002 mit den runden Lichtern) oder ein Lupo der ersten Serie. Wichtig: Klein und spritzig, und cool. Schwarz. Aktuelle Verkaufsargumente aus der Werbung wie Bluetooth Connect, App-gesteuerte Standheizung oder Lounge Beleuchtung passen noch nicht ins Budget 🙂 Und sparsam, das wäre auch gut, denn sie steckt grad im FSJ und muss ein paar Kilometer jede Woche abspulen. Aber die Preise für die kleinen Diesel….. schlimm schlimm. Auch die Null-Ausstattungen aus Wolfsburg rufen selbst bei hohen Laufleistungen noch meist vierstellige Beträge mit einer großen 2 vorn auf. Ich weiß nicht.
Plötzlich ruft halt unser guter Tom an. Er habe da noch einen A3 erste Serie, wenig gelaufen, gepflegt, Winterreifen dabei aber leider ein Benziner. Der Preis ist heiß, die telefonisch durchgegebenen Daten auch – wir fahren da mal hin.

Skepsis, Neugier, alles dabei

Skepsis, Neugier, alles dabei

Zu Tom muss ich sagen, dass ich ihn eigentlich nicht richtig kenne. Er ist der Sohn des Exfreunds der Schwester meiner Exfrau, die dann mit jemandem verheiratet war, der später mit Toms Mutter zusammenkam. Kompliziert? Nein, mit einem abgeschlossenen Studium in Mathe und Psychologie kein Problem. Egal, wir sahen uns in Zeiten, wo er Bobbycar gefahren ist und ich Audi V8. Jetzt fahre ich Mercedes S210 und er (noch) Audi A3. Eine gewachsene Vertrauensstruktur würde ich das nicht nennen, aber er ist immerhin kein Unbekannter. Vor mir steht ein charmanter, erwachsener Mann. Alt ist er geworden. Ich glaube, ich aber auch 🙂 Nachdem wir festgestellt haben, dass meine beiden anwesenden Töchter wiederum GROSS und HÜBSCH geworden sind widmen wir uns dem feilgebotenen dunkelblauen Kleinwagen aus Ingolstadt. Ich gucke immer ganz böse, wenn ich Autos checke, ich will das eigentlich gar nicht. Ist das Konzentration? Vielleicht. Meine Große bedeutet mir mit ein paar Pieksern in die Seite, dass sie den Wagen auf den ersten Blick schon mal ganz cool findet. Wir haben gar keine geheimen Zeichen abgemacht…

Gut gerüstet für den Schnee

Gut gerüstet für den Schnee

Das wäre auch nicht wirklich nötig gewesen. Der Audi aus den späten 90ern scheint kerngesund. Der echte Tachostand mit einer 1 vorn spiegelt sich im wirklich sauberen Inneren wieder, vorn macht ein neues bunt blinkendes Radio (mit USB!!!) Alarm, hinten schlummern vier fast neue Winterreifen unter der großen Heckklappe. Das Alarm machende Radio ist wichtig! Eigentlich ist das nicht dabei, aber Tom sagt, darüber könne man reden. Meine Tochter strahlt aus beiden Ohren und überlegt schon, wie sie ihr Smartphone damit verbinden kann, um später mit Drum & Bass die Dichtungen der Scheiben schnarren zu lassen. Der große 1.8 Liter Vierzylinder ist trocken und klingt gesund. Zahnriemen? Vor nicht mal 20.000 Kilometern gemacht worden. TÜV? Fast neu. Ausstattung? Nicht viel, außer elektrischen Fensterhebern und Servo ist nix drin, aber hey – es ist ein Audi. Der ist im Vergleich zu einem Polo schon ab Werk ein bisschen geiler. Er wirkt wertig und straff, das haben die Käufer damals schon teuer bezahlt – sie ist begeistert. Fahren. Ja. Wir wollen fahren!

Alles gut? Anscheinend ja.

Alles gut? Anscheinend ja.

Tom drückt uns gechillt den Schlüssel in die Hand und geht noch was erledigen. Okay. Ziemlich ungechillt steigt mein Töchterchen auf den Fahrersitz, ich setz mich daneben und hinten machen es sich die Mittlere und der Typ mit der Harry Potter Narbe unter der Cap bequem. Na ja, bequem nicht, es ist halt ein kompakter Zweitürer. Vorn sitzt man definitiv besser. Sie startet den Motor, und ich lausche. Ich fühle. Der Anlasser könnte ein bisschen früher wieder ausrücken, aber na gut. Ab auf die Dorfstraße. Die Antriebswellen klackern nicht, das Getriebe schaltet sich präzise und ohne zu hakeln. Die Bremsen ziehen gleichmäßig und der Motor klingt knurrig und gesund. Nichts klappert, nichts knistert, es ist halt ein Audi. Und sie? Sie ist begeistert und will ihn haben. Ich sehe wieder skeptisch aus. Bin ich aber gar nicht. Ich seh nur so aus und hänge ein paar Gedanken nach, die sich mit meinem eigenen ersten Auto beschäftigen…

Alles nochmal checken

Alles nochmal checken

Wir deuten dem jungen Mann mit den undurchsichtigen Verwandtschaftsverquickungen ein prinzipielles Kaufinteresse an. Tom nutzt die Gelegenheit und erläutert der jungen Dame die Details, zeigt die Fahrgestellnummer und alle Kratzer rund herum auf dem Lack. Das sind nicht wenige. Da müssen wir nochmal über den Preis reden, denke ich. Und stehe derweil im Geiste in einer dunklen Garage in Stade, irgendwann Anfang 1990, und schleiche um ein Ford Taunus Coupé rum. Ich hatte keinen Mentor dabei, keinen Papa, der sich um meine Wünsche gekümmert hat und im Zweifelsfall verhindert, dass ich über den Tisch gezogen werde. Ich habe das lila gelackte, zusammengebastelte Teil damals blauäugig als Katze im Sack gekauft und konnte später zum Glück auf die Schweißkünste meines Schwagers Andreas und seines Freundes Andreas (in diesen Zeiten hießen alle so) zurück greifen. Und auf das Portemonnaie meines Opas. *plopp* Schweißen wird bei diesem Audi hier nicht nötig sein, und die Technik scheint gesund. Und was kaputt geht sollte Papa später wohl mit seinem Werkzeug richten können…

Der Moment der Wahrheit

Der Moment der Wahrheit

Meine Tochter kauft ihr erstes Auto.
Und ja, sie unterschreibt den Vertrag selbst. Saß sie nicht gerade noch auf meinen Schultern und hat herbstliche Lieder geschmettert? So lange ist das doch noch gar nicht her? Jetzt füllt sie die Daten aus, und ich drifte wieder weg. Damals hatte ich noch nicht genug Kohle für mein Auto zusammen, also hat meine Freundin Nessi den Taunus erstmal gekauft und drei Monate lang gefahren. Die drei längsten Monate meines Lebens. Dann habe ich ihn endlich „auslösen“ können, der Rest ist Geschichte. Pendeln zur Bundeswehr, Freundin weg, Kummer, dazu immer Marillion, der Soundtrack meines Lebens. *plopp* Töchterchen hat genug Geld zusammen. Einen Teil hat sie gespart, einen Teil hat ihre Mutter dazu gegeben und einen Teil ich. Warum auch nicht? Hey – es ist ihr erstes AUTO, wie geil ist das denn? Da gebe ich doch gern. Und es ist irgendwie echt schick. Man sieht dem Wagen sein Alter nicht wirklich an. Liegt das an der Pflege oder der Marke oder der Tatsache, dass hier vom Design ein zeitloser Wurf getätigt wurde? Weiß ich nicht 🙂

Ein' Lütten noch obendrauf

Ein‘ Lütten noch obendrauf

Tom ist nicht nur Geschäftsmann – er ist auch Genießer. Für das Bündel Geldscheine, das gerade den Besitzer wechselt (und das, mögen es alle diese bescheuerten Fähnchenhändler schlucken, eine 1 vorn in der Summe hat), bekommt mein Töchterchen das Auto, die Winterreifen, das Bumm Bäng Radio und obendrauf noch das originale Audi Gamma Radio. Und ne Mappe mit Papieren. Er wiederum bekommt obendrauf noch ein Fläschchen Vodka. Jetzt stehe ich hier also, gucke meiner Tochter beim Kaufen eines Autos zu und sehe, wie sie dem kleinen Jungen mit dem Bobbycar eine Flasche harten Alkohl in die Hand drückt. Selbstgekauft. Irgendwie drehen sich die Zeiger der Uhr heute wieder ein bisschen zu schnell, aber was soll’s, solange der Anlass ein schöner ist komme ich mit meiner eigenen Midlife-Crisis gut klar.

