Hinter den Fenstern

Eine Odyssee durch den Norden

9:00 Uhr, Kiel
„Aber das ist doch viel umweltfreundlicher, wenn du Papas Auto mit dem Zug holst. Sonst müssen wir später mit zwei Autos parallel fahren. Finde ich doof.“ Das halbfinnische Fräulein Altona hat klare Vorstellungen von Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz. Das ist natürlich gut, in meinem Fall bedeutet das ein paar 100 Kilometer mit der Bahn, der S-Bahn, zu Fuß und mit zwei verschiedenen Autos. Eins davon ist der Passat meines Schwiegervaters, der übermorgen eine neue TÜV-Plakette bekommen soll. Yeah. Bei dem Mann bin ich noch lange nicht, also mache ich mich flott auf den etwas umständlicheren Weg von Kiel in die Nordheide. Bis Hamburg ohne Auto, weil sie nicht parallel… ach egal. Alles für die Umwelt. Und für Schwiegervater, und für zwei Jahre TÜV und zehn Selfies in verschiedenen Verkehrsmitteln. Auf zum Bahnhof.

Wer so alles an einem Samstag Morgen Zug fährt…

Regionalexpress…

10:02 Uhr, kurz hinter Kiel
Also, mindest einer in diesem Zug bin ich. Alle anderen sind alleinerziehende Mütter mit mindestens drei Kindern, Single-Männer nebst Helm und mitgeführtem Fahrrad, Provinzpärchen auf dem Weg in die große Stadt oder heimatlose Masochisten mit Märklin-Fetisch. Ich gebe allerdings zu, dass ich sehr gern mit der Bahn fahre. Lieber als mit dem Flugzeug zu fliegen, zumal das innerhalb von Deutschland totaler Unsinn ist und die Flugverbindungen zwischen Kiel und der Nordheide eher schwierig zu realisieren sind. Ich habe sogar eine Bahncard. Wenn da nicht auf halber Strecke zwischen Kiel und Hamburg das kleine Städtchen Neumünster wäre. In Neumünster steigen meistens alle die Menschen zu, denen ich im normalen Leben aus dem Weg zu gehen versuche. Ich fliehe selbstlos auf die Zugtoilette.

Hier ist das auch nicht besser

10:35 Uhr, Neumünster
Nein, das war auch keine gute Idee. Zugtoiletten sind vermutlich die einsamsten, beweglichen Orte auf der ganzen Welt. Sie riechen, mehr nach Desinfektionsmitteln als nach dem, was die Menschen da hinterlassen. Durch die einengenden Plastikwände höre ich Mama Cindy und Papa Marvin mit ihren Kindern Chayenne und Jason schimpfen. Laut und distanzlos werden leicht lispelnd kreative Schimpfwörter in orthographisch unerträgliche Satzkonstruktionen gewoben. Aber mich dem auszusetzen ist noch immer besser als diese enge, schwankende und leicht müffelnde Nasszelle mit Unterdruck-Ausgang. Ich weiß ich weiß, die Welt da draußen ist ja noch viel schlechter als Cindy und Marvin es jemals sein werden. Die tun mir ja nix. Trotzdem weiß ich auch, warum ich lieber mit dem Auto unterwegs bin. Und Hunger habe ich auch. Bis zum Hamburger Hauptbahnhof höre ich Musik. Ein bisschen lauter als sonst. Wenigstens stinkt es hier nicht so.

Früher der Dreh- und Angelpunkt der Fernreisen

11:15 Uhr, Hamburg Hauptbahnhof
Als Teenager in den späten 80ern war der Hamburger Hauptbahnhof für mich das Sprungbrett in die große Welt. Von hier aus starteten Nachtzüge zur Studienfahrt in die südfranzösischen Cevennen, Fernreisezüge zur Dokumenta nach Kassel, Intercities nach München oder Zürich. Dieses riesige Hamburg mit seinen vielen bunten Menschen, dachte ich damals. Seit 2008 habe ich nun in dieser Stadt mein Herz vergraben und es laufen zwei weitere Mädchen von mir hier rum. Na gut, eine krabbelt noch. Man sieht die Stadt dann mit anderen Augen. Hamburg ist noch immer toll, schön und bunt, aber der Bahnhof ist heute bevölkert von gestressten Menschen mit irrem Blick, Business-Hipstern und oberflächlichen E-Roller-Fahrern. Ich freu mich auf mein Auto. Den Taunus. Aber erst muss ich da noch hin, der steht in Altona Nord.

