Als Digital zu Retro wurde

Mehr Wahl als Qual

Mehr Wahl als Qual

Okay ich gebe ja zu, dass meine alten Musikkassetten damals schon ihre Nachteile hatten und heute immer noch haben. Jaaaa doch! Musik hören ist im neuen Jahrtausend einfacher und in besserer Qualität möglich als je zuvor, auch im Auto. Aber die jederzeit zugreifbare musikalische Vielfalt im Netz und die ganzen Speichermedien verändern das Hören der Musik strukturell. Als die CD in den 90ern nach und nach die doofe Kassette ablöste war ich stolzer Discman-Pionier. 25 Jahre später ist auch die Silberscheibe ein sterbendes Medium. Ich trauere ein wenig um die Einzigartigkeit der Lieder, während ich in meinem Auto so viel Anschlussmöglichkeiten wie nie zuvor ausprobieren kann 🙂 Hören wir doch mal rein.

Alles beginnt mit einem Radio im DIN Schacht. Selbst der stirbt aus.

Tatort Autoradio. Immer und ewig.

Tatort Autoradio. Immer und ewig.

In diesem Citroën XM von 1997 sollte ursprünglich ein sehr teures Philipps Soundsystem („Soundsystem“ in einer 90er Definition) drin sein, mit RDS und Kassettenschacht, optional mit CD Wechsler im Kofferraum, alles vom Lenkrad aus steuerbar. Wo das Ding jetzt ist weiß irgend einer der vielen Vorbesitzer. Ich suche gerade nach intaktem Ersatz im Netz, für den keine Mondpreise aufgerufen werden. Bis dahin will ich nicht ohne Musik in den Ohren quer durch die Republik unterwegs sein und habe aus dem recht gut bestückten Radiokarton in meinem Keller das „alte“ Blaupunkt Madrid rausgezogen, welches ich mir für den Pendeldaimler zwischen Kiel und Hamburg gekauft hatte. Hier, der da *klick* Nix Dolles, nix Teures, aber immerhin Blaupunkt, mit CD Schacht, USB und AUX in. Was will man mehr?
-> Oh, diese Frage kann ich klar beantworten: Vernünftigen Radioempfang! Es ist eines der Mysterien fast aller meiner Autos (außer dem S210), dass die Antennen schlecht bis quasi nicht vorhanden sind. Beim XM auch, und jeder Sender, sei er noch so stark, ist spätestens zur halben Stunde weg, direkt vorm Verkehrsfunk. *PIEP* — SEEK PI. Supernervig. Deshalb höre ich immer seltener Radio und wieder mehr Konservenmusik. Ich könnte auch klären, welche korrodierten Verbindungen oben im Dach das Antennensignal schlucken, aber das ist mir zu aufwändig.

Musik. Da drauf. Jede Menge.

Musik. Da drauf. Jede Menge.

Mein Lieblingstonträger dieser Tage ist der handelsübliche USB Stick mit mp3 Alben drauf. Anfang der 90er hätte mit diesem Satz niemand was anfangen können 😉 Manchmal, immer öfter, will ich nicht Retro, manchmal will ich einfach nur ein Album unkompliziert und am Stück durchhören. 4GB reichen, ich bin Hörer und kein Sammler. Mit dem Blaupunkt kann ich ordnerweise vor und zurück springen, und das Display zeigt mir die Titel der Lieder an. Was für ein sagenhafter Fortschritt, verglichen mit den Kassetten 🙂 Und es leiert nichts. Okay ich erzähle hier keine neuen Erkenntnisse, ich möchte nur noch einmal unterstreichen, dass ich auch faul bin und die neuen Medien schätze 😉 Bevor jetzt die komplett analogen Vinylfreunde den Zeigefinger heben und erklären, dass mp3 total scheiße klingt, weil doch die tiefen Tiefen und die feinen Höhen wegen der Datenmenge abgeschnitten werden – ja, physikalisch gesehen gesehen haben Sie Recht, aber das ist mir am Steuer eines Automobils egal. Auch der sagenumwobene Raumklang von BOSE Anlagen ist super. Aber die sechs Werkslautsprecher vom Citroën und die voll hochgerissenen Bässe vom Blaupunkt ergeben einen Klang, den ich als satt und völlig ausreichend bezeichnen möchte. Besser geht immer. Aber zu welchem Preis, bleiben wir doch auf dem Teppich!

Alltag. Mehr braucht heute noch kein Mensch.

Alltag. Mehr braucht heute noch kein Mensch.

Ab 140 km/h ist der Diesel sowieso lauter als jede Endstufe 😉
Eine Idee weniger komfortabel, dafür aber schöner (weil mit Display und Texten zum Mitlesen) ist der mp3 Player, mit dem Radio über diesen kleinen runden Eingang und ein Kabel verbunden. AUX. Wussten Sie, dass AUX von „auxiliary“ kommt und sowas wie „Nebeneingang“ bedeutet? Seit heute jedes Smartphone mehr Speicherkapazität hat als in den 90ern die Supercomputer des Pentagon besitzt niemand mehr reine mp3 Player, oder? Was war ich damals scharf auf einen iPod. Die wurden dann aber nach und nach so klein, dass man sie beim Musikhören aus Versehen verschlucken konnte, und teuer waren sie auch. Vor einiger Zeit habe ich beim Aufräumen in einer Schublade das erste iPhone meiner großen Tochter wiedergefunden. Damals schon für kleines Geld gebraucht gekauft, der An-Aus Knopf geht nicht mehr, aber 8 Gigabyte Speicher geben einen super mp3 Player ab.

mehr iPhone als iPod und sehr alt

mehr iPhone als iPod und sehr alt

Wenn nur dieser Kabelsalat nicht wäre, aber das ist Gejammer auf hohem Niveau. Jetzt kommen die Freunde von Bluetooth auf den Plan, ja doch jaaaaaa. Finde ich blöd. Zieht irre Strom vom Smartphoneakku, und wenn ich das Ding am Ladekabel betreiben muss kann ich auch gleich auf das Audiokabel umsteigen. Wenn ich ehrlich bin liegt das nur noch in der Mittelkonsole, weil meine Töchter ab und an mal ihr eigenes Telefon an das Autoradio anstöpseln und mich musikalisch auf den neuesten Stand bringen. Dann meistens von Freunden gezogen, die das von youtube kopiert haben. Und in schlechterer Qualität als mein Radiowecker. Machen sich Teenager mit diesem Scheiß eigentlich die Ohren kaputt? Gibt es bei Jugendlichen noch die Möglichkeit, zwischen sattem Klang und den „Lautsprechern“ eines Samsung Galaxy zu unterscheiden? Ich glaube ja, und ich denke und hoffe, dass sich auch das irgendwann im späteren Leben eines Flatratekonsumenten relativiert. Denn es gibt auch heute noch ziemlich gute Musik.