Ab vom Hof

Ab vom Hof

Tschüss Tom. War schräg, dich in diesem Zusammenhang mal wieder zu sehen. Ich steige mit meiner kleinen/mittleren Tochter in den alten Daimler, und meine große Tochter mit ihrem Liebsten (man kennt ihn inzwischen aus den Frankreich-Geschichten) in ihr erstes eigenes Auto. Auf eigener Achse zurück aus der Pampa hinter Rendsburg nach Kiel. Ich bin wahnsinnig stolz auf das große Mädchen hinterm Steuer. Der Wagen steht ihr, oder? Er würde hinten quer auf meine Ladefläche passen. Aber so ein A3 hat einen gewissen Charme, den sogar ich ihm nicht absprechen kann – und ich bekenne mich dazu, kleine Autos nicht unbedingt super zu finden. Aber er hat so viel Platz wie ein Golf, ist dabei aber irgendwie noch ein bisschen cooler mit seinen roten Armaturen und seiner schlanken Form. Wenn nur die Ersatzteile nicht so teuer wären. Na, hoffen wir mal, dass die geringe Laufleistung ein bisschen Ruhe vor den Reparaturen versprechen kann. Und da ist auch schon die Autobahn nach Kiel. Kick it.

glückliche Menschen

glückliche Menschen

Er scheint zu laufen, der alte Audi. Die strahlenden Gesichter der beiden jungen Menschen darin sprechen eine klare Sprache. Was war vor 25 Jahren ein Auto für mich? Die Freiheit, da hin zu fahren, wo ich hin will. Ich allein. Ein Raum nur für mich, in dem ich Musik hören, reisen, trauern, ja sogar schlafen kann. Die Unabhängigkeit eines verkappt braven Gymnasiasten vom konservativen Umfeld. *plopp* Was ist ein Auto für meine Tochter heute? Das wurde sie letzte Woche auch von einem Kamerateam gefragt. In diesem Auto. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich bin hin- und hergerissen zwischen Freude und Vergangenheit. Kenne Sie das auch, wenn Sie an einem Moment teilhaben, von dem Sie genau wissen, dass er irgendwie wichtig ist? Damals, bei meinem ersten Auto habe ich das noch nicht gewusst. Beim ersten Sex schon eher, da haben mir ein besonderes Umfeld und besondere Zeiten schon eine frühe Ahnung gegeben, dass ich das sobald nicht vergessen werde. Mal gucken, was sie in 25 Jahren zu diesem Moment sagt. Also, zu dem mit dem Auto.

Alle springen mal bitte HOOOOCH

Alle springen mal bitte HOOOOCH

Töchterchens erstes Auto ist also ein Audi A3 1.8 Liter Schaltgetriebe. Ein paar Jahre jünger als sie selbst. Genau genommen ist der Wagen fast exakt so viele Jahre jünger als sie selbst, wie damals mein Taunus jünger als ICH war. Ich war genau so alt wie sie heute, aber mein erstes Auto wirkte seinerzeit schon auf alle anderen wie ein antiker Dinosaurier. *plopp* Irgendwas ist heute anders. Können Sie es ergründen? Ist es das Fehlen von Rostplacken an den Schwellern? Sind Autos heute wertiger anmutend als damals? Zeitloser? Und werde ich tatsächlich älter?
So oder so – ich freu mich wie blöd über das erste Auto meiner Tochter. Ich kann mich allerdings an das Parfum meiner ersten Freundin nicht mehr erinnern. Aber an das der dritten. Kashmir von Chopard. Spannende Zeiten. Oder haben SIE den Kauf Ihres ersten Autos etwa vergessen???

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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85 Responses to Ihr ERSTES Auto!

  1. Will Sagen sagt:

    > ich bekenne mich dazu, kleine Autos nicht unbedingt super zu finden.

    DAS ist allerdings echt ein Problem, dessen du dich mal annehmen solltest. 😉

    • Sandmann sagt:

      Nein Will,

      keine Sorge 🙂 Ich mag einfach Platz um mich rum, ich muss atmen können und eine Motorhaube sehen. Das, worauf du anspielst ist glaube ich eher mit großen und kleinen Motoren verbunden. Der Motor kann bei mir gern klein sein. Aber die Karre muss Platz haben 😉

      Sandmann

    • Mike sagt:

      Ich mag auch keine kleinen Autos. Und ich zähle selbst ein Golf noch zu den Kleinwagen…;-)

      • Sandmann sagt:

        Ay Mike,

        der Golf 1 WAR ja auch noch ein Kleinwagen 🙂 Und den mag ich sogar recht gern.
        Der aktuelle ist doch schon ziemlich wuchtig…..

        Sandmann

        • Mike sagt:

          Heute mag ich die alten Golf 1 und 2 auch eher. Doch als ich mit Autofahren begann und alle Kollegen auf Golf oder Kadett abfuhren, fuhr ich Audi 80. Stand schon immer auf Limousinen 😉

          • Sandmann sagt:

            Ich auch.
            Weil heute die klassische Stufenhecklimousine kurz vor dem Aussterben ist sollten wir diese Art erhalten!
            Ich streichel gleich mal wieder meinen Dottore, mehr Kofferraumdeckel als bei einem Typ 43 geht ja fast gar nicht 🙂

            Sandmann

            • Mike sagt:

              Hier fehlt eindeutig der GEFÄLLT MIR Button

              • Sandmann sagt:

                Ich hatte mal einen für Kommentare 🙂
                Das war mir dann aber zu doof, ein paar superwitzige haben dann denen, die sie aus irgend einem Grund nicht mögen immer ein DISLIKE gegeben, egal was die geschrieben haben.
                Für so einen Kinderkram hab ich keine Zeit 😉

                Aber du teilst deine Freude ja auch so ausrechend und schriftlich mir, passt doch! 😉

                Sandmann

  2. Will Sagen sagt:

    Nö. Kleine Karre mit dicker Maschine finde ich super. Und Kombis sowieso.

    • Sandmann sagt:

      In meinem gesetzteren Alter (und eigentlich schon immer) bekenne ich mich zum entspannten Cruisen und nicht zum Kurvenräubern.

      Ach und – Kombis mag ich ja inzwischen auch 😉

      Sandmann

      • SteffenG sagt:

        Das mit den Kombis finde ich gut!

        Schönes Autochen. Der A3 der Baureihe, noch dazu mit der geringen Ausstattung und dem Motor wird wohl noch den einen oder anderen Kilometer machen. Gratulation an die Dame!

        Und an den Kauf meines ersten eigenen Autos kann ich mich noch sehr gut erinnern. Damals. Kadett D, 700Mark. 6 Jahre jünger als ich. Und heute? Heute schaue ich tatsächlich wieder nach Kadetten in der bescheuerten Rentnerfarbe Gold! Zum Glück habe ich keinen Platz…

        Auf in den Freitag!

        Steffen

        • Sandmann sagt:

          Ay Steffen,

          hahaaaa du hattest einen Hutschachtel-Kanten-D-Kadett? Klasse!!! Das war tatsächlich auch eins der ersten Autos, die ich in der freien Wildbahn mit meinem neuen Führerschein gefahren bin. Als ich noch Gruppenleiter bei der Jungschar war, mein Diakon hatte einen in blau. Den haben wir kreuz und quer über Sylt gescheucht und Metal Balladen von Pop Rocky gehört. Ich muss MINDESTENS diese CD mal wieder kaufen…. Und wohl auch einen D-Kadett, ich hab da so ein paar Menschen mit denen ich gern noch mal nach Sylt will 🙂

          Guck weiter nach dem goldenen. Und Platz? Drauf geschissen, das geht schon irgendwie….