Sich mal was trauen.

11:30 Uhr, S 21 Richtung Elbgaustraße
Wenn du bei Burger King am Hauptbahnhof fünf Minuten in der Schlange vorm Tresen überstehst, ohne an der Zukunft der Menschheit zu zweifeln, bist du entweder blind oder taub oder beides oder Millionär mit dickem Fell und angenehmer Gleichgültigkeit im Hirn. Ich bin alles davon nicht, also zweifel ich heute schon zum zweiten Mal an der Zukunft der Menschheit und hüpfe dann mit zwei überteuerten und absolut nährstoffbefreiten Cheeseburgern in die S-Bahn zur Holstenstraße. Da drin darf man nichts essen, was riecht. Ich Rebell mach das trotzdem, finde dass der Typ neben mir in der ballonseidenen Hose und der Camp David Jacke wesentlich mehr und vor allem unangenehmer stinkt als mein Burger und setze mich kommentarlos eine Reihe weiter nach vorn. Jetzt fahr ich rückwärts. Als Kind musste ich dann immer spucken. Aber auch wenn Hamburg vielleicht seinen Weite-Welt-Reiz von damals verloren hat, mit dem Übergang vom Kind zum Erwachsenen kann ich plötzlich entgegen der Fahrtrichtung sitzen, ohne dass mir sofort schlecht wird. Abgesehen vom Camp David Typen, dessen Dünste diffundieren durch die Bank bis hier, aber auch das ist natürlich nicht schlimm im Vergleich zu einem Donald Trump oder einem anderen Irren.

Dean? Wer war dieser Dean?

11:45 Uhr, Haltestelle Holstenstraße
Ach ja, dieses Bild von James Dean, wie er am Times Square rauchend durch den Regen stiefelt, mit hochgeschlagenem Kragen und Mantel. Ganz so gut sehe ich nicht aus, fühl mich aber so ähnlich wie Dean sich gefühlt haben musste. Der Zigarillo bläut leise in die Mittagsluft.  War er auch auf dem Weg zu seinem Auto und noch lange nicht am Ende einer kleinen Reise? Der Vorteil an dem kleinen Spaziergang durch den Regen ist die angenehm frische Luft und der leichte, hanseatische Wind, der mir durch die dünner werdenden Haare strubbelt. Der Nachteil wiederum ist, dass hier Hundebesitzer mit Aufziehleinen leben und verkehren, denen es sprichwörtlich scheißegal ist, wenn ihr geliebter Fiffi seine halbverdauten Frolicks und Fleischwürste mitten auf den Fußweg furzt. Fiffis Hinterlassenschaften unter meinen Schuhen bemerke ich erst, als ich schon im Taunus sitze und auf dem Weg zur Autobahn langsam die Heizung warme Luft in den Fußraum schaufelt. **würg** Gestank werde ich heute anscheinend nicht los. Auf einer Bushaltestelle springe ich noch einmal raus und kratze mit einem kleinen Ast alles aus dem Profil meiner Schuhe, was sich noch nicht in den Teppich eingearbeitet hat.

Hallo A7, da bist du ja wieder.

12:20 Uhr, A7 Auffahrt Bahrenfeld
Ich bin später dran als ich wollte. Um 13:00 Uhr hatte ich mich bei Schwiegerpapa angekündigt, und nach dem einen oder anderen olfaktorischen Debakel fahre ich das Coupé direkt in den Stau quer durch den Elbtunnel. Sehend in den Untergang. Na gut, nicht ganz, angeblich geht das nur durch den Tunnel in Richtung Süden bis Waltershof, aber pünktlich bin ich garantiert nicht mehr. Und ein 49 Jahre alter Ford Taunus mag den Stillstand nicht sonderlich. Also mache ich es mir mit offenem Fenster schön warm hier drin (das entlastet die beiden Zylinderbänke spürbar) und drehe gute Musik in die Boxen. Im Taunus riecht es gut. Ein bisschen nach Teppich, nach Kunstleder und nach altem Ford. Ich habe noch nicht einmal die halbe Strecke geschafft 🙁