Entertainment für Auge und Ohr

Entertainment für Auge und Ohr

Es sind auch nicht die Tonträger oder Speichermedien, die mir Sorgen machen. Jede Zeit hat ihre Art, wie Musik gehört und worauf sie konserviert wird. Niemand stellt sich heute mehr einen Plattenspieler ins Auto. Nein, ich bin ein bisschen überfordert von der gewaltigen Menge an Musik, die durch Streamingdienste und das Internet zur Verfügung stehen. Klar kann man sich auch hier Playlists zusammenstellen, aber verkommt Musik da nicht allein aufgrund der Vielfalt zu einem Hintergrundphänomen? Und wenn das so ist – stört sich außer mir jemand daran? Ich finde es traurig, denn Musik ist wertvoll, sie begleitet unser Leben und sie vertont (eigentlich) besondere Momente. Aber macht sie das noch immer, wenn eine Playlist mit 20.000 Titeln vor sich hinshuffelt? Ich glaube nein.
Ich habe als Kind lange auf eine Single für 6 Mark sparen müssen, und als Teenager habe ich ganze Monatstaschengelder für Platten ausgegeben. Ich habe diese Musik bewusst gehört, weil ich sie mir erarbeitet hatte. Lied für Lied. Ich verbinde noch heute mit vielen Liedern emotionale Ereignisse. Und ich glaube, das letzte Medium, was so eine Bindung möglich machte war die Silberscheibe.

Compact Disc. Super Retro.

Compact Disc. Super Retro.

War es 1987? Oder 1988? Unsere Schule in Plön hatte Projektwoche, und ich war ein Schreiber und Zeichner der täglich erscheinenden Projektwochenzeitung. Weil so viel zu tun war (das Layout wurde mit Scheren, Fotokopierern und Klebstoff gemacht) haben wir die meisten Nächte in der Schule geschlafen, was an sich schon mal sehr cool war. Die „Chefredakteurin“ Merle hatte die Brothers in Arms von Dire Straits und einen … Achtung, LUXUS… tragbaren CD Player dabei. Der erste, den ich in den Händen hielt. Am Abend zog ein heftiges Gewitter in der Dämmerung auf. Die CD lief, und das Saxophon-Intro von „Latest Trick“ brannte sich in meine Ohren genau so wie diese Farben draußen in meine Netzhaut, diese Farben, die manchmal vor einem Gewitter in der Luft und auf dem See liegen. Unsere Schule stand direkt am Wasser. Ich höre noch die Bäume rauschen. Wir sind nachts alle raus an den See und haben nackt gebadet, Teenager kurz vorm Abi, das ganze Leben noch vor uns. Das verbinde ich mit meiner ersten CD. Oh Spotify, wird irgend jemand das nach dir noch so erleben?

Schlürf

Schlürf

Seit auf diesen USB Stick mehr als 100 Alben draufpassen (und das ist noch ein recht kleiner) gibt es wenige Gründe, noch eine CD zu hören. Sie klingt genau so, sie neigt zum Verkratzen und sie ist temperaturanfällig. Seit man die Dinger ab Mitte der 90er preiswert selbst brennen konnte haben um mich rum alle angefangen, ihre kompletten Langspielplatten zu digitalisieren. Dafür hatte ich nie die Zeit. Ich habe meine Platten und meinen Plattenspieler noch immer 🙂 Aber ich brannte mir natürlich auch CDs, wenn ich von Freunden welche ausgeliehen hatte. Eine Zeit lang gab es ja auch diese CD Verleihe… Na ja, man war ja blöd, wenn man nicht…. hm….
Die Compact Disk ist bisher das Medium, was am längsten überlebt hat. Und die im Laden gekauften halten auch entsprechend lange, was man von den Selbstgebrannten nicht behaupten kann 😉 Auch die CD ist heute ein sterbender Datenspeicher, die Gründe sind immer die gleichen. Und es ist krass, wie retro es sich schon wieder anfühlt, eine CD in den Schacht des Autoradios zu schieben. Trotzdem habe ich noch immer ein kleines Mäppchen mit CDs im XM rumliegen, und auch zu diesen Scheiben habe ich Bilder im Kopf. Ich bin mit Lunik im V8 in die Schweiz gefahren, habe Fury auf dem Weg nach Südfrankreich gehört und stand mit Michel van Dyke an der Kieler Förde und habe mir die Augen ausgeheult.

Unspektakulär

Unspektakulär

Der Mensch ist ein emotionales Wesen.
Er braucht den Geruch, den Geschmack und die Töne.
Nimmt man sie ihm weg, verkümmert er.
Daran glaube ich ganz fest. Jetzt nehmen mir die Musikflatrates natürlich nicht die Musik weg, im Gegenteil, sie bieten mir ganz viele Möglichkeiten und machen auch auf Gutes, Neues Tonmaterial aufmerksam. Ich glaube aber, dass wir so viel Musik um uns herum immer abrufbar haben, dass wir sie entwerten. Ich kenne viele, die schon kein Geld mehr für Musik ausgeben, es gibt ja irgendwo immer irgend eine Internetseite, wo man das runterladen kann. Ich selbst kaufe mir in der Mitte meines Lebens immer öfter wieder Alben bei iTunes oder Amazon. Ganze Alben. Und auch wenn sie digital sind, höre ich sie mit Genuss zwischen Hamburg und Kiel, die Strecke ist genau ein Album lang 🙂 Und….. ich finde mich immer öfter im Elektronikmarkt wieder und kaufe wieder mal eine echte CD. Zum Anfassen. Mit Booklet zum drin lesen. Das ist wundervoll.