          Sandmann

          • SteffenG sagt:

            Naja… Dummerweise weiß ich zu viel über die Schwachstellen vom D, als dass ich blind einen kaufen könnte. War ja schon früher ein guter Freund des Schweißgerätes. Und im Moment gehen andere Dinge definitiv vor.

            Ob es dann ein D wird, weiß ich noch nicht wirklich, das kommt dann aus dem Bauch. Vielleicht auch was komplett anderes mit V8 oder so. Meine Chefin ist einem Altauto nicht abgeneigt…

            Steffen

            • Sandmann sagt:

              Ay Steffen,

              das sind gute Voraussetzungen, wenn die Regierung generell kooperiert 🙂 Mein halbfinnisches Fräulein Altona fährt gern den Benz, mag den alten Audi nicht sonderlich, liebt aber den KaSi. Und lässt mich machen, was ich machen will. Herrlich.

              Ich bin gespannt, was es mal werden wird bei dir. Halt uns auf dem Laufenden!

              Sandmann

      • Will Sagen sagt:

        Vlt. sollten wir mal mit meinen Kombis ein wenig cruisen. 😉

  3. Snoopy sagt:

    Das ist doch kein kleines Auto ! Ein Lupo wäre klein….
    Toller Schlitten. Gerade die Audis aus den Jahren sind bei etwas Pflege bis auf ein paar Macken sehr hochwertig. Ich bin selber vor ein paar Jahren eine 96 A4 gefahren. 1.8T, Automatik, Leder, Klima… hatte nur Probleme mit Fahrwerksbuchsen (Ersatzteile sehr teuer). Aber erster Auspuff, Maschine und Getriebe kerngesund, vollkommen rostfrei.

    Mein erster Wagen war 1985 ein Vauxhall Chevette 4 Türer. Hatte nach etwas ganz anderem gesucht aber dieser doch recht nervige Kadett C Verschnitt kam einfach so vorbei…

    • Sandmann sagt:

      Ay Snoopy,

      stimmt, KLEIN ist der nicht wirklich…
      Und du hast Recht, das Hauptproblem werden vermutlich die Ersatzteilpreise sein. Hoffen wir einfach mal, dass nicht so viel kaputt geht. Immerhin kann man an dem noch fast alles selbst machen, und man kommt auch überall ran 🙂

      Ein Vauxhall? Wie konnte das denn passieren? 😀 Der letzte Vauxhall, den ich bewusst gesehen habe stand auf dem Hof des Finnisch/Londoner Bräutigams: http://www.sandmanns-welt.de/yes-hallt-es-auf-der-insel/
      War der Chevette quasi das, was hier die Chevelle war? So ein Kadett City mit Stummelheck?

      Sandmann

      • Snoopy sagt:

        Das war der englische viertürige Kadett C mit Kofferraum.
        Nach Einführung des Kadett D importierte Opel für die Kundschaft denen der D zu modern war diesen aus England. Mit Ersatzteilen und Werkzeug war das ziemlich doof. Bild habe ich auch noch… Es wurde dann von Rechtslenker wieder auf Linkslenker umgebaut. Die Tachowelle war so verbogen eingebaut…
        http://www.motorstown.com/imgs/40616-vauxhall-chevette-gl-4.html

        Ach apropos Opel: Meine Freundin hatten einen orangenen Opel Ascona B 2.0s mit anderer Nocke und anderem Vergaser den ich fleißig mitbenutzt habe. Das war der GTI Killer. 🙂 Während die mit den Vorderrädern scharrten war man schon weg…

  4. Sammy sagt:

    stimmt schon, ans erste Auto erinnert man(n) sich wohl immer 😉
    mein erstes war 1983 ein Rekord C-Coupe mit 90PS, zu einer Zeit in der meine Kumpels Golf1-GTi fuhren, mit dem Rekord war auch eher cruisen angesagt
    an mein 2. Auto erinner ich mich schon nicht mehr, wahrscheinlich weil ich am Ende der Motorradsaison immer eine Winterklitsche mit Rest-Tüv bis zum Frühjahr kaufte, alles Opels 😉

    • Sandmann sagt:

      Huch?
      Ich bin in die Opel Ecke geraten 🙂

      Lustig, aber Opel ist immer an mir vorbeigezogen, genau wie BMW. Hatte ich beides nie, lag aber nicht an den Marken. Hat sich irgendwie nicht ergeben….
      Seit ich den 325 eta gefahren bin denke ich, dass mir vielleicht was entgangen sein könnte….

      Aber ein C Coupé mit 90PS war doch schon ne echte Ansage, da wird es nicht so schwierig gewesen sein, mit den GTIs wenigstens mitzuhalten, oder?

      Sandmann

      • Sammy sagt:

        naja mitzuhalten war nie die Frage, ich mochte schon immer (wie du) grosse Karossen, PS waren 2rangig, mein Coupe damals war grau (nachlackiert) mit roter Innenausstattung, ohne B-Säule, ein Cruiser für 1200DM, irgendwie hatte ich mit dem einen besseren Schlag bei den Mädels als die GTi-Fraktion, die immer zeigen musste wie toll sportlich sie Auto fahren 😉

        • Sandmann sagt:

          Ay Sammy,

          na ja der „bessere Schlag“ ist nachzuvollziehen, das C Coupé ist schlicht und ergreifend das schönere Auto. Und hatte damals nicht diese Klischees bedient, die ein GTI zeitgenössisch mit sich zog 🙂
          Aber es kommt auch immer auf die betreffenden Damen an, oder?

          Sandmann

  5. LarsDithmarschen sagt:

    Hey Sandmann,

    herzlichen Glückwunsch an deine Tochter zu dem schicken A3! Der sieht ja wirklich toll aus.

    Ich kann nun schlecht sagen, welches mein erstes Auto war. Mein erstes halbes Auto war das Cabrio, das habe ich zur Hälfte mitbezahlt. Den haben wir von dem Vater einer meiner besten Kumpel gekauft. Und sind dann am gleichen Tag liegengeblieben.

    Mein erstes, richtiges Auto ist ja der V40. Ich wollte mit 17 (Führerschein mit 17 😀 ) ja gleich „mein“ Auto gerne fahren. Ich habe von einer Amazon von Volvo geträumt. Habe mir sogar eine im Budget mit übermäßiger Patina und Resttüv angeschaut (Fotos habe ich noch alle 😀 ). Meine Eltern meinten dann aber, dass ein altes Auto für den Alltag als Fahranfänger vielleicht doch zu schade sei. Mein Onkel hat dann „seine“ Volvo-Händler auf einen guten V40 angesetzt. Dann wurde meiner vom Vorbesitzer für einen V50 getauscht. Wir trafen uns beim Händler mit meinem Onkel, machten eine Probefahrt (Leder, hatte noch nie ein Auto bei uns) und mein Vater unterschrieb für mich den Kaufvertrag. Die Hälfte bekam ich von meinem Onkel gesponsert. Und heute mag ich ihn immer noch, auch, wenn die Ersatzteile teuer sind.
    Schöne Grüße
    Lars

    • Sandmann sagt:

      Ay Lars,

      einigen wir uns drauf, dass der V40 dein erstes Auto ist und Elsa deine erste große Liebe 😉

      Sandmann

      Allen, die noch nicht wissen was dieser junge leicht verrückte Typ so treibt lege ich seinen Blog ans Herz: http://larsdithmarschen.wordpress.com/
      Ach ja, und einen Short Report in der heute neu erschienenen TRÄUME WAGEN hab ich ihm auch noch verpasst 😉

      • LarsDithmarschen sagt:

        Hey Sandmann,

        vielen, vielen Dank nochmal :).

        Ich hoffe, Elsa wird nun nicht zur Diva und verlangt roten Teppich und hebt ab :D.

        Schöne Grüße
        Lars

        • Sandmann sagt:

          Autos mit rotem-Teppich-Bedürfnis fliegen sofort wieder raus 🙂 Die können sich dann in der RAMP breitmachen…

          Verregnete Grüße aus Kiel
          Sandmann

          • LarsDithmarschen sagt:

            Hey Sandmann,

            ich glaube, Elsa bleibt aber bodenständig und wünscht sich nur eine Neulackierung und keine Chromfelgen :D.