Was Kinder IMMER nicht sehen

12:55 Uhr, Elbtunnel, tiefste Stelle
Für die zwei Kilometer von der Auffahrt bis in die Tunnelmitte länger als eine halbe Stunde zu brauchen ist sportlich. Aber hey – endlich gelingt mir mal ein unscharfes Bild von dem großen Pfeil, der die tiefste Stelle unter der Elbe an den Tunnelwänden markiert. Als Kind dachte ich immer, dass Papa jetzt schnell Gas geben muss, denn wenn plötzlich die Elbe ausläuft wäre es genau hier grad am allerblödsten. Ab hier rollt der Verkehr wieder ein bisschen flüssiger, also gebe ich unbewusst wie Papa damals mehr Gas und rette mich in höhere Asphaltdecken. Wie alle anderen wohl auch. Also natürlich nur für den Fall, dass die Elbe ausläuft.
Hinterm Tunnel bewundere ich wie immer die riesigen Hafenanlagen, die Container und Schiffe, die Köhlbrandbrücke und seit dem Erscheinen des neuen Albums von Thees Uhlmann auch die Ausfahrt HH Heimfeld… „Das Leben ist kein Highway – es ist die B 73“ singt er. Die geht hier los 🙂

13:35 Uhr, Nordheide
Bei Schwiegerpapa wird mir traditionell eigentlich immer eine Rumkugel und eine frisch gebrühte Tasse Kaffee vorgesetzt. Heute lehne ich das aber aus akutem Heimweh ab und übernehme nur sein Auto. Ein 2001er Passat Variant, ein „Pacific“, so einer wie mein Rudolf damals. Schwarz und nicht grün, und ein Benziner. Eigentlich ganz gut in Schuss, nicht viel gelaufen, Schiebedach ein bisschen undicht, etwas Rost am Unterboden, die Nummernschildbeleuchtung geht nicht, die hintere Tür auf der Fahrerseite geht von außen nicht auf und die Fahrertür hat derbe ausgeschlagene Scharniere und fällt halb auf den Fußweg, wenn man sie öffnet. Ich habe einen Tag Zeit, alles heile zu machen. Das sollte machbar sein. Montag ist GTÜ Termin.

Fahrzeugwechsel

14:10, irgendwo in Niedersachsen
Die Uhr im Display geht über eine Stunde nach. Ist die jemals gestellt worden? Oder ist das vielleicht noch die letzte Winterzeit? Wenn Schwiegerpapa bisher seine zweijährige Prüfung mit diesem Auto machte, gab er es vorher immer in seine Werkstatt und sagte „Macht bitte mal alles, was für den nächsten TÜV nötig ist“. Was genau das jeweils war und wie relevant es tatsächlich gewesen wäre liegt sicherlich im Ermessen des Betrachters, Fakt ist, dass jedesmal eine Rechnung von über 1000 Euro fällig war, um die Plakette zu bekommen. Andere kaufen sich für die Hälfte davon einen vergleichbaren Passat Variant und fahren den dann zwei Jahre. Schwiegerpapa ist seinem Auto treu, das finde ich gut, aber diese Rechnung möchte ich ihm diesmal ersparen. Dann pack ich lieber einen Tag lang selbst an, weiß was ich getan hab und ihm bleibt mehr Geld für weitere Rumkugeln 🙂

Hallöchen

14:15 Uhr, Hollenstedt, A1
Hier riecht es nach Wald und Regen. Warum stehen eigentlich ausgerechnet in Niedersachsen, besonders in der Nordheide, so viele Wohnwagen und Wohnmobile nahe der Autobahnausfahrten mit Anjas, Antjes und Veras drin, die bei gedimmtem Rotlicht auf die unbefriedigten Familienväter mit 100€ Taschengeld warten? Warum gibt’s da in Schleswig-Holstein nicht einen einzigen? Ist das verschiedenes Länderrecht? Ich frage mich das nicht, weil ich heiß drauf bin, mich auch mal auf weichen Schaumstoffmatratzen in Vertreterspermaflecken zu wälzen, sondern weil hier wirklich sehr viele sind und bei mir oben im Ländle nicht ein einziger. Weiß jemand von euch warum? Aber egal. Vielleicht ist der Bedarf an diesen Damen in einem Flächenland wie Niedersachsen einfach größer.

