Harm-los? Nicht wirklich.

Kaffee der Herr?

Kaffee der Herr?

Blues Brothers sind unsterblich. Jake und Elwood wurden allerdings schon so oft zitiert, dass sie inzwischen längere Bärte haben als die Jungs von ZZ Top. Schwer, aus dieser Schublade wieder rauszuklettern, wenn man mit einer Wayfarer aus den 70ern und einem Auto mit Bullenreifen, Bullenmotor und Bullengetriebe unterwegs ist. Heute ist der Tag, an dem Harm & me die Ostküste entlanggullern, nicht etwa von Boston nach Miami, aber fast. Von Kiel nach Lensahn. Kennen Sie nicht? Muss man auch nicht kennen. Da gibt es ein chromiges Diner, bei dem man sich kennen lernt, sonst ist da nix. Na ja doch, ein paar Autos, heute zumindest. Begleiten Sie me & Harm auf einer HARMonischen Reise mit dem dicken durstigen Dampfer? Es ist 7 Uhr, es geht loooooos….

Do no harm – do know Harm.

Matrosen im Hafen

Matrosen im Hafen

Wir kennen uns indirekt schon länger, sind uns aber erst so richtig bei der Hochzeit meines Freundes Örg am Nikolaus 2013 über den Weg gelaufen. Wie das halt so ist, Bier, Zigarren, Musik und Autos Autos Autos. Da der Tag des Mannes mit dem roten Sack nun schon ein bisschen zurück liegt stand beschnuppern auf dem Plan, ja nun da bieten sich ja die unendlichen Weiten des Cadillac an. Denn von Kiel nach Lensahn ist’s ein rundes Stündchen zu gleiten. Eigentlich hätten wir uns auch eine Halle mieten können, das wäre dann nicht so weitläufig. Der frühe Vogel tankt Super, und statt an diesem grauen Samstag liegenzubleiben, sich nochmal leicht bekleidet an die schlafende Herzdame ranzuwanzen oder so absurde Sachen wie Brötchen holen abzuwickeln finde ich mich auf dem Lidl Parkplatz am kieler Südfriedhof wieder und lade ihn ein, den Matrosen mit dem friesischen Namen. Er gesteht mir, dass er lange darüber nachgedacht habe, Kaffee mitzubringen. Er wusste aber nicht, ob mich irgendwelche Allergien, Laktoseintoleranzen oder Diabetisse plagen, daher habe er es gelassen. Macht nix. Ich bin NOCH ein bisschen früher als er aufgestanden und köchelte eine große orange Thermoskanne randvoll mit heißem schwarzen Koffein-Sud. Mit meiner schönen orangen Melitta aus den 70ern. Denn mich plagen weder Allergien, Laktoseintoleranzen noch Diabetisse. Harm auch nicht. Also teilen wir uns den Becher, prost.

Supertanker DeVille mit Besatzung

Supertanker DeVille mit Besatzung

Das Radio hat sich nicht über Nacht selbst repariert, also sind wir gezwungen, uns zu unterhalten. Da wir uns in den letzten 43 Jahren erst ein- oder zweimal gesehen haben, besteht nachweislich nicht die Gefahr, dass uns die Geschichten ausgehen 🙂 Wobei es für mich zur Abwechslung mal sehr entspannt ist, nicht pausenlos zu plaudern, sondern einfach mal zuzuhören, große Augen zu bekommen und ab und an mal ungläubig mit dem Kopf zu schütteln. Gewürzt mit einem „Aaaaaalder waaas???“ Zeitdruck besteht nicht, der Cadillac gluggert zufrieden wie eine volle Regenrinne bei Gewitter und die Tankanzeige ist immer noch kaputt. Jetzt ist angeblich schon fast die Hälfte raus aus dem benzinbunkernden Bottich, haha, die lügt doch wie gedruckt. Niemals. Der Weg führt uns über Holsteiner Rapsfelder, an meiner alten Schrauberscheune vorbei, durch endlose Alleen im frühlingshaften Blattgrün über Selent und Lütjenburg immer weiter der Küste entgegen. Wenn man hier wohnt ist das nix ungewöhnliches, aber alle Touristen drehen spätestens bei den Schildern „Hohwacht“ oder „Strand“ total durch. Es ist schon was selten feines, am Meer zu leben, zu arbeiten und autozufahren. Ein cHARMantes Gefühl. Machst du noch einen Kaffee klar?