            Heute habe ich mir auf einer Messe schon von einer Versicherung ein Angebot für sie machen lassen. Es ist erstaunlich, was für ein Bruchteil ein Oldtimer gegenüber eines normalen Autos kostet, selbst für Fahranfänger.

            Schöne Grüße
            Lars

            • Sandmann sagt:

              Ay Lars,

              ja, das H-Kennzeichen hat durchaus seine finanziellen Vorteile. Man stellt sich nur ein wenig zickig an, wenn du zu viel fährst, aber du hast ja noch die Alltagskarre.
              Ich bin gespannt wann es „ernst“ wird mit Elsa…

              Sandmann

              • Snoopy sagt:

                Achtung oft Erstwagen notwendig, die Kilometer sind häufig limitiert und Garage und so was ist Pflicht…

                • Sandmann sagt:

                  Ay Snoopy,

                  Hinweis korrekt, Lars hat ja einen Erstwagen 🙂 Den Volvo, also, den anderen Volvo 🙂 Und einen Carport für 12 Autos oder so..

                  Sandmann

                  • LarsDithmarschen sagt:

                    Einen Erstwagen habe ich ;).

                    Noch haben wir keinen neuen Carport. Papa hat aber schon einige Prospekte da, weil das im Endeffekt günstiger käme, als irgendwo eine Garage zu mieten.

                    Im Moment ist aber auh genug Platz da. Oma hat ja ihre Garage zur Verfügung gestellt 😀

                    Schöne Grüße
                    Lars

  6. stefanh sagt:

    Ay Ihr beiden,

    herzliche Gratulation zum Neuwerwerb und allzeit gute Fahrt! Der auserkorene Wagen dürfte keine allzu schlechte Wahl sein; technisch robust und noch nicht mit unübersichtlichem Elektronikgedöns vollgestopft.
    Ans erste eigene Auto erinnert man sich tatsächlich bestens. Bei mir war’s ja ein Golf 2, den meine Mutter zuvor fuhr. Das erste selbst gekaufte (und vom Feeling her das eigentlich erste) Auto war dann ja ein Audi 100 Typ44 – hätte ich ihn bloss nie verkauft…

    Gruss in den Norden!
    Stefan H.

    • Sandmann sagt:

      Ay Stefan, Hüter der Heiligen Hallen,

      „hätte ich ihn bloß nie verkauft“ … 🙁 Man müsste ein Buch so nennen. Genau so wie meine erste Geschichte im Internet ever ever: „Nur mal angucken“ 😉

      Grüße zurück in die Nordschweiz
      Sandmann

  7. Ach erster Wagen, zu der Zeit als wir noch gerne Cheech und Chong im Auto gespielt haben, musste es natürlich was bequemes sein.
    Bei mir ist es ein Renault 25TX V6 geworden, mit einem Armaturenbrett wie aus einem schlechten science fiction Film, und unter 12L auf 100km ging nichts :-).

    Dafür kam nach dem Renault auch schon der Audi V8 4.2, nicht schlecht für einen 24 jährigen :-).

    • Sandmann sagt:

      Argh!

      Dein erstes Auto war also einer dieser unbekannten Luxusgleiter, die man sieht und sofort wieder vergisst? Das Schiff ohne Lobby? Geil 🙂 Ich hatte während eines Praktikums mal eine Liaison mit einem alten R20, und als ich drin saß dachte ich, dass ich in dem größten Auto der Welt sitzen könnte und wusste noch nicht mal, was es war. Der hatte sogar damals schon eine Gasanlage 🙂

      Und du bist 24 und hast n V8 4.2? Du wirst in deinem ganzen Leben nicht zu Geld kommen 😉
      Ich guck jetzt mal wieder, was die Fiat 131 Mirafiori Fraktion aus den späten 70ern so macht. Das war das erste Auto, in dem ich geknutscht habe 🙂

      Sandmann

  8. Mike sagt:

    Nächsten Monat sind es bei mir 24 (bin ich schon soooo alt?) Jahre her, seit ich mein 1. Auto kaufte. Ein richtiger Rentner-Wagen: Audi 80 1,6 GLS. War auch mit meinem Vater unterwegs und hab bei uns in der Region einige Occasionen angeschaut, die so ins Budget passten. Unter anderem ein Opel Ascona Jg. 83, der mir auch gefallen hätte und der 79er Audi. Der Audi stand bedeutend schöner da und war sogar noch günstiger, als ich ausgeben wollte. Und weil er mich so überzeugt hatte mit seiner Zuverlässigkeit, bin ich den 4 Ringen bis heute treu geblieben, auch wenn es zwischendurch immer mal wieder die ein oder andere Fremdmarke gab (aber meist nur als zusätzliches Fahrzeug zu einem Audi)… Du hast wohl Deine Tochter „angefixt“

    • Sandmann sagt:

      Ay Mike,

      schön, dich hier zu lesen!
      Der 79er GLS ist heute auch eine echte Seltenheit. Ich hatte meiner damaligen Freundin und späteren Frau in den 90ern mal in rot als schmucken Zweitürer dazu geraten. Der Rat wurde befolgt 🙂 Mit dem Doppelvergaser ging der richtig ab.
      Ich hab da dann noch beeindruckende Blechmengen in den Schweller und die Endspitzen gebraten…..

      Tja, und ob ich mit meiner Liebe zu den 4 Ringen (mit dem V8 und den wiederkehrenden Modellen vom Typ43) angefixt habe weiß ich gar nicht. Jedenfalls war der weiße Audi 100 GL der erste, den sie bewusst erlebt haben dürfte. Und der V8 war der erste, den sie gefahren ist…

      Sandmann

      • Mike sagt:

        Nun ich hatte dann nach dem Audi 80 1,5 Jahre später mein 1. Audi Coupé. Seitdem war ich vom 5 Zylinder infisziert. Einige Jahre und Audi’s später, war ich bei einem A6 C4 Avant angelangt (Nachwuchs halt). Bis ich dann unserem gemeinsamen Freund Remo aus H. kennenlernte (unsere Erstgeborenen waren Zimmernachbarn) und der schleppte mich ein Jahr später an ein Audi-Treffen. Da musste dann wieder ein 5 Zylinder her (wieder in Form eines Coupé’s, aber als reines Sommerfahrzeug, soll er für die Nachwelt erhalten bleiben)… 😉

        • Sammy sagt:

          den 5-Ender hatte ich mal mit 2,2ltr/115PS im 88er Passat Variant, mein erstes nicht-nur-Winterauto, in GL-Version mit Velours etc. einer der geilsten Motoren den die VAG je baute
          empfand ihn als schnell, bis ich morgens auf der A8 bei Stuttgart nach 700km von Hamburg (5,5 Stunden) kommend bei Reisetempo knapp von 200km/h von 5 mattschwarzen Porsche mit S-GO…. an den Kennzeichen mit einem Speed überholt wurde, dass ich dachte ich fahre rückwärts

          • Sandmann sagt:

            SAMMY DAS WAREN DIE BROCHNOWIATSCH aus Condorman!
            Brocknoviach? Wie schreibt man die?

            Aber der 5-Banger hat mich auch schon als Kind fasziniert. Mein Papa hatte einen Typ 43 5E Vorfacelift in limagelb, innen grün 🙂 Das Ding fuhr über 200, für die späten 70er war das Raketengeschwindigkeit!

            Sandmann (neugierig auf Mike’s Coupé…. irgendwie…)

            • Mike sagt:

              Kann man hier keine Bilder einfügen? Sonst guggst Du auf meinem Facebook Profil…

              • Sandmann sagt:

                Bilder einfügen geht, ist aber nicht ganz ohne.
                Musst du vorher auf einer Plattform wie Flickr oder so hochladen und dann hier per html Tag einfügen.
                Ich hatte das in irgend einer Geschichte mal erklärt, bin jetzt aber zu müde, die rauszusuchen 😉

                Sandmann, sich selbst Sand streuend

            • Uli sagt:

              Limagelb außen, schilf (so hieß der Grünton im VAG-Jagon), die Kombi hatte der Audi 80 GLS mit 85 PS, Baujahr 1979 meines Vaters auch. Den hatte er damals neu gekauft, als Extra zum GL dann noch das Stereokassettenrado „Puebla“ (Hersteller: Philips) mit 4 Lautsprechern und Überblendregler, rechter Außenspiegel und die Doppeltonfanfare. Der kostete damals neu so um die 18.000 DEM (für die Jungen: das sind so bummelig 7.500€). Selbst, wenn sich die Gehälter seit damals verdoppelt haben sollten, überlegt mal, was heute (um etwa die gleiche Größe zu nehmen, denn der eigentliche Nachfahre A4 ist viel größer) ein einfacher A3 Stufenheck kostet….