Mach's gut, CD.

Mach’s gut, CD.

Ich bin mal gespannt, ob der Teenager 2.0 in ein paar Jahren noch wissen wird, bei welcher Musik er den ersten Kuss bekommen hat. Oder was im Radio lief, als das erste Mal passierte. Ist das Internet Autoradio mit LTE Flatrate Dongle in der Lage, die Touren in den Süden mit ein paar Freunden so aussagekräftig mit Musik zu versorgen dass die Jungs 20 Jahre später noch ins Schwärmen geraten, wenn diese Musik läuft? Oder geht das nur, wenn man auf die mitgenommenen 10 CDs beschränkt war? Ist das womöglich in Zeiten großer europäischer Aufgaben total egal und unwichtig? Ich weiß es wirklich nicht. Ich weiß nur, was mir Musik bedeutet und wie sie mein Leben begleitet hat. Ich kann und will nicht ohne Musik leben. Und ich werde auch in 20 Jahren noch wissen, welche Musik heute meine emotionalen Lebensereignisse untermalt. Denn es hört niemals auf.

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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45 Responses to Als Digital zu Retro wurde

  1. SteffenG sagt:

    Tach Sandmann,

    ich selbst habe noch einen schönen Plattenteller zu Hause und bin begeistert, wie gut sowas klingt. Der Focus hat auch einen AUX-Eingang aber einen Hundsmiserablen Klang.
    ABER: Ich kaufe CD’s und Platten, weil ich der Meinung bin, dass Künstler auch leben müssen. Ich habe auch eine besondere Beziehung zu Dire Straits, „Money for nothing“ war mein erstes Musikvideo auf MTV und „Brothers in Arms“ ist so unübertroffen melancholisch. Wenn ich Energie brauche höre ich „Breakthru“ von Queen – alles Songs, die ich nicht kennen würde, wenn ich nur die Sachen gehört hätte, die grad angesagt sind. So habe ich Musik zum Anfassen zu Hause.
    Die jüngeren Generationen werden nie erfahren, wie nervend es ist neue CD’s zum ersten Mal aus der Hülle zu befreien, oder die Kassette nach dem Bandsalat zu entwirren.
    Jede Generation braucht ihre Herausforderungen!

    Steffen

    • Sandmann sagt:

      Ay Steffen,

      oh ja, ein AUX Eingang macht noch kein Soundsystem 🙂 Das ist richtig. Und dass Künstler leben müssen ist auch richtig. Ich habe deshalb meinen Massenkonsum an Noten runtergefahren und genieße wieder das eine oder andere gekaufte Album, dafür aber sehr viel intensiver. Und ich gehe viel auf Konzerte. Aber wem sage ich das 😉

      Ich musste ein bisschen schmunzeln, als du die Plastikfolie um die CDs und den Bandsalat erwähntest. Stimmt. Ob man das kennen muss sei dahingestellt, die jüngere Generation muss sich dafür mit Arbeitgebern rumschlagen, die von einem 24/7 komplette Flexibilität bei gleichzeitiger Lohndrückung erwarten. Ich bin froh, dass MEINE Herausforderung der Bandsalat war.

      Wenn ich heute sage das ich keinen Streamingdienst will ist das vielleicht bald Geschichte. Ich wollte in den 90ern auch kein Handy haben. Braucht man nicht, genau so unnütz wie eine Kombinationskraftwagen auch. Nun ja. 🙂

      Sandmann

  2. Fetti sagt:

    Hi Sandmann,

    ich glaube dass der Radioempfang so mies ist, weil keiner mehr für ein ordentliches Empfangsteil bezahlen will, sondern USB, Aux, Blinke Blinke – und gaaaanz wichtig, Eierphone-Connect bezahlt. Becker ist ja deswegen gestorben – super Dual-Empfänger, aber kein Bling Bling. Ich habe mir extra ein Becker Monza besorgt, da kann ich bei 70km Luftlinie hier super tschechische Sender hören (nach Polen ist es leider zu weit). Und mp3 von CD finde ich eigentlich auch ganz gut. Da gehen ca 200 Songs drauf, genug für Abwechslung. Als ich mal ein Radio mit USB hatte, war ich nur am Albenwechseln, weil der noch bessere Song ja nur ein paar Ordner weiter ist… Total nervig, man macht sich das Musikhören selbst kaputt.

    Grüße, Fetti

    • Sandmann sagt:

      Ay Fetti,

      mein Reden mit den ZU vielen Alben. Ich habe meine Favoriten auf dem Stick, und ab und an fliegt mal einer runter und es kommt mal ein neuer drauf. Gut so.

      Blink Blink finde ich furchtbar, ich will, dass mein Radio sich bestenfalls in die Cockpitbeleuchtung integriert und nur leuchtet, nicht blinkt und flackert. Was für ein Humbug. Deshalb versuche ich ja auch, das originale Philipps wieder zu bekommen. Alle haben das damals rausgeworfen und gegen CD oder USB Radios getauscht, Die Keller müssen voll von den Dingern sein!!! 🙁

      Ich hab grad mal nach Becker Monza geguckt. Mein lieber Schieber, da werden ja stattliche Sümmchen für aufgerufen. Unter 200 Euro geht da nicht viel. Scheint was zu taugen.

      Sandmann

      • Fetti sagt:

        Ja leider, und so richtig up to date ist es natürlich auch nicht. Radio super, Verarbeitung auch, Look & Feel für mich genial, aber bei mp3 zeigt es nur den Titel, nicht den Künstler. Aux hat es auch nicht (evtl. über den Wechsleranschluss wenn es einen hat, keine Ahnung), man muss aufpassen welche Displayfarbe man bekommt (blau geht bei mir sowas von garnicht). Aber ich hatte vorher 2 moderne Krücken probiert, was für ein Sch… Wer billig kauft…
        Pioneer DEX sehen auch gut aus, werden aber in Gold aufgewogen.
        P.S. Bei den Becker mit Navi ist meistens das GPS-Modul im Gerät kaputt, dann gibts eine ständige Fehlermeldung im Display.

