Kunstunterricht im Daimler 400 SEL

Soooo, Kinder, ruhig mal jetzt. Und schön aufpassen.

Unter einem guten Stern

Unter einem guten Stern

Der Geburtstags-Chianti ist noch gar nicht ganz verdaut, da ruft die ewige Stadt Rom lautstark zum Weiterfahren! Auf den Spuren der Mille Miglia gehen Nick und ich in die zweite Etappe, auf der Suche nach dem Geist dieses historischen Rennens. Heutiges Ziel: Die Strecke des originalen Roadbooks von Rom über Siena nach Florenz abfahren. Über Land, ohne die Autobahnen. Nachdem in der gestrigen Etappe primär Petrus seine Schleusen über dem dicken, alten Benz 400SEL öffnete, sind uns heute die römischen Wettergottheiten wohl gesonnen und protzen mit blauem Himmel und einer Frühlingssonne, die im Stern funkelt… Ein Wetter zum Helden zeugen. Und eine Etappe, die ein Staatsexamen in Kunst salbt und aufwertet. Oberklasselimousinen auf Winterreifen können driften! Wussten Sie das?

Business im angemessenen Fond

Business im angemessenen Fond

Wenn Sie eine Redaktion leiten, sind Sie immer im Dienst. Auch wenn Sie dienstlich reisen, auch in Rom. Da bietet sich der kommode Arbeitsplatz im Fond des Ex-Benz von Frau Liz Mohn, deren Pobackenabdrücke noch immer das kaum durchgesessene Velours zieren, durchaus an. Eine schwer zu überbietende und im Zeitalter der Kleinwagen unzeitgemäße Beinfreiheit korrespondiert mit einem Raumgefühl wie im Petersdom. Dazu später mehr, Sie können sich ja schon einmal in den einschlägigen Lexika warmlesen. Dank Internet sind Dienstmails, Facebook-Kommentare und anrüchige MMS mit seiner Liebsten in Deutschland von hier aus kein Problem. Ich rechnet im Geiste die mögliche Kaltmiete dieses Autowagens aus und möchte hier wohnen. So. Petersdom, die Papst-WG. An dem kommen wir theoretisch gleich noch vorbei. Dann mal los.

Kartenlesen auf 11 Quadratmetern

Kartenlesen auf 11 Quadratmetern

Die Etappe startet vor dem ehrwürdigen Mausoleum des Kaisers Hadrian, der nur ein Menschenleben nach einem gewissen Herrn Christus in Rom wandelte. Vermutlich hat man ihn aber freundlicher empfangen, und auch sein Tod soll ein wenig angemessener gewürdigt worden sein. Zumindest nach irdischen Gesichtspunkten. Die so genannte Engelsburg, ich kenne sie noch aus dem Kunststudium, ein Bauwerk für die Ewigkeit! Gleich unserem Mercedes. Man hat das erhabene Gefühl, in, nein auf einem Lastwagen zu sitzen. Irgendwie strahlt dieses Auto eine Bollwerkhaftigkeit aus, die seinem Besitzer einen vagen Eindruck von der endgültigen Ewigkeit gibt. Der größte anzunemhende Unfall wäre heute maximal ein Verlust der Streckenführung, also geben wir uns redlich Mühe, den Weg durch die Stadt auf den sieben Hügeln gut zu planen.

Wir sind hier völlig falsch!

Wir sind hier völlig falsch!

Was nicht auf Anhieb gelingt. Männer fahren gern visuell Auto. Mein Fahrer sieht den Petersdom und hält drauf zu. Okay, auch ich habe diese Abkürzung ernsthaft vorgeschlagen, und so findet sich das vor der Abwrackprämie gerettete, beschimpfte und nicht mehr moderne automobile Kulturgut in einer für seinesgleichen gesperrten Fußgängerzone wieder. Vorn fotografierende Touristen, hinten drei erzürnte, fuchtelnde und schnell näher kommende Politessen. Hier ist man vermutlich nur während der echten Mille Miglia mit seinem Fahrzeug geduldet. Der stadionähnliche Wendekreis wird voll ausgeschöpft, das Gaspedal nur mäßig getreten und der Kompass in Richtung „weg hier“ gestellt. Wir verschwinden unterwürfig.