              Auf diesem Audi habe ich meine ersten Fahrversuche gemacht, auf Wirtschaftswegen zwischen Hemmingstedt und Wöhrden.

              • Sandmann sagt:

                Ay Uli,

                oh *seufz* schööööne Erinnerungen…
                Dann war es wohl bei meinem Papa damals auch limagelb/schilf…
                Vom „Puebla CR“ habe ich auch noch zwei rumliegen, beide mit kaputtem Kasettenteil, ich denke das werden aber nur die Riemen sein. Kommt eins bald wieder in den Dottore 🙂

                Wenn mir irgendwann mal ein limagelb/schilf Vorfacelift 5E geschaltet vor die Nase läuft, auch verrostet, wird es meiner. So einen muss ich irgendwann nochmal haben, oder ich lackier einen um oder was weiß ich… Finde die Farbe großartig…

                Sandmann

  9. Graf Drehzahl sagt:

    Erinnerungen… Erstes Auto natürlich (wenn man Anfang der 80er geboren ist) ein Golf 2, ausgesucht vom Vater („N Franzose kommt mir nich ins Haus und n Italiener erst recht nich!“). Gibt ja auch Foto´s vom Kauf, ich glaub, ich hab nie wieder so grenzdebil gegrinst . Von daher kann ich das Dauergrinsen deiner Großen sehr gut nachvollziehen.

    • Sandmann sagt:

      Was hatten unsere Eltern bloß für ein Problem mit Französischen Autos???

      • stefanh sagt:

        Nicht pauschalisieren! Meine Eltern fuhren bis zu meinem „Erscheinen“ einen Simca 1000, und später einen Simca 1307. Damals ein fürchterliches Auto, aus heutiger Sicht eigentlich wieder kultig – aber nicht mehr zu finden.
        Nach der Simca-Aera war es dann ein Datsun Laurel 240 L… deutsche Marken hielten erst Mitte der 80er-Jahre Einzug in die heimische Garage.
        Es gab (und gibt) zuhause nur ein automobiles Tabu: Opel! Als ich damals mit dem Commodore C vorfuhr, bedeutete dies beinahe die vorzeitige Enterbung…!

        • Sandmann sagt:

          Ay Stefan,

          Simca 1307 und danach Datsun Laurel??? Deine Eltern hatten einen EXTREM coolen Geschmack, was Autos betrifft! Man bekommt heute beide noch, muss aber lange suchen oder viel Geld hingeben. Unser Nachbar hatte auch einen 1307… der war böse am Rosten, das ist sogar mir als kleinem Kind aufgefallen 😀
          Warum kein Opel? Was sprach dagegen?

          Sandmann

      • Graf Drehzahl sagt:

        Ich weiß nich, ob das so ne Generationensache is, aber nach der Wende fuhren die meisten bei uns in der Familie Audi (den Sprung muß man sich mal vorstellen: erst Lada gefahren, plötzlich steht da ein Audi 90 mit dem 2.3er, Velour usw auf dem Hof, das is wie Zeitmaschine).
        Danach folgten auch immer wieder Audi´s und andere Wagen aus dem Konzern. Franzosen und Italiener hat in der gesamten Familie keiner gefahren, vielleicht waren´s auch nur Vorurteile.

        Mittlerweile bin ich da etwas entspannter, ein Auto muß mir in erster Linie gefallen, und ob da nun ´n Blitz, ne Pflaume oder sonstwas vorne dran pappt, is zweitrangig.

        • Sandmann sagt:

          Ay Graf,

          auch ich habe früher immer über die Franzosen gelächelt, dabei hatte ich gar keinen Grund. Ein Kumpel von mir fuhr glücklich einen GSA (heute unfassbar selten), ein anderer während der Ausbildung eine Ente. Örgs Vater fährt noch immer seinen eigenen roten Ersthand R4. Und wenn ich über den CX nachdenke könnte ich sogar mal ernsthaft schwach werden…… die haben einfach Charakter!

          Sandmann

          • Graf Drehzahl sagt:

            Also n Franzose, bei dem ich sofort schwach werden würde, wäre definitiv der R5. Die Form find ich immer noch klasse, da muß auch nich unbedingt in Turbo drinstecken! Und Italiener? Ganz klar Lancia Delta Integrale, der Traum vieler schlafloser Nächte.

            • Sandmann sagt:

              Ay Graf,

              ich hab grad mal was gemacht, was man ja eigentlich nicht tun sollte, wenn man nichts kaufen will – bei mobile geguckt 🙂 Und hey – 83 R5 online, unzählige davon unter 1000 Euro! Und sogar die ersten Modelle sind für vierstellige Beträge mit einer 2 vorn zu bekommen.
              Abgefahren…

              Sandmann

              • Snoopy sagt:

                Meine Mutter hatten welche… alte Franzosen haben tolle Komfortfahrwerke allerdings vollkommen unsportlich. Und im Rosten stehen sie in der 1. Serie einem Golf 1 oder Strich 8 in nichts nach… Nach 2 Jahren etwas Rost nach 4 Jahren viel Rost nach 6 Jahren ganz viel Rost und dann das Ende… Aber ich habe sie gerne gefahren. Die Motoren mit 45 PS allerdings recht zäh…

  10. m30lars sagt:

    Ay Jens,

    ich bin ja BJ 85, stand zwar schon immer auf alte Autos, dennoch wollte ich als Erstauto immer einen A3 8l 1,8T, oder einen 318Ti Compact haben. Zweiterer find ich heute absolut hässlich. Ersteren hab ich im Alltags von 2009 bis 2011 als 1,8T neben meinem E28 und E30 gefahren. Der A3 1,8T war trotz seines Turbos 1a zu fahren und hatte keine schwächen und sieht heute noch immer mehr oder weniger Modern aus.

    Worauf ich eigentlich hinaus will, die Autoindustrie, sei es BMW, Opel oder VW, hat ab Ende der 80er/Mitte 90er Autos gebaut, die eigentlich für die Ewigkeit gebaut sind. Siehe Golf 2. Wäre die Ab(fuck)wrackprämie nicht gewesen, würden noch einige der Karren rumfahren. Vom Golf 3 mal abgesehen. Davon wurden warscheinlich auch mehr in die Presse geschickt, aber man sieht die noch immer rumfahren. Wobei der Golf 3 schon unter der Lopez Zeit fällt, der auch bei Opel mal sein Unwesen getrieben hat.

    Worauf will der angetrunkende Lars wieder hinaus? Taunus, Granada, /8er, W123er, 7er E23, 5er E12 etc., waren schon nach 5 Jahren kernschrott. Da war ein fast 10 Jahre alter Granada wohl zu der Zeit ein Highlight, selbst wenn er stümperhaft durchgeschweißt gewesen ist.

    Die goldenen 90er sind aber auch bei Mercedes oder BMW vorbei. Ich hab noch Fotos meines 2003er E39, der nach Übernahme knapp 5 Jahre alt gewesen ist, und an allen beliebten Stellen gerostet hat. Ich will eigentlich darauf hinaus, dass sich irgendwie alles mal wiederholt.

    Mein Schrauberkollege fährt durch seinen Job einen relativ neuen F30 von BMW. Er hatte nur einen unrunden Lauf bemerkt, und schon steht die Karre beim großen BMW Vertragshändler. Nichts gegen Neuautos, ich bin weitaus niemand, der sofort allem pesimitsch gegenüber steht, aber was soll sowas?

    Ach, einfach schrecklich.