Da sind wir ja wieder

14:45 Uhr, Elbtunnel Richtung Norden
Als das Navi noch behauptete, vor dem Tunnel in Richtung Norden sei mit Verzögerungen von mehr als einer Stunde zu rechnen habe ich mich telefonisch in Kiel von Kaffee und Kuchen vorsorglich abgemeldet. Wenn ich schon den ganzen Tag in irgendwelchen Verkehrsmitteln verbringe, dann aber auch richtig. Neben mir sitzt mein brauner Taunus-Bär, den habe ich aus dem Coupé mitgenommen, was jetzt bei Schwiegerpapa in der Einfahrt steht. Damit ich nicht so alleine bin. Das alte VW Gamma Radio hat kein RDS, und es hat eine Zeit lang gedauert, bis ich begriffen habe, dass ich zum Sendersuchen den runden An-Aus-Knopf drücken muss. Und wenn ich den vorgeschlagenen Sender behalten möchte gleich noch einmal, sonst wird weitergesucht. Die Zeit rennt ja bekanntlich, wenn man Spaß hat, und schwupps di wupps bin ich nicht nur im Tunnel drin sondern auch schon wieder durch. Dem alten Wolfsburger tun die drei freien Fahrspuren zwischen Hamburg und Neumünster gut, er wird mal wieder ordentlich freigeblasen. Und ich fühl mich wohl. Keine Hundebesitzer mit kackenden Haustieren, keine zusteigenden Neumünsterraner, keine Wegesrandnutten und gute Musik im Radio… Nur ab und an muss ich den Sender neu suchen. Aber das kann ich jetzt ja.

Ankunft

16:30 Uhr, Sandmanns Welt, Kiel
Der feine Nieselregen ist einer goldenen Abendsonne gewichen. Der Variant steht rückwärts auf meiner freigeräumten Auffahrbühne, eigentlich wollte ich heute noch drunter und eine erste Bestandsaufnahme machen. Ich habe aber keine Lust mehr. Das Schweißgerät und der Kompressor stehen bereit, alles Werkzeug und ein paar Grundierungen und Schmiermittel liegen in der Garage. Ein neuer Türgriff wartet auf seinen Einbau, ein neues Traggelenk vorn auch, und was sonst noch so fällig ist sehen wir morgen.
Als mein halbfinnisches Fräulein Altona vor über sieben Stunden eine Lanze für den Umweltschutz brach und ich mich ergeben in die Bahn setzte war ich noch ein wenig munterer als jetzt. So kann man seinen Samstag natürlich auch verbringen, aber wisst ihr was? Es war gut so. Ich habe mal wieder stumpf in der flachen Gegend herumgeguckt, viele tolle Menschen getroffen und die Weite des Landes gerochen. Das erweitert den eigenen Horizont durchaus, und ich habe Energie getankt für alles, was mich morgen unter diesem Auto erwartet. Das Leben ist schön. Wir lesen uns bald unter diesem Auto. Packen wir’s an 😉

Sandmann

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About Sandmann

Die Zeit ist zu knapp für langweilige Autos, Abende vor dem Fernseher oder schlechten Wein. Ich pendel zwischen Liebe, Leben und Autos und komme nicht zur Ruhe. Aber ich arbeite daran.

11 Responses to Hinter den Fenstern

  1. Tilman says:

    Hey Sandmann,
    VW ist wohl wahrlich nicht Deine Marke, trotz des K70… – der Passat ist als B4 Pacific ganz sicher kein 2001er, sondern eher ein 95er, und RDS sollte das Gamma in diesem Passat sehr wohl haben: Da gibt es eine Taste „RDS“, die muss man nur drücken, dann sieht man auch Sendernamen (RDS war beim Gamma seit 1991 Serie). Sendersuchlauf durch Drücken des runden Knopfes? Ja, das ist bei fast allen VW-Radios Modelljahr 1985 so. – Tja, so ist das eben. In einem Taunus oder Benz würde wohl ich mich leicht desorientiert fühlen und Selbstverständlichkeiten in Frage stellen bzw. nicht kennen. Schön, dass Du Dich um den Passat kümmerst und ihn auf der Straße halten möchtest! – Ansonsten habe ich beim Lesen mitgelitten, danke für die Warnung – nicht nur in vollen, auch in fast leeren Zügen kann man sein Leben eben nicht genießen. Einmal mehr eine Fingerzeig für mich, nur ja Abstand zu halten von öffentlichen Verkehrsmitteln…
    Grüße aus der Südheide
    Tilman