  3. Conte sagt:

    Hallo Sandmann,
    habe mir zu Weihnachten das neue Album von Brian Adams gewünscht….auf Vinyl. Toll,das es so was wieder gibt. Jetzt springen die großen Labels wieder auf den Zug auf und belegen in den Presswerken so viel Kapazität das die Indys keine Chance mehr haben. Aber es klingt halt….. voller, besser, etc. Ich mag das Vinyl…
    Und im Grunde sehe ich das wie Du. Es war etwas besonderes wenn man in den Laden ging und Musik gekauft hat. Egal ob LP, MC,CD…..

    Heute muss alles und zu jeder Zeit verfügbar sein. Die Welt scheint sich schneller zu drehen und ist auch kompromissloser. Das Musik beliebiger wird…..glaube ich allerdings nicht.

    Was den XM betrifft, war der Wechsler unter dem Beifahrersitz versteckt. In den Y3 Modellen war das Radio von Clairon das Top Modell. Aber APP. Wechsler, ich habe mir für einen 2001er Xantia mal einen Wechsler gebr. gekauft. Nie installiert. Soll original gewesen sein. Keine Ahnung ob der funktioniert oder ans Philipps passt… Kannst du gerne haben. Möchte ich auch nix für haben.

    Conte

    • Sandmann sagt:

      Ay Conte,

      ups – danke für dein Angebot mit dem Wechsler 🙂 Ich sehe erstmal zu dass ich ein originales Philipps Radio finde, und dann komme ich sehr gern darauf zurück *freu*

      Was ich bei Vinyl mag ist das riesengroße Medium, womöglich zum Aufklappen. Ich finde es wunderbar, sich die Zeit zu nehmen, Texte mitzulesen, sich in die Musik reinzufühlen. Nicht immer, ich höre auch im Küchenradio beim Kochen Musik 🙂 Aber ab und an tut das gut, eben genau in dieser Welt, die sich immer schneller dreht und uns mit immer mehr Informationen gleichzeitig versorgt. Also – mein Speicher ist bald voll. Aber vielleicht werde ich einfach nur alt…..

      Sandmann

  4. opatios sagt:

    Hi Sandmann,
    wenn ich ehrlich bin, hat mich meine „ich benutz alles so lange bis es auseinanderfällt“-Natur lange vom richtig bequemen Musikgenuss im Auto abgehalten. Ich habe noch einen tragbaren CD-Player samt CD-Mappe und Adaptercassette mit ins Auto genommen und dort mit dem alten Cassettenradio betrieben, als längst schon sehr handliche mp3-Player auf dem Markt waren- einen solchen habe ich tatsächlich niemals besessen!

    Irgendwann hielt dann ein, ich will mal sagen, zeitgemäßes Autoradio mit einer USB-Buchse Einzug, ein JVC KD-G351. Und seitdem habe ich die Sampler, die ich mir selbst zusammengestellt habe, auf einem USB-Stick immer im Auto. Alben hör ich praktisch keine, da ist doch immer wieder Füllmaterial drauf, was nur so lala klingt (ganz schlimm bei „Top-Hit“-Samplern, drei oder vier Hits und der Rest Schrott). Die CDs sind also zumeist nur „Fundus“ und den Rest bestimmt der eigene Geschmack. Ich stell mir hin und wieder ne Playlist zusammen oder erweitere eine bestehende- die dürfen jetzt als .mp3 auch länger sein als 80 Minuten, mehr passte ja nicht auf eine CD. 🙂

    • Sandmann sagt:

      Ay opatios,

      irgendwie war es aber auch beim CD zusammenstellen immer ein wenig hilfreich, nur 80 Minuten zu haben. Dann konnte man ohne schlechtes Gewissen die zwei oder drei blöden Lieder, die auf jedem Album sind, weglassen *flöt* 🙂

      Mein Ziel für 2016, wenn ich das hier und die Kommentare bei Facebook lese: Ein Autoradio mit einem superduper Empfangsteil und eine sauber verlegte Antenne. Go.

      Sandmann

      • SteffenG sagt:

        Bitte mit DAB+!
        Lohnt sich.

        • Sandmann sagt:

          Ay Steffen,

          woran erkenne ich denn ob das Radio DAB+ hat? Das sind dann doch eher neuere, oder?

          Sandmann

          • SteffenG sagt:

            DAB+ ist verhältnismäßig neu (ca. 2011), kann aber dafür auch mit einer Qualität nahe der CD glänzen.
            Wenn das Radio das hat, steht es drauf.
            Ich finde die Stationsübergabe (Roaming) damit sehr gut und natürlich die Störunanfälligkeit. Hat natürlich die typisch digitalen Probleme – wenn weg, dann weg.

            Steffen

            • Fetti sagt:

              Hi Steffen, für mich ist DAB+ der größte Schmarrn. Nur weil keiner mehr gute UKW-Tuner baut brauchen wir angeblich alles digital. Das schlimmste ist der dramatische Reichweitenverlust, damit kann man dann nur noch deutsche Sender hören. Die Perversion des geeinten Europas, alle leben in ihrem kleinen Medienuniversum aneinander vorbei.

              Und was es angeblich an Qualität bringt hört man im Auto eh nicht, nicht wirklich bei den Einbausituationen der Lautsprecher. Aber es soll ja tatsächlich Menschen geben die glauben, wenn auf zwei winzigen Satelliten und einem Tief-Mittelton-Woofer „Bose“ oder sowas steht, dass das HiFi wäre. Wobei, so einen Schund zu vermarkten verdient einen Marketingpreis.

              Grüsse, Fetti

              P.S. Bitte nimm den 2. Teil nicht persönlich, das war eine allgemeine Aussage. Ich weiss nicht wie du dazu stehst.