Hinterm Horizont geht's weiter

Hinterm Horizont geht’s weiter

Kaffee könnte ich so viel in mich reinkippen wie in einen Cadillac DeVille das gute Super. Mit dem Unterschied, dass der Cadi das Super verbrennt und mehr oder weniger effizient in Bewegungsenergie umsetzt. Ich setze den Kaffee um in Kalauer, einen irren Blick, wache Gedanken und den wiederkehrenden Wunsch, mal rechts ran zu fahren und einen Teil der zugeführten Flüssigkeiten auch wieder rauszulassen. Allein in dieser Stunde nach Lensahn zwei mal. Ist das schon das Alter? Weiß jemand ein gutes pHARMazeutisches Mittelchen? Oder ist das der Litermenge geschuldet? Der Matrose läuft ebenfalls zu ungeahnten Hochtouren der kreativen Wortschöpfungen auf, und spätestens ab dem klassischen „Cadi lecken“ sind wir ganz froh, dass nichts davon nach außen dringt. Zwischendurch wird die Aufmerksamkeit immer wieder auf das antike Fortbewegungsmittel aus dem Hause General Motors gelenkt, sei es in engen Kurven, sei es, wenn der Fahrer seine Sätze zum Beifahrer etwas lauter rüberrufen muss (weil der so sagenhaft weit weg sitzt) oder sei es einfach nur in Hochachtung vor der schieren Größe und dem wohnzimmergleichen 60er Appeal des fast-sechs-Meter-Schiffes, den ausufernden metallenen Flächen um uns herum und dem tuffigen Plüsch der Zierkissen. Mein kaffee-kalauernder Nebenmann selbst fährt übrigens einen restaurierten T3-Bulli. Ein Cadillac steht wohl für immer in den Sternen, er ist so harm, er kann sich nicht mal Chromleisten.

Letzte Pinkelpause vor dem großen Treffen

Letzte Pinkelpause vor dem großen Treffen

Und in LensHARM, am Chrome Diner? Exakt um 7:00 Uhr kommen wir an. Da ist Chrom. Da ist Diner. Da sind Burger und Pommes. Und viele alte Autos, viele Menschen und wir mit dem Cadillac mittendrin. Petrus schickt uns außer einer sibirischen Kaltfront freundlicherweise geschlossene Schleusen, die Wolken sind HARMlos und es regnet tatsächlich nicht einen einzigen Tropfen. Das wird Marc freuen, allerdings wird das für mich persönlich später ganz andere Probleme aufwerfen. Ich muss irgendwie die ganzen zerklatschten norddeutschen Insekten von der windbrechenden Nase des Dickschiffes wieder runterpolieren, das würde mit ein wenig Regenwasser viel einfacher gehen. Aber da fallen mir wieder die noch nicht lackierten Innenkotflügel ein, also lieber Trockenheit. Und ich bereite mich schon mal verständnisvoll auf die Tank- und Saubermachorgie heute Abend vor. Juhuu.

Männer, behütet

Männer, behütet

Das US-Car Treffen wird sicher noch Thema in einer der nächsten TRÄUME WAGEN Ausgaben sein, deshalb halte ich mich mit einem Bericht und Bildern einmal dezent zurück. Das ist schon eine recht coole Community hier im Norden, und ich habe mehr Visitenkarten mitgenommen als ich tragen kann. Frisches Blech für neue Artikel. Nebenbei könnte ich jetzt noch ein paar Sätze verlieren über die Jungs, die entlang der Hauptstraße zwischen den hunterten von Menschen (Männern, Frauen und Kindern) brennendes Gummi auf die Straße legen. Oder lieber über die Menschen selbst, die freiwillig am Rand im Qualm stehen und nur eine Radmutter vom Tod entfernt sind. Über die Fahrer, die es cool finden, den V8 brachial 10 Sekunden lang im Vollgas brüllen zu lassen, obwohl hier jeder so einen Motor hat. Nein, ich lasse das lieber. Ich werde ja bekanntlich altersmilde, jeder wie er möchte, und wenn das jemand toll findet soll er das eben machen. Ich stelle mich nicht mitten in diese S.HARMützel und lunger den Tag über lieber um die schönen alten Autos rum. Und friere.