Parkplatzprobleme? Wir nicht.

Parkplatzprobleme? Wir nicht.

Nachdem man uns später auch noch von diversen Trottoirs in den Hinterstraßen des Zentrums vertrieb, läuft das Dickschiff doch noch für einen touristischen Zwischenstop in einen Hafen für Kleinwagen ein. Von hier aus gibt uns eine gnadenlose, eurofressende Parkuhr genau 60 Minuten, um die mannigfaltigen antiken Schönheiten Roms zu erleben. Was schlicht in dieser Zeit nicht möglich ist. Also beschränken wir uns auf eine Stipvisite beim Papst und beginnen einen kurzen Fußmarsch in der steigenden Morgensonne zu seinen Privatgemächern. Vorbei an Ständen voller billiger Andenken wandeln wir neben  Schüler- und Studentengruppen durch die alten Gassen und freuen uns, dass wir nicht in Zeitkonkurrenz zu den vielen anderen Autofahrern sind und uns diesen kleinen Fußweg erlauben können.

Diese Kirche gehört Peter

Diese Kirche gehört Peter

Waren Sie schon einmal in San Pietro in Vatikano? Es ist für mich das beeindruckendste Gebäude Europas. Fast so groß wie unser Mercedes. 1997 im Rahmen einer Exkursion durfte ich ehrfürchtig ein Referat im Innern halten. Tritt man durch das Hauptportal, wird man von der Gewaltigkeit dieser Kirche regelrecht zerquetscht! Damals habe ich geweint… Aber heute bleibt Nick dies erspart. Papa Razzi scheint ein paar Freunde da zu haben, denn alles ist bestuhlt und abgesperrt. Schade. Na gut, da haben wir mehr Zeit für unsere Tour nach Florenz! Habe ich erwähnt, dass Papst Johannes Paul II anno 1997 auch in einem solchen wie unserem Benz gefahren wurde? Ein weiteres mal mache ich mir regelrecht aphrodisierend bewusst, am heutigen Tag tatsächlich in Rom zu stehen, und folge meinem Nick ein bisschen verstrahlt zurück in Richtung des deutschen Supertankers.

Attraktive Polizeiautos in Rom

Attraktive Polizeiautos in Rom

Wer sagt denn, dass Uniformen nicht sexy sind und nicht auch ein Polizeiwagen Klasse haben kann? Die schnelle Eingreiftruppe zum Schutz des Heiligen Vaters posiert mit schicken blauen Alfa Romeos auf dem Platz und wird nicht nur von den gut aussehenden jungen Studentinnen angeschmachtet. Wie mag die Halbwertszeit so eines Polizeitriebwerks in der italienischen Hauptstadt sein? Meine Nachbarin hat den gleichen Wagen und nach drei Jahren schon den dritten Motor. Und sie fährt damit nur zur Arbeit und jagt kein durchtriebenes Gesindel… Korrupte Gedanken im Kopf ordnend steige ich wieder als Beifahrer in das schlumpfblaue Gestühl.

Stau aus Rom heraus

Stau aus Rom heraus

Ciao Roma. Ich habe das Roadbook auf dem Schoß. Nick versucht, ohne Feindberührung durch den wahnwitzigen, quirligen italienischen Innenstadtverkehr zu kurbeln. Mofas und Motorräder wuseln wespengleich mit gefühlter Lichtgeschwindigkeit zwischen dreispurig drängelnden verbeulten Autos herum. Einzige Chance: Draufhalten! Wenn man zögert, lässt einen niemand rein oder vorbei. Der Mercedes wirkt auf die herumschwirrenden Italiener anscheinend wie ein unkontrolliert notlandender Jumbo, sie hupen nur mäßig und lassen uns ab und an sogar mit angsterfülltem Blick durch! Mission erfüllt. Ein teutonischer Fels in der Brandung.