    Lars

    • Sandmann sagt:

      Ay Lars,

      noch in den 80ern war es allerdings auch nicht hip, ein Auto länger als 5 Jahre zu fahren. Die DURFTEN danach auch Kernschrott sein, wobei ich das so krass nicht unterschreiben würde. Alte Fords und Daimlers haben bei entsprechender Pflege auch lange gehalten. Schau mal wie viele 123er noch rumfahren, die gehören ja fast noch zum Straßenbild 🙂

      Deine Aussage zu den unzerstörbaren Autos der 90er unterschreibe ich. Das war kurz vorm Einzug der Elektronik, das waren genau die, die in der Abwrackprämie stecken geblieben sind. Ford Sierra, Opel Kadett, Golf 3….

      Golf 3 🙁 Der gute Bon Jovi meines halbfinnischen Fräulein Altonas ist nun auch in neue liebevolle Hände gegangen. Achgottachgott wann schreibe ich bloß die ganzen Geschichten auf?

      Prost
      Sandmann

    • Anonymous sagt:

      Ich bins der anonymus JoergFl – Tja das erste Auto… ich wollte nen Golf 1 bekam aber nen Renault 5. War nur 4 jahre alt und sollte 1200 mark kosten weil die werkstatt aus nem defekten thermoschalter des kühlerlüfters und daraus resultierendem kopfdichtungsschaden nen totalschaden gemacht hat (man hatte gute neuwagen stehen).das konnte ich doch nicht ablehnen als mein onkel mir den anbot. Aber 4 Jahre 160tKm und einen motor und ein getriebe später reichten selbst meine schweißkünste nicht mehr aus um den tüv gnädig zu stimmen ;-). Heute habe ich mich von einem A4 überraschen lassen, der als 1.8T und Quattro so erschreckend wenig schwächen hat, das es schon gruselig ist.Der wird mich wohl noch sehr lange begleiten. Und zum auf den boden kommen, habe ich ja noch meinen Audi 100 Sport.Der zwar dringend mal generalüberholt werden muss, aber sonst noch sehr gut dasteht – ist ja auch erst 24 jahre jung . Achja Sandmann: da der a3 komplett auf golf4 basiert, sind die ersatzteile sehr günstig. Also hier entwarnung 😉 – und … tolle schreibe …

      • Joergfl sagt:

        Achja, der a4 ist natürlich einer der ersten serie bj98 und eine sonderedition der Quattro GmbH

        • Sandmann sagt:

          Ay Joergfl,

          🙂 hey wie hast DU dich denn hier her verirrt? Schön, dass du da bist!
          Deine Aussage zum A4 kann ich nachvollziehen, ich bin auch schon einige gefahren (allerdings keine Quattros) und fand die immer robust und wertig. Allerdings sind die recht klein von innen….. mir ZU klein.

          Und der A3 ist auf der Golf 4 Plattform drauf? Na guck. Wieder was gelernt 🙂 Das werde ich meinem Töchterchen glatt mal stecken, dass sie hier entspannt sein kann.

          R5…. ich habe EWIG keinen mehr gesehen. Meine Freundin zu Granada Zeiten (so um 1994 rum) fuhr einen… Nennte den die Werbung nicht immer „Der kleine Freund“? Super süße Autos, vor allem die alten rundlichen. Aber er scheint ja… äh… derbe gerostet zu haben 😉

          Sandmann

        • stefanh sagt:

          JörgFL? Ich meine DER Jörg? Hey, cool Dich hier zu lesen! Bestimmt erinnerst Du Dich an mich aus der Typ44-Zeit! Weisst Du noch als wir als ganze Bande bei Sascha S. übernachteten und der eine 20V am Morgen danach nicht mehr anspringen wollte…?
          Man, ist lange her!

          Beste Grüsse!
          Stefan H.

  11. Daemonarch sagt:

    Wieder mal eine super-Geschichte.

    Da wird einem mal wieder bewusst, das es doch ganz cool wäre, hätte man beizeiten mal Kinder angesetzt.
    Solche Momente bleiben natürlich für das ganze Leben.

    Mein erstes Auto war ein zerrockter Golf1 Diesel bj.’79 mit Vorbesitzer Deutsche Post… In entsprechendem Gelb.

    Leider öffnete ein Jahr zuvor die Innerdeutsche Grenze, was den Kaufpreis für dieses Wrack in astronomische Höhen schießen liess…
    Ein halbes Jahr nach Kauf machte es wärhrend der Fahrt plötzlich KNACK, und ich konnte zwischen meinem Sitz und dem Einstieg die Strasse vorbeihuschen sehen…
    Der Sitz bewegte sich auch ein nennenswertes Stück richtung erwähnter Straße. *sorg*

    Zum Glück lernte ich gerade KFZ-Mechaniker, und so schweissten ich und mein Vietnamesischer Karosserieausbilder an einem Samstag eine komplette Blechwanne über den komplett maroden Unterboden.

    Heute lacht man darüber, trotzt allen Unkenrufen sind SOLCHE durchrostungen heute fast undenkbar (mal abgesehen, was BMW sich bei den Hinterachsaufhängungen geleistet hatte).
    Heute sind die Roststellen doch eher kosmetischer Natur.

    Zweiter Wagen war ein Golf II GTD, bei dem ich mich total verkauft hatte, geblendet von cremefarbenen Ledersitzen, und ATS-Cupfelgen fiel mir nicht auf, das derselbe Firmenname HINTEREINANDER and folgenden Läden hing (und das in derselben Straße) Unfallwagenankauf, Lackiererei, und danach unfallfreie Gebrauchtwagen… *brüll*
    Dementsprechend war der Wagen dann auch total zerklatscht, und hat auf 1000km 1 Antriebswelle gefressen…

    Danach kam nach einigen Lehrobjekten (meist Scirocco1), von denen eigentlich keiner die Straße gesehen hat sofort mein geliebter Scirocco II, den ich gegen den GTD getauscht hatte, den hab ich dann von 1994-2000 gefahren.
    Ein unheilbar ruckelnder Motor und die „Strafsteuer“ für Katlose Autos machten ihm dann den Garaus…

    Was könnte man da für Bücher schreiben… 😀

    • Sandmann sagt:

      Ay Daemonarch,

      stimmt, darüber könnte man tatsächlich ganze Bücher schreiben. Hat bestimmt auch schon mal jemand gemacht 🙂

      Gottogott die Postgolfs! Und die Postbusse, T3 mit Saugdiesel und halbhohem Dach. Da fahren noch immer welche von rum, als Camper selbst zusammengebastelt. Irgendwie war das nie so meins, das war mir immer zu rattig. Also, die Bullis 🙂

      Was ist denn bei BMW mit den Hinterachsaufhängungen? Da ist wohl was an mir vorbeigezogen…?

      Scirocco I könnte mir auch noch gefallen *schwärm*, aber die liegen ja in ähnlichen Dimensionen wie der Golf 1 GTI. Wahnsinn. Kaum werden die Karren selten, sind sie auf einmal KULT und die Leute zahlen sich dumm und dämlich dran.
      Gibt es eigentlich noch irgend etwas anderes auf der Welt als Autos, bei denen man so oft denkt“ Ach – hätte ich den doch damals behalten!“?

      Hm…

      Ja, die erste Freundin vielleicht. Aber das ist eine andere Geschichte 😉

      Sandmann

  12. iErp sagt:

    Hallo Anwesende,

    dann wechsel ich auch mal vom Lager der stillen Leser (bin vom Fusselblog hierher gekommen btw ;)) in das der Kommentatoren.

    Diese Geschichte hab ich nämlich erst vor 2-3 Monaten selber so ähnlich erlebt, und mein Auto sieht dem deiner Tochter gar nicht mal so unähnlich 🙂

    Da ich täglich 170km zur Uni und zurück habe (und Wohnungen zu teuer sind, München halt, und die Zugverbindung hier eine absolute Unverschämtheit) waren meine Ansprüche etwas höher als bei den meisten, die sich ein erstes Auto kaufen… Diesel musste es sein, zuverlässig, etwas Punch sollte es auch sein für B12 und A94 und in eine Sardinenbüchse wollte ich mich auch nicht jeden Tag klemmen müssen.