Frühstück und Drivestyle

Frühstück und Drivestyle

So ein Treffen macht neben den maifeiertäglichen Temperatur-Grenzerfahrungen erstaunlich müde, und nach einer guten Packung Pommes steuern wir den Cadillac am Nachmittag wieder zurück in den Hafen nach Kiel. Das ist allerdings erst der Zwischenstopp für mich, ich muss das nordamerikanische Schmiedeeisen heute ja noch bei seinem Herrchen in Hamburg Jenfeld abgeben. Geputzt und gestriegelt. Das wird gar nicht so leicht, abgesehen davon, dass man eine LKW Waschanlage benötigen wird, um diese Flächen wieder sauber zu bekommen. Geregnet hat’s ja auch nicht. Hm. Und mich plagen noch ganz andere Gedanken – ich will auch so ein Auto haben 🙁 Ich will nicht mit irgendwas Gewöhnlichem durchs Land cruisen, und ich will zusätzlich noch einen Sponsor, der mir mindestens eine Benzinflatrate spendiert. Ein Mann muss Ziele im Leben haben, die ihn vorantreiben – und ich hab noch so einige, und über die denke ich verträumt nach, während ich von Kiel wieder über Land in Richtung Hamburg fahre. Wieder ohne Musik, aber der Abendwind drückt die Pappeln am Straßenrand zusammen und lässt sie hin und her schaukeln wie eine ZieHARMonika. Ach ja. Der ist natürlich schon wieder zu Hause.

Geb ich gar nicht gern wieder her

Geb ich gar nicht gern wieder her

Kurz vor Hamburg erhasche ich tatsächlich eine Tankstelle, die in den späten 70ern einmal dafür konstruiert wurde, havarierenden Jumbos auf dem Weg nach HH Fuhlsbüttel eine Notlandemöglichkeit zu bieten. Da passt der Cadillac einigermaßen rauf. Der Deckel auf den Kavernen des Treibstoff sitzt im Heck hinter dem Nummernschild, also fahre ich an der Zapfsäule vorbei und fahre vorbei und vorbei und vorbei. Als ich sie im Rückspiegel nur noch als kleinen Punkt am Horizont wahrnehmen kann wähne ich das Ende vom Auto ungefähr auf ihrer Höhe, halte den Tanker an und drehe am Schlüssel. Der Big Block verstummt. Plötzlich ist es wieder sagenhaft still, ich höre schüchtern piepsende Vögelchen in entfernten Bäumen, und auch die Gräser und Büsche zittern nicht mehr unter dem permanenten Erdbeben der kontrollierten Benzinverbrennung. Wie friedlich Hamburg sein kann. Während ich aussteige und am Cadillac entlang den langen Weg zum hinteren Nummernschild zurücklege sehe ich im Augenwinkel den Tankstellenpächter, der just in diesem Moment das Auto entdeckt hat und gerade dabei ist, eine Flasche Champagner zu entkorken. Verstehe ich nicht. Aber egal, ich bastel den Super Plus Rüssel irgendwie zwischen abgeklapptem Nummernschild und den gesammelten Chromvorräten der ganzen Umgebung in das Rohr und lasse laufen. Mal sehen, wieviel der nun wirklich verbraucht hat, die kaputte Tankanzeige behauptet ja frecherweise der Bottich wäre fast leer…

Es läuft und läuft und läuft...

Es läuft und läuft und läuft…

Hui. Na da geht ja ordentlich was rein. Während die fossilen Brennstoffe laufen und laufen und laufen sehe ich den großen Zettel auf der Tanksäule, dass heute nur mit Bargeld bezahlt werden könne. Ich glaube ich habe aber noch genug im Portemonnaie, ich war gestern erst am Geldautomaten, das wird schon reichen. Läuft und läuft. In diesen Minuten überkommt mich auch die Erkenntnis, warum an Tankstellen überall steht, man möge bitte den Motor beim Tanken ausmachen. Klar. Sonst wird der Tank ja niemals voll. Ich habe über 40 Jahre lang geglaubt das habe was mit Brandgefahr und so zu tun, aber hier ist nur Beton und Metall, was sollte da brennen? Man muss erst einen Cadillac fahren, um die wichtigen Dinge im Leben zu begreifen. Das Benzin läuft und läuft. Im Hintergrund treffen Freunde, Familie und Bekannte des Pächters ein und werfen mit Luftschlangen und Konfetti. Mir ist so, als höre ich Satzfetzen wie „Freibier für alle er tankt noch immer!“ oder „nachher mach ich zu und buche erstmal drei Wochen DomRep„. Was meinen die? Eigentlich könnte ich zwischendurch die Zeit nutzen und den Wagen noch ein bisschen überpolieren statt hier rumzuhocken und Benzol einzuatmen. Nehme ich für den weiten Weg vom Heck zur Front was zu Essen und zu Trinken mit? Nee, das schaffe ich auch so.