Mille Miglia - Rennaissance und Moderne

Mille Miglia – Rennaissance und Moderne

Es ist sehr befreiend, die große Stadt hinter sich zu lassen. Hier, im Hinterland zwischen Rom und Siena, sind die Straßen ein bisschen breiter, die Häuser ein bisschen flacher und der Verkehr vergleichsweise nicht vorhanden. In den kleinen Städtchen wie Ronciglione oder Montefiascone machen wir redaktionelle Pausen. Zum einen benötigt der Daimler ab und an einmal eine kleine Dampfsiesta, um das durch den defekten Peilstab auf den Krümmer verteilte Motoröl unkatalysiert in die Atmosphäre zu dünsten. Zum anderen ist es so wunderschön hier, dass zwei gestandene Männer in pathetisches Schwärmen geraten. „Wann kommen denn jetzt endlich diese langen dünnen Toskanabäume?“ nörgelt Nick pausenlos. Ich klugschnacke stilvoll über die demnächst von ganz allein erscheinenden regionstypischen Zypressen und beginne, mich ein bisschen über seine mutiger werdende Kurventechnik zu wundern.

Wenn diese Mauern reden könnten

Wenn diese Mauern reden könnten

Mille Miglia! In deine historischen Fußstapfen treten wir mit Ehrfurcht und kindlichem Erstaunen über die rauhe Schönheit der Ausläufer der Toskana. WIE eng italienische Gassen wirklich sein können, werden wir erst in Florenz lernen. Hier bewundert der Künstlerblick den Kontrast aus dickem Blech mit Stern und alter Mauer mit Geschichte. Jede kleine Etappe scheint wie geschaffen als Kulisse für die alten Klassiker, die mit ihren hochdrehenden Motoren in 6 Wochen hier durchbrüllen werden. Ein sattes rot stünde unseren Fotos auch nicht schlecht, wir können nur dunkelblau bieten. Der Mercedes wirkt irgendwie müde. Ist es die steigende Außentemperatur? Oder die Musik, die wir hören? Nein, die kann es nicht sein.

Obstblütenidylle mit Benz

Obstblütenidylle mit Benz

Erste Weinbaugebiete umschmeicheln die schmale Route. Oberhalb des Lago di Bolsena säumen blühende Bäume den Straßenrand. Den lieben guten Straßenrand. Nick hat auf diesen schmalen Asphaltstreifen, die wir bis dato gleitend bereisen, eine neue Passion entwickelt. Mit dem guten Gefühl, schon einmal irgendwann in der persönlichen Antike ein Fahrsicherheitstraining absolviert zu haben, zwingt er den heckgetriebenen Sindelfinger immer energischer in die engen Kurven. Er hat so einen Blick hinter seiner Brille, der zu sagen scheint: „Sandmann, hast du schon einmal vier quietschende Winterreifen auf Asphalt gehört?“ Natürlich hätte ich dies verneint, aber es ist zu spät! Irgend ein Steuergerät der Anti-Schlupf-Regelung (ESP hatte man noch nicht) passt für einen Moment nicht auf, und schon bricht das Heck der 2-Tonnen-Limousine kontrolliert aus. Angst? Kenne ich nicht. Um mich rum ist schließlich eine nahezu unzerstörbare Trutzburg. Ich halte mich nur ein bisschen doller an meiner Türverkleidung fest.