              • SteffenG sagt:

                Hi Fetti,

                UKW, also die analoge Verbreitung des Hörfunks ist nun mal eine Technik, die schon etwas betagt ist. DAB kann die sich anbahnenden Nachteile dieses Übertragungsstandards abfangen und das bei besserer Qualität und zusätzlichen Diensten.
                Ich finde das Klasse. Jeder will mit jedem kommunizieren, die sinnvoll nutzbaren Frequenzen werden langsam eng, daher ist ein solcher Schritt notwendig. Aber wir Deutschen brauchen immer etwas länger um auch mal etwas Neues zu akzeptieren – in dem Fall (und auch bei HD) ist ein großer Teil der Entwicklung sogar in Deutschland gemacht worden.
                Die Reichweite ist nicht unbedingt geringer, lediglich ein paar lokale Sender müssen sich mit dem L-Band begnügen. Die anderen werden Deutschlandweit ausgestrahlt. (das war bei der ersten DAB-Einführung anders!) Daher kannst Du in ganz Deutschland z.B. das Deutschlandradio ohne nachjustieren hören.
                UKW Tuner sind mittlerweile integrierte Bauelemente. Die kannst Du fertig für wenige Cent kaufen. Die Hersteller der Radios müssen natürlich sparen, das geht z.B. indem man Bauelemente weglässt oder billigste Ware einbaut. Da geht es nicht ums bauen können, sondern was z.B. Du als Kunde bereit bist auszugeben.

                Dass Bose nicht so toll klingen soll, habe ich schon gehört. Ich bin nicht sonderlich audiophil. Aber ich kann sagen, dass das System in meinem Focus gegen das Bose im Audi meiner Frau nicht den Hauch einer Chance hat. Allein die Dynamik ist nicht zu vergleichen! Wenn ich Auto fahre und Nebengeräusche habe, dann kann ich aber nicht erwarten, dass mein System im Auto genau die gleiche Dynamik und Qualität schafft, wie ein 5-6000€ System zu Hause. Geht nicht.

                Ein Beispiel aus meinem Bereich: Du kannst Dir zu Hause das tollste 4K Display von Sony für (geschätzt) 7000€ hinstellen. Dur wirst aber nie die Qualität eines Klasse 1 Studiomonitors erreichen, der mit 4x3Gb/s gespeist wird.
                Du kannst also keine Konzerthalle mit einem Auto vergleichen.

                IMHO ist BOSE die bessere Wahl. Es gibt auch wenige Systeme, die wirklich besser sind. Die Fallhöhe für jemanden, der das Gegenteil beweisen will, ist zumindest ziemlich hoch.

                Ich nehme nichts persönlich.

                Steffen

                • Fetti sagt:

                  Hi Steffen,

                  natürlich klingt eine mit dem Hersteller ans Fahrzeug angepasste Anlage besser. Wobei alle, die z.B. mp3 ablehnen sehen sollten, dass in solchen Anlagen die Signale alle digital aufbereitet werden. DAB+ sehe ich eher wie mp3, das ist auch mit einem psychoakustischen Modell hochkomprimiert. Aber ein Auto ist für mich kein HiFi-Hörplatz, da dient Musik der Untermalung (man sollte sich ja akustisch nicht ganz von seiner Umgebung entkoppeln).
                  Meinetwegen kan man das UKW-Band auch teilen, aber auf Tod und Teufel Analogradio abschalten zu wollen halte ich für einen Fehler. Da kommt noch dazu, dass die neuen Techniken sehr kurze wirtschaftliche Lebenszyklen haben. Siehe DVB-T, DVB-T2, DAB & DAB+ – dann kann man sein tolles Radio mangels Content wegschmeißen.
                  UKW ist auch ein „freier“ Standard, bei DAB kann es ganz schnell Verschlüsselung geben. Die Beschränkung auf nationale Inhalte geht mir auch gegen den Strich.
                  Und wegen der Lautsprecher – aus physikalischen Gründen braucht man für eine ordentliche Wiedergabe ein gewisses Gehäusevolumen auch im Mitteltonbereich, dann kann man sich DSP und sowas sparen. Wie du gesagt hast, bei der Digitalisierung geht es nicht immer um höhere Qualität, sondern Einsparungen. Warum gute Empänger, Lautsprecher oder so verbauen, wenn man es durch digitale Signalaufbereitung kaschieren kann? Nur mit HiFi im Wortsinn hat das dann nicht mehr so viel zu tun. Aber das ist kein Autothema, eher eas für zu Hause.
                  Grüße, Fetti

                  • SteffenG sagt:

                    Hi Fetti,

                    früher habe ich auch versucht meine Auto hochzurüsten, aber den wirklich guten Klang habe ich dadurch nie erreicht. Viel Bass (ja ja, die wilden 90er…) und Höhen, aber in der Mitte war oft wenig los. Warum auch?
                    Heute kenne ich mich besser mit den Gegebenheiten dahinter aus und überlege erst warum etwas so ist, wie es ist. Klar, im Auto fehlt das Volumen, die Geometrie ist nicht optimal und es ist nie nur genau ein Hörer vorhanden. Das macht es schwer. Wie ich oben sagte, das ist auch kein Konzertsaal. Allerdings ist meine Meinung auch, dass Otto Normalverbraucher NIE den Unterschied zwischen einem „Master“ aus dem Studio und einer gut aufgelösten mp3 hören wird. Dynamik ist für viele ein Fremdwort.
                    Wer mich kennt, weiß dass ich ein Digitaljünger bin. Daher sehe ich auch keine Probleme darin „analogen“ Rundfunk abzuschalten. Ich sehe die Tendenzen alles Neue zu verteufeln auch bei Dir (bitte nicht übel nehmen), ein großer Teil Europas schaut bereits DVB-T2, weil es aber neu ist, will der gemeine Deutsche das nicht. Dazu noch die Regulierungswut, die vieles kaputt macht. Wenn wir, wie bei DAB oder HD mal ganz vorn dabei sind, kommt entweder der Bürger oder ein Gesetz, welches die Gewohnheiten der normalen Bürger schützen will.