An der Nase eines Autos....

An der Nase eines Autos….

Einen 1969er Cadillac von zermatschten Fliegen zu befreien gleicht im Aufwand einer Fassadensanierung des Reichstags. Was ich schon in Kiel liebevoll weggekärchert hatte hinterlässt noch immer vereinzelt buntflüssige Spuren, garniert mit Füßen und Flügeln. Mit Lackreiniger, Flauschlappen und viel Kraft scheuer ich endlose Garnisionen von geschlagenen Chitinpanzern und Stechgleitern von Lack und Chrom und ahne, dass diese beiden Tage mit dem Auto in der freien Natur vermutlich für das Aussterben zahlloser Insektenarten verantwortlich gemacht werden können. Ich glaube ich schaffe das niemals alles mit der mir noch verbleibenden Kraft in den Handgelenken, das fühlt sich an als würde man den Rasen auf einem Fußballplatz mit der Nagelschere mähen. Währenddessen läuft das Super munter weiter in den Tank. Ich sehe den Tankstellenpächter hinten an der Straße „Wegen Auslastung geschlossen“-Schilder aufstellen. Teure, hübsche Callgirls schenken ihm dabei Champagner nach. Na hier ist was los.
Nach einigen Stunden ist der Tank voll und das Auto sauber. Es ist auch schon 7 Uhr. Als ich die Zapfpistole wieder einhänge schwinden mir beim Blick auf das Zählwerk fast die Sinne. So wie es aussieht habe ich mich eben gerade auf 10 Jahre verschuldet und einen Tankstellenbesitzer zum Millionär gemacht. Ich denke nicht darüber nach und fahre voller Ehrfurcht den Cadillac zu Marc in die Halle. Anscheinend ist die Tankuhr völlig in Ordnung, meine Weltanschauung allerdings nicht mehr. Im nächsten Leben werde ich Scheich. So.

Du hast was mit mir gemacht...

Du hast was mit mir gemacht…

Die Tatsache, dass ich nicht an Ort und Stelle hingerichtet werde scheint für eine erfolgreiche Säuberungsaktion zu sprechen. Sie müssen sich Marc ein bisschen so wie diesen Wagen vorstellen. Kantig, brutal, schwer. Aber irgendwie ganz geil. Jedenfalls möchte man nicht seine schlechte Laune auf den Schultern oder im Gesicht erfahren, glücklicherweise ist das auch nicht nötig. Wenn Sie den Artikel über dieses Auto und seinen Besitzer in der TRÄUME WAGEN vor ein paar Monaten verfolgten werden Sie ein Bild vor Augen haben. Meine Krankenversicherung hatte mir schon schriftlich mitgeteilt, dass sie mir den Vertrag kündigen würde für den Fall, dass ich eine Beule in dem Wagen hinterließe. Feiglinge, die. Aber jetzt ist alles gut 🙂 Nein, eigentlich nicht alles. Ich will auch so ein Auto. Ich will ich will ich will *stampf*. Nach dem grauen 1978er Ford LTD Sedan so um 1995 rum und dem weißen Cadillac Eldorado Biarritz um die Jahrtausendwende sitzt auch in mir der Amivirus noch immer tief, und jetzt ist er wieder ausgebrochen. Verdammt. Als ich mich von Marc und seiner nun endlich auch wieder tiefenentspannten Frau verabschiedet habe und wieder in meinem Mercedes sitze werde ich so traurig, dass ich nicht mal einen unverwackelten Selfie hinbekomme.

Alltag grau und normal

Alltag grau und normal

Hallo Hamburg. Da sind wir wieder, ich und mein eigentlich auch gar nicht soooo alltägliches Rappeltaxi. Manchmal frage ich mich wirklich, warum man nicht noch ein bisschen unvernünftiger ist. Nun habe ich es schon geschafft, meine Passion zum Beruf zu machen und mit Geschichten über alte und neue Autos mein Geld zu verdienen. Da muss dann doch eigentlich auch im Alltag mal ein Big Block drin sein, oder nicht? Andere Leute geben viel Geld für Briefmarken oder Kunstwerke aus, haben alle sechs Monate ein neues Smartphone oder Tablet und bauen sich Häuser für eine halbe Millionen Euro. Brauch ich alles nicht. Also warum nicht in Benzin investieren? Ich denke die Tage mal darüber nach. Während der Fünfzylinder Diesel sonor vor sich hinnagelt, schwärme ich noch ein bisschen von dem 1969er Cadillac DeVille und seinem Überfluss in allem. Von einem überheblichen und trotzdem wundervoll designten Schlachtschiff, was nicht polarisiert, sondern freundliche Ehrfurcht einflößt. Was Spaß macht und lachen lässt. Ein Auto, was Sehnsüchte in einem weckt und in dem es immer Freitag Abend, 7:00 Uhr ist.