    Raus flogen dann ein Skoda Octavia I TDI (wunderschönes Auto in British-Green-metallic mit hellem Leder), da der Besitzer nicht mehr als 500€ runtergehen wollte trotz fälligem Zahnriemen und defekter Klima, was wohl nochmal 1000+ gewesen wären und ein Mitsubishi Carisma DI-D, bei dem sich der „neue TÜV“ bei Mobile nach Anruf entpuppte als „ey alda isch verkauf dir auto aber ohne tüv und garanti“…

    Hängen geblieben bin ich dann beim Audi A4 (B5) Limousine, 1.9TDI mit 110PS und 130k km aus Zweithand (der erste Besitzer war die Audi AG) in fast makellosem silbernen Kleid. Einziges Problem daran ist der Kurzstreckenbetrieb, den das Auto die meiste Zeit erdulden musste, ich hoffe mal dass es ihm nicht geschadet hat. TÜV ist auch noch lang da, wurde erst diesen Mai erneuert…
    Leider muss ich ihn noch stehen lassen, ich werde erst in 2 Monaten 18… Als Folge davon leuchtet einen jetzt so ein hässliches gelbes ABS Symbol an 🙁 ich hoffe mal, dass das nichts tragisches/teures ist, sondern von der etwas festgegammelten hinteren Bremse kommt…

    Der ganz große Sprung in die Unabhängigkeit ist es für mich aber nicht, ich habe schon seit meinem 16. eine Honda CBR 125, die ich seitdem 20k km in wenig artgerechter Haltung durch die Gegend geprügelt habe – auch damit bin ich diesen Sommer jeden Tag die 170km in die Arbeit und zurück gefahren, bei Platzregen und sengender Hitze (naja, diesen Sommer eher Regen :()… Das heißt bei 15PS jeden Tag ca. 40min Dauervollgas kurz vor dem Begrenzer, ich glaube dem Motor hat es nicht so gut getan 🙁

    LG
    iErp

    • Sandmann sagt:

      Ay iRep,

      dann mal willkommen bei den Schriftlichen 🙂 Schön.

      Mit dem A4 hast du einen guten Fang gemacht, auch wenn ich persönlich silber echt nicht an neuen Autos sehen kann. Mein Audi ist auch nur in silber akzeptiert, weil er innen BLAU ist und ein schwarzes Vinyldach hat… Der 1.9 TDI Motor ist kräftig, robust und extrem sparsam. Und das mit der ABS Lampe können auch die gesteckten und festgammelnden Sensoren in den Achsschenkeln sein, kosten nicht die Welt. Hatte ich beim V8 auch…

      Wenn du noch gar nicht 18 bist und schon an der Uni vor dich hinplanst – bist du wohl G8-Generation, oder? Krass. Ihr jungen Kerle 😀
      Aber unterschätz nicht die 170 km jeden Tag, teure Wohnungen hin oder her. Diesel kostet auch Geld, und die verbrannte Lebenszeit kann dir niemand bezahlen. Ich bin drei Monate jeden Tag von Kiel nach Hamburg gependelt und hatte dort einen 9-18 Uhr Job. Ich war total ausgebrannt, seit dem bin ich wieder freiberuflich unterwegs und pendel nur noch 2-3 mal nach HH. Und lebe mal dort und mal hier. Das entspannt.

      Sandmann

      • iErp sagt:

        Hi Sandmann,

        ja, Silber war jetzt nicht meine Wunschfarbe, das Grün vom Skoda fand ich zum Beispiel auch schöner – Silber hat mittlerweile wirklich jeder. Aber es ist jetzt nicht die schlimmste Farbe die ich mir vorstellen kann und noch dazu im guten Zustand…
        Dem Wagen merkt man halt an, dass er in seinem ersten Leben (vor dem Besitzer, von dem ich ihn gekauft habe) ein Werkswagen war. Ausstattung nicht nackt, aber auch nicht zu opulent (ein Schiebedach wäre noch schön gewesen, und warum gerade Audi den damaligen Technologieträger ESP abbestellt ist mir auch rätselhaft), unauffällige Lackierung, Standardfelgen (die mir aber wirklich gut gefallen).
        Ich hoffe mal, dass der 1.9TDI so robust ist wie sein Ruf, mir macht halt der Kurzstreckenbetrieb Sorgen – ich denke, ich sollte da in ein paar tkm das Öl nochmal wechseln, obwohl der letzte Wechsel erst vor 5k war…

        Hm, also am G8 liegt das nicht ausschließlich, dass ich so jung studiere… Ich hab mit 16 Abi gemacht, weil ich eine Klasse übersprungen habe. Hatte eine relativ ungünstige Kindheit zwischen den Fronten des Rosenkriegs meiner Eltern, da passt das vielleicht ganz gut rein – hauptsache vorwärts :D… Ich hab also schon 2 Semester hinter mir 🙂

        Das mit dem Diesel hab ich schon durchgerechnet, selbst bei 2,2k Versicherung im Jahr (das war der Internetpreis für den Mitsubishi, zum Glück kommt man da mit ein paar Tricks auf weniger als die Hälfte) ist das Autofahren billiger als die billigste Wohnung, die ich finden konnte. Und die kann ich mir schlicht und ergreifend nicht leisten.
        Die ideale Lösung ist das nicht, das ist mir klar… Aber wohl die beste, die zur Zeit möglich ist… Zum Glück fahre ich sehr gern, da ist die verschwendete Zeit leichter auszuhalten.
        Ich weiß, was du meinst, ich hab August und September auch gearbeitet, in einer Firma sehr nahe der Uni. Heißt, jeden Tag um halb 7 losgefahren, besagtes Moped da hoch geprügelt 85 km einfach, gearbeitet von halb 8 bis halb 5 und das ganze retour. Ich kann nicht behaupten, dass das schöne Ferien waren, genau genommen hat mich das total fertig gemacht, vor Allem weil ich damit fast nahtlos nach den Klausuren angefangen habe 🙁 Zum Glück ist das in der Uni entspannter…
        Für den Master werde ich mir wohl etwas suchen wo man gleichzeitig Geld verdient und dann kann ich auch umziehen.

        LG
        iErp

        • Sandmann sagt:

          Ay iErp,

          oh….. Deine Zeilen klingen so, als hätte ich noch viele viele Fragen. Aber is‘ schon spät und ich beende morgen Vormittag eine ganze Dekade eines Lebens und überführe die in ein neues, also hebe ich mir das auf. Aber nicht weglaufen, sowas wie Rosenkrieg und pendeln sind die Hashtags, die mich aufhorchen lassen…

          Dranbleiben.
          Sandmann

          • iErp sagt:

            Hi Sandmann,

            Keine Sorge, ich lauf nicht weg 😉

            Wenn dich mein Hintergrund wirklich interessiert, dann kannst du mir ja bei Gelegenheit eine Mail schreiben, die Adresse dürfte ja hinterlegt sein…

            LG
            iErp

  13. Holger P sagt:

    Ein perfektes erstes Auto zu einem guten Freundschaftspreis. Mein erstes Auto vor genau 26 Jahren war ein brauner Golf 1 Rabbit. Da kommen Erinnerungen hoch.

    • Sandmann sagt:

      Ay Holger,

      auf dem Golf 1 haben ja Generationen von Erstlingen angefangen 🙂 Lustig, als ich damals losgelegt habe hatte ich sowas von keinen Bock auf Golf, weil den jeder hatte. Ich habe den regelrecht boykottiert und verunglimpft (mit T-Shirts und Aufklebern, total peinlich).
      Heute finde ich den Ur-Golf mit Chromstoßstangen, kleinen Rücklichtern und nur einem kleinen Tacho nicht unsexy.

      Sandmann

  14. Turnschuhkapitalist sagt:

    Mein erstes Auto roch nach Bauarbeiter, da der T2 einem Vermessungstechniker gehörte. Die erste Freundin roch nach Opium, Ende der 80iger literweise in jeder Disco. Den T2 und die Freundin habe ich nach heftigem Gebraucht abgegeben.

    Möge der Audiwagen die junge Dame stets sicher transportieren! Und: Einen Ex-Leihwagen kauft man nicht. Hier gilt wie bei alten Taxen: Heirate keine Ex-Nutte.