                    Jetzt werde ich aber zu politisch. Fakt ist, dass Digital nicht gleich schlecht sein muss. Die Datenrate von DAB+ reicht für HiFi-Musikgenuss aus. Das ist wie die Schallplatte zur CD – die Kompression auf der CD hören nur wenige, die Kratzer und das Knacken auf der Platte sind „nostalgisch“ und „schön“, sollten aber für einen Musikfan der blanke Horror sein. UKW ist entsprechend Störanfälliger als DAB+ (übrigens nur ein erweiterter Standard und oft kompatibel zu DAB), wir sind es aber gewohnt.

                    Steffen

      • opatios sagt:

        Sandmann, lieber Sandmann,

        gerade *weil* man bei der CD auf 80 Minuten festgelegt ist, verführt das erstens dazu, verbleibenden Platz mit nicht ganz so tollen Stücken aufzufüllen, weil es sonst verschenkter Platz wäre (hinterher überspringt man die dann eher), und zweitens hält es einen davon ab, eine zweite CD zusammenzustellen, weil das vorhandene „Material“ dafür noch nicht reicht.
        Frag mich, ich hab zwischen meinen einzelnen selbst zusammengestellten Rock-Pop-CDs teils Abstände von einem Jahr gehabt. Die hab ich dann aufgefüllt mit Zusammenstellungen von Musik abseits meiner „Hauptrichtung“. Am Schluss sind es jetzt elf „brennfertige“ Zusamenstellungen Rock&Pop, drei Softrock und 14 andere „Themen“-Alben (purer Rock, Oldies und pre80s, Abba, deutsch/NDW, Synthesizer, 90er-Dancefloor usw.), und es sind noch Projekte in Arbeit.

        • Sandmann sagt:

          Ay opatios,

          du bist ja ein echter COMPILATOR 😀 Ich war immer ein Minutenrebell. Wenn ein Album 70 Minuten lang war und zwei doofe Stücke mit drauf hatte – war am Ende meine CD eben nur 58 Minuten lang. Na und? Heute sind von diesen Rohlingen noch 10 Stück oder so übrig, alle anderen habe ich in einem großen gelben Sack versenkt. Zusammen mit den meisten meiner VHS Kassetten. Weg damit, ich bin kein Sammler. Ich habe heute nur noch das, was ich wirklich höre. Und nicht das, was ich vielleicht irgendwann mal hören könnte 🙂
          Das fühlt sich gut an.

          Ein kleiner Tipp für wirklich gundentspannte lange Autofahrten: Deutsche Schlager der 60er. Unfassbar naiv, primitiv und wunderschön 😀

          Sandmann

  5. Im Alltags-44er (und ich hab nur den…) spielt seit einigen Jahren ein JVC KD-AVX33, sieht kacke aus, kann aber alles. Wär es kein Daily-Driver könnte ich auch mit eher zeitgenössischer Hardware leben, doch hier sind mir die Anehmlichkeiten moderner Technik wichtiger als korrekter Retro-Style. Entweder läuft Radio – das JVC hat einen durchaus passablen Tuner – oder es streamt stimmungsabhängig irgendwas zwischen Klassik, Rock und House via Bluetooth vom Handy. HiFi ist im Alt-Audi trotz Lautsprecher-Upgrade inkl. Subwoofer eh nicht wirklich, da reicht die gebotene MP3-Qualität dicke aus.

    • Sandmann sagt:

      Ay Helge,

      hatte Audi nicht ab Werk ziemlich gute Lautsprecher verbaut? Also bei dem Daimler meines halbfinnischen Fräulein Altonas (2001) kann ich nicht klagen, die sind wirklich sehr gut. Da brauch es nicht mal irgend einen Bassverstärker.

      Ich stimme dir aber zu, im Daily Driver muss die Musik so zu handhaben sein, dass man gerne hören mag. Das darf da nicht in Arbeit ausarten 😉

      Sandmann

      • Die Standard-Lautsprecher im 44er sind für Radios mit geringer Ausgangsleistung ganz okay, kommen mit stärkeren Geräten aber schnell an die Grenzen. Nicht umsonst gab es schon damals mehrere „Ausbaustufen“ mit Aktivboxen bzw. das auch dir vom V8 bekannte BOSE-System. Meiner hatte halt ab Werk die Basisausrüstung die ich recht schnell ersetzt hab, ich war damals ja auch noch etwas jünger 😉 . Irgendwann gesellte sich zu den normalen Lautsprechern auch noch ein Subwoofer, „unsichtbar“ in der Reserveradwanne montiert. Der sorgt mit seiner separaten Endstufe für etwas mehr Volumen untenrum, das macht sich nicht nur bei Rock und Pop, sondern auch bei Klassik positiv bemerkbar. Die anderen Lautsprecher werden nur über das Radio angesteuert, soll ja keine Brüllkiste werden. Letztens hat mir trotzdem einer an der Ampel den Vogel gezeigt – vermutlich mochte er „The Wall“ nicht…. 😀

        • Sandmann sagt:

          Hihihhi 🙂
          Vielleicht denke ich doch noch einmal über den dezenten Bassbumms unter dem Beifahrersitz nach. Ich guck gleich in meiner Mittagspause mal, ob da beim XM überhaupt Platz ist. Ich meine aber ja…..

          Sandmann

  6. Majo sagt:

    Apropos retro:
    Ich seh Dich grad im NDR – tolle Überraschung! 🙂

    Nur ein kurzer Gruß,
    weitergucken muss 😉

    • Sandmann sagt:

      Hihi 🙂

      ich freu mich dass Andreas Kernke mich drauf aufmerksam gemacht hat. Das kam ja nun schon ein paar Mal, aber ich hab’s lange nicht geguckt. Schööööööööööööön.

      Und schon bekomme ich wieder dieses Granada-Kribbeln in den Fingern….