    • Sandmann says:

      Bester Tilman,

      ich gebe zu, dass a) VW tatsächlich nicht meine Marke ist und b) du Recht hast, ich glaube 2001 war das Jahr in dem Schwiegerpapa den Passat auf sich selbst zugelassen hat. Nicht das Baujahr. Da habe ich mich wohl verguckt. Und dabei hatte ich doch auch mal einen…
      Eine RDS Taste hatte das Radio sicherlich nicht, die hätte ich bei meiner verzweifelten Suche nach den Knöpfen „Sender vor“ und „Sender zurück“ gesehen. Vielleicht war’s aber auch kein Gamma, sondern irgend etwas anderes. Ich bin mehr so Becker BE2210 oder Blaupunkt Sylt, da weiß ich auch was die können und wie das geht 😉 Also Doppel Fail. Muss auch mal sein. Und VW wird auch nicht mehr meine Marke, ich bleibe bei Ford und Mercedes-Benz.

      Ich fahre übrigens prinzipiell sehr gern mit der Bahn. Ich hoffe, das kam irgendwo auch mal rüber. Ich mag nur nicht eine gewisse Gattung Mensch, die mir in diesem Transportmittel zwangsweise auf die Pelle rückt. Das passiert im Auto normalerweise ja nicht. Aber ne schöne Langstrecke im ICE, mit Kaffee und W-LAN… das ist schon fein 🙂

      Rock on und einen schönen Sonntag!
      Sandmann

  2. Philipp Gerken says:

    Mohoin Sandmann!
    Die Odyssey mit der Bahn – ich verkneife es mir auch. Dennoch, mindestens einmal im Jahr sitze ich auch drin. Meistens auch auf dem Weg zu einem Auto, welches irgendwo abgeholt werden will – und kein Kumpel Zeit hat den Zweitwagen auf dem Rückweg zu fahren. 😉
    Nun. Die Mädels in ihren ausgemusterten Hymern von ROW, WL über UE, GF und röbba bis NI sind auch gerne mal Ziel von Zündeleien. Den ein oder abgebrannten Wohnwagen sieht man schon mal wenn man durche Heide fährt.

    Und was den Passarati betrifft: Ist der schwattmatt? 😀

    Over & out aus Hannöva
    Philipp

    • Sandmann says:

      Ay Philipp,

      wenn ich ehrlich bin war es ja gar keine Odyssee, ich war nur einfach sehr lange unterwegs. Aber wenn ich statt mit der Bahn mit dem Auto von Kiel nach Hamburg gefahren wäre hätte das gar keinen so großen Unterschied gemacht 😉

      Die Wohnwagen werden angezündet?? Warum macht jemand sowas? Neid, kein Geld für ein Nümmerchen oder die Erkenntnis, den falschen Job gewählt zu haben?

      Und schwattmatt? Höma der Mann ist jenseits der 70 😀 Das Ding ist schwarz ab Werk, weitestgehend glänzend, das sieht man nur in der Abendsonne nicht… Im nächsten Blog mehr…

      Sandmann

  3. Michael1973 says:

    Moin Sandmann.
    Ich musste auch ob deiner Geruchseindrücke schmunzeln.
    Wobei ich hin und wieder auf der Rückfahrt nach einer mehrstündigen Radtour vollgeschwitzt die Nasen der Mitfahrer „erfreue“ 😉
    Aber egal wie „Ballonhose“ roch – schlimmer geht immer, ich kann eine mehrstündige Busfahrt zur Reha mit sehr kommunikationsstarken und Badezimmer-verweigernden Mitfahrern empfehlen. Da will man nichtmal atmen …

    Gruß
    Michael

    • Sandmann says:

      Ay Michael,

      jetzt wird es aber langsam ZU konkret 😀 Ich steige aus. Und noch einmal: Sowas passiert einem im eigenen Auto normalerweise nicht!
      😉
      Sandmann

      • Michael1973 says:

        Hehe,
        nunja, das war auch noch das Schlimmste bisher. Da mich keine 10 Pferde in ein Flugzeug zerren könnten, fahr/fuhr ich auch längere Strecken mit nem ICE … solange keine Kevins und Cindys mit nervigen Kindern in Lauschweite sind, kann man dabei herrlich schlafen 🙂
        Aber ich fahre ansonsten auch lieber induviduell mit 2 oder 4 Rädern 🙂

        Gruß
        Michael

        • Sandmann says:

          Schlafen im Zug finde ich ebenfalls klasse. Das Klackern der Schienen (obwohl man das ja fast gar nicht mehr hört) ist für mich so einschläfernd wie das Gemurmel und Geplantsche in einer Schwimmhalle….
          Man muss nur aufpassen dass man die Ankunft nicht verpennt 😉

          Auch mag ich es, im Zug zu arbeiten. Und ich mag auch den Kaffee gern, der ab und an vorbeigeschoben wird.