Der König der Serpentinen

Der König der Serpentinen

Waren wir nicht gerade noch beim Papst??? Sichtlich Gefallen findend an der neuen Kurventechnik pendelt der ausgelassene Besitzer das Dickschiff durch die serpentinenreiche Toskana. Als säßen wir in einem leichten, agilen Urquattro bremst er vor den Kurven kurz an, um dann mit beherztem Gasfuß den V8 seine 400NM Drehmoment auf die völlig überforderten Reifen der Hinterachse drücken zu lassen. Diese quittieren das mit leichter Rauch- und Geräuschentwicklung, die Durchschnittsgeschwindigkeit wird schlicht beibehalten. Souverän. Angst? Nun erst recht nicht mehr. Nach und nach löse ich meine verkrampften Finger aus dem malträtierten Türgriff. Meine Schreie werden leiser. Kann es sein, dass diese metallschwangere Walfischpottsau von einem Auto so spurtreu wie eine Rangierlok ist? Ist das der Sieg der Elektronik über die Trägheit des Fahrwerks? Das Ding fährt sich einfach fantastisch. Mir ist ein bisschen übel.

Nick's neue Finca

Nick’s neue Finca

Nach einer gewissen Zeit ist das Wegdriften der Hinterachse in engen Kurven zwischen Olivenbäumen zur Routine geworden. Wir vergessen wieder, dass wir in einem Auto sitzen, welches mehr Grundfläche für sich vereinnahmt als mein erstes Zimmerchen in Kiel. Ich habe mich damit abgefunden, dem Abgrund hier und da ein wenig näher zu sein und finde die Vorstellung, in der Toscana in einem Weinberg auf dem Dach liegend mein Leben zu beenden gar nicht mehr so unglaublich unattraktiv. Als plötzlich die Berge verschwinden. Wir erreichen die Ebene vor Siena. Interessante Immobilien säumen den Straßenverlauf, schon bei der Rallye Hamburg Berlin 2008 hat Nick eine Zeitprüfung verrissen, weil am Straßenrand ein Haus zu verkaufen war. Aber – wenn wir hier etwas haben, dann ist es Zeit.


Architektur so weit das Auge reicht

Architektur so weit das Auge reicht

Killesberg Baby, ich bin aus Heslach – Thomas D. drückt seine Beats durch das nennenswert klangerlebende 17 Jahre alte Soundsystem. „Hey, da ist grad richtig Rauch aufgewirbelt!“ Nick hat seine Drifts inzwischen perfektioniert, ich habe die inzwischen leicht zerknautschte Türverkleidung losgelassen und kann sogar wieder zusammenhängende SMS schreiben. Am Rande stellt sich mir die Frage, ob man bei der Reifen-Weltfirma Nankang geplant hatte, auf das Produkt mögliche Seitenführungskräfte von der Brachialität eines traumatisierten Elefanten einwirken zu lassen. Das stand bestimmt nicht im Prospekt. Die Schönheit der Strecke wiederum entschädigt für die Strapazen. Ständig denken wir an die Fahrer der Mille, die hier ähnlich wie wir – nur unter Zeitdruck – ihre Wertgegenstände durch die Natur dröhnen lassen. Doch, es muss wohl ein wahrer Spaß sein. Wir bekommen Hunger.

Siena, Toscana, schnell weg hier.

Siena, Toscana, schnell weg hier.

Siena! Hier war ich schon ein paar mal. Diese Stadt ist traumhaft schön, mit ihrem Marktplatz voller antiker Pflastersteine, dem großen Turm und dem unfertigen Dom, weil erst die Pest und später der Geldmangel alle Bauarbeiter dahin gerafft hat. Diese Stadt hat wiederum den Nachteil, dass man sie nicht mit dem Autowagen befahren darf, weshalb Herr Nick das Dickschiff umständlich und nörgelnd inmitten der Touristenmassen wendet. Selbstverständlich erregen wir einige Aufmerksamkeit, weil wie immer ein wenig Motoröl auf dem Auspuff in einen anderen Aggregatzustand überführt wird. Der Schornstein muss rauchen. Kann man hier irgendwo etwas essen?