      Sandmann

  7. MainzMichel sagt:

    Jo, sehe ich auch gerade. Nach dem Granada bist Du zu Deinem silbernen Audi V8 (Typ 43) gewechselt…Durftest Du das nicht Korrekturschauen vor dem Senden?
    Immer wieder wenn ich Deine Berichte lese, muß ich mich in mich hineingrinsen. So auch bei Deinem aktuellen hier.
    Auch ich habe immer gern „meinen alten Kram“, aber es gibt auch Ausnahmen. So trauere ich meinen Cassetten keine Sekunde hinterher. Dreckteile! Die habe ich vor etlichen Jahre allesamt entsorgt. Ich nutze in meinem Alltags-Audi (100 C4 2,3) ein „Blaupunkt London RDM 169“, über dessen Radioempfang ich nicht meckern kann. Dazu ein Adapterkabel aus der Bucht für 4€ inkl. Versand, um mein altes Tasten-Nokia daran zu betreiben. Reicht. Und lässt sich im Gegensatz zu den modernen Schlauphones auch blind bedienen. Als Musicplayer im Auto verdammt angenehm.
    Mach` weiter so!

    Adios
    Michael
    (Autostromer vom KLE)

    • Sandmann sagt:

      Ay Autostromer von KLE,

      🙂

      ich glaube nicht, dass irgend jemand diese ganz normalen Sendungen vorher „korrekturgucken“ darf. Was für ein Aufwand. Im Prinzip hat der NDR auch alles richtig verarbeitet, nur eben die Info nicht, dass ich 10 Jahre lang einen Audi V8 hatte. Krass, wie viele da drüber stolpern.

      Noch mehr echauffieren sich über meine Frisur. Hey. Was ist los, ich finde die total cool!!!!???? 🙂

      Sandmann

  8. Fetti sagt:

    He Sandmann,

    die Frisur kenn ich, hab ich auch öfter. An sich ordentlich geschnitten, aber schon 2 Monate drüber. Oben und an den Ohren zu lang, dann fällt es einem auf, und bis man dann mal zum Frisör kommt ist noch ein Monat weg 🙂 Sowas lässt man sich offenbar schneiden wenn man noch nicht zugeben will das man alt wird 😉 Da erkenn ich mich wieder!

    Grüsse, Fetti

    • Sandmann sagt:

      ARGH.
      Achte auf deine Vokabeln, ich fühle mich tief verletzt 😉
      Ja, ich gehe einfach nicht gern zum Friseur, das war schon immer so. Meine Mähne sieht immer bis zu einem bestimmten Punkt ganz okay aus, mit und ohne Strubbelwachs drin. Und dann kippt das innerhalb von zwei Tagen komplett. Echt seltsam.
      Nächste Woche Friseur. Versprochen. Allein schon, damit ich mir nicht die blöden Sprüche des halbfinnischen Fräulein Altonas im 6-Stunden-Takt anhören muss……

      Sandmann

      • Fetti sagt:

        Also deine Frisur ist mir echt schnuppe, das ist ja kein Friseurblog 🙂 Soweit kommts noch, dass du dich in einem Autoblog für die Haare rechtfertigst. Da hab ich ja Angst dass mich das Nachbarschaftskommittee verhört, weil ich das Auto nicht gewaschen hab 😉 Und weisst du was das Schlimmste ist? Manche scheinen dieses Ausmaß an sozialer Kontrolle mittlerweile für normal zu halten. Anti-social media halt.

        • Sandmann sagt:

          gniiihihihi 🙂
          Na wir waren doch auch schon ein BRILLENblog, ein BARTblog und Herzschmerz gibt es im monatlichen Wechsel. Kleinkind-Tipps kann ich auch geben. Es heißt ja Sandmanns WELT und nicht Sandmanns AUTO. Auch wenn das wohl eher zutreffen würde 😀

          Ich muss mal wieder zum Friseur. Gleich mal anrufen, vielleicht ost morgen noch was frei. „Putz mal dein Auto“ Nachbarn kenne ich nicht.

          Sandmann

  9. Ralf sagt:

    Na da kann ich ja mal wieder mitreden. Ich habe sogar noch ein WerkscassettenradioCDDVDMP3DolbySurround5.1 verbaut, der zusätzlich noch einen Apple und AUX -Eingang hat. War da schon sehr überrascht, das Lexus Cassettendecks, natürlich mit Autoreverse im Baujahr 2008 noch verbaute. Habe seitdem auch immer eine Cassette im Auto liegen.

    • Sandmann sagt:

      Ay Ralf,

      cddvdmp3was? 🙂 Das kann ja ALLES. Aber was soll’s Toyota verbaute bis vor drei Jahren anscheinend auch noch neue Minidisc-Radios. Zumindest in Taxis, die durch Nairobi fahren.
      Hast du einen Lexus? Kommst du noch aus der Zeit hier her, als ich den Lexus Artikel geschrieben hatte…….?

      Sandmann

      • Ralf sagt:

        Ach Jens, den Lexus Artikel hatte ich hier auch gelesen. Ich komme aber noch aus der V8-Zeit. Konntest du jetzt nicht drauf kommen, aber wir haben schon am Lagerfeuer bei Thomas gesessen und Lieder geschmettert.

        Ach und ja, nach dem S4 C4 V8 bin ich zum Lexus GS450H gewechselt und habe es bisher nicht bereut. Auch die bauen schöne Autos.

        Viele Grüße
        Ralf K.

        • Sandmann sagt:

          RALF!!
          Ja Menschenskind natürlich weiß ich wer du bist, wenn du dich SO zu erkennen gibst 😉 Das K. fehlte mir.

          Der GS450 ist mir persönlich ein bisschen zu rund. Ich mag ja Ecken und Kanten. So ein LS400 würde mir schon gefallen, aber ich habe den Kopf nicht frei für neue Autos….

          Sandmann

  10. pico24 sagt:

    Moin!

    für mich kommt eigentlich immer nur das Originale Radio in Frage, notfalls mit einem Kassetten-Auxkabel.
    Aber wenn es wie in deinem Fall fehlt ist das Ersatzteil oft relativ teuer. Dann geht auch ein optisch passendes. (Becker hat da auch gute)
    Das Radio was da vorher in deinem XM war, fande ich aber auch nicht so schlecht 🙂

    Optimal ist natürlich ein Cd-Wechsler UND Kassettendeck 🙂 hatte ich in meinem E280, der auch einen sehr guten klang hatte, auf level meines Bmw 5er(e60) würde ich sagen!