    • Sandmann sagt:

      Ay Turnschuhkapitalist,

      🙂 beide nach heftigem Gebrauch abgegeben? muuuhahaha. Opium kenne ich auch noch, gibt’s das noch? Mal schnuppern….

      Deine Meinung zu Taxen und Mietwagen ist weit verbreitet, auch die Nutten-Metapher habe ich schon gehört und musste schmunzeln… Aus eigener Erfahrung kann ich das aber nicht bestätigen. Mietwagen werden immer gut behandelt, weil die Leute sonst Angst haben, ihre Kaution nicht wieder zurück zu bekommen 😉 Und Taxen müssen ein mal im Jahr zum TÜV und werden normalerweise in einer Fachwerkstatt gewartet, weil sie das Handwerkszeug ihrer Besitzer sind. Die haben viel gelaufen, sind aber meist technisch gut.

      Sandmann

  15. Uli sagt:

    Mein allererster war nicht lange bei mir, war türkis-metallic,, hatte vier Türen und 75 PS. hatte 380 DEM gekostet und schon auf der Überführung vom Bundeswehrstandort in der Eifel nach Dithmarschen brauchte er nach einem Stop „Nachhilfe“ mit dem Hammer auf den Anlasser. Dieser K70 war leider sogenannter Kernschrott, erst später sollte ich mal wieder K70 fahren – als Oldtimer. Also war der, der wirklich mein erster wurde, ein VW Derby LS mit rasanten 50 PS, Stahlkurbeldach und hatte mit über 4 Jahren gerade mal 19300km in der Hand eines Rentners zuürckgelegt. Also war er eines der damals begehrten „Opa-Autos“. Er war malagarot, die Innenausstattung war in „sand“, einem Beigeton gehalten. Ich war nie der tief. hart, laut und breit-Fan, aber ein paar Modifikationen mußten sein. So wurden die serienmäßigen Biluxfunzen gegen H4-Scheinwerfer getauscht, Türablagen eines Sondermodell mit integrierten Lautsprechern, Blaupunkt Einbaulautsprecher (baugleich mit denen, die Audi zu der Zeit in die Heckablage des Audi 80 ab Werk verbaute) sauber i die Heckablage eingebaut. Im Ersatzteilefundus des Händlers gab es auch einen Golf-Überblendregler, der genau anstatt eines der Blinddeckel im Armaturenträger paßte. Dazu kam ein Mainz 24 CR Stereo-Kassettenradio in den Radioschacht. Stereo im Derby gab es Anno 1980 nicht ab Werk. Der fehlende Handschuhfachdeckel wurde genauso nachgerüstet wie seitlich schwenkbare Sonnenblenden (Austausch der serienmäßigen Scharniere und Klammern gegen welche vom Schrott aus einem Passat), eines Drehzahlmesser (aus einem Schlacht-Jetta, serienmäßig hatte der Derby weder Tageskilometerzähler noch eine anständige Kühlmitteltemperaturanzeige, sondern nur eine gelbe LED für kalt und eine rote für heiß) Temperaturanzeige und Tageskilometerzähler sowie Schmutzfänger, die Nebelleuchten vom K70 und eine selbstgebaute Innenlichtausschaltverzögerung. Aus dem Audi 80 kam später noch die Doppeltonfanfare an Bord.

    Der Derby des Modelljahres 1980 hatte einen großen Nachteil: Er rostete wirklich überall. Neue Kotflügel gab es bald auf Durchrostungsgarantie, aber auch am Lüftunggitter auf der Motorhaube, Bugschütze, Heckschürze, Schweller und Schiebedachrahmen, überall Rost.

    Die Stehbleche im Motorraum bröselten dann 1989 auch, also gab ich den Wagen beim Kauf eines Golfs in Zahlung, der Gammel wurde übersehen, Sonst beschubsen einen die Händler gern mal, also warum nicht mal den Spieß umdrehen?

    Wie sich die Zeiten ändern, meinem älteren Bruder, Jahrgang 1954 reichte noch ein 34 PS Käfer, meinem jüngeren Bruder (Golf I D, 50 PS in absoluter Buchhalterausstattung in riadgelb) und mir reichten schon 50 PS und nun fährt hier eine junge Dame mit 125 PS durch die Gegend. Nun, ich bin mit 75 PS unterwegs, und mein Audi hat eine „2“ hinter dem „A“, keine „3“, aber für mich ist das mehr als ok, kein Rost, sparsam und nach den ersten Macken nach dem Gebrauchtkauf ist nun Ruhe und er läuft problemlos. Aber noch mal so einen Derby fahren, mit dem Choke, dem Vierganggetriebe, bergab bei Tacho 170 den Drehzahlmesser am Ende des roten Feldes…, nein, die Drehzahlorgie würde ich so einem Kleinod heute nicht mehr antun. Übrigen wurde der Derby bei Audi entwickelt, meiner war ein facegelifteter Derby 1 mit den Rechteckscheinwerfern, das VW-Zeichen am Kühlergrill habe ich gegen Audi-Ringe vom Schrott getauscht. Fertig war der Schrumpfaudi, wie einige Kollegen frozzelten.

    • Sandmann sagt:

      Ay Uli,

      das macht ja richtig Spaß zu lesen 🙂
      An den Derby habe ich auch sehr schöne Erinnerungen, gleichwohl ich nie einen eigenen hatte. VW war damals nicht so meins. Aber ein Klassenkamerad von mir war zwei Jahre älter und hatte einen Derby, wie du ihn beschreibst, schon im 11. Jahrgang. Damit waren wir bei dem legendären Maifeuer hier um die Ecke bei Plön, wo ich ab meinem 12. Lebensjahr aufgewachsen bin. Treue Leser werden sich an die Granada/Maifeuer-Geschichte erinnern, Stichwort „Sex mit der Vergangenheit“…… Diese Veranstaltung war das. Und wir waren so unfassbar betrunken, dass wir nicht mehr den Fußweg zu meinen Eltern geschafft haben und im Auto nächtigten. Soweit ich mich erinnere war das meine erste Nacht im Auto 😀
      Schrumpfaudi… gniiihihi…

      Bei meinem Audi 100 Typ 43 bastel ich auch hier und da Teile von anderen C2s rein, die eigentlich so nicht original bei dieser Ausstattung waren. Aber nur Kleinigkeiten. Chromige Fensterkurbeln statt der blauen aus Plastik, Blaupunkt Freiburg (weil ich’s noch hatte), braune Hupknöpfe statt der blauen zerbröselten und sowas. Lautsprecher kommen hinten auch noch in die vorgesehenen Löcher der Hutablage.
      Und demnächst tausche ich noch die zerbröselten originalen Sitze (Klarglas….) gegen gute vom 200er. Bläulich kariert statt helllblau. Na und? 🙂

      Der Audi A2, auch wenn ich ihn nicht mag, wird mal ein Klassiker sein. Denn er ist vom Konzept genial und hochwertig verarbeitet. Halt ihn in Ehren…

      Sandmann

  16. Martin R. sagt:

    Hmm. Der A3 ist nen bisken klein, nich? Ich habe ja so meine eigene Theorie, welches Auto für einen Fahranfänger am geeignetsten sei: möglichst groß und durstig muß es sein!
    Wäre statt des A3 nicht auch ein Audi 100/A6 gegangen?

    (Wenn ich Dein Blog wieder kapern darf: https://turboseize.wordpress.com/2016/03/11/das-richtige-auto-fuer-fahranfaenger/ )

    • Sandmann sagt:

      Ay Martin,

      nun, vielleicht gehen da Wunsch und Realität ein bisschen auseinander…. 😉 Vielleicht geht es meiner großen Tochter nicht primär um ein entspanntes Einparken – vielleicht findet sie wie die meisten Mädels in ihrem Alter große, durstige Limousinen auch einfach nur scheiße…
      Guck dir an was ein Auto heute haben muss. Es muss schick und zeitlos sein, Ambient Beleuchtung und möglichst viel Connectivität haben. Der Motor ist total egal, wenn er denn nicht so viel verbraucht ist das schon ganz schön.

      Das kann man doof finden, und ja, meine ersten Autos waren auch Ford Taunus und Granada Coupé, aber das waren die späten 80er und frühen 90er. Die Prioritäten sind heute andere. Dig it 🙂

      Sandmann

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