Sein kleiner Freund

Sein kleiner Freund

Irgendwo zwischen Siena und Florenz finden wir eine weitere italienische Volksküche mit den goldenen Bögen. Erstaunlich, dass man sich hier so heimisch fühlen kann. Mit dem uns Europareisenden innewohnenden Understatement parken wir den einzig legitimen Nachfolger der Bismarck neben einem zeitgenössischen Automobil und vergehen uns an dem einen oder anderen BigMac. Wir sind in Italien. Dies zeigt sich wieder einmal an der spek-ta-ku-lären Aktion drei Meter neben uns auf dem Parkplatz. Schreie, Geschepper. Eine echt italienischen Mama, die einen offensichtlichen Taschendieb auf offener Straße nahezu besinnungslos prügelt und ihn dann an seinen Haaren in die Volksküche zieht, um auf die Polizei zu warten. Wer braucht da noch MTV? Wir werden blendend unterhalten.

Wo Rauch ist, kleckert auch Öl

Wo Rauch ist, kleckert auch Öl

Florenz ist nicht mehr weit. Noch immer auf der Route des Roadbooks werden Sandmann und Nick langsam müde und freuen sich wortgewaltig auf eine Geburtstagspizza und ein Gläschen Chianti. Zunächst gilt es jedoch, hinter Siena noch eine letzte Endmoräne zu überwinden, auf deren Kamm der Benz eine letzte Pause bekommt.

Neue Ölvorkommen ausgegraben!

Neue Ölvorkommen ausgegraben!

Könnte dieses Auto sprechen, es würde uns vermutlich fragen, ob es nicht angemessenere Fortbewegungsmittel für ein solches Vorhaben gäbe. Und Nick und ich sprächen im Chor: „Nein.“ Auch wenn sich ein wenig von der Hydraulikflüssigkeit aus dem Behälter auf den Motorblock verteilt hat, auch wenn ab und an mal ein Licht-kaputt-Warnlämpchen unmotiviert vor sich hin leuchtet – der Mercedes marschiert voran, als wenn es kein Morgen gäbe. Der Mix aus V8-Sound und überheblichem 90er-Jahre-Komfort ist gigantisch.

Hier gibt es guten Wein

Hier gibt es guten Wein

Die Freakshow ist fast am Ziel. Heute, am Freitag, wollten wir eigentlich wieder bis hoch nach Brescia fahren. Nun sinkt die Sonne langsam, wir haben uns ein wenig Zeit mit den Fotos gelassen. Zeit, die die eigentlichen Mille Miglia Piloten nicht haben. In der Ferne können wir die Ausläufer der wunderschönen Stadt Florenz an den Ufern des Arno sehen. Mein einziger Geburtstagswunsch ist es, dort am Duomo (wie damals 1997) eine phantastische Pizza zu essen! Chefpilot und Diplom-Drifter Nick ist diesem Wunsch gegenüber sehr aufgeschlossen, und Lisa, unser nebenbein laufendes Roadbook (sind bei der echten Rallye eigentlich Navigationssysteme erlaubt?) prophezeit uns eine Ankunftszeit im Stadtzentrum, die ich mit dem schon sein Stunden verspürten Hunger vereinbaren kann.

Firenze. Endlich. Ich hab heute Geburtstag.

Firenze. Endlich. Ich hab heute Geburtstag.

Florenz. Mein liebes Florenz. Da sind wir nun. Stellen Sie sich zwei gleich alte Männer vor, die in einer etwas jüngeren S-Klasse diese Tour machen. Mutmaßen Sie Gesprächsthemen, von denen Sie niemals etwas erfahren werden. Eine Buddy-Tour, man könnte auch einen Film daraus machen. Spüren Sie Brachialtechnik, ehemals teuer, heute überdimensioniert und großzügig. Während sich ein lauer Frühlingsabend über die Szene legt, schmurgelt der Benz noch ein paar verstohlene Ölwölkchen in den Himmel und fragt uns dann, was wir heute Abend noch vorhaben. Und wie wir gedenken, bis morgen Abend im elend weit entfernten Hamburg sein zu wollen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Mille Miglia. Diese Rallye führt einen durch die schönsten, urwüchsigsten Ecken Norditaliens. Für heute sind wir angekommen. Morgen geht es weiter.