          Warum fliegst du nicht? Gar keine Option?
          Sandmann

  4. Martin says:

    Hi Jens,
    […] und es hat eine Zeit lang gedauert, bis ich begriffen habe, dass ich zum Sendersuchen den runden An-Aus-Knopf drücken muss. Und wenn ich den vorgeschlagenen Sender behalten möchte gleich noch einmal, sonst wird weitergesucht […]
    In meiner Zeit als junger Erwachsener bin ich viel mit T4 gefahren, die auch alle diese Art von Radio hatten. Und schon damals habe ich mich gefragt:
    1) Ist diese Idee, den Sendersuchlauf auf den An-/Aus-Knopf zu legen, irre genial oder einfach nur dämlich?
    2) Ist irgendein Controller bei VW auf die Idee gekommen, die Knöpfe zum Sendersuchlauf einzusparen? Wenn ja, wieviel wird das wohl tatsächlich eingespart haben?
    3) Was machen nicht-Technik-affine Menschen mit dieser Technik? Verzweifeln die, oder stört es die einfach nicht, wenn ein und derselbe Knopf völlig unterschiedliche Funktionen hat?

    Auf jeden Fall danke für diesen Artikel – habe wieder sehr gelacht 🙂

    MfG
    Martin

    • elsch says:

      Lieber Martin…
      zu 3) Ein und derselbe Knopf für verschiedene Funktionen: Schon mal ein iPhone in der Hand gehabt?
      Die übrige Bedienung dieses einen Knopfs an den KdF-Radios habe ich aber auch noch nie verstanden: Neben dem (mir auch neuen) Drücken für den Sendersuchlauf ist die Mischung aus Drehen für an/aus und laut/leise auch schwer verständlich. Als hätte ich jedesmal eine neue Wunschlautstärke. Eingängig ist das nicht.
      Aber Intuition und die gern genannte intuitive Bedienung (siehe genanntes iPhone) ist immer die Mischung aus Erlerntem und unbewusst Erfahrenem. Damit einher geht aber auch, dass Intuition weitgehend individuell ist.
      zu 2) Der Wagen stammt aus der dortigen Lopez-Ära.
      Viele Grüße
      Benjamin

      • Sandmann says:

        Moin ihr zwei,

        na ja, grundsätzlich hat man sich ja schnell an solche Dinge gewöhnt. Sofern man nicht jeden Monat sein Autoradio austauscht, zu diesen Menschen gehöre ich nicht 😉

        Was ich bei dem Radio aber tatsächlich, auch nachdem ich es begriffen hatte, nicht verstehe: Du drückst den Knopf, um den Sendersuchlauf zu starten. Um den Sender aber zu HALTEN, der gerade vorgeschlagen wird, musst du ihn noch einmal drücken. Das finde ich unsinnig. Ich kann den Hintergrund verstehen, dass das Radio für dich eben so lange sucht bis du was magst und dann drückst, aber intuitiv finde ich besser: Drücken, warten bis der Sender kommt, gut finden und lassen oder doof finden und weiterdrücken.
        Aber mich hat damals niemand gefragt, und heute ist es müßig darüber zu reden, es ist ja nun mal wie es ist. Es soll auch Leute geben, die sich in einem Citroen CX erste Serie zurecht finden 🙂
        Und in Sachen Mehrfachbelegung von Knöpfen: Das iPhone hat den Home Button inzwischen nicht mehr, was ich sehr schade finde (und deshalb noch „nur“ ein iPhone 8 habe) und Meister darin ist Mercedes-Benz… man sehe sich nur mal den Multifunktionshebel links vom Lenkrad der älteren Baujahre an. Geil, was der alles kann 😀 Eigentlich alles.

        Sandmann

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