Sandmann

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Über Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.
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14 Responses to Harm-los? Nicht wirklich.

  1. SteffenG sagt:

    Howdy Sandmann!

    Das Schlachtschiff ist wirklich imposant! Allerdings haben bei einem solchen Wägelchen auch Rostpickel schon die Ausmaße eines Matiz.
    Als Daily Driver bekämst Du sicher auch Probleme mit den Grünen. Vermutlich müsstest Du täglich eine Reihe Umweltaktivisten vor dem Auto mit dem Bolzenschneider „befreien“.

    Es ist klasse mal sowas zu fahren. Aber selbst ein moderner V8 schluckt immernoch mehr als ich mir aktuell leisten könnte.
    So wie ich mich kenne würde ich meine guten Vorsätze aber ganz schnell wieder über Bord werfen, sobald der V8 weit vor mir gullert und die Karrosse sich bei jedem Gasstoß fast um die Längsachse dreht.

    Ach ja, ich muss tanken…

    Steffen

    • Sandmann sagt:

      Ay Steffen,

      jajaaaa 🙁 du hast ja Recht. Ich hatte bereits zwei mal einen Ami als einziges Alltagsauto, und beide waren definitiv zu durstig. Selbst der Eldorado, und der hatte schon den völlig unterforderten 4.1 Liter V8 mit geregeltem Kat und sagenhaften 137 PS 🙂 Das waren zwar „nur“ 12-15 Liter, aber auch das ist für einen Pendler wie mich zu viel.
      Na ja.
      Ich arbeite mal an einem Aufruf an die Tankstellen dieser Welt. Da muss doch mal was gehen……

      Sandmann

  2. bronx sagt:

    Geile Karre 😀

    „Als Daily Driver bekämst Du sicher auch Probleme mit den Grünen. Vermutlich müsstest Du täglich eine Reihe Umweltaktivisten vor dem Auto mit dem Bolzenschneider “befreien”.“

    😀 😀 😀

    Einen Ami muss ich in meinem Leben auch noch mal fahren. Das steht definitiv fest!

    Bronx

    • Sammy sagt:

      wäre mir auch schwer gefallen, den Caddy zurück zu geben ;(
      solche Amis machen einfach nur Laune und entschleunigen den Alltag, aber nicht als Daily-driver

      • Sandmann sagt:

        Ay Sammy,

        vielleicht nicht als EINZIGER Daily Driver… 😉 Aber ich kenn‘ mich doch, wenn ich sowas als zweites Auto neben der Garage stehen hätte würde ich mich für Benzin prostituieren, einfach um den fahren zu können…

        … also gut dass ich keinen habe 😀
        Was macht der aktuelle LeBaron?

        Sandmann

        • Sammy sagt:

          @ Sandmann: der Baron ruht trocken in seiner Garage, aus Geld- und Zeitmangel, zuviele Baustellen die vor dem deutschen Tüv erledigt werden müssten ;/
          mir fehlt auch die Lust dazu momentan

          • Sandmann sagt:

            Oh jeeeh 🙁
            Okay, wenn die Lust fehlt, dann kann man nichts machen. Ich bekomme gerade wieder Rückenwind bei meinem Audi, aber ich hab erst mal die Getränkehalter Geschichte geschrieben …..
            Kommt Zeit, kommt Schrauberei. Es gibt so Phasen, da will man einfach nicht, oder?

            Ich will wieder. Und zwar so RICHTIG!
            In diesem Sinne
            Sandmann

    • Sandmann sagt:

      Ay Bronx,

      problematisch dabei wird dann aber sein: Du willst immer wieder einen haben. Irgendwas machen diese Autos mit dir, und du hast ja eh eine Affinität zu großen Limousinen.
      Selbst der abgerockteste „Normal“ Mustang ist immer noch ein cooles Auto, das einfach ganz anders ist als alles, was aus Europa kommt. Gut – muss man nicht mögen. Kann man aber 🙂

      Am Wochenende wird der Dottore mit neuem Vergaser bestückt. Ich bin schon ganz aufgeregt…..