    Am liebsten benutze ich übrigens CDs 🙂

    • Sandmann sagt:

      Ay pico24,

      meinst du das AEG aus dem XM? Das war extrem schei**e, das hat wie eine Discokugel rumgeleuchtet, ich mag sowas nicht. Willst du das haben? Mach mir ein Gebot 🙂

      Ich hab gestern aus Versehen ein Becker BE2210 aus einem Daimler ersteigert. Mal sehen wie sich das so macht…… Die Philipps Originale aus dem XM sind sehr rar geworden, schade, die sind eigentlich gar nichts Besonderes….

      Sandmann

    • Martin R. sagt:

      Ich finde unpassende Radios auch furchtbar. Das Grundig Trollhättan im 9k und das Trollhättan II im 900 verweigern mittlerweile standhaft jeglichen Radioempfang und werden nun mit Kassetten oder mittels Kassettenadapter vom mp3-Player/Telephon befeuert. Ja, nervt etwas. Aber noch mehr würde mich nerven, zerstörte ein blinkendes Glitzerdings mit rotweißblauwechselnden Discolichtern das sorgsam durchkompierte Interieurdesign. (Von der forcierten Ermüdung bei Nachtfahrten einmal ganz abgesehen, die mit einer grellen Lichtquelle am Rand des Sichtfeldes nunmal einhergeht.)
      Außerdem hasse ich es, wenn ich etwas nicht blind bedienen kann. Seit den späten 90ern sind Autoradiobedienelemente („Knöpfe“ kann man das nicht mehr nennen) so winzig und filigran geworden, daß man erstens hinschauen muß und zweitens meine Finger trotzdem zu grobmotorisch dafür sind. Nicht ganz so schlimm wie touchscreens, aber fast.

  11. Daemonarch sagt:

    Nabend Sandmann…

    Interessantes Thema… Habe vor einigen Tagen endlich die Discografie eines meiner Kindheitshelden mit einer gebrauchten CD vervollständigt… Alice Cooper…

    Da kommt seit 1969 schon ganz schön was zusammen, da ist von dem einen Künstler schon ein halber CD-Ständer voll.
    Ich finde es dennoch sehr cool, dass es heute möglich ist, per youtube abzuchecken, ob eine gehypte Band oder das neue Album der lieblingsband was taugt. Oft bringen diese Bands auch Testlieder der neuen Alben online heraus.

    Ich möchte das nicht mehr missen, auch wenn die schiere Menge dessen was man bekommen kann einen oft überfordert.
    Der Moment, wenn man eine coole neue Band entdeckt, das Album wieder und wieder durchballert, das wird sich nie ändern, egal ob es in Zukunft wieder auf Schellack stattfinden wird, oder ob dann ein Lied mit 1gb und 40.000kbit rauskommt…

    • Sandmann sagt:

      Ay Daemonarch,

      *hach* Alice Cooper. In der Mitte der 90er hatte ich mir ein Album von ihm ausgeliehen, weil ich seinen Auftritt bei Wayne’s World so geil fand (der Film ist heute unerträglich…). The Last Temptation. Ich pflegte meinen heftigen Liebeskummer irgendwann 1994 mit „Stolen Prayer“. Ich muss gleich mal schauen ob ich die Kassette noch habe 🙂

      Und ja, du hast Recht, reinhören ist schon sehr praktisch. Das mache ich auch immer, bevor ich ein Album kaufe. Aber leider gibt man dann immer recht schnell auf und kauft nur das, was gleich ins Ohr geht. Und das hat man sich dann schnell übergehört, während etwas kantigere Lieder später zünden…..

      Sandmann

  12. Daemonarch sagt:

    Um nochmal auf’s Thema zurückzukommen… Ich bin ja recht begeistert von der Audiophilen Grundausstattung in moderneren Autos…
    Der Passi hat ja schon 4x16er Boxen in allen 4 Türen, die zusammen bemüht schon sehr gut ballern, selbst mit dem vorinstallierten Alpha (könnte sogar schon ein Beta sein).
    Da klicke ich beizeiten noch mein billiges Sony rein, dann knallt das schon ausreichend, da muss eigentlich nichtmal ein zusätzlicher Subwoofer rein. Nur lohnt das derzeit für mich nicht, da ich keine halbe Stunde zur Arbeit gondele derzeit.

    Wenn ich da an die seligen Zeiten meiner Typ44 denke, oder vorher im w124 oder Scirocco, da musste man richtig kreativ werden, wenn man Boxen in den Türen haben wollte.

    Übrigens müsste ich auch meine Funk-ZV langsam mal nachrüsten, kann mich aber gerade so gar nicht aufraffen, wollte Zündkabel wechseln, ist aber alles so zugebaut, dass man die gesamte Drosselklappenmimik rausbauen muss, um dranzukommen. Menno!

    • Sandmann sagt:

      Ay Musikgenießer,

      je neuer das Auto und je mehr in Richtung gehobene Mittelklasse, desto besser klingen auch die Lautsprecher. Musik war noch in den 70ern nicht so wichtig beim Fahren. Du findest ja auch immer noch Schätzchen aus der Zeit, die statt des Radios eine Plastikblende haben.
      Ich bin mit dem Granada mal in den 90ern mit meiner damaligen Freundin und ohne Radio (Sicherung war durch) von Niedersachsen hoch nach Kiel gefahren. Wir haben zusammen alle Lieder gesungen, die wir kannten. Dann Werbelieder. Dann Kinderlieder. Und am Ende noch Wanderlieder aus der Mundorgel, die ich auf dem Rücksitz liegen hatte 😉
      Es war ein wunderbarer Abend.

      Und… lass doch die blöde Funkfernbedienung weg. Braucht doch kein Mensch, dieses Gebastel….

      Sandmann

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