😉 Oder hätten Sie geglaubt, der Abend sei schon zu Ende…?

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

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6 Responses to Kunstunterricht im Daimler 400 SEL

  1. calimero says:

    Tach Sandmann,

    ein wirklich superschöner Reisebericht einer klassischen Männertour, möchte ich mal sagen. Wer wäre da nicht gern bei gewesen?
    Ich meine mich zu erinnern, daß der Nick seinen Mercedes nun nicht mehr hat oder? Weiß man, wo er geblieben ist? Und bist du nicht gerade dabei, genau das Auto im Vergleich zu anderen Oberklassekisten zu recherchieren? Das paßt ja 🙂

    Macht Lust auf den Sommer. Solltest du mal den Reiseveranstaltern vorschlagen, du bist ja universell einsetzbar 😀 Schönes Wochenende und feier schön rein!
    Abel

    • Sandmann says:

      Ay calimero,

      der Benz ist schon lange Geschichte. Während meiner Arbeit an dem Auto Bild Klassik Artikel zum Thema Luxus heute lerne ich täglich ein bisschen mehr über die Gründe…
      Beim W140 kommen sie alle, die unvermeidlichen Reparaturen. Da kannst du die Uhr nach stellen. Bei anderen alten Limousinen kommen die auch, aber dieses Auto ist sehr komplex und die Arbeitslöhne der Werkstatt horrend. Da fließt gern mal ein Tausender pro Monat in die Folgekosten. Nein – danke…

      Dir auch ein schönes Wochenende!
      Sandmann

  2. Mario says:

    Hallo Sandmann,

    nachdem ich dich seit gestern ja auch bei Facebook stalke gebe ich jetzt auch hier (mal mehr, mal weniger) meinen Senf dazu.

    ICH glaube ja das liegt an der Fahrweise der Nachbarin das der Alfa schlapp macht… Die muss man einfach „italienisch“ fahren…

    Das Bild neben dem 500 ist echt klasse… Wie sich die Dimensionen im Autobau doch verändern, auch wenn diese nicht nur aus 2 verschiedenen Zeiten stammen.

    Erst letztens wieder einen „alten“ Mini und einen New-Mini nebeneinander an der Ampel gesehen. Der Alte sah aus als würde er in den Kofferraum des New-Mini passen. Und das war noch kein Club-, Country- oder was auch immer Man.

    Gruß & schönes WE

    Mario

    • Sandmann says:

      Ay Mario,

      und willkommen in Sandmanns Welt 🙂

      In der Tat, die Dimensionen sind unfassbar. Für damalige wie für heutige Verhältnisse, ich habe gefühlt nie wieder in einer größeren Limousine gesessen! Alle anderen Hersteller machen ihre Modelle immer größer (der heutige Polo ist größer als ein Golf 1!), aber ist die S-Klasse auch noch größer geworden? Vermutlich ja. Auch wenn ich das fast nicht für möglich halte 😉

      Dir auch ein schönes Wochenende, wir lesen uns!

      Sandmann

  3. Mario says:

    Moin,

    ich glaube die S-Klasse ist das einzige Auto das mal geschrumpft ist.

    Für die W140 hat doch die Deutsche Bahn sogar extra damals die Autoreisezüge umgemodelt damit der W140 da drauf passte. Da musstest Du bei der Buchung Bescheid geben das die einen entsprechenden Wagon für dein Auto eingesetzt haben.

    Einfach unfassbar wie riesig das Ding war.

    Gruß Mario

    • Sandmann says:

      Größe wird ja besonders unter Männern überbewertet 🙂
      Aber in der Tat, in Florenz, als die Gassen immer enger wurden… da bekommt man als Fahrer einen Eindruck von den Dimensionen des Universums…

      Sandmann

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