      Sandmann

      • bronx sagt:

        Moin Dottore, äh . . Sandmann,

        Hört sich doch gut an. Hoffe, der alte Herr ist dann seine Schluckbeschwerden endgültig los. 😉

        Zum „Ami“: oh ja, ich mag grosse Limousinen. Deshalb kann ich ja schwer aufhören mit dem „Sammeln“. :roll:
        Mir würde ja schon ein Caprice oder ein Buick skylark, am besten der 79er, genügen. Oder der 67er Impala aus der Serie „Supernatural“, wie ihn die Brüder Winchester fahren. Stark! 😀

        Ab in den Donnerstag!
        Bronx

        • Sandmann sagt:

          Gnaaaaaa hör auf ich werde schon wieder ganz wuschig :roll:

          Wenn, dann strebe ich wieder zu einem Cadillac. Na mal sehen. Ich wollte den Audi heute mit zur Arbeit nehmen und den Vergaser in der Mittagspause draufbasteln… aber er ist nicht angesprungen 🙁 Na ja, deshalb ja auch der neue Vergaser, aber bevor ich hier irgendwo in der Hamburger City mit dem Starthilfekabel rumfuchtel mach ich das lieber heute Abend vor der Tür. Mit dem Taxi als Backup…

          Sandmann

          • bronx sagt:

            Der alte Herr will sich nicht mehr quälen. Von daher sprang er nicht an. Ist doch klar! 😉

            Gutes Gelingen dann am Abend!

            P.S. am WE bin ich im ehem. Meilenwerk, Berlin. Oldie-Treff mit ca 1.300 teilnehmenden Besitzern alter Fahrzeuge. Typenoffen! Ich freue mich drauf.

  3. LarsDithmarschen sagt:

    Hey Sandmann,

    Harm heißt einer meiner besten Kumpel :D. Der fuhr erst einen Unimog und nun fährt er Golf 6 TDI.

    Übrigens – ich habe auch schon mal dran gedacht, wenn Elsa fertig ist, sie ein Jahr im Alltag zu fahren. Allerdings ist mir im Winter die Arbeit dann zu schade gewesen, die jetzt bisher in ihr drin steckt. Salz ist da gemein. Vielleicht fahre ich sie mal einen Monat durchgehend im Alltag, aber das ist ja noch alles lange, lange hin. Da ist irgendwie noch viel Rost. Wenn ich sie so losfahren würde, wie sie ist, hätte ich kein Licht und freien Blick auf den Reifen hinten links :D. Ich glaube, das ist verboten ;).

    Schöne Grüße vom zwei Mal am Tag (Schule und zu Hause) 5-Sterne-klickendem
    Lars

    PS.: Wie stellt man eigentlich einen Router zurück?

    • Sandmann sagt:

      Ay Lars,

      unsere norddeutschen Winter sind ja momentan nicht wirklich Schnee- und damit auch nicht Salzintensiv. Wenn du später noch Alternativen hast (den Volvo), dann kannst du Elsa ja immer fahren, wenn du mal Lust dazu hast. Auch bei Regen. Auch im Winter. Aber vorher solltest du natürlich die Löcher wegmachen 😉

      Dein Harm hatte einen Unimog und jetzt einen Golf 6? Was ist denn da passiert???

      Deinen Router setzt du zurück, indem du einfach den Stecker rausziehst, eine Minute wartest und ihn dann wieder reinsteckst. Wenn dein Router die IPs dynamisch verteilt bekommst du dann eine neue…

      Sandmann

      • LarsDithmarschen sagt:

        Hey Sandmann,

        mit den WIntern hast du vielleicht recht, aber wenn schon ein bisschen Salz meine Elsa dann wieder zum Schweizer Käse machen wird, ist es schade.

        Harm hatte erst von ääh 2012 bis Ende 2013 einen weinrot-metallicfarbenen Unimog 424 U1000 – oder so. War Baujahr 1980 und leider nicht immer der zuverlässigste. Es war eigentlich sein Gerät, um damit zur Schule zu dieseln und zurück. Er war 16, hatte den „T“-Führerschein und der Benz war auf 40 km/h gedrosselt. Das Ding hat aber gesoffen… Nun, wo er alleine fahren darf (er ist ein paar Tage nur jünger als ich), wurde der Unimog zu lahm, zu durstig und zu unkomfortabel. Und nun fährt er Golf VI TDI mit EZ 2013. Als Fahranfänger ;-).

        Das mit dem Router werde ich mal ausprobieren. Dynamik in Dithmarschen wäre mal etwas seltenes :D.

        Schöne Grüße
        Lars

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